Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holstàîscher Wļrtschaftsdļenft 
FreişielLurrg 
dss ArrZeêheftsà 
nach dem Kapitalanlagegesetz 
Gemäß dem Gesetz über die Bildung eines An 
leihestocks bei Kapitalgesellschaften (Kapitalanlage- 
gesetz) vom 29. März 1934 mußte von Kapitalgesell 
schaften unter bestimmten Voraussetzungen ein An 
leihestock gebildet werden. Der Anleihestock nach 
dem Kapitalanlagcgesctz wurde von den einzelnen 
Gesellschaften selbst verwaltet. Ueber die zum An 
leihestock gehörenden Wertpapiere durfte grund 
sätzlich rechtsgeschästlich nicht verfügt werden. Diese 
Beschränkung galt gemäß § 6 des Kapitalanlagege- 
sctzes bis zum 31. März 1936. 
. Demnach können also. lt. „Deutsche Steuer-Zei 
tung" diejenigen Kapitalgesellschaften, die einen 
Anleihestock nach dem Kapitalanlagegesetz gebildet 
haben, über die zum Anleihestock gehörenden Wert 
papiere ab 1. April 1936 frei verfügen, insbeson 
dere dürfen diese Wertpapiere veräußert bzw. ver 
pfändet werden. Wenn die durch Auflösung deS 
Anleihestocks frei werdenden Beträge an die Gesell 
schafter ausgeschüttet werden sollen, so bedarf es 
hierzu eines besonderen Beschlusses der Gesellschaf- 
tcrversammlung. Dabei ist jedoch zu beachten, Saß 
die den Gesellschaftern zur Verfügung gestellten 
Beträge den Vorschriften des Gesetzes über die Ge 
winnverteilung bei Kapitalgesellschaften (Anleihc- 
stockgesetz) vom 4. Dezember 1934 (RGBl. 1 S. 1222) 
unterliegen. 
Weitere günstige Arbeitsmarkt- 
entwrÄANg im Mai 
Wie wir zuverlässig Horen, lassen die bisherigen' 
Berichte aus den deutschen Arbertsbczirken mit Si 
cherheit annehmen, daß auch der Abschluß für Mai 
den Mai-Abschluß des Vorjahres um ein Bedeu 
tendes übersteigt. Mitbestimmend ist hier der Ein 
gang großer Auslandsaufträge an die deutsche In 
dustrie. 
Tierseuchen stand am 15. Mai 1936 
in Norddsutschland 
Die im Reichsgesundheitsamt nach den Berichten 
der beamteten Tierärzte zusammengestellte Ueber 
sicht über den Tierseuchenstand am 15. Mai 1036 
zeigt für Nordöeutschlanü folgendes Bild: 
Reg.-Bez. Schleswig: Maul- und Klauenseuche: 
2 Kreise (Segeberg, Stormarn), 3 Gemeinden, 3 
Gehöfte, davon neu 1 Gemeinde, 3 Gehöfte,' Milz 
brand: 4 Kreise (Nordexdithmarschen, Pinneberg, 
Rendsburg, Steinburg), 9 Gemeinden, 9 Gehöfte, 
davon neu 9 Gemeinden, 9 Gehöfte. 
Reg.-Bez. Hannover: Schweinepest: 1 Kreis 
(Springe), 1 Gemeinde, 1 Gehöft,' Milzbrand: 
1 Kreis (Grafschaft Diepholz), 1 Gemeinde, 1 Ge 
höft, davon neu 1 Gemeinde, 1 Gehöft. 
Reg.-Bez. Lüneburg: Milzbrand: 1 Kreis (Dan 
nenberg), 1 Gemeinde, 1 Gehöft, davon neu 1 Ge 
meinde, 1 Gehöft. 
Reg.-Bez. Stade: Tierseuchenfrei. 
Mecklenburg: Maul- und Klauenseuche: 2 Kreise 
(Schönberg, Schwerin), 4 Gemeinden, 3 Gehöfte, 
davon neu 1 Gemeinde, 2 Gehöfte. 
Oldenburg, Landesteil Oldenburg: Schweinepest: 
1 Kreis (Wesermarsch), 1 Gemeinde, 1 Gehöft, da 
von neu 1 Gemeinde, 1 Gehöft. 
Oldenburg, Landesteil Lübeck: Tierseuchenfrei. 
Hamburg, Lübeck, Bremen: Tierseuchenfrei. 
Unbefugte Verwertung von 
mitgebrachten Betriebsgeheimnissen 
Ein Reichsgerichtsurteil. 
Das jetzt schriftlich vorliegende Urteil des Reichs 
gerichts II 223/35 vom 17. März 1936 enthält nach 
stehende Interessanten Rechtsausführungen: Mit 
Recht hält das Berufungsgericht eine mit Hilfe be 
sonderer Gedächtnisstützen erst ermöglichte Ver 
wendung eines Betriebsgeheimnisses nicht für er 
laubt. Zivar hat die Rechtsprechung bisher nur den 
Fall behandelt, daß der Angestellte während des 
Dienstverhältnisses sich Aufzeichnungen oder Ab 
schriften von Rezepten, Kundenlisten gemacht hat, 
um sie später zu Zwecken des eigenen Wettbewerbs 
zu verwenden. 
Unredlich ist der Erwerb der Kenntnisse aber 
auch dann, und ihre Verwertung zu Zwecken des 
Wettbewerbs gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber 
ist ein Verstoß gegen die guten Sitten auch dann, 
wenn das Festhalten der Kenntnisse auf einem an 
deren, den Zwecken des Arbeitgebers nicht dienlichen 
und nicht üblichen Wege erfolgt, wie durch Auswen 
diglernen eines Rezeptes, Verwendung eines Ap 
parates zur mechanischen Festhaltung des gespro 
chenen Wortes u. dgl. (Phonograph). Ob von einem 
unerlaubten Hilfsmittel auch dann gesprochen wer 
den kann, wenn das Verfahren, sobald es einmal 
erkannt ist, verhältnismäßig einfach ist und sich 
leicht dem Gedächtnis einprägl, besonders, wenn ein 
Angestellter jahrelang damit beschäftigt ist, kann 
dahingestellt bleiben. 
Beîratsşitzung der WirtschaftsgriWpe Einzelhandel 
Der Beirat der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel 
hielt am 12. Mai 1936 in Bad Freienwalöe/Oder 
seine diesjährige Sitzung unter Leitung von Dr. 
Franz Hayler ab. Nach ausführlicher Darlegung 
der Etat- und Finanzlage berichtete der Hauptge 
schäftsführer Dr. Wieser zusammenfassend über die 
bisherigen Arbeiten des Geschäftsjahres. Entspre 
chend den gesetzlichen Vorschriften wurde hierauf 
die Vertrauensfrage für den Leiter der Wirtschasts- 
gruppe gestellt,' in geheimer Abstimmung wurde 
Dr. Franz Hayler einstimmig das Vertrauen des 
Beirats ausgesprochen. 
Die Versammlung erteilte ferner nach eingehen 
der Beratung ihre Zustimmung zu den Richtlinien, 
die von der Wirtschaftsgruppe über die zweckmä 
ßigste Zusammenarbeit ihrer fachlichen und regio- 
len Gliederungen herausgegeben wurden. 
Arbeitstagung der Wirtschastsgruppe 
Einzelhandel. 
Nach der Beiratssitzung fand in Bad Frcien- 
ivalde/Ober eine mehrtägige Arbeitstagung der 
Vertreter sämtlicher Gliederungen stati. 
)ie Ber- 
sammlung befaßte sich im Anschluß an die vom 
Beirat gebilligten Richtlinien zunächst mit verschie 
denen Einzelfragen der Beratung und Betreuung 
der Mitglieder, die durch das Gesetz vom 27. 2. und 
die Durchführungs-Verordnung vom 27. 11. 34 der 
Wirtschaftsgruppe Einzelhandel als Aufgabe zuge- 
wiescn ist. Als Grundlage dieser Beratungen diente 
die gemeinsame Auffassung, daß unter dem Begriff 
„Beratung und Betreuung" sowohl die Einzelbera 
tung des Kaufmannes als auch alle Maßnahmen zu 
verstehen sind, die der beruflichen Förderung und 
Leistungssteigerung des Einzelhandels dienlich sind. 
Besonderes Interesse beanspruchte die umsaffende 
Rede, in der der Leiter der Wirtschaftsgruppe, Dr. 
Hayler, Sinn und Wesen der künftigen Arbeit der 
Wirtschaftsgruppe Einzelhandel sowie die Grund 
sätze der Zusammenarbeit mit anderen Stellen und 
Organisationen vor den versammelten Kaufleuten 
und Geschäftsführern erläuterte. In dieser An 
sprache beschäftigte sich Dr. Hayler auch mit der 
Frage, durch welche Formen der Betreuung und 
Beratung die lebendige Mitarbeit der Kaufleute 
des Einzelhandels an ihrer Berufsvertretung ge 
sichert werden kann. Die Pflichtorganisativn soll 
nicht als eine gesetzliche „Zwangsorganisation" 
empfunden werden, - sondern als ein notwendiges 
Hilfsmittel zur Hebung der Betriebsleistung, als 
Organ der Selbstverwaltung, das zugleich berufen 
ist, den Einzelhandel zu einer einsatzfähigen Gruppe 
für die wechselnden Aufgaben der Wirtschaftslen 
kung im nationalsozialistischen Staat zu niachen. 
Der Arbeitstagung, wurden ferner eine Anzahl 
von gesetzgeberischen und praktischen Fragen vor 
gelegt, die für die Verwirklichung einer neuen Be- 
rnfsordnung im Einzelhandel von Vedeuturig sind. 
Insbesondere wurden der notwendige Ausbau des 
Einzelhandelsschutzgesetzes und ergänzende Bestim 
mungen im Nahmen deS Gewerberechts erörtert. 
Eingehend war auch die Behandlung der verschie 
denen Arbeitsaufgaben zur Förderung eines lei 
stungsfähigen Vcrussuachwuchses. Neben der Fort 
bildung und Betriebsberatung, die in den einzel 
nen fachlichen Organisationen in verschiedenem Um 
fang begonnen werden konnten, wurde besondere 
Aufmerksamkeit auf die Frage verwandt, wie durch 
Kredithilfe vorwärtsstrebenden und berufskundigen 
Kanfmannsgehilfen bei der Uebernahme oder Er- 
Lsfnung von Einzelhandelsunternehmungen gehol 
fen werden kann, wenn sie selbst bereits über ein 
gewisses Eigenkapital verfügen. 
Ausführlich wurden auch Wettbewerbs- und Wer- 
bungssragen des Einzelhandels erörtert. Der seit 
Jahren erfolgreich arbeitende Sonderausschuß zur 
Regelung von Wettbeivcrbsfragcn im Einzelhandel 
soll nunmehr in eine engere Arbeitsverbindung mit 
dem Wcrberat der Deutschen Wirtschaft gebracht 
werden,' die Versammlung nahm mit Befriedigung 
davon Kenntnis, daß der stellvertretende Präsident 
des Wcrbcrats, Gauwirtschaftsberater Prof. Hunke, 
die Leitung des Sonderausschusses übernehmen 
wird. Einzelfragen aus dem Gebiet des Zuzabe- 
Bei den dänisch-englischen Verhandlungen 
über ein Handelsabkommen 
haben sich größere Schwierigkeiten ergeben. Nach 
wochenlangen Verhandlungen sind die meisten Mit 
glieder der dänischen Abordnung nun von London 
abgereist. Die Verhandlungen sollen nach Pfing- 
stcn wieder beginnen. Wird bis zum 20. Juni kein 
Abkommen erzielt, so soll der dann ablaufende Ber- 
trag vorläufig verlängert werden unter Festsetzung 
einer Kündigungsfrist. 
Auch Bayern will sich unabhängig 
von der Einfuhr von Zuchtschweineu machen! 
In dem amtlichen Organ der Landesbauernschaft 
Bayern kommt dazu in einer Auswertung der 
Reichsnährstandsschau in Frankfurt a. Main u. a. 
folgendes zum Ausdruck: „Das Gesamtergebnis des 
EinzelwettbcwerbS erhärtet somit, daß die bayeri 
schen Schweinestammzüchter nunmehr in der Frage 
des Zuchtzieles den eingeschlagenen Weg in Rich- 
tung eines gut mittelschiveren und genügend früh 
reifen Schlages unbeirrt weiter verfolgen müssen. 
Die Schau hat weiter bewiesen, daß dieses Ziel aM 
besten aus eigener Kraft ohne Einfuhr aus ande 
ren Zuchtgebieten erreicht werden kann. Die in 
Bayern gezüchteten Eber und Sauen entschieden in 
Frankfurt den Erfolg." (DBC.) 
Auf Grund einer Beanstandung des ReichskoM- 
miffars für das Kreditwesen ist die Bezeichnung 
„Sparbuch" für Hefte zum Einkleben von Rabatt 
marken unzulässig. Unbedenklich ist es dagegen, 
diese Hefte als Rabatthefte, Rabattkarte oder 
Rabattbuch zu bezeichnen. 
rechts und des Rabattwesens, die in der letzten 
Zeit teilivcise den Einzelhandel stärker befaßt ha 
ben, wurden ebenso besprochen wie verschiedene 
Formen der regulären Einzelhandelswertung. D>e 
eingeleitete engere Zusammenarbeit zwischen den 
Gliederungen des Reichsverbanbes der Deutschen 
Zeituugsverleger und der Wirtschaftsgruppe Ein 
zelhandel fand allgemeine Billigung. 
Die Versammlung beschäftigte sich eingehend v"t 
einheitlichen Grundsätzen, die der Einzelhandel be> 
marktregelnden Vereinbarungen mit den Vorstufen 
in der Erzeugungswirtschaft zur Anerkennung 
bringen muß. Mit einer vollständigen und einwand' 
freien Ausübung der Handelsfunktionen durch den 
Kaufmann ist es insbesondere nicht vereinbar, daß 
die Einkaussrabatte nur einseitig nach der Menge 
des Einkaufs und ohne Berücksichtigung der viel' 
fälligen sachlichen Leistungen, die der Handelsbe' 
trieb jeder Größe beim Warenabsatz zu bewältige» 
hat, bestimmt werden. 
In Einzelreferaten und Beratungen wurde» 
noch die Bekämpfung des Borgunwesens und die 
Herausgabe einheitlicher Richtlinien für Kunden 
kredite, Direktverkauf und Behördenlieferungen er 
örtert. Ferner befaßte sich die Versammlung mit 
Genossenschaftsfragen und dem gegenwärtige» 
Stand der Umgestaltung von Verbrauchergenossen 
schaften. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in SJi für 100 -JMl Nennweri 
'Übne ÖVmbrt* 
Banke» 25 5. 23 5. Jndustr.-Lk, 25 5 23 5 
iNeiqsdank 190 00 189 75 «yg Ll..« 37 37 37.87 
DD.-Bani 95 00 95 00 *neiten0 >t.'„ 16510 165 00 
Dresdn BaiU 9575 95 75 Œ |bjct)| 154.00 119.50 
Beretnsdant j 16 0 11640 Holsten-Bl. 11250 112.50 
äSvrtl) Bant 124.00 124 00 ^arp Bad-» 109 50 1(9 50 
S»'..-v Bant 76 00 Lchackeri-ckl 127 75 128 00 
«llen-Leni. 149 50 149 00 
«""•"I*'- Si-men- 192 00 192 00 
vdg. Hochbahn 92 00 92 87 142.50 142 50 
D,1-t>..0st°tr'k° 3850 38 50 äà 122*0 121.62 
vĢS ļo6) 16=0 3W .fl 0tbfB 172 75 174.50 
Hdg.Şdamer 32=0 32 25 21 75 21.75 
à" f°f Ş 182? ZZ* 11150 111.62 
Bìoorm.-Ainl» 38 5U 38 50 
Amtliche Währungskurse. 25 5 23 5 
1 Pşund Sterling ....... 12.385 1238 
l Dollar 2.486 2.486 
inn dän. fir. .... ... 55.30 =5.27 
too franz Frank. ... .... 16.365 16.36 
Peseta 33 09 33 89 
Lira ... 19 48 1948 
«Ohne Gewähr!! Geldkurs 
Metall Elektrololkiipter per too Kg, 25 5 23.5. 
pro,no! cif Hba od Biem. Rotierd. 52 75 52 75 
Berliner Schlachtviehmarkt 
Berlin, 26 Mai (Borverichti >Olme Eewäbr 
Mitgeteilt von der Reichsoiehwertunņsņeiellickiaft, 
Es wurde gezahlt kür 50 Kg. Lebendgewicht: 
Preise: Austrieb: Verlauf: 
Rinder 24—44 1454 alatt 
Kälber 35 -83 4855 ziemlich glatt 
Schake 24-40 5432 ziemlich glatt 
Schweine 24679 ziemlich glatt 
Schweine Klaffe A bt5 E 48ör-5şi Sauen 50'/a —53V» 
Der Markt vom 2. Juni wird auf den 3. Juni verleat 
Hamburger Schweinemarkt 
Altona, den 26. Mai 1936 
Preise: a 55, b 1 54. b 2 53. c 51. d 49, g 1 53-54, g 2 49-51 
50 kg Lbdaew Auftrieb 10187 + 30 Beobachtungstiere 
lObne Eeroäbrl Handel zugeteilt 
Hamburger Kälbermarkt 2 6.5. 19.5. 
Doppellender . . 90—107 — 
beste Mast- und Saugkälber . . 68—75 71—79 
mittlere Mast und Saugkälber 60— 67 60 —70 
geringere Saugkälber ...... 47—58 47—48 
geringe Kälber 35—45 35—45 
Auftrieb. 2090 + 47 Beobachtlmgstiere. Handel: mittel 
Hâņdsl mrd Wsredel 
Berliner Börsenbericht vom 25. Mai 1S36 
Uneinheitliche Knrsgestaltung. — Interesse 
für Daimler. 
Die Anfangsnotierungen der ersten Börse der 
neuen Woche erfolgten meist auf erhöhter Basis.' 
im Verlaufe waren die Befestigungen nicht überall 
aufrecht zu erhalten. Das Kaufinteresse der Kund 
schaft soll weiter angehalten haben, doch soll es sich 
vorsichtiger als bisher geäußert haben. Im Ver 
lause ging die Kulisse zu Glattstellungen über. Man 
verwies ans den näher gerückten Ultimo, ferner auf 
die bevorstehende und mehrtägige Unterbrechung 
des Börsenverkehrs durch die Psingstfeiertage. 
Außerdem glaubt man, auch das Näherriicken der 
Reisezeit verspüren zu können. Größeres Interesse 
beanspruchten ivieder Daimler, die nach sehr fester 
Eröffnung zeitweise auf den Schluß vom Sonn 
abend zurückgingen. Die schivache Haltung der Far 
benaktie — der Verlust betrug vorübergehend mehr 
als 2 Prozent — wirkte später etwas verstimmend. 
Aus dem Rückgang wollte man vermuten, daß die 
manchmal zu erwartende Dividendenerhöhung aus 
bleiben könnte. Zn den schwachen Werten gehörten 
auch wieder Orenstein, wo die Abschlußaussichten 
nicht klar zu beurteilen sind. Eine Bilanzsitzung soll 
für die nächste Zeit noch nicht in Aussicht genommen 
sein. Deüauer Gas erlitten eine» ineitei-en 
sein, Desslluer Gas erlitten einen weiteren Rück 
gang. 
Flensburger Ferkelmarkt vom 25. Mai 
Zufuhr etwa 300. Preise: 4—6 W. 16—17 MM, 6 
bis 8 W. 17—19 ältere und bessere bis 21 MJl 
das Stück. Markt nicht geräumt. Handel langsam. 
Kieler Schlachtviehmarkt vom 28. Mai 
Auftrieb: 1556. Handel: zugeteilt. Preise: Kl. A 
54,5, Bl 58,5, B 2 52,5, C 50,5, D 48,5, Gl 53,5, 
G 2 50,5. 
«hne oewähn Deutsche Schlachtviehmärkte 25. ài 1936 
Karnmernollerung Berlin am Marktrate. Preise für 1 Pfd Lebendgewicht in 
Chemnitz 
Dorünund 
Dresden 
fttaldorl 
ton 
Frinfeiarl/l. 
Zwifkau 
Karlsriihe 
25 5 Leijiif 18 5 
1 Ochsen . 
2. „ . 
3. „ . 
4. „ - 
1 Bullen .. 
2. _ 
1. Kühe 
2. _ ... 
1 Kälber.. 
2. „ .. 
1. Schafe .. 
2 » 
1. Schweine 
2. . 
3. „ 
1 Sauen ... 
42 
38 
41 
37 
75—78 
70-74 
40-43 
33—39 
56 
54-55 
52 
52 
43 
39 
42 
38 
66—75 
58—65 
561/2 
551/2 
52»/2 
50—55 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schwein.Sau 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schwein.Sau, 
281 
753 
747 
1886 
verteilt 
gut 
mittel 
verteilt 
A u 11 
197 
1168 
33 
2829 
zugeteilt 
flau 
zugeteilt 
42 
38 
41 
37 
77—80 
65—76 
37—40 
34-36 
56 
54-55 
52 
51—55 
rieb u 
214 
1600 
596 
2885 
verteilt 
gut 
langsam 
verteilt 
43 
39 
42 
38 
70-75 
53-68 
57 
55—56 
53 
51-55 
43 
39 
42 
38 
65—70 
58-64 
56 sir 
551/j 
521/2 
55'/. 
42—45 
43 
39 
40- 42 
35—38 
73—78 
63-72 
57 
55-56 
53 
40—41 
35-37 
67—72 
61-66 
42—44 
40-41 
56 
54-55 
52 
52-55 
40-42 
36-38 
57 
55-56 
53 
53 
42 
38 
41 
37 
70-, I 
64-70 
40-43 
37-39 
56 
54-55 
52 
52-55 
42 
38 
41 
37 
64-70 
55-62 
39-41 
35-38 
56 
54-55 
52 
52-55 
136 
1209 
2963 
verteilt 
mittel 
verteilt 
214 
1714 
52 
1202 
zugeteilt 
langsam 
mittel 
zugeteilt 
231 
651 
1 
2937 
zugeteilt 
lebhaft 
zugeteilt 
130 
281 
211 
1305 
zugeteilt 
flott 
schlecht 
verteilt 
1014 
zugeteilt 
mittel 
248 
941 
648 
2025 
vert. 
gut 
mittel 
rüget. 
260 
649 
1044 
1390 
vert. 
mittel 
längs. 
rüget. 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
(Friihmarkti vom '26 Mai (Ohne Gewähr) 
Getreide IMM je 1000 Kg.) Tendenz: rubiS 
207.00 
214.00 
173.00 
177.00 
180.00 
185.00 
215-20 
195-99 
171.00 
176.00 
Welzen Erz.-Pr. Fesipr.-Geb. W 9 ... 
Weizen Erz.-Pr. Fesipr.-Geb W 12 . . , 
Roggen Erz -Pr Fesivr -Geb R 9 . ... 
Roggen Erz Pr Feffpr -Geb R 12 ... 
Fnitergerste Erz - Pr. Feffpr.-Geb. ü 9 . 
Futtergerste Erz -Pr. Feffpr.-Geb O 12 . 
Wintergerste, zweizeilig 1 Jndnstriezwecke 
zirka 70/71 Kg,, ab Mecklenburg . 
Sommergerste frei Hamburg 
dto 68/fifi Ka für Jnduffriezw ab Mecklbg 
Tonaugerste kmgfr. verzollt .... 
Ruffenqerffe 63'64 bzw, 64/65 Kg. kwgfr. verz. 
Hafer Erz.-Pr Fesipr.-Geb. kl 12 ... . 
Haşer, Erz.-Pr. Feffvr.-Geb kl 18 ... . 
Futtermittel [MM je 50 Kg.) Tendenz: rubi" 
Jul Wetzenkleie. Grundvr, sofort W 9. . . 5.77 
Jul. Roggenkleie. Grundpr sofort R 12 . _ 5.97 u 
Reissullermehl. deutsches 24%io, zirka 0 
Rohfaker ab Fabrik 
Reisfuttermehl, hell. 24 %. max. 6 % Roh 
safer, prompt 
Leinkuchen, ab Harburg, sofort . . . 
Leinknchenmehl. dtsch. Mahlg.. prompt. 
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort . 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg. prompt 
Palmkuchen, dtsch., ab Harburg, sofort. 
Erdnußkuchen, ab Harburg, sofort . . 
Erdnußkuchen. 50 %, Bremen .... 
Erbnußkleie 
Sesamkuchen, ab Fahr, Hamburg/Harburg 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort 
Rapsschrot, deutsche Saat . , . 
Palmkernschrot deutsch, prompt . 
Soyaschrot Harburg, sofort 
5.30 
6.10 
8.65 
8.70 
7.10 
8.45 
8.05 
7.10 
7.20 
7.80 
7.75 
Baumwoll - Saatkuchenmehl. 48 '%, prompt 7.95 
Mehle [MM je WO Kg.) 
Weizenmehl. 790. W 16 (Jnlanbsweizen) 
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen 
Weizenmehl, mit 20 % Auslandswetzen 
Weizenmehl 790, W 9 , 
Roggenmehl, 997, R 12 ...... , 
Roggenmehl, 997, R 15........ 
Roggenmchl, 997. R 9 , 
28.80 
30-30 
3,80 
28.30 
22.40 
22.70 
22.00 
Amtlicher Bericht vom Mittelmarkt Flensburg 
eg. Flensburg, 26. Mai. Dem Rindermarkt tşş 
den 51 Tiere zugeführt, davon 1 Ochse, 11 Bullen- 
32 Kühe und 7 Färsen. Die Qualität der zum 2>e 
kauf gestellten Tiere konnte als gut angcsproķ 
werden, und sämtliche Rinder wurden anteiWş 
mäß verteilt. Marktverlauf: Handel flott, Sp'tzşş 
tiere über Notiz. Notierung: Bullen: a) 41, b) rjj 
c) 32, d) —, Kühe: a) 39-40, b) 3&-36, c) 31, d) ^ 
bis 28. Kärà al h-Ä o*
	        
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