StUUswiņ-Uddein
Hem ìlgHcUkuea
. fa- Schacht-Audorf, 26. Mai. Standesamt
liche Nachrichten. Es wollen die Ehe mitein
ander eingehen: Der Tiefbauunternehmer
Karl Christian Schröder, wohnhaft in Rends
burg, und die Haustochter Paula Therese
Rolfs, wohnhaft in Schacht-Audorf,- der
Arbeiter Georg Wilhelm Bier, wohnhaft in
Schacht-Audorf, und die Köchin Anna Maria
Dethmann, wohnhaft in Haßmoor, Gut Höbek,-
der Organist Paul Hans Herbert Henriksen,
rvohnhaft in Kiel, Saarbrückenstraße 142, und
die Baukbeamtin Minna Christine Annchen
Westphal, wohnhaft in Schacht-Audorf,- der
Oberleutnant Alfons Maria Josef Orthofer,
wohnhaft in Naubiborg bei München, und die
Haustochter Elisabeth Charlotte Gertrud
Bandmann, wohnhaft in Schacht-Audorf.
rt. Hohn, 26. Mai. Standesamtliche Nach
richten. Tie Ehe wollen miteinander eingehen:
Der Landmann Claus Josias Möller aus
Hohn mit der Haustochter Maria Cäcilie
Böhrnsen aus Friedrichsholm,- der Landmann
Claus Kolb aus Hohner-Ausbau mit der
Haustochter Gertrud Harder aus Sophien
hamm.
Jevenstedt, 27. Mai. Unfall beim Spielen.
Dem Malerlehrling Wilhelm G. wurde am
Montagabend beim Spielen ein Fuß gestellt,
wodurch er zu Fall kam. Dabei erlitt er einen
Bruch des linken Unterschenkels. Er wurde
ins städtische Krankenhaus nach Rendsburg
gebracht.
gn. Bargstedtcr Moor, 25. Mai. Torfgräber
entdeckten im Moor das Gelege einer hierorts
bisher selten vorkommenden Nachtschwalbe,
genannt: Die Nachtigall der Heide. Der sonst
in Heide- und Moorgebieten in Schleswig
Holstein nicht gar seltene Vogel besitzt ein
starkes Anpassungsvermögen an seine Um
gebung, so daß ihn ein ungeübtes Auge nur
schwer ausfindig machen kann. Der Vogel, der
erst an lauen Sommerabenden aus seinem
Tagesschlaf erwacht, und dann mit klat
schendem Flug auf langen Schwingen durch
und um die Wald- und Moorkulissen gespen
stert, singt mit langgezogenem Triller durch
die Nacht und wechselt dabei nach kurzer Pause
die Höhe des Tones. Es handelt sich um einen
typischen Heidevogel, dessen nächtliches Leben
sehr interessant ist und den man im alten
Volksglauben für nicht ganz geheuer hält. —
Auch der große Brachvogel, der nach langer
Pause erstmalig im Vorjahre wieder Brut
vogel im Nieöerungsgebiet war, hat sich wieder
eingestellt. — Entgegen anderer Meinung muß
nochmals darauf hingewiesen werden, daß das
Zerstören und Ausheben von Nestern, selbst
wenn es sich um ausgesprochene Schadvögel
handelt, von Kindern streng verboten ist.
R. Nortorf 26. Mai. Submissionsergebnisse.
Am Mittwoch, dem 20. d. Mts., fand im Gasthof
Ritzebüttel die Angebotseröffnung für' die
Bokler Auregulierung statt. 19 Firmen hatten
folgende Angebote abgegeben: 1. Ditting-
Rendsburg 113 458 Jl, 2. I. Brandt-Rends
bürg 97 940 Jl, 3. Wernicke-Rendsburg 92 922
Jl, 4. Wüppenhorst-Flensburg 86 724 Jl,
5. Looft-Wilster 85 253 M , 6. Sönnichsen-Kiel
83 397 .y«, 7. Fischer-Itzehoe 83 410 M, 8. Be-
nesch-Nortorf 83 340 Jl, 9. Peters-Husum
81252 Jl, 10. Greve-Rendsburg 81019 Jl,
11. Konrad-Kiel 77 528 Jl, 12. Rohwer-Rends-
burg 77122 Jl, 13. Will-Melsdorf 74 932 Jl,
14. Krambek-Rendsburg 71836 Jl, 15. Voß-
Preetz 69 316 Jl, 16. Kühl-Fockbek 68195 Jl,
17. H. Brandt-Rendsburg 66 619 Jl, 18. Schrö
der-Rendsburg 64 202 Jl, 19. Sporn-Neumün
ster 61195 Jl. Die Arbeiten wurden noch nicht
vergeben.
Flemhude, 27. Mai. Goldene Konfirmation.
Am Sonntag nach Pfingsten, dem 7. Juni,
findet hier zum ersten Male die Feier der
Goldenen Konfirmation statt. Die Feier be
ginnt um 14 Uhr. Es liegen schon zahlreiche
Anmeldungen auch von solchen vor, die vor
1886 in Flemhude konfirmiert sind.
ber, Kaufmann Johannes Johannsen, über
nahm das Geschäft 1908. Die Familie ent
stammt einem alteingesessenen Bauernge
schlecht.
86 Jahre alt. Am Donnerstag, dem 28. Mai,
kann der frühere Chausseewärter Heinrich
Langholz in Gettorf auf ein Alter von 86 Jah
ren zurückblicken. Der alte Herr ist immer
noch sehr rüstig und frisch. Leider hat ihn seine
Frau im vorigen Jahre verlassen. Sie starb
auch im Alter von über 80 Jahren, (hs.)
Hem Schleswig.
Inbetriebnahme des Schlesmiger
Omnibusverkehrs.
cs. Schleswig, 27. Mai. In den späten
Abendstunden des gestrigen Dienstags wurde
der elektrische Straßenbahnverkehr, der am
1. Januar 1910 in Schleswig eingerichtet wor
den ist, bis auf weiteres stillgelegt. An deren
Stelle wurden am heutigen Mittwochmorgen
vier neue Omnibusse in den Dienst des
chleswiger Stadtverkehrs gestellt. Die mit
telgroßen Omnibusse sind blau-grau gestrichen
und können etwa 30 Personen aufnehmen.
Die Wagen tragen auf den beiden Längs
seiten neben dem neuen Schlesmiger Stadt
wappen die Inschrift „Stadt Schleswig". In
den verkehrsstarken Zeiten fahren die Omni
busse alle zehn und in den verkehrsschwachen
Stunden alle zwanzig Minuten. Für die
Fahrten wird je nach der Länge der zu be
fahrenden Strecke ein Fahrpreis von zehn
und fünfzehn Pfennigen erhoben.
Einbahnstraßen in Schleswig.
Schleswig, 26. Mai. Zur Herabminöerung
der mit dem neuen Omnibusverkehr in den
engen Straßen der Stadt Schleswig notwendig
verbundenen Gefahren ist es erforderlich ge
worden, einen Teil der für Schleswig schon
lange geplanten, aber noch nicht völlig abge
schlossenen Verkeyrsformcn bereits jetzt in
Kraft zu setzen. Folgende Straßen u. Straßen
teile sind zu Einbahnstraßen erklärt: Die
Fischbrückstraße und der anschließende Teil des
Rathausmarktes, der Hafengang westlich der
Fischbrückstraße, die Marktstraße, die Hunnen
straße, die Kälberstraße, die Faulstraße, der
Domziegelhof-West und die Gutcnbergstraße.
Das Parken und Halten in diesen Straßen
wird beschränkt. Halteverbote werden erlassen
für die Fifchbrück-, Hunnen- und Marktstraße.
Sie schließen gleichzeitig ein Parkverbot in sich
ein. Parkverbote gelten weiter für den Hafen-
gang, die Kälberstraße und die Faulstraße.
Stabschef Lutze in Schleswig.
Schleswig, 26. Mai. Am Montagnachmittag
machte der Stabschef Lutze, der in Begleitung
DieWeihe des deutschen Marine-Ehrenmsls inLaboe
Heels Zdtemßcde
Hs. Gettorf, 26. Mai. Standesamtliche Nach
richten. Die Ehe wollen miteinander eingehen
Arbeiter Friedrich Detlef Hinrich Ohl in Get
tors und Barbara Schmidt, ohne Beruf, Get
tors,- Vorarbeiter Hans Heinrich Hauschildt
in Gettorf mit der Hausgehilfin Eva Martha
Dorette Lange, Kiel, Stadtfeldkamp 23.
hs. Gettorf, 26. Mai. Der Fuchs, dieser rote
Räuber, wird bald unverschämt. Er räumte
jetzt wieder unter den Hühnern zweier benach
barter Bauern, die eben außerhalb des Ortes
wohnen, auf. Bei dem Bauern Raatz an der
Friedrichsorter Straße holte er sich 12 Hühner
und 1 Hahn und bei seinem Nachbarn Kruse
4 Hühner. — Aus ein hundertjähriges Bestehen
kann am 1. Juni die Firma I. H. Johannsen
und Sohn am Markt zurückblicken. 1836 wurde
das Geschäft in einem einfachen Strohdachhause
von dem Großvater des heutigen Inhabers
gegründet. 1852 wurde das alte Gebäude abge
rissen und ein neues aufgeführt. 1877 wurden
Kolonialwaren und Manufaktur getrennt und
eine Etage aufgesetzt. Der gegenwärtige Jnha-
Der Bundesführer des NS.-Deutschen
Marine-Bundes, Fregattenkapitän a. D. Hiutz-
mann, schreibt zur bevorstehenden Ein
weihung des Marine-Ehrenmales:
Mit den Tausenden, die am kommenden
Sonnabend, am 30. Mai, in Laboe bei Kiel
versammelt sind, werden Millionen deutscher
Menschen im Rundfunk an dieser Feierstunde
teilnehmen. Sie alle werden, wenn um 12
Uhr mittags unter dem Salut der im Kieler
Hafen liegenden Schiffe der Flotte in der
Weihchalle des Ehrenmales der Kranz des
deutschen Volkes vor dem Ehrenbuche der
deutschen Kriegsmarine niedergelegt wird, im
Geiste mit vor diesem Ehrenbuche stehen und
in stolzer Dankbarkeit des Opfers und der
Taten der 34 836 Männer gedenken, zu deren
Gedächtnis das Ehrenmal errichtet ist.
Zehn Jahre nach der Skagerrakschlacht, im
Jahre 1926, beschloß der damalige „Bund
Deutscher Marine-Vereine", aus' dem im
Jahre 1935 der jetzige „Nationalsozialistische
Deutsche Marine-Bund" entwickelt worden ist,
für die im Weltkriege gebliebenen Marine-
Kameraden ein gemeinsames Denkmal zu
schaffen. Jetzt, zum 20. Jahrestag der Skager
rakschlacht, steht dieses Denkmal bereit, seine
Weihe zu empfangen.
Oft hat man mich in den letzten Wochen
gefragt, wie es komme, daß zum Bau dieses
Ehrenmales ein Jahrzehnt gebraucht worden
ist. Gewiß, gewaltigere Bauwerke sind in viel
kürzerer Zeit ausgeführt worden. Auch das
Marine-Ehrenmal hätte technisch weit schneller
aufgebaut werden können. Ideelle Gründe
haben die lange Bauzeit bedingt.
Zwei Richtlinien wurden von vornherein
festgelegt:
1. Wir wollen das Ehrenmal für unsere
Kameraden aus eigener Kraft ohne Inan
spruchnahme staatlicher oder sonstiger all
gemeiner Mittel oder Spenden errichten.
2. Nur nach dem Stand der jeweils aus den
laufenden kleinen Monatsopfern der Kame
raden des Bundes bereitgestellten Mittel soll
der Bau abschnittsweise durchgeführt werden.
Diese Richtlinien sind eingehalten worden.
Rund drei Viertel der Gesamtbausumme von
etwa einer Million haben die Bundeskamera-
den — der Bund hatte 1926 rund 30 000, Ende
1935 rund 50 000 Mitglieder — aufgebracht.
Der Rest ist im wesentlichen von den Kame
raden im Marine-Ofsizier-Verband und in
der aktiven Kriegsmarine beigetragen wor
den. So ist unser Marine-Ehrenmal sicht
barer Ausdruck opferbereiter treuer Marine-
Kameradschaft.
In drei Bauabschnitten ist sein Bau aus
geführt. Drei Jahre nach der Grundstein
legung, die der damalige Ehrenpräsident des
Bundes Deutscher Marine-Vereine, Admiral
Scheer, am 8. August 1927 vollzog, ist im Jahre
1930 der Turm des Denkmals aufgebaut wor
den. Unmittelbar und mittelbar im Bilde ist
er seitdem unzähligen Deutschen das gewor
den, was er sein soll: das „Mahnmal", das
den Blick auf das Meer, die Quelle wahrer
Bölkergröße lenkt, das Mahnmal zu lernen,
die See in ihrer welthistorischen Bedeutung
auch für Deutschland zu verstehen.
Drei Jahre später 1933 folgte der Bau der
unterirdischen Weihehalle und der den offe
nen Ehrenhof des Denkmals landwärts ab
schließenden Ehrenhalle. Dem Gedenken an
unseren Kampf um deutsche Seegeltung im
Weltkriege sind Weihehalle und Ehrenhalle
geweiht. In der Ehrenhalle zeigen Dar
stellungen der Skagerrakschlacht, der Flan-
dcrnfront, der die Ehre der deutschen Flagge
rettenden Flottenversenkung in Scapa Flow
und Bilder des die Welt umspannenden See
kriegsschauplatzes wo und wie die deutsche
Kriegsmarine auf allen Meeren und an allen
Seefronten und im besonderen in der Ost-
und Nordsee und in den Gewässern rund um
England gekämpft und für Deutschlands Zu
kunft Opfer gebracht hat. Eingebettet in
deutschen Grund und Boden, an der Stelle,
an der eins der großen deutschen Küsten
werke, der auf Grund des Versailler Diktates
zerstörte Panzerturm von Laboe stand, mahnt
die Weihehalle, daß Seegeltung des festen im
eigenen Land verwurzelten Rückhaltes ge
schlossener Kraft des eigenen Volkes bedarf.
In den folgenden Jahren 1934-36 wurden
der innere Ausbau des Turmes und der
Ehren- und Weihehalle, der Aufbau der Ring
mauer und des Säulenganges zwischen Turm
und Ehrenhalle und die Herrichtung des Ge
samtgeländes vollendet. In einem Bronze
relief auf dem Grundstein im Turm ist die
Grundsteinlegung durch Admiral Scheer dar
gestellt, eine die ganze hinter dem Grundstein
stehende Wand des Turmes bedeckende In
schrift hält die Namen aller im Weltkrieg ge
bliebenen deutschen Kriegsschiffe- fest. - Auf
steinernem Sockel liegt in der Mitte der
Weihehalle das Ehrenbuch der Deutschen
Kriegsmarine mit den 34 836 Namen unserer
gebliebenen Kameraden, auf das gedämpftes
Licht durch das runde Oberlichtfenstcr der
Weihehalle fällt. 66 Kriegsflaggcn, die im
Weltkriege im Kampfe auf deutschen Kriegs
schiffen geweht haben und als Traditions
flaggen der Kriegsmarine auf Befehl des
Führers am Skagerraktag 1935 mit dem
Ehrenkreuz des Frontkämpfers geschmückt
worden sind, werden am 30. Mai d. I. ihre
bleibende Stätte an den Säulen der Weihe
halle rings um das Ehrenbuch erhalten und
die im Ehrenbuch verzeichneten Toten, die die
Ehre der deutschen Flagge rein und fleckenlos
erhalten haben, schweigend grüßen, und Kün
der der Tradition sein, die die Kriegsmarine
des Bismarck-Reiches, des Weltkrieges mit
der Kriegsmarine des Dritten Reiches, des
Reiches Adolf Hitlers, verbindet.
So steht unser Deutsches Marine-Ehrenmal
bereit zur Weihe:
„Der Vergangenheit ein Vermächtnis!
Der Gegenwart ein Gelöbnis!
Der Zukunft ein Zeugnis!"
seiner Adjutanten Vrigadeführer ReimanN
und Obersturmführer Hermel unter Führung
des Gruppenführers Meyer-Quade eine Be
sichtigungsfahrt durch die Provinz unternom
men hatte, Station in Schleswig. Standarten
führer Mieritz und Sturmführer Wulf vom
Sturm 86 begrüßten ihren Stabschef, dem von
Kindern Blumen überreicht wurden.
Segelboot auf der Schlei gesunken.
Schleswig, 26. Mai. Bei starkem Sturm und
hohem Wellengang befand sich eine kleine Se
geljolle auf der Fahrt von Schleswig nach
Louisenlund. In der Großen Breite lief das
Boot voll Wasser und sank. Die beiden In
sassen konnten sich solange über Wasser halten,
bis sie von einem anderen Segelboot gerettet
werden konnten. Die Segeljolle konnte später
geborgen werden.
Reger Besuch der Jdstedt-Gedächtuishalle.
Schleswig, 26. Mai. In der letzten Zeit
wurde die Jdstedt-Geüächtnishalle wieder von
überaus zahlreichen Besuchern in Augenschein
genommen. Die Neuordnung der Erinnerun
gen ist nun fast vollendet. An der Südseite
findet man die Erinnerungen an die Schlacht
bei Eckernförde. In dem nächsten Kasten sind
Skizzen, Berichte usw. ausgestellt von den Ge
fechten an den Düppeler Schanzen, Kolding,
Gudsoe und Friedericia, sowie von der Schlacht
bei Jdstedt. Der letzte Kasten führt dann die
chlacht bei Friedrichstadt und das bittere
Ende der Erhebung vor Augen. Die großen
Glasschränke sind ebenfalls neu geordnet
vordem
Umfangreiche Brieftaubenverluste,
cs. Schleswig, 27. Mai. Die Schlesmiger
Brieftauben-Reisevereinigung nimmt in die
sem Jahre wiederum in erheblichem Umfange
an den zahlreichen Wettflügen teil. Nach eini
gen Vorflügen wurden bis jetzt drei Preis
flüge durchgeführt. Der erste Flug begann in
Rotenburg (Hannover) und der zweite Flug
in Diepholz (Hannover). Infolge der un
günstigen Witterung nahmen die beiden Flüge
einen schlechten Verlauf. Der dritte Wettflug,
der von Münster i. W. aus durchgeführt wer
den sollte, konnte am vergangenen Sonntag
überhaupt nicht vor sich gehen, weil das
Wetter zu schlecht war. Die Tiere wurden
deshalb erst Montag früh in Münster auf
gelassen. Das Wetter war auch an diesem
Tag noch recht ungünstig, so daß die beste
Taube erst am gestrigen Dienstag um 9.16 Uhr
den heimatlichen Schlag erreichte. Von den
übrigen 160 Tieren, die an dem Flug beteiligt
waren, sind bis jetzt nur etwa 40 Tauben zu
rückgekehrt. Sämtliche Flüge haben einen
Verlust von rund 70 vH. aufzuweisen.
StOfidkölm
in. Süderstapel, 27. Mai. Standesamtliche
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: der Jungbauer Carl Friedrich Laffren-
zen in Süderstapel mit der Haustochter Elisa
beth Bötel in Embühren,' der Schlosser Fried
rich Ferdinand Laatsch in Leverkusen mit der
Haustochter Annemarie Laffrenzen in Süder-
stapcl,' der Stellmacher Johann Hinrich Aye in
Bergcnhusen mit der Hausangestellten Erya
Helene Engel in Bergenhusen.
Am Hegte Hitsum
Hz- Schwabstedt, 27. Mai. Der große Umbau
der Schwabstedter Meierei hat in der letzten
Zeit gute Fortschritte gemacht. Die Umbauten
sind beendet, die Bnttereinrichtung ist schon
seit langem fertiggestellt, das Eintreffen der
neuen Maschinen für die Meierei wird in die
sen Tagen erwartet. Inzwischen wurde bereits
mit dem Bau des neuen Vctriebsleiter-Wohn-
Am Hökenwededt, Mm^eemt-Uademaesehm
Umgegend
32. Gildetag der Schcnefelder Pferdegilde.
Schenefeld, 26. Mai. Die Schenefelder Pferöe-
gilde hielt hier ihren diesjährigen 32. Gildetag
ab. Nach Erstattung des Jahresberichts und
der Rechnungsablage, sowie der Wahlen und
sonstigen geschäftlichen Angelegenheiten fanden
ein gemeinsames Essen, sowie ein Preisschießen
und Würfeln statt. Nach dem Jahresbericht
umfaßt die Gilde 27 Achtbezirke mit 245 Mit
gliedern und 431 Pferden gegen 210 Mitglieder
und 368 Pferde im Vorjahre. Die Gesamtver
sicherungssumme beträgt jetzt 173 600 üUl
liegen 123150 im Vorjahr. Im verlauseneu
Berichtsjahr wurden in drei Sammlungen
7969 JlJl eingenommen, während durch Ver
käufe 1097 MJl erzielt wurden. Die erforder
lichen Schauen der Pferde wurden am 23. Aug.
1935 und am 24. April 1936 vorgenommen.
4- *
gn. Nindorf, 24. Mai. Für den Geestbewoh
ner ein selten schöner Anblick sind die in voller
Blüte stehenden Rübensaatselder in Heinken-
borstel und Nindorf. Bekanntlich haben die
Züchter dieser neuen Agrarkulturpflanze Abel
und Lohse, zähe niederdeutsche Bauern, nach
jahrzehntelangem Kampf und vielen Mühen
und Kosten ihr Zuchtziel mit Anerkennung der
Seinkenborsteler. Steckrübe durch die Hanües-
bauernschaft endlich erreicht. Für den Bewoh
ner der Ostküste und der Marsch sind die wie
Raps und Rübsen blühenden Rübenfelder
natürlich nichts Neues, für den Geestbewohner
sind sie indessen in Verbindung mit der Hügel-
landschaft des sogenannten „Jahreschen Bal
kens" eine mehr als empfehlenswerte land
schaftliche Sehenswürdigkeit, die schon eine
Pfingsttour lohnt. Neben dem Naturfreund
und Bauern bieten diese Saatfelder auch für
den Imker viel Interessantes, weil diese
Pflanze wie Raps und Rübsen starker Honig
träger ist.
vs. Wacken, 27. Mai. Schwer geschädigt
wurde der Bauer Ernst Bornholdt von hier.
Vor 14 Tagen ging ihm eine wertvolle Fohlen-
stute an Kolik ein, gleichzeitig mußte eine
Ferkelsau im Gewicht von rerchlich 6 Ztr. not-
gcschlachtet werden. Am letzten Sonntag lag
wiederum ein wertvolles Pferd tot auf der
Weide.
vs. Wacken, 27. Mai. Rentenzahlungen. Die
Auszahlung der Militärrenten für Monat
Juni erfolgt bereits am Donnerstag, dem
28. Mai, und die der Unfall- und Invaliden
renten am Sonnabend, dem 30. Mai, in den
Dienststunden am Postschalter.