Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Beschickung und 
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Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdienst 
Ane aufschlußreiche Fahrt! 
^ohn — Scheppern — Erfde — Christiansholm 
Dha — Julianenebene — Tctcnhnsen. 
Ein Bericht über die Erfahrungen 
mit Gärturmbau und Gärfutter. 
Von Dr. Schade. 
Wie ist das Gärfutter ausgefallen, wie futtert es 
şich, was sagen die Bauern unseres Beratungs- 
Bezirkes? Das waren die Fragen, die diesmal ge 
klärt werden sollten. 
Hohn: Bauer O. füllte vier große Kammern. Als 
wir eintrafen, wurden Lupinen gefüttert. In den 
îr>ten Tagen, so berichtete £>„ wollten die Tiere 
Ichlecht fressen, jetzt, nachdem die Tiere sich gewöhnt 
àben, nehmen sie das Gärfutter gern auf. Aller 
dings haben die Kühe nicht alle die gleiche Vor- 
liebe für Süßgärsirtter. Das Jungvieh frißt das 
»ntter leichter als die Kühe. Da die Lupinen seiner 
Zeit ziemlich spät eingefahren worden sind, sind die 
Stengel reichlich fest geworden. Es ist nötig, auf 
Rechtzeitiges Einfahren — im letzten Jahre verhin 
derte dies die spät einsetzende und lang anhaltende 
Heuernte — zu achten. Die stark holzigen Stengel 
şind übrigens ein brauchbares Pferdefutter. Ergeb 
nis des Befundes: Gärfutter aus Süßlupinen ist 
Sut gelungen. (12 Tonnen wurden angebaut.) Sie 
füttern sich trotz später Ernte zufriedenstellend. 
Scheppern: Das bei V. eingesäuerte Grünfutter 
nus Klee, Gras und Wicken futterte sich sehr gut. 
beider ist es hier wie auch an anderen Stellen ver 
gessen worden, vor dem Anbrechen der Gärbehälter 
öiese vor Regen zu schützen. Dringt Regenivasser 
Ein, so vergärt das anfangs gut gewordene Futter 
"och einmal, und zwar in ungünstiger Weise. Des 
halb erfreute uns das in 
Erfde bei K. errichtete Dach, dessen Stützen auf 
l>em Behälter stehen. Es ist vorne so hoch gestellt, 
öaß man bequem in den Behälter steigen kann, 
ohne das Dach abnehmen zu müssen. Säcke, die 
wit einer Latte beschwert sind, schützen vor Regen. 
Die freischwebende an den Säcken hängende Latte 
kann hochgehoben und auf Nägel dicht unterm Dach 
"ufgelegt werden. Dann ist der Zugang zum Be 
hälter frei. Das Dach fällt schräg nach hinten ab 
und ist von K. selbst mit Rohr gedeckt. Ein prakti- 
?ches, billiges Dach! K. will im kommenden Jahre 
fein Grünfutter Häckseln, weil er glaubt, bann ohne 
Säure auszukommen und das Ein- und Ausbringen 
aus dem Behälter erheblich zu erleichtern. Man 
kann dem Vorhaben nur zustimmen. K. war mit 
dem Gärfutter sehr zufrieden. 
In Christiansholm ist bei den Bauern G. und N. 
Futter eingegärt. G. hat schon längere Erfahrungen 
im Eittgärcn. Das Futter war, so weit sestzustel- 
kcn, ausgezeichnet auch ohne Säureanwcnöung. Bei 
N. zeigten die Kühe eine unbeschreibbarc Begierde 
"ach Gärfutter. N. war äußerst zufrieden. 
Aehnlich in Jnliancnebenc, wo bei St. Serradella 
in den Gärtopf gebracht worden ist. Milch und 
Fettgehalt sollen gestiegen sein! Eine Beobachtung, 
hie auch für andere Betriebe zutrifft. 
^ In Tetenhusen wollten die Tiere anfangs nicht 
hie Lupinen fressen. Das lag aber daran, daß der 
Eärsast in zu starker Weise vorzeitig abgeschöpft 
worden ist, das Futter daher fast ganz trocken ge 
worden war. — Als das weiter unten befindliche 
"och feuchte Gärfutter aus Südklee (leider ist jetzt 
kaum Südkleesaat zu erhalten) vorgeworfen wurde, 
fraßen es die Tiere mit größer Lust. Die Tiere 
wisten jedoch etwas dünn. Das ist leicht erklärlich 
"nd abzustellen. Der Südklee war noch sehr jung, 
als er eingefahren wurde. Daher ist das Futter 
äußerst eiweißreich. Dazu fütterte man zu wenig 
Kalk. 
In Oha wurde ein neu errichteter Behälter, der 
aus selbst geformten Steinen errichtet worden ist 
"nd sich besonders billig stellt, besichtigt. Schwie 
liger wird die Beschaffung des Aufsatzkastens sein. 
Zusammenfassende Betrachtungen. 
Man ist allgemein mit dem Verfüttern des Gär 
futters zufrieden, durchaus zufrieden, und emp 
findet die nue Futterbereitung als einen wesent 
lichen Fortschritt. Die Verwendung des Futters 
harf aber nicht überall in gleicher Weise geschehen, 
fondern hat sich nach dem geworbenen Futter, dessen 
Gelingen und nach dem übrigen Futter zu richten. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert 
'Obit* Vewhär 
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3 4. 
182 75 
91.50 
91.50 
110 00 
125.00 
69.50 
2.4. 
183.00 
91.50 
91.50 
110.00 
125.00 
Industr.-Äkt 3.4. 2 4 
^"keYr,-Akt. 
Hochbahn 89 50 
^'sch.-0stotr,ko 34 00 
Vova« 15 25 
odg.-Lltdamer. 25.00 
Ardd. Lloyd >5 50 
^"»rm.-Linte 33.00 
89 00 
34 00 
14.75 
24.75 
15.50 
34 00 
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34 87 
151.00 
143.00 
103 50 
103 00 
125.00 
137 50 
178.00 
136.12 
>18.50 
164 00 
19.00 
107.00 
34 75 
151.50 
141.00 
103.00 
102.00 
125.00 
139 00 
183.25 
137.00 
119.25 
165 50 
19.00 
106.50 
Amtliche Währungskurse. 
} Pşund Sterling . 
1 Dollar 
dein. Kr. . . . 
j7°. 'ran,. Frank. . 
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IVhne Gewähr!) 
Metall. Elektrolytkupfer per 100 Kg. 
şioorņt cts Hbg. od. Stern, Rotterü. 
3 4. 
12.31 
2.485 
54.96 
16.375 
33 93 
19.68 
12.31 
2.484 
54 96 
16.385 
33 95 
19 68 
Geldkurs 
Auf jeden Fall ist das Futter nur in so großen 
Mengen zu geben, daß es bis zum Tage des Wei- 
dcaustriebs ausreicht! 
Da eine ganze Reihe neuer Gärtürme im laufen 
den Jahre gefüllt werden, sei darauf hingewiesen, 
daß die Beratungsstelle der Bäuerlichen Werkschule 
gern Auskünfte erteilt, ja sogar darum bittet, den 
Tag der Füllung rechtzeitig anzugeben. 
Beim Neuban von Gärtürmen möge man — so 
will es mir scheinen — die runde Form vorziehen 
und stets einen Abschlußbehälter für den Sicker 
saft (gutes Schweinefutter I) einbauem Auch sind 
u. U. Oesen außen an den Wänden so anzubrin 
gen, um daran nötigenfalls eine kräftige Stroh- 
haube auf dem Turm als Regenschutz befestigen zu 
können. 
Ausbau der Marktregelung in der 
Gartenbauwirtfchaft 
Der Reichsnährstand ist durch eine Anordnung der 
Hauptvereinigung der deutschen Garten- und Wein 
bauwirtschaft über die Regelung des Absatzes der 
Ernährung dienender Gartenbauerzeugnisse einen 
weiteren Schritt zur Erfassung ernährungswichtiger 
Gartenbauerzeugnisse gegangen. Während bisher 
die Bewirtschaftung sämtlicher der Ernährung die 
nender Gartenbauerzeugnisse nur im Rheinland 
und Westfalen, sowie Teilen der Landesbauern 
schaften Schlesien, Pommern, Hessen-Nassau, Saar- 
psalz, Baden, Bayern, Kurmark und Ostpreußen 
durchgeführt wurde, werden durch die neue An 
ordnung weitere Teile des Reiches angeschlossen. 
Die Vorsitzenden der Garten- und Weinbau 
wirtschaftsverbände werden die bisher bestehenden 
Einzelanordnungen über die Schließung einzelner 
Gebiete aufheben und durch einheitliche Anordnun 
gen ersetzen. Diese neuen Anordnungen werden alle 
rm Laufe der Zeit in Erscheinung getretenen Lücken 
schließen. In den geschloffenen Gebieten werden 
Bezirksavgabcstcllen benannt. Sie haben im Auf 
träge und für Rechnung der Erzeuger die Uebergabe 
der durch Anordnung bestimmten Erzeugniffe an die 
Verteiler vorzunehmen. Als Erfassungsstellen wer 
ben bestehende Geschäftsbetriebe benannt. Diese müs 
sen sich verpflichten, jede eigenwirtschaftliche Tätig 
keit aufzugeben. Sie sind verpflichtet, die ihr ange 
dienten Erzeugnisse ohne jedes Ansehen der Person 
zu gleichen Bedingungen unter Beachtung und 
größtmöglichster Förderung der von der Hauptver 
einigung der deutschen Garten- und Weinbauwirt 
schaft erlassenen Sortierungs-, Kennzeichnungs- und 
Berpackungsvorschriften anzunehmen und zu ver 
werten.. Die Bezirksabgabestellen haften den Er 
zeugern gegenüber für eine ordnungsmäßige Ab 
wicklung der Geschäfte und für die pünktliche Aus 
zahlung der Erlöse. Sie sind nicht berechtigt, an Ab 
nehmer zu liefern, die nicht die Gewähr für eine 
ordnungsmäßige Bezahlung der abgenommenen 
Erzeugnisse bietem 
SHB. zahlt keine Dividende 
In der Bilanzsitzung des Aussichtsrates der 
Schleswig-Holsteinischen Bank, Husum, am 3. 4. 36 
berichtete der Vorstand über das abgelaufene Ge 
schäftsjahr, das eine weitere Belebung auf fast al 
len Gebieten zeigte. Die Rentabilität wurde da 
durch beeinträchtigt, daß die Bank in einem sehr 
großen Umfange an landwirtschaftlichen Krediten 
und hierdurch an fast 3000 Entschulöungsverfahren 
beteiligt ist. Deshalb wird für 1935 von der Ver 
teilung einer Dividende Abstand genommen,' von 
dem Reingewinn von 205 872 MM wird ein Be 
trag von 120 000 MM für Rückstellungen auf noch 
nicht zu übersehende Zinsaussälle verwendet. Man 
hofft, wenn nicht besondere Umstände eintreten, 
mit 1936 wieder eine angemessene Dividendenzah 
lung aufzunehmen. 
Keine Abwertung — Ke«e RnftoLernNg 
des Nensn PlKASS 
Diskussionen über die Anfrechterhaltung des 
deutschen Währungssystems hat es in den letzten 
Jahren im Ausland immer wieder gegeben. Man 
che Stimmen in der ausländischen Presse wollten 
mit Bestimmtheit wissen, daß sofort nach den Wah 
len die Abwertung der Mark erfolgen würde, zu 
gleich mit einem Wechsel in der obersten Leitung der 
deutschen Währungs- und Wirtschaftspolitik. 
Angesichts dieser nuen Gerüchte verdient der Leit 
artikel aus der neuesten Nummer des „Deutschen 
Volkswirt" besondere Beachtung, der von maßge 
bender Seite inspiriert erscheint. Der Aufsatz stellt 
zunächst eindeutig fest: „Wir können hier auf Grund 
unserer informationen um die Währung und den 
Leiter der Währungspolitik jeder sachlichen Begrün 
dung entbehren. In Wirklichkeit kann auch heute 
weder an eine Durchlöcherung der Grundlinien des 
Neuen Plans noch an eine Devalvation gedacht 
werden." 
Ebenso aufschlußreich sind die weiteren Ausfüh 
rungen des Aufsatzes. Die Wünsche einiger deutscher 
Wirtlchaftskreise — vor allem aus der hanseatischen 
Ecke — nach einer 
Auflockerung des Neuen Plans 
mit seiner straffen Ablieferungskontrolle über die 
Exportvaluten und Disziplinierung der Einfuhr 
sind bekannt. Zur Anregung eines Privatclearings 
nach Art des früheren Krogmann-Planes bemerkt 
der „Volkswirt": „Die unmittelbare Folge würde 
bei dem starken, bisher durch die Regulierung der 
Einfuhr in Schranken gehaltenen Hunger nach 
Auslandswaren ein sehr starkes Aufgeld und da 
mit eine Bevorzugung der Einfuhr solcher Waren 
sein, die bas Agio am leichtsten zu tragen bereit 
sind. Das würden aber vielfach gerade die sein, 
die für die Aufrechterhaltung der derzeitigen Kon 
junktur — die der Neue Plan seit dem Herbst 1934 
rohstoffmäßig erst gesichert hat — nicht so sehr not 
wendig sind, nämlich vor allem Genuß- und Lebens 
mittel und bestimmte Luxusivaren. Ferner würde 
infolge der im Durchkschnitt erheblichen Erhöhung 
der Einfuhrpreise das ganze inländische Preisgefüge 
in Bewegung geraten und eine allgemeine Lohn 
erhöhung unvermeidbar werden. DritteyS würde 
durch das dauernde Bekanntwerden schwankender 
Privatclearingskurse das deutsche Publikum in sei 
nen sowieso schon übertrieben reagierenden Wäh- 
rungsvorstellungen aufs stärkste beeindruckt und da 
durch ein gefährliches psychologisches Moment in der 
Richtung neuer Unsicherheit von Währung und 
Wirtschaft ausgelöst werden. Bei alledem müßte 
in jedem Fall die Ablieferungskontrolle für Export 
valuten beibehalten werden, schon im Hinblick auf 
die 12 bis 20 Milliarden MM jüdischer Kapitalien, 
die sonst stark nach außen drängen würden. Schließ 
lich wäre es auf die Dauer überhaupt fraglich, wie 
weit tatsächlich im ganzen eine Steigerung des 
deutschen Exports eintreten würde." 
Bei der Erörterung einer deutschen 
Abwertung 
stößt man oft aus die Ansicht, daß die Abwertung 
der Mark grundsätzlich nicht zu umgehen sei. Nur 
ihr Zeitpunkt sei offen und noch nicht gegeben, da 
eine bloß normalisierende Wirkung nicht genüge, 
sondern die Umstände der Abwertung einen Wirt- 
schaftsauftricb ergeben, zumindest die deutsche Wirt 
schaft von der Devisenzwangswirtschaft befreien 
müßten. Um so bemerkenswerter ist die Stellung 
nahme des „Volkswirt": „Man kann leichthin der 
Meinung sein, daß die Befreiung der Außenwirt 
schaft von den bürokratischen Fesseln schon allein 
eine Devalvation lohnen würde. Aber diese Be 
freiung würde ja gar nicht eintreten können. Vor 
allem würden wir eine Regelung der Einfuhr und 
zumindest der Kapitalausfuhr nicht entbehren kön 
nen, solange nicht eine sehr erhebliche Steigerung 
der Ausfuhr die deutschen Versorgungsmöglichkeiten 
mit Auslandswaren, vor allem mit den unentbehr 
lichen Rohstoffen, entsprechend erweitert, und so 
lange nicht eine Auffüllung der fast auf den Null 
punkt zusammengeschmolzenen Gold- und Devisen 
reserven des Währungsinstituts der deutschen 
Außenwirtschaft die Bewegungsfreiheit gibt, die ge 
rade für die Durchführung einer Devalvation not 
wendig ist und auch bei allen Ländern, die sie bis 
her vorgenommen haben, vorhanden war. An Hand 
dieser harten Tatsachen kann sich jeder selbst aus 
rechnen, ivas an dem Spiel mit dem Gedanken einer 
Devalvation in Wirklichkeit daran ist." 
Marktordnende Maßnahmen in der 
HolzWirtschaft 
Unter der Leitung des Stellvertreters des Reichs 
forstmeisters Göring, Generalforstmeister von Keu- 
dell, fand im Plenarsaal des Preußenhauses gestern 
und heute eine Tagung der Leiter der Landesforst 
verwaltung und der Regierungsforstämter statt. Es 
wurde die weitere Ausgestaltung der Holzmarkt 
ordnung behandelt, die sich keineswegs in einer 
Preisreglung erschöpfen soll, sondern die großen 
Aufgaben der Versorgung unserer Wirtschaft mit 
dem Rohstoff „Holz" zu lösen hat. Im Zusammen 
hang hiermit wurden eine Reihe von Einzelfragen, 
insbesondere der weiteren Verbesserung unserer 
Papierholz-, Grubenholz- und Starkholzversorgung 
erörtert und Maßnahmen festgelegt, die in markt 
ordnendem Sinne in nächster Zeit eingesetzt werden 
sollen. 
Die Gencralvorratsaufnahme ist bereits so weit 
gefördert, daß im Laufe des nächsten Jahres das 
gesamte Ergebnis vorliegen wird. Auch die Ausar 
tung unseres Landes war Gegenstand eingehender 
Erörterungem 
Eine Besprechung bei der HV. der deutschen 
Kartosfelwirtschaft 
fand am 2. April in Berlin statt. Am Kartoffel- 
markt sei die Versorgungslage bis zu Beginn der 
diesjährigen Frühkartosfelernte sichergestellt. Die 
Frühkartoffelanbaufläche wird voraussichtlich im 
Vergleich zum Vorjahre im Durchschnitt des 
Reichsgebietes ungefähr gleich groß bleibem 
Bessere dänische Schweineausfuhrchanceu 
Der englische Schweine-Produktionsplan soll der 
art fehlgeschlagen sein, daß England sich genötigt 
sieht, die Dänemark zugestandene Einfuhrmenge 
für das Jahr 1936 um rund 2000 Stück wöchentlich 
zu erhöhen. Zur Zeit werden rund 62 000 Kontin- 
aentschweine, außerdem 1600 Stück als Sonderliefe 
rung allwöchentlich nach England ausgeführt. Ins 
gesamt soll Dänemark eine Erhöhung der Jahres- 
lieferuug um 80 000 Stück zugestanden werden. 
MMrderW. 
Wetteraussichten für Sonntag, den 8. April 1936, 
in Nordwestdeutschland: Schwache bis mäßige Winde 
zwischen Nord und West, wolkig bis bedeckt, ver 
einzelt Regenschauer, Temperaturen verhältnis 
mäßig niedrig. 
SpsrtVsrschsm 
FußballlWerbcspiel in Rendsburg. 
Die Gauligamannschaften sind für den kommenden 
Sonntag zu Propagandaspiclen im Landgebiet eingesetzt. 
Der ursprünglich aufgestellte Spielplan mußte eine Ab 
änderung erfahren, weil einige ausgefallene Vereins 
pokalspiele in Schleswig-Holstein am Sonntag nachgeholt 
werden müssen. Es finden nunmehr diese Treffen statt: 
Stadtmannschaft Husum — Victoria in Husum, 
Stadtmannschaft Itzehoe — MSB. Hansa in Itzehoe, 
Staötmanttschaft Neumünster — Phönix in Neumünster, 
Stadtmannschaft Rendsbg.—Polizei Lübeck in Rendsburg, 
Fortuna-Glückstadt — Altona 93 in Glückstadt, 
Eckernfvrder SB. — Holstein in Eckernförde, 
Kellinghusencr SV. — Sperber in Kellinghusen, 
Alemannia-Wilster — Union in Wilster. 
Rendsburg Städte-Elf — Polizei-Lübeck 
Gauliga. 
Am Sonntagnachmittag 4 Uhr findet auf dem RBV.- 
Platz ein großes Werbcfutzballspiel statt. Das Fachamt 
Fußball im Reichsbund für Leibesübungen hat für die 
Rendsburger Städtemannschaft die Gauligamannschaft 
Polizei-Lübeck als Gegner bestimmt. Nun kommt cs für 
Rendsburg darauf an, möglichst günstig abzuschneiden. 
Es ist ein harter Prüfstein für die Rendsburger Elf. Es 
spielen: 
Vötel 
Bünz Meier (VfB.) 
Gefr. Trautow Gefr. Kruse Gefr. Brühn 
Feldrv. Kallsow Utffz. Lüth Jäger Utffz. Mohr Dedow II 
Es ist dies mit Ausnahme des linken Verteidigers die 
gesamte RBV.-Liga. 
Die Eintrittspreise sind nicht erhöht. 
Vorher spielen: 
RBB. Jugend — Einfeld Jugend 2'/- Uhr 
L:Platz: RBV. Reserve — Einfeld-Reserve 
0-Platz: RBB. Schüler — Einfeld Schüler. 
10 Uhr vorm.: RBV. Jungmannen — VfB.. Jung- 
Hrmdsl rmd Wsrà! 
Rendsburger Wochenmarkt 
Ncņmiinsteraner Ferkelmarkt vom 3. April 
Auftrieb 151 Tiere. Preise: bis 40 Psd. 64—68Pfg., 
bis 30 Pfund 68—72 Pfg. und bis 25 Pfund 72 bis 
75 Psg« Handel gut. 
Herder Ferkelmarkt vom 4. April 
Auftrieb 380 gegen 517 in der Vorwoche. Preise: 
17—19 MM, 19—21 MM, 46—52 Psg.. 43—51 Pfg. 
Handel lebhaft, der Markt wurde geräumt. 
Hademarschener Marktbericht vom 3. April 
57 Ferkel, Preise: 72—75 Pfg. pro Pfund. — 
76 Schweine mit einem Durchschnittsgeivicht von 
250—260 Psd. für das Saargebiet versandt. (S.) 
Schweinebefall in Schleswig-Holstein am 3. März 
Gesamtbestand: 782 946 Stück (698 036 Stück), da 
von Ferkel unter 8 Wochen alt 255 658 (217 227), 
Jungmastschweine 8 Wochen bis unter K Jahr alt 
839 419 (316 781), Mastschweine ^ bis 1 Jahr alt 
84 176 (66 696), über 1 Jahr alt 7173 (11610), Zucht 
eber % bis 1 Jahr alt 1834 (1717), über 1 Jahr 
alt 2698 (2446), trächtige Zuchtsauen 14 bis 1 Jahr- 
alt 18 749 (14 775), über 1 Jahr alt 39 236 (34180). 
Hamburg, 3. April. 5821 Schweine und 377 Be- 
obachtungstiere. Qualität mittel, anteilsmätzig zu 
geteilt. 
Berlin, 3. April. Am Rindermarlt 1695 Tiere. 
Durchschnittsbeschaffenheit gut mittel, und wenn 
auch nicht gerade bei den Ochsen eine Besserung der 
Qualität vorlag, so sah man doch verhältnismäßig 
viele schwere Bullen und ein ganz Teil guter Kühe. 
Im ersten, den anteilsgcsicherten Käufen vorbohal- 
tenen Marktabschnitt hatten bei dem üblichen schar 
fen Geschäft die Tiere der oberen Schlachtwertklasse 
einschließlich der Ausstichtiere schnell zu den zuläs 
sigen Höchstpreisen den Besitzer gewechselt, aber die 
Bedarfsverhältniffe waren so, daß auch im zweiten 
Abschnitt die noch verbliebenen Tiere der c- und 
d-Klassen flott und fast ausnahmslos zu Höchstprei 
sen verkauft wurden. — Kälber-Durchschnittsquali- 
tüt mittelmäßig, glatter Handel mit anziehenden 
Preisen in allen Klassen. — Hammel-Dnrchschnitts- 
beschaffenheit mittel, gesucht vor allem die etwa 
50 Pfund schweren Osterlämmer. Bei den halbjäh 
rigen Lämmern Handel ruhiger, ebenso bei der 
schwereren Ware. — Schweine-Qualität zufrieden 
stellend. Stark gesucht das vollfleischige „Feiertags 
schwein", und die Käufer waren bestrebt, ihren An 
teil mit möglichst oiel Tieren dieser Qualität aus 
zufüllen. Dadurch kam Bewegung in den Markt, 
und so war auch die übrige weniger begehrte Ware 
schnell untergebracht. 
am Sonnabend, dem 4. April 1838 
(Preise zivischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!) 
10-30 
Fische: 
Aal 
Dorsch 
Heringe 
Butt 
Hecht 
Makrelen 
Pfd. 
Psd. 
Pfd 
Pfd. 
60-100 
36—25 
10—15 
40 
50 60 
30 
Feuerung: 
Tors, Fuder, 
ca. 8 Ztr. 
Holz gtr. 
Handel g«t 
20—35 
25 
Rindfleisch Pfd 85-130 
Echweinefl. Pfd 85 110 
Flomen Pfd. 05 
Ger.hief.Speck Pfd. j [(j 
Kalbfleisch Pfd qn_180 
Wurst Pfd. 80-150 
Legehühner Stet. 250 - 300 
Schlachthllbner 200—310 
Tauben Etck 7g _ §q 
Kaninchen Stet iOQ-300 
Meierewutt. Pfd. 155—160 
Käse Pfd. 70—110 
Eier Sick. 8 
Honig Pfd 110—120 
Kartoffeln Ztr. 350—380 
Spinat 
Wurz., rote. Psd. 
Zwiebeln Pfd 
Schalotten Pfd. 
Sellerie Stück 
Aepfel Pfd 
Tomaten Pfd 
Weintrauben Pfd. 
Zitronen Stück 
Aoşelsinen St. 
Bananen Pfd. 
Weißkohl 
Blumenkohl Sick 30-40 
Rosenkohl Pfd. 35 
Rotkohl 
Suppenkraut Bd 
Steckrüben 
Rote Beete Pfd. 
Schwarzwurzeln 
Rhabarber 2 ..
	        
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