Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

und schafften ihm hier ebenso willige Ohren 
wie beim Kriegsende in den Reihen der Alli 
ierten. Jetzt war aus dem Führer der dänischen 
Minderheit in Deutschland der Vollführer der 
Lostrennung des nördlichen Gebietes gewor 
den, und hier traten die bedeutsamsten politi 
schen Entscheidungen an ihn heran. Sein Ent 
schluß, Flensburg — nach kurzem Schwanken 
— aufzugeben, trug ihm den Haß, ja die Ver 
achtung großer dänischer Bevölkerungskreise 
ein, „Hans Peter Tysker" wurde ein Schimpf 
name, von den ihn erst eine spätere Zeit wach 
sender Erkenntnis befreite. Eine vorüber 
gehende Epoche als „Minister für nordschles- 
wigsche Angelegenheiten" im dänischen Kabi 
nett Zahle hinterließ nur geringe Spuren. 
Heute wird dem Vater der „Wiedervereini 
gung" lwie die Angliederung des schleswig- 
schen Landesteiles an Dänemark stereotyp im 
dänischen Schrifttum genannt wird) in der 
ganzen dänischen Presse ein Kranz aus Lor 
beeren und Eichenlaub gewunden, einige 
Brennesseln werden zwar mit hineingesloch- 
ten,^ — aber er war schon eine geschichtliche 
Persönlichkeit in Dänemark geworden, die bei 
Lebzeiten ihren Ruhm dahinhatte. 
Die Deutschen Nordschleswigs, deren Aus 
löschung als nationaler Bestandteil sein ein 
gestandenes Endziel war, behalten ihre eige 
nen Gedanken über den Verstorbenen, — aber 
auch sie werden dem großen Gegner nicht die 
Achtung versagen, die einer, von der Kraft der 
eigenen Ueberzeugung geleiteten, starken 
Persönlichkeit, geboren aus dem gemeinsamen 
Heimatboden Nordschleswig mit seiner um 
strittenen Geschichte, gebührt. 
Hanns Schröder - Kopenhagen. 
Trübe AusWen für Blutn! 
Am Mittwochabend spielten sich in den Wer 
ken dieselben Szenen ab wie am Vortage. 
Kraftwagen der kommunistischen Partei brach 
ten Musikinstrumente, Nahrungsmittel, Wein 
und Decken zu den Streikposten, die dann die 
Verteilung an die Belegschaften übernahmen. 
Musik und Gesang ertönten aus den sonst lär 
menden Maschinenhallen bis spät in die Nacht. 
Tie kommunistische Humanitö frohlockt. 
Man müsse sich wundern, so meint das Blatt, 
daß die Werksleitungen die Arbeiterschaft noch 
immer auf eine Antwort auf die „gerechten 
Forderungen" warten ließen. Die Erfahrung 
habe gelehrt, daß ein Streik an den Maschinen 
meist schneller zu einem Erfolg führe, als ein 
einfacher Ausstand. Die Kommunistische Par 
tei billige die Haltung der Pariser Vorort 
arbeiter voll und ganz. Es gebe in Frankreich 
jedoch noch große Gebiete, in denen die Not 
weit größer sei. Die Partei sehe es daher als 
ihre Pflicht an, auch in diesen Gebiete» die 
notwendige» Aktionen zu eröffnen. 
Der diensttuende Polizeibeamte eines 
Streikgebiets hat dem Vertreter des „Ami du 
Peuple" erklärt, die Streikenden würden, falls 
sich bewaffnete Polizei oder Mobilgarde blik- 
ken ließen, sofort die Maschinen zertrümmern 
und die Fabriken in Brand stecken. Die Ruhe, 
in der der Streik augenblicklich verlaufe, 
würde durch ein polizeiliches Eingreifen „nur 
gestört" (!) werden. 
* * * 
Aalten wünsch! Entspannung. 
DNB. Rom, 27. Mai. Zu gewissen Befürch 
tungen der Auslandspresse über die inter 
nationale Lage wird in zuständigen italieni 
schen Kreisen mit einiger Betonung auf den 
guten, ernsthaften Willen Italiens hingewie 
sen, zu einer Entspannung mit Großbritan 
nien zu kommen. Man erinnert in diesem 
Zusammenhang an die wiederholten Erklä 
rungen Mussolinis aus der letzten Zeit, wo 
nach Italien keine Angriffsabsichten, weder 
auf Kenia, noch auf den Sudan und Aegypten, 
noch auf andere Gebrete habe. Aus dieser Ein 
stellung heraus könne Italien auch der Hal 
tung Großbritanniens in der Frage der Zu 
rückziehung der indischen Truppen aus Addis 
Abeba keine besondere Bedeutung beimessen. 
Vielmehr habe Italien die Absicht, den Gang 
der Dinge auch in dieser Frage zu erleichtern. 
Mussolini gewährte dem Vertreter des 
„Daily Telegraph" eine Unterredung über die 
internationale Lage. Er erklärte dabei eine 
englisch-italienische Annäherung für notwen 
dig. Er werde alles tun, was in seinen Kräf 
ten stehe, um diese Annäherung herbeizu 
führen. — In einem Leitartikel erklärt 
„Daily Telegraph" zu der Mussolini-Unter 
redung u. a., die Ansicht des Duce, daß eine 
englisch-italienische Annäherung notwendig 
sei, werde in England mit Verständnis aufge 
nommen. Die Aufhebung der Sühnemaßnah- 
mem, die Mussolini zur Bedingung mache, 
gehe aber den Völkerbund an. Das Blatt un 
terstreicht dann die Notwendigkeit eines neuen 
Mittelmeerabkommens. 
* » * 
„Der Reichsbote" verboten. 
DNB. Berlin, 27. Mai. Der Reichsmini 
ster für Volksaufklärung und Propaganda 
hat die Wochenschrift „Der Reichsbote" verbo 
ten. „Der Reichsbote" hatte durch unsachliche 
Berichterstattung bereits früher Anlaß zu 
Beanstandungen gegeben. In seiner letzten 
Nummer hat er in seinem Leitartikel rein 
kirchliche Fragen auf das staatspolitische Ge 
biet herübcrgespielt und zugleich durch un 
wahre Angaben das kirchliche Befriedungs 
werk gefährdet. Dadurch wurde das Verbot 
notwendig. 
Ern Winter, in dem niemand hnngerte 
Gesteigerte LeistnKg 
des WinterhilfSWerkes 18W/M 
Retchsamtsleiter Hilgenfeldt gibt den Jahresbericht — Der Fiihrer dankt de« Millionen der freiWilligen Helfer 
DNB. Berlin, 27. Mai. Der Führer und 
Reichskanzler empfing am Mittwochmittag in 
der Reichskanzlei die Gaubeauftragten und 
die Mitglieder der Reichsführung des Wiuter- 
hilfswerks 1935-38 sowie die Gründungsmit 
glieder der NSB., um ihnen den Dank aus 
zusprechen für ihre Mühewaltung im Dienste 
des deutschen Volkes. 
Der Reichsbeauftragte für das WHW., 
Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, stellte dem Füh 
rer die anwesenden Amtswalter der NSB. vor. 
Nachdem der Führer jeden einzelnen von 
ihnen durch Handschlag begrüßt hatte, legte 
Reichsminister Dr. Goebbels dem Führer den 
Leistungsbericht über das Winterhilfswerk 
1935- 36 vor. 
Danach steht für das Winterhilfswerk 
1936- 36 bis jetzt eine Gesamtleistung von rund 
370 Millionen MM fest. 
Das Winterhilfswerk 1933-34 hatte eine Ge 
samtleistung von 358 Millionen MJl, das 
Winterhilfswerk 1934-36 eine Gesamtleistung 
von 367 500 000 MJl zu verzeichnen. 
Das Winterhilfswerk 1935-36 hat also ge 
genüber den Ergebnissen der Vorjahre wieder 
eine Steigerung gebracht. 
An Geldspenden gingen während des Win 
terhilfswerks 1935-36 insgesamt 238 Millionen 
MJL ein. Für diesen Betrag wurden zur 
Verteilung an die bedürftigen Volksgenossen 
Sachwerte eingekauft. 
Die Leistungen des Winterhilfswerks 1935-36 
betrugen im einzelnen an 
Nahrungs- und Genutzmitteln 123 Mill. MJl 
wovon für Kartoffeln 45 Mill. MJl 
für Brot und Mehl 11 Mill. MJl 
für Fleisch und Fleischkonserven 12 Mill. MJl 
für Fischfilet . 8 Mill. MJl 
verausgabt wurden,' 
an Brennmaterialien einschl. 
Kohlen 75 Mill. MJl 
an Bekleidung 75 Mill. MJl 
an Hanshaltungsgegenständen 8 Mill. MJl 
an Gutscheinen 48 Mill. MJl 
Zum Feierschichtenausgleich für die Berg-! 
arbeiter wurden 10 Millionen MJl verwandt. 
Die Zahl der durch das Winterhilfswerk 
des deutschen Volkes Betreuten betrug durch 
schnittlich während des 
Winterhilfswerks 1933-34: 16 617 681 
Winterhilfswerks, 1634-35-.,'13 866671 
' -Winterhilfswerks 1935-30: 12 923247 ! 
In der Gegenüberstellung dieser Zahlen 
kommt der wirtschaftliche Aufstieg seit dem 
Jahre 1933 klar zum Ausdruck. ; 
An Plaketten und Abzeichen wurden bei den 
Reichssammlungen des Winterhilfswerks 
1936-36 83 181 682 Stück verkauft. In dieser 
Zahl sind 10 Millionen Plaketten und Ab 
zeichen in Restbeständen aus dem Winter 
hilfswerk 1934-35 enthalten, die während des 
Winterhilfswerks 1936-36 mit verkauft wur 
den, weil die vorhandenen neuen Plaketten 
und Abzeichen nicht ausreichten, um die Nach 
frage zu befriedigen. Die verkauften Plaketten 
und Abzeichen hatten einen Gesamtherstel 
lungswert von 4 148 000 MJl. Die Plaketten 
und Abzeichen wurden ausschließlich in Not 
standsgebieten des Reiches hergestellt, in 
denen ganze Städte dadurch für mehrere 
Monate Arbeit und Brot fanden. Die Her 
stellung erfolgte fast ausschließlich durch Hand 
arbeit, der Lohnanteil an dem Herstellungs 
wert der Plaketten und Abzeichen beträgt 70 
bis 80 Prozent. 
Während des Winterhilfswerks 1936-36 
wurden zum ersten Male die verschiedenen 
Organisationen und Verbände an den Reichs- 
sammektagen für das Wintcrhilfswerk ein 
gesetzt. Durch diese Maßnahme sind alle 
Schichten des deutschen Volkes als Sammler 
für das Winterhilfswerk 1935-36 tätig ge 
wesen. 
Der „Tag der nationale« Solidarität" er 
brachte im Jahre 1934: 4 021593 MJl und im 
Jahre 1935: 4 084 813 
Zu Weihnachten 1935 wurde im ganzen 
Reich in 30 000 Volksweihnachtsfeiern den 
vom Winterhilfswerk betreuten Volksgenos 
sen und unter ihnen 5 200 000 Kindern eine 
besondere Weihnachtsfreude bereitet. Allein 
in Berlin betrug die Zahl der auf diesen 
Weihnachtsfeiern zur Verteilung gelangten 
Pakete 800 000 Stück. 
Der Patenschaftsgedanke wurde auch wäh 
rend des Winterhilfswerks 1936-36 weiter 
Der oberste SA.-Zührer zeichnet 
zum Dankspfer der Nation. 
Die Liste nunmehr endgültig abgeschlossen. 
NSK. Der Führer und Reichskanzler zeich 
nete sich am Mittwochnachmittag in die Liste 
des Sturmes 5/4 zum Dankopfer der Nation 
ein. Der Sturm, dem diese besondere Ehrung 
zuteil wurde, liegt im Norden Berlins und 
gehört zur Standarte 4, der aus der Zeit des 
Kampfes vor der Machtübernahme bekannten 
Standarte „Zackig". 
Mit der Eintragung des Obersten SA.- 
Führers ist die Liste des Dankopfers der 
Nation endgültig abgeschlossen. 
ausgebaut. Eine große Anzahl wirtschaftlich 
bessergestellter Familien hat sich über ihre 
regelmäßigen Spenden hinaus besonders kin 
derreicher Familien angenommen. 
Dr. Goebbels brachte im Anschluß daran 
zum Ausdruck, daß die Gaubeauftragten für 
das Winterhilfswerk, die hier stünden, nicht 
nur die 1259 090 unbekannten Helfer des 
WHW. repräsentierten, sondern anch die vom 
WHW. betreuten dankbaren Volksgenossen 
und schließlich das gesamte deutsche Volk, dem 
das WHW. für seine notleidenden Volks 
genossen zu einer selbstverständlichen Ehren 
pflicht geworden sei. 
Zum Schluß erinnerte Reichsminister Dr. 
Goebbels daran, daß der Führer zur Eröff 
nung dieses Winterhilfswerks davon gespro 
chen habe, um wieviel lästiger der Hunger als 
das Sammeln sei. 
„Sie können stolz sein, mein Führer, in dem 
glücklichen Gefühl," so sagte Reichsminister 
Dr. Goebbels, „einer der wenigen Staats 
männer zu sein, die ein Volk regieren, in 
dem wirklich niemand zu hungern braucht." 
Der Führer dankte in herzlichen Worte" 
den Amtswaltern des WHW. sür die Arbe" 
und Mühewaltung des letzten Winters, A 
erklärte, daß es für alle das schönste Gefşş 
und der erhebendste Dank sei, für ein VoU 
arbeiten zu dürfen, das einer solchen Leistung 
fähig sei. Nicht nur er sei der einzige Staats 
mann, der ein Volk regiere, in dem wirklich 
niemand zu hungern brauche, sondern auch 
das deutsche Volk fei das einzige Volk, in de>" 
ein solches soziales Hilfswerk möglich sei. 
Das WHW. sei eine einmalige geschichtliche 
Leistung der sozialen Arbeit und die Ga"' 
beauftragten des WHW. könnten stolz sei", 
an diesem einzigartigen Werk an hervor 
ragender Stelle mitarbeiten zu können. Der 
Führer dankte insbesondere Reichsminister 
Dr. Goebbels dafür, daß er auch im letzte" 
Winter wieder seine Arbeitskraft, feine 
Genialität und seine Erfindungsgabe in de" 
Dienst dieser großen Aufgabe gestellt habe. 
Der Führer lud sodann die Amtswalter dee 
Winterhilfswerks ein, zum Mittagessen seine 
Gäste zu sein. 
Was fettst Nsch Im der Politik 
Idylle aus dem heiligen Land. 
Es verdient immerhin verzeichnet zu wer 
den, wenn jetzt selbst in großen englischen 
Blättern offen für die berechtigten Beschwerden 
der Araber gesprochen sowie an ihre älteren 
Rechte an das Land und an „gewisse Garan 
tien" durch England aus der Kriegszeit her 
erinnert wird. Ja, der „Daily Mail" erklärt 
offen heraus, die Interessen des Empire lägen 
bei den Arabern und nicht bei den Juden. 
Diese Stellungnahmen sind schon deshalb be 
sonders bemerkenswert, weil alle Meldungen 
aus Palästina erkennen lassen, daß die bisher 
dort stehenden 4000 Mann, verstreut über ein 
weites Gebiet, mehr und mehr in die Defen 
sive gedrängt werden. Der Sonderberichterstat 
ter des „Daily Telegraph" gibt ein knappes 
anschauliches Bild von der Aktivität der krieg 
führenden Araber, wenn er schreibt: „Die 
Straße von Jerusalem nach Haifa war durch 
zahllose Steinbarrikaden, durch Flatterminen 
und durch plötzliche Feuerüberfälle der Araber 
kaum passierbar. Alle halbe Stunde Halt. Die 
englischen Begleitmannschaften des Kraft 
wagengeleitzuges schwärmen links und rechts 
der Straße aus. Gleichzeitig müssen die Rei 
senden die Steinbarrikaden beseitigen, um 
überhaupt weiterzukommen. Auf einer Strecke 
von 15 Klm. war die Straße immer wieder un 
terminiert. Nur mit Hilfe von Pionierofsizie- 
ren konnte sie wieder passierbar gemacht wer 
den." 
Jedenfalls hat sich jetzt bei den maßgeblichen 
englischen Stellen die Erkenntnis durchgesetzt, 
daß von irgendwelchen irregulären Zwischen 
fällen gar keine Rede mehr sein kann, sondern 
daß die Araber nach einem von zentraler Stelle 
aus geleiteten Aufstandsplan vorgehen. Selbst 
die schweren Unruhen vom Jahre 1929 haben 
die britische Mandatsregierung keinen Augen 
blick vor eine derart ernste Lage gestellt wie 
dieser kriegsmäßig durchgeführte offene Auf 
ruhr. 
Noch ein Bataillon nach Palästina. 
Angesichts der unruhigen Lage in Palästina 
ist ein weiteres britisches Bataillon von Kairo 
nach Palästina entsandt worden. Nach einem 
Spaltung der dänische« 
nationalsozialistischen Partei 
KNS. Wie die dänischen Blätter melden, ist 
eine Spaltung innerhalb der von Dr. Fritz 
Clausen gegründeten dänischen national 
sozialistischen Arbeiterpartei dadurch eingetre 
ten, daß Pastor Mailing und mehrere Ge 
folgsleute aus der Partei ausgetreten sind und 
eine neue Partei unter dem Namen „Dänische 
Volksgemeinschaft" gegründet haben. Pastor 
Malling begründet seinen Austritt u. a. damit, 
daß Fritz Clausen in der letzten Zeit mehrfach 
mit deutschen „Grenzrevisionistcn" auf De 
monstrationsversammlungen ausgetreten sei 
und gestattet habe, daß deutsche Nationalsozia 
listen sich in einem besonderen Korps, der 
„Standarte Nordschleswig", in die dänische 
Partei hätten einmelden können. Malling sieht 
darin eine unmögliche Verquickung zwischen 
Deutschen und Dänen, die nur zur Folge habe, 
daß nationalgesinnte Dänen gehindert würden, 
der Partei beizutreten, obwohl sie von der na 
tionalsozialistischen Idee ergriffen seien. Wei 
ter wirft Malling Fritz Clausen vor, daß er 
die Arbeitsmethoden der Organisation ver 
schlechtert habe, u. a. daß das Hauptkontor von 
Fredericia nach Apenrade verlegt worden sei 
und daß Clausen despotisch eine Reihe guter 
Mitarbeiter, wie Hauptmann Arrildskov 
und Redakteur Björn strup ausgeschlossen 
habe. Alle diese Geschehnisse hätten den Sieges' 
willen gelähmt und den Glauben genommen 
daß Fritz Clausen der Mann sei, in desfe" 
Hände man Dänemarks Schicksal legen könnsj 
Die neue Partei „Dänische Volksgemeinschaft 
wolle einen wirklichen dänischen National' 
sozialismus ohne Einmischung deutscher D^e- 
thoden und Vorbilder schaffen. - 
Dr. Clausen teilt in „Jydske Tidende" a"' 
Anfrage mit, daß Pastor Malling und die 
deren Ausgetretenen durch ihren Schritt n" 1 
einer Ausschließung aus der Partei zuvorge- 
kommen seien. Pastor Malling habe seit länge' 
rer Zeit seine Partei und seine Arbeit unter- 
miniert. Seine Partei werde unverdrossen 
Weiterarbeiten. 
Verantwortlicher Hauptschriftletter unv Herausgeber: 0**" 
dinond Möller. - 
Stellvertreter des Hauptfchriftleitersi Herbert Puh'wo" 
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den ° 
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Gregori; für den 
fchaftlichen Teil: Dr. Cl. Btelfeldt; für den prşş 
»iellen Teil: Karl Müller, olle in Rendsburg- 
Bildvcrantwortliche: Ressortleiter. -j, 
Verantwortlicher Anzeigenleiter: Karl Jacobsen, RendsoU«» 
.Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhn«. Rendsburg. 
/D-*A< Schleswig.Holsteinisch« Londeszeitung (Rendsburg 
Tageblatt — Hohenwestebter Zeitung / Die 
Hanerau-Hademarschen — Eüderbraruper Tageblo 
D,-A. IV 36 13 764 Pl. Nr. 7. 
Bericht aus Haifa sollen neue englische Artil- 
lerietruppen herbeigeholt werden, um gege" 
die bewaffneten Banden vorzugehen, die M 
in den Hügeln außerhalb der Städte verstew 
halten. Die gegenwärtige Stärke der britische" 
Streitkräfte beträgt 6 Jnfanteriebataillone 
und eine Kompagnie leichter Tanks und Pa»' 
zerwagen. 
Wie Reuter meldet, haben die Unruhen seft 
dem 29. April 48 Tote und 331 Verwundete 
gefordert,' 24 der Toten waren Juden, 22 M"' 
hammedaner und 2 Christen. Die Verwunde' 
ten setzten sich aus 182 Mohammedanern, Ģ 
Juden und 44 Christen zusammen. Aus diese" 
Ziffern geht hervor, daß nicht etwa die Jude", 
sondern die Araber die größeren Verluste i" 
den Unruhen erlitten haben. Hingegen wuk' 
den seit dem 19. April 969 Araber und nur 275 
Juden verhaftet. 493 Araber find bereits ab 
geurteilt worden. Die meisten jüdischen Ve^ 
hafteten wurden freigesprochen oder sind now 
nicht vor Gericht erschienen. 
Zrr WKUlgsn Zellern 
Wegen Annahme von Bestechungsgelder" 
durch den „Klub der Achtzehn", einer Vereinig 
gung von japanischen Baufirmen, wurden dret 
hohe Beamte des Eisenbahnministeriums u"d 
der Eisenbahndirektion Tokio verhaftet. NaĢ 
einem Bericht der Agentur Domei sind bereits 
in den letzten 6 Monaten 60 Beamte un" 
Unternehmer festgenommen worden. 
In Rouen kam es zu einer Saalschlacht zrvft 
schen Anhängern der faschistischen Partei 
Frankreichs und politischen Gegnern. 12 Per 
sonen wurden mehr oder weniger schwer ver 
letzt. 
Die Nanking-Regierung lehnte in einer 
Note die kürzlich von Japan gegebenen Erläu 
terungen zu dem früheren Protest Chinas ge 
gen die Verstärkung der japanischen Trupps" 
in Nordchina ab. Der chinesische Botschafter 
Tokio ist angewiesen worden, weitere Vorstel 
lungen in dieser Sache zu erheben. 
Der Galla-Häuptling in Saio in Westabesst- 
nien hat sich zum König von Wollega ausge 
rufen.
	        
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