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Adonis wiederholt die fiederblättrigen Pulsatillaformen. Die
Primärblätter stehen etwa auf dem Stadium der ausgebildeten Blätter
des Ceratocephalus falc.. Die Mittelrippe der späteren Folia ist stark
in die Länge gestreckt und mit doppelt fiederspaltigen Blättchen be
setzt. In den oberen Theilen verbreitet sich die Fläche des Gesammt-
blattes erheblich im Yerhältniss zu der geringer werdenden Länge,
so dass dadurch der Schein einer Fingerung hervorgerufen wird. Hin
zu kommt noch als eine Eigen-
thümlichkeit dieses Genus eine
bemerkenswerthe Ausbildung des
Scheidenrandes. Sie sei an A. mi-
crocarpa DC. (Fig. 4) geschildert.
Die Scheide der unteren Blätter
(a) ist einfach und ganzrandig,
an den folgenden hat sie zuerst
am oberen Ende einen einfachen
Laminarzipfel jederseits, der sich
im weiteren Verlaufe (b) der Blatt
entwickelung in Lappen erster,
zweiter und höherer Ordnung
theilt und desshalb ganz den Ein
druck einer gewöhnlichen Laminar
fieder macht. An den mittleren
Blättern ist die mit solchen Fie
dern gekrönte Scheide noch durch
einen Stiel von der Lamina ge
trennt , in den höheren Stengel
regionen wird der letztere immer
mehr reduzirt. Zuletzt verschmel
zen Scheide und Spreite, am
Grunde dieses einheitlichen Gebil
des sitzen dann dicht büschelig ge
drängt die ursprünglichen Scheiden
fiedern, dieselben sind oft von an
nähernd gleicher Länge wie die
ihnen benachbarten Laminarfiedern.
In diesem Falle bildet die Scheide einen ziemlich unbedeutenden
Theil des Blattes, bei andern Arten tritt sie dagegen an den unteren
Stengelpartieen sehr in den Vordergrund: A. vernalis L. hat zu unterst
bloss aus Scheiden bestehende Blätter, die darauf folgenden sind von
rudimentären Laminarzipfeln gekrönt. Mit der sich steigernden
Differenzirung der Lamina geht das Kleinerwerden der Scheide parallel,
zuletzt ist sie eben so schwach entwickelt wie bei A. microcarpa u. a.
Noch auffälliger ist A. amurensis Rgl. durch das starke Hervortreten
der Scheide: Die ersten Stengelverzweigungen entspringen in der
Achsel von Blättern, die nur aus einer breiten, weisslichen Scheide
bestehen, dieser Eigenschaft verdankt sie ihre habituelle Aehnlichkeit
mit den knollentragenden Corydalis-Spec. unserer Wälder.
«) unteres, b ) mittleres, c) oberes Blatt.
(Nat. Gtr.)