Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Toni Aaggler / 
ìîrheberrcchtsschutz durch Berlagsanstalt Mauz, 
München. 
Nachdruck verboten. 
Am Arm des Jägers geht sie zur Musikan- 
entribüne, wo Toni ein Geldstück hinauf- 
^icht und einen Zwiefachen bestellt. 
, Niemand im Saal zweifelt mehr daran, daß 
® Cr Tag mit einer Rauferei enden wird. Der 
Mlli ist aber auch ein Teufelskerl und duckt 
' tc § schon gar nicht vor dem wilden Bartl. 
Der Wirt sagt zu der Kuchelmagd: 
, "Lauf g'schwind zum Wachtmeister nach Am- 
Zfch und sag, er möcht sich einfinden. Die Luft 
ņ>lrô allweil dicker. Sagst bloß, daß der Stein- 
miiller Bartl wieder da ist, dann weiß er schon 
Bescheid." 
< Die Magd ist noch keine zwei Minuten aus 
Haus, da geht es im Saal schon los. 
Silvest reibt sich vergnügt die Hände. Er 
^>Ult dem Toni die Prügel. Jedenfalls steht er 
.ņ Bartls Seite, falls der Toni etwa Helfer 
^ben sollte. 
Anfangs läßt Toni die Sticheleien des Barlt 
,^ig über sich ergehen. Monika hat ihn üngst- 
îch am Rockzipfel gefaßt uild flüstert ihm im- 
i wieder zu: „G'scheit sein, Toni! Gib dich 
^nb mit dem!" 
..Drüben am Tisch beginnt einer den Bartl zu 
Inseln, worauf dieser wegwerfend tut: 
. "AZenn er mir net zu jung wär, der Laus- 
dann tät ich ihn schon nieten. Aber wegen 
Zndsmißhanölung mag ich mich net ins Loch 
"Die Leut', die du umbracht hast, laufen alle 
rum", antwortet Toni über die Achsel 
àrsick. 
s Ķaum hat Toni das letzte Wort gesprochen, 
ihn Barlt von rückwärts mit geballter 
Must jļj, ei heu Kopf. Die Dirndl am Tisch krei- 
laut auf. Mit einer unglaublichen 
Schnelligkeit schnellt da der Toni herum, kriegt 
t . n Barlt am Gurt seiner ledernen Hvsen- 
^ger zu fassen und zerrt ihn mit einem Ruck 
ì der Bank. 
.Niemand fällt cs ein, die beiden auseiuan- 
ch^Ureißen. Mitten im Saal stehn sie, keu- 
tz.M aneinandergeklammert. Toni ist der 
^Mknkraft des andern nicht ganz gewachsen. 
^ e ? er ist unglaublich flink. Und auf einmal 
Ruck seiner stählernen Arme — und der 
tev "^Müller Barlt fliegt in weitem Bogen mit 
ch îņ den Saal, daß die Diele« krachen. Noch 
kn, l X dazu kommt, sich wieder aufzuraffen, 
beìş ìdur Toni schon auf der Brust und bear- 
ìhn mit den Fäusten, bis Barlt allen 
Erstand aufgibt. 
^ mn wartet allgemein darauf, daß Barlt, 
er wieder auf den Füßen steht, von 
angreifen würde. Toni wartet auch 
ei^ "f' şr steht ein paar Meter von ihm weg, 
tzas^nig vvrgeduckt zum Sprung bereit. Aber 
Anglaublichc geschieht. 
Hochlaudsroman von Hans Ernst 
Bartl verläßt unsicheren Ganges den Saal 
und Mirl trügt ihm seine Joppe und den Hut 
nach. 
Toni streicht sich die Haare aus der Stirn 
und geht ruhig an seinen Platz zurück. 
Die Musik beginnt wieder zu spielen, die 
Paare tanzen, Toni ist der Held des Tages, 
und die ganze Rauferei ist längst vergessen, 
als der Wachtmeister Gschwändler von Ambach 
den Saal betritt. 
Mit strenger Amtsmiene erkundigt er sich 
nach dem Hergang der Rauferei, notiert sich die 
Adresse des Toni und meint bedauernd: 
„Den Steinmüller hätte ich mir heute richtig 
vorgenommen. Schade, daß er schon fort ist. 
Jedenfalls werde ich hier bleiben, daß er den 
Saal nicht etwa nochmal betritt." 
An diesem Tage merkt zum ersten Male die 
breitere Oeffentlichkeit etwas davon, daß zwi 
schen Toni und Monika mehr besteht als eine 
harmlose Freundschaft. 
Man hat es gemerkt beim Raufen, wie die 
Monika gezittert und geweint hat vor Angst 
um den Toni. Man merkt es beim Tanzen, an 
dem selbstvergessenen Blick, mit dem sie ihm in 
die Augen schaut, man merkt es an hundert 
Kleinigkeiten, die besonders der Lechner Sil 
vest mit Häheraugen verfolgt. 
Eines flüstert es dem andern zu, in der 
Küche unten wird es getuschelt. Es dringt sogar 
hinein in die Gaststube, in der die Bauern bei 
sammen sitzen. 
Der Lechner kommt einmal in den Saal her 
auf und winkt seinen Sprößling zu sich. 
„Tu dich ein wenig um, Vestl, bei der Mo 
nika. Heut ist die beste Gelegenheit." 
„Ich mein, Vater, da bin ich zu spät dran bei 
der Monika. Sie hat bloß Augen für den 
Toni." 
„Was? Den Toni? Den Notniggl! Das ist 
ja zum Lachen." 
Der Lechnerbauer dreht sich um und geht 
wieder in die Gaststube. Als einmal neben dem 
Brandt ein Platz frei wird, nimmt der Lechner 
sein Krügl und setzt sich zu ihm. 
„Ich hab g'hört, Brandl, daß du den Wald 
spitz am Gröllberg verkaufst?" 
„Hab ihn schon verkauft." 
„Dem Kerber?" 
„Ja, der zahlt gut und bar. Das ist was 
wert." 
„Die Hälfte von deinem Hof g'hört so schon 
dem Kerber", wirft der Stuwer über den Tisch 
her, der auf den Brandl nicht gut zu sprechen 
ist wegen eines verlorenen Prozesses. 
„So schlimm is net", lenkt der Lechner ein 
„Der Brandl kann ja auf einen reichen Schmie 
sohn rechnen." 
„Aha, der meint sein' Vestl", zischelt der 
Mesner dem Bachschuster zu. 
„Da hats noch Zeit", antwortet der Brandl. 
„Mei' Monika ist noch jung." 
„Recht hast, Brandl. Und dös mit dem Zagg- 
lcr Toni, dös wird kaum wahr sein, gelt? Mei, 
die Leut reden halt was." 
Der Brandl furchtet die Stirn. 
„Was reden die Leut?" 
„No ja, daß die Monika den Toni gern haben 
sollt." 
„So? Da hab ich noch gar nix g'hört. Aufs 
Leutgerede geb ich übrigens nix. Und über 
haupt, was ist denn da schon dabei, wenn sie 
ein bißl verliebt ist?" 
Der Lechner hat mit beiden Händen sein 
Krügl umklammert und hat den Mund verzo 
gen, als ob er in einen sauren Apfel gebissen 
Dr. Goebbels überreicht den Film- und Buchpreis. 
Reichsminister Dr. Goebbels überreichte dem Regisseur Earl 
Froelich (rechts) den Nationalen Filmpreis und dem Standarten 
führer Gerhard Schumann (links) den Nationalen Buchpreis des 
Jahres 1936. Die Preise waren bekanntlich am Tag der Nationalen 
Arbeit verliehen worden. (Weltbild, K.) 
hält tit 
şiogen tjfttu 
Bei Müllers hätte es beinah» 
Bruch gegeben. 0« lvinü 
kiappte böe mit dem Fensterflügel. Fritz sagte 
schnell Bescheid. Frau Müller dankte ihm mit 
einem großen Stück „Gustin-Kuchen". Oe» 
versteht fle trefflich zu backen nach 
Ot. Getter's Vorschrift in packen macht 
Freude", der bekannten NczeptlammlungX 
chtong - aosschnetdrak 
ttc.® erscheint am 11. H. 
hätte. Den Blick zur Decke richtend, als denke 
er über etwas angestrengt nach, sagt er betont 
und mit Würde: 
„Als richtiger Vater darfst aber so etwas net 
leiden. Es könnt stch das ein anderer Bursch 
später schon überlegen, ob er die Monika noch 
will." 
„Der andere Bursch wär' wohl dein Vestl", 
sagt der Brandl mit überlegenem Lachen. 
Es wird still in der Stube. Man rückt zusam 
men uird horcht. 
„Ich verbitt mir die Anzüglichkeit", sagt der 
Lechner wütend. „Und gar so hoch brauchst net 
droben sein, Brandl. Ich kann meinem Vestl 
bare drcißigtausend Mark mitgeben. Ich mern, 
das ist kein Batzendreck auf deinen verschulde 
ten Hof." 
„Du, paß auf! Von dir laß ich mir meine 
Schulden net vorwerfen! Nein, von dir schon 
gleich gar net!" Der Brandl schlägt mit der 
Faust auf den Tisch, daß die Gläser klirren. 
„Du freilich, du hast keine Schulden, weil du 
dich fett g'macht hast unterm Krieg. Du Heim 
krieger, du! Jetzt hört man nix mehr vom 
Herzfehler." 
„Das ist eine Beleidigung, Brandl. Ich hab 
ein ärztliches Attest." 
„Ich möcht net wissen, wieviel Pfund Butter 
und wieviel Kisten Eier du da g'schmiert hast, 
daß du zu dem Attest kommen bist." 
Der Lechner ist pnterrot im Gesicht und er 
zieht den Kopf ein wie ein verprügelter Hund, 
trinkt nach einer Weile sein Bier aus und geht 
fort. 
Der Maitanz dauert bis in die späte Nacht 
hinein und verläuft in aller Ruhe. 
Auf der Spur. 
Toni steht am Kiefernsee und starrt in das 
Wasser hinein. Sonderbare Gedanken bewegen 
ihn. Seit nun das ganze Dorf weiß, wie er 
und die Brandl Monika zusammenstehen, ist 
ihm manchmal, als ob dunkle Wolken über den 
Himmel seines Glücks ziehen würden. 
Er weiß nicht, woher sie kommen, diese dunk 
len Gedanken. Sie kommen ungernsen und fal 
len über ihn her. 
(Fortsetzung folgt.). 
Preise für Schlachtender 
Von E. Hamann, Rendsburg. 
Mit der Anordnung Nr. 48 der Hauptvereinigung 
^ Deutschen Biehwirtschaft vom 22. Februar 1936 
J. die Regelung des Absatzes von Rindvieh und 
Undfleisch und der Anordnung Nr. 24 des Vieh- 
^utschaftsverbandes Schleswig-Holstein sind Han- 
"süedingungen und Preise auf Viehmärkten und 
' Ct s Abnahme ab Land festgesetzt. Durch Uukennt- 
Kty dieser beiden Anordnungen sind in der letzten 
^sit des öfteren durch den Erzeuger und durch den 
^ichverteiler Preise gefordert und gezahlt und Ab 
machungen über die Lieferung getroffen worden, die 
obigen Anordnungen widersprechen. Unkennt- 
^3 der Gesetze schützt jedoch niemanden vor der 
Strafe. Deshalb ist es außerordentlich wichtig, daß 
Uch jeder mit dem Wortlaut der genannten Anord 
nungen vertraut macht. 
Die vollständigen Anordnungen sind zu finden in 
g • 12 des Wochenblattes der Landesbauernschaft 
Schleswig-Holstein. Hierbei sei ganz besonders auf 
,’ c Anordnung Nr. 24 des ViehivtrtschaftSverban- 
Schleswig-Holstein hingewiesen, in der die 
Höchstpreise für Rinder bei der Abnahme ab Land 
^stgesetzt sind. Seit dem 21. März 1986 gelten „bei 
Abnahme ab Land" nachstehende Preise für Schlacht- 
riil-der je 50 Kg.: 
^ für Ochsen 40,— JlJl <— 4 JIM unter der oberen 
Preisgrenze der Schlachtwertklasse a des Richt- 
Marktes Hamburg): 
ch für Bullen 38,— JUl (= 4 JIM unter der obe 
ren Preisgrenze der Schlachtwertklasse a des 
Richtmarktes Hamburg): 
ch für Färsen 89,— JUl (= 4 JtJi unter der obe 
ren Preisgrenze der Schlachtwertklasse a des 
Richtmarktes Hamburg): 
t für Kühe 37,— JtJC (= 4 JiM unter der obe 
ren Preisgrenze der Schlachtwertklasse a des 
Richtmarktes Hamburg). 
Ņei Abnahme der Schlachtrinder frei Empfangs- 
Nt des Käufers erhöhen sich vorstehende Höchst- 
^rise um 2 JUt je 50 Kg., sofern der Empfangs- 
Nt des Käufers nicht Marktort ist (Hamburg, Kiel, 
Flensburg, Husum, Niebüll). 
Bei Verkaufsvermittlung hat der Vermittler dem 
^rrkäufer den bei der Verwertung erzielten Er- 
"Ş abzüglich der Provision und der Unkosten aus 
zuzahlen. Sogenannte besondere Zuschläge für Aus- 
Mhtiere sind im Handel außerhalb der anerkannten 
Märkte nicht zulässig. Ein Mehrerlös für Ausstich- 
^re kann nur über anerkannte Märkte durch Ver- 
uufsvermittlung, das heißt wenn der Verkauf am 
Markt auf Rechnung des Erzeugers erfolgt, erzielt 
werden. 
Die genannten Preise sind Höchstpreise, die in 
keinem Falle überschritten werden dürfen. Handelt 
es sich um Tiere minderer Qualität, haben ange 
messene Preisabschläge zu erfolgen. 
Als Lieferungsbedingungen gelten: 
1. die Abnahme ab Land (= ortsüblich ab Hof 
oder Verladeort des Erzeugers, Verkäufers 
oder Verkaufsvcrmittlers): 
2. die Abnahme frei Empfangsort des Käufers. 
Wird die Lieferbedingung „Abnahme ab Land" 
vereinbart, so gilt das aus dem Hofe oder am Ver 
ladeort festgestellte Gewicht des sutterleer gewoge 
nen Tieres als VerkaufS-lAbnahmeJgewicht, das 
der Bezahlung zugrunde zu legen ist. Alle Unkosten 
und Gewichtsverluste ab Land hat der Käufer zu 
tragen. 
Wird die Lieferbedingung „frei Empfangsort" 
vereinbart, so gilt das am EmplangSort festgestellte 
-Gewicht des sutterleer gewogenen Tieres als Ver- 
laufs-lAünahme-)ge:vicht. Alle Unkosten und Ge 
wichtsverluste bis zum Empfangsort des Käufers 
hat in diesem Falle der Verkäufer zu tragen. 
Es ist verboten: 
1. irgendwie Preise zu bieten oder zu gewähren, 
zu fordern oder sich bewilligen zu lassen, oder 
2. Lieferbedingungen zu stellen oder stch stellen 
zu lassen oder anzubieten, oder 
3. sonstige Nebenabreben zu treffen, 
durch die mittelbar oder unmittelbar eine Ueber- 
Aufruf zum Rerchshaudwerkertag in Frankfurt a.M. 
Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt erläßt 
zum Reichshandwerkertag 1936 (5. bis 10. Juni) 
folgenden Aufruf an das Führerkorps des deutschen 
Handwerks: 
Der Reichshandwerkertag 1936 steht vor der Tür. 
In enger Zusammenarbeit mit den Dienststellen 
der Partei,, der Deutschen Arbeitsfront und des 
Reichsstandes des Deutschen Handwerks sind die 
Vorbereitungen getroffen worden. Frankfurt a. M., 
die Stadt des Deutschen Handwerks, ist für den 
diesjährigen Führerappell gerüstet. 
Das Führerkorps des deutschen Handwerks hat 
nunmehr unter Beweis zu stellen, daß die Arbeit 
der Handwerksführung in den letzten Jahren er 
folgreich gewesen ist. 
Die Oeffentlichkeit sieht ans euch! 
Von eurem Auftreten hängt es ab, wie das deut 
sche Volk in Zukunft das Handwerk wertet. Der 
Eindruck, den der diesjährige Reichshandwerkertag 
hinterlassen wird, ist bestimmend für die Erfolge 
unseres ferneren Schaffens. Daher erwarte ich, daß 
jeder Teilnehmer durch diszipliniertes Verhalten 
zur Hebung des Ansehens des deutschen Handwerks 
beiträgt. 
Ihr DAF.-Walter und führenden Meister des 
deutschen Handwerks habt in den vergangenen 
Jahren eure Pflicht erfüllt. Unter teilweise erheb 
lichen persönlichen Opfern habt ihr eure Kraft 
dareingesetzt, die Angehörigen unseres Berufsstan 
des nicht nur organisatorisch zusammenzuschmieden, 
sondern auch weltanschaulich, sozialpolitisch auszu 
richten und wirtschaftlich zu fördern. Groß waren 
die Aufgaben, die ich euch stellen mußte, und schwer 
waren die Wege, die manchmal zu gehen waren. 
Als treue Soldaten unseres Führers seid ihr euren 
Berufskameraden allzeit Vorbild und Ratgeber 
gewesen. Daß das deutsche Handwerk wieder mehr 
und mehr zu Ehren kommt und die Anerkennung 
von Partei, Staat und Volk gefunden hat, ist nicht 
zum kleinsten euer Verdienst. 
Aber das Ziel ist noch lange nicht erreicht, und 
daher gilt es, mit noch größerer Zähigkeit, noch 
stärkerer Begeisterung, noch höherem Opfersinn 
weiterzuarbeiten, damit das Handwerk in sich ge 
sunde und sich nicht nur als notwendiges, sondern 
auch als wertvolles Glied in die Volksgemeinschaft 
einfüge. 
Wenn ich euch also zum Reichshandwerkertag 
nach Frankfurt a. M. rufe, so geschieht dies nicht, 
um ein Fest zu begehen, sondern zum Zwecke ern 
stester Arbeit. Zahlreich sind die Probleme, die noch 
von uns gestellt werden. Nun dann, wenn ein ein 
heitlicher Wille das gesamte Handwerk erfaßt und 
zur Tat vorwärts drängt, kann es uns gelingen, 
das große Werk zu vollbringen, zu dem wir beru 
fen sind. 
Der Leitspruch des diesjährigen Reichshand 
werkertages „Arbeit und Ehre" weist darauf hin, 
daß das deutsche Handwerk nur durch den Einsatz 
all seiner Kräfte und Fähigkeiten den Kampf mit 
dem Schicksal meistern wird, daß weiter die Arbeit 
nur dann von Segen sein kann, wenn sic aufs 
engste mit dem Ehrbegriff verbunden ist. 
schreitung oder Umgehung der noch eingangs er 
wähnten Anordnungen festgesetzten Preise oder 
Lieferbedingungen stattfindet. 
Steuertermins im Juni 
5. 6.: Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 31. Mai 
1986, falls die bis 15. Mai 1936 einbehaltenen 
Beträge 200 JUl nicht überstiegen haben, für 
die Zeit vom 1. bis 31. Mai 1936. — Abführung 
der Bürgerstener 1988 für Arbeitnehmer für die 
Lohnzahlungen vom 1. bis 15. Mai 1936 nur, 
wenn die abzuführende Bürgersteuer weniger 
als 200 JUl betrug oder die Abführung an aus 
wärtige Gemeinden erfolgen muß. 
10. 6.: Einkommen- und Körperschaftssteuerooraus- 
zahlungen. — Umsatzstcuervoranmcldungea und 
-Vorauszahlungen für Monatszahler. — 
Anmeldung der Beträge eingegangener Export 
valuten durch Exporteure an die Reichsbank. 
15. (14.) 6.: Werbeabgabe für Werbeeinnahmen im 
Mai. 
23. 6.: Fettsteuer für alle Fette außer Margarine, 
wenn Steuerschuld im April 1936 entstanden ist 
25. 6.: Fettsteucr für Margarine, wenn Steuerschuld 
im Mai 1936 entstanden ist. Bierstcuer, wenn die 
Steuerschuld im April 1986 entstanden ist. 
30. 6.: Anmeldung der Beträge eingegangener Ex 
portvaluten durch Exporteure an die zuständige 
Reichsstelle. — Zuckersteuer für Mai 1986. 
1. 7.: Inkrafttreten des neuen Urkundeusteucrge- 
setzes. 
Verbilligte Eintrittskarten 
zum VI. Weltgeslügelkongretz 
Besucher des VI. Weltgeflügelkongreffcs, der vom 
24. Juli bis 2. August d. I. in Leipzig stattfindet, 
können sich den Besuch dadurch verbilligen, daß sie 
schon jetzt die Eintrittskarten in Sammelbestellung 
vom Generalsekretariat des VI. Weltgeflttgelkon- 
gresses, Berlin W. 9, Voßstr. 17, anfordern. Die 
Bestellungen sind unter gleichzeitiger Einzahlung 
des Gegenwertes auf das Postscheckkonto des 
VI. Wcltgcflügelkongresses Leipzig 49489 aufzuge 
ben. Der verbilligte Eintritt bei Vorausbestellung 
bis zum 15. Juli beträgt statt 1 JlJl nur 0,75 JIM. 
Die Dauerkarten kosten bei Vorausbestellung an 
stelle von 5 JlJl nur 4 JUl. Es liegt im Interesse 
jedes Kleintierzüchters, von dieser Verbilligung 
Gebrauch zu macheu.
	        
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