»errett das gauze Laud erobern. Unsere Be
wegung wird in naher Zeit die Auflösung
^ Kammer erzwingen und dann mit der
ttt Parlament zurückkehren und
die Macht übernehmen."
In den Niederlanden zeigt sich — wie der
neutrale Haagsche Courant schreibt — eine
jtarfe Werbetätigkeit der sogenannten „Rechts-
nationalen". Man propagandiere in diesen
Kreisen die zeitweise Ausschaltung des Parla-
ments und die Durchdringung mit autoritären
Grundsätzen.
Dem Haagschen Blatt zufolge finden in Am
sterdam, Rotterdam und selbst im Haag fast
Sonntag für Sonntag „rechtsnationale" Ver-
sammlungen statt, und Propagandaaufrufe
überschwemmten das Land.
-rer Nationalsozialismus, wie wir ihn ken
nen und erleben, wird immer Deutschland vor-
behalten bleiben. Er ist keine Exportware.
Aoer Geist von seinem Geist strahlt — ohne
dag wir es wollen und anstreben — auch auf
andere Länder aus.
Vor der Aegierungsneubildung
»r ^ . .. ß Lelgien.
Judj der flämische Nationalistenführer und
der Führer der Rex-Bewegung vom König
empfangen.
-rölB. Brüssel, 28. Mai. Die jeder Regie
rungsbildung in Belgien vorausgehenden
Empfänge führender politischer und parlamen
tarischer Persönlichkeiten durch den König
haben am Mittwoch begonnen und sind am
Donnerstag fortgesetzt worden. Bemerkens
wert ist, daß zum ersten Mal in der Geschichte
Belgiens bei Besprechungen über die Regie
rungsbildung ein flämischer Nationalist, der
Führer des flämischen Nationalverbandes,
>«taf de Clercq, vom Staatsoberhaupt empfan
gen wurde. Große Beachtung hat in politi
schen Kreisen auch gesunden, daß der Führer
der Rex-Bewegung, Leon Degrelle, am Nach
mittag des Donnerstags beim König war.
Ieuļsch-ungarîsches Kulturabkommen
unterzeichnet.
DNB. Berlin, 28. Mai. Bon den Bevoll
mächtigten des Deutschen Reiches und des Kö
nigreichs Ungarns wurde am Donnerstagmit
tag im Arbeitszimmer des Reichserziehungs
ministers ein Abkommen über die geistige und
kulturelle Zusammenarbeit unterzeichnet.
In der Präambel des Abkommens heißt es:
„Der Führer und Kanzler des Deutschen
Reiches und seine Durchlaucht der Herr Ncichs-
verweser des Königreiches Ungarn, beseelt von
dem aufrichtigen Wunsch, die aus alter Tradi
tion erwachsenen wechselseitigen kulturellen
Verbindungen auf allen Gebieten zu vertie
fen, sowie den gegenseitigen Austausch der
kulturellen und geistigen Güter beider Na
tionen und damit das gegenseitige Verstehen
beider Völker nach Kräften zu fördern, haben
beschlossen, ein Abkommen über die geistige
und kulturelle Zusammenarbeit der beiden
Staaten abzuschließen." Als Bevollmächtigte
und Delegierte des Deutschen Reiches unter
zeichnen die Herren Reichsminister Rust und
Reichsminister Dr. Goebbels, für das König
reich Ungarn Seine Exzellenz der königl.-un-
garische Kultusminister Dr. Homan.
In Artikel 1 des außerordentlich umfang
reichen Abkommens erklären beide Regierun
gen, ihre besondere Aufmerksamkeit der Pflege
und Erhaltung der kulturellen und wissen
schaftlichen Einrichtungen, die der Förderung
der deutsch-ungarischen Beziehungen dienen,
zuzuwenden.
Italiens AnņSheŗnņgspolļtik
FtsliêN tmb England
er italieniicbe italienisch irwsi;m«;a . ....... .
8<m*o«,.28. Mai. Der italienische
Botschafter Grandi hatte am Donnerstagnach
mittag mit dem britischen Außenminister Eden
eine längere Unterredung. Die Tatsache die
ser Besprechung hat in Londoner politischen
Kreisen beträchtliches Aufsehen erregt, da es
sich um die erste Unterredung zwischen Grandi
Eden handelt, seitdem die Italiener in
Addis Abeba eingerückt sind.
In einem von dem „Daily Telegraph" vcr-
öffentlichten Jnterwiew seines diplomatischen
Mitarbeiters mit Mussolini unterstreicht der
Duce erneut seine Bereitwilligkeit, zu einer
Versöhnung mit England zu gelangen, wobei
er gleichfalls betont, daß Italien in dem
Augenblick, in dem die Sanktionen aufgehoben
würden, in die Reihen der „satten Staaten"
eintreten würde und niemand von ihm etwas
zu befürchten haben werde. Der Ausbau des
neuen italienischen Weltreiches, erklärte der
-^uce, würde Jahrzehnte n Anspruch nehmen,
uud die Behauptung, daß Italien andere
Machte bedrohe, entbehre jeder Berechtigung.
Italien habe Freunöschaftsverträge mit der
Türkei und Griechenland und sei entschlossen,
viese zu beachten. Was seine Politik in Alba
nien anlange, so diene diese lediglich der Auf
rechterhaltung der Unabhängigkeit dieses be
freundeten Staates. Andererseits aber könne
^tàn, solange die Sühnematznahmen in
Kraft blieben, nicht die Initiative zu einer
Regelung der Mittelmeerfrage ergreifen. Jta-
lien, sagte Mussolini, sei nicht nachtragend.
Hin weiteren Verlauf der Unterhaltung be-
şiŗltt. der Duce, daß Italien beabsichtige, in
Avesstmen eine Eingeborenenarmee aufzustel
len. Es verfüge über genügend Soldatenreser
ven und habe die Verwendung von Farbigen
weder in Afrika noch in Europa nötig. Er habe
sagte Mussolini weiter, wiederholt betont, daß
die englischen Interessen am Tanasee geachtet
werden würden. Nach seiner Auffassung könne
eme Einigung über diese Frage sehr bald er
zielt werden.
Hiermit ging der Duce auf das englisch
italienische Verhältnis ein und erklärte ein
leitend, daß die italienischen Streitkräfte in
Libyen, die im übrigen nicht so stark seien, wie
allgemein angenommen werde, in dem Augen
blick zurückgezogen werden würden, in dem
England seine Flottenverständigungen aus
dem Mittelmeer zurücknehme. Eine Wieder
annäherung zwischen England und Italien sei
nicht nur wünschenswert, sondern sogar not-
wendig. Er werde alles tun, was in seinen
Kräfte» stehe, um eine solche zu fördern.
. Die 4 Hauptpunkte der gegenwärtigen ita
lienischen Politik könnten wie folgt zusammen
gefaßt werden: 1. Sicherheit in Abessinien,
2. Sicherheit für die Verbindungen zwischen
Italien und Ostafrika, 3. Friede in Europa,
4. Wiederherstellung des moralischen Ansehens.
*
Englische Prcssestimmen.
DNB. London, 29. Mai. (Eig. Funkm.j Die
gestrige Unterredung zwischen Außenminister
Eden und dem Londoner italienischen Botschaf
ter Grandi wird von den Morgenblättern stark
beachtet. Sie weisen darauf hin, daß es sich um
die erste Besprechung zwischen den beiden
Staatsmännern seit der Besetzung von Addis
Abeba durch die Italiener handelt.
Der diplomatische Mitarbeit der „Times"
schreibt, in unterrichteten Kreisen sei man nicht
geneigt, dem Besuch eine übertriebene Bedeu
tung beizumessen. Er werde jedoch als eine Be
mühung ausgelegt, den Weg für eine Entspan
nung zu ebnen. Ter diplomatische Mitarbeiter
der „Daily Mail" schreibt, Grandi habe auf
Anweisung Mussolinis öem englischen Außen-
minister mitgeteilt, daß Italien die Freund-
fchast und Zusammenarbeit mit England wie
derherzustellen wünsche. Gleichzeitig habe er
erklärt, daß die Fortsetzung der Sühuemaß-
nahmen dieser Absicht ein Hindernis in den
Weg lege. Wenn die Sühnemaßnahmen wei
ter aufrechterhalten würden, müsse Italien
die Frage seiner Mitgliedschaft beim Völker-
bund und seiner Mitarbeit für eine europäische
lung guter Beziehungen mit Italien wünsche«
daß aber die Aushebung der Sühnemaßnahmen
eine Angelegenheit für den gesamten Völker
bund sei.
Der diplomatische Mitarbeiter des Daily
Herald will wissen, daß Grandi mitgeteilt
habe, Italien würde zur Eröffnung von Ver
handlungen über einen Pakt bereit sein, der
den Status quo im Mittelmeer garantieren
würde. Der Korespondent meldet ferner, daß
die auf den 16. Juni anberaumte Ratssitzung
vielleicht aufgeschoben werde, um Besprechun
gen mit Italien zu ermöglichen. Daily Ex
preß zufolge hat Grandi mitgeteilt, daß
Italien aus öem Völkerbund austreten wer
de, wenn die Sühnemaßnahmen nicht unver
züglich aufgehoben würden. Er habe im
übrigen mitgeteilt, daß Italien bereit sei, den
Engländern die umfassendsten Garantien in
bezug auf die englischen überseeischen Be
sitzungen zu geben.
*
Màr Besuch des BŞŞrs
mņ MheRtsp in Şngķêmd.
DNB. Berlin, 28. Mai. Botschafter von Rib-
bentrop startete am Donnerstag um 14 Uhr
vom Flughafen Tempelhof zu einem privaten
Aufenthalt nach England, wo er die Pfingsttage
auf Einladung eines Freundes auf dem
Lande verbringen wird.
„Daily Telegraph" schreibt, Lord London
derry habe von Ribbentrop zu einem Gegen
besuch zu seinem kttrzlichen Besuch in Deutsch
land eingeladen. Es sei vermutet worden, daß
Ribbentrop während seines Londoner Aufent
halts die Gelegenheit wahrnehmen werde, mit
der britischen Regierung die deutsche Antwort
ans den britischen Fragebogen zu erörtern.
Eine Bestätigung dieser Vermutungen sei je
doch nicht erhältlich.
Der diplomatische Mitarbeiter der „Mor-
ningpost" schreibt, von Ribbentrop werde keine
Ile Lage in MWina verschärft sich.
DNB. London, 29. Mai. (Eig. Funkm.)
illach einer Meldung aus Jerusalem nehmen
die Ausschreitungen ihren Fortgang. So
wurde die Begleitmannschaft eines jüdischen
Lebcnsmitteltransports von Tell Aviv nach
Jaffa mit Steinen beworfen. Die Polizei sah
sich gezwungen, von der Schußwaffe Gebrauch
zu machen. Der Laden in Jaffa, für den die
Lebensmittel bestimmt waren, wurde darauf
hin von den Aufrührern in Brand gesteckt.
Es ist bereits in Erwägung gezogen wor
den, weiteren Ausschreitungen 'mit 'Tränen
gasbomben zu begegnen. Vorläufig ist eine
solche Maßnahme lediglich in einer amtlichen
Verlautbarung angekündigt worden, in der
es heißt, daß Tränengasbomben in aus
reichendem Maße bereitgestellt worden seien.
Frauen und Kinder englischer Staatsan
gehörigkeit sind aus der Polizeikaserne in
Gaza nach dem Missionshospital in Sicherheit
gebracht worden.
Weitere englische „Hilfsstreitkräfte"
auf dem Wege nach Palästina.
Angesichts der unruhigen Lage in Palästina
ist ein weiteres britisches Bataillon von Kairo
nach Palästina entsandt worden. Nach einem
Bericht aus Haifa sollen neue englische Artil-
lcrietruppen herbeigeholt werden, um gegen
die bewaffneten Banden vorzugehen, die sich in
den Hügeln außerhalb der Städte versteckt
halten. Die gegenwärtige Stärke der britischen
Streitkräfte beträgt 6 Infanterie-Bataillone
und eine Kompagnie leichter Tanks und Pan
zerwagen.
40 Araberführer verbannt.
DNB. London, 28. Mai. Wie aus Jerusalem
berichtet wird, sind 40 Führer der Aufständi
schen aus ihrem bisherigen Tätigkeitsgebiet
in andere Städte ausgewiesen.
BerWMgung zur Beilegung
der Pmser Streifs.
-t9i33. Paris, 29. Mai. Die während des
ganzen Donnerstags geführten Verhandlun
gen zwischen der Regierung, den Arbeitgeber-
unö den Arbeitnehmerorganisationen haben
Ä" Tonnerstagabend zu einer grundsätzlichen
Verstandlgung geführt. Mün ist übereingekom-
men, daß am Freitagnachmittag unter Vorsitz
des Arbeitsministers zwischen den Arbeit
geber- und Arbeitnehmerorganisationen Ver
handlungen über den Abschluß eines kollekti
ven Arbeitsvertrages beginnen sollen. Die Ge
werkschaftsorganisation wird das grundsätz
liche Abkommen am Freitagvormittag den Ab
ordnungen der streikenden Fabrikarbeiter un
terbreiten.
Die Gruppe der Metallindustriellen hat den
Arbeitsminister wissen lassen, daß sie eine Ab
ordnung bereithält, um mit den Arbeitern
über deren Forderungen zu unterhandeln
unter der Bedingung, daß vorher die Arbeit
wieder aufgenommen werde. Die Arbeitgeber
haben weiter erklärt, daß sie wegen des Streiks
keine Strafmaßnahmen ergreifen werden.
*
Die am Dienstag in der Pariser Metall
industrie ausgebrochene Streikbewegung dau
ert an und hat weitere Unternehmen betroffen.
Die Streikbewegung umfaßt augenblicklich fast
sämtliche Flugzeugfabriken der Pariser Vor
städte. Auch bei Citroen drohen Teilstreiks
auszubrechen. Die Arbeiten am Ausstcllungs-
gelände am Trocadero sind ebenfalls am Mitt
woch eingestellt worden. In der Provinz ins
besondere in Toulouse, sind am Mittwoch auch
kleinere Streiks ausgebrochen.
In allen Fällen wird nach derselben Me
thode vorgegangen: Die Arbeiter begnügen sich
nicht mehr mit der Arbeitsniederlegung, son
dern sie halten die Fabrik- und Verwaltungs
räume Tag und Nacht besetzt. Die französische
Rechtspresse nennt diese Fabrikbesetzung den
ersten Versuch zur Bildung von Fabriksowjets.
Reaetttn^ in k«-,,, V FT I r 1 , “ mwewi, von mrvventrop werde keine
megetnng rn Erwägung ziehen. Eden habe sei- amtliche Fühlungnahme mit der britischen Wc*
^eiQeUajQi’iCicit, daß England zwar die Herfiel- gierung aufnehmen.
KormstļisRsftMà! m Iap6n.
Verhaftung hoher Beamter des Eisenbahn-
ministeriums.
Lokio, 28. Mai. Wegen Annahme von Be-
stechungsgeldern wurden am Donnerstag hohe
Beamte des Eisenbahnministeriums und der
Eisenbahndirektion Tokio verhaftet. Die Fest
nahmen haben in ganz Japan großes Auf
sehen erregt. Die Bestechungen erfolgten im
Zusammenhang mit der Vergebung der Bau
arbeiten an dem Tunnel zwischen Modschi
und Schimonoseki, der die südliche japanische
c\,er Kiuschiu mit der Hauptinsel Hondo ver
binden soll. Die Gelder für den Tunnelbau
sind bereits im Haushaltsplan eingesetzt. Mit
dem Vau sollte in der nächsten Zeit begonnen
werden.
Wsàle deutsche Mrhcheiļ in Memel.
Nach öem endgültigen Ergebnis der Stadt
verordnetenwahl der Stadt Memel verteilen
sich die die 40 Sitze wie folgt: Die memellän-
öische Gemeinschaftsliste erhielt 25, die vier
litauischen Listen zusammen 12 und die drei
Splitterlisten drei Abgeordnete. Der 12. Ab
geordnete zugunsten der litauischen Liste ergab
sich aus der Errechnung der Restzahlen.
* * *
ZmUMchn Im MMerhorugebiel.
Mailand, 28. Mai. Die Arbeiten an der
Drahtseilbahn im Gebiet des Matterhorns, die
im Herbst begannen und während des Win
ters durchgeführt wurden, gehen jetzt ihrem
Abschluß entgegen.
Politischer àezftWê vor» ftmte
Bei in Jugoslawien.
Warschau. Die „Gazeta Polska" erklärt zum
heutigen Besuch des polnischen Außenministers
Beck in Belgrad, daß die Reise Becks nach Bel
grad nicht nur einen Höflichkeitsakt bedeute,
sondern auch dazu beitragen solle, gemeinsame
Richtlinien für die weitere Arbeit zu finden.
— Auch ein Teil der Pariser Frühpresse be
schäftigt sich mit der Reise Becks nach Belgrad.
Das „Echo de Paris" und das „Journal" sind
mit diesem Besuch nicht zufrieden. Die beiden
Blätter weisen darauf hin, daß in erster Linie
die gleiche Einstellung zur sowjetrussischen Ge
fahr die Annäherung zwischen Warschau und
Belgrad bewirkt habe.
Der stellvertretende Generaldirektor der
Deutschen Reichsbahn, Pg. Wilhelm Klein
mann, feiert am Freitag seinen 60. Geburts
tag. Der Führer und Reichskanzler hat ihm
aus diesem Anlaß ein herzlich gehaltenes
Glückwunschtelegramm übersandt.
Der ungarische Kultusminister Dr. Homan
wurde am Donnerstag im Rahmen einer
feierlichen Kundgebung zum Ehrendoktor der
Philosophischen Fakultät der Berliner Uni
versität promoviert.
Persoualveränderungc» in der Kriegs
marine zum Skagerraktag. Der Führer und
Reichskanzler hat den Kapitän zur See Wolf
jErnstj, Leiter der Kriegsmarinedienststelle
Bremen, zum Konteradmiral befördert und
dem Kapitän zur See a. D. Goehle, zuletzt Ab
teilungsleiter im Reichskriegsministerium,
den Charakter als Konteradmiral verliehen.
Die Abendausgabe der in Turin erscheinen
den „Gazetta del Popolo" vom 26. ö. M., die
eine sensationell aufgemachte Landkarte über
angebliche deutsche Gcbictsansprüche in Europa
veröffentlicht hatte, ist auf Veranlassung des
italienischen Presse- und Propagandamiui-
steriums beschlagnahmt worden.
Ormsby-Gore zum englischen Kolonial-
minister ernannt. Zum Nachfolger des vor
kurzem zurückgetretenen Kolonialministers
Thomas wurde am Donnerstag der bisherige
Kommissar für öffentliche Arbeiten W. G. A.
Ormsby-Gore ernannt. Ormsby-Gore hat
bereits seit mehreren Jahren dem Kabinett
Baldwin als Kommissar für öffentliche Arbei
ten angehört und war bereits einmal Unter-
staatssekretär für die Kolonien.
Prinzessin Albrecht zu Schanmburg-Lippe
gestorben. Die amtliche Nachrichtenstelle mel
det aus Munderfing, Bezirk Braunau am
Inn, daß die Prinzessin Albrecht zu Schaum-
burg-Lippe, geborene Elsa Herzoain von
Württemberg, die am 1. März 1876 geboren
wurde und am 6. Mai 1897 den Prinzen Al
brecht heiratete, gestern um 6 Uhr abends
nach kurzer Krankheit gestorben ist. Die Bei
setzung findet in Munderfing am Sonnabend
statt.
Der Streik in den Madrider Eisfabriken.
Der bereits seit einigen Tagen in Madrid an
dauernde Streik in den Eisfabriken wirkt sich
I in der öffentlichen Nahrungsmittelversorgung
t fühlbar aus. In der Zentralmarkthalle
lagern 125 Tonnen Fische, die infolge Fehlens
von Eis verderben.
Vollstreckung eines Todesurteils. Am
28. Mai ist in Torgau der am 8. September
1902 geborene Oto Reichmeister hingerichtet
worden. Reichmeister, der durch Urteil des
Schwurgerichtes in Torgau am 3. Dezember
1936 wegen Mordes zum Tode und wegen
Sittlichkeitsverbrechen zu fünf Jahren Zucht
haus verurteilt worden war, hatte am
22. September 1936 ein 7jähriges Mädchen in
der Nähe von Zahna mißbraucht und dann
erdrosselt.
Türkischer Polizist in Jerusalem erschossen.
In der Altstadt von Jerusalem wurde ein
türkischer Polizist am Donnerstag von einem
noch unbekannten Täter erschossen.
Krönnngstag: Der 12. Mai 1937. In einem
feierlichen Krön rat wurde am Donnerstag
als Krönungstag des britischen Königs
Eduard VIII. Mittwoch, der 12. Mai 1937,
bestimmt. — Am Freitag werden die Wappen
herolde des Königs den Krönungstag feier
lich ausrufen.
Ein Hirsch bei Hoyer erlegt. Landmann
Fedder Hinrichsen aus Hoyer erlegte auf
seinem Jagdgelünöe östlich von Hoyer beim
Hofe Brink einen dreijährigen Rothirsch, der
aufgebrochen etwa 300 Pfund wog. Das Tier
ist anscheinend aus den Waldungen der Graf
schaft Frijsenborg bei Aarhus, wo Rot- und
Damwild gehalten wird, nach Noröschleswig
gewandert. Vor einigen Jahren wurde bei
Uberg ein Hirsch erlegt.
Verantwortlicher Hauptschriftleiter und Herausaever: Fer
dinand Möller.
Stellvertreter des Hauptschristleiters: Herbert Puhlmann-
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den ört
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den wirk-
fchaftlichen Teil: Dr. El. Bielfeldt; für den provtn-
gellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Bildverantwortliche: Ressortleiter.
Verantwortlicher «nze,genlei,er: Karl Jacobsen, Rendsvurg-
«erlag und Druck: Heinrich Möller Söhne. Rendsburg.
D--A- Schleswig-Holsteinische Landeszcitung (Rendsburg«»
Tageblatt - Hohenwestebter Zeitung / Die Landpost
Hanerau-Hodemarschen — Eüderbraruper Tageblatt),
D.-A. IV 86 13 764 Pl. Nr. 7.