SddeswLfy-Uolstdto
dramatischen Ereignissen bilden den Inhalt
des Filmes. Weniger das Thema als vielmehr
die großen schauspielerischen Leistungen ein
zelner Darsteller fesseln den Kinobesucher
und dringen ihn zum Erschauern. Sympathisch
und bezaubernd mimt Dorothea Wieck die
schöne Sängerin Julia, die bei ihrem Gastspiel
in Prag in echter Liebe zu dem „Student von
Prag" entflammt ist und ihn vor der Eifer
sucht des sie verfolgenden, von ihr abgelehnten
dämonischen Verehrers Dr. Carpis zu retten
versucht. Theodor Loos in der Rolle dieses
unheimlichen Menschen entwickelt ein großes
schauspielerisches Können. Bis an die Gren
zen des Irrsinns treibt er den jungen Stu
denten, der. von Adolf Wohlbrück meisterhaft
dargestellt, gehetzt von seinem verlorenen Spie
gelbild, an dem Zwiespalt seiner Empfindun
gen und Wünsche zugrunde geht. Die Darstel-
lungskuust Wohlbrücks macht selbst die un
wirklichsten Handlungen des Spiels zu packen
dem Erlebnis.
„Java am Alltag" ist der Titel des Kultur
films, der uns einen Tag auf der mit Natur
schätzen reich gesegueten, zu den holländischen
Besitzungen gehörenden Südseeinseln Java er
leben läßt. Interessant ist auch das übrige
Beiprogramm.
cFleàîenlriden^
Anttfmtctrfllnn trogen »f* t-dee Behandlung,
syauiauaiujiuy fef &ei langwierigsten Kuren.
*»»«« inch «>« HäSc» feine Hilse finden, dann jchreiden Sie mir.
ich gebe Ihnen gern kostenlos ein einfaches Mittel besannt. durch
»sicher schon Unzählige, auch bei Schupn-nstechte. von jahrelangen
Seiden, »şi in lt Tage» vollständig befrei! wnrden.
Heilve-Berteb. Max Müller, Görlitz sw 53, Schulstr.
fSrhlltl. i »; Apolh.)
Die Wetteransfichten snr Sonntag, den 81. Mai,
in Nordwestdeutschland: Mäßige Winde um Nord
west, meist stark bewölkt und zeitweilig aufheiternd,
Neigung zu leichten Schauern, auch tagsüber nur
mäßig warm.
Familientag Ratjen/Rathjen in Jnnien.
ur. Jnnien, 29. Mai. Die Obmänner der ein
zelnen Linien der Familien uyd des Sippen
verbandes Ratjen/Rathjen tagten am 24. d.
M. in Jnnien zur Vorbesprechung des am
7. Juni in Jnnien stattfindenden Familien
tages. Es wurden die Satzungen des Verban
des, die Herausgabe der Familiengeschichte,
einer Familienzeitung und einer Festschrift
zum Familientag besprochen. Man rechnet mit
einer zahlreichen Beteiligung, da etwa 50 Li
nien aus 8 Stämmen erforscht sind. In den
Verband können alle Träger des Namens
Ratjen/Rathjen (oder ähnlich geschrieben) und
ihre Nachkommen aus weiblicher Linie aufge
nommen werden, soweit sie ihre Abstammung
auf das Gebiet um Jnnien zurückführen kön
nen. Da um 1540 nur 3 Familien dieses Na
mens im Gebiet des Amtes Rendsburg vorzu
kommen scheinen, ist anzunehmen, daß alle
Ratjen sich auf diese drei Familien gründen
können. Jede Linie, die Anschluß an den
Verband sucht, hat ihren Abstammungsnach-
weis einzuliefern, der dann in der Familien
zeitung in kurzer Fassung veröffentlicht wer
den kann.
* * *
ur. Jnnien, 29. Mai. Standesamtliche Nach
richten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: Gemeinde Büken: Der Jungbauer
Hans Bintermann aus Wasbek mit der Bau
erntochter Helene Wilhelmine Hochstein in
Bökenerfeld.
vs. Wacken, 30. Mai. Beringter Storch tot
ansgefunden. Auf der hiesigen Feldmark wur
de ein beringter Storch tot ausgefunden. Der
Storch trug einen Ring mit Nr. „208 127 Vo
gelwarte Helgoland". Die Vogelwarte ist be
nachrichtigt und der Ring von der hiesigen
Volksschule nach dort eingesandt.
rs. Gribbohm, 80. Mai. Gribbohmer Gilde.
Wie alljährlich, findet wiederum am Montag,
dem 8. Juni, die Hebung der Beitrüge der
Heels Sdcemßede
hs. Gettorf, 28. Mai. Standesamtliche Nach
richten. Die Ehe wollen miteinander eingehen:
Landwirt Diedrich Fritz Jacobsen, Südensee,
und Helene Christine Schmidt, Gettorf. —
Räuchermeister Nikolaus Ernst Witt, Eckern
förde, und Rose Antje Struve, Gettorf. —
Landwirt Walter Wulf, Wisch, Kreis Plön,
und Dorothea Margarethe Plath, Gettorf.
Hceis Schleswig.
cs. Schleswig, 30. Mai. Bon einem Kraft-
wagen angefahren und schwer verletzt. Vor
der „Schleihalle" am Gottorser Damm wurde
am gestrigen Freitagvormittag, gegen 10 Uhr,
der Banklehrling I. aus Schleswig von einem
Personenkraftwagen angefahren und auf das
harte Straßenpflaster geschleudert. Der Lehr
ling, der mit seinem Fahrrad verschiedene
Besorgungen zu erledigen hatte, trug bei dem
Sturz schwere Verletzungen davon. Er wurde
sofort dem städtischen Krankenhause zugeführt.
— Ehrung eines Alt-Veteranen. Am gestrigen
Freitag feierte der Rentner Thomas Fried-
richsen seinen 88. Geburtstag. Der Jubilar,
der seinen Lebensabend bei seinen im „Wald
schlößchen" (Pulverholz) wohnenden Kindern
verbringt, gehört zu den wenigen in Schles-
Am 14. Juni 1936, also bereits in wenigen
Wochen veranstaltet das NSKK. — Motorbri
gade Nordmark — eine Orientierungs- und
Geländefahrt, durch unsere im frischen Grün
prangende Heimatprovinz.
Auch auf dieser zweiten großen motorsport-
lichen Veranstaltung des Jahres 1936 in der
Nordmark werden wieder die Fahrer des
NSKK., des DDAC., der drei Wehrmachtsteile,
der Schutzpolizei, der SS., der Motorsport
scharen der Hitler-Jugend und der SA. Ge
legenheit haben, um die ausgeschriebenen
Preise zu kämpfen. Wie der Name der Veran
staltung „300 Minuten durch Schleswig-Hol
stein" schon verrät, haben die Teilnehmer 300
Minuten Zeit, kreuz und quer durch Schleswig-
Holstein zu fahren, um hierbei eine Reihe von
verstreut liegenden Kontrollen anzusteuern.
Die Motorbrigade Nordmark hat, um die
Fahrt für die Anfänger im Geländesport nicht
zu schwer, für die erprobten Fahrer jedoch in
teressant zu gestalten, folgende Neuerungen
eingeführt: Die Fahrer können nach ihrer Wahl
an drei verschiedenen Standorten, und zwar
in Eutin, in Itzehoe oder in Schleswig starten.
Dies bedeutet, daß die Teilnehmer, die aus
allen Orten unserer langgestreckten Provinz
kommen, sich einen möglichst kurzen Anmarsch-
iveg bis zum Start aussuchen können.
Gribbohmer Medardus-Gilde in Karstens
Gasthof statt. Der Beitrag beträgt in diesem
Jahre in Klasse 1 5 Rpfg., in Klasse 2 lO Rpfg.
und Klasse 3 15 Rpfg. a 100 &jH Versicherungs
summe einschl. Versicherungssteuer.
Beim Kindervergnüge» der Hanerauer
Schule wurde in der 1. Abteilung beim Rad
ringstechen Heinz Lakatsch König und beim
Ballwerfen Herta Butenschön Königin. Inder
2. Abteilung beim Steckenpferd-Ringreiten
wurde Heinrich Tackmann König und beim
Fischstechen Wiebke Jebens Königin. Ferner
waren Eierlaufen und Tauziehen und am
Nachmittag Aufführungen von Reigen und
Singen von Frühlings- und Wanderliedern
mit der Feier verbunden, (s.)
Auf der Suche nach dem Viehstecher.
Jnnien, 30. Mai. Die Landeskriminal
polizei Kiel teilt mit: Wie bereits gemeldet,
wurden am 24. Mai in Jnnien zwei Kühe des
Bauern Beym durch einen bisher unbekann
ten Mann angestochen. Eine Kuh verendete.
Wahrscheinlich handelt es sich um denselben
Mann, der bereits früher als Pserdestecher
aufgetreten ist. In Jnnien ist zur Zeit der
Tat unweit des Tatortes ein Radfahrer be
obachtet worden, der sich nach dem Wege nach
Bargfeld erkundigte. Dieser Radfahrer, der
aus Richtung Homfeld kam, wird wie folgt
beschrieben: 1,75 Meter groß, schlank, bartlos
und etwa dreißig Jahre alt. Das ganze Gesicht
hatte der Mann voller Pickel. Bekleidet war
der Unbekannte mit einem dunkelbraunen
Anzug (lange Hose), dunklem Hut, braunen
Halbschuhcn und weißer Wäsche. Sollte der
soeben beschriebene Radfahrer mit der Tat
nichts zu tun haben, so wird er gebeten, sich
bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden,
damit unnötige Fahndungen vermieden wer
den. In diesem Zusammenhange wird unter
Hinweis auf die ausgesetzte Belohnung noch
mals die Bevölkerung zur regsten Mitarbeit
aufgefordert. Vertrauliche Behandlung aller
Meldungen wird zugesichert.
wig noch lebenden Kampfgenossen von 1870-71.
Er erfreut sich einer guten Gesundheit und
arbeitet jetzt noch jeden Tag im Garten. An
seinem Ehrentage brachte die Musikkapelle der
Fliegerersatzabteilung 16 (Schleswig-See)
unter der Leitung von Obermusikmeister Hart
mann ihm ein Ständchen.
Aus StapelUolm
T. Friedrichstadt, 30. Mai. Deich schau. Am
Donnerstag fand die diesjährige Frühjahrs
deichschau in den Kreisen Schleswig und Nor
derdithmarschen von der Eiderabdämmung bis
Friedrichstadt statt, an der Oberdeichgras Land
rat Hamkens, Deichbaumeister Kiehn, Rends
burg, Deichhauptmann Sievers. Elsdorf, Deich
graf Möller, Nübbel. Deichgraf Carstens,
Delve, und Deichgraf Paulsen, Drage, teil
nahmen. Die Deiche befanden sich in gutem
Zustande. Nach der Deichschau fand eine Be
sichtigung der Eiderabdämmung und des Spül
feldes im Drager Moor statt.
Aus Heels Husum.
Tödlicher Betriebsunfall in einer Kiesgrube.
Husum, 29. Mai. In der Sand- und Kies
grube Steinberg bei Ahrenshöft im Kreise
Husum ereignete sich am Donnerstagnachmit-
Jn dem zwischen diesen drei Standorten lie
genden Dreieck einschließlich der Ostseeküste
liegen die anzufahrenden etwa 15 bis 16 Kon
trollen. Diese Kontrollen sind je nach ihrer
Zugänglichkeit und Entfernung vom Standort
mit Gutpunkten in verschiedener Höhe bedacht.
Die Aufgabe der Fahrer besteht darin, durch
Anfahren möglichst vieler, mit reichlichen Gut
punkten bedachter Kontrollen die beste Gut
punktziffer zu erzielen. Die Wertung der Fah
rer erfolgt getrennt nach ihren Standorten
und getrennt nach Klaffen. Wer in seiner Klasse
von einem bestimmten Standort aus die höch
ste Gutpunktziffer erreicht, erhält die Goldene
Plakette und mit ihm alle diejenigen Fahrer
derselben Klaffe, die mindestens 95 Proz. dieser
Gutpunkte herausgefahren haben.
Wer mindestens 75 Proz. der höchsten Gut
punktziffer erreicht, erhält die Silberne Pla
kette, und wer mindestens 60 Proz. geschafft
hat, bekommt die Eiserne Plakette.
Alle 15 oder 16 Kontrollen kann kein Fahrer
innerhalb der vorgeschriebenen Zeit von 300
Minuten schaffen, auch dann nicht, wenn er die
Karenzzeit von 30 Minuten zu Hilfe nimmt.
Drei Minuten Verspätung über die vorge
schriebene Zeit von 300 Minuten hinaus sind
straspunktfrei. Jede weitere Minute kostet aber
drei Schlechtpunkte. Da die Kontrollen höch
stens 15 Glanzpunkte einbringen, läßt sich also
sehr leicht ausrechnen, daß es nicht lohnt, zehn
Minuten zu spät zu kommen, um noch eine
Kontrolle mitzunehmen. Die Fahrer werden
also die vorgeschriebene Fahrzeit innehalten
müssen und sich genau ausrechnen müssen, wie
viel Kontrollen sie in dieser Zeit schaffen kön
nen.
Im Durchschnitt werden neun bis zehn Kon
trollen von jedem Startpunkt aus angefahren
werden können, und es handelt sich nur darum,
die richtigen auszusuchen. Hierfür stehen jedem
Fahrer die letzten 60 Minuten vor dem Start
zur Verfügung. Eine Stunde von der Start
zeit bekommt er seine Kontrollkarte und eine
Kartenskizze, auf der die Kontrollpunkte nach
ihrer Lage erkennbar sind und aus der die
Höhe der Gutpunkte, die jede Kontrolle ein
bringt, ersichtlich ist. Der Fahrer wird dann
auf seiner Karte zunächst einmal sich die Strecke
und die Reihenfolge, in der er die Kontroll
punkte anfahren will, zurechtlegen. Da sämt
liche Kontrollpunkte auf der maßgeblichen
Continental-Straßenkarte Nr. 3/4 verzeichnet
sein müssen, ist die Gewähr gegeben, daß die
Kontrollpunkte immer über fahrbare Straßen
erreichbar sind.
Die Fahrzeuge brauchen also nicht durchs
Gelände, so daß niemand Sorge zu haben
braucht, sein Fahrzeug bei der Fahrt zu schä
digen oder gar aufs Spiel zu setzen. Nicht die
Beanspruchung des Fahrzeuges, sondern die
Beanspruchung der Entschlußkraft, des Denk
vermögens und der Findigkeit des Führers ist
der Inhalt dieser Prüfung.
300 Minuten nach dem Start, der an den
drei Startorten um 8 Uhr morgens beginnt,
treffen die Fahrer auf dem gemeinsamen Ziel
aus dem Blücherplatz in Kiel ein.
Die ersten Fahrer sind also um 13 Uhr in
Kiel zu erwarten. Im Anschluß an die Fahrt
werden die Fahrer auf Kosten der Motorbri
gade Nordmark verpflegt. Ucbrigens ist auch
an den drei Startorten ein Morgenimbiß für
die Fahrer vorgesehen.
Die Preisverteilung soll nach Möglichkeit am
selben Tage in Kiel im Nahmen eines Kame-
radschaftsabends statfinden, für den der Schloß
hof in der Holtenauer Straße vorgesehen ist.
Aus UoUenwesbedt, Heutuau-MademacscUen
und Umgegend
ZWMmuten durch Schleswig-Holstein
Große Geländefahrt des NSKK.
lag ein tödlicher Unglücksfall. Während de<
Arbeit wurde der Arbeiter Martin Broderftü
von herabstürzenden Sandmassen verschüttet.
Da Brodersen allein in der Grube arbeitete,
wurde der Unfall erst bemerkt, als man iürü
den Kaffee zur Arbeitsstelle bringen wollte.
Der Verunglückte konnte nur noch als Leidst
geborgen werden.
Aus Hôcdļtiesicutd
mo. Jnse! Sylt, 29. Mai. Der Hornfischfang
vor der Hörnumcr Brücke war in dieser«
Jahre besonders gut. Auch gestern konnten in
einigen Zügen mehrere hundert Pfund an
Land gebracht werden. Insgesamt dürften
wohl mehrere tausend Pfund erbeutet worden
sein.
1/OfH tfUUdmcken
Die Strandung des Fischkutters
„Ma. 17" vor Schleimiinde.
eg. Flensburg, 29. Mai. Das Flensburger
Seeamt verhandelte heute über die Strandung
des Fischkutters „Ma. 17" am 16. Februar vor
Schleimünde. Das Schiff befand sich auf der
Fahrt von Kiek nach Maasholm, und in der
Bucht von Eckernförde kam ein starker Wind
auf, der immer stärker wurde, se mehr es nach
dem Heimathafen kam. Vor der Schleimün
dung ging eine Sturzwelle über das Schiss,
das bei Südoststurm über die im Wasser lie
genden Findlinge auf die Seemole geworfen
wurde. Ein Mann der Besatzung flog über
Bord zwischen die Findlinge. Abschleppver
suche waren ohne Erfolg, da der Sturm immer
stärker wurde. Nach 2 Tagen war das Schift
total verloren, und der Eigner des Schiffes,
Schisser Peter Heinrich Laß in Maasholm, hat
dadurch einen Schaden von 3023 fftJl erlitten.
In Uebereinstimmung mit dem Reichskommis-
sar füllte das Seeamt folgenden Spruch: AM
15. Februar ist in der Ostsee das Fischereifahr
zeug „Ma. 17" bei heftigem Sturm auf die Süd
mole von Schleimünde geworfen u. vernichtet
worden. Der Unfall ist auf das Versagen des
Motors und den Sturm zurückzuführen. Das
Verlassen des gestrandeten Bootes war berech
tigt. Die von der Besatzung nach der Stran
dung getroffenen Maßnahmen waren richtig-
Alt-Vlöcdsddeswig
Ein Denkmal für H. P. Hanssen.
Ministerpräsident Stauning äußerte sich
„Politiken" gegenüber, im Ministerium herr
sche volle Uebereinstimmung, daß der dänische
Staat H. P. Haussen ein würdiges Denkmal
errichte. Im Ministerrat sind zwei Plätze für
das Denkmal genannt worden: Apenrade und
die Düppelhöhe. — „Politiken" meldet ferner,
daß die Regierung bei der Trauerfeier für
H. P. Haussen am Sonnabend in Apenrade
durch Ministerpräsident Stauning, Innen
minister Dahlgaarü und Unterrichtsminister
Jörgensen vertreten sein wird.
Die Vertreibung der Familie Andrese«
von Almstruphof.
Am Donnerstag wurde die Familie An-
drescn durch die dänische Staatsgewalt von
ihrem Familiensitz Almstruphof bei Tingleff
gewaltsam entfernt. Der Richter und der
Polizeimeister aus Apenrade sowie Direktor'
Hammerich aus Tondern erschienen dazu rnU
einer Schutzwache von vier schwerbewaffneten
Polizisten. Jes Andresen saß ans einem Stuhl
und weigerte sich, freiwillig seinen Familien
sitz zu verlassen. So erlebte man das Schau
spiel, daß er von den Polizisten mit dcM
Stuhl hochgehoben und buchstäblich hinaus-"
gesetzt wurde. Die Möbel wurden auch von
den Polizisten auf einen Lastkraftwagen 8^
packt. Dann fuhr man damit nach Tingleff,
wo die Polizei eine Wohnung für die Familie
Andresen beschafft hatte.
Jlcutdsckaļl Angeln
94. Geburtstag. Am 29. Mai konnte die
Altenteilerin Witwe Margaretha Thomseff,
Füsingfeld, ihren 94. Geburtstag feiern. Die
alte Dame ist noch ziemlich rüstig und rege
und mag noch sehr gern missen, was in dee
Umgegend passiert. Sie hat noch in ihreR
hohen Alter immer fleißig Handarbeiten g^
macht. Die Eheleute Thomsen sind reichliff,
60 Jahre Besitzer der Bauernstelle BrubeG
gewesen. Chr. Thomsen ist bald nach den
Weltkriege gestorben. Er war langjährig^
Gemeindevorsteher der Gemeinde Füsing »n
bekleidete mehrere Ehrenämter. — Auch ivii
die Witwe Chr. Petersen in Füsiug şş
31. Mai 80 Jahre alt.
Aus DiiUmaescUen
Der Stand der Arbeiten bei der Eider
abdämmung.
mm. Lexfähre, 28. Mai. Beim Zwischensta^
der Eiderabdämmung Lexfähre entsteigt de»
Schornstein des Baggers „Achilles" dick^
schwarzer Rauch von morgens um 4 Uhr "s
abends um 9 Uhr. Noch einige Tage, dann ü
die Arbeit geschafft und die neue BerbindffŞ
ist hergestellt. Die Spülfelder, die eigens '
für eingedeicht worden waren, sind mit eine
schlickig-moorigen Erdmasse angefüllt und na^
etlichen Jahren wird hier ein schönes ŞU