Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

SddeswLfy-Uolstdto 
dramatischen Ereignissen bilden den Inhalt 
des Filmes. Weniger das Thema als vielmehr 
die großen schauspielerischen Leistungen ein 
zelner Darsteller fesseln den Kinobesucher 
und dringen ihn zum Erschauern. Sympathisch 
und bezaubernd mimt Dorothea Wieck die 
schöne Sängerin Julia, die bei ihrem Gastspiel 
in Prag in echter Liebe zu dem „Student von 
Prag" entflammt ist und ihn vor der Eifer 
sucht des sie verfolgenden, von ihr abgelehnten 
dämonischen Verehrers Dr. Carpis zu retten 
versucht. Theodor Loos in der Rolle dieses 
unheimlichen Menschen entwickelt ein großes 
schauspielerisches Können. Bis an die Gren 
zen des Irrsinns treibt er den jungen Stu 
denten, der. von Adolf Wohlbrück meisterhaft 
dargestellt, gehetzt von seinem verlorenen Spie 
gelbild, an dem Zwiespalt seiner Empfindun 
gen und Wünsche zugrunde geht. Die Darstel- 
lungskuust Wohlbrücks macht selbst die un 
wirklichsten Handlungen des Spiels zu packen 
dem Erlebnis. 
„Java am Alltag" ist der Titel des Kultur 
films, der uns einen Tag auf der mit Natur 
schätzen reich gesegueten, zu den holländischen 
Besitzungen gehörenden Südseeinseln Java er 
leben läßt. Interessant ist auch das übrige 
Beiprogramm. 
cFleàîenlriden^ 
Anttfmtctrfllnn trogen »f* t-dee Behandlung, 
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Heilve-Berteb. Max Müller, Görlitz sw 53, Schulstr. 
fSrhlltl. i »; Apolh.) 
Die Wetteransfichten snr Sonntag, den 81. Mai, 
in Nordwestdeutschland: Mäßige Winde um Nord 
west, meist stark bewölkt und zeitweilig aufheiternd, 
Neigung zu leichten Schauern, auch tagsüber nur 
mäßig warm. 
Familientag Ratjen/Rathjen in Jnnien. 
ur. Jnnien, 29. Mai. Die Obmänner der ein 
zelnen Linien der Familien uyd des Sippen 
verbandes Ratjen/Rathjen tagten am 24. d. 
M. in Jnnien zur Vorbesprechung des am 
7. Juni in Jnnien stattfindenden Familien 
tages. Es wurden die Satzungen des Verban 
des, die Herausgabe der Familiengeschichte, 
einer Familienzeitung und einer Festschrift 
zum Familientag besprochen. Man rechnet mit 
einer zahlreichen Beteiligung, da etwa 50 Li 
nien aus 8 Stämmen erforscht sind. In den 
Verband können alle Träger des Namens 
Ratjen/Rathjen (oder ähnlich geschrieben) und 
ihre Nachkommen aus weiblicher Linie aufge 
nommen werden, soweit sie ihre Abstammung 
auf das Gebiet um Jnnien zurückführen kön 
nen. Da um 1540 nur 3 Familien dieses Na 
mens im Gebiet des Amtes Rendsburg vorzu 
kommen scheinen, ist anzunehmen, daß alle 
Ratjen sich auf diese drei Familien gründen 
können. Jede Linie, die Anschluß an den 
Verband sucht, hat ihren Abstammungsnach- 
weis einzuliefern, der dann in der Familien 
zeitung in kurzer Fassung veröffentlicht wer 
den kann. 
* * * 
ur. Jnnien, 29. Mai. Standesamtliche Nach 
richten. Die Ehe wollen miteinander ein 
gehen: Gemeinde Büken: Der Jungbauer 
Hans Bintermann aus Wasbek mit der Bau 
erntochter Helene Wilhelmine Hochstein in 
Bökenerfeld. 
vs. Wacken, 30. Mai. Beringter Storch tot 
ansgefunden. Auf der hiesigen Feldmark wur 
de ein beringter Storch tot ausgefunden. Der 
Storch trug einen Ring mit Nr. „208 127 Vo 
gelwarte Helgoland". Die Vogelwarte ist be 
nachrichtigt und der Ring von der hiesigen 
Volksschule nach dort eingesandt. 
rs. Gribbohm, 80. Mai. Gribbohmer Gilde. 
Wie alljährlich, findet wiederum am Montag, 
dem 8. Juni, die Hebung der Beitrüge der 
Heels Sdcemßede 
hs. Gettorf, 28. Mai. Standesamtliche Nach 
richten. Die Ehe wollen miteinander eingehen: 
Landwirt Diedrich Fritz Jacobsen, Südensee, 
und Helene Christine Schmidt, Gettorf. — 
Räuchermeister Nikolaus Ernst Witt, Eckern 
förde, und Rose Antje Struve, Gettorf. — 
Landwirt Walter Wulf, Wisch, Kreis Plön, 
und Dorothea Margarethe Plath, Gettorf. 
Hceis Schleswig. 
cs. Schleswig, 30. Mai. Bon einem Kraft- 
wagen angefahren und schwer verletzt. Vor 
der „Schleihalle" am Gottorser Damm wurde 
am gestrigen Freitagvormittag, gegen 10 Uhr, 
der Banklehrling I. aus Schleswig von einem 
Personenkraftwagen angefahren und auf das 
harte Straßenpflaster geschleudert. Der Lehr 
ling, der mit seinem Fahrrad verschiedene 
Besorgungen zu erledigen hatte, trug bei dem 
Sturz schwere Verletzungen davon. Er wurde 
sofort dem städtischen Krankenhause zugeführt. 
— Ehrung eines Alt-Veteranen. Am gestrigen 
Freitag feierte der Rentner Thomas Fried- 
richsen seinen 88. Geburtstag. Der Jubilar, 
der seinen Lebensabend bei seinen im „Wald 
schlößchen" (Pulverholz) wohnenden Kindern 
verbringt, gehört zu den wenigen in Schles- 
Am 14. Juni 1936, also bereits in wenigen 
Wochen veranstaltet das NSKK. — Motorbri 
gade Nordmark — eine Orientierungs- und 
Geländefahrt, durch unsere im frischen Grün 
prangende Heimatprovinz. 
Auch auf dieser zweiten großen motorsport- 
lichen Veranstaltung des Jahres 1936 in der 
Nordmark werden wieder die Fahrer des 
NSKK., des DDAC., der drei Wehrmachtsteile, 
der Schutzpolizei, der SS., der Motorsport 
scharen der Hitler-Jugend und der SA. Ge 
legenheit haben, um die ausgeschriebenen 
Preise zu kämpfen. Wie der Name der Veran 
staltung „300 Minuten durch Schleswig-Hol 
stein" schon verrät, haben die Teilnehmer 300 
Minuten Zeit, kreuz und quer durch Schleswig- 
Holstein zu fahren, um hierbei eine Reihe von 
verstreut liegenden Kontrollen anzusteuern. 
Die Motorbrigade Nordmark hat, um die 
Fahrt für die Anfänger im Geländesport nicht 
zu schwer, für die erprobten Fahrer jedoch in 
teressant zu gestalten, folgende Neuerungen 
eingeführt: Die Fahrer können nach ihrer Wahl 
an drei verschiedenen Standorten, und zwar 
in Eutin, in Itzehoe oder in Schleswig starten. 
Dies bedeutet, daß die Teilnehmer, die aus 
allen Orten unserer langgestreckten Provinz 
kommen, sich einen möglichst kurzen Anmarsch- 
iveg bis zum Start aussuchen können. 
Gribbohmer Medardus-Gilde in Karstens 
Gasthof statt. Der Beitrag beträgt in diesem 
Jahre in Klasse 1 5 Rpfg., in Klasse 2 lO Rpfg. 
und Klasse 3 15 Rpfg. a 100 &jH Versicherungs 
summe einschl. Versicherungssteuer. 
Beim Kindervergnüge» der Hanerauer 
Schule wurde in der 1. Abteilung beim Rad 
ringstechen Heinz Lakatsch König und beim 
Ballwerfen Herta Butenschön Königin. Inder 
2. Abteilung beim Steckenpferd-Ringreiten 
wurde Heinrich Tackmann König und beim 
Fischstechen Wiebke Jebens Königin. Ferner 
waren Eierlaufen und Tauziehen und am 
Nachmittag Aufführungen von Reigen und 
Singen von Frühlings- und Wanderliedern 
mit der Feier verbunden, (s.) 
Auf der Suche nach dem Viehstecher. 
Jnnien, 30. Mai. Die Landeskriminal 
polizei Kiel teilt mit: Wie bereits gemeldet, 
wurden am 24. Mai in Jnnien zwei Kühe des 
Bauern Beym durch einen bisher unbekann 
ten Mann angestochen. Eine Kuh verendete. 
Wahrscheinlich handelt es sich um denselben 
Mann, der bereits früher als Pserdestecher 
aufgetreten ist. In Jnnien ist zur Zeit der 
Tat unweit des Tatortes ein Radfahrer be 
obachtet worden, der sich nach dem Wege nach 
Bargfeld erkundigte. Dieser Radfahrer, der 
aus Richtung Homfeld kam, wird wie folgt 
beschrieben: 1,75 Meter groß, schlank, bartlos 
und etwa dreißig Jahre alt. Das ganze Gesicht 
hatte der Mann voller Pickel. Bekleidet war 
der Unbekannte mit einem dunkelbraunen 
Anzug (lange Hose), dunklem Hut, braunen 
Halbschuhcn und weißer Wäsche. Sollte der 
soeben beschriebene Radfahrer mit der Tat 
nichts zu tun haben, so wird er gebeten, sich 
bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden, 
damit unnötige Fahndungen vermieden wer 
den. In diesem Zusammenhange wird unter 
Hinweis auf die ausgesetzte Belohnung noch 
mals die Bevölkerung zur regsten Mitarbeit 
aufgefordert. Vertrauliche Behandlung aller 
Meldungen wird zugesichert. 
wig noch lebenden Kampfgenossen von 1870-71. 
Er erfreut sich einer guten Gesundheit und 
arbeitet jetzt noch jeden Tag im Garten. An 
seinem Ehrentage brachte die Musikkapelle der 
Fliegerersatzabteilung 16 (Schleswig-See) 
unter der Leitung von Obermusikmeister Hart 
mann ihm ein Ständchen. 
Aus StapelUolm 
T. Friedrichstadt, 30. Mai. Deich schau. Am 
Donnerstag fand die diesjährige Frühjahrs 
deichschau in den Kreisen Schleswig und Nor 
derdithmarschen von der Eiderabdämmung bis 
Friedrichstadt statt, an der Oberdeichgras Land 
rat Hamkens, Deichbaumeister Kiehn, Rends 
burg, Deichhauptmann Sievers. Elsdorf, Deich 
graf Möller, Nübbel. Deichgraf Carstens, 
Delve, und Deichgraf Paulsen, Drage, teil 
nahmen. Die Deiche befanden sich in gutem 
Zustande. Nach der Deichschau fand eine Be 
sichtigung der Eiderabdämmung und des Spül 
feldes im Drager Moor statt. 
Aus Heels Husum. 
Tödlicher Betriebsunfall in einer Kiesgrube. 
Husum, 29. Mai. In der Sand- und Kies 
grube Steinberg bei Ahrenshöft im Kreise 
Husum ereignete sich am Donnerstagnachmit- 
Jn dem zwischen diesen drei Standorten lie 
genden Dreieck einschließlich der Ostseeküste 
liegen die anzufahrenden etwa 15 bis 16 Kon 
trollen. Diese Kontrollen sind je nach ihrer 
Zugänglichkeit und Entfernung vom Standort 
mit Gutpunkten in verschiedener Höhe bedacht. 
Die Aufgabe der Fahrer besteht darin, durch 
Anfahren möglichst vieler, mit reichlichen Gut 
punkten bedachter Kontrollen die beste Gut 
punktziffer zu erzielen. Die Wertung der Fah 
rer erfolgt getrennt nach ihren Standorten 
und getrennt nach Klaffen. Wer in seiner Klasse 
von einem bestimmten Standort aus die höch 
ste Gutpunktziffer erreicht, erhält die Goldene 
Plakette und mit ihm alle diejenigen Fahrer 
derselben Klaffe, die mindestens 95 Proz. dieser 
Gutpunkte herausgefahren haben. 
Wer mindestens 75 Proz. der höchsten Gut 
punktziffer erreicht, erhält die Silberne Pla 
kette, und wer mindestens 60 Proz. geschafft 
hat, bekommt die Eiserne Plakette. 
Alle 15 oder 16 Kontrollen kann kein Fahrer 
innerhalb der vorgeschriebenen Zeit von 300 
Minuten schaffen, auch dann nicht, wenn er die 
Karenzzeit von 30 Minuten zu Hilfe nimmt. 
Drei Minuten Verspätung über die vorge 
schriebene Zeit von 300 Minuten hinaus sind 
straspunktfrei. Jede weitere Minute kostet aber 
drei Schlechtpunkte. Da die Kontrollen höch 
stens 15 Glanzpunkte einbringen, läßt sich also 
sehr leicht ausrechnen, daß es nicht lohnt, zehn 
Minuten zu spät zu kommen, um noch eine 
Kontrolle mitzunehmen. Die Fahrer werden 
also die vorgeschriebene Fahrzeit innehalten 
müssen und sich genau ausrechnen müssen, wie 
viel Kontrollen sie in dieser Zeit schaffen kön 
nen. 
Im Durchschnitt werden neun bis zehn Kon 
trollen von jedem Startpunkt aus angefahren 
werden können, und es handelt sich nur darum, 
die richtigen auszusuchen. Hierfür stehen jedem 
Fahrer die letzten 60 Minuten vor dem Start 
zur Verfügung. Eine Stunde von der Start 
zeit bekommt er seine Kontrollkarte und eine 
Kartenskizze, auf der die Kontrollpunkte nach 
ihrer Lage erkennbar sind und aus der die 
Höhe der Gutpunkte, die jede Kontrolle ein 
bringt, ersichtlich ist. Der Fahrer wird dann 
auf seiner Karte zunächst einmal sich die Strecke 
und die Reihenfolge, in der er die Kontroll 
punkte anfahren will, zurechtlegen. Da sämt 
liche Kontrollpunkte auf der maßgeblichen 
Continental-Straßenkarte Nr. 3/4 verzeichnet 
sein müssen, ist die Gewähr gegeben, daß die 
Kontrollpunkte immer über fahrbare Straßen 
erreichbar sind. 
Die Fahrzeuge brauchen also nicht durchs 
Gelände, so daß niemand Sorge zu haben 
braucht, sein Fahrzeug bei der Fahrt zu schä 
digen oder gar aufs Spiel zu setzen. Nicht die 
Beanspruchung des Fahrzeuges, sondern die 
Beanspruchung der Entschlußkraft, des Denk 
vermögens und der Findigkeit des Führers ist 
der Inhalt dieser Prüfung. 
300 Minuten nach dem Start, der an den 
drei Startorten um 8 Uhr morgens beginnt, 
treffen die Fahrer auf dem gemeinsamen Ziel 
aus dem Blücherplatz in Kiel ein. 
Die ersten Fahrer sind also um 13 Uhr in 
Kiel zu erwarten. Im Anschluß an die Fahrt 
werden die Fahrer auf Kosten der Motorbri 
gade Nordmark verpflegt. Ucbrigens ist auch 
an den drei Startorten ein Morgenimbiß für 
die Fahrer vorgesehen. 
Die Preisverteilung soll nach Möglichkeit am 
selben Tage in Kiel im Nahmen eines Kame- 
radschaftsabends statfinden, für den der Schloß 
hof in der Holtenauer Straße vorgesehen ist. 
Aus UoUenwesbedt, Heutuau-MademacscUen 
und Umgegend 
ZWMmuten durch Schleswig-Holstein 
Große Geländefahrt des NSKK. 
lag ein tödlicher Unglücksfall. Während de< 
Arbeit wurde der Arbeiter Martin Broderftü 
von herabstürzenden Sandmassen verschüttet. 
Da Brodersen allein in der Grube arbeitete, 
wurde der Unfall erst bemerkt, als man iürü 
den Kaffee zur Arbeitsstelle bringen wollte. 
Der Verunglückte konnte nur noch als Leidst 
geborgen werden. 
Aus Hôcdļtiesicutd 
mo. Jnse! Sylt, 29. Mai. Der Hornfischfang 
vor der Hörnumcr Brücke war in dieser« 
Jahre besonders gut. Auch gestern konnten in 
einigen Zügen mehrere hundert Pfund an 
Land gebracht werden. Insgesamt dürften 
wohl mehrere tausend Pfund erbeutet worden 
sein. 
1/OfH tfUUdmcken 
Die Strandung des Fischkutters 
„Ma. 17" vor Schleimiinde. 
eg. Flensburg, 29. Mai. Das Flensburger 
Seeamt verhandelte heute über die Strandung 
des Fischkutters „Ma. 17" am 16. Februar vor 
Schleimünde. Das Schiff befand sich auf der 
Fahrt von Kiek nach Maasholm, und in der 
Bucht von Eckernförde kam ein starker Wind 
auf, der immer stärker wurde, se mehr es nach 
dem Heimathafen kam. Vor der Schleimün 
dung ging eine Sturzwelle über das Schiss, 
das bei Südoststurm über die im Wasser lie 
genden Findlinge auf die Seemole geworfen 
wurde. Ein Mann der Besatzung flog über 
Bord zwischen die Findlinge. Abschleppver 
suche waren ohne Erfolg, da der Sturm immer 
stärker wurde. Nach 2 Tagen war das Schift 
total verloren, und der Eigner des Schiffes, 
Schisser Peter Heinrich Laß in Maasholm, hat 
dadurch einen Schaden von 3023 fftJl erlitten. 
In Uebereinstimmung mit dem Reichskommis- 
sar füllte das Seeamt folgenden Spruch: AM 
15. Februar ist in der Ostsee das Fischereifahr 
zeug „Ma. 17" bei heftigem Sturm auf die Süd 
mole von Schleimünde geworfen u. vernichtet 
worden. Der Unfall ist auf das Versagen des 
Motors und den Sturm zurückzuführen. Das 
Verlassen des gestrandeten Bootes war berech 
tigt. Die von der Besatzung nach der Stran 
dung getroffenen Maßnahmen waren richtig- 
Alt-Vlöcdsddeswig 
Ein Denkmal für H. P. Hanssen. 
Ministerpräsident Stauning äußerte sich 
„Politiken" gegenüber, im Ministerium herr 
sche volle Uebereinstimmung, daß der dänische 
Staat H. P. Haussen ein würdiges Denkmal 
errichte. Im Ministerrat sind zwei Plätze für 
das Denkmal genannt worden: Apenrade und 
die Düppelhöhe. — „Politiken" meldet ferner, 
daß die Regierung bei der Trauerfeier für 
H. P. Haussen am Sonnabend in Apenrade 
durch Ministerpräsident Stauning, Innen 
minister Dahlgaarü und Unterrichtsminister 
Jörgensen vertreten sein wird. 
Die Vertreibung der Familie Andrese« 
von Almstruphof. 
Am Donnerstag wurde die Familie An- 
drescn durch die dänische Staatsgewalt von 
ihrem Familiensitz Almstruphof bei Tingleff 
gewaltsam entfernt. Der Richter und der 
Polizeimeister aus Apenrade sowie Direktor' 
Hammerich aus Tondern erschienen dazu rnU 
einer Schutzwache von vier schwerbewaffneten 
Polizisten. Jes Andresen saß ans einem Stuhl 
und weigerte sich, freiwillig seinen Familien 
sitz zu verlassen. So erlebte man das Schau 
spiel, daß er von den Polizisten mit dcM 
Stuhl hochgehoben und buchstäblich hinaus-" 
gesetzt wurde. Die Möbel wurden auch von 
den Polizisten auf einen Lastkraftwagen 8^ 
packt. Dann fuhr man damit nach Tingleff, 
wo die Polizei eine Wohnung für die Familie 
Andresen beschafft hatte. 
Jlcutdsckaļl Angeln 
94. Geburtstag. Am 29. Mai konnte die 
Altenteilerin Witwe Margaretha Thomseff, 
Füsingfeld, ihren 94. Geburtstag feiern. Die 
alte Dame ist noch ziemlich rüstig und rege 
und mag noch sehr gern missen, was in dee 
Umgegend passiert. Sie hat noch in ihreR 
hohen Alter immer fleißig Handarbeiten g^ 
macht. Die Eheleute Thomsen sind reichliff, 
60 Jahre Besitzer der Bauernstelle BrubeG 
gewesen. Chr. Thomsen ist bald nach den 
Weltkriege gestorben. Er war langjährig^ 
Gemeindevorsteher der Gemeinde Füsing »n 
bekleidete mehrere Ehrenämter. — Auch ivii 
die Witwe Chr. Petersen in Füsiug şş 
31. Mai 80 Jahre alt. 
Aus DiiUmaescUen 
Der Stand der Arbeiten bei der Eider 
abdämmung. 
mm. Lexfähre, 28. Mai. Beim Zwischensta^ 
der Eiderabdämmung Lexfähre entsteigt de» 
Schornstein des Baggers „Achilles" dick^ 
schwarzer Rauch von morgens um 4 Uhr "s 
abends um 9 Uhr. Noch einige Tage, dann ü 
die Arbeit geschafft und die neue BerbindffŞ 
ist hergestellt. Die Spülfelder, die eigens ' 
für eingedeicht worden waren, sind mit eine 
schlickig-moorigen Erdmasse angefüllt und na^ 
etlichen Jahren wird hier ein schönes ŞU
	        
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