Das Nachspiel der Eroberung Absffiniens
Englands Kabinett angeblich für Verhandlungen
DNB. London, 29. Mai. Das britische Kabi
nett trat am Freitagvormittag im Unterhaus
zu der vor der Vertagung des Parlaments
üblichen Kabinettssitzung zusammen. Dem
Vernehmen nach wurden eine Reihe von in
nerpolitischen Fragen behandelt. Ferner dürfte
Eden einen Bericht über seine Unterredung
mit Grandi erstattet haben.
Die Minister haben, wie es weiter heißt, die
Frage erörtert, ob es nicht ratsam sei, Ver
handlungen mit Rom einzuleiten. Den Anstoß
zu der Diskussion hat die Erklärung gegeben,
die der italienische Botschafter Grandi im Ge
spräch mit Eden abgegeben hat und in der an
gedeutet worden war, daß Italien aus dem
Völkerbund auszuscheiden gedenke, falls die
Sanktionen nicht aufgehoben würden.
Wie in gut unterrichteten Kreisen verlautet,
hat sich die Mehrheit der Kabinettsmitglicder
zugunsten der Einleitung von Verhandlungen
mit der italienischen Regierung ausgesprochen.
Das Kabinett hat weiter beschlossen, die Ein
stellung der Dominions zu diesem Problem
durch Rückfragen festzustellen.
Letzte Aussprache im Auļerhaus.
Wehrfragen — Mittclmeer und Mitteleuropa.
Vor der Vertagung in die Pfingstferien fand
im Unterhaus eine Aussprache über Wehrfra-
geu statt, die von dem konservativen Abgeord
neten Sir Eduard Grigg eingeleitet wurde Er
führte u. a. aus, daß das Jahr 1937 für Eng
land ein Krisenjahr sein werde, wenn bis da
hin die industrielle Aufrüstung nicht durchge
führt sei. Der Redner forderte die Regierung
auf, einen besonderen Minister für die Siche
rung der industriellen Aufrüstung zu ernen
nen. Winston Churchill bezeichnete den Zu
stand der englischen Rüstungen als besorgnis
erregend.
Ter Dominionminister Malcolm Macdonald
beantwortete eine Frage über die Entwicklung
in Palästina. Er erklärte u. a., daß die britische
Regierung volles Vertrauen in die vom Ober
kommissar ergriffenen Maßnahmen setze. Der
Minister wiederholte, daß keinerlei Beweise
für eine von außen kommende Einflußnahme
auf den Stand oder den Ursprung der Ereig
nisse vorlägen. Er erklärte jedoch, daß die ita
lienischen Rundfunkstationen Propaganda
machten, und daß von englischer Seite Vorstel
lungen erhoben worden seien, die sich aber
nicht auf Palästina bezögen.
Ter Konservative Vyvyan Adams erklärte,
er glaube, daß die öffentliche Meinung Eng
lands ein scharfes Vorgehen gegen den italie
nische» Angreifer unterstützen würde. Er be
fürchte aber, daß man sich in England nicht
vollkommen über die große Gefahr im klaren
sei, die in Mitteleuropa bestehe. (Wer
soll hier verdächtigt werden? Schrift!.) Adams
wandte sich hierauf gegen jede Völkerbunös-
reform, die auf eine Beseitigung der Artikel 10
und 16 abziele.
Das Haus vertagte sich bis zum 9. Juni.
*
Zusammenkünfte in Rom.
DNB. Rom, 29. Mai. Staatssekretär Suvich
hat am Freitag den französischen Botschafter
Graf Chambrun und am Nachmittag Sir Eric
Drummond empfangen. Beide Unterredungen,
über deren Inhalt von zuständiger italieni
scher Seite keine Angaben zu erhalte» sind,
werden allgemein mit der gestrigen Unter
redung des italienischen Botschafters in Lon
don mit dem englischen Außenminister in Zu
sammenhang gebracht.
*
Der Baifan und die große Politik.
DNB. Belgrad, 30. Mai. Der rumänische
Außenminister Titulcscu traf Freitag im
Flugzeug in Belgrad ein, um der jugoslawi
schen Regierung letzte Einzelheiten des Pro
gramms für den bevorstehenden Besuch des
Prinzregente» Paul in Rumänien mitzu
teilen. Titulescu benutzte diese Gelegenheit,
um den Ministerpräsidenten Stojadinowitsch
über seine kürzlichen Besprechungen in Paris
zu unterrichten und mit ihm Ansichten über
die letzten Ereignisse der internationalen
Politi-k auszutauschen.
*
Die Rex-Bewegung und Eupen-Malmedy.
Belgiens Zriedensbedürsnis.
DNB. Brüssel, 29. Mai. Vor Vertretern der
belgischen Presse erklärte der Führer der Rex-
Bewegung, Degrelle, zur Frage Eupen-Mal-
medv, daß die Rex-Bewegung nunmehr im
Parlament auch einen deutschsprechenden Ab
geordneten habe. Dieser werde einen Eid in
deutscher Sprache leisten und seine erste Rede
in deutscher Sprache halten. Die völkische
Eigenheit der Gebiete von Eupen-Malmedy
und St. Vith müsse erhalten bleiben. Wenn
Belgien dazu nicht imstande sei, dann müßten
die Gebiete Deutschland zurückgegeben wer
den. Die flämischen Abgeordneten der Rex-
Bewegung würden sich im Parlament nur der
flämischen Sprache bedienen.
Ueber seine außenpolitische Einstellung be-
jragt, beschränkte sich Degrelle auf die Erklä
rung, Belgien müsse mit allen seinen Nach
barn in Frieden leben.
In der belgischen Hauptstadt wird allgemein
angenommen, daß der König am Dienstag
eine, Persönlichkeit mit der Neubildung der
Regierung beauftragen wird.
In einer Unterredung mit dem König
soll Staf de Clerg, der Führer des flämischen
Nationalverbandes, erklärt haben, man wolle
die staatliche Einheit der heute politisch zer
rissenen Niederlande wiederherstellen, da nur
innerhalb der Niederlande das flämische
Volk vor dem Untergang bewahrt werden
könne. Heute sei Flandern mit der Wallonei
verbunden, und zwar innerhalb des belgischen
Staatsverbandes. Die Flamen seien nicht
Herr ihres eigenen Schicksals. Belgien sei an
Frankreich gebunden durch das französisch
belgische Militärabkommen. Bei einer Volk
abstimmung in Flandern würde sich eine über
wältigende Mehrheit gegen das Militär-
abkommen aussprechen. Das flämische Volk
verlange die Kündigung dieses Abkommens.
*
Aeberraschender Vorstoß Argentiniens.
Antrag auf Einberufung des Völkerbundes.
Argentinien hat die Einberufung der Voll
versammlung des Völkerbundes gefordert.
„Oeuvre" in Paris berichtet dazu: Der argen
tinische Vertreter besuchte am Freitag den
ersten Sekretär des Völkerbundes, Ascarate,
der in Abwesenheit des ständigen General
sekretärs Avenol die Geschäfte führt. Er teilte
ihm im Aufträge der argentinischen Regierung
mit, daß diese beantrage, eine Vollversamm-
lirng des Völkerbundes zum 18. Juni einzu
berufen, um folgende drei Punkte zu behan
deln:
1. die Sühnemaßnahmen gegenüber Italien,
2. die Anerkennung der vollendeten Tat
sache in Abessinien,
3. Reform des Völkerbundes.
Ein schriftlicher Antrag ist noch nicht vorge
legt. Dieser Schritt, so schreibt Meme. Tabouis
im „Oeuvre", werfe die Pläne von Paris und
London vollkommen über den Haufen.
Neue Gefechte in Palästina.
DNB. London, 30. Mai. «Eig. Funkmeld.)
Nach Meldungen aus Jerusalem kam es am
Freitag zu neuen Zusammenstößen zwischen
britischen Truppen und arabischen Aufständi
schen. In Er-Ramle im Norden von Judäa
wurden englische Soldaten, die das Postamt
bewachten, von Arabern beschossen und mit
Handgranaten angegriffen. Die Soldaten er
widerten das Feuer und verletzten einige
Araber. Auch in Ras el Ain bei Jaffa kam es
zu einem Feuergefecht zwischen Arabern und
englischen Truppen des Eisenbahnschutzes.
Die überall verstreuten und versteckten
Arabertrupps sind besonders in den Bergen
schwer aufzuspüren. Alle Anzeichen deuten auş
lange hinflackernden Kleinkrieg hin, in dem
jede Sippe eines arabischen Gefallenen an den
englischen Soldaten Blutrache versucht.
Die Mandatsregierung gibt seit Freitag eine
Tageszeitung in arabischer Sprache heraus.
Zusammenstöße mit streikende»
Belgrader Ba»srdeiteen
Belgrad, 29. Mai. Durch persönliche Ver
mittelung des Ministers für Sozialpolitik
war es in der Nacht zum Freitag zu einer Ei
nigung zwischen den Vertretern von 10 000
streikenden Bauarbeiter« und den Arbeit
gebern gekommen, durch die der Streik beige
legt werden sollte. Trotz dieses Einvernehmens
haben aber die Bauarbeiter die Arbeit am
Freitag nicht wieder aufgenommen.
Eine große Gruppe Arbeiter drang in das
Gebäude der Arbeiterkammer ein, wo sie den
Sekretär des Bauarbeiterverbandes, der an
dem Zustandekommen der Vereinbarung mit
gearbeitet hatte, so verprügelten, daß er im
Sterben liegen soll. Als die Arbeiter sodann
in der Nähe von Belgrad eine Versammlung
abhalten wollten, schritt die Polizei ein. Es
kam zu Zusammenstößen, in deren Verlauf
von den Arbeitern einige Schüsse abgegeben
wurden. Daraufhin machte auch die Polizei
von der Schußwaffe Gebrauch. Ein Arbeiter
wurde getötet, einer schwer und mehrere leicht
verletzt.
Im Verlauf des Tages kam es zu weiteren
kleineren Zusammenstößen zwischen Polizei
und Arbeitern. Die Bauarbeiter weigerten
sich, das mit den Arbeitgebern getroffene
Uebereinkommen, das Lohnerhöhungen vor
sieht, anzuerkennen, weil die zehnstündige
Arbeitszeit beibehalten werden soll und die
Arbeitgeber keine Gewähr dafür übernehmen,
daß sie sämtliche am Streik beteiligte Arbeiter
wieder einstellen sollen.
*
Sorgen in Paris.
Noch immer 41866 Streikende.
DNB. Paris, 30. Mai. Am Freitag spät
abends kündigte zwar eine amtliche Meldung
die Beendigung des Metallarbeiterstreiks in
den Pariser Vororten und die Wiederauf
nahme der Arbeit für den Dienstag nach
Pfingsten an, aber durch das Uebergrcifen auf
andere Betriebszweige scheint sich die Streik
bewegung in Paris in ihrer Stärke doch er
halten zu haben.
Das Gewerkschaftsblatt „Le Peuple" und
der „Matin" geben eine Aufstellung über die
noch im Ausland befindlichen Werke, die mit
einer Gesamtzahl von über 40 000 Streikenden
kaum- hinter der in der Nacht zum Freitag
zurückbleibt. In 41 Werken befinden sich 40 820
Arbeiter im Ausstand, darunter allein bei Ci
troen 10 000 Arbeiter. Erst für den heutigen
Sonnabend sollen neue Verhandlungen über
die teilweise stark auseinandergehenden Ein-şMehr: Ewig das Leid!
zelforderungen der Belegschaften Klarheit in
die Lage bringen.
Die kommunistische „Humanitè" und der
„Populair", das Blatt des kommenden Re
gierungschefs Leon Blum, frohlocken über den
bereits von der Arbeiterschaft errungenen
Teilsicg und über die ängstliche Haltung der
bürgerlichen Presse, die der, wie die beiden
Blätter sich ausdrücken, „disziplinierten neuen
Form des Kampfes der Arbeiter um ihre
Rechte" fassungslos gegenübergestanden habe.
Der kommunistische Senator Cachin meinte in
der „Humanitê", der ruhige Verlauf des Mas
senstreiks beweise, daß die Linksregierung von
morgen in keiner Weise revolutionären Cha
rakter trage.
Der „Ami du peuple" faßt dagegen die An
sichten der Rechtspresse über den augenblick
lichen Streik und die politische Lage folgender
maßen zusammen: Man befinde sich bereits in
voller Verwirrung und Anarchie: Anarchie in
der Regierung, da sie keine Verantwortung
mehr habe, Anarchie in der sozialen Frage, da
man die Forderungen der Arbeiter mit den
grundsätzlichen Rechten des Eigentums zu ver
mischen beginne, Anarchie bei den Arbeit
gebern, die ihre Vorrechte mißbrauchten und
mit den formalen Besitzrechten verwechselten.
/
Der Negus lmm\ gut unter.
Der Negus von Abessinien ist an Bord des
englischen Kreuzers „Captown" in Gibraltar
eingetroffen. Der arabische Finanzmann SC
Elly Kadoorie hat dem Negus für seine"
Anfenthalt in London eine palastartige Wşş
nung im Londoner Westend zur Verfügung
gestellt. Das Haus, das seinerzeit von König
Feisal vom Irak benutzt worden war, befindet
sich neben der Londoner abessinischen Gesandt
schaft.
Ras Nasiby, der Oberbefehlshaber der abes
sinischen Truppen an der Somalifront, ist a"
Bord des Dampfers „Chantilly" in Marseille
eingetroffen. Pressevertretern erklärte er, et
wolle einen Arzt aufsuchen, um zu erfahren,
in welchem französischen Badeort er am besten
Heilung für seine Luftröhrenerkrankung ft"'
den könne.
General von Pappritz gestorben.
DNB. Berlin, 30. Mai. «Eig. Funkmeld.)
General der Kavallerie a. D. von Pappritz,
ehemaliger Gouverneur von Königsberg, ist
in Oranienburg gestorben. Pappritz wurde aM
29. Februar 1836 in Radach «Brandenburg) ge
boren. An der China-Expedition 1900—1901
nahm er als Major im Generalstab des ost
asiatischen Expeditionskorps teil.
Warschau gewinnt den Prozeß.
DNB. Warschau, 29. Mai. Im Warschauer
Handelsgericht erging am Freitag ein Urteil
in dem seit 1K> Jahren schwebenden Prozeß
der Stadt Warschau gegen die französische Ak
tiengesellschaft, die seit dem Jahre 1902 das
Warschauer Elektrizitätswerk betreibt. DC
Einleitung dieses Prozesses hat seiner Zeit
m Frankreich viel Aufsehen erregt. Das Urteil
erklärt den Konzessionsvertrag durch Ver
schulden der französischen Gesellschaft für er
loschen und überweist der Stadt das gesamte
bewegliche und unbewegliche Vermögen des
Elektrizitätswerkes einschließlich aller Lei
tungsanlagen und Vorräte.
Ein Sprechchor von deutscher Seegeltung
Wikinger, Hanse, Skagerrak
Bei dem Staatsakt in Laboe wurde heute
morgen der folgende Sprechchor eindrucksvoll
zu Gehör gebracht. Wir bringen ihn im Wort
laut, denn er ist ein mitreißender Sang von
der Größe Deutschlands zur See, aber auch ein
Beispiel eines künstlerischen Sprechchors. Er
hebt sich vorteilhaft ab von den flachen Sprech
chören, die durch das Verbot des Reichs
jugendführers heute verschwunden sind.
Das Mahnmal.
Einer: Irgendwoher — feucht und schwer —
weht der Wind übers weite Meer.
Ein anderer: Tag um Tag, hell und wach,
pocht an der Küste der Wogen Schlag.
Einer: Hörst Du Deutschland? Bist Du bereit?
Ein anderer: Deutschland, die Zeit ist reif.
Alle: Deine Zeit!
Einer: Es rauscht der Wind, es raunen die
Wogen,
Es kömmt wie von fern übers Meer
gezogen,
Es mallen die Wasser, es wühlt in den
Tiefen.
Totenchor: Wir kommen, Deutschland, wir
alle, die schliefen.
Wir alle kommen, des Meeres Boten
Rufen Dich Deutschland — Wir,
deine Toten!
Wir Toten fordern als unser Recht
Die alte Treue vom neuen Geschlecht!
Wikinger: Wir wagten die Weite, wir blieben
allein.
Alle: Wikinger.
Hanseaten: Wir fragten nach Größe, die Zeit
war zu klein.
Alle: Hanse.
Brandenburger: Wir fanden die Ferne.
Wir schufen die Macht.
Alle: Brandenburg.
Preußen: Sie teilten die Erde,
Wir schlugen die Schlacht.
Alle: Preußen.
Einer: Ewig der Hader!
Mehr: Ewig die Sehnsucht!
Alle: Einigkeit!
Einer: Da schmiedet das Schicksal,
das eherne Band
Da findet ein Volk sein Vaterland.
Alle: Deutsches Reich!
«Trommelwirbel)
Alle: Ein Reich. Ein Volk. Ein Gott.
Nach langer Not.
«Trommelwirbel)
Ein anderer: Germanische Meerfahrt!
Es lodert ein Brand,
Wie ihn Länder und Meere noch nie
gekannt.
Alle: Krieg!
Ein anderer: Zu Lande!
Mehr: Zur See!
Mehr: In der Luft!
Alle: Auf der ganzen Erde!
Einer: Ein neues Werde!
Irgendeiner: Menschen, Geschlechter,
Völker vergehen!
Alle: Taten sind ewig! Taten bestehen!
Einer: Namen, sie strahlen wie Sterne zur
Nacht!
Ein anderer: Helgoland!
Ein dritter: Coronet!
Ein vierter: Falklandschlacht!
Einer: Es blutet die Erde, wie es nie geschah-
Ein anderer: Tsingtau!
Ein dritter: Südsee!
Ein vierter: Afrika!
Irgendeiner: Ein Sterben geht schweigend ^
Fronten entlang.
Ein anderer: Antwerpen!
Ein dritter: Flandern!
Ein vierter: Doggerbank!
Irgendeiner: Der Weg wird so weit und der
Schritt wird so schwer!
Ein anderer: Dardanellen!
Ein dritter: Atlantik!
Ein fünfter: Schwarzes Meer!
Einer: Da loht eine Tat! Da leuchtet der Tast
der großen Erfüllung!
Alle: Skagerrak!
Einer: Doch dann ist Dunkel.
Der Wind weht rauh.
Es schläft eine Flotte in Scapa Flow'
Sie nahm in ihr nasses Felsengrab
Die Flagge, die unbesiegte, hinab!
Ein fünfter: Es geht durch die Tiefen
wie fernes Klingen
Vom Sterben jener, die vor ihr ginge"
«Flaggenlied, ganz gedämpft).
Alle: Es sanken mit wehender Flagge vorrn
Feind:
1 Linienschiff! — 7 große Kreuzer! —
18 kleine Kreuzer. — 10 Kanonenboote
89 Torpedoboote — 199 U-Boote —
63 Minensuchboote — 42 Marineluft-
schisfe — 170 Land- und Seeflugzeuge ^
13 Hilfskreuzer — 261 Hilfsschiffe!
Irgendeiner: Wir gedenken unserer toten
Kameraden! ,
Wir ehren mit ihnen alle, die als işş
Gegner ihr Leben ließen für ihr Vate^
land!
— Schweigen —
Einer: Es ragt das Mal der Ehre,
Es ragt so still und stumm
Es geht durch alle Meere
Das große Fragen üm.
Es steht das große Fragen
Vor Deutschlands größter Zeit.
Alle: Nicht klagen, wieder wagen,
Du Volk, bist du bereit?
Irgendeiner: Von Sterben und von Siege"
Singt stolz der Sturm sein Lied.
Das Volk muß unterliegen.
Das nicht mehr seewärts zieht!
Einer: Es ragt das Mal der Ehre
In einsam steiler Höh:
Vergiß uns nicht am Meere!
Deutschland, die See!
Alle: Die See!
«Schweigen).