Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Gorch Kocks HsldentoÄ 
Aus dem wiederaufgefundenen Kriegs 
und Bordtagebuch des Dichters „Ein Schiff! 
Ein Schwert! Ein Segel!" I. F. Lehmanns 
Verlag, München. Preis RM. 5,—. 
Um 7 Uhr 1 Minute jagt Kapitän Reiß den 
Funkspruch an Admiral Boedicker: „Beide 
Maschinen unklar! Bin manöverierunfähig!" 
Admiral Boedicker fordert „Regensburg" 
auf, „Wiesbaden" durch Torpedoboote in 
Schlepp nehmen zu lassen. Aber diese Hilfs 
aktion kommt nie zur Ausführung, denn „Re 
gensburg" muß sich jetzt selbst gegen anren 
nende britische Zerstörer ihrer Haut wehren. 
Der ehrgeizige Konteradmiral Sir Arbuth- 
not nimmt mit seinem Geschwader die will 
kommene Gelegenheit wahr, vor den Augen 
der britischen Flotte und ihres Chefs seine 
Schießkunst zu zeigen. Es ist wie ein Scheiben 
schießen nach sehr bequemem Ziel, denn durch 
keine Wendung kann sich die gelähmte „Wies 
baden" ihrem Verhängnis entziehen. In dich 
ter Folge schlagen die Granaten auf dem un 
glücklichen Kreuzer ein. Rohrleitungen wer 
den zerrissen und entsenden verbrühenden 
Dampf. Klaffende Wunden springen in 
Decksbauten und Schornsteinen auf. In pras 
selndem Spritzregen fegen Splitter und 
Sprengstücke über Deck und mähen die tapfer 
ausharrenden Bedienungsmannschaften der 
Geschütze wie mit Sensenhieben nieder. Und 
schon preschen zwischen den Kreuzern die 
feindlichen Zerstörer vor, schieben sich aus 
Süden die Schlachtkreuzer Admiral Beattys, 
aus Norden das 3. und 4. britische Leichte 
Kreuzergeschwader heran. Ein Wolfrudel 
streitet sich um die Beute, die allen wütenden 
Bissen widersteht. Allein der Zerstörer „Ons 
low" peitscht 68 Salven gegen die „Wiesba 
den" und jagt, von einem vergeblichen Tor 
pedoanlauf gegen die deutschen Schlachtkreu 
zer zurückkehrend und selber schon schwer be 
schädigt, um 7 Uhr 10 Minuten noch einen 
letzten im Rohr steckenden Torpedo aus näch 
ster Nähe in die „Wiesbaden" hinein! 
Der Torpedo, ein Oberflächenläufer, trifft 
den wehrlosen deutschen Kreuzer unter dem 
Kommandostand und hebt ihn bei der Deto 
nation förmlich in die Höhe. Alle Aufbauten 
der Brücke stürzen wie in einen sich unter 
ihnen öffnenden Krater. Auch der Fockmast 
bricht zusammen und schlägt mit Getöse in 
die See und mit ihm das Krähennest, in dem 
Gorch Fock seinen Gefechtsplatz hat. Mit die 
sem Torpedoschuß ist „Wiesbaden" vollends 
zum Wrack geworden. Kommandant, Artille 
rie- und Navigationsoffiziere sind gefallen. 
Durch Vorder- und Achterschiff gellt der Ruf: 
„Alle Mann das Schiff verlassen!" . . . 
Mit wehender Flagge, still und einsam, geht 
S.M.S. „Wiesbaden" am 1. Juni 1916 um 
vier Uhr morgens nach beispiellosem Kampf 
in die Tiefe, und das Meer schließt sich über 
ihrem Totenbett. Mit Tränen in den Augen 
sehen die Schiffbrüchigen ihren stolzen Kreu 
zer sinken, jetzt erst fühlen sie sich wahrhaft 
verlassen. 
Gegen Abend des nächsten Tages lebt von 
den „Wiesbaden"-Leuten nur noch der Ober 
heizer Zenne, der einsam auf seinem Floß 
liegt. Ein norwegischer Dampfer sichtet den 
völlig Erschöpften und nimmt ihn an Bord. 
Doch die Hoffnung, von diesem einzigen Ge 
retteten der „Wiesbaden" Näheres über Gorch 
Focks letzte Stunden zu erfahren, erfüllte sich 
nicht. Zenne hat den Matrosen Gorch Fock 
oder Johann Kinau nicht gekannt. Als man 
ihm sein Bild vorlegte, konnte er sich nicht 
erinnern, ihn je gesehen zu haben. Unter den 
Dreißig, die das Gefecht überlebten, ist er 
nicht gewesen. 
Wir müssen annehmen, daß Gorch Fock schon 
um 7 Uhr 10 Minuten abends mit dem nieder 
brechenden Fockmast in die See geschleudert 
wurde, daß der Wasserdruck ihn jedoch aus 
dem Krähennest befreite und die Schwimm 
weste ihn an die Oberfläche trug. Die „Wies 
baden" wird er danach nicht wieder erreicht 
haben. Ueber den letzten Stunden des Dich 
ters wird ewig das Dunkel der Skagerrak 
nacht liegen! 
Erst vier Wochen später führen Wind und 
Wogen den entseelten Körper Schwedens 
Küste zu. Dort in den Außenschären des Ge 
richtsbezirks Kwille bargen ihn Fischer aus 
Fjellbacka. Sein Haupt trug noch die Mütze 
mit dem Stirnband der „Wiesbaden", seine 
Brust die Erkennungsmarke „Wiesbaden 49". 
Er trieb aufrecht stehend im Wasser, doch war 
der Kopf zurückgesunken, als habe der Blick 
noch im Verlöschen die Sterne gesucht. Sein 
Bein war leicht beschädigt, wodurch, ist nicht 
festgestellt worden. In den Taschen fand sich 
seine Borükladde mit den Aufzeichnungen, 
wie sie vorstehend wiedergegeben sind, sein 
Augenglas, seine Börse und seine Taschen 
uhr. Nichts von dem kleinen Besitz, den er 
stets bei sich trug, hatte ihm das Meer 0^ 
nommen. Am 2. 7. 1916 begrub man ihn am 
der kleinen, unbewohnten Felseninsel Stell«' 
Holmen inmitten der einsamen Schärenw 
neben den anderen Opfern, die das Meer 
diese Küste trieb. Dort ruhen sie nun slh^ 
manches Jahr friedlich nebeneinander, Dem' 
sche und Engländer, Gegner im Leben, vel' 
bunden im Tode! 
„Ich habe mein Schicksal wie wenige 
sehen, und ich werde meinen Hafen erreiche^/ 
schrieb Gorch Fock an Bord seines Kreuzes 
Anders hat er ihn erreicht, als er dachte, dien 
deutscheste Mensch! ^ 
Wir wissen nicht um sein Sterben. 
können nur ahnen, welchen Tod seine gelicb 
Nordsee für ihn bereit hielt, als er, einsam a'< 
seiner Schwimmweste treibend, den KaRp 
aufnehmen mußte, können nur die Tiefe eiE 
finden, wohin seine Gedanken gingen, als 
Ende nahte, denn er selber hat mit 
gäbe in seinem Buch „Seefahrt ist not" »ll 
seinen Tod vor Augen geführt: 
„Klaus Mewes fühlte, daß seine Arme e . 
matteten, und daß er es nicht mehr lallö 
machen konnte. Noch einmal ließ er sich ^ 
einer Woge hochheben und blickte von ihş t 
Gipfel über die See, die er so sehr 0£* tC lt 
hatte, dann gab er es auf. Es paßte nicht o 
seinem Wesen, sich im letzten Augenblick kle 
zu machen. Er konnte doch sterben! ^ 
Er schrie nicht auf, noch wimmerte er, j 
warf sein Leben auch nicht dem Schicksal trotz^ 
vor die Füße. Groß und königlich, wie er 6 . 
lebt hatte, starb er, ein tapferer Held, 
weiß, daß er zu seines Gottes Freude 0?^,/ 
hat und daß er zu den Helden kommen mir"' 
MSiterarisehes Gehe 
Der Särrger Zer Nordsee 
Von A i k o Janssen. 
Ob ich dabei bin oder nicht, 
Der helle Morgen wird erscheinen . . 
Fast zwanzig Jahre schon rauschen die Ska 
gerrakwogen dem stillen Schläfer auf Stens- 
holmen. 
Ganz still nahm die „solten See" nach der 
furchtbaren Skagerrakschlacht ihren Liebling 
am Abend des 31. Mai 1916 in ihre Arme, so 
wie sie es einst getan hatte mit dem Groß 
vater und dem Ohm, — eingedenk der letzten 
Bitte des Dichters: „Sterb ich auf der solten 
See, gönnt Gorch Fock ein Seemannsgrab! 
Bringt ihn nicht zum Friedhof hin, senkt ihn 
tief ins Meer hinab. Segelmacher, näh mich 
ein, Stürmann, segg en Bibelwoord! Junge, 
nimm din Mütz mal as... un denn sinnig 
över Bord . . ." 
Dies hat ihm wohl vorgeschwebt, als es in 
brausender Fahrt hinaus ging, der engli 
schen Armada entgegen, aber die See hat ihm 
diesen letzten Wunsch nur teilweise gewähren 
wollen: nach einem Vierteljahr gab sie ihren 
Sänger wieder frei. Doch in ihrem Angesicht 
sollte er ruhen, und ihre Wogen sollten ihn 
umrauschen für alle Zeiten . . . 
„Der ist in tiefster Seele treu, wer die Hei 
mat liebt, wie du!" Wenn je dieses Fontane- 
Wort zutrifft, so bei Gorch Fock: in zahllosen 
Aeußerungen seines Tagebuches und seiner 
Dichtungen finden wir diese seine Liebe zur 
Heimat bestätigt. „Wem Elbe, Weser und Ems 
nichts gelten, dem gelten auch Rhein, Donau. 
Ganges oder Mississippi nichts!" pflegte er zu 
sagen. 
Nach harten Lehr- und Wanderjahren hatte 
Hans Kinau, wie der Dichter mit bürgerli 
chem Namen hieß, im Jahre 1905 bei der Ham- 
burg-Amerika-Linie eine Dauerstellung ge 
sunden, die es ihm trotz schwerster Arbeit noch 
ermöglichte, sich durch Selbstunterricht in den 
frühen Morgen- und späten Abendstunden 
weiter zu bilden. Bald erschienen nun seine 
ersten kleinen Erzählungen in den Blättern, 
die sämtlich, dank ihrer eigenen Note, starke 
Beachtung fanden. 
Inzwischen war Finkenwärder, seine viel 
geliebte Heimatinsel, der Hansestadt Hamburg 
einverleibt worden, und gewissermaßen als 
Antwort darauf, zugleich als ein Schwanen 
gesang der alten Elbinsel, erschien Gorch Focks 
„Seefahrt ist not". Das ließ aufhorchen, und 
die Hamburger Schulbehörde kaufte sofort 
8000 Exemplare dieses Buches. 
Wie stark der Dichter das Wesen der Vor 
fahren in sich selbst lebendig spürte, wie ihm 
die Bedeutung des Bluterbes bewußt war, 
geht deutlich aus diesem Buche, wie aus allen 
seinen Aeußerungen hervor. Bereits im 
Jahre 1910, zu einer Zeit, da an Rassenfor 
schung noch recht wenig gedacht wurde, schreibt 
er: „Man wird vielleicht schon in fünfzig 
oder hundert Jahren nicht mehr verstehen, 
wie die Menschen einmal bei ihren Hunden 
und Kaninchen, Rindern und Pferden streng 
auf Rasse und Rassenpaarung hielten, aber die 
eigene Rasse in einem großen Wurstkessel ver 
kommen und verbleien ließen." 
Ende März 1916 kam Hans Kinaus Einbe 
rufungsbefehl. Seine Freunde wollten seine 
Verwendung als Kriegsberichterstatter durch 
setzen, er aber meldete sich — ganz wie damals 
Hermann Löns — freiwillig zur Front, ging 
nach Serbien und kehrte mit den wenigen, die 
sich unter Mackensen den Uebergang über die 
Save erzwungen hatten, in die Heimat zu 
rück. Ihn rief die Nordsee: sein Hauptmann 
hatte dessentwegen bereits von Serbien aus 
ein Schreiben an den Prinzen Heinrich ge 
richtet — mit dem Erfolg, daß Gorch Fock nun 
mehr der Kriegsmarine zugewiesen wurde. 
Man hatte ihm noch einen kurzen Urlaub 
gewährt, damit er in Hamburg sein Einjähri 
ges machen könne, und am Abend vor diesem 
noch schnell etwas Physik und Chemie zu ler 
nen. Gorch war der einzige Prüfling. Am 
anderen Abend erzählte er freudestrahlend: 
„Tja, da hieß es: ,Herr Kandidat, gehen Sie 
auf einige Minuten hinaus, wir werden uns 
beraten/ Ich war ganz ruhig und ging hin 
aus, aber noch nicht ganze fünf Minuten war 
ich draußen, da ließen sie mich rufen und 
reichten mir die Hände. Ich hätte bestanden, 
und das Zeugnis werde mir in acht bis vier 
zehn Tagen zugehen. Damit war ich aber nicht 
einverstanden, weil mein Urlaub ablief, was 
ich auch den Herren vortrug, und sie sahen 
mich an, einer nach dem andern . . . nach einer 
Viertelstunde hatte ich mein feingeschriebenes 
Zeugnis. Jetzt bün ik gebüldet, und nun 
geht's rauf auf die Kühne: immer Höger rup!" 
Der „Kahn" war die „Wiesbaden", die be 
kanntlich gegen Abend des 31. Mai in ein 
fürchterliches Kreuzfeuer englischer Schlacht 
schiffe geriet, das nach mehrstündiger Beschie 
ßung und tapferster Gegenwehr den Kreuzer 
zum Sinken brachte. Von der 360 Mann star 
ken Besatzung wurde nur ein einziger, ein 
Heizer, gerettet. 
Gorch Fock hockte während der Beschießung 
im Krähennest (Mastkorb): seine letzte Ein 
tragung, die später bei ihm gefunden wurde, 
lautete: „Regen, Wind, Schaumköpfe: es 
dümpelt, um uns noch Deutschlands See 
macht, aber alles deutet darauf hin, daß ", 
damit bricht der letzte Bericht Gorch Focks jäh 
ab. 
Er sank in die Tiefe und stieg zu den 
Sternen .... 
Ein Jugendnrerk 
von Gorch Kork entdeckt 
Es handelt sich hier um ein kleines Buch 
des Dichters, um Arbeiten, die um 1900 ge 
schrieben wurden. Der damals 20jährige 
schenkte das Buch seiner Kusine Kinau in 
Geestemünde. Von den 86 Arbeiten des kleinen 
Werks sind 75 Gedichte auf hochdeutschem 
Lautstand. Die andern, darunter eine drama 
tische Skizze, sind Prosaarbeiten und Kurz- 
verse. Die Eigenart der dramatischen Skizze, 
Gorch Fock. 
die Vorkommnisse aus der Meininger Zeit 
des Dichters behandelt, beruht darin, daß sie 
mit dem zweiten Aufzug beginnt. 
Aus dem neuentdeckten Jugendwerk veröf 
fentlichen wir ein Gedicht: 
Wenn die Sonne unterging, 
Dunkel füllt die Räume: 
Klage nicht, o Menschenkind. 
Neig das Haupt und träume. 
Wenn der Herbst den Wald durchstreift 
Und entlaubt die Bäume: 
Klage nicht, o Menschenkind, 
Neig das Haupt und träume. 
Wenn der Tod dir leise winkt, 
Fleh' nicht bang: „o säume!" 
Betteln frommt nicht, Menschenkind, 
Neig das Haupt und — träume. 
Dr. Th. 
Die Schrift der Alten. 
Es ist uns Heutigen selten bewußt, welchem 
Glücksumstand wir den sicheren Besitz unserer 
alten Schristdenkmale, etwa des Heliandgedich 
tes, verdanken — nämlich nicht zuletzt dem 
Umstand, daß fast jeder von uns die Schrift 
unserer Vorfahren zu lesen versteht. In bezug 
auf einen andern Kulturbereich, den der alt 
mexikanischen Azteken, ist man heute erst am 
Anfang der Schriftdeutung. Ein Wiener Pro 
fessor, Fritz Rück, erkannte die Aztekenschrift 
als Bilderschrift, bei der die einzelnen Zeichen 
in der Art des Rösselsprungs in verschlunge 
nen Wellenlinien hintereinander gelesen wer 
den müssen. Man hofft, nunmehr Aufzeich 
nungen studieren zu können, die von der Maya 
über fünf Jahrtausende hinweg geführt wor 
den sind. 
Schrifttum 
Bücher und Schriften von Franikh, Stuttgart. 
Zum Tag von Skagerrak, der auch des englischen 
Gegners mit Hochachtung gedenken lätzt, kommt die 
Nebersctzung des bemerkenswerten Buches eines Eng 
länders zupaß. Taprell Darling heißt er, war im Kriege 
Zerstörerkommandant, und seine Aufzeichnungen sind 
„Verdammte Nordsee!" betitelt. Der bekannte deutsche 
Marineschriftsteller Fritz Otto Busch hat das Buch über 
setzt, das mit 40 vom britischen Kriegsmuseum zur Ver 
fügung gestellten Bildern versehen ist. Verdammte Nord 
see! hieß es hüben wie drüben. Darling ist, national ge 
sehen, ritterlich, seine Erzählweise spannend, sein See 
mannshumor erfrischend u. salzig wie Norbseewind. Das 
Buch kostet 4,80 RM. — „Die deutsche Kriegsmarine" 
nennt sich eine Farbtafel der Uniformen, Dienstgrade, 
Abzeichen und Flaggen. Dazu kommen Abbildungen von 
Schiffstypen und dem Aufbau unserer Flotte. Tafel und 
Text ergeben ein interessantes Heft (80 Pig., bei 
melbezug billiger). — „Fahneu und Standarte» , 
alte» preußischen Armee" führt Dr. Martin Lezius 
18 farbigen Tafeln und in zahlreichen Textbildern 
(2,80 RM.). Tapferes und stolzes preußisches Soldat 
tum wird lebendig, beispielgebend für das neue de 
sche Heer. — Ein neues eindringliches Bändchen 
Erhard Wittek vor, schon bekannt durch seinen '>®» t . 
bruch anno achtzehn". Es heißt kurz „Männer" und ln 
zwölf „heroische Anekdoten" aus dem Weltkrieg, t,ct '!L 
mit dichterischer Kraft und edel gebändigter Spracy 
(2,80 RM.» 
Aufs naturkundliche, völkerkundliche und techno) 
Gebiet führen vier Schriften: „Was fliegt den» «a ' 
von Dr. Wilh. Götz und Alois Kosch, zeigt alle Vogem 
ten Mitteleuropas samt Jrrgästen und mit Durchaus 
lern im hauptsächlich farbigen Bild (kart. 3,—; in Lein 
4,— RM.). Die lautmalende Angabe der Stimmen 
Vögel ist von besonderem Reiz. Dr. Walter Fŗenî^ " 
-chrift „Grundzüge der Vorgeschichte Deutschlands * 
der Deutschen" ist der erste Teil eines Unterlagen 
den heutigen Schulunterricht gebenden Sammelwerks 
„Der neue Stoff". Das 71 Seiten starke, die neuen F" , 
schungsergebnisse zusammenfassende Heft weist 80 Abm 
düngen auf und kostet 2,80 RM. Mit E. G. Erich 
renz wandern wir im „Schatzgräber in Asien" &»*« 
den Schutt der Jahrtausende. Die Reste uralter Kulm 
ren schauen uns an (2,80 bzw. 3,80 RM.). „Fernsehet) * 
praktischen Versuchen" erörtert Hanns Günther mit f«® 
kundigen Mitarbeitern in einigen Lieferungen (je 
Sie werden besonders den experimentierenden Basils* 
willkommen sein. — Viel Anregung wird man zieh*" 
können aus Herbert Gerstners „HandschristendeuttMģ 
(2,40 RM.). Ein methodischer Lehrgang wird offen"^ 
an 183 Schriftproben. Aus Liebhaberei kann Ucberze»' 
gung mit Auswirkung für Beruf und Leben werden. 
Schließlich sei noch erwähnt „Das siebente Jahr", e * 
Chronik-Roman um Friedrich den Großen, von Herman 
Bredehöft (4,80). Die Erzählung versetzt, Preuße" 
Kampf und Aufstieg klarmachend, ins letzte Jahr d* 
Siebenjährigen Krieges. 
Wie stets, so enthalten auch die Maihefte der „Wşib 
stimmen", in denen von Büchern aus allen Gebieten 
Lebens und Wissens gesprochen wird, und des „Kost»»« > 
der Zeitschrift der Naturfreunde, wieder Wertvolles u" 
Interessantes in bunter Folge. -ri- 
Die Kämpfer vor dem Skagerrak! Am 31. 
jährt sich zum 20. Male die größte Seeschlacht der 
Weltgeschichte, das Treffen der deutschen und eng' 
tischen Hochseeflotte vor dem Skagerrak. Ein ai>' 
schaulicher und spannender Bericht „Die Kämpm 
vor dem Skagerrak" mit interessanten Bildern 
neuen „JB." erzählt von dem heldenmütigen lşş 
einzigartigen Ringen der beiden Flotten. Ds* 
weitere Inhalt dieser „JV."-Folge: Bilder von) 
Sanitätsdienst der deutschen Wehrmacht „şş 
kranke Soldaten Gesundung finden", eine interei' 
sante Bildfolge vom „Start des Luftschiffes Hşş 
öenburg", ergreifende Aufnahmen von der Bev 
setzung des SS.-Brigadcführers Julius Schrem 
Ferner eine lustige Bildfolgc von der Fahrt de^ 
Schulheimschiffes „Hans Schemm" des NS.-Lehret' 
bundes zu den Olympischen Spielen. Dazu sşş 
viele interessante Aufnahmen von aktuellen Tage«' 
ereignissen in aller Welt eingestreut. Der „Jllll' 
strierte Beobachter" ist überall ab Donnerstag el' 
hältlich! 
Schach ist Rendsburg 
Geleitet von C. Hinz, Rendsburg. 
Schachnachrichten: Rendsburger Schachklub von 1808. 
Spiellokal: Haus des Arbeitervereins von 1848, Kanzlei 
straße. 
Spieltage: Dienstagabends 20.18 Uhr, Sonntagmorgens 
(ab 8 Uhr freier Schachverkehrj, Schachfreunde sind an 
beiden Spieltagen willkommen. 
In der ersten Gruppe kam nur eine Partie zustande. 
Zettler hatte gegen Greenaae die weißen Figuren. BiS 
zum Mittelspiel hatte Zettler seine Partie tadellos be 
handelt, Schwarz war von ihm vollkommen überspielt. 
Durch eine Unachtsamkeit verlor er bann aber einen 
Läufer und verlor trotz zäher Gegenwehr das Spiel an 
Greenaae. 
In der zweiten Gruppe gewann Kork als Schwarzer 
gegen Callefen. Kock hat sich mit diesem Gcwinnpunkl 
einen der ersten Plätze in der zweiten Gruppe gesichert. 
Von 9 Partien hat er 7 gewonnen.. Wäre sein Spiel 
nicht so flüchtig, könnte er sogar noch besser stehen. 
Der nebenstehende Zweizüger ist eine Selbstblockauf 
gabe. Die Erläuterung über dieses Thema bringe ich bei 
der Lvsungsbekanntgabe. 
Zuschriften und Lösungen sind einzusenden an den 
Rendsburger Schachklub, Haus des Arbeitervereins, 
Kanzleistraße Lösungsfrist 14 Tage. Lösungsbekannt 
gabe in 3 Wochen. 
Problem Nr. 18 
von Gebr. Tiedemann, Rendsburg. 
Weiß zieht und setzt in 2 Zügen matt.
	        
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