Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

I r 
■ 
Während der Feier: General-Admiral Raeder, der Führer, Generalfeldinar 
schall von Blomberg, Admiral Albrecht, der Festungskommandant Meves. 
Beim Verlassen des Ehrenmals wird der Führer von einem Kind und einem 
Kriegsbeschädigten begrüßt. 
î>Ä»ŞņY,i 
Bildbericht von den Skagerraktage» in Kiel 
An die in der Kieler Bucht abgehaltene 
Flvttenübung schloß sich eine Parade vor dem 
Führer an, zu der zahlreiche Zuschauer auf 
Dutzenden von Schiffen erschienen waren. Der 
Führer nahm, zusammen mit Generalfelömar- 
schall von Blomberg und Generaladmiral Dr. 
h. c. Raeder die Vorbeifahrt ab. Ein besonders 
frohes Bild bot das Schulschiff „Gorch Fock", 
des Chors durch den Ehrenhof, unterbrochen 
von kurzem Trommelwirbel. Ergreifend die 
Aufzählung der Opfer deutschen Seehelden 
tums, erhebend, aufrüttelnd der wuchtige 
Ausklang. 
Der Erbauer des Ehrenmals, Architekt G. 
A. Münzer, Düsseldorf, ergreift nunmehr das 
Wort und übergibt das Denkmal dem Führer 
durch deren Oberlichtfenster nur gedämpft das 
Tageslicht eindringt. Als der Führer einen 
Kranz vor dem Ehrenbuch der 34 386 gebliebe 
nen deutschen Seehelöen in der unterirdischen 
Weihehalle niederlegt, feuert die gesamte 
Flotte einen Salut von 21 Schuß zu Ehren 
der toten Kameraden ab. 
Während des Ehrensaluts senken sich im 
Hakenkreuzbinde, das Zeichen ihrer Verbun 
denheit im Geiste des heutigen nationalsozia 
listischen Deutschlands. Dann folgen die übri 
gen Formationen und schließlich die Tausende 
der Tribünenbesucher. 
Wenige Minuten später schreitet der Führet 
die Tribüne herab, um mit seiner Begleitung 
über den Strandweg zum Hafen zurückzukeh- 
Tic Flotte während der Parade. 
Der Führer nimmt an Bord des Aviso „Grille" die Vorbeifahrt der Flotte ab. 
das über die Toppen geflaggt hatte und dessen 
Mannschaft in Paradeaufstellung angetreten 
war. 
Am Sonnabend fuhr der Führer nach seiner 
Ankunft in Laboe langsam durch das Spalier 
der SS. und der dahinterstehenden Massen auf 
dem fast 2 Km. langen Strandweg zum Eh 
renmal. Das schon sprichwörtlich gewordene 
Führerwetter — lachender Sonnenschein — 
zog urplötzlich auf, nachdem vorher selbst alte 
Seeleute, bedenklich nach den Wolken schauend, 
den Kopf geschüttelt hatten. 
Im Ehrenhof des Denkmals hat sich an 
dachtsvolle Stille ausgebreitet. Reichsstatthal- 
ter^ Ritter von Epp, der erste Vorsitzende des 
NS. Deutschen Marinebundes, begrüßt seine 
alten Mitkämpfer aus dem Weltkrieg, die sich 
aus den aufmarschierten Ehrcnabordnungen 
mit ihren Khaki-Uniformen deutlich sichtbar 
abheben. Die Ehrenkompagnie der Kriegs 
marine, gestellt von der 1. Unteroffizier-Lehr 
abteilung, marschiert auf. Sie präsentiert das 
Gewehr und unter den Klängen des „Hollän 
dischen Ehrenmarsches" marschieren die alten, 
mit dem Frontkämpferkreuz geschmückten 
Flaggen der deutschen Kriegsmarine in den 
Ehrenhof ein. Auch die 800 Fahnen des NK. 
Marinebundes haben sich inzwischen aufge 
stellt. Dann klingen vom hohen Turm herab 
Fanfarenstöße. „Der Führer kommt". Immer 
lauter brausen stürmische Heilrufe heran. Die 
Ehrenkompagnie der Kriegsmarine präsen 
tiert das Gewehr. Das Deutschlandlied klingt 
auf. 
Vor der am Fuß des Ehrenmals in den 
letzten Monaten entstandenen Jugendherberge 
verließ der Führer den Wagen und schritt den 
breiten Weg empor zum Fuß des Ehrenmals. 
Zu beiden Seiten standen Matrosen der 
1. Marine-Artillerie-Abteilung in weißen 
Blusen. Dem Führer bot sich hier ein herrli 
cher Blick über die weite See, erhebend wie die 
Feststimmung, die ihn umfing. 
Dann betritt der Führer den Ehrenhof. 
Nach dem Abschreiten der Ehrenkompanie 
spielt der Musikzug das Sanctus von Schubert. 
Die große Weihestunde hat begonnen. In tie 
fem Schweigen lauschen wir dem gedämpften 
Spiel. Der Sprechchor der Kriegsmarine 
spricht dann „Das Mahnmal", eine Dichtung 
von Kapitänleutnant Fuchs. Wie aus einem 
einzigen Munde gesprochen hallen die Worte 
des NS.-Deutschen Marinebundes, Fregatten 
kapitän a. D. Hintzmann, Bremen. 
Nach der Rede des Generaladmirals Dr. 
h. c. Raeder geht der Führer zur Ehrenhalle, 
in der die Modelle der Skagerrak-Schlacht, der 
Flandernküste und von Scapa Flow, wo die 
Ehrenhof die Fahnen und die Ehrenkompanie 
präsentiert das Gewehr. Die Menschenmassen 
auf den weiten Plätzen um das Ehrenmal und 
an dem Strandweg stehen stumm, grüßen, von 
tiefem Eindruck des Augenblicks erfaßt. Der 
Staatsakt hat um 12 Uhr sein Ende gefunden. 
ren. Ihn begleiten brausende Heilrufe de? 
Mitglieder des NSD.-Marinebundes. Stür 
mischer Jubel braust auf, als der Führer deü 
Wagen besteigt. Zu ihm steigen der Ober 
befehlshaber der Wehrmacht Generalfeldmar 
schall von Blomberg und General-Admira» 
Dr. Raeder. Eine große Wagenkolonne schließt 
sich an. Die Fahrt zum Hafen zeigt wieder ein 
mal die unendliche Liebe zum Führer. 
Zu dem Staatsakt waren viele Mitglieder 
des Reichskabincets, Reichsleiter und führen 
de Männer der Bewegung erschienen, an ihrer 
Spitze der Stellvertreter des Führers Rudolf 
Heß und Reichsminister Tr. Goebbels. 
Noch einmal gleitet unser Blick vom Ehren 
hof hinaus auf das weite Meer. Noch einmal 
werfen wir den Blick auf den sich riesig über 
uns erhebenden Turm des Mahnmals. Nom 
einmal zieht an uns das Erlebnis des Frei-ļ 
tags mit den Flottenübuügen und der Flot 
tenparade und der heutigen Feier an unseres 
Auge vorüber. Mit dieser Wcihestunde ist dein 
ganzen deutschen Volke ein heiliges Vermächt 
nis übergeben worden: eine ewige Mahnung 
des Bekenntnisses zum deutschen Heldentum- 
Nachdem der Führer das Mal verlassen hat, 
legen die Abordnungen der uns im Weltkriegs 
verbündeten Marinen Kräirze nieder. Tie Ab 
ordnung der ehemaligen österreichisch-ungari 
schen Kriegsmarine bestand aus dem Präsiden 
ten des Oesterreichischen Mariueuerbandş 
Linienschiffskapitän i. R. Bruno Diettrich, in 
dessen Begleitung sich Fregattenkapitän a. D- 
Bruno Andretta befand. 
Tie bulgarische und die türkische Kriegs- 
marine waren gleichfalls vertreten. 
Blick auf Ehrenhof und Denkmal während des Staatsaktes. 
deutsche Flotte ihr Ehrengrab fand, ausgestellt 
sind. Durch einen tunnelförmigen Niedergang 
schreitet der Führer unter dumpfem Trom 
melwirbel und dem Lied vom guten Kamera 
den in die unterirdische Weihehalle hinein, 
Unter den Klängen des Vadcnweiler Mar 
sches erfolgt dann der Ausmarsch der vielen 
hundert Bunöesfahnen, hinter denen die Eh 
renabordnung der alten Kolonialkämpfer aus 
marschiert. Sie tragen am linken Arm die rote 
Zum Tode LitzmMNS. 
Berlin. Der Führer und Reichskanzler h^ 
angeordnet, daß die Beisetzung des General-' 
der Infanterie a. D., Parteigenossen LitzmauM 
am 4. Juni, 11 Uhr vormittags, als Staats 
begräbnis in Neuglobsow durchgeführt nri 1 ?' 
Bei dem Staatsakt werden der Reichskriegs 
minister und der Stellvertreter des Führet 
Ansprachen halten. ^ 
Sämtliche Dicnstgebäude der Partei um 
der angeschlossenen Verbünde werden şş 
Tage der Beisetzung Trauerbeflaggung setzet 
Die Trauerfeierlichkeiten werden von sämtli 
chen deutschen Sendern übertragen. 
i'v
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.