Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Die ftadLischen 
Kreditgenossenschaften 
Entwicklung u. Stand Anfang Marz 3« 
Bom Deutschen Genossenschaftsverband e. V., 
Bert 
Ergeb 
>n, wird unS geschrieben: Die vorliegenden 
Nisse der städtischen Kreditgenossenschaften in 
ersten Monaten des Jahres 1986 zeigen im 
aintüild eine weitere Aufwärtsentwicklung. Die 
ìlanzsumme ist Anfang Marz 1986 im Vergleich 
ä^>n gleichen Stichtag des Vorjahres um 133 auf 
ö Mill. MJl und einschließlich der weiterbegebe- 
ņ,en Wechsel auf 2015 Mill. MJl gestiegen. Damit 
!’ erstmalig wieder die 2-Milliardengrenze Über 
tritten. Die Einlagen (Spar- und Kontokorrent- 
tlilagen) erreichten einen Stand von etwas über 
Millrd. Moll. Die Zunahme im Vergleich zu 
Demselben Stichtag de» Vorjahres beträgt 138 
ill. .JUl, Im Gegensatz dazu haben sich die Ver- 
wdlichkeiten weiter verringert, und zwar auf knapp 
vH der Bilanzsumme. Damit hat sich die Eut- 
t'cklung der Kreditgenossenschaften den gesunden 
^vrkricgsverhältnissen angeglichen. 
Einschließlich der weiterbegebcnen Wechsel haben 
^ städtischen Kreditgenossenschaften rd. 1,5 Millrd. 
njchZmark lgenau 1488 Mill. MJl) Kredite an den 
titschen Mittelstand ausgeliehen. Die Stückzahl 
er ausgeliehenen Kredite dürste sich zwischen 909 000 
"vd 1000 000 bewegen. Insgesamt hat sich der 
tgene Wertpapierbestand einschließlich Schatzwechsel 
^uf 122 Mill. MJl gegen 88 Mill. Moll i. V. erhöht, 
^vinit haben die Kreditgenossenschaften bereits eine 
iivhere Wcrtpapieranlage als im letzten Vorkriegs- 
lahr erreicht. 
. Die Reichsrichtzahl der 
Lebenshaltungskosten im Mai 1936 
. Die Neichsrichtzahl der Lebenshaltungskosten ist 
î»r den Durchschnitt des Monats Mai 1986 mit 
(1913=14 gleich 100) gegenüber dem Vormonat 
^verändert geblieben. Die Richtzahl für Ernäh- 
>0 betrügt — wie im Vormonat — 122,4. Eine 
^Höhung der Preise für Kartoffeln ist durch einen 
Rückgang der Preise hauptsächlich für Gemüse aus 
glichen worden. Die Richtzahl für Heizung und 
^'leuchtung ist infolge teilweisen Rückganges der 
^vhlenpreise auf 125,1 (um 1,0 vH) zurückgegangen, 
'vie Richtzahl für Bekleidung ist um 0,3 vH ans 
l8'0 gestiegen. Die Nichtzahlen für Wohnung (121,3) 
^d für „Verschiedenes" (141,3) blieben unver 
mindert. 
* 
Die Kennziffer der Großhandelspreise für den 
Mai stellt sich auf 103,8 (1913 gleich 100). Sie ist 
^genüber der Vorwoche (103,7) nur wenig ver-' 
gert. Die Kennziffern der Hauptgruppcn lauten: 
grarstoffe 105,4 (unverändert), industrielle Roh 
öle und Halbwaren 98,1 (unverändert) und indu- 
îirielle Fertigwaren 120,6 (plus 0,1). 
^»tsch-niederländische Vereinbarungen 
îìber Erneucrnng der Transfer- und Reise- 
verkehrsabkommcn paraphiert. 
.Die deutsch-niederländischen Vereinbarungen über 
ge Erneuerung des Transferabkommens und 
e§ Reisevcrkehrsabkommens sind, nachdem sie die 
Zustimmung beider Regierungen gesunden haben, 
)eit te zwischen den beiden Abordnungen paraphiert 
worden. 
— . I I 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
^rühmarkti vom 2. Juni (Ohne Gewähr) 
^treibe {MM je 1000 Kg.) Tendenz: ruhig 
heizen, Erz.-Pr. Festpr.-Geb w 9 . . . 209.00 
setzen. Erz.-Pr Festpr.-Geb. W 12 . . . 216.00 
İ0»en. Erz-Pr Festpr.-Geb ll 9 . . . . '75 00 
F°ggen Erz. Pr. Festpr.-Geb. ,2 ... 179.00 
ģuttergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. 0 9.. >82.00 
Aitergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb 0 12 . . 187.00 
'utergerste. ziveizeilig. s. Jndustriezwccke 
a- SirEa 70/71 Kg., ab Mecklenburg ... —-~ 
tz?»nnergerste frei Hamburg 215-20 
88/69 Kg. für Jndustriezw. ab Mecklbg 195-99 
^"uaugerste kwgşr. verzollt — -~ 
^ lengerste 63/64 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. verz. — 
N?er. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. H 12 . . . . 173.00 
‘’“'et, Erz.-Pr. Festpr.-Geb. H 16 . . . . 178.00 
Futtermittel (MJl je 50 Kg.) Tendenz: rubi-- 
M. Wetzenkleie. Grundpr. sofort V 9. . . 5.77>/e 
wU.i- Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . 5.97 1 /? 
^'ģfuttermehl. deutsches 24%ifl, zirka 6 % 
î».^?l>şaser ab Fabrik ..... 5.30 
^'-ssuttermehl, hell. 24 %. max. 6 % Noh- 
tz.-şu.şer, prompt 6.10 
y Usuchen, ab Harburg, sofort ».65 
'U'uchenmehl. dtsch. Mahlg., prompt. . . 
tzì'uskuchen, ab Harburg, sofort ..... 8-70 
tzU.Uila-Kokoskuchen. ab Harbg.. prompt. . — 
kuchen. dtsch.. ab Harburg, sofort... 7.70 
tz^Uußkuchen, ab Harburg, sofort .... —-~ 
tz,?uußkuchen. 50 %, Bremen 8.45 
tz^nußkleie 
^»»^ņļuchen. ab Fabr. Hamburg/Harburg 8.05 
»suchen, deutsche Saat, sofort .... 7.10 
tzo^schrot. deutsche Saat 7.20 
T,,s?'/ernschrot deutsch, prompt . « . . .7.80 
tz Uaschrot. Harburg, sofort . 7.75 
uUtwoll.Saatkuchcnmchl. 48 %, prompt 7.95 
tzge (ä je 100 Kg.) 
Ezenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen) . . 28.90 
to }äenmef)l, mit 10 % Auslandsweizen . 30.40 
itz 'senmehl mit 20 % Auslandsweizen . 31.90 
fX„ŅMel,I 790. W 9 28.40 
)(,«0enmehl. 997. R 12 22.40 
■j^ßenmeM. 997, R 15 22.70 
937. ļî 9 , , 22.00 
Errichtung einer „KSrsteAe" für den 
„Körbezirk" Rendsburg 
Maßnahmen zur Förderung der Tierzucht unseres Kretsgcbietes — Durchführung und Art 
der Körungen — Die Zahl der männliche» Zuchttiere unseres Körbczirkes 
Die Rcichsnährstandsausstellung in Frankfurt 
am Main hat wieder einmal mit aller Deutlichkeit 
gezeigt, wie wichtig es für den deutschen Viehhalter 
und Viehzüchter ist, wenn zur Förderung der 
deutschen Tierzucht nur ganz erstklassiges Zucht 
material herangezogen wird. Der Reichsminister 
für Ernährung und Landwirtschaft hat auf Grund 
des Gesetzes zur Förderung der Tierzucht vom 
17. Mürz 1986 jetzt die „1. Verordnung zur Förde 
rung der Tierzucht" erlassen. Diese Verordnung 
ist für jeden Viehzüchter und Viehhalter von au 
ßerordentlicher Wichtigkeit, denn sie regelt vor allem 
die Nachwuchssrage. Es muß bei jeder Laudes 
bauernschaft ein Köramt errichtet werden mit fünf 
Abteilungen, und zwar für Hengste, Bullen, Eber, 
Schafböcke und Ziegenböcke. Der Leiter des Kör 
amtes ist in jedem Fall der Landesbauernführer. 
Von diesen Kürämtern wird künftighin eine ge 
naue Kontrolle der Körungen durchgeführt. 
Landkreis Rendsburg ist „Körbezirk". 
Die erste Verordnung zur Förderung der Tier 
zucht vom 26. Mai 1936 sieht rm 2. Abschnitt im 
8 3 die Bildung von Körbezirkcn vor. Hierbei ist 
jede untere Verwaltungsbehörde ein Körbezirk 
şûr sich. Demnach bildet also auch unser Landkreis 
einen eigenen Körbezirk. Mit Zustimmung der 
höheren Verwaltungsbehörde kann das Köramt, 
dem unser Körbezirk untersteht, mehrere Bezirke 
oder Teile davon zu einem Körbezirk vereinigen. 
Bildung einer „Körstclle" Rendsburg. 
Für jeden Körbezirk ist nach dem Gesetz zur 
Förderung der Tierzucht vom 17. März 1936 eine 
Körstelle zu bilden. Diese Körstelle gliedert sich 
ebenso wie das Köramt in fünf Abteilungen: a) 
für Hengste, b) für Bullen, c) für Eber, d) für 
Schafböcke und e) für Ziegenböcke. Jeder Abtei 
lung der Körstelle sollen zwei Züchter und der zu 
ständige Tierzuchtbeamte (Angestellte) des Landes 
oder der Landesbauernschaft angehören. Mindestens 
einer der Züchter muß Mitglied einer anerkannten 
Züchtervereinigung für die betreffende Tierart sein. 
Für jedes Mitglied unserer Körstelle muß ein 
Stellvertreter bestellt werden. Der Leiter unseres 
Landkreises und die beamteten Tierärzte der Be 
zirke, die den Körbezirk bilden, sind Mitglieder 
der Körstellen. Die Leiter der unteren Verwal 
tungsbezirke sollen bei Versammlungen, Sitzungen, 
Verteilung von Auszeichnungen und Preisen den 
Vorsitz übernehmen: sie können sich im Vorsitz nicht 
vertreten lassen. Die Körstelle unseres Kreises muß 
also demnächst aus zehn Züchtern, für jede Tier 
gattung zwei, bestehen. 
Durchführung nnd Art der Körungen 
im Körbezirk Rendsburg. 
Es gibt nach der 1. Verordnung zur Förderung 
der Tierzucht Hauptkörungen, Svnderkörungen und 
Nachkörungen. Die Hauptkörungen finden nur 
einmal im Jahr als Sammelkörungen statt. Svn 
derkörungen können auf Versteigerungen, Ausstel 
lungen und anderen Veranstaltungen anerkannter 
Züchtervereinigungen oder der Landesbauernschaft 
stattfinden. Die Sondcrkörung ist Sache des Kör 
amtes, das diese Aufgabe jedoch unserer Körstelle 
übertragen kann. Nachkörungen sollen nur in drin 
genden Fällen abgehalten werden. Körungen im 
Stall sind verboten. Die Vatertiere müssen bei jeder 
Körung frei vorgestellt werden. Der Bürgermeister 
und der Ortsbauernführer sollen bei Hauptkörnn- 
gcn, die für ihre Gemeinde angesetzt sind, anwe 
send sein. 
Zuchttiere im Landkreisgebiet Rendsburg. 
Hengste sollen in der Regel jedes Jahr zur Kö 
rung vorgeführt werden, Bullen, Eber und Ziegen 
böcke, die einmal auf einer Hauptkörung vorgeführt 
worden sind, sollen in der Regel noch ein ziveites 
Mal vorgeführt werden, Schafböcke sind nur ein 
mal auf einer Körung vorzuführen. Nach der letz 
ten amtlichen Viehzählung vom 8. Dezember 1985 
gab es in unserem Landkreisgebiet insgesamt 13 702 
Pferde. Die Hengste waren leider nicht einzeln 
angegeben. In der Gruppe Rindvieh wurden ins 
gesamt 630 1 bis noch nicht 2 Jahre alte Bullen 
und 532 ältere Bullen gezählt, die zur Zucht be 
nutzt wurden. Ueber 'A bis 1 Jahr alte Zuchteber 
wurden 841 gezählt und 276 ältere zur Zucht be 
nutzte Eber. Bei den Schafen wurden 534 männliche 
unter 1 Jahr alte Tiere und 241 über 1 Jahr alte 
männliche Tiere gezählt. Von den über ein Jahr 
alten Tieren waren 157 Hammel, also zur Zucht 
untaugliche Schafbücke. Ebenso wie bei den Schafen 
wurden bei den Ziegen die einzelnen zur Zucht 
bestimmten Tiere nicht besonders angegeben. Unter 
1 Jahr alte männliche Ziegen wurden 13 gezählt 
und weitere 38 ältere Ziegenböcke. Nach den neuen 
Bestimmungen zur Förderung der Tierzucht müssen 
die zur Zucht bestimmten Vatertiere ein Miudest- 
alter haben, und zwar bei de» Hengsten 2'A Jahre, 
Bullen 12 Monate. Schafböcke 9 Monate, Eber und 
Ziegenböcke 6 Monate. 
Verpflichtung zur Haltung von Vatcrtiercn. 
Für eine Zahl bis zu jeweils 100 deckfähigen 
Rindern, 60 Sauen, 60 Schafen oder 80 Ziegen muß 
in jeder Gemeinde wenigstens je ein angckörtes 
Vatertier vorhanden sein. Soivcit im Einverneh 
men mit der zuständigen unteren Berivaltungs- 
behörde Bereinigungen zur Haltung von Vater- 
tieren nicht gebildet werden können, können die 
Gemeinden zu öffentlicher Haltung der erforder 
lichen Bullen, Eber, Schaf- und Ziegenböcke ver 
pflichtet iverden! Die Gemeinden können die Hal 
tung der von ihnen beschafften Batertiere zuver 
lässigen Personen übertragen. Die Gemeinden 
werden die Kosten der Batertierhaltung auf die 
Halter der in der Gemeinde befindlichen weiblicheu 
Tiere umlegen. Züchter, die ein angekörtes Vater 
tier halten, können von der Umlage befreit werden. 
Die Körstelle unseres Körbezirks stellt dem 
Halter des angekörten Vatertieres ein Körbuch 
aus. Eintragungen in dieses Blich darf nur die 
Körstelle (Köramtj vornehmen. Außerdem iverden 
Deckblöcke und Deckscheiue ansgestellt. Die Ergeb 
nisse der Ankörnngen sind öffentlich bekannt zu 
geben. Die Körstelle unseres Körbezirks muß ein 
Verzeichnis der von der Körstelle angekörten Vater 
tiere führen. Die Kosten der Ankörungen trägt 
der Reichsnährstand. 
Die 1. Verordnung zur Förderung der Tier 
zucht vom 26. Mai 1936 erhält mit Wirkung vom 
1. September 1936 Gesetzeskraft. Zur Vermeidung 
wirtschaftlicher Härten wird in den ersten Jahren 
nach Inkrafttreten der Verordnung auf die beste 
henden örtlichen Verhältnisse weitgehend Rücksicht 
genommen. E. C- 
Torfvmllvenveaduuz oder IavchegMbe, 
Javchegrube oder Gärturm? 
Von Dr. Schade. 
Man wird zur Zeit viel danach gefragt, ob es 
Zuschüsse für den Bau von Jauchegrubcn gibt. 
Das ist nicht der Fall. 
Eine nicht geringe Anzahl von Bauern wollen 
Jauchegruben bauen. Ist das richtig? Gewiß ist 
es nachteilig, wenn täglich die Jauche abfließt. 
Je Tier und Winter gehen mindestens rund 2000 
Liter auf diesem Wege der Wirtschaft verloren. Es 
ist daher alles daran zu setzen, solchen Verlust zu 
unterbinden. Man ist viel der Meinung gewesen, 
daß die getrennte Aufbewahrung von Jauche und 
Stalldung das beste Verfahren sei, um die Wirt- 
schaftsdünger verlustlos aufzubeivahren und sie in 
eine für die Pflanzenernährung wertvolle Form 
überzuführen. Ueberall dort, wo kein Torfmull 
preiswert zu erstehen ist, ist dies auch sicher richtig 
und in jeder Hinsicht zu fördern. Aber wo trifft 
dies zu? 
Jedoch soll man sich hüten, den Wert der Torf 
mullverwendung gegenüber dem Wert einer Jauche 
grube zu unterschätzen. Man bedenke, daß die Art, 
Jauche sür sich aufzubewahren und zu verwenden, 
folgende Anschaffungen der Reihe nach nötig macht: 
Jauchegrube — Pumpe — Wagen — Verteiler. 
Dazu muß man Jauche fahren, wenn die Grube 
voll ist. 
Bei der Torfmullverwendung stud dagegen die 
Handel nnd Wandel 
Oie Ferkelmärkte 
in der Woche vom 25. bis 30 Mai 1936 
Marktplätze 
©nippe I 
Leck . . . 
Niebüll . . 
Dredstedi 
Flensburg 
Durchschnitt 
* Dorn». 
©nippe 11 
Husum . . 
Schleswig . 
Rendsburg 
Eckernsördk 
Kiel . . . 
Nortors . . 
Neumünster 
Durchschnitt 
* Borw. 
©ruppe 111 
tzademarsch. 
Heide . . . 
Meldors . . 
Itzehoe. . . 
Schnelsen . 
Altona. . . 
Wandsbek . 
Durchschnitt 
„ Vorw. 
173J 
1661 
Preise 
tn JIM, je Stück 
4-6 6-8 Üb. 8 
W. W. W. 
20 22 
18-20 
15-17 
IN 20 
19 2i 
19 21 
16 20 
17 20 
17-21 
17 19 
1620 
ie-id 
16 1 
18-20 
22 24 
20 23 
17 19 
>0 23 
21 24 
21 24 
20 25 
21 24 
21 24 
19 22 
21-25 
24-28 
18-22 
19 25 
21-24 
23 25 
21 
23 25 
2 3 25 
25 27 
25-28 
24-26 
22 25 
26-32 
28 36 
22 30 
25-32 
24 30 
i.^ie‘/«kg 
«eicht !chw 
64 68 
75 80 
75-78 
70 80 
81-85 
58 60 
Marktverlau 
Handel 
langsam 
mitre'maß 
langsam 
Räumung 
n geräumt 
geräumt 
n. geräumt 
65 75 
68 70 
/0-75 
65-75 
60 70 
70-80 
78 81 
Mittelmaß. 
Mittelmaß 
gut 
flau 
Mittelmaß. 
Mittelmaß 
schlepp, 
nie mäß. 
flott 
langsam 
gut 
geräumt 
l geräumt 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
ş. geräumt 
geräumt 
geräumt 
Die Ferkel- und Läufcrmärkte. 
Das Angebot war in der BerichtSmoche unein 
heitlich. Die Marktalge schwankte zwischen mittel 
mäßig bis gut in Oldenburg, Delmenhorst, Wun 
storf. Osnabrück, Kreuzburg, Husum nnd Bismarck. 
Im Großhandel des nordwestdeutschen Bezirkes 
hat sich die Preislage für Ferkel und Läufer nicht 
verändert. 
Ordentliche Generalversammlung 
der Spar- und Darlehnskaste in Kropp 
Am 27. Mai fand bei Gastwirt Kruse in Kropp 
die ordentliche Generalversammlung der Spar- und 
Darlehnskasse in Kropp statt. Die Versammlung 
ivurde von dem Bauern Clans Harder eröffnet, 
der anschließend den Geschäftsbericht erstattete. Der 
Geschäftsbericht ließ erkennen, daß die Kasse zur 
Zufriedenheit aller Genossen gearbeitet hat. Die 
Gesamtzahl der Genossen beträgt 126. An Konten 
waren 500 zu führen, davon 210 in lfd. Rechnung 
und 290 Sparkonten. Der einseitige Umsatz betrug 
im verflossenen Geschäftsjahr 2128 485 MM. Das 
Jahresergebnis schloß mit einem Verlust von 440,04 
Reichsmark ab, der bedingt war durch den Zins 
ausfall der E-Konten. Der Unterschuß wird auS 
dem Rückstellungskonto gedeckt. Fiir das ausge 
schiedene Aussichtsratsmitglied Drogist Max Walk- 
ker wurde das Vorstandsmitglied Bauer Claus 
Harder einstimmig gewählt. Die satzungsgemäß 
ausscheidenden Vorstandsmitglieder Schuhmacher 
meister Johann Kruse nnd Landwirt Johann Thie 
ßen wurden durch Zuruf einstimmig wiedergewählt. 
Neu trat in den Aussichtsrat der Gastwirt und 
Viehhändler Johann Grimm ein. Auf Vorschlag 
deS Herrn Mceves wurde die Zahl der Aufsichts- 
ratsinitglieder von 3 auf 4 Mann erhöht. Um nun 
die Zusammenarbeit zwischen der Kasse und dem 
landwirischaftlichen Bezugsverein enger zu ge 
stalten, wurde der Rentner Peter Ions, der dem 
Aussichtsrat des Bezugsvereins angehört, einstim 
mig in den Aussichtsrat der Spar- und Darlehns 
tasse gewählt. 
Heider Marktbericht vom 36. Mai 
Dem Heider Viehmarkt waren 25 Stück Rindvieh 
zugeführt. Der Handel war mittelmäßig. Es ko 
steten: Milchkühe 400—450, Kalbkühe 400—500, Kalb- 
auien 350—420, Fehrkühe 270—370, 1jährige Ochsen 
120—150, 114jähr. Ochsen 150—220, 2 jähr. Ochsen 
220—280, Kälber 40—50 MJl je Stück. — Die 
Heider Produktenbörse notierte folgende Preise: 
Wiesenheu 1.60, Kleehen 2,80. Stroh 0,80—1, Häck 
sel 1,80, Kartoffeln 3—4,50 M.M. — Auf dem heuti 
gen Wochenmarkt kosteten die Eier 7,5—8 Pfg. das 
Stück, die Butter kostete 4.55 MM das Pfund. 
Jtzehoer Ferkelmarkt vom 2. Jnni 
Auftrieb: 97, Handel sehr langsam, Markt vor 
aussichtlich nicht geräumt. Preise: 80—85. 75—80, 
68—75, 50—68. 
genannten Anschaffungen unnötig, man ist mit dem 
Ausfahren an keine Zeit gebunden, und dazu 
kommt, daß die getrennte Aufbewahrung von 
Jauche und Mist eine ungünstige Mistvergärung 
als Folge zu haben pflegt. Die richtige Mistver 
gärung (Verrottung) ist aber ebenso nötig für die 
Bodenbakterien — den Nahrnngszubereitern der 
Pflanzen —, ivie das Durchschwitzen des Heus für 
die Gesundheit des Viehs unbedingt erforderlich ist. 
Es ist alsö die gemeinsame Aufbewahrung von 
Jauche und Stallmist der getrennten vorzuziehen, 
vorausgesetzt, daß dafür gesorgt wird, daß keine 
größeren Mengen Jauche aus dem Misthaufen aus 
fließen. Oft ist aber zu wenig Stroh vorhanden, um 
den Harn der Tiere festzuhalten. Man baute daher 
die Jauchegruben und erzielte damit das beste da 
mals bekannte Verfahren, indem man die über 
schüssige Flüssigkeit dem Dunghaufen entzog, sorgte 
aber nebenbei für genügende Feuchtigkeit des Mistes. 
Dieses Verfahren ist insofern noch recht' nachtei 
lig als die nicht im Dung zu verwendende über 
flüssige Jauche bei der Aufbewahrung in Gruben 
und beim Ausfahren auf das Land größeren Stick 
stoffverlusten unterliegt. Verluste entstehen, ehe die 
Jauche in den Behälter gelangt, ferner im Behäl 
ter und beim Ausspritzen auf den Acker oder die 
Grünlanbsläche. Auch der Zusatz an chemischen Stof 
fen wie Gips und anderen Stoffen ändert an die 
ser Tatsache nichts. Wohl aber der Torfzusatz. 
(Schluß fclßt.) 
Der Bedarf an Klein- nnd 
Mittelwohnnnge« 
Weitere Reichsmittel sür Wohnungsumbau 
Der Reichsarbeitsminister hat für die Tei 
lung von Wohnungen und den Umbau sonsti 
ger Räume zu Wohnungen einen weiteren Be 
trag von 5,7 Millionen MJl zur Verfügung 
gestellt. Er hat dabei darauf hingewiesen, daß 
bei der Verteilung der Mittel die allgemeinen 
Grundsätze der Wohnungspvlitik berücksichtigt 
werden müssen. Danach ist ausschließlich die 
Erstellung von Klein- und Mittelwohnungen 
zu fördern, die für die minderbemittel- 
ten Schichten des Volkes in Frage kommen. 
Eine Zuschußgewührung, durch die große Woh 
nungen geschaffen iverden, würde diesem 
Grundsatz widersprechen. Andererseits dürfen 
aber auch nicht Primitivwohnungen gefördert 
werden, die vom wohnungspolitischen Stand 
punkt aus abzulehnen sind. Bei der starken 
Nachfrage nach mittleren und kleinen Woh 
nungen sollen Reichszuschüsse für die Teilung 
solcher Wohnungen nicht gegeben werden. 
Zu dem Zusammenschluß Ford-Stoewer 
Die Verhandlungen Ford-Stoewer werden noch 
längere Zeit in Anspruch nehmen. Im Gegensatz 
zu vereinzelt zutage getretenen Auffassungen hören 
wir, daß Ford nicht beabsichtigt, in Stettin eine 
neue Massenproduktion aufzuziehen. Vielmehr war 
für die Jnteressennahme Ford's die technisch außer- 
ordentlich fortschrittliche Entwicklung des Stettiner 
Werkes maßgebend, um aus diese Weise die Vor 
teile amerikanischer Herstellnngsmethoden durch die 
wertvollen Leistungen des in Stettin entwickelten 
und die deutschen Errungenschaften verwertende:, 
Automobilbaues zu ergänzen.
	        
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