Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Deŗ Tag in Wort imö Vilö 
Schatte« des Pfingstfestes 
Unfälle in Berlin. 
Berlin, 1. Juni. Auf dem W a n d l i tz f e e 
ereignete sich am ersten Pfingsttag ein Boots 
unglück, dem zwei Menschenleben zum Opfer 
fielen. In einer Pension an der Stolzenhage- 
ner Straße hatten sich in den Morgenstunden 
ein junger Mann und dessen Braut ein Pad 
delboot gemietet. Einige Zeit später wurde 
das Boot vom Seebad aus gekentert gesichtet. 
Alle Bergungsversuche blieben ergebnislos. 
Auf dem S e d d i n s e e ereignete sich am 
Nachmittag des Pfingstsonntags ein Motor 
bootunglück, Las erfreulicherweise noch glimpf 
lich abgelaufen ist. 
Am Sonnabend vor Pfingsten stieß in Z e tz- 
len d o r f an der Kronprinzenallee ein Mo 
torradfahrer ans Swinemünde mit einem 
Lastauto heftig zusammen. Er wurde in das 
Sanatorium Waldsriede gebracht, wo er an 
den Folgen eines Schädelbruches starb. 
Am Nachmittag des ersten Feiertages kam 
es in der Gustav-Adolf-Straße in Weißen- 
s e e zu einem Zusammenstoß zwischen einem 
mit vier Personen besetzten Personenauto 
und einem Straßenbahnzug. Der 76 Jahre alte 
Wilhelm Dräwert erlitt schwere innere Ver 
letzungen, die seinen Tod zur Folge hatten, 
und der 12 Jahre alte Werner Röhlen gefähr 
liche Rückenverletzungen. 
Ein weiteres Todesopfer forderte ein Mo 
torradunglück, das sich am Pfingstmontag in 
der Goltzstraße in Schöneberg zutrug. 
Im Wohnwagen verbrannt. 
DNB. Köln, 2. Juni. Ein entsetzliches Un 
glück spielte sich in den Abendstunden des 
Pfingstsonntages in der Nähe der sogenannten 
Bergmannssiedlung b. Kohlscheid 
ab. In einem Wohnwagen lebte ein 32jähriger 
Berginvalide mit seiner Frau und vier Kin 
dern im Alter von 13, 11, 3 und 3 Jahren. 
Etwa gegen 21 Jahr hatten die Eltern den 
Wohnwagen verlassen und sich nach Kohlscheiö 
begeben. Als die Kinder allein waren, brach 
aus ungeklärter Ursache Feuer aus. In weni 
gen Augenblicken stand der ganze Wagen in 
Brand. Die vier Kinder wurden ein Opfer der 
Flammen, bevor Hilfe gebracht werden konnte. 
Verkehrsunsälle. 
DNB. Frankfurt a. M., 2. Juni. Am Pfingst 
montag ereignete sich bei Königstein im Tau 
nus an der Einmündung der Reifenberger 
Landstraße in die Limburger Landstraße ein 
folgenschwerer Verkehrsunfall. Ein mit 40 
Mitgliedern des Turn- und Sportvereins 
Rückingen besetzter Lastkraftwagen kam auf der 
Heimfahrt von Oberreifenberg, wohin er am 
ersten Feiertag einen Ausflug unternommen 
hatte, auf der steil abfallenden Straße ins 
Schleudern und überschlug sich zweimal. Sechs 
Männer und sechs Frauen wurden schwer 
verletzt. Die übrigen Verletzten konnten nach 
ärztlicher Hilfeleistung entlassen werden. 
Auf der Fahrt von der Wasserkuppe nach 
Thüringen überschlug sich in einer Kurve in 
der Nähe des Dorfes Wüstensachsen ein Last 
kraftwagen mit 14 Personen, wobei fünf In 
sassen sehr schwer verletzt wurden und vier 
Insassen mit leichteren Verletzungen davon 
kamen. Der Lastkraftwagen war nicht zur Per 
sonenbeförderung zugelassen. Die Verletzten, 
von denen sich drei in Lebensgefahr befinden, 
wurden nach Bad Salzungen ins Krankenhaus 
eingeliefert. 
Abgestürzt. 
DNB. München, 2. Juni. Nach einer Mit 
teilung der Rettungsstelle Aschau sind am 
Pfingstsonntag an der Kampenwand Dr. 
Franz Fischer und Joseph Gatzner, beide aus 
München, tödlich abgestürzt. Die Leichen wur 
den von der Rettungsstelle Aschau geborgen. 
Kraftwagenunglück. 
DNB. Montabaur (Westerwald), 1. Juni. 
Einen tragischen Ausgang nahm im Wester 
wald bei Steinen ein Pfingstausflug, den 
2 Ehepaare aus Köln mit einem Mietskraft 
wagen unternommen hatten. Der Wagen 
streifte einen Grenzstein, überschlug sich zwei 
mal und stürzte ins Wasser. Von den vier 
Insassen konnte lediglich eine Frau gerttet 
werden. Ihr Mann, der den Wagen lenkte, und 
das andere Ehepaar wurden getötet. 
Deutscher Dozent in China ermordet. 
DNB. Peiping, 2. Juni. (Eig. Funkmeldg.) 
Der junge deutsche Dozent D i l l e n z an der 
Provinzialhochschule in Kaifengfu (Honan) 
wurde am Pfingstmontag früh in der ver 
kehrsarmen Nordostecke der Stadt ermordet 
aufgefunden. D i l l e n z, der erst im Novem 
ber v. I. von der Deutschen Akademie in 
München nach China gekommen war, hatte am 
Abend seine Wohnung zu einem Spaziergang 
verlassen, von dem er nicht zurückkehrte. Wei 
tere Einzelheiten über das Verbrechen sind 
«och nicht bekannt. Die chinesischen Behörden 
haben eine eingehende Untersuchung eingelei 
tet. 
* o. * 
Neuschnee in Bayern. 
DNB. München, 2. Juni. (Eig. Funkmeldg.) 
Der Temperatursturz, der in der Nacht vom 
Pfingstsonntag zum Montag einsetzte, hatte 
zur Folge, daß in den Bergen bis auf 1200 
Meter herunter Neuschnee gefallen ist. Am 
Dienstag früh war auch im Tal die Tempera 
tur bei klarem Himmel bis auf den Gefrier 
punkt zurückgegangen. 
* * * 
Die Skagerrakseier in Wilhelmshaven. 
DNB. Wilhelmshaven, 30. Mai. Die 20jähr. 
Wiederkehr des Skagerrak-Tages hatte für den 
Nordseekriegshafen Wilhelmshaven besondere 
Bedeutung, da von hier aus seinerzeit unter 
Admiral Scheer die deutsche Hochseeflotte zur 
Skagerrakschlacht ausgelaufen war. Als der 
Tag sich zum 20. Male jährte, hatten die Ma- 
„Lueen tau“ hmler dem Rekord 
der „Mmanhie“. 
Newyork, 1. Juni. Englands Stolz, die 
„Queen Mary", das größte Schiff der Welt, 
ist auf seiner Jungfernfahrt am Sonntag in 
Newyork eingetroffen. Das Schiff wurde bei 
seiner Ankunft an der Quarantänestation von 
ungeheuren Menschenmassen jubelnd begrüßt. 
Auf der Battery und in den den Pier begren 
zenden Straßen standen riesige Menschenmen 
gen schon lange vor der Ankunft des Schiffes. 
Man schützt, das die Hälfte der Bevölkerung 
von Newyork unterwegs war, um Zeuge der 
Ankunft des Schiffes zu sein. 
Die „Queen Mary" hat die Strecke von 
Bishop Rocks bis zum Ambros-Feuerschiff in 
insgesamt 101 Stunden 46 Minuten zurück 
gelegt. Die offizielle Rekordzeit der „Norman 
die" beträgt 99 Stunden 14 Minuten. Die 
„Queen Mary" ist also über 2 Stunden hinter 
dem offiziellen Rekord zurückgeblieben. Die 
bisher bekanntgewordene Zeitberechnung ent 
stammt privaten Messungen. Eine offizielle 
Zeit ist von der Cunarü Line bisher nicht be 
kanntgegeben worden. Von der Schiffsleitung 
wird erklärt, daß die „Queen Mary" drei 
Stunden lang ihre Fahrt- auf der Höhe von 
Neufundland infolge Nebels bedeutend her 
absetzen mußte. 
* * * 
Großfeuer in Moorburg. 
NN. Moorburg, 30. Mai. In dem Wohnhaus 
des Landwirts Zeltmann in Moor bürg 
brach am Sonnabendvormittag plötzlich ein 
Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit 
ausbreitete. Binnen einer Viertelstunde stand 
das ganze Gebäude in hellen Flammen und 
griff auch auf ein angrenzendes strohgedecktes 
Haus des Arbeiters W e n st über, das eben 
falls bis auf die Grundmauern niederbrannte. 
Vom Inventar konnte nur wenig gerettet 
werden. Auch große Heu- und Strohvorräte 
fielen den Flammen zum Opfer. Viehverluste 
sind glücklicherweise nicht zu beklagen, da die 
Rinder sich auf der Weide befanden. 
* » * 
Der Todessprung des Fassaden 
kletterers. 
Harburg-Wilhelmsburg, 1. Juni. Angestellte 
eines hiesigen Warenhauses entdeckten unter 
dem Spitzdach, unter Packpapier verborgen, ei 
nen Mann, der sich heimlich eingeschlichen hat 
te. Während die Polizei benachrichtigt wurde, 
unternahm der Mann einen Fluchtversuch. Da 
er keinen anderen Ausweg sah, sprang er kur 
zerhand von dem 22 Meter hohen Dach auf den 
Hof, wo er schwer verletzt liegen blieb. Er 
wurde in ein Krankenhaus geschafft, wo er in 
zwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Die 
polizeilichen Feststellungen ergaben, daß es sich 
um den berüchtigten 24jährigen Fassadenklette 
rer Paul Katt handelt. Er galt als berüch 
tigter Einbrecher und hat auf dem Gebiete des 
Fassadenkletterns unglaubliche Leistungen 
vollbracht. 
rinegebäude, die Schiffe und alle Häuser von 
Wilhelmshaven und Rüstringen geflaggt. Im 
Hafen lagen die beiden Linienschiffe „Schlesien" 
und „Schleswig-Holstein", die letzten Schiffe 
der Kaiserlichen Marine und Veteranen aus 
der Skagerrakschlacht. In Wilhelmshaven auf 
dem Ehrenfriedhof liegen auch die Gräber der 
Skagerrak-Gefallenen. Hier an den Gräbern 
der deutschen Skagerrak-Helden vereinigten sich 
am Sonnabendvormittag die Marinetruppen 
teile mit den nationalsozialistischen Verbänden 
und den Marinekameradschaften zu einem Ge 
denkgottesdienst. Der Tag war mit einem gro 
ßen Wecken der Kriegsmarine eingeleitet wor 
den. Der Stellvertretende Kommandierende 
Admiral, Konteradmiral von Nordeck, nahm an 
dem Gottesdienst teil. Als das Lied vom Guten 
Kameraden erklang, senkten sich die Fahnen, 
und an den Heldengräbern der Skagerrak-Ge 
fallenen wurden Kränze des Kommandieren 
den Admirals, der verschiedenen Marinekame 
radschaften, der NSKOV., der beiden Jade- 
städte, des NS.-Marinebundes, des Kyffhäuser- 
bundes und einiger Skagerrak-Kämpfer nie 
dergelegt. 
Bluttat eines Geisteskranken. 
DNB. Saarbrücken, 30. Mai. Zu einer schwe 
ren Bluttat kam cs Freitagvormittag im 
Städtischen Wohlfahrtsamt von Saarbrücken. 
Dort wurde der städtische Beamtenanwärtcr 
Willy H u t h von dem 59jährigen Johann 
W i e s i n g e r, der den ganzen Tatumständen 
nach zweifellos geisteskrank ist, erschossen. Wie 
singer erschien auf dem Wohlfahrtsamt in ei 
ner tollen Maskerade. Auf der Brust hatte er 
ein Plakat, über die Schulter gehängt eine 
Handtasche, die sechs Mordinstrumente, Blu 
men und mehrere Phantasieplaketten enthielt. 
Er hatte zunächst mit den Beamten eine Rück 
sprache. Dann begab er sich auf den Flur, 
drehte sich plötzlich um und richtete die Pistole 
ohne jeden ersichtlichen Grund auf den hinter 
ihm herkommenden Huth. Ehe Huth zu Ab 
wehrmaßnahmen schreiten konnte, sank er, von 
einem Schuß ins Herz getroffen, nieder. Der 
Täter flüchtete und gab dabei noch weitere drei 
Schüsse auf die ihm entgegentretenden Beam 
ten ab, wobei ein Beamter durch einen Schuß 
in die Hand leicht verletzt wurde. Wiesinger 
wurde schließlich überwältigt und der Polizei 
übergeben. 
Bier Todesopfer des Einsturzunglücks aus der 
Castaleugo-Grube. 
DNB. Beuthen, 30. Mai. Wie die Verwal 
tung der Castalengo-Grube in Martinhaus 
mitteilt, hat das Einsturzunglück, das sich am 
Donnerstagvormittag in einem Pfeilerab 
schnitt ereignete, vier Todesopfer gefordert. 
Nachdem von den sechs verschütteten Bergleu 
ten zwei mit leichten Verletzungen geborgen 
werden konnten, schafften die Rettungsmann 
schaften noch am gleichen Abend den Füller 
Johann Leppich aus Libischau, Kreis Kosel, zu 
Tage. Er war bereits tot. In der Nacht zum 
Sonnabend wurden auch die letzten drei Ver 
schütteten als Leichen geborgen. Es handelt sich 
um den Häuer- Maximilian Mainka aus 
Schlesiengrube (Ostoberschlesien) und die För 
dermänner August Lis und Karl Kozybik aus 
Randsöorf, Kreis Beuthen. 
... 
Aeberschwemmungen in Colorado. 
DNB. Newyork, 1. Juni. Wie aus G r a n a - 
d a (Colorado) gemeldet wird, verursachten 
wochenlange Rcgenfälle im Staate Colorado 
verheerende Ueberschwemmungen. Im Süd 
westen des Staates wurden zahlreiche Brücken 
fortgerissen und mehrere Ortschaften überflu 
tet, so daß sie von der Bevölkerung geräumt 
werden mußten. Nach den bisherigen Meldun 
gen sind zwei Personen ertrunken, mehrere 
werden noch vermißt. 
* * * 
Opel-Spende der Darmstädter Hochschule. 
KK. Darmstadt, 1. Juni. Anläßlich des Ju 
biläums der Technischen Hochschule in Darm 
stadt wurde unter Leitung des Geheimrats 
Wilhelm v. Opel eine Jubiläums 
spende für die Darmstädter Hochschule ge 
sammelt, die bereits einen Betrag von einer 
Halben Million überschritten Hat. 
Das Haus der deutsche« Kurzschrift. 
DNB. Bayreuth, 1. Juni. Am Pfingstsonn 
tag erfolgte in Bayreuth in Anwesenheit von 
4000 Mitgliedern der Deutschen Stenographen 
schaft und im Beisein zahlreicher Ehrengälte 
aus dem In- und Auslande die Austragung 
der diesjährigen Meisterschaft in der KurA- 
schrift und in Maschinenschrift sowie die fcier- 
liche Einweihung des „Hauses der deutsche" 
Kurzschrift", womit gleichzeitig die llebersiev- 
lung der Reichsführung der Deutschen Steno 
graphenschaft von Kulmbach nach Bayreuth 
vollzogen wurde. 
^ ? 
Sļaàļsmàng 
des „LZ. Hindenburg“. 
DNB. Hamburg, 2. Juni. (Eig. Funkmeloä 
Das von seiner Südamerikafahrt heimkehrende 
Luftschiff „Hindenburg" stand nach Mitteilung 
der Deutschen Seewarte heute früh um 7 1Ģ 
MEZ. 550 Km. nordöstlich von Madeira. 
« * * 
Das „Ehrenmal der deutschen Leistung 
im Ausland" in Stuttgart. 
Das Deutsche Ausland-Institut in Stuttgart 
wurde im Jahre 1917 gegründet als Museum 
und Institut zur Kunde des Grenz- und 
Auslanddeutschtums. Wenn auch in der 
Zwischenzeit mancherlei andere praktische und 
wissenschaftliche Aufgaben für die Tätigkeit 
des Instituts in den Vordergrund traten, ş" 
blieb doch der Gedanke an den Aufbau einer 
Gesamtschau deutschen Lebens und deutscher 
Leistung im Ausland stets lebendig. Am l^' 
September 1934 wurde vom Vorsitzenden des 
Deutschen Ausland-Instituts, Oberbürger 
meister Dr. Strölin, die Stiftung „Ehrenwal 
der deutschen Leistung im Ausland" errichte" 
Die Stadt Stuttgart stellte für den Aufbau 
des Ehrenmals den Wilhelmspalast, den 
Wohnsitz des letzten württembergischen Kö 
nigs, zur Verfügung. 
Das „Ehrenmal der deutschen Leistung iw 
Ausland" wird eine sinnfällige Darstellung 
des deutschen Menschen im Ausland, seiner 
Arbeit, der Ausstrahlung auf seine Nachbarn, 
seines Anteils am Aufbau der Erde geben- 
In der Darstellung werden neue Wege muse 
aler Gestaltung beschritten werden. Eine geo 
graphische Gesamtübersicht wird in Karten, 
Großbildern und Modellen einen großen 
Ueberblick geben über das gesamte deutsche 
Volkstum außerhalb der Reichsgrenzen. Die 
Schau der auslanddeutschen Leistung wirb 
große Querschnitte zeigen durch die Kultur 
arbeit des bäuerlichen und städtischen Sied 
lers, die deutsche Kolonialleistung und die 
deutsche Kulturleistuttg auf den Gebieten der 
Kunst, Wissenschaft, Technik, Erziehung usw- 
Die volkskundliche Abteilung soll in Bauern 
stuben, Trachten und Beispielen ausland 
deutscher Volkskunst ein Bild davon geben, 
wie gerade im Außendeutschtum sich Sitte und 
Brauchtum mit einer Zähigkeit erhalten, die 
nicht selten die Heimat übertrifft. Im Mittel 
punkt des ganzen Museums steht der EhreM 
raum, der dem Kampf des Auslanddeutsch 
tums um seinen völkischen Bestand und den 
auslanddeutschen Toten gewidmet sein soll. 
Das Ehrenmal ist nicht als einmalige starre 
Ausstellung gedacht, sondern soll durch Ver 
anstaltung von Sonderschauen und regelmä 
ßige Auswechslung des Materials ein stets 
gegenwartsnahes Bild des Auslanddeutsch 
tums bieten. 
Im „Ehrenmal der deutschen Leistung ii" 
Ausland", das bei der Jahrestagung des 
deutschen Ausland-Instituts am 23. Äug"" 
1936 feierlich eröffnet werden wird, ist so zur" 
ersten Male der gesamte Fragenkreis aus 
landdeutschen Schicksals bildhaft umsah" 
Stuttgart erhält in ihm ein Wahrzeichen seiner 
Berufung zur Stadt des Auslanddeutschtums' 
Heldeulal deuffcher Seeleute. 
Fünf Mann des gesunkenen norwegischen 
Dampfers „Hogstad" vom deutschen Dampfe* 
gerettet. 
DNB. Oslo, 29. Mai. Der deutsche Dampfs 
„Helene" meldet am Freitagabend aus Hauge- 
sunö, daß er ein Boot des am Donnerstag 
sunkencn norwegischen Dämpfers „Hogstad 
mit fünf Mann aufgefunden hat. Es gelaķ 
die fünf Mann an Bord des deutschen Damp 
fers zu übernehmen. Der sechste Mann, dcr 
sich ursprünglich in dem Boot befunden hat^ 
war bereits gestorben. 
* * * h 
Heimkehr der Schulkreuzer „Emden" 
„Karlsruhe". Die Schulkreuzer „Emden" u" 
„Karlsruhe" kehren Anfang Juni von ihre" 
Auslandsreisen zurück. „Emden" läuft am 1-:' 
Juni in Wilhelmshaven, „Karlsruhe" am ' 
Juni in Kiel ein. 
Peruanischer Dampfer an der chilenische" 
Küste gestrandet. Der peruanische Dampfe* 
„Saussa" strandete im Sturm gegenüber de 
Hafenstadt Levu. Der chilenische Dampfer „D"" 
Alberto" und der Schlepper „Colo" sind 3"* 
Hilfeleistung ausgelaufen. Nach den bişş* 
vorliegenden Meldungen besteht keine Gef""' 
für die Passagiere und die Mannschaft de 
ķSausia", 
General Litzmann auf dem Totenbett.
	        
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