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Arbeitsdienst und SS. Spalier.
Mrettagêmg M hiîlerjugend
Gebiet 7.
DNB. Langeoog, 2. Juni. Ueber Pfingsten
fand auf der Nordseeinsel Langeoog ein vier
tägiges Führerlager aller Bann- und Jung
bannführer sowie der Unterbann- u. Stamm
führer des Gebietes 7 (Nordsee) der HI. statt.
Zugleich waren zu der Tagung die BDM.-
Führerinnen des Obergaues Nordsee erschie
nen. Das Zeltlager wurde durch den Gebiets
führer Luehr Hogrefe am Sonnabend, 30. Mai,
mit einer Morgenfeier eröffnet. Ziel des La
gers war, die gleichmäßige Ausrichtung auf
die Sommerlagerarbeit vorzubereiten. Mit ei
nem rassepolitischen Schulungsvortrag des
Leiters des Rassepolitischen Amtes, Dr. Groß-
Berlin, sowie mit einem heimatkundlichen
Vortrag wurde die Arbeitstagung eingeleitet.
Den Höhepunkt des Treffens bildete der Be
such des Stabsführers Lauterbach, der am
Pfingstmontag zu den Führern und Führerin
nen sprach.
Sonnenfinsternis am 19. Juni
AslronMen-ZleWchM in Rußland.
im Jahre 1933
im Jahre 1934
im Jahre 1935
Vinnen drei Jahren:
Hamburgs Fremdenverkehr beinahe
verdoppelt.
Der Fremdenverkehr in den meldepflichtigen
Hotels, Gasthöfen, Pensionen und Herbergen
in Hamburg hat nach jahrelangem Tiefstand
in den beiden letzten Jahren wieder eine kräf
tige Belebung aufzuweisen gehabt. An diesem
Zuwachs haben sowohl der Jnlandsfremden-
verkehr als auch der Berkehr von Auslands
fremden teilgehabt. Die Zahl der Fremden in
Hamburg hat, wie das Statistische Landesamt
im neuesten Heft seiner Monatsschrift berich
tet, betragen:
insgesamt darunter
aus dem Ausland
317 000 42 000
408 000 56 000
607 000 82 000
Am stärksten ist der Zuwachs des Fremden
verkehrs infolge der Belebung des Erholungs
und Vergnügungsverkehrs in den Sommer
monaten gewesen. Aber auch der Winterreise-
verkehr, der in Hamburg überwiegend Ge
schäftsverkehr zu sein pflegt, hat sich seit dem
Tiefstand im Winter 1932 nahezu verdoppelt.
Unter den Ausländern, die Hamburg besuch
ten, pflegen neben den Reisenden aus Nord
amerika die Fremden aus den nordischen
Staaten, England und Holland vor allem
zahlreich zu sein,' im Jahre 1935 sind aus
Schweden, Dänemark und Norwegen rund
26 000, Großbritannien und Irland rd. 7400,
Holland rd. 7200, den Vereinigten Staaten von
Nordamerika rd. 12 000 Fremde nach Hamburg
gekommen.
Wenn Hamburg auch keine ausgesprochene
Fremdenverkehrsstadt ist, wie z. B. München,
so steht es doch der Zahl der aufgenommenen
Fremden nach unter den deutschen Großstäd
ten an dritter Stelle (nach Berlin und Mün
chen). Auch der Anteil der Auslandsfremden
ist in Hamburg stets recht groß. Es wird in
dieser Hinsicht nur von München, Köln, Düs
seldorf, Aachen, Wiesbaden und Mainz, nicht
aber von Berlin übertroffen.
Lire àjagirenzorre Hsarrs r
Der Streik als revolutionäres Kampfmittel
FêWielķ in Mrieàrg.
DNB. Marienburg, 1. Juni. Zu Pfingsten
fanden in Marienburg die traditionellen Fest
spiele statt, die besonders nach dem Besuch des
VDA. im vorigen Jahr weit über Deutschland
hinaus in der ganzen Welt bekannt geworden
sind.
Unter Leitung von Staatsrat Wüsten
hagen aus Hamburg, der auch die Titelrolle
übernommen hatte, wurde Goethes „Götz von
Berlichingen" ausgeführt. Neben zahlreichen
namhaften Schauspielern aus dem Reich und
den besten Kräften der Grenzlandtheater aus
Schneidemühl, Elbing und Tilsit wirkten in
kleineren Rollen und Massenszenen, wie im
mer in Festspielen, Marienburger Bürger mit.
SA. und SS. stellten die Reiter für die Auf
führung. Unter den vielen Vertretern der
Partei und der Behörden, die mit Tausenden
von Zuschauern den Festspielen beiwohnten,
sah man bekannte Gäste der Partei und des
Heeres.
DNB. Paris, 2. Juni. Die Streiks halten
an. Am Dienstagmittag lagen 66 Fabriken
still, und zwar waren davon 61 Betriebe neu
in den Streik getreten. In den anderen 18
Fabriken dauert der Streik bereits seit vor
Pfingsten, außerdem wird in zehn chemischen
Fabriken gestreikt. Aehnliche Meldungen kom
men von überall in der Provinz. Der Streik
wird einheitlich in der Form durchgeführt, daß
die Arbeiter die Fabrik besetzt halten. Man
rechnet mit dem Ansteigen der Zahl der strei
kenden Betriebe im Laufe des Dienstagnach
mittag.
In einer Mitteilung des Arbeitgeberver
bandes der Pariser Metallindustrie wird
zum Ausdruck gebracht, daß es augenscheinlich
nicht das Ziel des Streikes sei, Sonderforöe-
rungen in einzelnen Fabriken durchzusetzen,'
es seien Schriftstücke gefunden worden, die
eine Einmischung von außen in die Fabriken
bewiesen.
Nach den Abmachungen vom Sonntag sollten
Montag nachmittag die allgemeinen Schlich
tungsverhandlungen zwischen Arbeitgebern
und Gewerkschaften unter Führung des Ar
beitsministeriums beginnen. Die neue Zuspit
zung der Lage droht diese mühsam erzielte
Versöhnungsaktion hinfällig zu machen. Der
Unternehmerverband der Pariser Metallindu
strie hat eine Verlautbarung herausgegeben,
in der festgestellt wird, daß das ausdrückliche
Versprechen der Streikleitung, alle besetzten
Fabriken zu räumen und den Streik überall
einzudämmen, nicht eingehalten worden ist,
sondern daß, offenbar über den Kopf der Ge
werkschaftsführung hinweg, neue Arbeiter in
den Streik getreten sind. Da sich die verschie
densten Unternehmen dem Streik angeschlos
sen hätten, könne nicht mehr vom Verlangen
einer besonderen Erwerbsklasse gesprochen
werden, sondern es handle sich um eine allge
meine Bewegung eindeutig politischen, um
nicht zu sagen revolutionären Charakters.
Die Fabrikleitungen haben in mehreren
Füllen festgestellt, daß den Arbeitern von
außen durch schriftliche Befehle Anweisungen
gegeben werden. Offenbar handelt es sich dabei
um direktes Eingreifen der kommunistischen
Agenten, die immer deutlicher ihr Doppelspiel
enthüllen, das heißt auf der einen Seite die
biederen Mitarbeiter der Volksfront gewin
nen, auf der anderen Seite jedoch jede Gele
genheit benutzen, um die Straße in Atem zu
halten und aus revolutionäre Ereignisse vor
zubereiten.
Minister Sarraut und Arbeitsminister
Frossard hatten am Dienstagabend eine Un
terredung mit einer Abordnung des Gewcrk-
schaftsverbandes. Sie machten dabei darauf
aufmerksam, daß die Gewerkschaften alles tun
mögen, um in Znkunft die Beeinträchtigung
der persönlichen Freiheit des leitenden Per
sonals der bestreikten Fabriken zu verhüten.
Demgemäß hat der Gewerkschaftsverband auch
an die Arbeiter Verhaltungsvorschriften er
lassen, die ausdrücklich vorsehen, daß das lei
tende Personal auch in den von den Beleg
schaften besetzten Werken aus- und eingehen
darf.
wird gegen die lapamjche Truppenoermê
rung protestiert und volle Unterstützung ° cU
sprochen. Nur bewaffneter Widerstand könne
China nach dem Fehlschlagen des Völkerbun
des retten. China dürfe keinen Zoll Lande»
aufgeben.
* ... *
Die Heerschau des Dänentums auf deutsche«
Gebiet.
KNS. Am 6. und 7. Juni findet die dänisch
Jahresversammlung in Flensburg stall'
Wie stets werden dazu viele Teilnehmer von
nördlich der Grenze und aus Kopenhagen er
wartet. Die „Junge Grenzwehr" veranstaltet
Gesellschaftsfahrten von Nordschleswig nach
Flensburg, und auch zwei Dampfer von Alsea
werden erwartet. Nach einem Begrüßung^
abend am Sonnabend im „Flensborghus" Miro
am Sonntagmorgen auf dem Festplatz oberhalb
der Apenrader Straße feierlich ein großes
Dannebrog gehißt. Vormittags findet in der
Heiliggeistkirche ein dänischer Festgottesdienst
statt. Nachmittags wird sich von der Duburg-
schule aus ein Festzug mit Fahnen nach de«
Festplatz bewegen, wo verschiedene Redner dcw
Wort haben und mehrere Hundert Sänget
Chorgesang bieten werden. Unterhaltungs
abende im „Flensborghus" und im „Bürger
verein" beschließen die Kundgebung.
Seit geraumer Zeit schon werden in Sow
jetrußland Vorbereitungen zur Beobachtung
der totalen Sonnenfinsternis in diesem Jahr,
die am 19. Juni eintritt, getroffen. Die besten
Beobachtungsplätze, wohin sich sowjetrussische
wissenschaftliche Expeditionen begeben, dürften
in Sibirien und im Gebiet von Orenburg
südlich des Urals liegen. Es ist eine Gruppe
französischer Astronomen in Moskau einge
troffen, um die Sonnenfinsternis zu beobach
ten. Zu dem gleichen Zwecke treffen Gelehrte
aus Polen und der Schweiz ein. Auch Astro
nomen aus den Bereinigten Staaten, Eng
land, Italien und anderen Ländern begeben
sich an die am günstigsten gelegenen Orte der
Sowjetunion, wo das Studium der Natur
erscheinung am vorteilhaftesten durchzuführen
ist.
506 Iļà§r zum Besuch der Rerchs-
hmplsiM emgelrssfen.
DNB. Berlin, 1. Juni. Im Austauschver-
lehr zwischen Deutschland und Italien trafen
am Pfingstmontag 500 Italiener im Sonder
zug auf dem Anhalter Bahnhof zum Besuch
der Reichshauptstadt ein. Die italienischen
Gäste, die bereits München einen Besuch ab
gestattet haben, wurden auf dem mit den
deutschen und italienischen Farben ge
schmückten Bahnsteig von Vertretern des Pro
pagandaministeriums und der Stadt Berlin
empfangen. Zur Begrüßung hatten sich wei
tere Angehörige der italienischen Botschaft
und viele Mitglieder der italienischen Kolonie
in Berlin eingefunden.
Die Lage m Arabien.
Die Zahl der Verhaftungen in Palästina.
DNB. London, 3. Mai. (Eig. Funkmcldg.)
Nach einer amtlichen Verlautbarung aus Je
rusalem sind seit Beginn der Unruhen etwa
1100 Araber und rund 100 Juden verhaftet
worden. Auch wird eine örtliche Pressezensur
durchgeführt.
Die gesamte arabische Presse verboten.
Die Mandatsregierung hat die gesamte ara
bische Presse Palästinas auf die Dauer von
zehn Tagen verboten.
Zum erstenmal Tränengas gegen Araber.
An der Grenze zwischen Aegypten und Pa
lästina wurde gestern znm ersten Male Trä
nengas gegen Araber eingesetzt, die eine eng
lische Patrouille überfallen hatten. Es gelang,
die Araber mit Hilfe des Reizgascs kampfun
fähig zu machen und in die Flucht zu schlagen,
ohne daß von englischer Seite auch nur ein
einziger Schuß gefallen wäre. Die Wirkung
des Tränengases auf die davon völlig über
raschten Araber soll sehr, stark gewesen sein.
Die Ankunft des Chefs der englischen Luft
streitkräfte im Fernen Osten, Sir Robert
Bruce Poklaend in Palästina hat großes Auf
sehen erregt. Man erklärt, sein Eintreffen
hänge mit der bevorstehenden Einsetzung eng
lischer Flugzeuge gegen die Araber zusam
men. Außerdem wird betont, daß gestern zwei
englische Zerstörer aus Alexandria einge
troffen seien, um Tel Aviv gegen Angriffe der
Araber zu schützen.
Der König und die Frontkämpfer
Die deutschen Frsüllämpser bei
König Ehunrö.
DNB. London, 3. Juni (Eig. Funkmeldg.)
König Eduard empfing am Dienstagabend
die führenden ausländischen Frontkämpfer,
die sich an der Jahrestagung der British Le
gion in Buxton beteiligt hatten.
Die deutschen Frontkämpfer waren durch
den Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha und
H. G. Stahmcr vertreten. Ferner waren Ge
neral Fürst Schönburg-Hartenstein (Oester
reich), General Vazvff (Bulgarien), General
Graf Takach-Tolvay (Ungarn), General Wey
gand als Vertreter Frankreichs und General
van der Burch für die belgischen Frontkämpfer
anwesend. Der König unterhielt sich etwa
Dreiviertelstunden lang mit den Front
kämpfern, die ihm durch den Präsidenten der
British Legion, Generalmajor Frederic Mau
rice, vorgestellt wurden.
Wie Daily Telegraph meldet, wiederholte
König Eduard im Verlaus der Audienz seinen
starken Wunsch, daß die Frontkämpfer wei
terhin für die Sache des Friedens arbeiten
und in diesem Geiste zusammentreffen und
ihre Meinungen austauschen mögen.
Ei», Toter und drei Schwerverletzte bei eine«
Schtttzenumzug.
DNB. Apenrade, 2. Juni. Bei einem Umzuö
anläßlich der Jubiläumsfeier des Apenradct
Schützenvereins ereignete sich am Dienstag
vormittag ein schwerer Unglücksfall. Die
Pferde eines in einer Seitenstraße haltenden
Wagens wurden plötzlich wild und rasten i»
die Menschenmenge. Dabei wurden 16 Perso
nen umgerissen. Drei Personen wurden schwer
verletzt. Auch der Fahrer des Wagens, der
versuchte, die Pferde zum Stehen zu bringew
wurde gegen eine Hauswand geschleudert um
erlitt schwere Verletzungen. Eine Frau ist be
reits an den erlittenen schweren Verletzungen
gestorben.
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Südweslchina soröeri Widerstand
gegen Japan.
DNB. Schanghai, 2. Juni. (Ostasiendienst
des DNB.) Einen energischen Widerstand
gegen Japans aggressive Politik in Nordchina
fordert ein gemeinsames Telegramm des süd
westlichen politischen Rates und des südwest
lichen Kuomintang-Vollzugsausschusses an die
Regierung in Nanking. In diesem Telegramm
Ein Glockenspiel läuft Amok.
DNB. Kopenhagen, 2. Juni. Ein unang^
nehmes nächtliches Erlebnis hatten in einet
der letzten Nächte die Bewohner des Stadtteils
Christianshavn. Das Wahrzeichen vo»
Christianshavn ist die Frelser- oder Erlöses
kirche, deren Turm einem Korkenzieher ähnlich
sieht. In dem Turm ist ein Glockenspiel unter
gebracht, das jeden Tag eine Reihe von Melo
dien zu Gehör bringt. Das Programm beginnt
jeden Morgen um 9 Uhr mit einem Morgen-
lied und schließt um Mitternacht mit eine«
Wächterlied. Dieses Wächterlied brachte das
Glockenspiel in der fraglichen Nacht programs
gemäß zu Gehör, worauf es bis zum nächsten
Morgen hätte schweigen sollen. Nach kurzer
Pause setzte das Glockenspiel mit der nächsten
Melodie ein, der das ganze Tagesprogramm
folgte und das nicht etwa nur einmal, sondern
mehrfach. Man kann sich die unangenehme
Ueberraschung der Bevölkerung denken, die
durch das anhaltende Spielen aus dem Schlai
aufgestört worden war. Schließlich wurde der
Küster alarmiert, dem es denn auch bald 8^
lang, das Glockenspiel zum Schweigen zu brin
gen. Wie sich später herausstellte, war das uw
aufhörliche Spielen darauf zurückzuführen, daß
einige Spulen durchgebrannt waren, so daß die
Walze mit den verschiedenen Melodien sich
aufhörlich um ihre Achse drehte.
Die letzte Ehrung
Die Bestattung des DSnenMrers H. P. Haussen
Argentiniens Antrag in Genf
schriftlich eingebracht.
Sie UtwlwM wollen Entscheidung
in Gens.
DNB. Genf, 2. Juni. Der Vertreter Argen
tiniens beim Völkerbund hat Dienstag abend
dem Generalsekretär ans dessen Wunsch den
Antrag seiner Regierung auf Einberufung
der Völkerbundsversammlung in schriftlicher
Form überreicht.
Auf Grund der Besprechung, die aus diesem
Anlaß zwischen dem Generalsekretär und dem
argentinischen Vertreter stattfand, erklärte
dieser den Vertretern der Presse, daß die Ver
sammlung auf alle Fälle im Laufe des Mo
nats Juni einberufen werde, um die gegen
wärtige Lage im italienisch-abessinischen Streit
zu prüfen. In dem argentinischen Antrag
wird erklärt, daß der Völkerbund auf dem
Grundsatz der Gleichberechtigung beruhe und
daß daher allen seinen Mitgliedern Gelegen
heit geboten werden müsse, die in Abessinien
entstandene neue Lage zu prüfen,' das ver
lange auch die öffentliche Meinung aller Län
der.
Am Pfingstsonnabend wurde in Apenrade
H. P. Hanssen zur letzten Ruhe getragen. Die
Beerdigung gestaltete sich zu einer großen
Kundgebung des Dänentums mit einem groß
skandinavischen Einschlag, wie es dem politi
schen Wirken des Verstorbenen entsprach.
Nachdem der Tote vormittags von seinen An
gehörigen und engeren Freunden vom Ster-
bchause am Südufer der Förde in die St.
Nikolaikirche von Apenrade überführt worden
war, fand dort nachmittags die Trauerfeier
statt. Dieser wohnten die Minister Stauning,
Dahlgaard und Jörgensen sowie als Vertre
ter des Königs dessen Adjutant, Oberst
Dreyer, bei, ferner Vertreter der hohen Be
amtenschaft, des dänischen Heeres, der Kopen-
hagener Universität, der Geistlichkeit, der Leh
rerschaft, Reichstagsmitglieder und andere
dänische Politiker, ferner Vertreter der Ge
sandtschaften Schwedens, Norwegens und Is
lands in Kopenhagen. Abordnungen dänischer
Vereine hatten vor der Kirche Aufstellung ge
nommen. Die Trauerpredigt hielt Pastor
Ludwigsen, der Geistliche der grundtvigiani-
schen Freigemeinde in Apenrade. Darauf
sprach Schriftleiter Niels Hansen vom
„Hejmdal" als langjähriger Mitarbeiter des
Verstorbenen. Der Trauerzug wurde ange
führt durch zahlreiche Abordnungen dänischer
Jugendvereine mit Dannebrogs. Dem Leichen
wagen fuhr ein Landauer vorauf, auf dem
fünf Kränze mit Schleifen in den Farben der
übersandt. Auch vom dänischen Königs- und
vom Kronprinzenpaar waren Kränze mit
Schleifen gesandt. Dem Sarge folgten
die
zahlreichen Angehörigen des Toten, die Min^
ster, Abordnungen und wohl alle hervortre-^
tenöen politischen Freunde des VerstorbeneN-
die nicht, wie der Magister Clausen, durch
Krankheit verhindert waren. Es war eine Ve^
tretung des gesamten Dänentums der „ApeR
rader Richtung", das dem toten Führer das
Ehrengeleit gab, ein wohl mehr als zmel'
tausendköpfiges Gefolge. Vor der Staatsschuld
bildeten deren Lehrer und Schüler Spalier»
wie auch eine große Menschenmenge den
umsäumte und den Toten grüßte. Die Söh'^
und Schwiegersöhne trugen den Sarg
Grab, in dem H. P. Hanssen neben seiner ih«
vor kaum einem halben Jahr in den Tod vo^
aufgegangenen Gattin beigesetzt wurde. Naast
dem Pastor Ludwigsen den kirchlichen DieR
verrichtet hatte, wurden die Dannebrogs übe
das Grab gesenkt. Schließlich richtete der alt^
ste Sohn, Hofbesitzer P. Chr. Hanssen-Nygaşş»
Dankesworte an die Trauerversammlung. t
Nach der Bestattung fand im „FolkehjeR^
Saal eine Gedenkfeier unter dem Vorsitz
Bürgermeisters Fink, Apenraüe, statt, die şş
die vielen Zuhörer im Garten durch LaU^
sprecher übertragen wurde. Hier sprachen
nisterpräsident Stauning, der den Toten 8"
Politiker und dänischen Patrioten feierte, p 0 '"
besitzer Refslund Paulsen, Baulund, Unive»
sitätsprofessor Aage Friis u. a. — Die TracE^
feier wurde durch einen Film festgehalr^
und durch den Rundfunk übertragen, woduĢ
nordischen Staaten lagen, als Symbol des unterstrichen wurde, wie hoch man die Bedc^
Großskandinavismus vom Verein „Norden" àng des Wirkens des Verstorbenen für ba
iling ves Wcorens oes ^eryoroenen ~ ļ
Dänentum im Grenzlande und für Dänema
einschätzt.
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