Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

und aufschlußreiche Filme vorgeführt, in denen 
die Aufgaben und die Bedeutung des Luft 
schutzes, seine Notwendigkeit und seine Durch 
führung gezeigt wurden. Die durch den Reichs 
luftschutzbund organisierte Schulung der Be 
völkerung wurde vorgeführt, sowie auch der 
Einsatz, wie er bei Luftangriffen notwendig ist. 
Darauf sprach Freiherr von M a s s e n b a ch 
über das gleiche Thema. Er wies darauf hin, 
daß in einem zukünftigen Krieg das ganze 
Land Kampfgebiet und das ganze Volk Kämp 
fer sei, daß sich deshalb schon jetzt eine Schick 
salsgemeinschaft aller bilden müsse, die den 
festen Willen haben, durch Mitarbeit im Selbst 
schutz die Gefahren auf das Mindestmaß her 
abzudrücken. Nach Darbietung eines Tonfilms 
„Nächtlicher Spuk", der die allen Sachwerten 
durch die Natur drohenden Zerstörungen ver 
anschaulichte, sprach der Redner über die Not 
wendigkeit der Erhaltung des Hausbesitzes 
durch Instandhaltung der Häuser, womit 
gleichzeitig Arbeit beschafft werde. Mit einem 
Schlußwort des Vereinsleiters fand der Abend 
sein Ende. 
Der Urlaub 
der Jugendlichen 1936 
Die Ferienlager der HI. 
im Treuhänderbczirk Nordmark. 
In den Amtlichen Mitteilungen des Treu 
händers für das Wirtschaftsgebiet Nordmark 
vom 1. April 1936 wird folgende Bekanntma 
chung des Treuhänders über den Urlaub der 
Jugendlichen 1936 veröffentlicht: 
In Punkt 6 meiner Bekanntmachung über 
die Urlaubsregelung 1936 heißt es, daß Ju 
gendlichen, die nachweislich an einem Lager 
der HI. oder des BDM. teilnehmen, die für 
die Teilnahme an solchem Lager erforderlichen 
mindestens 12 Werktage Urlaub zu geben sind. 
Nach nationalsozialistischer Auffassung soll 
jeder Urlaub der Erholung und Stählung von 
Körper und Geist dienen. Es muß Wert dar 
auf gelegt werden, daß die zur Verfügung 
stehende kurze Urlaubszeit von den Jugend 
lichen diesem Ziele dient und nicht planlos 
verbummelt wird. Die beste Form der Ur 
laubsgestaltung ist daher die Teilnahme an 
einem Ferienlager der HI. oder für kränkliche 
Jugendliche die Urlaubsverbringung in einem 
Heim der NSB. Ich empfehle daher allen Be 
triebsführern, sich mit der zuständigen Gliede 
rung der Hitler-Jugend rechtzeitig in Verbin 
dung zu setzen, damit den Jugendlichen der 
Besuch eines Ferienlagers ermöglicht wird. 
Im Treuhänderbezirk Nordmark bieten 'ich 
für die Jugendlichen folgende Möglichkeiten: 
Für das Gebiet VI (Nordmark) der Hitler- 
Jugend, das Hamburg, Schleswig-Holstein 
und den oldenburgischen Landesteil Lübeck 
umfaßt, sind nach einer Mitteilung der Hitler- 
Jugend folgende Lager vorgesehen worden: 
1. Führerausbildungslager vom 29. 6. bis 
5. 7. 1936. — Zu diesem Lager werden nur 
befähigte HJ.-Führer einberufen. 
2. Ferienlager (1. Lehrgang vom 6. 7. bis 18. 
7. 1936: 
a) in Cuxhaven für sämtliche Hambur 
ger Einheiten, 
b) am Brahmsee für die 14—18jährigen 
der Kreise Flensburg-Stadt, Flensburg- 
Land, Südtondern, Schleswig, Husum, 
Eiderstedt: für die 19—14jährigen der 
Kreise Altona, Pinneberg, Schleswig, 
Husum, Eidcrstedt. 
3. Ferienlager (2. Lehrgang) vom 20. 7. bis 
1. 8. 1936: 
a) in Cuxhaven für sämtliche Hambur 
ger Einheiten, 
b) am B r a h m s e e für 14—18jährige der 
Kreise Neumünster, Rendsburg, Eckern 
förde, Stormarn, Segebcrg, Lauenbnrg: 
für 10—14jährige der Kreise Neumün 
ster, Rendsburg, Eckernförde, Stormarn, 
Segeberg, Lauenburg, Plön, Provinz 
Lübeck und Oldenburg. 
4. Ferienlager (3. Lehrgang) vom 3. 8. bis 
16. 8. 1936: 
a) in Cuxhaven für sämtliche Hambur 
ger Einheiten, 
b) am B r a h m s e e für 14—18jührige der 
Kreise Norderdithmarschen, Süderdith 
marschen, Steinburg, Altona, Pinneberg, 
Plön, Provinz Lübeck und Oldenburg: 
für 10—14jährige der Kreise Kiel, Flens 
burg-Stadt, Flensburg-Land, Südton 
dern, Norderdithmarschen, Süderdith 
marschen und Steinburg. 
5. Lager des BDM. vom 15. 6. bis 1. 9. 1936. 
Zu diesem Lager werden 14—21jährige 
Mädel berufen. 
6. Die Heime der NSB. werden den ganzen 
Sommer über durchgehend belegt, doch kom 
men hier nur diejenigen Jugendlichen in 
Frage, die dringend erholungsbedürftig 
sind. 
7. Großsahrten. — Während der Sommer 
monate werden von der HI. außerdem 
einige Großfahrten ausgeführt, für die aber 
nur solche Jungen in Frage kommen, die 
im Jahre 1935 bereits am Nordmarklager 
teilnahmen. » 
Hervorzuheben ist, daß in den Lagern nicht 
nur Mitglieder der HI. beziehungsweise des 
BDM. aufgenommen werden, sondern auch 
Nichtorganisierte Jugendliche teilnehmen kön 
nen. 
ScMe^wify-Uöldem 
to ÌleHcUèucg. 
R. Nortorf, 5. April. Ein Schadenfeuer, 
das leicht schlimme Folgen hätte haben kön 
nen, entstand heute morgen bei dem Schneider 
Sienknecht in der Bahnhofstraße. In dem 
Feuerungsraum hatte sich ein Feuer entzün 
det, das bald von Nachbarn entdeckt wurde. 
Sofort waren alle Hände mit Löscharbeiten 
beschäftigt, und die Feuerwehr brauchte nicht 
erst gerufen zu werden. Die Entstehungsur 
sache konnte noch nicht festgestellt werden. 
ücsis Cätemļêtde 
~ Eckernsörde, 4. April. Höhere Technische 
Staatslehranstalt. Mit Beginn des Sommer 
halbjahrs trat Studienrat Bandmann nach Er 
reichen der Altersgrenze in den Ruhestand. 
Studienrat Bandmann ist mehr als 30 Jahre 
an den H.T. Staatslehranstalten in Rendsburg 
und Eckernförde tätig gewesen. Das Scheiden 
dieses tüchtigen Architekten und Fachlehrers, 
der sich wegen seiner lauteren, kameradschaft 
lichen Gesinnung bei Amtskameraden und 
Studierenden gleicher Wertschätzung erfreute, 
wird allgemein bedauert. — Versetzung. An 
die Schwesteranstalt in Beuthen OS. wurde 
der Diplomingenieur Pfeilsdorff versetzt. 
fctis ScMeswi# 
Kreistagung des Amtes für Volkswohlfahrt, 
Schleswig, 6. April. Die Amtsleiter der 
cs. 
NS.-Volkswohlfahrt, die WHW.-Beaustragten 
und die politischen Leiter des Kreises Schles 
wig waren am Freitag in „Ravens Hotel" zu 
einer Kreistagung versammelt. Einleitend be 
richtete Kreisamtsleiter Rode-Schleswig über 
öie_ Durchführung des diesjährigen Winter 
hilfswerkes im Kreise Schleswig. Nach den 
bisher vorliegenden Meldungen wurde für die 
minderbemittelten Volksgenossen in diesem 
Jahre bedeutend mehr als früher gespendet. 
Einen besonders guten Erfolg haben die 
Neichsnährstanösspende und die Pfundsamm 
lungen gehabt. Anschließend sprach Parteige 
nosse Göttsche-Schleswig über die kommenden 
Aufgaben der NS.-Volkswohlfahrt. Im Laufe 
der diesjährigen Sommermonate sollen im 
Kreise Schleswig etwa 700 erholungsbedürftige 
Kinder aus allen Teilen des Reiches unterge 
bracht werden. In verschiedene Heime und 
Pflegestcllcn der Provinz sollen aus dem 
Kreise Schleswig mehrere hundert Mütter und 
Kinder verschickt werden. In Zusammenarbeit 
mit dem Amt für Volksgesundheit ist die Auf 
stellung einer Gesundheitskartei geplant. 
* * * 
ip. Kropp, 4. April. Besuch aus Amerika. 
Der Deutschamerikaner Wilhelm Gosch, der 
eine Geschäftsreise nach Europa macht, traf am 
Freitagabend zu einem lOtägigen Besuch bei 
seiner betagten Mutter ein. Das ist natürlich 
für die alte „Oma Gosch", die schon im 84. Le 
bensjahr steht, eine große Freude. Wilhelm 
Gosch, der in Amerika eine Strumpffabrik be 
sitzt, fährt nach Ostern mit der „Europa" wie 
der nach drüben. Seine Frau begleitet ihn auf 
dieser Reise. 
su. Moldenit, 4. April. Die Elektrizitätsgc- 
nosienschaft Moldenit e. G. m. b. H., hielt am 
Freitag ihre diesjährige ordentliche General 
versammlung ab. Der Geschäftsführer Joh. 
Schmidt gab den Geschäftsbericht bekannt. So 
dann berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende 
über die Prüfung der Jahresrechnung und 
Bilanz 1935 und schlug vor, den entstandenen 
Verlust aus dem Reservefonds zu decken, wel 
ches sodann von der Versammlung beschlossen 
wurde. Die in Besitz und Schulden 1418,33 JUt 
nachweisende Vermögensübersicht wurde ein 
stimmig genehmigt und dem Vorstand und der 
Geschäftsführung Entlastung erteilt. Für den 
Vorstand wurde anstatt des ausscheidenden 
Vorstandsmitgliedes Aug. Petersen Joh. 
Graumann und für den Aufsichtsrat anstatt 
des ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedes 
Hans Mees Chr. Reimer auf die Dauer von 
3 Jahren neugewählt. 
su. Moldenit, 4. April. Seltener Fang. Ein 
Anlieger der Loiter Au fing einen Hecht, der 
das seltene Gewicht von 23 Pfund und eine 
Länge von zirka 1,40 Meter aufwies. 
Am StapeêUô&n 
ps. Bergenhuscn, 4. April. Zur letzten Ruhe 
bestattet wurde der älteste Einwohner unseres 
Ortes, der Lehrer i. R. Joh. Hr. Biel im 92. 
Lebensjahre. Nach 34jähriger Tätigkeit als 
Lehrer trat er im Jahre 1910 in den Ruhe 
stand. Als eine weit über die Grenzen unserer 
Ortschaft hinaus als Bienenzüchter und Gärt 
ner bekannte Persönlichkeit genoß er allge 
meine Beliebtheit in der ganzen Umgegend. 
Unter vielen anderen ist die herrliche Anlage 
auf dem Schützenstand unserer alten Vogel 
gilde ein Werk seiner Hände: er war langjäh 
riger Vorsitzender des Jmkervereins sowie des 
Obst- und Gartenbauvereins für Stapelholm. 
1922 starb seine Frau. Die Schützengilöe, deren 
Ehren-Aeltermann er war, sowie die Freiw. 
Feuerwehr, die er im Jahre 1886 mitbegrün- 
dete und deren Ehrenmitglied er war, geleite 
ten ihn zur letzten Ruhestätte. — Schadenfeuer. 
Von spielenden Kindern wurde ein auf dem 
Felde stehender Heudiemen mit 6 Fuder Heu 
in Brand gesetzt. Einem zufällig hinzukom 
menden Ortseinwohner ist es zu verdanken, 
daß nicht auch ein in der Nähe stehender Stroh 
diemen in Flammen aufging. 
Betagtes Ehepaar. Gestern konnte die Ehe 
frau Maria Daljahn in Bergenhusen ihren 
80. Geburtstag feiern. Ihr Ehemann Bernh. 
Daljahn steht im 82. Lebensjahre. Beide sind 
noch recht gesund. Bor 8 Jahren feierten sie 
ihre goldene Hochzeit. Frau Daljahn besorgt 
selber ihren Hausstand, während ihr Ehemann 
noch sehr gerne in seiner Zimmerwerkstatt 
steht und dort seiner Arbeit nachgeht, (ps.) 
Am Hcds Husum 
Husum, 4. April. Ein Veteran von 1864 und 
1871 heimgegangen. In Olderup wurde der 
Altenteiler Lorenz Martensen von Olderup- 
felü zur letzten Ruhe gebettet. Der im Alter 
von fast 90 Jahren gestorbene Veteran war 
Teilnehmer der Kriege 1864 und 1870-71. Er 
bezog auch den dänischen Ehrensold. 
Am Hoeäļdestafui 
Aufnahme von Baggerarbeiten 
an der Dagebüller Brücke. 
Niebüll, 4. April. Der Bagger der Wyker 
Dampfschiffreederei ist im Schlepp des Damp 
fers „Föhr-Dagebüll" an der Dagebüller 
Brücke eingetroffen, um die im vergangenen 
Herbst unterbrochenen Baggerarbeiten an der 
seichten Fahrrinne unmittelbar bei der Brücke 
wieder aufzunehmen. 
* t f 
sz. Bredstedt, 6. April. Stadtrandsiedlungen 
werden gebaut! Die Stadt Bredstedt beabsich 
tigt 8 Stadtrandsiedlungen am Osterseldweg 
errichten zu lassen. Die Zuteilung der Bau 
grundstücke erfolgte heute durch den Bürger 
meister. Jeder Siedler erhält ca. 1000 qm Land. 
Mit dem Bau wird in allernächster Zeit be 
gonnen. Außerdem beabsichtigt der Zement 
warenhersteller Janis Silkaitis, Bredstedt, 
Osterstraße, auf seinem Grundstück neben sei 
ner Fabrik an der Clementstraße ein Zwei- 
Familien-Wohnhaus errichten zu lassen. 
sz. Bredstedt, 5. April. Auf dem Vorland 
werden Pumpen gesetzt! Auf den Vorlände 
reien der nordfriesischen Küste sind in den letz 
ten Tagen Bohrversuche nach Trinkwasser un 
ternommen. Zunächst werden auf dem Vorland 
zwischen dem Sönke-Nissen-Koog und Ockholm 
4 Brunnen geschlagen. Die Bohrversuche wa 
ren bereits erfolgreich. Trotz des salzigen Bo 
dens und des Nordseewassers, das das Bor 
land noch überspülen kann, zeigte sich, daß in 
30 Meter Tiefe brauchbares Trinkwasser vor 
handen ist. Man fand eine ergiebige Wasser 
ader. Die Trinkwasserbeschaffung hat schon 
Jahrhundertelang eine Rolle gespielt, weil 
man sich auf Regenwassersammelbecken ver 
lassen mußte. Für die zukünftige Eindeichung 
und Besiedlung ist die vorherige Wasserbeschaf 
fung sehr wertvoll. Zunächst werden die Pum 
pen zur Beschaffung des Wassers für die auf 
dem Vorlande weidenden vielen Schafe dienen 
und später für die menschliche Versorgung. 
Ait-HocdscUks^ig. 
Das Schicksal eines nordschleswigschen Bauern. 
Der Hofbesitzer Christian Juhl in Taarning 
bei Christiansfelü hat lange einen verzweifel 
ten Kampf um seinen Besitz führen müssen, um 
diesen der Familie zu erhalten. Doch vergebens. 
Jetzt wurde die Familie Juhl durch den „Kon 
gens Foged" mit Gewalt vom Hofe gebracht, 
nachdem dieser in der Zwangsversteigerung 
vom „Sönderjydsk Hppoteklaanefond" über 
nommen und an den Hofbesitzer Jörgen Lind- 
berg-Anslet weiterverkauft worden war. Juhl 
und seine Frau wurden durch diesen Gewalt 
akt derart erregt, daß beide dem Haderslebenek 
Krankenhaus zugeführt werden mußten. — 
Bemerkenswert ist, daß es sich um den Hof 
handelt, der früher dem Schwiegervater Juhls, 
dem Hofbesitzer Christian Finnemann, gehört 
hat, dessen Optantensache vor 30 Jahren von 
der Dünenpartei stark agitatorisch ausgenutzt 
wurde. 
Schwerer Unglücksfall. 
Apenrade, 4. April. Ein entsetzlicher Un 
glücksfall ereignete sich am Freitagvormittag 
auf Schobüllfeld bei Apenrade. Beim Bedienen 
einer von einem Motor angetriebenen Dorn 
hackmaschine geriet der Hofbesitzer Jensen mit 
dem rechten Arm in die Walze. Dieser wurde, 
bevor die Maschine angehalten werden konnte, 
bis zum Ellenbogen durch die Walze hindurch 
gezogen, wobei der ganze Unterarm von der 
Schneidemaschine furchtbar verstümmelt wur-' 
de. Der Verunglückte wurde sofort ins Kran 
kenhaus gebracht: sein Zustand ist infolge des 
starken Blutverlustes sehr ernst. 
Am ÜUUmüsscUm 
Kreisansschußsitzung 
des Kreises Süderdithmarschen. 
fp. Heide, 6. April. Der Kreisausschuß des 
Kreises Süderdithmarschen trat im Kreishause 
in Meldorf zusammen. Der Vorsitzende Land 
rat Dr. Kracht gab zunächst einen Ueberblick 
über die Finanz- und Kassenlage. Nach Ab 
lauf des Rechnungsjahres 1935-36 ist zu über 
sehen, daß der wirtschaftliche Fehlbetrag der 
Kreisrechnung gegenüber einem angenomme 
nen Fehlbetrag im Voranschlag von reichlich 
230 000 MJl nur etwa 90 000 MJl betragen 
wird. Falls sich die für den Voranschlag 36-37 
angenommenen Ziffern tatsächlich im Ablauf 
der nächsten Rechnungsjahre nicht wesentlich 
ändern, kann mit einer Abdeckung des z. Zt. 
noch vorhandenen Fehlbetrages im Verlauf 
von 2 bis 3 Jahren gerechnet werden, ohne 
daß der Ausgleich des Etats gefährdet würde. 
Der Regierungspräsident in Schleswig hat 
dem Landrat als Leiter des Kreises die Ent 
lastung aus der Führung der Verwaltung für 
das Rechnungsjahr 1934-35 auf Grund der 
Prüfungsberichte des Gemeindeprüfungsam- 
tes erteilt. Der Prüfungsbericht hebt die spar 
same und wirtschaftliche Arbeit der Verwal 
tung hervor. 
Die Garantiegemeinden der bisherigen bäu 
erlichen Werkschule in Burg haben der Neu 
regelung der Zuschußfrage zugestimmt. Die 
Veräußerung des Versuchsfeldes bei Hochöonn 
ist in Aussicht genommen. Die Aufnahme 
eines Darlehens in Höhe von 30 000 £HJl bei 
der Deutschen Rentenbank - Kreditanstalt für 
die Fortsetzung der Ueberprüfungsarbeiten 
am Kudensee wird zugestimmt. Der Kreis tritt 
dem Verein „Gemeindeverwaltungsschule 
Schleswig-Holstein", der auf Veranlassung der 
Provinzialdienststelle des Deutschen Gemein 
detages gegründet ist, im Interesse seiner Be 
amten und Angestellten bei. 
Die zuständigen Ministerien haben den Vor 
schlägen des Kreisausschusses zu der Sanie 
rung des Neufelder Kooges zugestimmt. Die 
Koogsländereien sind bereits an die Sieö 
lungsträger aufgelassen und den Siedlern zu 
gewiesen. Der Kreisausschuß nahm Kenntnis 
von den Angeboten, die auf die Ausschreibung 
für den Anbau der Museumswerkstätten ein 
gegangen sind. Der Museumsrat wird Anfang 
nächster Woche endgültig darüber Beschluß 
fassen. Der Kreisausschuß stimmte dem Neu 
bau grundsätzlich zu. — Für die ab 1. April 
1936 in die Unterhaltung des Kreises über 
nommenen Kreisstraßen sind 5 vollbeschäftigte 
Wegewürter angestellt, und zwar die Wege- 
würter Ohlsen (Lohe), Röhren (Adolf-Hitler- 
Koog), Schütt (Norderwisch), Oehlrich (Bruns 
büttel) und Petrowski (Bargenstedt). Der 
Kreisausschuß stimmte den Anftellungsbedin- 
gungen zu. Es wurden sodann noch eine Reihe 
von' Wohlfahrtsamts-, Bauamts- und Steuer 
sachen erledigt. 
fp. Heide, 6. April. Haftbesehl wurde erlassen. 
Wegen Verächtlichmachung der Regierung 
Aus UoUcMvestedt, Ucuresüu-Hasl&mcicscUcn 
und Umg&efttod 
ur. Jnnien, 3. April. Standesamtliche Nach 
richten. Die Ehe wollen miteinander eingehen: 
Der Maurergeselle Friedrich Helmut Schröder 
aus Thalingburen mit der Hausgehilfin Erna 
Juliane Amanda Plähn in Thalingburen. 
ur. Jnnien, 3. April. Die NS.-Frauenschaft 
Ortsgruppenbezirk Jnnien hielt am Donners 
tagabend im Aukrug Tivoli eine öffentliche 
Veranstaltung ab, die gut besucht war. An 
derselben nahmen als Gäste teil Amtsvorsteher 
Brammer, Ortsgruppenamtsleiter Braasch- 
Jnnien und der Kreisbauernführer Sieh, fer 
ner mehrere Ortsgruppen der nächstgelegenen 
Dörfer. Nach einem Einmarsch mit Wimpeln 
und Fackeln eröffneten die Jungmüöel mit 
dem Liede „Vorwärt, vorwärts" den Abend. 
Darauf hielt die Ortsfrauenschaftsleiterin I. 
Braasch-Jnnien eine Begrüßungsansprache 
und erteilte dem Kreisbauernführer das Wort. 
Er wies zunächst auf den großen Erfolg und 
auf die Bedeutung der Wahl am 29. März hin, 
ferner auf die großen Anforderungen zum 
Aufbau des deutschen Reiches, die an jeden ein 
zelnen gestellt würden. Besonders wies er auf 
die große Abwanderung der ländlichen Bevöl 
kerung in die Stadt hin. Die Absicht unseres 
Führers sei, das Land stärker zu machen, damit 
die Ernährung unseres Volkes auf eigener 
Scholle sichergestellt würde. Dann wechselten 
Volkstänze, sowie Gedichte miteinander ab. 
Viel Beifall fand ein Mürchenspiel „Pechvogel 
und Glückskind". 
mp. Maisborstcl, 6. April. Standesamtliche 
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein 
gehen: Eggert Christian Gloi, Landmann in 
Osterstedt, und Käthe Marie Kath, Hausge 
hilfin: Heinrich Christian Wittmaack, Arbeiter 
in Lütjenwestedt, und Margarethe Rüschmann, 
Hausgehilfin in Gnutz: Max Bahnsen, Schlach 
ter in Todenbüttel, und Gertrud Katrine 
Sievers, Hausgehilfin in Hamdorf. 
tvuri 
gen 
üben 
fp. 
einic 
stedt. 
aus 
zum 
Die ' 
Berl 
MI 
liche 
hielt 
dent: 
Carl 
schätz 
Jlln 
beric 
Es I 
Zugs 
gelie 
Futt 
len.' 
3 807 
liiere 
4 646 
ein i 
â 
Carl 
derqi 
hafte 
Neue 
soll 
Schl, 
des 
liche: 
zp. 
richt. 
der i 
die 
aus' 
Gadc 
Ernc 
Hinr 
hilfii 
Bi 
ausg 
Niorc 
Stak 
te in 
Zun, 
W 
der 
Ang 
ten s 
die ' 
Schl. 
Bau 
von 
der > 
„2 
„ "3° 
Arzt 
Nicht 
Dell 
Dc 
Muß 
er si 
Dc 
Drei 
. Fe 
führ 
Er l 
Und 
Er 
r Si 
sl'g 
Dc 
Gest 
den 
aber 
Han 
cher 
Bc 
cher 
ließ 
Mach 
Ui 
wür 
tfltf). 
ham
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.