und aufschlußreiche Filme vorgeführt, in denen
die Aufgaben und die Bedeutung des Luft
schutzes, seine Notwendigkeit und seine Durch
führung gezeigt wurden. Die durch den Reichs
luftschutzbund organisierte Schulung der Be
völkerung wurde vorgeführt, sowie auch der
Einsatz, wie er bei Luftangriffen notwendig ist.
Darauf sprach Freiherr von M a s s e n b a ch
über das gleiche Thema. Er wies darauf hin,
daß in einem zukünftigen Krieg das ganze
Land Kampfgebiet und das ganze Volk Kämp
fer sei, daß sich deshalb schon jetzt eine Schick
salsgemeinschaft aller bilden müsse, die den
festen Willen haben, durch Mitarbeit im Selbst
schutz die Gefahren auf das Mindestmaß her
abzudrücken. Nach Darbietung eines Tonfilms
„Nächtlicher Spuk", der die allen Sachwerten
durch die Natur drohenden Zerstörungen ver
anschaulichte, sprach der Redner über die Not
wendigkeit der Erhaltung des Hausbesitzes
durch Instandhaltung der Häuser, womit
gleichzeitig Arbeit beschafft werde. Mit einem
Schlußwort des Vereinsleiters fand der Abend
sein Ende.
Der Urlaub
der Jugendlichen 1936
Die Ferienlager der HI.
im Treuhänderbczirk Nordmark.
In den Amtlichen Mitteilungen des Treu
händers für das Wirtschaftsgebiet Nordmark
vom 1. April 1936 wird folgende Bekanntma
chung des Treuhänders über den Urlaub der
Jugendlichen 1936 veröffentlicht:
In Punkt 6 meiner Bekanntmachung über
die Urlaubsregelung 1936 heißt es, daß Ju
gendlichen, die nachweislich an einem Lager
der HI. oder des BDM. teilnehmen, die für
die Teilnahme an solchem Lager erforderlichen
mindestens 12 Werktage Urlaub zu geben sind.
Nach nationalsozialistischer Auffassung soll
jeder Urlaub der Erholung und Stählung von
Körper und Geist dienen. Es muß Wert dar
auf gelegt werden, daß die zur Verfügung
stehende kurze Urlaubszeit von den Jugend
lichen diesem Ziele dient und nicht planlos
verbummelt wird. Die beste Form der Ur
laubsgestaltung ist daher die Teilnahme an
einem Ferienlager der HI. oder für kränkliche
Jugendliche die Urlaubsverbringung in einem
Heim der NSB. Ich empfehle daher allen Be
triebsführern, sich mit der zuständigen Gliede
rung der Hitler-Jugend rechtzeitig in Verbin
dung zu setzen, damit den Jugendlichen der
Besuch eines Ferienlagers ermöglicht wird.
Im Treuhänderbezirk Nordmark bieten 'ich
für die Jugendlichen folgende Möglichkeiten:
Für das Gebiet VI (Nordmark) der Hitler-
Jugend, das Hamburg, Schleswig-Holstein
und den oldenburgischen Landesteil Lübeck
umfaßt, sind nach einer Mitteilung der Hitler-
Jugend folgende Lager vorgesehen worden:
1. Führerausbildungslager vom 29. 6. bis
5. 7. 1936. — Zu diesem Lager werden nur
befähigte HJ.-Führer einberufen.
2. Ferienlager (1. Lehrgang vom 6. 7. bis 18.
7. 1936:
a) in Cuxhaven für sämtliche Hambur
ger Einheiten,
b) am Brahmsee für die 14—18jährigen
der Kreise Flensburg-Stadt, Flensburg-
Land, Südtondern, Schleswig, Husum,
Eiderstedt: für die 19—14jährigen der
Kreise Altona, Pinneberg, Schleswig,
Husum, Eidcrstedt.
3. Ferienlager (2. Lehrgang) vom 20. 7. bis
1. 8. 1936:
a) in Cuxhaven für sämtliche Hambur
ger Einheiten,
b) am B r a h m s e e für 14—18jährige der
Kreise Neumünster, Rendsburg, Eckern
förde, Stormarn, Segebcrg, Lauenbnrg:
für 10—14jährige der Kreise Neumün
ster, Rendsburg, Eckernförde, Stormarn,
Segeberg, Lauenburg, Plön, Provinz
Lübeck und Oldenburg.
4. Ferienlager (3. Lehrgang) vom 3. 8. bis
16. 8. 1936:
a) in Cuxhaven für sämtliche Hambur
ger Einheiten,
b) am B r a h m s e e für 14—18jührige der
Kreise Norderdithmarschen, Süderdith
marschen, Steinburg, Altona, Pinneberg,
Plön, Provinz Lübeck und Oldenburg:
für 10—14jährige der Kreise Kiel, Flens
burg-Stadt, Flensburg-Land, Südton
dern, Norderdithmarschen, Süderdith
marschen und Steinburg.
5. Lager des BDM. vom 15. 6. bis 1. 9. 1936.
Zu diesem Lager werden 14—21jährige
Mädel berufen.
6. Die Heime der NSB. werden den ganzen
Sommer über durchgehend belegt, doch kom
men hier nur diejenigen Jugendlichen in
Frage, die dringend erholungsbedürftig
sind.
7. Großsahrten. — Während der Sommer
monate werden von der HI. außerdem
einige Großfahrten ausgeführt, für die aber
nur solche Jungen in Frage kommen, die
im Jahre 1935 bereits am Nordmarklager
teilnahmen. »
Hervorzuheben ist, daß in den Lagern nicht
nur Mitglieder der HI. beziehungsweise des
BDM. aufgenommen werden, sondern auch
Nichtorganisierte Jugendliche teilnehmen kön
nen.
ScMe^wify-Uöldem
to ÌleHcUèucg.
R. Nortorf, 5. April. Ein Schadenfeuer,
das leicht schlimme Folgen hätte haben kön
nen, entstand heute morgen bei dem Schneider
Sienknecht in der Bahnhofstraße. In dem
Feuerungsraum hatte sich ein Feuer entzün
det, das bald von Nachbarn entdeckt wurde.
Sofort waren alle Hände mit Löscharbeiten
beschäftigt, und die Feuerwehr brauchte nicht
erst gerufen zu werden. Die Entstehungsur
sache konnte noch nicht festgestellt werden.
ücsis Cätemļêtde
~ Eckernsörde, 4. April. Höhere Technische
Staatslehranstalt. Mit Beginn des Sommer
halbjahrs trat Studienrat Bandmann nach Er
reichen der Altersgrenze in den Ruhestand.
Studienrat Bandmann ist mehr als 30 Jahre
an den H.T. Staatslehranstalten in Rendsburg
und Eckernförde tätig gewesen. Das Scheiden
dieses tüchtigen Architekten und Fachlehrers,
der sich wegen seiner lauteren, kameradschaft
lichen Gesinnung bei Amtskameraden und
Studierenden gleicher Wertschätzung erfreute,
wird allgemein bedauert. — Versetzung. An
die Schwesteranstalt in Beuthen OS. wurde
der Diplomingenieur Pfeilsdorff versetzt.
fctis ScMeswi#
Kreistagung des Amtes für Volkswohlfahrt,
Schleswig, 6. April. Die Amtsleiter der
cs.
NS.-Volkswohlfahrt, die WHW.-Beaustragten
und die politischen Leiter des Kreises Schles
wig waren am Freitag in „Ravens Hotel" zu
einer Kreistagung versammelt. Einleitend be
richtete Kreisamtsleiter Rode-Schleswig über
öie_ Durchführung des diesjährigen Winter
hilfswerkes im Kreise Schleswig. Nach den
bisher vorliegenden Meldungen wurde für die
minderbemittelten Volksgenossen in diesem
Jahre bedeutend mehr als früher gespendet.
Einen besonders guten Erfolg haben die
Neichsnährstanösspende und die Pfundsamm
lungen gehabt. Anschließend sprach Parteige
nosse Göttsche-Schleswig über die kommenden
Aufgaben der NS.-Volkswohlfahrt. Im Laufe
der diesjährigen Sommermonate sollen im
Kreise Schleswig etwa 700 erholungsbedürftige
Kinder aus allen Teilen des Reiches unterge
bracht werden. In verschiedene Heime und
Pflegestcllcn der Provinz sollen aus dem
Kreise Schleswig mehrere hundert Mütter und
Kinder verschickt werden. In Zusammenarbeit
mit dem Amt für Volksgesundheit ist die Auf
stellung einer Gesundheitskartei geplant.
* * *
ip. Kropp, 4. April. Besuch aus Amerika.
Der Deutschamerikaner Wilhelm Gosch, der
eine Geschäftsreise nach Europa macht, traf am
Freitagabend zu einem lOtägigen Besuch bei
seiner betagten Mutter ein. Das ist natürlich
für die alte „Oma Gosch", die schon im 84. Le
bensjahr steht, eine große Freude. Wilhelm
Gosch, der in Amerika eine Strumpffabrik be
sitzt, fährt nach Ostern mit der „Europa" wie
der nach drüben. Seine Frau begleitet ihn auf
dieser Reise.
su. Moldenit, 4. April. Die Elektrizitätsgc-
nosienschaft Moldenit e. G. m. b. H., hielt am
Freitag ihre diesjährige ordentliche General
versammlung ab. Der Geschäftsführer Joh.
Schmidt gab den Geschäftsbericht bekannt. So
dann berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende
über die Prüfung der Jahresrechnung und
Bilanz 1935 und schlug vor, den entstandenen
Verlust aus dem Reservefonds zu decken, wel
ches sodann von der Versammlung beschlossen
wurde. Die in Besitz und Schulden 1418,33 JUt
nachweisende Vermögensübersicht wurde ein
stimmig genehmigt und dem Vorstand und der
Geschäftsführung Entlastung erteilt. Für den
Vorstand wurde anstatt des ausscheidenden
Vorstandsmitgliedes Aug. Petersen Joh.
Graumann und für den Aufsichtsrat anstatt
des ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedes
Hans Mees Chr. Reimer auf die Dauer von
3 Jahren neugewählt.
su. Moldenit, 4. April. Seltener Fang. Ein
Anlieger der Loiter Au fing einen Hecht, der
das seltene Gewicht von 23 Pfund und eine
Länge von zirka 1,40 Meter aufwies.
Am StapeêUô&n
ps. Bergenhuscn, 4. April. Zur letzten Ruhe
bestattet wurde der älteste Einwohner unseres
Ortes, der Lehrer i. R. Joh. Hr. Biel im 92.
Lebensjahre. Nach 34jähriger Tätigkeit als
Lehrer trat er im Jahre 1910 in den Ruhe
stand. Als eine weit über die Grenzen unserer
Ortschaft hinaus als Bienenzüchter und Gärt
ner bekannte Persönlichkeit genoß er allge
meine Beliebtheit in der ganzen Umgegend.
Unter vielen anderen ist die herrliche Anlage
auf dem Schützenstand unserer alten Vogel
gilde ein Werk seiner Hände: er war langjäh
riger Vorsitzender des Jmkervereins sowie des
Obst- und Gartenbauvereins für Stapelholm.
1922 starb seine Frau. Die Schützengilöe, deren
Ehren-Aeltermann er war, sowie die Freiw.
Feuerwehr, die er im Jahre 1886 mitbegrün-
dete und deren Ehrenmitglied er war, geleite
ten ihn zur letzten Ruhestätte. — Schadenfeuer.
Von spielenden Kindern wurde ein auf dem
Felde stehender Heudiemen mit 6 Fuder Heu
in Brand gesetzt. Einem zufällig hinzukom
menden Ortseinwohner ist es zu verdanken,
daß nicht auch ein in der Nähe stehender Stroh
diemen in Flammen aufging.
Betagtes Ehepaar. Gestern konnte die Ehe
frau Maria Daljahn in Bergenhusen ihren
80. Geburtstag feiern. Ihr Ehemann Bernh.
Daljahn steht im 82. Lebensjahre. Beide sind
noch recht gesund. Bor 8 Jahren feierten sie
ihre goldene Hochzeit. Frau Daljahn besorgt
selber ihren Hausstand, während ihr Ehemann
noch sehr gerne in seiner Zimmerwerkstatt
steht und dort seiner Arbeit nachgeht, (ps.)
Am Hcds Husum
Husum, 4. April. Ein Veteran von 1864 und
1871 heimgegangen. In Olderup wurde der
Altenteiler Lorenz Martensen von Olderup-
felü zur letzten Ruhe gebettet. Der im Alter
von fast 90 Jahren gestorbene Veteran war
Teilnehmer der Kriege 1864 und 1870-71. Er
bezog auch den dänischen Ehrensold.
Am Hoeäļdestafui
Aufnahme von Baggerarbeiten
an der Dagebüller Brücke.
Niebüll, 4. April. Der Bagger der Wyker
Dampfschiffreederei ist im Schlepp des Damp
fers „Föhr-Dagebüll" an der Dagebüller
Brücke eingetroffen, um die im vergangenen
Herbst unterbrochenen Baggerarbeiten an der
seichten Fahrrinne unmittelbar bei der Brücke
wieder aufzunehmen.
* t f
sz. Bredstedt, 6. April. Stadtrandsiedlungen
werden gebaut! Die Stadt Bredstedt beabsich
tigt 8 Stadtrandsiedlungen am Osterseldweg
errichten zu lassen. Die Zuteilung der Bau
grundstücke erfolgte heute durch den Bürger
meister. Jeder Siedler erhält ca. 1000 qm Land.
Mit dem Bau wird in allernächster Zeit be
gonnen. Außerdem beabsichtigt der Zement
warenhersteller Janis Silkaitis, Bredstedt,
Osterstraße, auf seinem Grundstück neben sei
ner Fabrik an der Clementstraße ein Zwei-
Familien-Wohnhaus errichten zu lassen.
sz. Bredstedt, 5. April. Auf dem Vorland
werden Pumpen gesetzt! Auf den Vorlände
reien der nordfriesischen Küste sind in den letz
ten Tagen Bohrversuche nach Trinkwasser un
ternommen. Zunächst werden auf dem Vorland
zwischen dem Sönke-Nissen-Koog und Ockholm
4 Brunnen geschlagen. Die Bohrversuche wa
ren bereits erfolgreich. Trotz des salzigen Bo
dens und des Nordseewassers, das das Bor
land noch überspülen kann, zeigte sich, daß in
30 Meter Tiefe brauchbares Trinkwasser vor
handen ist. Man fand eine ergiebige Wasser
ader. Die Trinkwasserbeschaffung hat schon
Jahrhundertelang eine Rolle gespielt, weil
man sich auf Regenwassersammelbecken ver
lassen mußte. Für die zukünftige Eindeichung
und Besiedlung ist die vorherige Wasserbeschaf
fung sehr wertvoll. Zunächst werden die Pum
pen zur Beschaffung des Wassers für die auf
dem Vorlande weidenden vielen Schafe dienen
und später für die menschliche Versorgung.
Ait-HocdscUks^ig.
Das Schicksal eines nordschleswigschen Bauern.
Der Hofbesitzer Christian Juhl in Taarning
bei Christiansfelü hat lange einen verzweifel
ten Kampf um seinen Besitz führen müssen, um
diesen der Familie zu erhalten. Doch vergebens.
Jetzt wurde die Familie Juhl durch den „Kon
gens Foged" mit Gewalt vom Hofe gebracht,
nachdem dieser in der Zwangsversteigerung
vom „Sönderjydsk Hppoteklaanefond" über
nommen und an den Hofbesitzer Jörgen Lind-
berg-Anslet weiterverkauft worden war. Juhl
und seine Frau wurden durch diesen Gewalt
akt derart erregt, daß beide dem Haderslebenek
Krankenhaus zugeführt werden mußten. —
Bemerkenswert ist, daß es sich um den Hof
handelt, der früher dem Schwiegervater Juhls,
dem Hofbesitzer Christian Finnemann, gehört
hat, dessen Optantensache vor 30 Jahren von
der Dünenpartei stark agitatorisch ausgenutzt
wurde.
Schwerer Unglücksfall.
Apenrade, 4. April. Ein entsetzlicher Un
glücksfall ereignete sich am Freitagvormittag
auf Schobüllfeld bei Apenrade. Beim Bedienen
einer von einem Motor angetriebenen Dorn
hackmaschine geriet der Hofbesitzer Jensen mit
dem rechten Arm in die Walze. Dieser wurde,
bevor die Maschine angehalten werden konnte,
bis zum Ellenbogen durch die Walze hindurch
gezogen, wobei der ganze Unterarm von der
Schneidemaschine furchtbar verstümmelt wur-'
de. Der Verunglückte wurde sofort ins Kran
kenhaus gebracht: sein Zustand ist infolge des
starken Blutverlustes sehr ernst.
Am ÜUUmüsscUm
Kreisansschußsitzung
des Kreises Süderdithmarschen.
fp. Heide, 6. April. Der Kreisausschuß des
Kreises Süderdithmarschen trat im Kreishause
in Meldorf zusammen. Der Vorsitzende Land
rat Dr. Kracht gab zunächst einen Ueberblick
über die Finanz- und Kassenlage. Nach Ab
lauf des Rechnungsjahres 1935-36 ist zu über
sehen, daß der wirtschaftliche Fehlbetrag der
Kreisrechnung gegenüber einem angenomme
nen Fehlbetrag im Voranschlag von reichlich
230 000 MJl nur etwa 90 000 MJl betragen
wird. Falls sich die für den Voranschlag 36-37
angenommenen Ziffern tatsächlich im Ablauf
der nächsten Rechnungsjahre nicht wesentlich
ändern, kann mit einer Abdeckung des z. Zt.
noch vorhandenen Fehlbetrages im Verlauf
von 2 bis 3 Jahren gerechnet werden, ohne
daß der Ausgleich des Etats gefährdet würde.
Der Regierungspräsident in Schleswig hat
dem Landrat als Leiter des Kreises die Ent
lastung aus der Führung der Verwaltung für
das Rechnungsjahr 1934-35 auf Grund der
Prüfungsberichte des Gemeindeprüfungsam-
tes erteilt. Der Prüfungsbericht hebt die spar
same und wirtschaftliche Arbeit der Verwal
tung hervor.
Die Garantiegemeinden der bisherigen bäu
erlichen Werkschule in Burg haben der Neu
regelung der Zuschußfrage zugestimmt. Die
Veräußerung des Versuchsfeldes bei Hochöonn
ist in Aussicht genommen. Die Aufnahme
eines Darlehens in Höhe von 30 000 £HJl bei
der Deutschen Rentenbank - Kreditanstalt für
die Fortsetzung der Ueberprüfungsarbeiten
am Kudensee wird zugestimmt. Der Kreis tritt
dem Verein „Gemeindeverwaltungsschule
Schleswig-Holstein", der auf Veranlassung der
Provinzialdienststelle des Deutschen Gemein
detages gegründet ist, im Interesse seiner Be
amten und Angestellten bei.
Die zuständigen Ministerien haben den Vor
schlägen des Kreisausschusses zu der Sanie
rung des Neufelder Kooges zugestimmt. Die
Koogsländereien sind bereits an die Sieö
lungsträger aufgelassen und den Siedlern zu
gewiesen. Der Kreisausschuß nahm Kenntnis
von den Angeboten, die auf die Ausschreibung
für den Anbau der Museumswerkstätten ein
gegangen sind. Der Museumsrat wird Anfang
nächster Woche endgültig darüber Beschluß
fassen. Der Kreisausschuß stimmte dem Neu
bau grundsätzlich zu. — Für die ab 1. April
1936 in die Unterhaltung des Kreises über
nommenen Kreisstraßen sind 5 vollbeschäftigte
Wegewürter angestellt, und zwar die Wege-
würter Ohlsen (Lohe), Röhren (Adolf-Hitler-
Koog), Schütt (Norderwisch), Oehlrich (Bruns
büttel) und Petrowski (Bargenstedt). Der
Kreisausschuß stimmte den Anftellungsbedin-
gungen zu. Es wurden sodann noch eine Reihe
von' Wohlfahrtsamts-, Bauamts- und Steuer
sachen erledigt.
fp. Heide, 6. April. Haftbesehl wurde erlassen.
Wegen Verächtlichmachung der Regierung
Aus UoUcMvestedt, Ucuresüu-Hasl&mcicscUcn
und Umg&efttod
ur. Jnnien, 3. April. Standesamtliche Nach
richten. Die Ehe wollen miteinander eingehen:
Der Maurergeselle Friedrich Helmut Schröder
aus Thalingburen mit der Hausgehilfin Erna
Juliane Amanda Plähn in Thalingburen.
ur. Jnnien, 3. April. Die NS.-Frauenschaft
Ortsgruppenbezirk Jnnien hielt am Donners
tagabend im Aukrug Tivoli eine öffentliche
Veranstaltung ab, die gut besucht war. An
derselben nahmen als Gäste teil Amtsvorsteher
Brammer, Ortsgruppenamtsleiter Braasch-
Jnnien und der Kreisbauernführer Sieh, fer
ner mehrere Ortsgruppen der nächstgelegenen
Dörfer. Nach einem Einmarsch mit Wimpeln
und Fackeln eröffneten die Jungmüöel mit
dem Liede „Vorwärt, vorwärts" den Abend.
Darauf hielt die Ortsfrauenschaftsleiterin I.
Braasch-Jnnien eine Begrüßungsansprache
und erteilte dem Kreisbauernführer das Wort.
Er wies zunächst auf den großen Erfolg und
auf die Bedeutung der Wahl am 29. März hin,
ferner auf die großen Anforderungen zum
Aufbau des deutschen Reiches, die an jeden ein
zelnen gestellt würden. Besonders wies er auf
die große Abwanderung der ländlichen Bevöl
kerung in die Stadt hin. Die Absicht unseres
Führers sei, das Land stärker zu machen, damit
die Ernährung unseres Volkes auf eigener
Scholle sichergestellt würde. Dann wechselten
Volkstänze, sowie Gedichte miteinander ab.
Viel Beifall fand ein Mürchenspiel „Pechvogel
und Glückskind".
mp. Maisborstcl, 6. April. Standesamtliche
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: Eggert Christian Gloi, Landmann in
Osterstedt, und Käthe Marie Kath, Hausge
hilfin: Heinrich Christian Wittmaack, Arbeiter
in Lütjenwestedt, und Margarethe Rüschmann,
Hausgehilfin in Gnutz: Max Bahnsen, Schlach
ter in Todenbüttel, und Gertrud Katrine
Sievers, Hausgehilfin in Hamdorf.
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