?lah
Drrnen. Spiel unö Sport
rganņ 129.' Nr. 127
Sportbeilage der Schleswig.Holsteinischen Landes^eitung (Rendsburger Tageblatt)
Aufruf zum Jugendfest 1836
Mittwoch, den 3. Juni 1936
Das dritte Deutsche Jugendfest im Jahre 1838 hat zum
khen Male über die körperliche Leistungsfähigkeit der
gesamten deutschen Jugend Aufschluß gegeben. Wir
Mben das Recht, auf diese Jugend stolz zu sein und
ufen nunmehr im Jahre der XI. Olympischen Spiele
ur d^n 2». und 21. Juni zum vierten Deutschen Jugend-
! e lt auf. Wir erwarten, daß jeder deutsche Junge und
edes deutsche Mädel an den Start geht. Unsere Jugend
!"" durch ihr Beispiel und durch ihren Schwung das
putsche Volk mitreißen und für den olympischen Ge
danken begeistern.
Sie soll der Welt, die in diesem Jahre ganz besonders
auf uns blickt, ein Bild unserer Leibeserziehung geben,
die sich am eindringlichsten in der Einheit des sportlichen
Wettkampfes und der Sonnenwendseier beim Deutschen
Jugendfest kund tut.
Schließlich ist es unser Wunsch, daß am 20. Juni, dem
Tage des Jungvolkes, und am 21. Juni, dem Tage der
Hitlerjugend, sich die ganze deutsche Jugend kamerad
schaftlich im harten sportlichen Wettkampf als treueste
Gefolgschaft des Führers zusammenfinde.
Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft,
Erziehung und Volksbildung,
igcz.j R u st.
^er Reichsministcr für Volksaufklärung u. Propaganda,
jgez. Dr. Goebbels.
Der Reichssportführer,
gez. von Tschammer.
Der Reichs- und Preußische Minister des Innern,
igez.) Frick.
Der Jilgendführcr des Deutschen Reiches.
(gez.) Baldur von Schirach.
3. SA.-Reîtertag in Gettorf
Hs. Am 1. Pfingsttag fand in Gettorf der dritte SA.-
sìeitertag als Auftakt für die rcitsportlichen Veranstal-
iungen der Standarte 111 statt. Der Veranstalter, Sturm
■V 1 14, konnte schon am Freitag die ersten Gäste be
rußen, die Reiter der Rendsburger Artillerie. Der
Haupttrupp der Kämpfer traf am Sonnabend ein. Unter
°en Preisrichtern sah man u. a. Gruppenreiterführer
Wilberg, Oberleutnant Ncckelman», Rendsburg, und
Sturmbannführer Tödt, Itzehoe. Unter den Gästen hiel-
ten den ganzen Nachmittag aus u. a. Landrat Dr. Alnor,
^ckcrnförde, Kreisleiter Börnsen und Sturmbannführer
^Hthje. Trotz des grau verhangenen Himmels fand sich
noch eine recht stattliche Zahl von Zuschauern ein,
,'e gespannt und mit Begeisterung den Wettkämpfen
î°Igten.
Die Borkämpfe waren ab ? Uhr morgens abgewickelt,
um IV- uhr mittags marschierte vom Haus der Arbeit
der stattliche Reiterzug durch das Dorf, voran der
Standarten MZ. Auf dem herrlichen Sportplatz ange
kommen, hielt Ortsgruppenleiter und Bürgermeister
^uthmann eine kurze Ansprache und eröffnete de»
Rcitcrtag in Gettorf. Dann begannen sofort die
àttkämpfe mit de» SA.-Reiterabmärschen, einer Vicl-
lettigkeitsprüfung, jede Mannschaft 4 Reiter. Als Schau-
"uinmern waren eingelegt: Vorführung der in Gettorf
stationierten Hengste und „Werdegang des Reiters im
Şturm 2/114", wozu Gruppenreiterführer Milberg durch
°en Lautsprecher die Erläuterungen gab. Redner erklärte,
"I notwendig die Ausbildung der Jugend im Sattel
îîi, damit die SA.-Reiterei dem Heere die nötigen
Kräfte für die berittene und fahrende Truppe stellen
4"nne. So zeigten dann Pimpfe, Hitlerjugend, Anfän-
lierklasse der SA. und feldmarschmäßige SA., wie es
"°ran geht. Mit besonderem. Interesse wurden die
Jagdspringen verfolgt,' viel Laune machte besonders der
'lugend das Gehorsamkettsspringen, wobei es über eine
!"ìt Wäsche behangene Leine, über Luftballons, Vierfäs-
über einen mit Gläsern besetzten Tisch und über
j/kuer ging. Bei der Jagd mit Auslauf, die nur von
àgenbreitern geritten wurde, entstand ein harter
«amps zwischen Rolf Bartels und Max Gravcrt, in dem
Jk letztere diesmal Sieger blieb. — Die Siegerverkün-
"'8ung fand beim Reiterkameraden Johs. Brügmann
statt, bei der znnüchst Truppführer Gravert als Führer
des Sturmes 2/114 seinen Mitarbeitern und den Spen
dern der zahlreichen Ehrenpreise dankte. Nachher ergriff
Gruppenreiterführer Milbcrg das Wort. Gettorf gewinne
reitsportlich ganz gewaltig, und dies sei zu einem
großen Teil dem Sportplatz zu verdanken, der so schön
sei, daß er in der Provinz erst so schön wieder zu
suchen sei.
Von den Ergebnissen teilen wir mit:
Eignungsprüfnug für Wagenpserde im Einspänner
so. M.j:
städt.:
1. Jansen, Kiel, „Sportlerin", Fahrer: Besitzer.
2. A. L. Hammerich, Kiel, „Nordsturm", Fahrer: Bes.
3. U.-Stab II A.-R. 20, Rendsburg, „Handrubel", ttffj.
Martens.
4. Dr. Brinkhaus, Kiel, „Kora", Fahrer: Ob.-Utffz.
Wolter.
Eignungsprüsung sür Wagenpserde im Zweispänner
so. M.j:
1. U.-Stab II. A.-R. „Handrubel", Fahrer: Utffz.
Martens.
„Jbikus", Fahrer: Derselbe.
2. Gruppe Nordmark, „Hubertus", Fahrer: Standarten
führer Bartels,
„Godcwin", Fahrer: Derselbe.
Jagdspringen Klasse L sAusgleichj:
1. U.-Stab II A.-R. 20, „Fantalift", Reiter: Machtmstr.
Stock, 7 Fehler, 1,22 Min.
2. E. O. Thams, Osterby, „Karin", Reiter: Rottenführer
Thams, 8 Fehler, 1,01 Min.
3. U.-Stab II A.-R. 2«, „Mieze", Reiter: Machtmstr.
Jochens, 8 Fehler, 1,07 Min.
4. H. H. Rodde, Alt-Bülk, „Laura", Reiter: Oberscharf.
Rodde, 12 Fehler, 1,02 Min.
5. SS. XX, Kiel, „Monrico", Reiter: K. Zimmermann,
12 Fehler, 1,08 Min.
6. U.-Stab II A.-R. 20, „Lüderitz", Reiter: Machtmstr.
Stock, 12 Fehler, 1,1» Mi».
7. Sturmführer Kock, Kiel, „Hofmeister" Reiter: Besitzer,
16 Fehler, 8,öö Min.
von den schleswig-holsteinischen
Zußballseldern
Holstein-Kiel gegen Victoria-Berlin 5:2.
2000 Zuschauer wohnten am Montag dem Kampie
Holstein gegen Victoria bei, auf dem Holstein durch ein
Fisches Spiel zu gefallen wußte. Die Victoriancr haben
"oben einem schußgewaltigen Sturm eine ausgezeichnete
Verteidigung, die bis weit in die zweite Hälfte das
^oiel zu halten vermochte. Beide Mannschaften hatten
Allerdings einigen Ersatz einstellen müssen. So fehlten
ci Holstein Leugers und Möschel, die durch Scharmach
/äd Klein, der wieder nach Kiel zurückgekehrt ist, ait»
^rechend ersetzt waren. Schließlich mutzten die Holstei-
Jr den verletzten Baur ersetzen, sür den vor Halbzeit
üdwig einsprang. Das erwies sich dann keinesfalls
, ^ oine Schwächung, sondern vielmehr als eine nach-
ostckliche Verstärkung der Mannschaft, da Ludwig als
' «ttelläufer ein ganz großes Spiel lieferte. Allerdings
dabei berücksichtigt werden, daß in der zweiten
^stielhälfte die Victoriancr auf Grund der Spiele der
"klage das Tempo nicht mehr ganz durchzuhalten ver
mochten. Die Holsteiner, die in Wensien einen neuen
Jwrtlehrer erhalten haben, befinden sich zweifellos im
^dcranstieg. Schon die nächsten Gesellschaftsspiele gc-
o» die Stationsmannschaft der Kriegsmarine, gegen
Jlnsbüttel-Hamburg und Dresdner Sportclub werden
"rüber Aufschluß geben, ob diese Formsteigerung von
^«uer ist
Spiel begann mit schnellen Angriffen der Holstei-
£ ' bei denen Scharmach als Mittelstürmer recht leben
dst arbeitete. Die Kieler hatten aber zunächst mit ihren
schlissen reichlich »Pech. Dann verletzte sich Baur. Nun
.Iden die Victoriancr im Felde stark überlegen und
lagerten eine ganze Zeit laug das Kieler Tor. Ein
^ 'üderschöner Schuß von Sienholz I fand dann auch in
3y l Sehnten Minute seinen Weg ins Netz der Kieler.
^>e .<=!„ IT, s. r I ir....
sprach, der von Sienholz unbarmherzig zur 2:1-Fllhrung
sür Victoria verwandelt wurde.
Die zweite Hälfte gehörte aber dann durchweg den
Holsteinern. Ludwig zeigte nun mehrere Male sein ganz
großes Können. Er war der Beherrscher des Mittel-
feldes und schickte seinen Angriff immer wieder ins
Gefecht. Lauge Zeit aber hatten die Holsteiner gegen
die ausgezeichnete Hintermannschaft zu kämpfen, um
dann schließlich nach feinem Flügelangriff durch Linken
doch zum Ausgleich zu kommen. Damit war es auch mit
den Victorianern vorbei, die nunmehr das schnelle
Tempo des Holstein-Sturmes nicht mehr durchstanden.
Linken erhöhte zunächst auf 3:2 und konnte schließlich in
der 85. Minute dann dem freistehenden Stark eine aus
gezeichnete Vorlage serviere», die dieser nur noch einzu-
schicben brauchte. Damit war das Treffen mit der 2:4-
Führung gewonnen. In der 43. Minute ivurde dann
der Kieler Mittelstürmer von der Berliner Verteidigung
recht unsanft gelegt, so daß ein Elfmeter für die Holstei
ner fällig war, den Klein durch Bombenschuß zum 8:2-
Sicg der Holsteiner verwandelte.
Was sonst noch in der Provinz?
Zwei bekannte Hamburger Vereine waren in Schles
wig-Holstein zu Besuch. So spielte Fortuna-Glückstadt
gegen Rama auf eigenem »Platze mit 3:1 (1:1) siegreich.
Schlechter schnitt allerdings der Kreisklassenverein VfL.
Eintracht-Itzehoe ab, der seinem Besuch Adler-Eidelstedt
in keiner Spielphase gewachsen war und mit 0:6 (0:0)
sang- und klanglos unterlag.
Außer diesen Spiele» kam noch eine ganze Reihe von
Gesellschaftsspielen zur Durchführung. Kilia hatte sich
den VfB.-Kiel verpflichtet. Die Kilianer konnten den
gefürchteten Gegner klar mit 4:1 schlagen. Der Vs»B. war
dabei im Felde völlig gleichwertig, hatte aber wieder
deutliche Schwächen in der »Verteidigung.
Union-Teutonia mußte durch die in der Kreisklasse
spielenden Kieler Fortunaten eine 3:4-Niedcrlage hin
nehmen. Allerdings war Uuion-Teutonia ohne einige
ihrer besten Spieler augetretc» und mutzte bis kurz vor
Halbzeit sogar mit zehn Mann durchstehen.
Preußen-Germania hatte sich mit zwei Spielen offen
sichtlich zu viel zugemutet. Am ersten Tage hielt man
sich gegen den Buscheuhagener Sportverein zwar noch mit
3:3, müßte dann aber am zweiten Tage gegen den »Post-
Sportverein mit reichlichem Ersatz antreten und unter
lag klar mit 0:3.
Von weiteren Spielen ist dann noch der 3:0-Erfolg der
Kieler Kometen gegen die Buschenhagener zu nennen.
Schließlich ist noch ein beachtliches 2:2 des Preetzer
Sportvereins gegen den Eckernförder Sportverein zu
nennen. Das Spiel war völlig ausgeglichen und stand
bei der Pause gleichfalls unentschieden 1:1.
Avv. auf MMahrļ
Eine komb. Jugend- und Jnngmannschaft vom RBB.
hatte zu Pfingsten einen Ausflug nach Elmshorn und
»Pinneberg unternommen. Die Stimmung bet der Ab
fahrt war nicht besonders gut, denn der strömende Re
gen ließ keine Pfingststimmung aufkommen. Doch wäh
rend der Fahrt sorgte Helle Holm mit seinem Schiffer
klavier für Fröhlichkeit. In Elmshorn stieg das erste
Spiel, das die Elmshorner dank körperlicher Ueber-
legenheit gewinnen konnten. Sie erzielten nach uno
nach 7 Tore, doch auch der »Rendsburger Sturm, vor
allem Helle, zeigte, daß er Tore schießen kann. Mit 7:4
für Elmshorn ging das flotte Spiel aus.
In Pinneberg verlor der R'B»V. mit 2:1. In diesem
Spiel machte» sich die Anstrengungen des »Vortages bei
den »Rendsburger,, stark bemerkbar,' sie spielte» recht
kraftlos. Auch hier schoß Helle das Ehrentor.
Das Spiel fand bei herrlichem Sonnenschein auf dem
reizvoll am Rande des »Piuncberger Stadtparkes gelege
nen »Platz „Quellental" statt und bildete einen schönen
Abschluß der fröhlichen Fahrt. Die liebevolle Aufnahme
sowohl seitens der Elmshorner als auch der »Piuneber-
ger Sportskameraden verdient besonders erwähnt zu
werden.
Bäuerliche Sportjugend bei der Reichsnährstands-Ausstellung
Sey
stenh
Holsteiner verdoppelten nunmehr ihre Anstrcngun-
und hatten auch eine ganze Reihe großer Torgele-
o^^îtcu. Die gutgemeinten Schüsse gingen aber knapp
" Pfosten vorbei.
der 35. Minute kam Holstein aber daun doch zum
"gleich. Der für Baur eingetretene Ludwig sandte
^ŗeistotz zu Linken, den dieser dem kleinen
Su m i &t ş°ş°rt mit dem Kopfe vorlegte, so daß er nur
st. ""kwauüeln brauchte. Das Spiel erlitt daun eine
«îŗiibung, als in der 42. Minute der Schiedsrichter
^ Victoriancr,, einen reichlich harten Elfmeter zu-
Rach dem erfolgreichen Ausklang der dritten Rcichs-
nährstauds-Ausstellung in Frankfurt a. Main bringen
wir noch ein Bild, das eindrucksvoll einen bedeutsamen
Faktor im Rahme» des Reichsnährstandes zum Ausdruck
bringt, die körperliche Schulung der Jugend auf dem
Lande. Anläßlich der Ausstellung waren aus allen Lan-
desbauernschaften Deutschlands je 10 Jungen und Mädel
nach Frankfurt gerufen worden, insgesamt 400, alle im
Alter von 17—18 Jahren, die im „Haus der Jugend"
untergebracht waren. Unter Leitung von 43 Wanber-
sportlchrern und -lehrcriuuen des Deutschen Rcichs-
buiides für Leibesübungen wurde von dem Ncichsbauern-
sührer Darr« und dem Reichsbauernrat durch Vorfüh
rungen ein Einblick in die körperliche Erziehungsarbeit
auf dem Lande gegeben. An einfachen Geräten, wie sie
draußen zur Verfügung stehe», zeigen die Jungen und
Mädel aus allen Gauen ihre llcbunge». Eine Kürper-
und Laufschulc, ein Kampfballspiel und ein Neigen der
Mädel vervollständigte die aufschlußreichen Darbietun
gen. Unvergeßlich aber waren die Stunden, wenn wäh
rend der abendlichen Freizeit die Sportlehrer und
-lehrcrinnen als Kamerad unter Kameraden saßen und
die Jugend in Liedern und Tänzen ihrer Heimat wett
eiferten. En, hartes, kraftvolles Geschlecht wächst
draußen auf dem Lande heran, und wie erfolgreich die
Waudersportlchrer des DRL. ihre schwere Aufgabe er
füllen, zeigen die frohen Gesichter
Cramm schlug den Ersten der Weltrangliste.
Der deutsche Spitzenspieler Gottfried von
Cramm und sein Gegner im Endspiel um die
Meisterschaft von Frankreich in Paris, Perry,
begeben sich zu ihrem Kampf, den der Deutsche
in 5 Sätzen eindrucksvoll gewann. Perry ist
der Erste der Weltrangliste und Cramms
Sieg über ihn bedeutet einen Höhepunkt in
der Laufbahn des deutschen Tennismeisters.
(Pressephoto, K.)
Schalle in großer Form
Schwarz-Weiß Essen 8:2 geschlagen.
Das Großereignis in Westdeutschland war das am
Pfingstsonntag in Essen ausgetragene Spiel zwischen
Schwarz-Weiß Essen und Schalke 04. Vor 20 000 Zuschau
ern lieferte Schalke ein großes Spiel. Schalke spielte in
jeder Weise überlegen, ohne daß sich die Mannschaft voll
ausgab. Der Sturm bot ausgezeichnete Leistungen,
auch klappre die Zusammenarbeit in bester Weise, so daß
die Knappen für den Kampf gegen den 1. FC. Nürn
berg gut vorbereitet erscheinen. Ganz überraschend kam
Schwarz-Weiß Essen zu einer 1:0-Fllhrung, doch glich
Schalke aus und erreichte bis zur Pause einen 8:1-
Vorsprung. Nach dem Wechsel spielte Schalke etwas
verhaltener. Nachdem das Ergebnis auf 6:1 gebracht
war, kam Essen zu einem zweiten Gegentor. Gegen
Schluß wurde Urban verletzt und mußte ausscheiden.
Italien schlägt Ungarn 2:1.
Vor über 30 000 Zuschauern gab cs in Budapest im
Fußball-Länderspiel Ungarn gegen Italien einen fesseln
den Kampf, den die Italiener recht glücklich mit 2:1 (1/
für sich entscheiden kvuuten.
*
dm Mbls nur einmal
Zu einem Kuriosum eines Fußballturniers wurde
eine Veranstaltung, die der Hummelsbütteler Sportver
ein (bei Hamburg) am Pfingsten abwickelte. Fünf
Mannschaften hatten sich zu einem Pfingstturnier in
Hummelsbüttel eiugefunden und wollten den Besten er
mitteln, der dann als Preis einen Fußball erhalten
sollte. Zehn Spiele wurden ausgetrage» und alle zehn
Treffen endeten — unentschieden! Neun Spiele wurden
torlos beendet und nur eines, die »Partie des SV.-Este
brügge gegen Hummclsbüttel, endete 1:1. Da war guter
Rat teuer. Niemand war Erster, niemand war Letzter.
Man griff zum Los und ermittelte in dem Sportverein
EstebrUgge (aus Nicdersachsen) den Gewinner des Fuß
balls..
*
Rendsburger Kanuten aus Psingstsahrt.
Wer ein zünftiger Kanute ist, der kümmert sich nicht
um Wind und Wetter, sondern der kaun getrost unab
hängig von der Wettervorhersage und von den Wetter-
aussichten sein Pfiugstprogramm ausarbeiten. So war es
jedenfalls im Rendsburger Kanu-Club. Man hatte als
Ziel der gemeinsamen »Psingstsahrt die Schlei erwählt.
Der Transport dorthin sollte zum Teil mit der Bahn,
zum Teil mit dem Lastzug vor sich gehen. Pünktlich laut
Programm wurde den» auch am Sonnabendnachmittag
das BootSmatcrial auf einen Lastzug geladen und nach
Schleswig, dem Ausgangspunkt der Fahrt, befördert.
Dort fanden sich im Laufe des Abends atlch noch Flens
burger und die heimischen Schleswiger Kameraden ein.
Mit ihnen zusammen baute man am Ufer der Schlei
seine Hütten aus.
Der nächste Morgen weckte die Kanuten mit einem
soliden Landregen, der sich schon während der ganzen
Nacht eifrig betätigt hatte. Mit Oelzeug und Südwester
bekleidet ging es in die Boote, und die Schleifahrt be
gann. Für die Mehrzahl der Teilnehmer war die Schlei
unbekanntes Gewässer, so daß schon dadurch die Fahrt
zu einem Erlebnis ivurde. Um die Mittagszeit landete
man in Missunüe, und auch hier entstand wieder die
kleine Zeltstadt. Gegen Abend, als Pfingsten begann,
sich von einer besseren Seite zu zeigen, konnte das
herrliche Gelände um Missunde herum noch eingehend
in Augenschein genommen werden.
Am zweiten Pfingsttag war dann endlich die Gelegen
heit gekommen, nur mit Sporthemd bekleidet die Sonne
zu genießen. Davon hat auch jeder Teilnehmer ein
gehend Gebrauch gemacht, und es fände» Spaziergänge
llttd Fahrten in die engere und weitere Umgebung
Missundes statt. Alle, die da mit waren, haben be
stimmt die Ueberzeugung gcwouilen, daß die Schlei bei
Missunde eines der herrlichsten Gewässer hier in Schles
wig-Holstein ist.
Doch allzuschnell verrauscht der Feiertag... Bald heißt
es: Fertigmache»!
Und eine Stunde später ist das Lager geräumt. Pfing
sten 1936 ist vorbei.
Das
Es
ist so schön beim Motorrad:
braucht nur einen schmalen Pfad!
Àaïm'dyi nuiöifm â ûîkáuïup
^onfmentaK-Reifen