Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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Abschluß des SLaatsScgraL rrffss für: Pg. General Litzmann 
Die Trauerparade -er WehrmŞ 
^er gestern berichteten Trauerfeier 
foj r 0et Kownohöhe fuhr die Lafette mit dem 
A ģ und der Zug setzte sich in Bewegung. 
{ öf .şehritt der Musikzug der Wehrmacht. Es 
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"cht Regimentsfahnen und eine Kom- 
Infanterie. Hinter der Lafette mit dem 
à ģ' deren Seite Offiziere der Wehrmacht 
iter*™ 1 ' ş^îitt der Führer, begleitet von Ge- 
viinnt èàrschall von Blomberg und Reichs- 
folrr+! ter à^r>lf Heß. In der nächsten Reihe 
»vn ^ Generaloberst Göring, Generaloberst 
zr-. Fritsch, Generaladmiral Raeder und 
iie ^Mister Dr. Goebbels. Es schlossen sich 
, Familienangehörigen an, unter ihnen in 
6 en ei * en Ņeihe der älteste Sohn des verstor- 
Generals, Obergruppenführer Litz- 
» die Reichs- und Gauleiter der NSD 
tzşş ^ìn Ehrensturm der Leibstandarte Adolf 
L er und die übrigen Trauergäste. In lang- 
èx bm Zuge schritt die Trauerparade auf 
tzm-.^esenweg durch das Spalier von SA., 
Utrschen Leitern und SS. 
k^V»en %12 Uhr traf die Spitze des Trauer- 
- oukts am Friedhof ein. Die Gauleiter 
Streicher, 
Kaufmann und Wagner 
SA.-Obergruppenführer Schöne, 
Ģ -Gruppenführer Jeckeln sowie die SA.- 
. uppeņfûhrer Kasche und Meyer-Quade ho- 
à ^ŗeint den Sarg von der Lafette und tru- 
lhn zum Grabe. An der Stirnseite des 
a * .'s stand der Führer, rechts und links 
ļ},,. îhnr Generalfeldmarschall von Blomberg 
u h \ Ludolf Heß. Obergruppenführer Litzmann 
^ " aer älteste Enkel des Generals, Haupt- 
tz ņ» Litzmann, nahmen Helm und Säbel vom 
^ er uun von zehn Politischen Leitern 
jļûfam ins Grab gesenkt wurde. Mit erhobe 
st ächten erwies der Führer seinem Kampf- 
h^chsen den letzten Gruß. Schweigend stand 
{j. ^rauergemeinde um das Grab auf dem 
t^uen Friedhof. Sie alle erinnerten sich man- 
qt Begrüßung zwischen dem Führer und dem 
h. U,en General, stets umtobt vom Jubel der 
ş'sterten Volksgenossen, sie dachten an die 
^ lchsparteitage, insbesondere an den Tag der 
hetz ^acht auf dem Reichsparteitag der Frei- 
Ä *, an dem Litzmann neben dem Führer 
" Uge war der glanzvollen Parade der wieder- 
èsŅdenen Wehrmacht. Und ergriffen wohnte 
2 Traucrgemeinde dieser letzten stummen 
bespräche des Führers mit dem alten Ge 
ier nationalsozialistischen Borkümp- 
A dei. Langsam senkte sich der Sarg. Eine 
sik ^a.gnie schoß den Ehrensalut und der Mu- 
è^ug intonierte das Lied vom guten Kamera- 
'Ues legte der Führer den riesigen Kranz 
. "er, den letzten Gruß an den treuen Kampf- 
, Nossen, mit der Inschrift: „Dem alten Sol- 
[. eit und treuesten Kämpfer für Deutsch 
es Größe und Wiederauferstehung Pg. 
dneral Litzmann". 
tz.Ņach dieser feierlichen letzten und höchsten 
ş?îng des Toten spielte der Musikzug den 
elingsmarsch des Generals, den König- 
et-Maxsch. Dann verließ der Führer mit 
g ^er Begleitung den Friedhof. Die Trauer- 
feinde grüßte ihn noch einmal schweigend 
r erhobener Rechten und dachte voll <£r= 
ft e J' en 5eit daran, daß wieder einer der Be- 
sfaus der Kampfgarde der nationalsvziali- 
^>chen Bewegung zu Grabe getragen wurde, 
>ein ganzes Leben lang nur den Dienst 
siir 
Deutschland kannte, und der nun in sei 
nem 87. Lebensjahr eine würdige letzte Ruhe 
stätte in der befreiten deutschen Heimat ge 
sunden hat. 
* 
Der jetzige Teil wird wiederholt, weil er 
in einem kleinen Teil der gestrigen Auflage 
nicht veröffentlicht werden konnte. 
Der FWrer trifft ein 
Um 11 Uhr traf der Führer zur Teilnahme 
am Staatsbegräbnis für General Pg. Litz- 
mantt auf Kowno-Höhe ein. In seiner Beglei 
tung befanden sich der Sohn des Verstorbenen, 
Obergruppenführer Litzmann, sowie Ober 
gruppenführer Sepp Dietrich, Obergruppen- 
Brückner, Gruppenführer Dr. Dietrich, Briga 
deführer Schaub und Oberstleutnant Hoßbach. 
Der Führer begrüßte die Bahre und die An 
gehörigen des Toten mit erhobener Rechten. 
Der Platz auf der Kowno-Höhe war inzwi 
schen völlig von den Trauergästen beseßt. Hier 
standen die Reichs- und Gauleiter der NSD 
AP., der Oberbefehlshaber der Wehrmacht 
und die Oberbefehlshaber der Wehrmacht 
teile. 
Der Trauermarsch aus der As-Dur-Sonate 
von Beethoven, gespielt von einem Musikzug 
der Wehrmacht, leitete den Staatsakt ein. Dann 
sprach der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, 
Generalfeldmarschall v. Blomberg, Worte des 
Gedenkens. 
Eine feierliche Stille lag über dem Kowno- 
hügel, als 
Generalfeldmarfchall v. Blomberg 
das Wort ergriff: 
„Im Namen der deutschen Wehrmacht lege 
ich diesen Kranz am Grabe unseres alten 
Kameraden, des Generals Litzmann, 
nieder. 
Jeder deutsche Soldat ist Leidtragender beim 
Tode eines Kriegers aus großer Zeit. Und 
dieser Entschlafene war ein ganzes langes 
Leben hindurch ein Soldat und Krieger. Im 
Kriege 1870-71 stritt er als junger Offizier 
mit. Trotz seiner Jugend wurde er mit dem 
Eisernen Kreuz ausgezeichnet. In langen Frie 
densjahren, die folgten, zeichnete er sich in der 
Armee aus. 10 Jahre vor dem Kriege nahm 
er den Abschied. Seine ganze Kraft und Tätig 
keit setzte er weiter ein für seine vaterländische 
Arbeit. Als der Weltkrieg ausbrach, war er 
durch sein Alter über die gesetzmäßige Kriegs 
pflicht längst hinaus. Aber es duldete den 
weißhaarigen Feuerkopf nicht in der Heimat. 
Er hat den Krieg von Anfang bis zu Ende an 
der Spitze wichtiger Kommandostellen mitge 
macht. Brzeziny und Kowno leuchten auf sei 
ner Ruhmestafel. Hier durchbrach er die feind 
liche Umklammerung an der Spitze seiner Di 
vision, den Degen in der Faust, dort bemäch 
tigte er sich, allen Bedenken zum Trotz, der 
Festung Kowno und öffnete so den Weg auf 
Wilna. Sein Name.wurde durch diese Waffen 
taten berühmt in seinem Vaterland. Wieviel 
mehr noch empfanden die Soldaten, die seinem 
Kommando unterstanden, die Wucht seiner 
Führerpersönlichkeit. 
Er besaß die große Gabe des militärischen 
Führers, nicht nur fein Handwerk zu ver 
stehen, sondern seine Soldaten zu begeistern, 
ihre soldatische Fantasie im rechten Sinne an 
zufachen, vor allem sich verstanden und ge 
liebt zu sehen, kurz, durch das Herz den Sol 
daten zu führen durch alles Schwere des Krie 
ges bis zum Opfertod. 
Die Soldaten folgten ihm gern, weil sie 
ihn verstanden und ihm vertrauten. So war 
dieser greise Soldat ein Krieger, so war die 
ser General ein Frontkämpfer! 
Als der Schmachfriede kam, hörte für ihn 
der Krieg nicht auf. Als ein neuer Kampf an- 
hub, ein Kampf um die Seele und den Ge- 
mcinschaftswillen des Deutschen Volkes, den 
Kampf, den Adolf Hitler und seine Männer 
führten, da war der alte Krieger wieder zur 
Stelle. Wir Soldaten der neuen Wehrmacht 
müssen ihm danken, daß er uns zeigte, wie 
man den Weg zu Adolf Hitler geht und an 
seiner Seite in unverbrüchlicher Treue aus 
harrt. Sein langes und erfolgreiches Solda 
tenleben hat er durch sein Tun gekrönt. Wir 
Soldaten können nicht weichlich trauern, 
wenn solch langes Kämpferleben erlischt. Wir 
senken unsere Fahnen in Ehrfurcht vor dem 
Entschlafenen. Sein Leben war gesegnet, denn 
er konnte seine irdische Sendung ganz erfül 
len und er läßt einen großen Namen als Bei 
spiel und Antrieb zurück. 
Der Stellvertreter des Führers 
Reichsminister Rudolf Hetz 
führte danach aus: 
„Die nationalsozialistische Bewegung — an 
der Spitze ihr Führer — nimmt Abschied von 
dem General des Weltkrieges und von dem 
Parteigenossen Litzmann. 
Sie nimmt Abschied von einem der Besten, 
von einem, der innerlich einer der Jüngsten 
blieb, der sein Deutschland über alles liebte 
wie kaum einer, und der stritt und kämpfte für 
sein Deutschland bis zum Ende. 
Der General Litzmann wurde Parteigenosse 
Litzmann in einer Zeit, da der Erfolg der Be 
wegung nicht nur iļnsicher, sondern für Außen 
stehende unglaubhaft schien. 
Er glaubte an ihren Erfolg, wie er einst 
bei Brzeziny von Anfang an an den siegrei 
chen Erfolg geglaubt hat. Er glaubte an den 
Erfolg der nationalsozialistischen Bewegung, 
weil er der Ueberzeugung war, daß allein die 
se Bewegung unter ihrem Führer Deutsch 
land retten könnte. Er hatte diese Ueberzeu 
gung, well er selbst seinem innersten Wesen 
nach Nationalsozialist war — Nationalsozia 
list schon einst seinen Untergebenen gegen 
über und seinen Vorgesetzten gegenüber. 
Seine Soldaten nannten ihn „Vater Litz 
mann", so wie er später seinen nationalsozia 
listischen Kampfgenossen als Vater erschien. 
Er brachte der Bewegung seinen Namen, 
allen Anfeindungen zum Trotz, seinen Na 
men, den er sich im Weltkriege geschaffen hat 
te und den er nun einsetzte für den Sieg der 
Bewegung. 
Er gab der Bewegung mehr als seinen Na 
men: Er gab der Bewegung sich selbst, den 
ganzen Mann, den Kämpfer, den weißhaari 
gen Feucrkopf. Er setzte sich mit seiner gan 
zen bezwingenden Persönlichkeit immer von 
neuem ein in unzähligen Versammlungen 
und Kundgebungen, gegen das Verbot seines 
Arztes, als er bereits schwer leidend war. 
Er warf seine Person rücksichtslos für den 
Führer in die Waagschale. 
Er ging auf in der Bewegung, die für ihn 
Deutschland gewesen war. 
Oester als einmal äußerte er in den Kampf 
zeiten, daß er nur einen sehnlichen Wunsch 
habe, es no chzu erleben, daß der Führer an 
die Macht komme. Das Schicksal hat ihm die 
sen Wunsch erfüllt — mehr noch: Es ließ ihn 
Zeuge sein des Wiederaufstiegs seines über 
alles geliebten Deutschland. 
So ist uns in der Trauer der Gedanke ein 
Trost, daß sein strahlendes Auge sich sorglos 
schließen konnte, nachdem es das neue Deutsch 
land gesehen. 
Wir nehmen Abschied von dem großen Sol 
daten und unermüdlichen Kämpfer für Deutsch 
land, von dem, prachtvollen Menschen. Sein 
Geist der Treue, der Opferbereitschaft, der 
Vaterlandsliebe wird unter uns und den Kom 
menden leben: 
Vater Litzmann, Du kannst in Frieden 
ruhen!" 
* 
Das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied be 
endeten die schlichte Feierstunde auf der 
Kowno-Höhe. 
Argentiniens Antrag in Genf 
schriftlich eingebracht. 
Die îleuîraķên mM Entscheidung 
in Ģens. 
DNB. Genf, 2. Juni. Der Vertreter Argen 
tiniens beim Völkerbund hat Dienstag abend 
dem Generalsekretär auf dessen Wunsch den 
Antrag seiner Regierung auf Einberufung 
der Völkerbuudsversammlung in schriftlicher 
Form überreicht. 
Auf Grund der Besprechung, die aus diesem 
Anlaß zwischen dem Generalsekretär und dem 
argentinischen Vertreter stattfand, erklärte 
dieser den Vertretern der Presse, daß die Ver 
sammlung auf alle Fälle im Laufe des Mo 
nats Juni einberufen werde, um die gegen 
wärtige Lage im italienisch-abessinischen Streit 
zu prüfen. In dem argentinischen Antrag 
wird erklärt, daß der Völkerbund auf dem 
Grundsatz der Gleichberechtignng beruhe und 
daß daher allen seinen Mitgliedern Gelegen 
heit geboten werden müsse, die in Abessinien 
entstandene neue Lage zu prüfen,' das ver 
lange auch die öffentliche Meinung aller Län 
der. 
Letzter Fmk 
Glückwunschtelegramm des Führers an den 
polnische» Staatspräsidenten. Der Führer und 
Reichskanzler hat den Präsidenten Moscicki 
aus Anlaß der heutigen Feier seines zehn 
jährigen Amtsjubiläums als Präsident der 
polnischen Republik seine und der Reichs 
regierung Glückwünsche telegraphisch über 
sandt. 
Entdeckung eines Goldschatzes. Bei Ausgra 
bungsarbeiten auf dem Gelände in Stambul, 
auf der früher die Moschee des Sultans Ach 
med stand, wurde in einer Tiefe von drei 
Meter ein Goldschatz von 238 Goldstücken aus 
der Zeit des Sultans Murad III. (1574—1594)’ 
gefunden. 
«eramwvrtlicher HauptschriftNUer unv Herausgever: Fer 
dinand Möller. 
Stellvertreter de« Hauptschriftleiters: Herbert Puhlmann. 
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möller; für den ört 
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den Wirt, 
fchaftlichen Teil: Dr. El. Bielfeldt: für den provtn- 
Stellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg. 
Bildverantwortliche: Ressortleiter. 
^ieranrwortlichei Anzergenleiter: Karl Jacobsen, Rendsdurg, 
Lerlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg. 
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Ist Wäscheschmuh 
nur Staub? 
'Staub kann man abbürsten oder absaugen, nîcht 
aber Wäscheschmuh. Wie kommt das? 2m 
Wäscheschmuh sind klebende Teile, durch die er 
sich am Gewebe festsetzt. 
Das müssen Sie wissen, dann haben Sie leichtes 
Waschen und sparen Seife und Feuerung. Sie 
brauchen nur eins zu tun: Ihre Wäsche ins 
Burnus-Wasser zu legen. Dann kann der 
Schmutz nicht mehr kleben, denn Burnus löst 
die klebenden Stoffe auf, und der andere Schmutz 
hat keinen Halt mehr, er fällt ins Wasser; ganz 
dick und dunkel ist es am Morgen. Burnus ist 
deswegen ein Schmuhlöser besonders gründlicher 
Art, man hat damit beim Einweichen den vollen 
Erfolg. Warten Sie nicht erst bis zur großen 
Wäsche, probieren Sie Burnus einmal an kleinen 
Sachen, wie Strümpfen, Hemden usw. 
Große Dose 49 Pfennig, überall zu 
haben. 
Aer 
Schmutz-Loser!
	        
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