Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Finanzierungsfragen des Wohnungsbaues 
Um die zweite Hypothek 
Seitdem der Wohnungsbau in den Bereich der 
Marktwirtschaft eingetreten ist, hat sich in allen 
Kulturstaaten ein einheitliches Finanzierungs 
schema herausgebildet, das dadurch gekennzeichnet 
ist, daß nicht mehr mit Eigenkapital gebaut wird, 
sondern daß Frcmdkapital aufgenommen werden 
mutz. Das Fremdkapital setzt sich aus zwei Teilen 
zusammen, aus der 1. Hypothek und aus dem 
nachstellig gesicherten Kredit. 
Für den Realkredit zur ersten Rangstelle steht 
uns ein gut organisiertes Boöenkreditsystem zur 
Verfügung in Form der Hypothekenbanken, der 
öffentlich-rechtlichen Bodenkreditinstitute, der Spar 
kassen und der Bersicherungsträger, die als An 
lage der ihnen zufließenden Versicherungsprämien 
auch die Form der Hypothek wählen. 
Problematisch ist aber immer noch die Beschaf- 
sung der 2. Hypothek. Die zahlreichen Versuche 
seit der Stabilisierungszeit beweisen, wie schwierig 
Beschaffung und Sicherung der nachstelligen Hypo 
thekarkredite sind. Allmählich aber scheinen sich 
doch große Entwicklungseinrichtnngen abzuzeich 
nen, deren Verlauf nur auS einer historischen 
Betrachtung erkannt werden kann. 
Will man den Kreis der 2. Hypothek abstecken, 
so muß man zunächst einmal die bäuerliche Neu 
siedlung und den Bau von Billen oder Land 
häusern ausnehmen. Die Finanzierung der bäuer 
lichen Siedlung wird von der Deutschen Sied- 
lungSbank betreut, die Erstellung von Villen muß 
hinsichtlich der 2. Hypothek durch private Darlehen 
finanziert werden. Für unsere Betrachtung bleibt 
also nur die Erbauung von Wohnungen kleinerer 
oder mittlerer Größe in Stadt und Land übrig. 
Dem Neubau ist die Aufteilung und der Umbau 
von größeren Wohnungen gleichzustellen. Vor dem 
Kriege lief die 1. Hypothek bei 60 vH des Bau- 
und Bodenwertes aus, die 2. Hypothek umfaßte 
60 bis 80 vH des Finanzierungsvolumens. In 
der Vorkriegszeit wurde die 2. Hypothek fast nur 
von Privaten gegeben, es mar nicht gelungen, den 
organisierten Realkredit einzuspannen. In der 
Zeit nach der Inflation lief die 1. Hypothek bei 
höchstens 80 vH des Bau- und Bodenwertes aus, 
erklärlich aus dem Kapitalmangel und dem allge 
mein erschütterten Vertrauen. Jetzt wurde die 
Frage nach der 2. Hypothek ganz besonders akut. 
Die öffentliche Hand mußte sich erstmalig mit 
diesem Tatbestand besassen. Aus Steuermitteln 
wurden die bekannten Hauszinssteuerhypotheken 
gewährt, die bei 80 vH ausliefen. Allmählich gelang 
es, den Anteil des erststelligcn Realkreöites zu 
vergrößern, aber nicht über 40 vH hinaus. Hier 
haben wir ein interessantes Beispiel für den Zu 
sammenhang zwischen der Beleihungsgrenze der 
1. Hypothek und den Bau- und Bodenpreisen, 
letzten Endes dem gesamten Lohn- und Preisgefüge 
der Volkswirtschaft. Die übersteigerten Baukosten 
kamen für den realen, auf längere Zeit zu be 
rechnenden Beleihungswert nicht in Frage. Weiter 
war zu bedenken, daß den erhöhten Zinsleistungen 
kaum gesteigerte Mietserträge gegenüberstanden. 
Das alles war Grund dafür, daß sich der Anteil 
der 1. Hypothek gegenüber der Vorkriegszeit ver 
kleinern mußte. 
Man versuchte dann, den Raum der 1. Hypothek 
zu vergrößern, indem man zwischen 40 und 60 vH 
Ib-Hypothekcn schaltete, für die die Gemeinde Bürg 
schaft übernahm. Die wirtschaftliche Qualität dieser 
Ib-Hypotheken wird an einem Beispiel klar, das 
einer Arbeit von Dr. Brecht entnommen ist: Ein 
Wohnblock, der vor dem Kriege einen Wert von 
100 000 MM hatte, erforderte bei einem Vaukosten- 
index von 180 vH 180 000 MM Posten, während 
der aus lange Sicht vertretbare Beleihungswert 
vielleicht nur mit 120 000 MM anzusetzen ist. Wird 
das Objekt erststellig mit 40 vH jaus die Summe 
von 180 000 MM bezogen) belieben, so macht das 
72 000 MM aus und entspricht 60 vH des Dauer- 
beleihungswertes von 120 000 MM,, Bei einer 60- 
prozentigen Beleihung bilden aber die 1. und 1b- 
Hypothek zusammen 80 vH des DauerbeleihungS- 
wertes. Die Ib-Hypotheken waren also tatsächlich 
2. Hypotheken. Denn das Wesen des erststelligen 
Realkrcdites besteht darin, daß der Beleihungs 
wert auf jeden Fall von den konjunkturellen 
Schwankungen der Bau- und Boüenpreise unab 
hängig bleibt, also in jedem Falle der Realisie- 
rungswert des Grundstücks nie unter den Betrag 
des gewährten Hypothekendarlehens sinkt. Der 
nachstcllige Realkredit ist deshalb nur bis zu einem 
Teile dinglich durch das beliehene Objekt gesichert. 
also nur bis dahin echter Realkredit, während er 
darüber hinaus durch Zahlungsfähigkeit und Zah 
lungswilligkeit des Schuldners gesichert wird, also 
Personalkredit ist. In der Deslationszeit sanken 
die überhöhten Bau- und Boüenpreise, und für 
die 2. Hypothek waren stabilere Verhältnisse gege 
ben. Für den Eigenheimbau gewährte das Reich 
2. Hypotheken, heute werden für den Kleinwoh- 
nungsbau Reichsbürgschaften für 2. Hypotheken 
übernommen. Einen Schritt sind mir wenigstens 
insofern weitergekommen, als das Volumen der 
2. Hypothek fest umrissen ist: sie liegt regelmäßig 
zwischen SO und 75 vH der Bau- und Bodenwerte. 
Eine größenordnungsmäßige Vorstellung von 
der 2. Hypothek geben Schätzungen für die Vor 
kriegszeit, danach betrug die Belastung des städti 
schen Grundbesitzes rund 50 Milliarden, wovon 
34 Milliarden erststellig und 16 Milliarden zmeit- 
stellig gesichert waren. Die Bedeutung der zweiten 
Hypothek ist heutzutage so groß, daß mit ihrer 
Gewährung das gesamte Wohnungsbauprogramm 
steht und fällt. 
Unser Rückblick hat uns ein Dreifaches gezeigt: 
der nachstellige Hypothekarkredit ist eine Frage der 
Reich sb Knkarrsrveis 
vom 30. Mai 
Zusammenfall von Monatsende, 
Lohnzahlnngstag und Pfingsten. 
Der Ausweis der Reichsbank vom 30. Mai zeigt 
eine starke Ultimobcanspruchung, die sich in einer 
Zunahme der gesamten Kapitalanlagen in Wechseln. 
Schecks, Lombards und Wertpapieren um 584 Mill. 
Mm auf 5242 Mill. MM niederschlägt. Das ist noch 
etwas mehr als zum April - Ultimo, zu dem 
563 Mill. MM MM eingereicht wurden. Berücksich 
tigt man, daß im Laufe des Aprils nur 70,5 Pro 
zent der Ultimobelastung abgedeckt worben sind, so 
erklärt sich hieraus, daß die absolute Höhe der Ka 
pitalanlage-Konten rund 186 Mill. MM über dem 
Vormonat liegt, wobei die Bewegung aus dem 
Wechsel- und Scheckkonto noch größer ist. Hier liegt 
der Gesamtbestand von jetzt 4606 Mill. MM 253 Mill. 
MM höher als im Vormonat und übersteigt den 
Vorjahrsbestand um 874 Mill. MM. 
Diese ausgeprägten Rückgriffe aus die Reichsbank 
erklären sich neben den allgemeinen wirtschaftlichen 
Gründen, vor allem dem saisonmäßigen Konjunk 
turanstieg, auch durch technische Momente. Sowohl 
der April- als auch der Mai-Ultimo sielen auf 
Lohnzahlungstage, und diesmal kamen noch die be 
sonderen Ansprüche aus den Vorbereitungen zum 
Pfingstfest hinzu. Diese Umstände erklären auch die 
Ausweitung des Zahlungsmittelumlaufes zum 
Mai-Ende um 580 auf 6440 Mill. MM gegenüber 
der Vorwoche. Dagegen liegt der Umlauf gegen den 
April-Ultimo nur 89 Mill. MM höher. Gegen das 
Vorjahr sind allerdings 530 Mill. MM mehr Zah 
lungsmittel im Verkehr. 
Der Hauptteil der Einreichungen entfällt mit 
524 Mill. MM auf Wechsel und Schecks, während 
Reichsschatzwechsel um 36 Mill. MM. und die Lom- 
bardforüerungen um 24 Mill. MM höher liegen. 
Auf den Wertpapierkonten sind wesentliche Verän 
derungen nicht eingetreten. Die Girogclder zeigen 
diesmal im Gegensatz zu der üblichen Beivcgung 
am Monatsende einen Rückgang um rund 18 Mill. 
MM. Er entfällt über diese Summe hinaus auf die 
öffentlichen Mittel, während die privaten Gelder 
noch etwas zugenommen haben. Dabei ist zu berück 
sichtigen, daß diesmal die Ultimovorsorge schon im 
Ausweis über die dritte Monatswoche einen Nie 
derschlag durch Neueinlagen von 87 Mill. MM ge 
funden hatte. 
Immerhin liegen die sonstigen täglich fälligen 
Vrbindlichkeiten etwa 60 Mill. MM höher als vor 
einem Monat. Bei dem Rückgang der sonstigen 
Aktiven ist auf den Abgang von 14,2 Mill. MM aus 
in den Verkehr geflossenen Rentenbankscheinen zu 
verweisen, während der Rest auf verschiedene klei 
nere durchlaufende Posten, die auch die Zunahme 
der sonstigen Passiva erklärten, zurückzuführen ist. 
Die Goldbestände zeigen diesmal eine Vermin 
derung um rund 2 Mill. MM. Es handelt sich um 
Abgaben der in den Vorwochen im Ausland ange 
schafften Goldmengen zur Sicherstellung notwen 
diger Einfuhr. Die Gesamtbestände an Gold und 
deckungsfähigen Devisen sind damit auf 75,4 Mill. 
MM zurückgegangen. 
Eine Reichsgerichtsentscheidung. 
Leipzig, 28. Mai. Im Prozeß der Kreissparkasse 
Aachen gegen den Deutschen Sparkassen- und Giro 
verband in Berlin um die Verpflichtung des be 
klagten Verbandes aus seiner 1826 in Amerika auf 
gelegten Dollaranleihe hat heute der Vierte Zivil 
senat des Reichsgerichts die Revision des beklagten 
Verbandes zurückgewiesen. Praktisch ist damit die 
Feststellung des Kammergerichts Berlin rechts 
kräftigt bestätigt, daß der Sparkassen- und Girover 
band verpflichtet ist in deutschen Händen befindliche 
Dollarbonds aus dieser Anleihe zum Dollarkurs 
von 4,20 MM einzulösen. 
Die Ausfuhr an Schlachtrindern 
aus Dänemark nach Deutschland 
hat in der Zeit von Neujahr bis zum 24. Mai 
66127 Stück betragen gegen 80 360 Stück im Vor 
jahr. Das sind also wöchentlich rund 6000 gegen 
3500 im Vorjahr. Mit dem 1. Juni trat eine Be 
stimmung in Kraft, wonach gemäß dem deutsch 
dänischen Handelsabkommen die Einfuhr von 
Schlachtrindern nach Deutschland bis zum 1. Sep 
tember auf etwa 3000 Stück wöchentlich einge 
schränkt werden soll. 
Kapitalbeschaffung und der Kapitalverteilung, er ifl 
weiter eine Frage der Sicherung — wir haben 
gesehen, daß der nachstellige Hypothekarkredit nicht 
voll und ganz auch Realkredit ist — und letztlich 
haben wir gesehen, daß sich die öffentliche Hand 
eingeschaltet hat. 
Bevor wir auf Beispiele von Maßnahmen, die 
mangels einer einheitlichen Regelung von den 
einzelnen Ländern getroffen wurden, eingehen, 
sollen noch kurz die Bausparkassen erwähnt werden. 
Diese Institute gewähren erst- und zweitstellige 
Hypothekarkredite oder sie beschränken sich nur aus 
den zweitstelligen Kredit und vermitteln den erst-' 
stelligen bei einem anderen Bodenkreditinstitut. 
So hat sich eine gute Zusammenarbeit zwischen den 
öffentlichen Sparkassen, die die erste Hypothek ge 
ben, und den öffentlichen Bausparkassen, die die 
angesammelten Bausparbctrüge zur zweiten Rang- 
stelle ausleihen, herausgebildet. In neuerer Zeit 
haben die vom Reichsstand des deutschen Handwerks 
ms Leben gerufenen Treubau A. G. und die 
„Deutsche Bausparer" A. G. versucht, das Problem 
der zweiten Hypothek zu lösen. Die Treubau A. G> 
beschafft die erststelligen Hypotheken, während die 
angeschlossene Bausparkasse die zweiten Hypotheken 
ausgibt. Diese beiden Institute sollen aber zugleich 
dafür sorgen, daß die Bauhandwerker zu ihrem 
Gelde kommen, so daß sie für das in Frage ste 
hende Problem nichts Neues bieten dürften. 
Von regionalen Lösungsversucheu auf dem Ge 
biete der zweiten Hypothek mögen das württcm- 
bergische und das preußische Beispiel angeführt 
werden. Die 1924 zunächst unter anderem Namen 
errichtete Württembergische Lanöeskreditanstalt gibt 
nur zweite Hypotheken: ihr fließen die aus der 
Hauszinssteuer aufkommenden Mittel zu. Weiter 
beschafft sie sich Kapital durch Ausgabe von Pfand 
briefen. Für die zweitstelligen Hypotheken fordert 
das Institut einen Zinssatz von 5 vH. der sich aus 
einer Mischung im Passivgeschäft aus den billigen 
Hauszinssteuermitteln und dem teureren Pfand 
briefkapital ergibt. Anders das preußische Beispiel, 
das sich dadurch auszeichnet, daß es nur Gesetz 
blieb, nie Wirklichkeit wurde. Die geplante Preu 
ßische Wohnungskreditanstalt sollte die Hanszins- 
steuerhypotheken und ihre Rückflüffe für den Staat 
treuhänderisch verwalten, sollte Bürgschaften für 
zweite Hypotheken übernehmen und auch durch 
Darlehensaufnahme Kapital beschaffen, im Gegen 
satz zu Württemberg aber nicht durch Ausgabe von 
Jnhaberschuldverschreibungen, also von Pfandbrie 
fen. 
Die Zukunft des nachstelligen Hypothekarkredits 
wird so aussehen, daß die öffentliche Hand eingcr 
schaltet bleibt. Nicht tunlich ist eine Kapitalbeschaf 
fung seitens der öffentlichen Hand, da hierdurch 
die öffentlichen Haushalte mit einem Risiko be 
lastet würden. Die Funktion der öffentlichen Hand 
wird sich auf die Bürgschaftsübernahme zu be 
schränken haben, wobei es vielleicht zweckmäßig 
wäre, mit dieser Aufgabe ein neu zu errichtendes 
zentrales öffentlich-rechtliches Institut zu betrauen,' 
doch das ist mehr eine verwaltnngsrcchtlich-organi- 
satorische Angelegenheit. Die Kapitalaufnahme hat 
über den bestehenden Kapitalmarkt zu erfolgen- 
Die Beschaffung durch Pfandbriefausgabe oder 
durch Anlage von Spargeldern in zweiten Hypo 
theken ist nicht ratsam, da dadurch leicht das Ver 
trauen in die unbedingte Sicherheit des Pfaud- 
brieses und des Sparbuches erschüttert werden 
könnte. Für die Kapitalbeschaffung kommen viel 
mehr Darlehen aus Kapitalreservoiren in Frage, 
wie sie z. B. die Mittel der Versicherungswirt 
schaft darstellen. E—n. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert 
'Ohne (fterobár 
Banke» 
RelchsvonI 
DD.-Bant 
Drerdn Baal 
Berewsvont 
«esth Bant 
Schll-d. Bant 
Berlehr«-«» 
pdg. pochiiayn 92 00 
Dt!»..!8stlltr'ko 41 50 
3 6 2.6. 
19350 193.75 
96 25 95 50 
96 50 95.75 
1170 114.10 
126.00 125 00 
78 00 76.00 
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Hbg.-Sltdamer 
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15 00 
30 50 
17.00 
41 50 
91 75 
40 00 
15.25 
31.00 
1700 
40.00 
3nduftr..Akt 3 6 2.6. 
«Uz «l.*® 37.62 37 75 
aiUn-dem. 16L 50 158 00 
Breitend 4en 151.50 151.00 
Slbichl.-B. 114 50 113 00 
Voltten-Br. 11175 11100 
Porp Bgd -® 132 00 133 25 
Lchuckecl-Sr 153 00 153 00 
Siemen» 194 50 192.75 
VEÄ. 142.50 143 25 
Deutsche SrDBI 132.50 132.50 
I®-Garden 175 00 174.00 
31eubr|tg 23 00 22 25 
«Übest, 111.25 112.00 
Amtliche Währungskurse. 
1 Pfund Sterling 
1 Dollar 
lim »an. Kr. . . 
ion Ganz. Frank. 
Peseta .... 
Lira .... 
lObne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elektrolytkupfer per lim Kg. 
prompt ctf Hbg. od. Brem. Rotterd. 
12.455 
2.486 
55.60 
16.36 
33.90 
19 48 
3 6 
52.50 
12.425 
2.457 
55 47 
16.365 
33 92 
19.48 
Hamburger Viehmarkt 
vom 4 Juni 1936 
Auftrieb 
Färien 
20 Ochsen. 122 Bullen. 188 Kube. 51 
Fresser — 381 Rinder und 1798 Schafe 
Handel: Rinder zugeteilt. Schafe mittel 
Eckernförder Ferkclmarkt vom 3. Juni 
Zufuhr: 30 Ferkel. Preise: 70—75 Pfg. je Pfund. 
Handel und Wandel 
Ochien 
Bullen 
Kühe 
Färien 
Hammel 
Lämmer 
Schake 
44 
«o 
42 
38 
33 
41 
38 
32 
24 
43 
39 
34 
48-50 
44 - 46 
36-40 
38-41 
Viehzählung im Kreise Schleswig 
Die letzte im Kreise Schleswig durchgeführte 
Viehzählung ergab insgesamt 10 77« Pferde. An 
Zuchttieren waren 751 Bullen und 522 Eber vor 
handen, während an Schafen 776 Tiere gezählt 
wurden. Von den über ein Jahr alten männlichen 
Tieren waren 252 Hammel, also zur Zucht un 
taugliche Schafböcke vorhanden. Der Ziegenbestand 
wies elf unter ein Jahr alte männliche Ziegen 
sowie weiter 33 ältere Ziegenböcke auf. 
Amtlicher Bericht vom Mittelmarkt Flensburg 
Auftrieb: 664, davon 619 Schweine, 51 Kälber, 
2 Schafe. Die Beschaffenheit der Schweine war 
gut, während die der Kälber nur als mittel be 
zeichnet werden kann. Marktverlauf: Die Schweine 
wurden zugeteilt, bei den Kälbern ivar der Handel 
mittel und die Preise unverändert. Notierung: 
Schweine: a 54, bl 53, b2 52. c 56, d 48, Sauen gl 
51—53, g2 45—50, Kälber a 54—60, b 40—50, c 32 
bis 37, d 25-30. 
«Ohne (jewihr,) Deutsche Schlachtviehmärkte 3 )uni 1936 
Karnmernotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfund Lebendgewicht in Jirf 
Kraiinsehw 
Kassel 
KaaifeKori 
üaiM 
Kleidn 
Slnlliari 
llamlHirff 
1 Ochsen 
2. - 
3 
4- , 
1. Bullen . 
2. „ . 
1. Kühe .. 
2. „ .. 
1. Kälber . 
2. 
1 Schafe . 
2. „ . 
1. Schweine 
2- * 
3. „ 
1. Sauen .. 
Ochs.Bu Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweln.Sau. 
Ochs.Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweln.Sau. 
41 
37 
17—40 
35-36 
61-68 
55—00 
541/2 
531/2 
501/2 
531/2 
1C8 
129 
69 
1110 
verteilt 
tnitiel 
verteilt 
41-42 
39-41 
.5-37 
64-70 
56-63 
56 
54—55 
52 
48—55 
Au (trieb 
34 
173 
31 
810 
rege 
rege 
41 
37 
40 
36 
65—/5 
50—64 
36—38 
28 33 
541/2 
331/2 
oO O2 
531/2 
und 
260 
280 
169 
2302 
verteilt 
flott 
. 
mittel 
zugeteilt 
43 
42 
38 
73-76 
66-72 
57 54 
55—56 52-53 
53 50 
46-53 
Handel aut den 
42 
41 
37 
71-76 
65-70 
101 
182 
1041 
zugeteilt 
lebhaft 
zugeteilt 
37 
43 
47 
752 
verteilt 
glatt 
glatt 
verteilt 
561/2 
551/2 
521/2 
521/2 
Märkten 
169 
833 
69-76 
62-68 
55 
53-54 
51 
49-54 
26 5. 
1312 
zugeteilt 
ruhig 
zugeteilt 
762 
5913 
flott 
zugeteilt 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
37 
72-78 
60-70 
41-42 
38-40 
5402 
531/2 
501/2 
531/2 
587 
1618 
5403 
9621 
glatt 
vert. 
44 
40 
35 
42 
38 
41 
37 
72-80 
5 4 -70 
15-37 
32-34 
541/2 
531/2 
501/2 
531/2 
1454 
4855 
5432 
246/9 
glatt 
mittel 
lebh. 
vert. 
Rendsburger Ferkelmarkt vom 4. Juni 
Zufuhr: 568 Stück. Handel langsam, Markt ziem 
lich geräumt. Preise: schwere Ware 65—68, mittel 
schwere 67—72, leichte 70—75 Pfg. je 34 Kilo- 
Ausnahmetiere über Notiz. 
Nortorser Ferkclmarkt vom 3. Juni 
Zufuhr: 46 Ferkel. Preise: 85—90 Pfg. je Pfund- 
Handel sehr flau. 
Hamburger Kälbermarkt 3 6 2 6.5 
Doppellender — - 
beste Mast- und Sauakälber 69 76 68—75 
mittlere Mall und Sauakälber 62 68 60-67 
gertnaere Saugkälber ... 48- 60 47 -5» 
geringe Kälber 38—46 35— 45 
Aufrieb 762 + 85 Beobachtungstiere. Handel fid** 
Remontenmarkt in Elmshorn 
Auf dem am 30. Juni in Elmshorn stattfinden 
den Remontenmarkt iveröen nur vier- bis fünf 
jährige Spezialpferde, die als Maschinen-, schweif 
und ganz schwere Pferde in Frage kommen, von 
der Heeresverwaltung angekauft, also keine drei 
jährigen. 
Diskonterhöhung in Holland 
Die Niederländische Bank hat den Diskontsatz 
um 1 vH auf 4,5 vH erhöht. Die letzte Erhöhunö 
fand am Freitag, dem 29. Mai statt. 
Die Zusatzverzinsung 
der 4prozcntigen Rcichsanleihe von 1934 
Die Zusatzverzinsung, die am 1. Juli mit dev 
an diesem Tage fällig werdenden Zinsen der vier 
prozentigen Reichsanleihe von 1934 zu zahlen i“' 
beträgt für je 100 MM Kapital 32 Pfg. Es werde" 
also eingelöst: die ZinSscheine zu 400 Mark 
404 MM, zu 200 Mark mit 232 MM und zu tst 
Mark mit 116 MM und entsprechend für andere 
Stückelungen.
	        
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