Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Einfuhr
und Selbstversorgung
WPD, Der »Neue Plan" hat im deutschen
Außenhandel wesentliche Veränderungen zur Folge
gehabt und einen starken Außenhandel auch unter
erschwerten Währungsverhältnissen ermöglicht.
Ferner ist die wirtschaftliche Selbstversorgung durch
die Stärkung und planvolle Lenkung der inner
deutschen Wirtschaft erheblich gefördert worden.
Dies trifft insbesondere für den Reichsnährstand in
Auswirkung der neuen Agrargesetzgebung zu. Die
deutsche Landwirtschaft vermochte in den letzten
Jahren unsere Eigenversorgung mit Getreide,
Kartoffeln und tierischen Produkten fühlbar zu
steigern, worüber nun neue Ziffern von Institut
für Konjunkturforschung vorliegen. Danach ist die
deutsche Selbstversorgung in Lebensmitteln für
Ende 1634 auf 85 v. H. geschätzt worden. Im Durch
schnitt der Jahre 1825—1628 betrug die deutsche
Brytgetreideversorgung nur 78 v. H„ die Fleisch
versorgung 63 v. H. und die Eigeuversorgung mit
Milch, Butter und anderen Milchprodukten 84 v. H.
Die Einfuhr an Brotgetreide und Müllereierzeug
nissen. die vor dem Kriege etwa 18 Kilogramm pro
Kops ausmachte, hatte sich im Durchschnitt der
Jahre 1828—28 auf 38 Kilogramm erhöht, also pro
Kopf fast verdoppelt. Diese nationalwirtschaftliche
Unterbilanz ergab sich vor allem durch den Verlust
der landwirtschaftlichen Ueberschutzgcbiete im Osten
des Reiches. Nur einige Ziffern seien genannt.
Wurden 1926 noch 21,4 Millionen Doppelzentner
Weizen eingeführt, waren es 1635 nur noch 1,8
Millionen Doppelzentner. Bei Milch, Butter und
Käse hat sich in den beiden genannten Jahren die
Einfuhr von 2,3 aus 1,1 Millionen Doppelzentner
zu unseren Gunsten verschoben. Die Fleisch- und
Fischeinfuhr sank von 4,7 aus 2,8 Millionen Dop
pelzentner. Damit ist die deutsche Eigenversorgung
in Brotgetreide und Fleisch trotz der gestiegenen
Bcvölkerungszahl wesentlich fortgeschritten. In
Kartoffeln und Zucker ist sie bekanntlich erreicht.
Wenn nach einer Berechnung des Statistischen
Reichsamtes trotzdem im Jahre 1635 die Einfuhr
von Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln noch
34,5 v. H. der Gesamteinfuhr betrug, so entfällt aus
Genußmittel mehr als man im allgemeinen an
nimmt. Tabak wurde für 123 Millionen eingeführt,
Kaffee für 121 Millionen MM. Zum Vergleich sei
angeführt, daß die Eiereinfuhr nur noch 76 Millio
nen MM erreichte und die Einfuhr von Milch und
Milchprodukten mit 118 Millionen MM ebenfalls
unter der reinen Genußmitteleinfuhr blieb. Die
Genußmittelcinfuhr darf aber nicht als entbehr
licher Passivposten angesehen werden, vielmehr ist
durch das Prinzip des „Neuen Planes" Deutsch
land dergestalt in das Welthandelsnetz eingeschal
tet, daß diese Einfuhr wiederum ztuc Grundlage
der industriellen Ausfuhr wird. Nur auf diesem
Wege ist es bei der knappen Devisen- und Golddecke
möglich, Deutschland mit den Produkten zu ver
sorgen, für deren Erzeugung die heimatlichen Zo
nen wegen der klimatischen Abweichungen aus
fallen.
Die Einlagen bei Sparkassen im April
Wie saisonmäßig zu erwarten war, sind im April
1636 die Spareinlagen bei den deutschen Spar
kassen wieder gestiegen. Insgesamt erhöhten sie sich
um 53,3 Mill. MM auf 14 008 Mill. MM\ sie über
schritten damit erstmalig nach der Stabilisierung
die 14-Milliarden-Grenze. Von dem Einlagenzu
wachs entfielen 28,9 Mill. MM auf den Einzah
lungsüberschuß, 18,9 Mill. MM auf Zinsgutschrif
ten und 6,4 Mill. MM auf sonstige Buchungsvor
gänge. Der Einzahlungsüberschnß hat somit den
Auszahlungsiiberschuß des Vormonats nicht nur
ausgeglichen, sondern sogar um 20 Mill. MM über
troffen. Er ist der Saldo aus Einzahlungen in
Höhe von 466,0 Mill. MM und Auszahlungen im
Betrage von 437,1 Mill. MM. Gegenüber dem Vor
monat sind die Einzahlungen um 48,8 Mill. MM,
die Auszahlungen aber nur um 10,9 Mill. MM
gestiegen. Die Einzahlungen haben sich damit stär
ker, die Auszahlungen hingegen weniger erhöht
als in den Vorjahren. Immerhin reicht der Ein
zahlungsüberschuß nicht an den des Vorjahres
heran: diese Verlangsamung im Spareinlagenzu
fluß, die bereits in den Vormonaten festgestellt
werden konnte, steht in engem Zusammenhang mit
der fortschreitenden Entfaltung der Wirtschafts
tätigkeit.
Die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen
sind im Berichtsmonat ebenfalls saisonmäßig ge
stiegen: sie erhöhten sich rechnerisch um 40,1 Mill.
MM auf 2167 Mill. MM. Faßt man die Spareinla
gen und die Depositen-, Giro- und Kontokorrent
einlagen der Sparkassen und Kommunalbanken zu
sammen, so ergibt sich, daß die Gesamteinlagen um
93,4 Mill. MM auf 16 205 Mill. MM zugenommen
haben. Ohne Berücksichtigung der Gutschriften von
Zinsen sowie her übrigen, nicht durch den reinen
Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben
sich die Gesamteinlagen um 71 Mill. MM erhöht
gegenüber 6,2 Mill. MM im Vormonat und 96,1
Mill. MM im April 1935. Im April der Jahre
1933 und 1934 war der Einlagenzugang geringer
als im Berichtsmonat.
Das Handwerk in der Wiederaufbauarbeit
Was bringt der Reichshaudwerkertag 1936 ?
Frankfurt am Main, die Stadt des deutschen
Handwerks, die erst vor kurzem die Reichsnähr
standsschau beherbergte, wird in der Zeit vom 5.
bis 10. Juni im Zeichen des Reichshandwerker-
tages stehen. Eine große Reihe von Veranstaltun
gen, Kundgebungen und Arbeitstagungen sollen
der großen Oeffentlichkeit zeigen, wie sehr das
Handwerk in den letzten Jahren bemüht war, als
Glied der deutschen Volksgemeinschaft für das
große Aufbauwerk unseres Führers zu werben
und sich mit all seinen Kräften in den Dienst der
politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen Adolf
Hitlers zu stellen. Der Reichshandwerksmeister
W. G. Schmidt hat dem diesjährigen Reichshand
werkertag den Leitspruch „Arbeit und Ehre" vor
angestellt, von der Erkenntnis durchdrungen, daß
mit diesen Worten am besten der zähe und ernste
Lebenswille des deutschen Handwerks zum Aus
druck gebracht werden kann, das unter der frei
willigen Uebernahme großer Opfer seinen Teil zur
Wiedererstarkung unseres Vaterlandes beigetragen
hat. Der Reichshandwerkertag 1636 stellt demnach
auch keine Festveranstaltung dar, sondern besteht
aus einer Kette ernster Arbeitstagungen, die um
rahmt sind von feierlichen Kundgebungen und
Darbietungen handwerklich fachlicher Art.
In Gedanken an den Opfertod Hunderter natio
nalsozialistischer Kämpfer hat der Reichshandwerks-
metster als würdigen Auftakt eine Ehrung der
Gefallenen angeordnet, die am Donnerstag, dem
4. Juni, in Berlin vor dem Ehrenmal und am
Grabe Horst Wessels und in Ostpreußen am
Tannenberg-Denkmal stattfinden soll. Am Frei
tag, dem 5. Juni, sprechen der Reichshandwerks
meister und der Leiter des Presseamtes der Deut
schen Arbeitsfront, Pg. Biallas, vor inzwischen in
Frankfurt am Main eingetroffenen in- und aus
ländischen Pressevertretern und den Vertretern des
Handwerks aus dem Auslande. Am gleichen Tage
findet die Eröffnung einer Ausstellung in Frank
furt am Main, „Die Buchdruckkunst- im Wechsel
der Jahrhunderte" statt, die anläßlich der 500-Jahr-
fcier für Gutenberg ins Leben gerufen worden ist.
Bereits der nächste Tag, der 6. Juni, steht im
Zeichen ernster Arbeit. Zum erstenmal werden
die RcichSbetriehsgemeinschaft Handwerk und der
Reichsstand des Deutschen Handwerks gemeinsam
eine große Arbeitstagung abhalten, auf der der
ReichshandwcrkSmeister vor den DAF.-Waltern
und führenden Meistern eine grundsätzliche Rede
über die Zukunftsaufgaben des Führerkorps im
Handwerk halten und dabei vornehmlich die Frage
einer engen Zusammenarbeit in den Vordergrund
stellen wird. Auf dieser Tagung wird voraussicht
lich auch Reichsorganisationsleitcr Dr. Ley das
Wort ergreifen. Nachmittags findet der feierliche
Empfang der Wandergesellen auf dem historischen
Römerberg und ein Empfang handwerklicher
Sternfahrer in Berufstracht auf dem Opernplatz
statt. Der Sonnabend wird durch einen Festabend
des deutschen Handwerks beschlossen, der ein Chor
spiel „Das Handwerk baut auf" bringt. Auf die
sem Festabend werden führende Männer der Partei
und des Staates das Wort ergreifen.
Der Sonntag bringt die feierliche Meisterfrei-
sprcchung in der Paulskirche, bei der aus jedem
Gau der beste Meister und Geselle vom Reichs
handwerksmeister durch Handschlag auf die Grund
sätze der Standesehre, des Berufsstolzes und der
Leistungssteigerung verpflichtet werden. Ein riesen
hafter Festzug, der eine glückliche Lösung zwischen
handwerklicher Tradition und künstlerischem Schaf
fensgeist darstellt, und in dem 50 Festwagen von
Handwerkern aller Kategorien geleitet durch die
Straßen der Stadt des deutschen Handwerks ziehen
werden, soll ein machtvolles Zeichen für das neue
moderne und lebendige Handwerk sein. Der Fest-
zug endet in einer Großkundgebung auf dem
Opernxlatz, an die sich abends dann die große
Modeschau des gesamten modeschaffenden Hand
werks in der Festhalle anschließt. Revueartig soll
sich hier das Bild von dem jeweiligen Zeitschaffen
der an „Friseur und Kleid" beteiligten Hanüwerks-
zweige abrollen, um die kulturelle Bedeutung ihrer
Leistungen vor breitester Oeffentlichkeit zu veran
schaulichen.
Die darauffolgenden Tage, Montag, Dienstag
und Mittwoch, stehen von früh bis abends wieder
im Zeichen ernster Arbeit. Ueber 20 Sondertagun
gen der Gliederungen d. Reichsbetriebsgemeinschaft
Handwerk und des Reichsstandes des Deutschen
Handwerks sollen für die einheitliche Ausrichtung
des Führerkorps des deutschen Handwerks Sorge
tragen. Die Veranstaltungen verdienen umsoinehk
die Aufmerksamkeit der deutschen Oesfentlichkeu-
weil sie zeigen werden, daß das Handwerk, deist»
Weg und Entwicklung durch die Nationalsozialist^
sche Gesetzgebung sichergestellt sind, alle Kraft dar
ein setzt, dieses ihm vom Nationalsozialismus eist-
gegengebrachte Vertrauen in jeder Weise zu recht-
fertigen und wertvolle Bausteine zur Erricht»»»
des gewaltigen Baues beizutragen, der „Deutsck-
land" heißt!
Ordentliche Generalversammlung
des Landwirtfchaftl. Bezugsvsreins
in Kropp
Ende der verflossenen Woche hielt der Landwirt
schaftliche Bezugsverein für Kropp und Umgcgc»»
im Lokale des Gastwirts Kruse seine ordentlich^
Generalversammlung ab, die eröffnet und geleitet
wurde von dem Bauern Johannes Möller, Krķ
per Hufenausbau. Dem allgemeinen Pcrival-
tungsbericht ist zu entnehmen, daß die Zahl del
Genossen im verflossenen Jahr 112 betrug. Das
Prüfungsergebnis des Geschäftsbetriebes zeigt »»-
datz der Entwicklungsstand der Genossenschaft
günstig ist. Besonders erwähnenswert ist das Ä»'
wachsen des Umsatzes. Im Kreditgeschäft ergab
die Prüfung der Außenstände, daß die Summe ì> cï
Debitoren im Laufe des Jahres um 6000 MM an
gewachsen ist, das ist 8 vH. des Umsatzes. Bei del
gewaltigen Umsatzsteigerung ließ sich das natürlich
nicht umgehen. Die Mehrzahl der Genoffen ist
ihren Zahlungsverpflichtungen — teils sehr gut •"
nachgekommen Eine Belastung und einen U»-
sicherheitsfaktor für den Betrieb der Kasse bilde»
natürlich die E.-Forderungen, die bisher noch nicht
geregelt werden konnten. Ist die Rentabilität dek
Kasse auch gegeben, so wird sich das Ertragsbild
infolge der geringen Zinseinnahmen bei den E.-
Forderungen zukünftig ungünstiger gestalten. Del
Warengewinn wird aber ausreichen, die Verwcck-
tungskosten zu decken.
Der Umsatz im Warengeschäft bewegte sich in
stark ansteigender Linie. Er betrug: 1933 30 7U»
MM) 1934 72 600 MM und 1935 in der Zeit v»'»
1. 1. bis 9. 7. schon 79 700 MM, Es wurden iw
Bezugsgeschäft von der Genossenschaft geliefert'
12 636 Ztr, Düngemittel, das sind 2134 Ztr. mehl
als im Vorjahr: 8364,6 Ztr. Futtermittel, das ist
ein Mehr von 6808,6 Ztr. gegenüber 1934: 81,75
Ztr. Saatgut, das sind 36,76 Ztr. mehr als im Vor
jahre. Weiter wurden abgesetzt durch die Genos
senschaft 2868 Ztr. Wintergetreide (1934: 1354 Ztr.h
643.5 Ztr. Sommergetreide (1634: —IM Ztk>
Kartoffeln (1934: —),
Die Liquidität der Kaffe wurde natürlich '8*
Verlaufe des letzten Jahres durch die schon er
wähnte Ausweitung des Kreditvolumens ungünstig
beeinflußt . Der Warenbestand ist am Schluß des
Jahres mit einem Wert von 7600 MM angegebc»-
Die am Schluß vorgenommene Wahl ergab dst
einstimmige Wiederwahl des Bauern Johannes
Möller, Kropper Hufenausbau, zum Vorsitzende»
des Aufsichtsrates. Die günstige Aufwärtsentwick
lung zeugt von dem rechten genossenschaftliche»
Geist, der sich gründet auf Vertrauen, das Genos
sen und Geschäftsführung einander entgegenbrin
gen.
veut8Lke Schlachtviehmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für 1 Pfd. Lebendgewicht in (Ohne Gewähr
4 Juni 1936
Markt
Pranklurl/M.
Leipziff
Hmitprl
Dresden
1. Kälber ...
2. „ ..»
1. Schafe.,
2. „ ....
1. Schweine .
2. .
3. . -
1 Sauen ...
77—80
72-76
37
55—56
53
54-56
68—12
60-66
46-48
43-45
55
54—‘5
52
52-55
(0—76
63-69
561/2
54—55
52>/z
521/2
75-78
66—74
43—45
40—43
56
54-55
52
52-55
Auftrieb und Handel aal den Märkten
Kälber
Schate
Schweine...
Kälber ....
Schale
Schweine ...
502
31
1385
mittel
mittel
zugeteilt
591
853
3171
mittel
mittel
zugeteilt
104
1109
maß. bei.
zugeteilt
1051
632
2379
gut
gut
verteilt
Berliner Schlachtviehmarkt
Berlin, 5 Juni (Vorberichtl »Ohne Gewähr
Mitgeteilt oon der Reichsviebwertunasaelelllchaft
Es wurde gezahlt kür 50 Qa Lebendaewicht:
Preise: Auftrieb: Verlauf:
Rinber24—44 850 alatt
Kälber 43-82 1165 glatt
Schake 31—55 5405 glatt
Schweine».»».»».»... 9613 glatt
Schweine Klaffe A bis E 48'b—54'(» Sauen 50'^-53'»
Hamburger Schweinemarkt
Altona, den 5. Juni 1938
Preise: SZ5. d 1 54. d2 53. o51. 0 49 «154. «249-51
50 Ke Lbdaew Auftrieb 3165 + 78 Beohachtungstiere
(Ohne Gewähr» Handel, zugetetlt
Die Zahl der Postscheckkunden
beim Postscheckamt Hamburg ist im Mai um 107
Konten auf 82 242 Konten gestiegen. Aus den Kon
ten wurden bei 5,5 Mill. Buchungen 748 Mill. MM
umgesetzt. Davon sind 606 Mill, oder 81 vH bar
geldlos beglichen worden.
Buttcrwochenbericht
Obgleich wir uns in der besten Zeit des Jahres
bewegen, kann man heute nirgends von einem reich
licheren Angebot sprechen. Die feste Lage an den
ausländischen Märkten macht immer neue Fort
schritte, und wenn die fruchtbare Witterung auch
eine überaus üppige Produktion In den Haupt
erzeugergebieten auswies, so sind die für den Kon
sumbedarf zur Verfügung stehenden Mengen doch
keinesfalls überragend.
Die internationale Einstellung geht heute dahin,
eine Reserve zu schaffen, die für eine eventuelle
Knappheit im Winter ausreicht. Nur dadurch wird
es erklärlich, daß die Auswärtsbewegung am dä
nisch-englischen Markt noch kein Ende gefunden hat.
Selbst nach dem Fest hat sich wider Erwarten keine
Abschwächung eingestellt. Im Gegenteil, die engli
schen Interessenten zeigen nach wie vor die gleiche
Kanilust für dänische Wäre und bewilligen von
Woche zu Woche höhere Preise. Im abgelaufenen
Berichtsabschnitt konnte mühelos 02 bis 08 sh fob
erreicht werden. Unter den gegebenen Umständen
kann es nicht iveiter wundernehmen, wenn die
heutige Kopenhagencr Notierung abermals um
7 Krönen auf 192 Kronen erhöht wurde. Dieses
Niveau wurde im Vorfahr erst im August erreicht,
und es scheint verständlich, daß man in englischen
und dänischen Kreisen sehr wenig Meinung hat, aus
dieser Basis größere SpekulationSküuse zu tätigen.
An den deutschen Märkten stehen die Preise fest.
Die Produktion ist denkbar günstig, wie auch der
Konsum immer stärkere Formen annimmt.
Der Marktbeobachter
Wöchentlicher Marktbericht
für die heimische Landwirtschaft von der Marktberichtstelle des Reichsnährstandes Hamburg.
Nach den Pftngstfciertagen sind die Zufuhren zu
den Vichmärkten an den ersten Markttagen der
Berichtswoche vergleichsweise stärker zurückgegan
gen. Am Schweinemarkt waren einschl. Beobach-
tungsvieh nur 6096 Tiere aufgetriebcn, die zu
Höchstpreisen zugeteilt wurden. Die Qualität der
Tiere ivar mittel. Im groben Ganzen zeigte sich
der Markt nach dem Psingstsest sehr aufnahmefähig.
Wie erwartet, war am Kälbermarkt in der Woche
nach Pfingsten die Beschickung wesentlich kleiner.
Insgesamt standen nur 847 Tiere zum Verkauf,
das sind 1300 Tiere weniger als ani gleichen Markt-
tag der Vorwoche, die bei recht regem Geschäfts
verlauf zu höheren Preisen in allen Klassen schnell
abgesetzt wurden. Die Zufuhren zum Rindermarkt
sind in dieser Woche ebenfalls weiter zurückgegan
gen. Der Auftrieb von 385 Rindern einschl. Beob-
achtungsvieh entsprach mengenmäßig und auch qua
litativ nicht den an den Markt gestellten Anforde
rungen. da meistens zu leichte Tiere zum Verkauf
gestellt waren. Der Schafmarkt war bedarfsgemäß
mit 1800 Tieren in mittlerer Beschaffenheit beschickt.
Bei mäßig regem Geschüftsverlauf wurde der
Markt geräumt.
Die Lage am Hamburger Getreidemarkt ist un
verändert geblieben, da bei dem gleichen Kaufinter
esse seitens der hiesigen und auch rheinischen Groß
mühlen größere Weizenzufuhren nicht zur Verfü
gung standen und auch die Roggenlieferungen dem
Bedarf nicht voll entsprachen, Dagegen konnten sich
diek leineren Provinzmühlen mit Mahlroggen aus
erster Hand befriedigend versorgen, da die Er-
zcugerschast infolge des Inkrafttretens der Juni-
Preise mehr Material anlieferte.
Am Futtergetreidemarkt setzte sich die bereits in
der Vorwoche eingetretene leichte Entspannung fort.
Obwohl kontingentsfreier Weizen und Roggen nach
wie vor kaum erhältlich waren, so ivar Futterhafer
am Bedarf gemessen voll ausreichend verfügbar.
Auch Gerste war dem Markt in größeren Mengen
zugeführt. Bei diesen vermehrten Gerstenanliöfe-
rnngen handelt es sich in der Hauptsache um
schwere Sommergerste. Das Kaufinteresse be
schränkte sich meistens nur auf leichte Ware, welche
von den Mästern wegen des niedrigeren Preises
bevorzugt wird.
Am Futtermittelmarkt hielt die ruhige Grund
stimmung an. Größere Umsätze wurden nicht ge
tätigt. In der Folge ist mit Zuteilungen über
das Deutsche Getreide-Kontor von zirka 300 To,
Gerste und 300 To. Mais für die Schweinemast im
hiesigen Bezirk zu rechnen. Ferner werden einige
Posten Reisfuttermehl und auch Fischmehl zur Ver
teilung gelangen.
Die Belieferung des Hamburger Eiermarktes
war am sehr starken Pfingstbedarf gemessen in der
vergangenen Berichtswoche nicht voll ausreichend,
zumal ein Teil der anfallenden Ware für die not
wendige EinkühlungSaktion Verwendung fand. Mit
einer Entspannung der Geschäftslage ist in der
kommenden Woche noch nicht zu rechnen, obgleich
man nach den Feiertagen eine geringere Beanspru
chung des Marktes erwartet. Die Auslandsmärkte
zeigten indessen einen ruhigen Geschäftsgang, da
gegenwärtig der englische Markt versorgt ist. Die
Preise wurden vielfach etwas zurückgesetzt.
Amtliche Währungskurse.
I Ptunb Sterling
1 Dollar »«»»»«»
lut» dän. Kr. t * « • I Ş » f
lim fr an a, Frank.
Peieta
Lira
tObne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrvlytkupser per um Kg.
prompt eil Hbg. od. Brem. Rotlerd.
4 6 3 E
12.455
2.488 2-şş
55 60 55.60
16.36 16.36
33 90 33 96
19 48 19 4»
4 6. 3.6.
52.50 5250
Zêàl-FerkellWîkļ
der Provinz Schleswig-Holstein
am Donnerstag, dem 4. Juni 1936.
kn der städtischen Viehmarkthalle zu Rendsburg
Die Zufuhr znm heutigen Markt betrug 563 St>'^
gegen 479 Stück in der Vorwoche, mithin eine MeV'
zufuhr von 84 Stück. Es wurden gezahlt für
schwere Ware (20—25 Kq.) 0,65—0,68 MM
mittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0.67—0.72 MA
leichte Ware (12^—15 Kg.) 0,70—0,75 M-* ,
für K Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Fe^,
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware »» ,
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 25 Kö-
waren nur wenige am Markt.
Zum heutigen Markt war die Zufuhr etwas
her als in der Borwoche. Der Handel war »»
langsam, der Markt wurde aber ziemlich gerät:"''
Ausgeführt tvurden, soweit wir feststellen konnļc>»
größere und kleinere Partien nach Westerrönstl.
Nortorf, Haale, Osterstedt, Neumünster. Kiel, HB .
Elmshorn, Glückstadt, Kremperheide, Burg a. 8*^
Fette Schweine waren nicht am Markt. Fük ü.
lieferte fette Schweine werden 43—51 Psg. für '/■» **
Lebendgewicht gezahlt. , .
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tst' ^
betrug 16 Stück gegen 8 Stück in der Vorwoche-,,
wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis 30 + ,, 2j)
für Fresser 30—85 Psg., für ältere Kälber bis
Pfg. das 'A Kg. Lebendgewicht. ^
Wandsbeker Ferkelmarkt vom 4. Juni
Zufuhr: 130 Ferkel. Der Handel entwickelte »g
nur sehr langsam, so daß kaum mit der Nä»»'».,,
des Marktes zu rechnen sein wird. Die Preise
te» sich aus der bisherigen Höhe und betrugen 'd
4 6wöchige Ferkel 16—18 MM, 6—8 wöchige 1* k
MM, 8—IOwöchige 22—26 MM, 10—12wüchige
Reichsmark.