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aot/? l^panrsche Politik in der inneren Mon-
.wurde zn einem vollen Erfolg durch die
ansp'àst^îgkeitserklärung der inneren Mon-
unşn>.îņî^ ļ>em weiteren Ziel einer Personal-
«-ià ņnt Mandschukuo. Dadurch wurde zu-
kint'/e der bisher nur geringe Einfluß Nan-
ein° ^stşoeschaltet. Außerdem erlitt Rußland
ietm v et m C empfindliche Schlappe, als ihm
äi e Möglichkeit genommen war, über die
J? Mongolei nach Süden vorzustoßen,
ftp« ° le Mandschurei von Nordwesten und We-
3v aU umklammern.
Râ ļp e j û ^ r . eines Zusammenstoßes mit
hà^ud hat sich nunmehr aufs äußerste er-
Mn« àumal da Japan auch in der äußeren
__ ittts * ^ en russischen Einfluß brechen will
StrpE? äu>ur endgültig. Der jetzt ausgebrochene
Mon r 18 ?ìe Herrschaft in der äußeren
riunk^^l stößt auf unvereinbare japanisch-
umsche Gegensätze.
öer «n tt haucht dieses Gebiet zur Sicherung
Ri.^sĶuudschurei und als Riegel zwischen
stud China zur Verwirklichung des
^ûhrungşişch^n Reiches unter japanischer
"stiere Mongolei war seit dem Zusam-
, wruch der Manüschu-Dynastie (1911) und
ein- ŗuìt russischer Hilfe erfolgten Bildung
<\ h , r mongolischen Negierung ausschließlich
^./^şşengebiet, trotz der formellen Zugehö-
'â'it zu China.
Rnbsî Verlust der äußeren Mongolei würde
sch ņmnd.nicht nur endgültig von China aus-
,j!"en, sondern auch seine angrenzenden sibi-
du« ^ Ģebietstcile bedrohen und die Verbin-
ug nach Ostsibirien abschneiden.
jn“ 1 * 1 stie gegenwärtige Spannung zwischen
h. udlchukuo und der äußeren Mongolei ist
A^chneuö die Erklärung des mandschurischen
„Wir sehen uns in Zukunft nicht mehr in
orr Lage, die äußere Mongolei als einen
normalen Staat zu betrachten. Unter die
nst Umständen erklären wir hiermit, daß
Mr die äußere Mongolei lediglich als eine
un unser Land angrenzende geheime und
mysteriöse Region ansehen und entschlossen
Und, alle schwebenden Fragen sowie alle in
äkunft auftauchenden Streitfälle nach
Maßgabe unserer eigenen Erwägungen
und Entschlüsse einer Lösung zuzuführen."
ständige Zwischenfälle an den Grenzen, na
utisch das Gefecht zwischen mandschurischen
J 1 « mongolischen Truppen am Buir-See sind
s e Vorboten der kommenden Auseinander-
dung mit Rußland. Nach den Vorbereitungen
I beiden Seiten ist der Kriegsausbruch eine
Ņge der Zeit.
ciuß Ņund unterhält in der Hauptstadt der
Ņ »eien Mongolei Urga starke Truppenteile,
von ^em werden die mongolischen Truppen
ein russischen Offizieren ausgebildet. Nach
^ ern Geheimvertrag ist der Oberbefehlshaber
Blc^: «östlichen russischen Armee General
^.stcher (früher kommunistischer Jnstruktions-
z>?îzrer und Agitator in Süd-China) zugleich
^ erbefehishaber der mongolischen Armee.
^ 1 Bau der Eisenbahn von Tschita (Ost
sibirien) nach Urga wird aufs äußerste be
schleunigt. Von beiden Seiten sind erhebliche
Streitkräfte auf dem Anmarsch zur Grenze.
Außerdem hat Japan die Verkehrsstraße von
Kalgan nach Urga besetzt und damit den Ver
kehr von der äußeren Mongolei nach Nord-
china unterbrochen.
Die 2. Gefahrenzone zwischen Rußland und
Japan ist die mandschurisch-sibirische Grenze.
Auch dort sind Grenzübertritte und Zusam
menstöße eine ständige Erscheinung. Der poli
tische Einfluß Sowjet-Rußlands im Grenz
gebiet dauert an. Bezeichnend dafür ist der
Uebertritt geschlossener mandschurischer Trup
penteile auf sibirisches Gebiet. Auslieferung
und Schadenersatz hat Rußland abgelehnt.
Nunmehr hat die mandschurische Regierung
die Schließung aller russischen Vertretungen
in Mandschukuo beschlossen, während Rußland
die Ausweisung der Japaner aus den mili
tärischen Zonen angeordnet und die Grenzen
gesperrt hat.
Nach englischen Nachrichten ist im Frühsahr
mit dem Ausbruch des Krieges zu rechnen.
Auf beiden Seiten wird fieberhaft gerüstet.
Die militärischen Ausgaben Japans betra
gen etwa 48 vH. des gesamten Haushaltes.
Rußland beschleunigt die Jndustriealisie-
rung Sibiriens, namentlich den Ausbau der
Kriegsindustrien und im Zusammenhang da
mit die Besiedlung der asiatischen Gebietsteile.
Durch die fernöstliche Armee ist eine vom
Westen unabhängige Verteidigung geschaffen
worden. Ununterbrochen wird am Ausbau der
sibirischen Verteidigungsstellungen gearbeitet.
— Die Verteidigungslinie verläuft vom
Baikalsee bis nach Wladiwostock (2500 Klm.)
parallel zur Grenze. Dicht dahinter entsteht
eine zweite Verteidigungsstellung. Die Trans
portfähigkeit der sibirischen Eisenbahnen wird
größtmöglichst gesteigert und durch den Bau
von Schmalspurbahnen vergrößert. Außerdem
wird eine zweite fernöstliche Bahn vom Bai
kalsee aus gebaut, sog. „Amurbahn". In Wla
diwostock — etwa nur 1200 Klm. von den ja
panischen Industriezentren entfernt — befin
det sich die stärkste fernöstliche Luftwaffe.
Außerdem ist Wladiwostock zu einer Land-See-
festung größten Stiles ausgebaut worden. Da
die Schlagkraft der fernöstlichen Armee ent
scheidend von der Versorgung mit Lebens
rnitteln abhängt, sind den sibirischen Bauern
weitgehende Unterstützungen und steuerliche
Erleichterungen zugesagt worden.
Die öffentliche Meinung in Japan ist durch
diese Vorbereitungen aufs stärkste beunruhigt,
zumal der russische Widerstand gegenüber der
japanischen Expansion sich in letzter Zeit wei
ter verstärkt hat, offenbar durch die englisch
russische Annäherung und die westliche Rücken
deckung.
Ob es in nächster Zeit zum Kriegsausbruch
kommen wird, ist trotz vieler Anzeichen noch
ungewiß. Dazu steht für jeden Staat zu viel
auf dem Spiel. Auf die Dauer ist aber eine
andere Lösung nicht denkbar, und einer der
beiden Rivalen wird dann im Fernen Osten
als Großmacht ausgelöscht sein.
In drei Aufmarschgebieten wird um den
Sieg gerungen werden: in der äußeren Mon
golei, im norümandschurisch-sibirischen Grenz
gebiet und an der Ostgrenze in den Küsten
provinzen.
Wird dann wieder die Sonnenflagge Japans
über den Schlachtfeldern wehen und das japa
nische Rachelied von Nikolajevsk ihre in dieser
Stadt früher von den Roten ermordeten Ka
meraden ehren?
* . *
ArrfsAchthaee
Pariser Kritik
Die Berliner Börsen-Zeitung veröffentlicht
eine vorläufige Stellungnahme aus halbamt
lichen Pariser Kreisen zum deutschen Friedens
plan.
In dieser Stellungnahme wird die deutsche
Note als fast vollkommen „negativ" bezeichnet.
Insbesondere der letzte Teil, der die Friedens-
Vorschläge des Reichskanzlers Hitler enthält,
würde zum Ruin der kollektiven Sicherheit,
des gegenseitigen Beistandssystems und des
Völkerbundes selbst führen. Der im ersten
Teil der Note enthaltene Hinweis auf die von
den Alliierten nicht eingehaltenen 14 Punkte
Wilsons „müsse zumindest kühn" genannt wer
den. Diese Begründung gehe recht weit in die
Vergangenheit zurück, „ihre Schwäche sei offen
sichtlich".
Der zweite Teil der deutschen Note, der auf
die Vorschläge der Locarnomächte antwortet,
sei „in seiner Gesamtheit vollkommen negativ".
Im übrigen vertage die deutsche Denkschrift
die Beschränkung der Rüstungen auf eine un
bestimmte Zeit. Die deutschen Anregungen be
zögen sich nur auf Waffen, die das Reich noch
nicht in ausreichendem Umfange besitze. Die
deutsche Denkschrift — so heißt es am Schluß
dieser Stellungnahme — bereite für Europa
Jahre der Unruhe vor, wobei die Gefahren
noch dadurch vermehrt würden, daß „die Mög
lichkeit weiterer und steigender Forderungen
des Reiches bestünde".
Zu dieser halbamtlichen französischen Stel
lungnahme schreibt die „Börsenzeitung" u. a.:
Es ist nicht allzuschwer, auf diese durchsich
tige» Behauptungen und Vorwürfe einzu
gehen und sie zu widerlegen. Die Superlative
ablehnender Kritik zeigen das taktische Bestre
ben, vor der Außenwelt in keiner Weise die
eigene Erkenntnis der praktischen Bedeutung
des deutschen Friedensplanes zuzugeben. Wenn
beispielsweise auf den „Ruin der kollektiven
Sicherheit, des gegenseitigen Beistandssystems
und des Völkerbundes" als Folge der Frie
densvorschläge des Führers und Reichskanz
lers hingewiesen wird, so mag sich das auf eine
Begriffsübung beziehen, wie sie durch den
französischen Sprachgebrauch allmählich ent
standen ist: nämlich die Sicherheit der Vor
machtstellung einer willkürlich zusammenge
stellten oder zusammengebauten Staatengrup
pe, ferner eines Beistandssystems, dessen de
fensive Ziele durchaus nicht einwandfrei er»
wiesen sind, und schließlich eines Völkerbun
des, der nicht im Dienste der Allgemeinheit,
sondern eben jener fraglichen Staatengruppe
stehen soll. Solchen Tendenzen gegenüber wird
Deutschland nicht allein negativ eingestellt sein.
An einen Ruin, an einer Diskreditierung sol
cher Begriffe aber im wahren Sinne ihrer Be
deutung ist Deutschland gewiß nichts gelegen.
Besonders merkwürdig berühren die Be
mühungen, die großzügigen deutschen Vor
schläge auf Beschränkung der Rüstungen zu
verkleinern. Eine „Vertagung auf unbestimm
te Zeit" könnte nur von französischer Seite er
folgen, da Deutschland sich derartigen paritäti
schen Abmachungen niemals verschlossen hat
und stets zu sofortigem Abschluß bereit war.
Wenn der Verzicht auf den Bau schwerer An
griffswaffen merkwürdig berührt, nur weil sie
Deutschland bisher noch nicht in ausreichendem
Maße besitzt, ist das wenig logisch, da es wohl
niemand gibt, der Deutschland die Möglichkeit
des Baues derartiger Waffen nicht zutrauen
würde. Wem es in Wahrheit auf die eigene
Sicherheit ankommt, der muß letzten Endes mit
Freuden jede Einschränkung oder jeden Ver
zicht auf gefährliche Offensivwaffen begrüßen,
da dies ja seine eigenen Verteidigungsmög
lichkeiten zwangsläufig stärken muß.
Die in Frage kommenden französischen
Kreise werden im übrigen kaum den gewünsch
ten Widerhall finden, wenn sie von vornherein
feststellen möchten, daß die deutsche Denkschrift
für Europa Jahre der Unruhe bringen würde.
Die deutschen Friedensvorschläge gehen auf
Kosten keines Staates) sie bedrohen nicht nur
niemand, sondern bieten durch den Vorschlag
von Nichtangriffspakten nach allen Richtungen
hin die Möglichkeit wirklicher Entspannung,
ohne, vermittels Beistandspakte, die Möglich
keit für Verschwörungen zu bieten.
* .* *
2730 Kandidaten in Frankreich.
DNB. Paris, 5. April. Wie das Jnnenmini--
sterium mitteilt, sind bis zum 4. April 2730
Kandidaten für die Kammerwahl angemeldet
worden. Von Montag ab läuft die amtliche
Frist der Wahlpropaganda, die eine kostenlose
Anbringung von Wahlplakaten auf besonders
dazu errichteten hölzernen Gestellen vorsieht.
Diese Brettertafeln, die schon seit einigen Ta
gen bereitstehen, werden sich ab Mitternacht
mit Aufrufen in allen Größen und Farben
füllen.
Ministerialdirektor Dr. Dieckhosf nach
Berlin abgeflogen.
DNB. London, 4. April. Ministerialdirektor
Dr. Dieckhosf und der größte Teil der deutschen
Abordnung ist am Sonnabendnachmittag in
einem Sonderflugzeug von Croydon nach Ber
lin abgeflogen.
Leramworrlicher Haupljchriftleirer unv Herausgever: Fer»
dtnand Möller.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Puhlmann.
Berantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den örd.
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den wirk
Ichaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt; für den provin
ziellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Vildverantwortliche: Ressortleiter.
'Verantwortlicher Anzetgenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg,
Lerlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D--A- Schleswig.Holfteinifche Landeszeitung (Rendsburg»
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die Landpost
Hanerau.Hademarschen — Eüderbraruper Tageblatt),
D.-A. HI. 38 13 888 Pl. Nr. 7
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