MSdel-Freizeitlager
.Die Mädel-Freizeitlager gehen jedes berufs
tätige Mädel bis zu 21 Jahren an. Jedes Mä-
oel, das Tag für Tag an seiner Arbeitsstätte
ferne Pflicht tut, das im Kontor über den Bü
chern sitzt, an der Maschine steht oder im Haus
halt seinen Arbeitsplatz ausfüllt, hat ein Recht
oarauf, einmal im Jahr auszuspannen und
neue Kraft zu sammeln, um mit frischem Mut
wieder an die Arbeit zu gehen.
Der Urlaub für die Jugendlichen ist vom
Treuhänder der Arbeit genau festgelegt. Es
soll jugendlichen Arbeitern und Angestellten
unter 18 Jahren folgender Urlaub gewährt
werden: im ersten Lehr- oder Berufsjahr 12
Werktage, im zweiten 10, im dritten 8 und im
vierten 6 Werktage. Jugendliche, die nachweis
lich an einem Lager der HI. oder des BDM.
teilnehmen, sollen mindestens 12 Werktage Ur
laub erhalten.
Im Kreis Rendsburg gibt es augenblicklich
orei Müöel-Freizeitlager, und zwar in Kali
fornien an der Ostsee (Schönberger Strand),
m Projensdorf bei Kiel und in Büdelsdorf.
Diese Lager stehen jedem berufstätigen Mädel
bis zu 21 Jahren offen. Das Jugendamt der
Arbeitsfront ruft auch dich, Kameradin.
Komme ins Lager und verbringe in froher Ge
meinschaft mit Gleichaltrigen einen wirklich
schönen Urlaub! Du bist Tag für Tag draußen
in Luft und Sonne, du erholst dich, stählst dei
nen Körper beim Baden, beim Sport und auf
schönen Wanderungen. Du verlebst Stunden
fröhlicher Gemeinschaft beim Spiel, bei Werk-
arbeit und an den Heimabenden des Lagers.
Die Kosten sind so niedrig gehalten, daß es
ledem Mädel möglich ist, solch ein Lager mit
zumachen. Sie betragen 3,50 JIM die Woche,
für einen Aufenthalt von 14 Tagen 7 JIM.
S'iir die Anfahrt und Rückreise gibt es Einbe
rufungsscheine, so daß die Fahrt nur die Hälfte
rostet. Die Lager stehen unter Leitung einer
guten BDM.-Führerin. Die Lagerwoche läuft
leweils von Montag bis Sonnabends. Für die
Landjugend und für Saisonbetriebe, die ja in
den Sommermonaten kaum Urlaub bekom
men, werden zum Herbst besondere Lager ein
gerichtet, damit auch sie einen schönen Urlaub
verleben.
Anmeldungen für die Lager nimmt das Ju
gendamt der Deutschen Arbeitsfront, Rends
burg, Bahnhofstraße 18 (Adolf-Hitler-Haus),
entgegen, wo man auch alles Nähere über die
Lager erfahren kann.
Die braune« Glückslose
sfuö seit gestern auch in unserer Stadt wieder
SU haben. Es handelt sich um die 7. Reichs-
ļotterie für Arbeitsbeschaffung. Feilgeboten
werden hier die Losbriefe von drei braunen
Glücksmännern. Das Stück kostet 60 Jiff, Man
.unn bis zu 1000 JIM gewinnen, gewisserma
ßen aus dem Handgelenk. Das ist eine feine
Şache! Wer möchte da nicht sein Talent zum
Mück probieren? Und was noch sehr wesent-
"ch ist: man hilft durch sein Scherflein mit am
Mächtigen Aufbauwerk des Führers. Jedes
Los ist ein Aufbaustein, wie der Reichsschatz-
Meister der NSDAP., Schwarz, gestern in
^ner Rundfunk an spräche sagte. Im
bonzen sind im Reich über 6000 Losverkäufer
unterwegs. Die jetzige Lotterie unterscheidet
uch von den vorhergegangenen dadurch, daß die
bohen 6000- und 2000-e^^-Gewinne weggefal-
Mu sind, dafür aber die Zahl der 1000-cA^E-
Gewinue vergrößert wurde. Die Gesamtsumme
Mr Gewinne ist größer als bei der letzten Lot
tie, so daß die Gewinnmöglichkeiten betrücht-
"ch gestiegen sind.
Ein Sonntag geistlicher Musik
^rht für unsere Stadt bevor. Der Verband
^ristlicher Posaunenchöre der Norömark,
Artgiied der Reichsmusikkammer, hat heute
morgen in Rendsburg seine Frühjahrs-
Mllung. 80—90 Bläser werden erwartet. Heute
vend 21.30 Uhr findet bei Fackelschein eine
vendmustk auf dem Eiland statt. Es wird
spielt: 1. Die Sonn' hat sich mit ihrem
Muz,- 2. Hinunter ist der Sonne Schein,' 3.
Rendsburg, den 6. Juni 1936.
Der Mond ist aufgegangen,' 4. Mein' schönste
Zier und Kleinod,' 6. Nun ruhen alle Wälder;
6. Wo willst du hin, weil's Abend ist? 7. Wer
de munter, mein Gemüte,' 8. Zapfenstreich
mit Gebet.
Am Sonntagmorgen um 7 Uhr findet auf
3 Plätzen der Stadt Frühblasen statt, am Ger
hardsteich, bei der Neuwerker Christkirche und
auf dem Düppelplatz. Um 11 Uhr ist großes
Platzkonzert auf dem Paradeplatz mit ausge
wähltem Programm: 1. Die Himmel erzählen
die Ehre Gottes,' 2. Wenn ich, o Schöpfer, deine
Macht,' 3. Hoch über dir, du hehres Sternen
zelt,' 4. Geh aus, mein Herz, und suche Freud;
5. Rauschen im Wald, Wellen im Strom; 6.
Wie groß ist des Allmächt'gen Güte; 7. Groß
ist der HErr, von seiner Macht erzählen; 8.
Sollt ich meinem Gott nicht singen? 9. Lobe
den Herren, o meine Seele; 10. Die Himmel
rühmen des Ewigen Ehre.
Im Festgottesöienst, 9.30 Uhr in der Neu
werker Christkirche (Predigt Pastor Bielfeldt),
sowie in der Festversammlung nachmittags 16
Uhr in derselben Kirche wird der Gesamtchor
mitwirken.
Von den Rendsvurger Gilden.
Das Gildefest der Altstäüter Vogel
schützengilde ist mit dem gestrigen Abrech
nungstags zu Ende. Nach der Abrechnung in
Greens Hotel wurde um Mitternacht nach
alter Sitte aus den Fenstern des Rathaus
saales der Choral „Nun danket alle Gott" ge
blasen. Dann wurde der Schützenkönig,
Schlächtermeister Hans Heitmann jun., von
den Gildebrüöern mit Musik nach seiner Woh
nung in der Löwenstraße gebracht.
Am Montag feiert die N e u w e r k e r Schei
benschützengilde von 1692. Das Fest wird
ebenso wie bei der Vogelschützengilde verein
facht durchgeführt. Das Schießen nach der
Scheibe beginnt nachmittags um 1 Uhr im
„Schützenhof". Abends um 9.30 Uhr ist der
Einmarsch der Gilde nach dem „Colosseum".
* # *
* Eine gefährliche Ecke. Ein Verkehrsunfall
ereignete sich am Freitagvormittag an der
Straßenkreuzung Gerhard- und Eckernförder
Straße. Ein auswärtiger Motorradfahrer kam
auf seinem Motorrad aus Richtung Schleuse
die Gerhardstraße entlang. Beim Ueberqueren
der Eckernförder Straße kam aus Richtung
Büdelsdorf ein Rendsburger Lieferauto und
wollte nach links in die Gerharöstraße ein
biegen. Dabei stießen beide Fahrzeuge zusam
men. Der Motorradfahrer erlitt eine stark
blutende Wunde am Knie und wurde in einem
Auto nach Hause gefahren. Sein Rad ist stark
beschädigt. Das Lieferauto kam mit leichten
Beschädigungen davon.
* Oefsentliche Impfung der Erstimpflinge
findet am Montag von 8 Uhr ab im Staat
lichen Gesundheitsamt in der Nienstaötstraße
statt. Die Nachschau ist am Montag, dem 15.
Juni.
* Das diesjährige Wettkampfschieße« des
Kreisverbanöes Rendsburg im Deutschen
Reichskriegerbunö (Kyffhäuserbund) findet an
folgenden Sonntagen statt: 1. in Rendsburg
im Schützenheim am 28. Juni auf 6 Ständen;
2. in Haöemarschen am 19. Juli auf 3 Stän
den; 3. in Nortorf am 2. August auf 8 Stän
den; 4. in Hohenwesteöt-Vaasbüttel am 9.
August auf 8 Ständen. Die Gesamtleitung hat
der Kreisschießwart Overbeck-Rendsburg. Alle
Kameradschaften, die Schützengruppen gebil
det haben, müssen teilnehmen. Es handelt sich
um 48 Kameradschaften. 6 Probeschüsse und 15
Wettkampfschüsse werden abgegeben. Neben
den vom Bund und Landesverband ausgesetz
ten Kreisen werden vom Kreisverbaud Preise
und Ehrungen ausgesetzt. Die beste Mann
schaft nimmt, sofern sie mindestens 460 Ringe
hat, Ende August am Ausscheidungskampf in
Kiel teil. Die Hindenburg-Wanöerplakette des
Kreisvcrbandes Rendsburg, die von der Mil.
Kameradschaft ehern. 85er Rendsburg und Um»
gegen zu verteidigen ist, wird in der bisheri
gen Weise von der Mannschaft erkämpft, die
ohne Prozentenabzug die höchste Ringzahl er
reicht. Der beste Schütze im Kreisverband
nimmt, sofern er mindestens 140 Ringe erzielt,
am Ausscheidungskampf in Kiel teil.
Aendsburg, Wie es früher aussah
Als das städtische Kranken
haus, das wir hier in seiner
ursprünglichen Gestalt sehen,
gebaut wurde, da lag es noch
völlig außerhalb der Stadt.
Da war die Moltkestraße noch
nicht bebaut, und man hatte
einen freien Blick zu den Ka
sernen. Auch die Kleinbahn
und der Kleiubahnhof existier
ten noch nicht. Inzwischen ist
das Krankenhaus durch die
Entwicklung der Stadt mitten
in das Wohngebiet einbezogen,
wurde auch äußerlich und im
Innern den erweiterten Auf
gaben angepaßt und moderni
siert. Lichtbild: Archiv. &