Der Verlauf des Men Ochsen- oder Heerweges
in der Nahe der Stadt RendsdNrg
Ņo ging der „Ochsenweg" oder „Heerweg"
«klang? Nach dem Vortrag Direktor Lunds,
er vor einiger Zeit in Rendsburg stattfand,
der Verlauf des Weges von Jütland bis
T^rgbrück bekannt. Herr Lund vermutete, daß
er Weg von dort ab weiter nach SW. ging
rnd Rendsburg nicht berührte. Eine Skizze
J* Rendsburger Heimatmuseum, nach dem
»Gpenhagener Prof. La Court angefertigt, läßt
en Weg über Brekendorf, Duvenstedt, Borg-
liedt nach Höbet verlaufen. Im Rendsburger
vermatbuch steht (Ş. 199), daß die heutige
^chleswiger Chaussee der alten Landstraße
Ältona-Kolding folgte. Als Baujahr wird dort
Ms Jahr 1845—46 angegeben.
Diese drei Angaben über den Wegelauf sind
>")r verschieden, wie man sieht. Trotzdem
Kraucht die eine Möglichkeit die andere nicht
uszuschließen, denn es ist ja nicht sicher, daß
.5? Weg im Laufe der Geschichte und Vorge
richte immer denselben Verlauf gehabt hat.
^Mes wird allerdings richtunggebend gewesen
! etrt für alle Wege bis in die, letzte Zeit, und
ist die Gestalt, die Beschaffenheit und die
Bewachsung des Bodens.
Gerade von diesen geographischen Gesichts
punkten aus ist ein Vergleich der verschiede-
»du Wegerouten recht anziehend. Je älter der
^eg, desto mehr ist er an die natürlichen Ge
gebenheiten gebunden.
Wenn erst die neue Autostraße zur Tatsache
geworden ist, dann wird man vier, wenn nicht
wgar fünf Perioden der Wegeführung verglei-
Ņ können, u. man wird dabei feststellen, daß
, c ' der Linienführung die natürlichen Grund
igen des Bodens usw. immer weniger aus-
lchlaggebend, dagegen die Geradlinigkeit der
>luienführung und die Kürze der Verbindung
lwwer maßgebender werden.
Es ist daneben auch eine überaus eindring-
Uche Geschichtsstunde, wenn man ein Stück des
ulten Heerwegs entlangwandert und sich dabei
Erstellt, daß dies vor noch nicht allzulanger
şit die einzige Verbindung des Nordens mit
dem Süden war!
Beginnen wir unsere Wanderung bei Klein-
Dannewerk. In wechselnder Breite zieht sich
der Weg entlang. Wo er schmäler ist, läßt sich
Meistens heute noch an alten Wallresten die
ehemalige Breite erkennen. Auf einer Höhe
geht der Weg durch den „Kohgraben", einen
r , ‘~~©. gerichteten hohen Wall mit südlich vor
gelagertem Graben. Vielleicht handelt es sich
h^er um eine alte Wegsperre gegen Angriffe
von Süden?
Ganz in der Nähe zeugen einige Hünen
gräber von der vorgeschichtlichen Bedeutung
des Weges. Hinab geht's ins Tal der oberen
^rheider Au, die bis vor kurzem durch eine
Drücke aus. Feldsteinen (Findlingen) Über
tritten wurde. Heute ist die Au auf eine län
gere Strecke in Röhren verlegt. Die hier lie
genden Stellen tragen den Namen „Ochsen
oger". Ich nehme an, daß hier Viehtränke
Md Wirtschaft gelegen haben. Wir werden
uch späterhin noch öfter erinnert werden an
îe Viehtransporte der alten Zeit. Nach Miel-
?rrg zu lagern heute große Mergelhaufen in
Mitte des Weges. Trotzdem ist noch immer
für je einen Weg an jeder Seite! In
Nielberg finden wir zweierlei Auffälliges.
Mnmal Hünengräber westlich der Straße und
is Gegensatz dazu Siedlungsbauten der letz-
Jahre, die durch ihre Form und die reich-
iche Verwendung von Blech als seltsame
Fremdkörper in der Landschaft wirken. Doch
ll'der zu unserem Weg. Wir müssen ihn jetzt
erlassen. Er ist nur noch an dem Verlauf der
Eeldgrenzen zu erkennen. Wir gehen daher
Mch Osten zu an die heutige Landstraße, die
ir nach Süden verfolgen bis zur Biegung
,ven nördlich von Kropp. Hier finden wir wie-
sr ein Stück des alten Weges, das man noch
Zcht beackert hat. Ganz vergessen und schein-
0r zwecklos liegt das kleine Ende Weg vor
Uns.
-.^Wir gehen aus der Landstraße weiter nach
roppcrbusch und biegen dort auf den Weg
, och Osten ein. Nach einigen 100 Metern tref-
wir dann wieder den Ochsenweg, der nach
i> 3n nur ein kleines Stück noch besteht,
ach Süden zu aber weiterführt. Hier lag die
^ o Wirtschaft Kropperbusch. Sie ist nach dem
M der neuen Landstraße abgebrannt und
ün an der heutigen Stelle wieder aufgebaut
tz Mden. Jetzt hat der Wirt au seine Durchfahrt
os weit bekannte Sprichwort angeschrieben:
Dr Mst Kropperbusch noch nicht vorbi!" Das
^vrt galt einstmals für die von Norden kom-
^?nden Reisenden, die im Kropperbusch. einem
Menwald, oft ausgeplündert wurden.
^Heute zieht sich ein gleichförmiger Nadel-
^ld längs des alten Weges hin' und greift
"weise auf ihn über.
t.ÀŅi der „Schäferei" sind wir in der 2. Wirt
est Kropperbusch angekommen. Ochsenkoppel
^Urde die Stelle früher auch genannt, da der
Uh* e . r einen Platz für die vorbeiziehenden
hier oft rastenden Ochsenheröen eingekop-
. hatte. Der Herr Sierk in der „Schäferei"
tz Ech noch allerhand vom Vater und Großvater
* öer Zeit des alten Weges. Unsicher war
es hier! Einem früheren Besitzer haben Diebe
einmal die Wand des Hauses eingedrückt und
zwei ganze Betten gestohlen! Schlecht war der
Weg, gut ist er ja auch heute nicht, wie der
Augenschein lehrt. Vier Pferde wurden von Wirt
schaft zu Wirtschaft ausgeliehen als Vorspann,
um die Wagen durchzubringen. Groß war der
Pferdeverbrauch infolgedessen. Um die Wirt
schaften herum wurde daher so manches Pferd
verscharrt, dessen Reste man heute findet, oder
Stellen andersgefärbten Bodens deuten beim
Pflügen auf solche „Pferdegräber", wie der
Volksmund sie nennt.
^Die Postbeförderung geschah bei wichtigen
Sachen zu Pferde. Bei besonders eiligen Brie
fen, kenntlich an drei Kreuzen, mußte dauernd
geritten werden, was Pferd und Reiter her
gaben, die dann bei der nächsten Wirtschaft
wechselten.
Oestlich von diesem „Kropperbusch Nr. 2"
sehen wir einen großen Grabhügel. Urnen
und Steinsetzungen sind früher auch beim
Pflügen gefunden worden.
Weiter nach Süden zu kommen wir an den
„Heerwegskoppeln" vorbei. Dieser Flurname
zeigt uns besser als Ochsenweg die Bedeutung
der alten Straße.
In Feldscheide treffen wir eine früher sehr
bedeutsame ehemalige Wirtschaft, lag sie doch
an der Abzweigung des alten Weges nach
Husum, der von hier aus über Heidvunge nach
Kropp und Rheide führte. Das Vieh der West
küste bis hinauf nach Tondern ging über die
sen Weg nach Süden.
Der erste Teil dieses Weges bis ungefähr
nach Heidbunge heran ist noch vorhanden und
wird Beerweg (?) genannt. Im Kropper Forst
ist der Weg gelegentlich kenntlich an Wällen
und am schlechten Baumwuchs. Schließlich fin
det er sich wieder im Wege längs der Krop
per Anstalten.
Bei Feldscheide fällt ein Stein auf mit der
Inschrift: „Los von Dänemark 1864", den der
frühere Besitzer des Hofes hat anfertigen las
sen. Ein gleicher Stein soll bei Heidbunge ge
standen haben.
Solange die Wirtschaft noch am alten Wege
lag, gab es beim Kröger immer eine reiche
Auswahl an Spazierstöcken. Wenn der Po
stillon auf eiligen Aufbruch der Reisenden
drängte, blieb eben so manches Stück liegen,
ähnlich wie es heute vergeßlichen Reisenden
auf der Eisenbahn geht!
Bei Sorgbrück führte der Weg früher an
anderer Stelle über die Sorge, ungefähr dort,
wo heute das kleine Haus am Nordufer steht.
Steine im Flußbett sollen die Stelle noch heute
erkennen lassen. Die Wirtschaft Sorgbrück
war auf der kurzen Strecke von 6 Klm. bis
Kropp die vierte! Auch hier hat man beim
Graben erstaunlich viele Viehknochen gefun
den um das Haus herum.
Wie verlief der Weg nun von hieraus wei
ter nach Süden? Zwei große Gebiete scheiden
für jeden Weg aus, nämlich das Duvenstedter
und das Fockbeker Moor.
Zwischen diesen beiden Gebieten zieht sich
ein Dünensandstreifen entlang, den ungefähr
Merrutenberge
Auf die bäuerlichen Speicherbauten legte die
Forschung bisher wenig Wert. Und doch stel
len diese Bauten ein wichtiges Glied in der
Baugeschichte unseres Bauernhauses und sei
ner Wirtschaftsräume dar. Zu diesen Bauten
gehören neben den Bohlscheunen Nordschles
wigs und den Kornspeichern der Probstei auch
die Vierrutenberge, die an der Westküste, aber
auch in Holstein noch vereinzelt zu finden sind.
„Wie weit die Getreidespeicher mit den Vier
rutenbergen von der Westküste Schleswig-Hol
steins zusammengehen, beziehungsweise davon
abzuleiten sind, will ich dahingestellt sein las
sen; daß sie sachlich dazu gehören, steht außer
Frage", schreibt mir Professor Dr. Otto Leh
mann, der verdienstvolle Erforscher des schles
wig-holsteinischen Bauernhauses.
Die ursprüngliche Form des Vierrutenber
ges hat Professor Dr. Richard Haupt in einem
Aufsatze „Der Bergfrit oder Bergfried" (Die
Heimat, 1933) folgendermaßen beschrieben:
„Es werden vier lange Pfähle, Ruten genannt,
fest in den Boden gepflanzt, im Viereck auf
gestellt, so daß man dazwischen die Vorräte
aufschichten mag, deren Bestand allmählich hoch
hinauf anwächst. Zur Sicherung gegen die
Witterung ist oben ein leichtes Dach erforder
lich. Dafür ist die Einrichtung getroffen, daß
es beweglich ist, auf- und abwärts verschieb
bar. Zu solchem Behufe sind die Ruten passend
durchbohrt, daß man Pflöcke e>nschieben kann,
gewissermaßen Knöpfe für ihre Knopflöcher."
Die Vierrutenberge dienten zum Aufbewah
ren von Heu und frisch geerntetem Getreide,
also zum Bergen von Erntevorräten. Damit
ist aus der Bauweise und der Zweckbestim
mung auch der Name Vierrutenberg erklärt.
Die von Haupt geschilderte Bauart ist wohl
die ursprünglichste Form des Vierrutenberges
gewesen. Später ging man daran, den unteren
Raum zu umkleiden, wie das heute noch bei
zwei Vierrutenbergen in Dithmarschen, in
Süderhastedt und Rederstall nämlich, der Fall
ist. Das verschiebbare Dach hat man hier noch
beibehalten. Wo man aber Vierrmenberge auf
Gehöften errichtete, wurde die Verschiebbar
keit des Daches überflüssig. So trifft man auch
Formen mit unbeweglichem Dach an. Einen
völlig umschlossenen Vierrutenberg mit festem,
allseitig abgeivalmtem Dach zeigt unser Bild.
Er befindet sich auf dem Gehöft Ferd. Griep in
Bargstedt und wurde eben nach 1870 errichtet.
Die Wetterseite ist mit Ziegeln bekleidet, und
einen Stall hat man hier noch angefügt. Noch
heute dient dieser Vierrutenberg zur Unter
bringung von Heu. In Bargstedt gab es frü
her noch zwei Vierrutenberge mehr. Jedoch
längst vor dem Weltkriege sind sie ■ abgebro
chen worden. In Brammcr stand auf dem Ge
höft Carsten Matthießen (jetzt Sinn) ein Vier
rutenberg, der einige Jahre vor dem Kriege
einem größeren Dorfbrande zum Opfer fiel.
Wünschenswert wäre es, wenn die wenigen
noch vorhandenen Vierrutenberge als Zeugen
früherer bäuerlicher Kultur erhalten blieben.
Denn die Vierrutenberge sind alt; schon in
frühgeschichtlicher Zeit dienten sie dem gleichen
Zweck wie auch heute noch. So zeigte die Aus
stellung „Volk und Rasse" einen Vierruten
berg auf einem ostgermanischen Gehöft der
Völkerwanderuugszeit. Verwandt ist er übri
gens auch mit dem Vierkant des friesischen
Hauses an der Westküste Schleswig-Holsteins.
Zum Schluß bitte ich noch, mir von dem
Vorhandensein weiterer Vierrutenberge
Kenntnis geben zu wollen, auch von solchen,
die abgebrochen oder durch Feuer vernichtet
worden sind. Für freundliche Mitteilungen
wäre ich dankbar. Anschrift: Rendsburg,
Bastion 12. Claus Wulf.
Vierrutenberg i« Bargstedt.
Lichtbild: Cl. Wulf.
die heutige Chaussee benutzt und dem auch die
alte Landstraße um 1800 herum folgte. Nen
nen wir dies den Weg 1.
Hart am Westrande des Fockbeker Moores
entlang durch das Gebiet der Loher Heide las
sen sich wiederum Wegespuren erkennen bis
heran an den Weg Lohe—Fvckbek. Nennen wir
das Weg 2.
Schließlich ziehen sich Spuren in der Heide
entlang parallel zum Wege von Lohe nach
Hohn bis in die Nähe der Garlbeksbrücke:
Weg 3.
Eine vierte Linienführung läßt sich feststel
len, sie ging etwas östlich vom Bahnhof Garl-
bek zur Westseite Fockbeks: Weg 4.
Verfolgen wir einmal den Weg 1, den letz
ten Vorgänger unserer heutigen Chaussee!
Der Weg führte von Sorgbrück ab dicht an
der Sorge entlang auf den Koppeln. Erst beim
Wiederbeginn der Heide bei Hasenknüll ist der
alte Weg wieder 100 Meter nördlich der
Chaussee in der alten Gestalt mit seinen vie
len zerfahrenen Geleisen zu finden. Er führt
gerade aus die Brandreste einer kleinen Bau
ernstelle zu. Erst kurz vor dem Hause brechen
die Wegspuren plötzlich ab.
Weiter nach Rendsburg zu führt der Weg
durch die Heide ungefähr parallel zur heutigen
Straße. Erstaunlich gnt haben sich in der Heide
an manchen Stellen noch die Wagengeleise er
halten. Sie zeigen, daß man früher keine ein
heitliche Spnr eingehalten hat. Ueber unge
fähr 100 Meter verteilen sich die verschiedenen
Routen. Daß sie tatsächlich aus früheren Zei
ten herstammen, kann man schon daraus sehen,
daß die heutigen Wälle die Spuren durch
schneiden.
Der Hauptweg scheint durch die flache Mulde
geführt zu haben im Nordteil des kleinen
Fichtenwäldchens, dann immer entlang am
Südrande des W.—O. gerichteten Sandrük-
kens. Da hier zu manchen Zeiten wohl die
Feuchtigkeit zu groß war, ist man auch nörd
lich des erwähnten Sandrückens in dem ma
lerischen Tal vor der Krummenorter Düne
hindurchgefahren, wie manche eingefahrene
Spur zeigt. Vielleicht verdankt dieses Dünen
gelände überhaupt seine Entstehung z. T. dem
Flugsand, der durch den Weg dauernd erzeugt
wurde?
Eben nördlich der Wegebiegung bei Ahren-
stedt geht der alte Weg am Rande des dort
gelegenen kleinen Waldstücks entlang. Auch
hier finden wir wieder Sanddünen und alte
Wälle, die aber wegen der Waldbedcckung
schlecht zu übersehen sind. Weiter ging es zu,
Wirtschaft Ahrenstedt, wo früher zwei große
Scheunen standen, die zur Nächtigung der
durchziehenden Viehherden dienten. Bis zu
200 Stück Vieh konnten hier untergebracht
werden. Von nun ab ist der alte Weg nicht
mehr festzustellen. Lediglich steiniger Grund
im Pfluglande deutet darauf hin, daß er strek-
kenweise dicht neben der heutigen Chaussee ver
lief. Er wird also dieser wohl von nun ab bis
Rendsburg gefolgt sein.
Handelt es sich bei dem eben beschriebenen
Weg nun tatsächlich um den ältesten Weg? Ich
vermute, daß der nun zu beschreibende Weg 2
über die Loher Heide älter ist. Wandern wir
also einmal diesen Weg entlang.
Bei der Wirtschaft Sorgbrück wenden wir
uns genau nach Süden und gehen am Ost
rande der niederen Kiefern entlang. Daß wir
dabei einen kleinen Steilhaug überwinden
müssen, braucht uns nicht stutzig zu machen.
Er ist der Rand einer früher hier genutzten
Kiesgrube. Bald gelangen wir in ein Tal, das
von zwei parallelen Sandrücken begleitet wird.
Heute benutzt diese Route eine Schneise. Tief
ausgefahrene Geleise verlaufen im Grunde.
Kurz vor dem Beginn des Holzes verläßt der
Weg diese Schneise und wendet sich etwas
nach Osten ab, um im Holz zu verschwinden,
wo er schwer zu erkennen ist. In der Verlän
gerung des bisher durchwanderten Teiles ge
langen wir dann aber wieder auf das unge
fähr nach Süden zeigende Wegestück, das den
Südostrand des Loher Forstes begleitet. Nun
führen weiterhin eine ganze Reihe Spuren
über den Heidestreifen zwischen dem Fockbeker
Moor und dem Loher Weg, dabei dauernd die
Wälle querend, an die Nordostecke des kleinen
Wäldchens eben nördlich von Fockbek. Hier
münden die Spuren in den Loher Weg, und
ich möchte annehmen, daß der alte Weg dann
mit diesem Weg zusammenfällt.
Welche Gründe sprechen nun dafür, daß die
ser Weg älter ist, als der über Ahrenstedt?
Dieser letztere Weg führt zum großen Teil
über Moorboden, worüber der Sand nur in
einer mehr oder weniger dicken Schicht aufge
weht ist. Noch heute ist das Gelände nördlich
von Ahrenstedt recht feucht, und solche Weg
strecken hat der Heerweg immer gemieden.
Dagegen führt der Weg über die Loher Heide
dauernd über festen, trockenen Grund.
In der Geschichte werden die Schlachten auf
der Lohheide genannt. Ich möchte nicht anneh
men, daß die damaligen Kampfgebiete weitab
von der Heerstraße lagen.
Schließlich deuten die vielen tiefen Spuren,
die Flugsandaufwehungen und vielleicht auch