Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

MàatsoŞungs weiter planmäßig und 
aktiv betrieben. Um dem großen volkskund 
lichen Material öer Dänen etwas Gleichwerti 
ges an öie Seite zu stellen, wurde mit der 
volkskundlichen Bestandsaufnahme im Grenz 
gebiet begonnen. Die Ergebnisse dieser volks 
kundlichen Landesaufnahme, die bereits 10 
Monate nach der Uebernahme durch die NS.- 
Kulturgemeinde deutlich sichtbar sind, geben 
ein Musterbeispiel für die Aktivität, die die 
nationalsozialistische Bewegung auf dem kul 
turpolitischen Gebiete entfaltet. Daneben 
wurde durch die Abteilung Volkskunde die 
Wiederbelebung überkommener Sitten und 
Gebräuche, die Neugestaltung der Dorfgcmein- 
schaft im Gau Schleswig-Holstein mit Erfolg 
durchgeführt. 
Als die NS.-Kulturgemeinde im Frühjahr 
1931 die Pflege und Förderung der sippen- 
kundlichen Arbeit in Schleswig-Holstein über 
nahm, fand sie eine organisatorische Zusam 
menfassung der auf diesem Gebiet arbeitenden 
Kräfte nicht vor. Der Zusammenschluß wurde 
während der Sommermonate erreicht und fand 
Ende September 1931 in einer sippenkund- 
lichen Arbeitstagung in Kiel seinen sichtbaren 
Ausdruck. Nach drei Richtungen hin erstreckt 
sich die Arbeit: 
1. will sie den Sippengeöanken in möglichst 
weite Schichten des Volkes tragen und ihn zu 
einer volkserneuernden Kraft werden lassen, 
2. will sie den vielen Volksgenossen, die seit 
Jahren ihrer Geschichte nachspüren, ebenso wie 
denen, die heute erst zur Sippenforschung 
stoßen, in ihrer Forschungsarbeit praktische 
Hilfe leisten und 
3. will sie die wissenschaftliche Forschung 
der blutmüßigen Grundlagen und Zusammen 
hänge der schleswig-holsteinischen Bevölke 
rung fördern. Um das zu erreichen, sind in 
fast allen größeren Städten, so in Kiel, Lübeck, 
Flensburg, Schleswig, Rendsburg und Neu 
münster und den meisten Landschaften und 
Kreisen des Gaugebietes, wie in Dithmarschen, 
Nordfriesland und Angeln, in Mittelschles 
wig, Stormarn und den Elbmarschen, in den 
Kreisen Rendsburg, Eckernförde, Oldenburg 
und Fehmarn Sippcnkundliche Arbeitsge 
meinschaften gebildet worden. Familienkund- 
liche Ausstellungen regen zu eigener Arbeit 
an. Wir planen deshalb einen Grundstock 
von gutem Anschauungsmaterial von geneolo- 
gischen Zusammenhängen und künstlerisch 
ausgeführten Ahnen-, Stamm-, Sippschafts 
und Stammfolgezeittaseln für eine sippen- 
kundliche Wanderausstellung zu schaffen. Die 
wissenschaftliche Arbeit wird edr Erschließung 
sippenkundlicher Quellen von allgemeiner 
Bedeutung und vor allem der geschichtlich 
biologischen Erforschung geschlossener Bevöl 
kerungsgruppen unseres Landes gewidmet 
sein. Sie wird dabei von ihrem Blickpunkt 
aus an der wissenschaftlichen Lösung der 
grenzdeutschen Probleme nach bestem Vermö 
gen mitarbeiten. 
Die Fachgruppe für heimatliche Kunst 
geschichte, gegenständliche Volkskunde und Er 
forschung der Volkskunst stand und steht vor 
besonders wichtigen Aufgaben insofern, als die 
entsprechende Arbeit von dänischer Seite schon 
sehr weit gefördert ist und auch in das mittel- 
schleswigsche Gebiet übergreift. Es ist beabsich 
tigt, mit Hilfe des Mitarbeiterstabes im gan 
zen Gau nach und nach das gesamte Gut der 
gegenständlichen Volkskunde sHofanlage, Bau 
ernhaus, Hausrat, Arbeitsgeräts aufzunehmen, 
sowohl photographisch als auch zeichnerisch, um 
zu dem für eine Gesamtübersicht notwendigen 
Material zu gelangen. 
Der Plan, die gesamte Volkstumsarbeit im 
Nahmen der naturgemäßen Gliederung der 
schleswig-holsteinischen Heimat »ach Landschaf 
ten und Stämmen durchzuführen, ist durch die 
Schaffung von Heimatbünden im Rahmen der 
NS.-Kulturgemeinde weitgehend vorbereitet. 
Als neuestes und zugleich vordringlichstes 
Aufgabengebiet wurde die Flurnamenfor- 
schung in Angriff genommen. 
Das Fachreferat für Pflanzenforschung 
wurde bei der Gaudienststelle eingerichtet aus 
der Erkenntnis, daß es für die folgerichtig 
durchgeführte Volkstumsarbeit unerläßlich ist, 
sämtliche biologischen Faktoren, die das Bild 
der Landschaft in vorgeschichtlicher und ge 
schichtlicher Zeit bestimmen, zu kennen. Die 
Arbeit richtet sich auf zwei eng verbundene 
Ziele: 1. Die wissenschaftliche Erforschung der 
Pflanzendecke, und 2. die Pflege der Pflanzen 
kunde. Da die Erforschung unter wesentlicher 
Mitarbeit breiter Volksschichten durchgeführt 
wird, ist eine Schulung aller Stände nötig. Im 
Mittelpunkt steht pflanzenkundliche Landes 
aufnahme, die eine Bestandsaufnahme sämt 
licher Pflanzenarten jedes der 200 Meßtisch 
blattgebiete erstrebt. Bis jetzt sind etwa 100 000 
Beobachtungen zusammengetragen worden, die 
zu einer systematischen und Fundortskartei zu 
sammengestellt sind. Die dadurch erreichte 
Kenntnis der Arten läßt einerseits die Ur 
sachen der Vcrbreitug klar werden, anderer 
seits ermöglicht sie eine Auswertung für die 
praktische Pflanzenkunde. 
Weitere Referate des Gaukulturwarts 
Knolle behandelten die Fachgruppen Geologie. 
Geographie, Zoologie, Vorgeschichte und Ge 
schichte. 
Der aus der Arbeit der Gaudienststelle ent 
standene Verlag „Heimat und Erde" macht es 
sich zur Aufgabe, das aus der praktischen Ar 
beit heraus entstandene Schrifttum der Oef- 
fentlichkeit zugänglich zu machen. So wurden 
in diesem Jahre viertausend Exemplare der 
vom Oberpräsidenten und Gauleiter Lohse 
herausgegebenen Schrift „Trutz blanke Hans" 
vertrieben, ferner eine Biographie „Das bo 
tanische Schrifttum", zusammengestellt von 
dem Referenten W. Christiansen. In diesen 
Tagen erschien ein Heft aus der „Schriften 
reihe zur Volkstumsarbeit", das sich mit der 
Frage des sogenannten Dänentums in Eider- 
steöt auseinandersetzt. Das Heft erschien in 
einer Erstauflage von 13 000 Exemplaren und 
wurde von der Universitätsgesellschaft heraus 
gegeben. 
Die Fragen der Volkstumsarbeit werden 
auf der im Oktober anläßlich der Anwesenheit 
des Reichsleiters Rosenberg geplanten näch 
sten Gaukulturtagung um so stärker in den 
Vordergrund gerückt werden. 
Alle die Arbeitsgebiete und Aufgaben der 
NS.-Kulturgemeinde, die in den Kern unseres 
Seins vordringen, so brachte Gaukulturwart 
Knolle am Schluß seiner Ausführungen zum 
Ausdruck, wären ohne die politische Tat unse 
res Führers, seiner Beauftragten und der von 
ihm geschaffenen nationalsozialistischen Bewe 
gung unmöglich gewesen. An dieser Stelle un 
serem Gauleiter sowie seinem Stellvertreter 
für die starke Förderung unserer Kulturarbeit 
zu danken, ist mir ein starkes Bedürfnis und 
eine innere Pflicht. 
Der übrige Teil des Sonntags war mit in 
ternen Vcrwaltungssragcn in der Arbeit der 
NS.-Kulturgemeinde im Gau Schleswig-Hol 
stein ausgefüllt. (Bericht über den 1. Tag der 
Gaukulturtagung siehe unter Schleswig-Hol 
stein.) 
Bei den Füsilieren in Wangerin 
150 Jahre Reichskriegerbund 
In dem kleinen, 3800 Einwohner zählenden 
Städtchen Wangerin in Pommern beging am 
Sonnabend und Sonntag der Deutsche Reichs- 
kriegerbunö (Kyffhäuser) die Feier seines 150- 
jährigen Bestehens. Im Todesjahr Friedrichs 
des Großen (1786) ist hier die „Militärische 
Schützenbrüderschaft Wangerin" gegründet 
worden. Sie ist die Urzelle des heute 3 Millio 
nen Mitglieder umfassenden Reichskrieger 
bundes geworden. Auf einem Kameradschafts 
abend hieß der Bundesführer von Pommern, 
Oberstleutnant a. D. von Bünau, die Kame 
raden aus dem Reich, die Wehrmacht und die 
Kampfgenossen der nationalsozialistischen Be 
wegung willkommen. Bundesführer Oberst 
a. D. Reinhardt pries den pommcrschen Gre 
nadier, der sich stets mit seiner ganzen Person 
für das Vaterland eingesetzt habe. 
Sonntag früh trafen sechs Sonderzüge ein. 
Nach dem Großen Wecken begann in aller 
Frühe der Anmarsch von 10 000 Kyfshäuser- 
kamerade» zum Festplatz. Das Reichsheer 
hatte die 1. Kompagnie des Infanterie-Regi 
ments 25 aus Stargard mit den drei Fahnen 
des ehemaligen Grenadier-Regiments Nr. 9 
und die Reichsmarine den ersten Zug der 
3. Marine-Abteilung aus Swinemünde ab 
kommandiert. Mit dem Bundesführer erschie 
nen die 22 Landesführer des Kyffhüuserbun- 
des. Von der Wehrmacht waren u. a. anwe 
send der Kommandierende General des 2. Ar 
meekorps, Generalleutnant Blaskowitz, der 
Befehlshaber an der pommerschen-Küste, Ad 
miral von Schröder, der Kommodore des Flie 
gergeschwaders „Hinöenburg"' aus Greifs 
wald, Fliegeroberst Somme, der Kommandant 
von Neustettin, Generalmajor Strecker. Außer 
den führenden Männern des Soldatenbundes, 
der NSKOV., der SA., SS. und HI. sah man 
Vertreter der Behörden und der Partei. Nach 
dem Einmarsch der Ehrenkompagnie zog in der 
historischen Uniformen des Regiments Brün- 
ning eine Abteilung von 30 Wangeriner Füsi 
lieren mit der 150 Jahre alten Fahne und der 
ebenso alten Trommel auf dem Festplatz auf. 
800 Fahnen des Kyffhäuserbundes standen zu 
beiden Seiten des großen Vierecks. Bundes 
führer Oberst a. D. Reinhard ging in sei 
ner Ansprache zunächst auf die Entstehung 
der ersten Kriegerkameradschaft des Bundes 
ein. Nach Abschluß der Kriege von 1861/66 und 
1870/71 wurde der Ruf nach einer Vereini 
gung aller deutschen Kriegervcreine laut, die 
denn auch 30 Jahre später mit der Errichtung 
des Kyffhäuserbundes verwirklicht wurde. Der 
Kyffhäuserbund der Deutschen Landeskrieger 
verbände trat mit Wirkung vom 1. Jan. 1900 
als Spitzenorganisation des gesamten deut 
schen Kriegervereinswesens in Kraft. Im 
Jahre 1921 wurde der Kyffhäuserbund der 
Deutschen Landeskriegerverbände unter einem 
neuen Namen in einen festen Bund umgewan 
delt. Der Kyffhäuserbund hieß nun Deutscher 
Reichskriegerbund „Kyffhäuser". Der Schluß 
strich unter diese Entwicklung wurde im Fe 
bruar 1933 gesetzt: Das Führerprinzip wurde 
im Bunde verwirklicht. 150 Jahre sind ver 
gangen, seit die Stammkameradschaft des 
Bundes in Wangerin am 8. Juni 1786 von 
einstigen friederizianischen Füsilieren begrün 
det wurde. Name und äußerer Aufbau haben 
sich in diesen 150 Jahren vielmals geändert,' 
sie werden auch für die Zukunft nicht unver 
änderlich sein. Bleiben aber wird die von dem 
Bund allezeit verwirklichte Idee einer großen, 
auf soldatischer Disziplin und soldatischer 
Kameradschaft gegründeten Vereinigung aller 
deutschen Frontkämpfer und Soldaten. 
Reinhard überreichte der Wangeriner Kriegs 
kameradschaft, die den verpflichtenden Namen 
des „Generalfeldmarschalls von Hindenburg" 
trägt, eine originalgetreue Nachbildung jener 
friderizinanischen Regimentsfahne und ersten 
Fahne des Bundes, die 1786 den Gründern 
dieser Kameradschaft vom Regiment Brün- 
ning zu treuen Händen übergeben wurde. Die 
Originalfahne selbst hat in der Ruhmeshalle 
des Kyffhäuser-Denkmals Platz gefunden. 
Unter den Klängen des Hohensriedbcrger 
Marsches begann der Vorbeimarsch der Wehr 
macht, der Ehrenformationen, der Wangeriner 
Füsiliere und der Kyffhäuser-Formationen, 
der fast zwei Stunden dauerte. Ein Volksfest 
und Feirerwerk beendeten den Erinnerungs 
tag des Reichskriegerbundes. 
Glückwünsche des Führers und der Wehrmacht. 
Der Führer, Reichskriegsminister General 
feldmarschall von Blomberg, Generaloberst 
der Flieger Göring, Generaladmiral Raeder 
und Reichsminister Dr. Frick hatten Glück 
wunschtelegramme gesandt. Das Telegramm 
des Führers hat folgenden Wortlaut: 
„Dem Deutschen Reichskriegerbund danke 
ich für die Meldung von der Feier seines 150- 
jährigen Bestehens in Wangerin und spreche 
ihm aus diesem Anlaß meine besten Glück 
wünsche aus. Mit kameradschaftlichem Gruß 
Adolf Hitler." 
LêgMg des stMZösischen Sîreiks. 
DNB. Paris, 8. Juni. (Eig. Funkm.) Ueber 
die Beendigung des Streiks in Frankreich, der 
im Norden allein 300 000 und in Paris 260 000 
Arbeiter erfaßt hat, ist in der Nacht zum Mon 
tag in einem Abkommen zwischen dem Arbeit 
geberverband und den Gewerkschaften unter 
dem persönlichen Einfluß des Ministerpräsi 
denten Blum eine grundsätzliche Einigung er 
zielt worden. Das abgeschlossene Abkommen 
sieht vor: 
1. Die Einführung von kollektiven Arbeits 
verträgen, 
2. Gewerkschaftsfreiheit der Arbeiter, 
3. Erhöhung der Löhne um 7 v. H. für die 
höheren, bis zu 15 v. H. für die niedrigsten 
Löhne, jedoch derart, daß die gesamte Neu 
belastung des Betriebes durch die Lohn 
erhöhungen nicht mehr als 12 v. H. betra 
gen darf. 
1. Einführung von Arbeitcrräten in allen 
Betrieben mit mehr als 10 Arbeitern, 
5. keine Strafmaßnahmen gegen die Strei 
kenden, 
6. Aufforderung seitens der Arbeiterabord 
nungen zur sofortigen Wiederaufnahme der 
Arbeit in den bestreikten Betrieben, sobald 
die Arbeitgeber das grundsätzliche Abkom 
men angenommen und Verhandlungen 
über dessen Durchführung angesetzt werden. 
* * * 
Sie Strängen in Zàresļ. 
DNB. Bukarest, 8. Juni. Die Beratungen 
der Staatsoberhäupter und Minister begannen 
Sonnabend um 16.30 Uhr und dauerten bis 
19.30 Uhr. König Carol, Prinzregent Paul und 
Dr. Bencsch arbeiteten zusammen mit dem 
Ministerpräsidenten Tatarescu und den 
Außenministern Titulescu und Krofta. Sie 
prüften alle Fragen, die die Kleine Entente 
interessierten. Sonntag folgten Prinzregent 
Paul und Dr. Benesch einer Einladung des 
rumänischen Königs auf ein Schloß bei Buka 
rest. Prinzregent Paul empfing dort um 11 
Uhr den rumänischen Ministerpräsidenten in 
Audienz. 
In Besprechung der Tischreden stellen die 
Blätter fest, daß die Kleine Entente außer der 
Verteidigung ihrer bekannten Grundsätze sich 
auch gegen jede Abschwächung des Völker 
bundpaktes und gegen jede Ungleichheit der 
Völkerbundsmitglieder wenden werde. 
Lluîiger Sonntag in Spanien. 
DNB. Madrid, 8. Juni. (Eig. Funkm.) Am 
Sonntag ereigneten sich in Spanien wieder 
einige blutige Zusammenstöße zwischen politi 
schen Gegnern, bei denen in Orense 2 Perso 
nen getötet und 2 lebensgefährlich verletzt 
wurden. Den Anlaß zu diesem Blutbad bilde 
ten Hochrufe auf Spanien, die von einigen Fa 
schisten ausgebracht und von den Kommunisten 
mit revolutionären Rufen erwidert wurden. 
In Malaga überfielen linksradikale Ele 
mente einen Beamten der Guardia Civil und 
töteten ihn durch mehrere Schüsse. Der Beamte 
war erst vor kurzem aus Barcelona wegen der 
von linksradikaler Seite gegen ihn gerichteten 
Drohungen versetzt worden. Man erblickt 
hierin wieder einen Beweis für die einheitliche 
Organisierung der von der Kommune in Spa 
nien durchgeführten Morde und Sabotageakte. 
Das Ergebnis der belgischen Proà 
wählen. 
DNB. Brüssel, 8. Juni. (Eig. Funkm.) Das 
endgültige Ergebnis der Provinzialwahlen Ģ 
noch in der Nacht bekanntgegeben worden. Ins 
gesamt sind 696 Provinzialräte gewühlt lvor- 
den. Die Sitze verteilen sich auf die einzelnen 
Parteien in folgender Weise: 
Sozialisten 221 Sitze, Verlust 2» 
Katholiken 221 Sitze, Verlust 91 
Liberale 89 Sitze, Verlust 9 
Rex-Bewegung 78 Sitze, Gewinns 
National-Flämischer Block 50 Sitze, Gewinn 19 
Kommunisten 27 Sitze, Gewinn 29 
Heimattreue Front in Eupen- 
Malmedy-St. Vieth 3 Sitze, Gewinn 1 
. 
Deulscher 4:1-Sieg über Argentinien 
im ZLMZ'Pàl. 
DNB. Berlin, 8. Juni. Das Davispokalspie! 
Deutschland—Argentinien wurde am Sonntag 
mit den beiden letzten Einzelspielen beendn- 
Heinrich Henkel schlug den Argentinier 
Adriano Zappa 6:0, 6:1, 6:1 und zum Schluß 
besiegte Lucillo del Castillo den für Gottfried 
v. Cramm eingesprungenen Hans Denker 3:6, 
6:0, 2:6, 6:1 und 6:1. 
Damit hat Deutschland das Spiel gegen Ar 
gentinien mit 1:1 gewonnen und tritt nun a>» 
Wochenende in Berlin gegen Irland an. 
Die Ausstellung 
„Sie deutsche Gemeinde" eröffnet. 
Berlin, 7. Juni. Im Ehrenraum der Berli 
ner Ausstellungshallen am Kaiserdamm eröff 
nete heute vormittag der Reichs- und preu 
ßische Minister des Innern Dr. Frick die große 
Ausstellung „Die deutsche Gemeinde", eine 
Leistungsschau der über 50 000 deutschen Ge 
meinden, die der Deutsche Gemeinöetag rnn 
dem Ausstellungs- und Messeamt der Stadt 
Berlin aus Anlaß des 6. Internationalen Ge 
meindekongresses errichtet hat. 
Hochnmssêr in Zuyern. 
DNB. München, 7. Juni. Starke Regenfäüe 
in der Nacht zum Sonntag haben in große« 
Teilen Bayerns Hochwasser und UeberschweM- 
mungen verursacht. Besonders schwere Nieder 
schläge sind im Bayrischen Wald zu verzeichnen- 
Wie beim Katastrophenhochwasser vom Mal 
1932, ist das Chamcr Becken überschwemmt und 
gleicht einem See. Die Straße Cham—Strau 
bing ist überflutet. Auch Osar und Donau sind 
erheblich gestiegen. 
MMerichie. 
Heider Marktbericht vom 6. Juni. 
Dem Heider Viehmarkt waren 20 Stück Rind 
vieh zugeführt gegen 25 Stück in der Vorwoche- 
Der Handel war mittelmäßig. Es kosteten: Mişş 
kiihe 100—430 MM, Kalbkühe 400—450 MM, Kalv- 
quien 350—420 MM, Fehrkühe 270—370 MM, IjäS- 
riqe Ochsen 120—160 MM, l^jähriqe Ochsen Ģ 
bis 220 MM, 2jährige Ochsen 220—280 MM, Kälber 
40—50 MM das Stück. 
Die Heiöer Produktenbörse notierte folgende 
Preise: Wetzen (76/77 Kg.) 10,45 MM, Rogge» 
72/73 Kg.) 8,85 MM, Hafer (50/51 Kg.) 8,90 MM, 
Wintergerste 9,35 MM, Ackerbohnen 9 MM, WieseN- 
heu 1,60MM, Kleeheu 2,80 MM, Stroh 0,80—1."' 
Häcksel 1,80, Kartoffeln 3—4,50. Auf dem heutige» 
Wochenmarkt kosteten die Eier 7/4—8 Pfg. da-' 
Stück und Butter notierte Ü55 MM das Pfund. 
Sļiôd vom S&Mdag, 
Deutschland siegt im Preis der Nationen. 
DNB. Warschau, 8. Juni. Das Internationale 
Warschauer Reitturnier erreichte am Sonntag m« 
der Entscheidung im Preis der Nationen seine» 
Höhepunkt. Deutschland errang einen knappe» 
Sieg und verwies Rumänien, Polen, Frankreich 
und Lettland auf die Plätze. 
Nürnberg und Fortuna. 
Vorschlußrunde 
in der Fußballmeisterfchüft. 
Rund 75 000 Menschen wohnten in Stuttgart 
einem heißen Kampf der beiden stärksten Rivale»' 
dem 1. FC. Nürnberg und dem Titelverteidig" 
FC. Schalke bei. Schalke unterlag mit 2:0. 
sechste Minute vor Schluß brachte die Entscheiduķ 
Friede! schoß für Nürnberg das zweite Tor. 
Gleiwitz mit 3:1 geschlagen. . .. 
Die größere Spielerfahrung, die schon so oft live. 
Sieg und Niederlage im Fußball entschied, verhav 
auch Fortuna (Düsseldorf) zum Eintritt in d> 
Schlußrunde zur deutschen Fußballmeisterschaft. 
teichum überbietet seine Bestleistung. 
Auf den nationalen leichtathletischen WettkäMpfsf! 
in Jena schraubte Wilhelm Leichum die von ul» 
gehaltene Bestleistung im Weitsprung von 
Meter auf 7,76 Meter und im Hammerwerfen übe 
bot der Hamburger Erich Hein den von Blask 0 
haltenen Rekord von 52,50 Meter mit 53,50 Mete - 
Verantwortlicher Hauptschriftleiter und Herausgever: 3 1 
dtnond Möller. - 
Stellvertreter ties Hauptfchriftlciters: Herbert Puhli»»» 
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möller; für den 
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den 
wirt 
schaftlichen Teil: Dr. El. Bielseldt; für den pr»^»' 
Stellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg. 
Btldveranlwortliche: Ressortleiter. ^ 
Verantwortlicher Änzetgenleiter: Karl Jacobsen, RendsoU 
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg. . t 
D-'A- Echleswig-Hollteinifche Landeszeitung (RendsburS 
Tageblatt — Hohenweftedter Zeitung / Die^Laşi^ 
Hanerau-Hademarfchen — Süderdraruper Tage> 
D.-A. V 36 über 13 500 Pl. Nr. 7.
	        
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