l29 - Jahrgang. / Nr. 181. / Zweites Blatt.
_ SŞņnlyŞķreļnļMM
LandsŞitung
5leni»bunaec Tayeiàtt
Rendsburg, den 8. Juni 1936.
Kameradschaftstreffen in Rendsbnrg
Ehemalige 45er Artillerists«
Am Sonntagnachmittag fand in der
»Schweizerhalle" die Jahres-Verfammlung
Bundes ehemaliger Angehöriger des
^auenburgischen Feldart.-Regts. Nr. 45 statt,
^as Regiment lag einst in Rendsburg und
şiltona-Bahrenfeld in Garnison. Zahlreich
Mtten sich die Kameraden aus Schleswig-Hol-
Itein, Hamburg und aus Hannover, teilweise
^lt den Kameradenfrauen, eingefunden, um
ln Wiedersehen mit den alten Regimentska
meraden zu feiern und Erinnerungen aus der
Garnison- und Kriegszeit auszutauschen. Ver
beten war ferner die Offiziersvereinigung
îyern. 45er in Altona. In enger Verbunden
heit mit den Kameraden der alten Armee wa-
^en vom Art.-Regt. 20 in Rendsburg, dem
-raüitions-Regiment der ehem. 45er, der
Kommandeur der II. Abt., Major Richter, zu-
öleich in Vertretung des durch Krankheit am
^scheinen verhinderten Regiments-Komman
deurs, Oberst Müller, sowei weitere Offiziere,
Unteroffiziere und Mannschaften erschienen.
Der Bundesführer, Kamerad Untieöt-
Nendsburg, begrüßte alle Kameraden und
Ņste. Er gedachte der im letzten Jahre ver
dorbenen Kameraden des Bundes und der im
Weltkrieg Gefallenen. Leise erklang das Lied
^om guten Kameraden. Sodann gab der Bun-
oesführer einen kurzen Rückblick in die Garni-
wnzeit vor dem Kriege, in die Kriegs- und
Nachkriegszeit. Er erinnerte an die vor 12
wahren im August 1924 erfolgte Gründung
°es Bundes, wies darauf hin, daß das jetzige
Art.-Regt. 20 in Rendsburg die Tradition des
A)em. 45er Regts. übernommen hat und
schloß mit dem Wunsch, daß zwischen den Ka
meraden der alten Armee und den jungen Ka
meraden der neuen Wehrmacht immer ein fe-
ster Bund bestehen möge. Auf Führer und
Vaterland wurde ein Siegheil ausgebracht,
^«schließend das Lied der Deutschen und das
Horst-Wessel-Lied gesungen. Der Kassenwart,
Kamerad Schlothfeldt, erstattete den Kassenbe
richt.
Hauptmann Scheffler, Batteriechef der 4.
Batt. des Art.-Regts. 20, hielt einen mit re
gem Interesse und Beifall aufgenommen
Vortrag über Organisation und Einsatz der
Artillerie unserer Wehrmacht. Er forderte zum
Schluß alle Kameraden auf, das Interesse für
die alte Waffe zu wecken und zu fördern.
Wenn der Vater Artillerist war, müsse der
Sohn Artillerist werden. Auf die alte Waffe
wurde ein Hurra ausgebracht. Gemeinsam
wurde das alte Artilleristen-Lieö gesungen.
Das Trompeterkorps des Art.-Regts. 20 er
freute unter der Leitung des Musikmeister-
Anwärters Scheer durch Musikdarbietungen,
darunter zwei Fanfarenmärsche. Die Darbie
tungen wurden dankbar aufgenommen. Im
Kameradenkreise blieb man noch längere Zeit
beisammen und verlebte frohe Stunden der
Erinnerung an die Soldatenzeit. Es war auch
Gelegenheit gegeben, die alte Kaserne, die
Eiderkaserne der Artillerie, zu besichtigen.
Ehemalige Kavalleristen
Die Kameradschaften ehem. Kavalleristen
von Kiel, Bordesholm und Neumünster im
Deutschen Reichskriegerbund (Kyffhünser-
bundj machten am Sonntag mit Angehörigen
einen Ausflug in großen Autobussen nach
Rendsburg. Es waren rd. 200 Personen. Un
ter den Kieler Kameraden befanden sich der
87jährige Kamerad Günther sowie mehrere
Schwerkriegsbeschädigte. Auch einige Kamera
den aus Schleswig waren gekommen. Hier
wurde im „Schützenhof" Einkehr gehalten und
das Mittagessen eingenommen. Nach dem
Essen fand unter Führung der Rendsburger
Kameradschaft ehem. Kavalleristen ein Spa
ziergang nach der Nobiskrüger Fähre statt, wo
im Fährhaus Kaffeetafel war. Nach der Rück
kehr gegen 6 Uhr zum „Schützenhof" blieben
die auswärtigen mit den Rendsburger Kame
raden noch einige frohe Stunden bei Konzert,
Tanz und geselliger Unterhaltung zusammen.
Um 9 Uhr wurde die Heimfahrt angetreten.
Posaunenfest
Im Zeichen geistlicher Posaunenmnsik stand
llüsere Stadt am Sonnabend und Sonntag aus
Anlaß des Frühjahrsposaunenfestes des Ver
sandes christlicher Posaunenchöre der Nord-
bfark (Schleswig-Holstein und Hamburg). Zu
^ner schönen Feierstunde gestaltete sich die
Abendmusik auf dem Eiland beim Schein der
àckeln und des Mondes. Die Weisen wur-
o^n klangrein und weihevoll vorgetragen und
den recht zahlreichen Zuhörern dankbar
Ausgenommen. Zapfenstreich und Gebet be
ladeten die ausgewählte Programmfolge be
kannter geistlicher Abendlieder. Das Sommer-
fetter begünstigte die Veranstaltung.
Am Sonntagmorgen um 7 Uhr erklangen
"Kreits wieder die Hörner beim Frühblasen
am Gerhardsteich, im Kindergarten und aus
, W Düppelplatz zu frohem Dank trotz un-
ckeunölichcn Wetters. Im Festgottesdienst
n , der Christkirche um 9.30 Uhr wirkten die
^samten Bläser in einem großen Chor mit.
Predigt Pastor Bielfeldts, die auf das
post einging, wurde von Motetten und Lie-
orn der Posaunenbläser umrahmt. An den
^ormittagsgottesdienst schloß sich ein Platz-
°uzert auf dem Paradeplatz an. In weitem
freis hatten sich die Bläser aufgestellt und
fgten durch die Musikstücke einen Beweis für
st eifrige Arbeit ab, die in den teils kleinsten
^nzelchören geleistet wird. Man konnte seine
^eude haben an dem einwandfreien Zusam
menklang und der disziplinierten Darbietung
.Pîter Leitung des Landesposaunenwarts I.
Moistehn, Elmshorn, in dessen Händen die
Musikalische Leitung der ganzen Veranstaltung
Mg.
..Die auswärtigen Posaunenbläser, etwa 70,
Zo in Privatquartieren durch den Gemein-
Ifaftsverein Rendsburg untergebracht waren,
Listen gemeinsam im Conventgarten zu
kttag und besichtigten dann unsere Stadt,
t"« 3 Uhr wirkte der volle Chor wieder bei
Fr Festversammlung in der Christkirche mit.
.. der Pastor Bielfeldt Begrüßungsworte an
Fo Posaunenbläser richtete. Pastor Andresen,
^urup, und Prediger Wüster, Rendsburg,
hielten Ansprachen. Die Kirchenbcsucher wur
den auch in dieser Versammlung durch Posau
nenvorträge sowie durch Lieder des Gemischten
Chores der Gemeinschaft Rendsburg erfreut,
die mit gemeinsamen Gesängen wechselten und
die Feier zu einem tiefen Erlebnis für die
Teilnehmer gestalteten. Es war eine wohl
gelungene Veranstaltung für den Verband,
und viele Freunde geistlicher Posaunenmusik
werden erfreut gewesen sein, nach einer Reihe
von Jahren wieder einmal einen so großen
Posaunenchor in unserer Stadt zu hören.
Töpfer und Ofensetzer
Die diesjährige I n n u n g s v o l l v e r -
s a m m lung der Handwerkerinnung für das
Töpfer- und Ofensetzer-Handwerk im Hand
werkskammerbezirk Flensburg fand in Ver
bindung mit einer Arbeits- und Schulungs
tagung von Freitag bis Sonntag in Rends
burg statt. Am Freitag war in der Werkstatt
des Töpfermeisters Schlag die Zwischenprü
fung der Lehrlinge und eine Gesellenprüfung.
Abends begann im „Conventgarten" die Haupt
innungsversammlung, zu der sich 114 Meister,
Gesellen und Lehrlinge aus dem Handwerks
kammerbezirk eingefunden hatten. Sattlerober
meister Lohmeyer-Büdelsdorf überbrachte die
Grüße der Kreishandwerkerschaft. Obermeister
Janssen-Flensburg gedachte des Kollegen
Schulz in Hohenwestedt, der im vergangenen
Jahre gestorben ist. Er überreichte dann in
feierlicher Weise vor geöffneter Lade den bei
den neuen Meistern, Dettmann-Husum und
Richter-Schleswig, den Meisterbrief und
verpflichtete sie auf die Innung. Stellvertreten
der Obermeister Schlag, Rendsburg, sprach den
Lehrling Münz-Schleswig nach altem Brauch
zum Gesellen. Der Lehrlingswart Petersen-
Garding berichtete über die Zwischenprüfung
der Lehrlinge. Ingenieur Prahl-Hamburg, Lei
ter der Heiz- und Feuerungstechnischen Ar
beitsgemeinschaft Nordmark (H. F. A.j, teilte
mit, daß in Neumünster in diesem Sommer
eine heizungstechnische Tagung der H. F. A.
für Schleswig-Holstein abgehalten wird. Nach
dem der Obermeister über die Kalkulation und
die unbedingt notwendige Durchführung der
Ofenschau kurz gesprochen hatte, hielt Inge
nieur Puls-Hamburg einen Vortrag über Ge-
meinschastswerbung. Aus der weiteren Tages
ordnung sei die Erstattung des Jahres- und
Kassenberichts durch den Obermeister erwähnt.
Der Obermeister überbrachte auch Grüße der
Werksleitung der Hollerschen Carlshütte, die
allen Tagungsteilnehmern zur Erinnerung an
die Tagung eine im Werk hergestellte eiserne
Hitlerplakette überreicht hat.
Der Sonnabend war einer umfangreichen
Lehrtagung gewidmet, die gemeinsam mit
der Landesbrandkasse durchgeführt wurde.
Zweck dieser Tagung war, das Ofensetzerhand
werk in die wichtigen und umfangreichen Ar
beiten des vorbeugenden Brandschutzes der
Lanöesbrandkasse einzubeziehen. Sonnabend
abend trafen sich die Tagungsteilnehmer zu
einem Kamcradschaftsabend im „Conventgar
ten". Am Sonntagvormittag hielt Ingenieur
Prahl einen Lichtbildervortrag über „Neuzeit
liche Ofentypen der Nordmark". Den Schluß
der Tagung bildete eine rege Aussprache über
die Fragen, die technisch und wirtschaftlich für
die Entwicklung des Ofensetzerhandwerks von
Bedeutung sind.
X # #
* Kriegsschiffe fuhren durch den Kanal. Die
Panzerschiffe „Graf Spee" und „Admiral
Scheer" passierten unter klingendem Spiel am
Sonnabendnachmittag zwischen 2 und 2.30
Uhr, von Kiel kommend, die Kanalstraßendreh
brücke.
* Schiffsbewegungen der Reederei Zerfsen &
Co., Rendsburg-Kiel. D. „Glückauf" am 6.
Juni von Königsberg nach Leningrad abge
gangen,- D. „Arnis" am 6. Juni von Kaskö
nach der Tyne.
* Gäste aus Flensburg in Rendsburg. Die
Kohlenfirma Gebrüder Petersen, Kommandit
gesellschaft, Flensburg, veranstaltete am Sonn
tag mit etwa 65 Teilnehmern eine Betriebs
gemeinschaftsfahrt nach Rendsburg. Im „Con-
Montag, den 8. Juni 1988.
ventgarten" wurde gemeinsam das Mittag
essen eingenommen.
* Ein Idyll wurde in einem auf einem hie
sigen Verladeplatz vorgefahrenen Waggon der
Kreisbahn entdeckt, nämlich 11 Hühnereier in
einem Nest, das in einer Ecke hergerichtet war.
Eine fleißige Henne hatte den Waggon, als
dieser einige Zeit auf irgendeiner Station hielt,
für Gelege und Brut erkoren. In einem zwei
ten Waggon fand sich 1 Ei, der bescheidene An
fang zu einem Eierhandel. Die Preisfrage ist
nun die, wessen Hühner so frei waren, ihr
geschätztes Erzeugnis der Kreisbahn ohne wei
tere Verpackung und ohne Anschrift zur „Fahrt
ins Blaue" anzuvertrauen? Verschwiegenheit
Ehrensache, dachten die Nächstbeteiligten, die
eierspendenöen Tiere, und blieben daheim.
* Ein Kind von einem Affen gebissen. Als
ein vierjähriges Mädchen zusammen mit an
deren Kindern am Sonnabendvormittag auf
dem Hofplatz eines Grundstücks der Neuen
Straße spielte, wurde es von einem Affen,
der einer Hausbewohnerin gehörte, in das
rechte Ohr und die rechte Backe gebissen. Das
Kind wurde von einem Arzt verbunden.
*
Büdelsdorf, 8. Juni. „Oma" Streitz 92
Jahre alt. Am Sonnabend, dem 6. Juni
konnte Frau Caroline Streitz, körperlich und
geistig noch wohlauf, ihren 92. Geburtstag fei
ern. Sie ist Leserin des „Rendsburger Tage
blattes" und nimmt an allen Geschehnissen un
serer Zeit regen Anteil.
*
Standesamtliche Nachrichten
Es wollen die Ehe miteinander eingehen:
Obergefreiter Kurt Alfred» Haßkerl, Rends
burg, und die Friseurin Edith Marg. Römer,
Hamburg,- — Schlosser Hans Hermann Hinrich
Runge, Rendsburg, und die Hausangestellte
Grete Petrowski, Neuendorf,- — Schlosser Aug.
Ernst Heinrich Bethke, Kiel, und die Plätterin
Hedwig Elise Berta Bethke geb Richter, Kiel.
Büdelsdorfer Gemeinderat
Büdelsdorf, 8. Juni.
Am Freitag fand im Sitzungszimmer des
Rathauses unter Vorsitz des Bürgermeisters
Drasdo eine Sitzung der Gemeinderäte statt.
Anwesend waren die Beigeordneten Tams und
Hamm, sowie sämtliche Gemeinderäte bis auf
Gemeinderat Nissen, der am Erscheinen ver
hindert war. Für das Gelände zwischen
Meiereistraße und Annenftratze ist 1923 ein
Baufluchtlinienplan aufgestellt und festgesetzt
worden. Dieser Plan ist durch die Entwick
lung der Verhältnisse überholt und heute nicht
mehr durchführbar, zumal er die geschlossene
Bauweise vorschreibt. Es ist daher vom Ge-
meindebauamt ein neuer Fluchtlinienplan
geschaffen worden, der bereits die Zustim
mung der Planprüfungsstelle Nord des
Reichsheimstättenamts gefunden hat. Die Ge
meinderäte stimmten einmütig der Fest
setzung des neuen Fluchtlinienplanes für das
bezeichnete Gelände zu. Der Bauplatz, auf dem
sich der Schulungsraum der Feuerwehr befin
det, soll schon demnächst bebaut werden. Es
muß daher für den Schulungsraum ein neuer
Standplatz geschaffen werden. Der Vorsitzende
erstattete Bericht über die Entwicklung und
die Geschäftsergebnisse der Gemeindesparkasse
im Rechnungsjahr 1935. Das Jahr verlief
durchaus zufriedenstellend. Die Sparkasse war
stets recht liquid. Es war ihr möglich, allen
volkswirtschaftlich berechtigten Kreditansprü
chen, insbesondere auf dem Hypotheken
markt, weitestgehend nachzukommen. An
der ersten und zweiten Ausgabe der 4i4?Ligen
Deutschen Reichsanleihe konnte sich die Ge
meindesparkasse mit namhaften Beträgen be
teiligen. Zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung
wurden auf 68 Konten 93 557 RM. ausge
liehen. Davon sind 26 Hypothekenkonten mit
rund 60 000 RM. Der Gesamtumsatz betrug
7 656 264 RM. Die Bilanzsumme der Spar
kasse stellte sich 1935 ails 1 015 799,87 RM. (1933:
803 606,08, 1934: 895 259,78 RM). Der Spar
verkehr entwickelte sich recht rege. Die Ein
zahlungsposten überstiegen die des Vorjahres
um 313. Am Jahresschluß war ein Sparein
lagenbestand von 727 322 RM. vorhanden
(1933: 576 961, 1934: 630 058 RM.). Es ist also
eine stetige Aufwärtsbewegung festzustellen.
Der Durchschnittsbetrag, der auf ein Sparbuch
belegt ist, stellte sich 1935 auf 443,48 RM. (1933:
388 RM., 1934: 427,83 RM.). Es befanden sich
am Jahresschluß 1810 Sparbücher im Umlauf,
wovon mit Einlagen bis zu 20 RM. 829 Stück,
von 20—100 RM. 346 Stück, von 100—300 RM.
227 Stück, von 300—1000 RM. 214 Stück, von
1000—3000 RM. 136 Stück, von 3000 bis
5000 RM. 35 Stück und über 6000 RM. 23
Stück belegt waren. 435 Heimspardosen waren
am Jahresschluß im Umlauf. Von den Abhole-
sparern wurden gespart 8199,50 RM. Die neu
eingerichtete Schulsparkasse hat eine sehr gute
Entwicklung genommen. Der Giroeinlagen
bestand betrug auf 317 Konten am Jahres
schluß 115 503 RM. Die Zahl der ausgeliehe
nen Kontokorrentkredite stellte sich auf 115,
die der Kontokorrentguthaben betrug 317. An
Hypotheken hat die Gemeindesparkasse insge
samt für den Wohnungsbau in 79 Fällen
247 538 RM. gegeben. Der Gewinn betrug
nach Vorwegnähme einer Abschreibung von
1000 RM. auf das Grundstück Mühlenstraße 2
und nach Vornahme einer Rückstellung von
4400 RM. 2661,21 RM. Dieser Betrag wird
der Sicherheitsrücklage zugeführt. Die Revi
sion ist durch den Sparkassenverband durchge
führt und hat zu nennenswerten Beanstan
dungen keinen Anlaß gegeben. Die Gemeinde
räte nahmen von dem Geschäftsbericht und der
Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung
Kenntnis.
Von der Kreishandwerkerschaft war bean
tragt, die Berufsschulbeiträge für den Besuch
der gewerblichen Berufsschule in Rendsburg
auf die Gemeinde zu übernehmen. Unter Be
rücksichtigung aller Umstände sprachen sich die
Gemeinderäte nach eingehender Beratung da
für aus, die bisherige Regelung auch für die
Zukunft beizubehalten. Die Angleichung der
Besoldungsverhältnisse der Gemeindebeamten
und Angestellten an die der Reichsbeamten
entsprechend den Richtlinien zum Gesetz vom
17. Januar 1936 wurde gutgeheißen. Der Vor
sitzende berichtete über den Stand der Ver
handlungen zur Beschaffung von Baugelände
snr Errichtung weiterer Kleinsiedlerstellen.
Bezüglich des Erwerbs der Kobrockschen Kop
pel ist inzwischen die Zustimmung des Mini
sters eingegangen. Die Verhandlungen wegen
des Erwerbs der Ehlersschen Koppel dürften
in Kürze zum Abschluß gelangen, nachdem
durch einen Sachverständigen ein Gutachten
erstattet ist. Die Mittel für 30 Kleinsiedlcrstel-
len sind beschafft, so daß nach Anlegung der er
forderlichen Schlackenwege, wozu der Arbeits-
dienst herangezogen werden soll, in absehbarer
Zeit mit der Bauausführung begonnen wer
den kann. Der Dreierausschutz hat bereits
eine entsprechende Anzahl von Siedlungsbe
werbern, die in erster Linie berücksichtigt wer
den sollen, ausgewählt. Ferner wurde eine
Anzahl kleinerer Sachen erledigt.