Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

von Jungmeistern und Junggesellen, die aus alle 
Gauen Deutschlands versammelt waren. Reichs 
Handwerksmeister Schmidt trat unter die Lade des 
deutschen Handwerks und erhob die Hand S«'" 
Deutschen Gruß: „Gott schütze unser Hand wer - 
unseren Führer und unser Vaterland. Ich eröfs«^ 
die feierliche Tagung." 
Nach altem Brauch begann nun das Wechsel 
gespräch, das mit der Freisprechung uni> Aufnahme 
der neuen Meister und Gesellen in den Stau 
des deutschen Handwerks endete. 
Deer Empfang im Römer. 
Anschließend fand im „Römer" ein Empfang 
der Handwerkergäste durch die Stadt Franksut 
statt. Oberbürgermeister Dr. Krebs wies auf die 
Verbundenheit der alten Kaiserstadt Frankfurt rm 
dem deutschen Handwerk hin. Die Stadt habe eine 
Stiftung geschaffen, die sich die Förderung des 
handwerklichen Nachivuchses zur Aufgabe gestell 
habe. Die besten Meisterstücke der Innungen soll" 
ten durch die Stiftung gekauft werden. 
Verleihung von Ehrenringen. 
Nach Dankesworten des Neichshandwerksmei" 
sters wies Dr. Krebs daraus hin, daß sich zahlreich 
Persönlichkeiten besonders um das Handwerk und 
seinen Neuaufbau verdient gemacht hatten, şê 
Zeichen des Dankes werden diesen daher im Ei«« 
vernehmen mit dem Reichshandwerksmeister der 
Ehrenring der Stadt des deutschen Handwerke 
verliehen. Die Auszeichnung erhielten: 
Reichshandwerksmeister Schmidt, Statthalter 
und Gauleiter Sprenger, Reichsorganisationslei« 
ter Dr. Ley, Reichssührer SS. Himmler, SS.« 
Oberführer Sepp Dietrich, Hauptamtsleiter der 
DAF. Claus Selzner, Hauptamtsleiter Dr. voll 
Renteln, Rcichskommissar Dr. Wienbeck, der Prä« 
sident des Internationalen Handwerkerinstituts, 
Professor Buronzor, der stellvertretende Leiter der 
Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk, Paul Wal« 
ter, Generalsekretär Dr. Schüler, Landeshand 
werksmeister Gamer, Landeshandmerksmeister M«« 
gunia und Reichsinnungsmeister Willy Schmidt. 
Aus der Hand des Reichshanöwerksmeisters 
empfing dann Oberbürgermeister Dr. Krebs eben 
falls den Ring der Stadt des deutschen Handwerks- 
Zum Schluß trugen sich die Gäste in das Gol 
dene Buch der Stadt ein. 
Der Festzug des deutschen Handwerks. 
DNB. Frankfurt a. M., 7. Juni. Einen Glanz 
punkt des Neichshandwerkertages bildete der Fest' 
zug am Sonntagnachmittag. Trotz des ununter 
brochenen Regens hatten sich in den Straßen Zehn- 
tausende von Volksgenossen eingefunden, die di< 
Festwagen jubelnd begrüßten. Eröffnet wurde del 
Festzug von Ehrenformationen der Parteiglieöe- 
rungen. Dann folgten, lebhaft begrüßt, die Wan- 
dergesellen und Sternfahrer. Die von zahlreiche« 
Musikkapellen begleiteten Festwagen der einzelne« 
Handwerkszweige zeigten handwerkliche Kunst i« 1 
besten Sinne des Wortes. Der Festzug erreicht? 
auf dem Opernplatz sein Ende. 
Reichshandwerksmeister Schmidt begrüßte de« 
Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, wo 
rauf dieser das Wort zu einer Ansprache ergrisş- 
in der er u. a. ausführte: 
Deutschlands Neuordnung ist nicht die äußert 
Form, sondern die Neuordnung ist der deutsch? 
Mensch, ist das Erlebnis, daß wir uns als Volk 
wiederfanden. Wir sind wieder eine Nation 0?« 
worden. „Adolf Hitler allein hat Deutschland ge 
rettet aus dem Sumpf, aus dem Nichts, aus del 
Schande und Knechtschaft. Das Geheimnis dev 
neuen Deutschland ist das Wiederfinden der öeul« 
schen Nation. 
BorKNMeldungen für 
SchlachLviehversand 
Aus Grund der Satzungen für Viehwirtschafts 
verbände vom 3. 3. 35 wird in Ergänzung der An 
ordnung Nr. 83 der Hauptvereinigung der Deut 
schen Viehwirtschaft vom 25. 5. 36 vom Viehwirt- 
fchaftsverband Schleswig-Holstein folgendes ange 
ordnet: 
Der Absatz IV der Anordnung Nr. 17 des Vieh 
wirtschaftsverbandes Schleswig-Holstein vom 7. 
November 1933 betr. Versanövoranmelöung erhält 
folgende Fassung: 
Wer Rinder oder Schweine (Schlachtvieh) aus 
dem Gebiet einer Kreisbauernschaft zu versenden 
beabsichtigt, hat diesen Versand der für den Ver 
ladeort zuständigen Kreisbauernschaft anzumelden. 
Die Ausübung der Voranmelöepflicht obliegt 
nur dem Verlader. Als Verlader gilt, wer auf 
eigene Rechnung oder im Auftrage Schlachtvieh 
versendet und verkauft bzw. kauft und versendet 
lErzeuger, Verteiler, Vermittler, Verarbeiter). 
Der voranmeldungspflichtige Schlachtviehversand 
darf frühestens am Sonnabend nach der Woche er 
folgen, innerhalb der die Voranmeldung bei der 
Kreisbauernschaft des Verladeortes eingegangen 
ist. Die Voranmeldung muß also bis zum Sonn 
abend 12 Uhr bei der zuständigen Kreisbauern 
schaft eingegangen sein, wenn die Verladung vom 
Sonnabend der nächsten Woche ab vorgenommen 
werden soll. 
Die Verladung nach dem vorangemelöeten Ziel 
ort darf erst ausgeführt werden, wenn dem Ver 
lader die Voranmelüuugsbestätigung (Transport- 
begleitkarte) von der Kreisbauernschaft des Ver 
ladeortes zugestellt worden ist. 
Sofern eine vorangemeldete Verladung durch 
Verschickungsanweisung der Hauptvereinigung oder 
des Viehwirtschaftsverbandes umgeleitet werden 
muß, entfällt die Berechtigung zur Verladung an 
dem vorangemeldeten Zielort. 
Die Zurückziehung der Voranmeldung nach 
Eingang einer Verschickungsanweisung ist unzu 
lässig. 
Die Voranmelöungsbestätigungen (Transport- 
begleitkarten) müssen die Verladungen bis zur 
Uebergabe an den Empfänger begleiten, und zwar 
bei Bahnverladungen dem Frachtbrief beigefügt 
und bei sonstigen Verladungen dem Begleitperso 
nal zugeteilt werden. 
Verstöße gegen diese Anordnung können mit 
Ordnungsstrafen bis zu 1000 -JUl im Einzelfall 
bestraft werden. 
Diese Anordnung tritt am Tage der Verkün 
dung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Anordnung 
Nr. 20 des Viehwirtschaftsverbandes Schleswig- 
Holstein vom 10. 12. 35 betr. Versandvoranmeldung 
außer Kraft. 
Sie Großhandelskennzisfern im lNm. 
DRV. Berlin, 6. Juni. Die Kennziffer 
der Großhandelspreise stellt sich für den 
8. Juni auf 104,0 (1913 = 100); sie hat sich 
(gegenüber der Vorwoche 103,8) um 0,2 v. H. 
erhöht. Die Kennziffern der Hauptgruppen 
lauten: Agrarstoffe 103,8 (-j- 0,4 v. H.), indu 
strielle Rohstoffe und Halbwaren 93,2 (-)- 0,1 u. 
H.) und industrielle Fertigwaren 120,6 (un 
verändert). 
Für den Monatsdurchschnitt Mai lautet die 
Großhandelskennziffer 103,8 (ş 0,1 v. H.). 
Hauptgruppen: Agarstoffe 105,3 (ş 0,3 v. H.), 
Kolonialwaren 85,1 (-f- 0,4 v. H.), industrielle 
Rohstoffe und Halbwaren 93,2 (minus 0,3 v. 
H.) und industrielle Fertigwaren 120,5 (+ 0,2 
v. H.). 
Pflichtkontrolle der Milchkühe in Eiderstedt. 
Nach Abschluß der Orgauisationsarbeiten für 
die Pflichtkontrolle der Milchkühe im Kreise Eider 
stedt ist zu den 9 Meiereieinzugsgebieten jeweils 
ein Verein mit 29 Kontrollbezirken gegründet 
worden. Damit sind 70 vH. aller inc Kreise vor 
handenen Milchkühe unter Kontrolle gestellt. Der 
Ausbildungslehrgang der Kontrollbeamten wird 
in der Landwirtschaftsschule in Garding durchge 
führt. Die Milchleistungskontrolle soll am 1. Juli 
einsetzen, (yy.) 
Plön, für Flensburg die Kreisbauernschaft Flens 
burg als Einzugsgebiete festgelegt. Aus diesen Ge 
bieten soll der Schiveinebcöarf der vorgenannten 
Märkte und Städte zu etwa 60 Prozent gedeckt 
werden, während die restliche Versorgung aus der 
Zufuhr der übrigen, nicht gebundenen Gebiete er 
folgt. 
Hamburgs Getreidegroßmark 1 
(Frübmarkti vom 8. Juni «Ohne Gewähr* 
Getreide (-XJt je 1000 Kg.) Tendenz: tufôjļ 
Weizen Erz.-Pr. Festpr -Geb W 9 ... 209.9« 
Weizen. Erz.-Pr Festpr.-Geb W 12 . . . 2>6.vv 
Roggen Erz -Pr. Festpr.-Geb R 9 . . . . >73^ 
Roggen Erz. Pr. Fesipr.-Geb R 12 . 179.A 
Futtergerste Erz-Pr. Festvr.-Geb. O 9 182.9 
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. 6 12 . >87- 
Wintergerste, ziveizeilig. s. Jndustriezwecke __ 
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg.... — g 
Sommergerste frei Hamburg 215-*, 
dto 68/69 Kg. für Jnduitriezw. ab Mecklbg 195-^ 
Donaugerste kwgşr. verzollt 
Russenqersie 63 64 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. vcrz. ~~'rß 
Hafer. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. ki 12 . . . . >73-^ 
Haier. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. II 16 ... . 178.o 
Futtermittel [JlJt je 50 Kg.j Tendenz: rukü" 
Inl. Wetzenkleie. Grundpr sofort W 9. . . 5.77 
Jul. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . 5.9' 
Reisşuttèrmehl. deuiiches 24%i«. zirka 6 % 
Rohşaķer ab Fabrik ... 5.30 
Reissuttermehl, hell. 24%, max. 6 Roh 
faser, prompt 6.R 
Leinkuchen, ab Harburg, sofort ..... 8.6^ 
Leinkuchenmehl. dtsch. Mahlg.. prompt . . -~- n 
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort . ... 8.70_ 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. . "- sl 
Palmkuchen, dtsch.. ab Harburg, sofort. . . 7.7^ 
Erdnußkuchen, ab Harburg, sofort .... 
Erdnußkuchen. 60 %, Bremen 8.45^ 
Erdnußkleie 
Sesamkuchen, ab Fabr. Hamburg/Harburg S.t-j? 
Rapskuchen, deutsche Saat. sofort . . . . 7.1" 
Rapsschrot, deutsche Saat ....... 7-^ 
Palmkernschrot deutsch, prompt ..... 7-8o 
Sonaschrot Harburg, ioiort ....... 
Baumwoll. Saatkuchenmehl. 48 %, prompt 7.» 
Mehle imm je 100 Kg.) . 
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen) . . 28. 
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen , . 50- ^ 
Weizenmehl mit 20 % Auslandsweizen . . „.o 
Weizenmehl 790 Wo 28* 
Roggenmehl 397. R 12 ........ . 22-„ 0 
Roggenmebl. 997, R 15 A-A 
Roggenmehl, 097. RS, ,,,,,,,,22 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in 2RA für 100 M-A Nennwert 
fObne Gembär« 
6.6. 5 6. Inbustr.-Akt. 6 6. 5.6 
19510 194 50 «Uz. ŒI.-C&. 37.75 37.00 
95.00 95.75 mikn-L'-i, 166.00 163 0t 
96.25 95 50 fcreitenb. len, 153.50 154.00 
116.50 117 50 Eldschi..«^. 114.50 114.(0 
126.00 126.00 Holsten-Pr. 113 00 112 00 
78.00 76.12 Harp. 127.00 12900 
Lchuckert-Ei, 153.25 151 25 
Qi 50 Şl'men, 193 00 192 75 
00 9 50 2Ş 142 50 142.00 
Tr« Deutsche Srböl 133.00 131.50 
'Ņ '5 25 ^-Farben 173.00 172 00 
• -Jieubens 22.50 23 00 
M «"bell, 110.25 
Die Ferkelmärkte 
in der Woche vom 2. bis 6. Juni 1936 
Schwcineeinzugsgeöiete für Hamburg, Lübeck, 
Kiel und Flensburg. 
In der Zeit der Schweineknappheit hat sich ge 
zeigt, daß gerade die Schwcineversorgung der in 
den Hauptmast- und Ueberschußgebieten gelegenen 
Großverbraucherplätze leicht durch den Versand und 
die starke Nachfrage in den entfernteren Zuschutz- 
und Verbrauchsgebieten gefährdet werden kann. 
Im Einvernehmen mit der Hauptvereinigung der 
Deutschen Viehwirtschaft sind daher von den zu 
ständigen Viehwirtschaftsverbänden unter anderem 
für die Märkte und Städte Groß-Hamburg, Lübeck, 
Kiel und Flensburg sogenannte Schweineeinzugs 
gebiete geschaffen worden, aus denen die Schwei- 
nefletschversorgung dieser Städte zu einem gewis 
sen Mindestbedarf sichergestellt werden soll. Auf 
dem Anordnungswege ist mit Wirkung vom 15. 
Juni 1936 die Bestimmung getroffen worden, daß 
alle Schlachtschweine, die aus dem Einzugsgebiet 
ausgeführt werden sollen, nur über den zugeteil 
ten Markt geleitet und dort zum Verkauf gestellt 
werden dürfen. Und zwar sind für Groß-Hamburg 
die Kreisbauernschaften Hamburg, Pinneberg, 
Steinburg, Harburg und Stade, für Lübeck die 
Kreisbauernschaften Lübeck, Schönberg, Greves- 
mühlen und der frühere Amtsbezirk Schwartau, 
für Kiel die Kreisbauernschaften Eckernsörde und 
Markt« erlauf 
t.^leVskg 
leicht schrv. 
Marktplätze 
Räumung 
Handel 
Gruppe I 
Leck 
Niebüll . 
Lredstedt 
Flensburg 
langsam 
geräumt 
6 6 5 6 
12.47 12.51 
2.485 2.486 
55 67 55.85 
16.345 16.36 
33 88 33.90 
19.48 19 48 
Amtliche Währungskurse. 
1 Plund Sterling ...... 
1 Dollar t ■ I I I t I 
loo Sän. Kr. ..... . . • 
100 franz. Frank. 
Peseta . , 
Lira ............ 
(Ohne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elektrolytkupser per 100 Kg. 
prompt ctl Hba. oü. Brem> Rotterd. 
langsam 
geräumt 
Durchschnitt 
„ Dorw. 
Gruppe II 
Husum . . 
Schleswig . 
Rendsburg 
Tckernförde 
Kiet . . . 
Nortorf . , 
Neumünster 
Mittelmaß. 
Mittelmaß 
langsam 
l. geräumt 
l. geräumt 
zl. geräumt 
geräumt 
flau 
sehr flau 
Mittelmaß. 
Kieler Ferkelmarkt vom 8. Juni. 
Preise: pro % Kilo Lebendgewicht MJl 0.67 bis 
0.73, pro Stück -XoH 16—25. Austrieb 66. Handel 
flau. 
Jtzehoer Ferkelmarkt vom 8. Juni. 
Austrieb 68, Handel sehr langsam, Markt voraus 
sichtlich geräumt. Pr.: 78—83, 74—78, 66—74, 50—66. 
Durchschnitt 
Gruppe Ill 
tzademarsch. 
Heide . . 
Meldors . 
Itzehoe. . 
Schnelsen 
Altona. . 
Wandsbek 
mittelmäß. 
mi.te'mäß. 
geräumt 
f. geräumt 
geräumt 
DellerberW 
Wetteraussichten für Dienstag, de» 9. Juni 1936: 
Mäßige westliche Winde, wechselnde Bewölkung, 
gelegentlich leichte Schauer, kühl. 
langsam 
s. langsam 
n geräumt 
Durchschnitt 
m Borw.
	        
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