von Jungmeistern und Junggesellen, die aus alle
Gauen Deutschlands versammelt waren. Reichs
Handwerksmeister Schmidt trat unter die Lade des
deutschen Handwerks und erhob die Hand S«'"
Deutschen Gruß: „Gott schütze unser Hand wer -
unseren Führer und unser Vaterland. Ich eröfs«^
die feierliche Tagung."
Nach altem Brauch begann nun das Wechsel
gespräch, das mit der Freisprechung uni> Aufnahme
der neuen Meister und Gesellen in den Stau
des deutschen Handwerks endete.
Deer Empfang im Römer.
Anschließend fand im „Römer" ein Empfang
der Handwerkergäste durch die Stadt Franksut
statt. Oberbürgermeister Dr. Krebs wies auf die
Verbundenheit der alten Kaiserstadt Frankfurt rm
dem deutschen Handwerk hin. Die Stadt habe eine
Stiftung geschaffen, die sich die Förderung des
handwerklichen Nachivuchses zur Aufgabe gestell
habe. Die besten Meisterstücke der Innungen soll"
ten durch die Stiftung gekauft werden.
Verleihung von Ehrenringen.
Nach Dankesworten des Neichshandwerksmei"
sters wies Dr. Krebs daraus hin, daß sich zahlreich
Persönlichkeiten besonders um das Handwerk und
seinen Neuaufbau verdient gemacht hatten, şê
Zeichen des Dankes werden diesen daher im Ei««
vernehmen mit dem Reichshandwerksmeister der
Ehrenring der Stadt des deutschen Handwerke
verliehen. Die Auszeichnung erhielten:
Reichshandwerksmeister Schmidt, Statthalter
und Gauleiter Sprenger, Reichsorganisationslei«
ter Dr. Ley, Reichssührer SS. Himmler, SS.«
Oberführer Sepp Dietrich, Hauptamtsleiter der
DAF. Claus Selzner, Hauptamtsleiter Dr. voll
Renteln, Rcichskommissar Dr. Wienbeck, der Prä«
sident des Internationalen Handwerkerinstituts,
Professor Buronzor, der stellvertretende Leiter der
Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk, Paul Wal«
ter, Generalsekretär Dr. Schüler, Landeshand
werksmeister Gamer, Landeshandmerksmeister M««
gunia und Reichsinnungsmeister Willy Schmidt.
Aus der Hand des Reichshanöwerksmeisters
empfing dann Oberbürgermeister Dr. Krebs eben
falls den Ring der Stadt des deutschen Handwerks-
Zum Schluß trugen sich die Gäste in das Gol
dene Buch der Stadt ein.
Der Festzug des deutschen Handwerks.
DNB. Frankfurt a. M., 7. Juni. Einen Glanz
punkt des Neichshandwerkertages bildete der Fest'
zug am Sonntagnachmittag. Trotz des ununter
brochenen Regens hatten sich in den Straßen Zehn-
tausende von Volksgenossen eingefunden, die di<
Festwagen jubelnd begrüßten. Eröffnet wurde del
Festzug von Ehrenformationen der Parteiglieöe-
rungen. Dann folgten, lebhaft begrüßt, die Wan-
dergesellen und Sternfahrer. Die von zahlreiche«
Musikkapellen begleiteten Festwagen der einzelne«
Handwerkszweige zeigten handwerkliche Kunst i« 1
besten Sinne des Wortes. Der Festzug erreicht?
auf dem Opernplatz sein Ende.
Reichshandwerksmeister Schmidt begrüßte de«
Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, wo
rauf dieser das Wort zu einer Ansprache ergrisş-
in der er u. a. ausführte:
Deutschlands Neuordnung ist nicht die äußert
Form, sondern die Neuordnung ist der deutsch?
Mensch, ist das Erlebnis, daß wir uns als Volk
wiederfanden. Wir sind wieder eine Nation 0?«
worden. „Adolf Hitler allein hat Deutschland ge
rettet aus dem Sumpf, aus dem Nichts, aus del
Schande und Knechtschaft. Das Geheimnis dev
neuen Deutschland ist das Wiederfinden der öeul«
schen Nation.
BorKNMeldungen für
SchlachLviehversand
Aus Grund der Satzungen für Viehwirtschafts
verbände vom 3. 3. 35 wird in Ergänzung der An
ordnung Nr. 83 der Hauptvereinigung der Deut
schen Viehwirtschaft vom 25. 5. 36 vom Viehwirt-
fchaftsverband Schleswig-Holstein folgendes ange
ordnet:
Der Absatz IV der Anordnung Nr. 17 des Vieh
wirtschaftsverbandes Schleswig-Holstein vom 7.
November 1933 betr. Versanövoranmelöung erhält
folgende Fassung:
Wer Rinder oder Schweine (Schlachtvieh) aus
dem Gebiet einer Kreisbauernschaft zu versenden
beabsichtigt, hat diesen Versand der für den Ver
ladeort zuständigen Kreisbauernschaft anzumelden.
Die Ausübung der Voranmelöepflicht obliegt
nur dem Verlader. Als Verlader gilt, wer auf
eigene Rechnung oder im Auftrage Schlachtvieh
versendet und verkauft bzw. kauft und versendet
lErzeuger, Verteiler, Vermittler, Verarbeiter).
Der voranmeldungspflichtige Schlachtviehversand
darf frühestens am Sonnabend nach der Woche er
folgen, innerhalb der die Voranmeldung bei der
Kreisbauernschaft des Verladeortes eingegangen
ist. Die Voranmeldung muß also bis zum Sonn
abend 12 Uhr bei der zuständigen Kreisbauern
schaft eingegangen sein, wenn die Verladung vom
Sonnabend der nächsten Woche ab vorgenommen
werden soll.
Die Verladung nach dem vorangemelöeten Ziel
ort darf erst ausgeführt werden, wenn dem Ver
lader die Voranmelüuugsbestätigung (Transport-
begleitkarte) von der Kreisbauernschaft des Ver
ladeortes zugestellt worden ist.
Sofern eine vorangemeldete Verladung durch
Verschickungsanweisung der Hauptvereinigung oder
des Viehwirtschaftsverbandes umgeleitet werden
muß, entfällt die Berechtigung zur Verladung an
dem vorangemeldeten Zielort.
Die Zurückziehung der Voranmeldung nach
Eingang einer Verschickungsanweisung ist unzu
lässig.
Die Voranmelöungsbestätigungen (Transport-
begleitkarten) müssen die Verladungen bis zur
Uebergabe an den Empfänger begleiten, und zwar
bei Bahnverladungen dem Frachtbrief beigefügt
und bei sonstigen Verladungen dem Begleitperso
nal zugeteilt werden.
Verstöße gegen diese Anordnung können mit
Ordnungsstrafen bis zu 1000 -JUl im Einzelfall
bestraft werden.
Diese Anordnung tritt am Tage der Verkün
dung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Anordnung
Nr. 20 des Viehwirtschaftsverbandes Schleswig-
Holstein vom 10. 12. 35 betr. Versandvoranmeldung
außer Kraft.
Sie Großhandelskennzisfern im lNm.
DRV. Berlin, 6. Juni. Die Kennziffer
der Großhandelspreise stellt sich für den
8. Juni auf 104,0 (1913 = 100); sie hat sich
(gegenüber der Vorwoche 103,8) um 0,2 v. H.
erhöht. Die Kennziffern der Hauptgruppen
lauten: Agrarstoffe 103,8 (-j- 0,4 v. H.), indu
strielle Rohstoffe und Halbwaren 93,2 (-)- 0,1 u.
H.) und industrielle Fertigwaren 120,6 (un
verändert).
Für den Monatsdurchschnitt Mai lautet die
Großhandelskennziffer 103,8 (ş 0,1 v. H.).
Hauptgruppen: Agarstoffe 105,3 (ş 0,3 v. H.),
Kolonialwaren 85,1 (-f- 0,4 v. H.), industrielle
Rohstoffe und Halbwaren 93,2 (minus 0,3 v.
H.) und industrielle Fertigwaren 120,5 (+ 0,2
v. H.).
Pflichtkontrolle der Milchkühe in Eiderstedt.
Nach Abschluß der Orgauisationsarbeiten für
die Pflichtkontrolle der Milchkühe im Kreise Eider
stedt ist zu den 9 Meiereieinzugsgebieten jeweils
ein Verein mit 29 Kontrollbezirken gegründet
worden. Damit sind 70 vH. aller inc Kreise vor
handenen Milchkühe unter Kontrolle gestellt. Der
Ausbildungslehrgang der Kontrollbeamten wird
in der Landwirtschaftsschule in Garding durchge
führt. Die Milchleistungskontrolle soll am 1. Juli
einsetzen, (yy.)
Plön, für Flensburg die Kreisbauernschaft Flens
burg als Einzugsgebiete festgelegt. Aus diesen Ge
bieten soll der Schiveinebcöarf der vorgenannten
Märkte und Städte zu etwa 60 Prozent gedeckt
werden, während die restliche Versorgung aus der
Zufuhr der übrigen, nicht gebundenen Gebiete er
folgt.
Hamburgs Getreidegroßmark 1
(Frübmarkti vom 8. Juni «Ohne Gewähr*
Getreide (-XJt je 1000 Kg.) Tendenz: tufôjļ
Weizen Erz.-Pr. Festpr -Geb W 9 ... 209.9«
Weizen. Erz.-Pr Festpr.-Geb W 12 . . . 2>6.vv
Roggen Erz -Pr. Festpr.-Geb R 9 . . . . >73^
Roggen Erz. Pr. Fesipr.-Geb R 12 . 179.A
Futtergerste Erz-Pr. Festvr.-Geb. O 9 182.9
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. 6 12 . >87-
Wintergerste, ziveizeilig. s. Jndustriezwecke __
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg.... — g
Sommergerste frei Hamburg 215-*,
dto 68/69 Kg. für Jnduitriezw. ab Mecklbg 195-^
Donaugerste kwgşr. verzollt
Russenqersie 63 64 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. vcrz. ~~'rß
Hafer. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. ki 12 . . . . >73-^
Haier. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. II 16 ... . 178.o
Futtermittel [JlJt je 50 Kg.j Tendenz: rukü"
Inl. Wetzenkleie. Grundpr sofort W 9. . . 5.77
Jul. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . 5.9'
Reisşuttèrmehl. deuiiches 24%i«. zirka 6 %
Rohşaķer ab Fabrik ... 5.30
Reissuttermehl, hell. 24%, max. 6 Roh
faser, prompt 6.R
Leinkuchen, ab Harburg, sofort ..... 8.6^
Leinkuchenmehl. dtsch. Mahlg.. prompt . . -~- n
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort . ... 8.70_
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. . "- sl
Palmkuchen, dtsch.. ab Harburg, sofort. . . 7.7^
Erdnußkuchen, ab Harburg, sofort ....
Erdnußkuchen. 60 %, Bremen 8.45^
Erdnußkleie
Sesamkuchen, ab Fabr. Hamburg/Harburg S.t-j?
Rapskuchen, deutsche Saat. sofort . . . . 7.1"
Rapsschrot, deutsche Saat ....... 7-^
Palmkernschrot deutsch, prompt ..... 7-8o
Sonaschrot Harburg, ioiort .......
Baumwoll. Saatkuchenmehl. 48 %, prompt 7.»
Mehle imm je 100 Kg.) .
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen) . . 28.
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen , . 50- ^
Weizenmehl mit 20 % Auslandsweizen . . „.o
Weizenmehl 790 Wo 28*
Roggenmehl 397. R 12 ........ . 22-„ 0
Roggenmebl. 997, R 15 A-A
Roggenmehl, 097. RS, ,,,,,,,,22
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in 2RA für 100 M-A Nennwert
fObne Gembär«
6.6. 5 6. Inbustr.-Akt. 6 6. 5.6
19510 194 50 «Uz. ŒI.-C&. 37.75 37.00
95.00 95.75 mikn-L'-i, 166.00 163 0t
96.25 95 50 fcreitenb. len, 153.50 154.00
116.50 117 50 Eldschi..«^. 114.50 114.(0
126.00 126.00 Holsten-Pr. 113 00 112 00
78.00 76.12 Harp. 127.00 12900
Lchuckert-Ei, 153.25 151 25
Qi 50 Şl'men, 193 00 192 75
00 9 50 2Ş 142 50 142.00
Tr« Deutsche Srböl 133.00 131.50
'Ņ '5 25 ^-Farben 173.00 172 00
• -Jieubens 22.50 23 00
M «"bell, 110.25
Die Ferkelmärkte
in der Woche vom 2. bis 6. Juni 1936
Schwcineeinzugsgeöiete für Hamburg, Lübeck,
Kiel und Flensburg.
In der Zeit der Schweineknappheit hat sich ge
zeigt, daß gerade die Schwcineversorgung der in
den Hauptmast- und Ueberschußgebieten gelegenen
Großverbraucherplätze leicht durch den Versand und
die starke Nachfrage in den entfernteren Zuschutz-
und Verbrauchsgebieten gefährdet werden kann.
Im Einvernehmen mit der Hauptvereinigung der
Deutschen Viehwirtschaft sind daher von den zu
ständigen Viehwirtschaftsverbänden unter anderem
für die Märkte und Städte Groß-Hamburg, Lübeck,
Kiel und Flensburg sogenannte Schweineeinzugs
gebiete geschaffen worden, aus denen die Schwei-
nefletschversorgung dieser Städte zu einem gewis
sen Mindestbedarf sichergestellt werden soll. Auf
dem Anordnungswege ist mit Wirkung vom 15.
Juni 1936 die Bestimmung getroffen worden, daß
alle Schlachtschweine, die aus dem Einzugsgebiet
ausgeführt werden sollen, nur über den zugeteil
ten Markt geleitet und dort zum Verkauf gestellt
werden dürfen. Und zwar sind für Groß-Hamburg
die Kreisbauernschaften Hamburg, Pinneberg,
Steinburg, Harburg und Stade, für Lübeck die
Kreisbauernschaften Lübeck, Schönberg, Greves-
mühlen und der frühere Amtsbezirk Schwartau,
für Kiel die Kreisbauernschaften Eckernsörde und
Markt« erlauf
t.^leVskg
leicht schrv.
Marktplätze
Räumung
Handel
Gruppe I
Leck
Niebüll .
Lredstedt
Flensburg
langsam
geräumt
6 6 5 6
12.47 12.51
2.485 2.486
55 67 55.85
16.345 16.36
33 88 33.90
19.48 19 48
Amtliche Währungskurse.
1 Plund Sterling ......
1 Dollar t ■ I I I t I
loo Sän. Kr. ..... . . •
100 franz. Frank.
Peseta . ,
Lira ............
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupser per 100 Kg.
prompt ctl Hba. oü. Brem> Rotterd.
langsam
geräumt
Durchschnitt
„ Dorw.
Gruppe II
Husum . .
Schleswig .
Rendsburg
Tckernförde
Kiet . . .
Nortorf . ,
Neumünster
Mittelmaß.
Mittelmaß
langsam
l. geräumt
l. geräumt
zl. geräumt
geräumt
flau
sehr flau
Mittelmaß.
Kieler Ferkelmarkt vom 8. Juni.
Preise: pro % Kilo Lebendgewicht MJl 0.67 bis
0.73, pro Stück -XoH 16—25. Austrieb 66. Handel
flau.
Jtzehoer Ferkelmarkt vom 8. Juni.
Austrieb 68, Handel sehr langsam, Markt voraus
sichtlich geräumt. Pr.: 78—83, 74—78, 66—74, 50—66.
Durchschnitt
Gruppe Ill
tzademarsch.
Heide . .
Meldors .
Itzehoe. .
Schnelsen
Altona. .
Wandsbek
mittelmäß.
mi.te'mäß.
geräumt
f. geräumt
geräumt
DellerberW
Wetteraussichten für Dienstag, de» 9. Juni 1936:
Mäßige westliche Winde, wechselnde Bewölkung,
gelegentlich leichte Schauer, kühl.
langsam
s. langsam
n geräumt
Durchschnitt
m Borw.