Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schweine- und Karberzählung 
in der Stadt Rendsburg. 
Die Schweinezählung am 4. Juni d. I. hat 
in der Stadt Rendsburg ergeben, daß in 500 
Haushaltungen 1124 Schweine vorhanden wa 
ren. Kälber wurden geboren im März 2, im 
April 6 und im Mai 1. Demgegenüber ergab 
die Schweinezählung vom 3. März d. I. in 310 
Haushaltungen 966 Schweine. Kälber wurden 
geboren im Dezember 17, im Januar 7 und 
im Februar 13. 
* Auszeichnung für Schießleistungen. Am 
Sonntag fand im „Schützenheim" ein Schießen 
um die silberne Ehrennadel des Deutschen 
Reichskriegerbundes (Kyffhäuserbund) statt. 
Die Kameraden der Rendsburger Milit. Ka 
meradschaft ehem. 85er Heinrich Steen und 
Reinhold Hatz erlangten die silberne Ehren 
nadel mit 154 bzw. 141 Ringen. Die bronzene 
Ehrennadel erzielten in Langwedel folgende 
Kameraden der Milit. Kameradschaft Lang 
wedel: Johs. Delfs mit 137, Willy Delfs mit 
130, Hans Schwartz mit 123 und Christian 
Harms mit 122 Ringen. Die bronzene Ehren 
nadel des Deutschen Schützenbundes im Klein 
kaliberschießen erlangte am Sonntag im 
„Schützenheim" Schützenbruder Overbeck, 
Rendsburg, Kreisschießwart des Kyffhäuser- 
bunöes, mit 149 Ringen. 
* Kameradschaftstrefsen chem. 45er Artille 
risten. In dem gestrigen Bericht vom Kamerad 
schaftstreffen ehem. 45er Artilleristen mutz es 
heißen: Vertreten waren ferner die Offiziers 
vereinigung ehem. 45 er in Hamburg und die 
Kameradschaft ehem. 45er in Altona. 
* Wem gehört das Damenfahrrad? Am 
Freitagabend wurde in einem Hause der Kir 
chenstraße ein Damenfahrrad ohne Marke 
untergestellt. Es ist bisher noch nicht abgeholt. 
Das Rad hat neuen Kettenschutz, neues Schutz 
netz und neue Kotschützer. 
Was dec Hesse meint. 
Uebt mehr Straßendisziplin! 
Im allgemeinen ist das Abgeben von War 
nungszeichen (hupen) nach der Reichsstraßen- 
verkehrsordnung verboten. Nur in Notfällen, 
also wenn Stratzenbenutzer in unmittelbare 
Gefahr geraten, sowie beim Ueberholen ande 
rer Fahrzeuge darf gehupt werden. Z. B. ist 
es auch verboten, an Straßenkreuzungen War 
nungszeichen abzugeben. Der Fahrer hat so 
langsam und so vorsichtig an die Kreuzung 
heranzufahren, bis er sich davon iiberzeugt hat, 
daß er ohne Gefahr für andere-die Kreuzung 
passieren kann. In vielen Großstädten (seit 
kurzer Zeit auch in Hamburg) u. einer ganzen 
Anzahl kleinerer Ortschaften besteht bereits 
das Hupverbot. Uebertretungen werden be 
straft. Unnötiger Straßenlärm kann und muß 
aufhören. Jeder Straßen- und Wegebenutzer 
muß zu vorbildlicher Straßendisziplin erzogen 
werden. 
Neuerdings hat der Deutsche Automobil- 
Club Warnungszettel mit deutlicher Schrift 
„Ich hupe nicht, wenn Du a u ch aufpaßt" her 
stellen und verteilen lassen. Jedenfalls kann 
der Fußgänger nicht das Recht für sich in An 
spruch nehmen, daß ihm die Straße allein ge 
hört. Auch er hat sich den bestehenden Verkehrs 
vorschriften unterzuordnen. Hierzu gehört für 
ihn auch das Ueberqueren der Straße im 
rechten Winkel. Bei einiger Aufmerksamkeit 
kann sich jeder vor Schaden bewahren. 
Vor allem ist es Aufgabe der zustänigen 
Polizei, das Publikum zu erziehen. Um nur 
ein Beispiel anzuführen: In einer Ein 
bahnstraße Rendsburgs habe ich an einem 
Tage festgestellt, daß Kraftfahrzeuge, Radfah 
rer und Viehtreiber diese Straße in der ver 
botenen Richtung in 21 Fällen passierten, 
trotzdem die neuen, seit langem in Geltung 
befindlichen Verkehrszeichen an richtiger Stelle 
aufgestellt sind. Ferner habe ich beobachtet, 
daß in einer Hauptverkehrsstraße Kraftfahr 
zeuge auf der für sie verbotenen Fahrseite an 
fuhren und am Kantstein längere Zeit hielten. 
Also: Uebt mehr Straßendisziplin! 
Wetteraussichten (sir Mittwoch, den 10. Juni in 
Nordwcstdeutschland: Mäßige, um West drehende 
Winde, wolkig, wahrscheinlich trocken, müßig warm. 
ScUletwty-Uöldeit* 
Reichsarbeitsdienst spendet 
zum Dankopfer der Ration 
Auf Anregung des Arbeitsgauführers, 
Oberstarbeitsführers Triebel, hat sich auch der 
Arbeitsgau Vll des Reichsarbeitsdienstes, 
Schleswig-Holstein, Hamburg, Lübeck am 
„Dankopfer der Nation", der großen Dankes 
spende für den Führer, beteiligt. Alle Grup 
pen und Abteilungen des Arbeitsgaues Vll. 
Arbeitsdienstführer und Arbeitsmänner zeich 
neten sich mit Sammel- oder Einzelspenden 
in die Listen der zuständigen SA.-Stürme ein 
und legten damit erneut ein Bekenntnis des 
Dankes und der Verbundenheit zum Führer 
und seiner Bewegung ab. 
Die Einzeichnung brachte ein Gesamtergeb 
nis von 1 465,63 MJl. Mit dieser Zeichnung 
bekennt sich der Arbeitsgau VII zum Gedan 
ken des Dankopfers, zu dem der Stabschef der 
SA., Viktor Luhe, das Volk aufrief und zu 
der mit dem Ehrengeschenk angestrebten Ge 
schlossenheit und Kampfgemeinschaft für den 
Führer und seine Bewegung. 
ilceis ilendsbucg. 
jj. Alt-Duvenstedt, 8. Juni. Luftschutz ist not! 
Der Untergruppenführer Alt-Duvenstedt der 
Ortsgruppe Rendsburg des Reichsluftschutz 
bundes e. V. veranstaltete am Sonnabend 
abend in Strucks Gasthof einen Werbeabend, 
welcher einen guten Besuch buchen konnte. Die 
Freiwillige Feuerwehr sowie die Zwangs- 
wehr und die SA. nahmen geschlossen daran 
teil. Das Referat hatte Dr. Markowski, Rends 
burg, sprach über die Notwendigkeit eines or 
ganisierten Luftschutzes auch auf dem Lande. 
Anschließend führte er seine Zuhörer auf einen 
freien Platz und zeigte ihnen an Brandsätzen 
die Auswirkungen von Bomben. 
Jeveustedt, 8. Juni. Der Kreisvcreiu des 
Deutschen Rote» Kreuzes hatte mit Hilfe der 
Vertrauensfrau des Noten Kreuzes und der 
Ortsfrauenschaftsleiterin Frau Oldenburg 
einen Samariterkursus eingerichtet, der gut 
besucht war. Die Leitung hatten Dr. Olden 
burg, Dr. Finneis und die Gemeindeschwester. 
Die Abschlußprüfung, die von dem Kreis 
kolonnenarzt Dr. Lennartz und der Kreis 
gruppenleiterin Frau Loepthien abgehalten 
wurde, bestanden alle Teilnehmerinnen. Es 
wurde in Jevenstedt eine Ortsgruppe des Be 
reitschaftsdienstes gegründet, mit deren 
Leitung Frau Boysen beauftragt wurde. Alle 
Teilnehmerinnen wollen im Bereitschafts 
dienst des Deutschen Roten Kreuzes Dienst 
tun. 
2. Aarmlîeràg der Wàjerr 
In I n n i e n hatten sich am Sonntag zahl 
reiche Angehörige des Geschlechtes Ratjen/ 
Rathjen zum 2. Familientag versammelt. 
Detlef R a t j e n, Jnnien, eröffnete als 
Aeltermann des Familienverbandes densel 
ben, begrüßte die anwesenden Sippenmitglie 
der mit einem herzlichen Willkommen und 
sprach die Hoffnung aus, daß der Zusammen 
halt ein immer innigerer werde. Er gab dann 
einen kurzen Rückblick über die geleistete Ar 
beit in den zwei Jahren, die seit dem 1. Fa 
milientag verflossen sind. Sein Dank galt den 
Obmännern, insbesondere Major von Ko- 
schitzky. Die schwierigste Aufgabe aber habe 
Lehrer Reimer geleistet. Als Dank des Fami 
lienverbandes Ratjen überreichte der Aelter 
mann Lehrer Reimer einen eingerahmten 
farbigen Stammbaum seines eigenen Ge 
schlechts. 
Nach der Kaffeetafel sprach Lehrer G. Rei 
mer, Böken, über den Stand der Familien 
geschichte. Nachdem er zunächst seinen Dank 
für das schöne Geschenk zum Ausdruck gebracht 
hatte, berichtete er über die Arbeit der letzten 
beiden Jahre. Aus den Archivalien, die durch 
Austausch vom Reichsarchiv Kopenhagen nach 
Kiel gekommen seien, scheine hervorzugehen, 
daß die Ratjens des mittleren Holsteins sich 
auf drei Linien zurückführen lassen. Be 
stimmtes lasse sich jedoch noch nicht sagen, da 
das Material noch ungeordnet sei. 
Sodann verbreitete sich Frau Ida Stef 
fen, geb. Ratjen, Baasbüttel, über den Plan 
einer Familienzeitschrift. Diese Zeitschrift solle 
sich nicht nur mit der Vergangenheit beschäfti 
gen, sondern darüber hinaus auch der Gegen 
wart und Zukunft dienen. 
Major von K o f ch i tz k y, Hannover, warb 
in beredten Worten für Bestellungen auf die 
zu druckende Familiengeschichte. Wie es im 
Volke einen Lehr-, Nähr- und Wehrstand gäbe, 
so auch in der Familie. Der Wehrstand sei die 
Familiengeschichte, um in der Chronik der 
Familie die gebührende Achtung zu verschaf 
fen. Da der nächste Familientag erst in drei 
Jahren stattfinde, so sei eine Familienzeit 
schrift das Mittel. um die Verbindung nicht 
zu verlieren, um den Familienzusammenhalt 
zu sichern. Weiter regte er noch an, die Mit- 
glieder möchten ihm Bilder der Familienhöfc 
übersenden. Diese Sammlung von Bildern 
aller Ratjen-Höfe sei dann der Grundstock für 
ein später einzurichtendes Familien-Museum. 
Die Herausgabe einer F a m i l i e n z e i t - 
schrift wurde von den Anwesenden einstim 
mig beschlossen. Eine zum 2. Familientag vor 
liegende F e st s ch r i f t mit Beiträgen man 
cherlei Art wurde eifrigst gekauft. Außer den 
vorhandenen Bestellungen auf die Famili 
engeschichte gingen noch zahlreiche Neu 
bestellungen ein, so daß der Truck derselben 
nunmehr gesichert ist. Ihr Erscheinen ist zu 
Weihnachten in Aussicht genommen. Bestellun 
gen auf die Familiengeschichte können noch an 
den Aeltermann Detlef Ratjen, Jnnien, ge 
richtet werden. 
Der Aeltermann verwies auf den in der 
Festschrift abgedruckten Entwurf der Satzun 
gen des Familien- und S i p p e n v er 
bau d e s Ratjen/ Rat hjen, der von 
Lehrer Reimer verlesen und erläutert wurde. 
Die Satzungen wurden einstimmig angenom 
men. 
Bei den nun folgenden Wahlen wurde Det 
lef Ratjen, Jnnien, als A e l t e r m a n n ge 
wählt. Weiter wurden gewählt als G e - 
schäfts führer Lehrer Reimer, als dessen 
Stellvertreter Tr. Detlef Ratjen, Neumünster, 
sowie als K a s s e n w a r t bzw. Stellvertreter 
Heinrich und Paul Ratjen, Homfeld. Die 
Obmänner der einzelnen Linien bleiben 
wie bisher. 
Nach einer Panse hielt Ingenieur Hen- 
I n i n g Ratjen, Neumiinster, einen anschau 
lichen Vortrag über seine Erlebnisse in fran 
zösischer Gefangenschaft und über seine Flucht 
aus derselben. 
Während der Pausen fanden die auf der 
Bühne ausgestellten farbigen Stammbäu 
me und Stammtafeln, die Major von 
Koschitzky geschaffen hat, viel Beachtung. 
Nach dem Abendessen fand der 2. Familien 
tag der Ratjen mit einem geselligen Beisam 
mensein seinen Ausklang. — Möge er die 
Erwartungen, die in der Einleitung der Fest 
schrift mit den Worten „Wenn wir in diesem 
Jahre wiederum unseren Familientag be 
gehen, so wollen wir ihn nicht nur als gesell 
schaftliches Ereignis innerhalb unserer Fami 
lie gewertet wissen, sondern wir wollen durch 
dieses Nachaußenstellen der Arbeit an unserer 
Familiengeschichte und das Betonen unserer 
Sippengemeinschaft in der Oeffentlichkeit die 
sen Tag zur Werbung benutzen, um die noch 
Fernstehenden in unsere Gemeinschaft einzu 
beziehen und um größeres Wissen um die 
einem Familienverbande heute gestellten Auf 
gaben zu vermitteln" an ihn geknüpft wur 
den, erfüllen. C. W. 
cs. Stasstedt, 9. Juni. Die Stasstedtr^ 
Gildefeier wurde am Donnerstag in Han^ 
Traulsens Gastwirtschaft festlich begangen- 
Die Gilde, die 300 Jahre alt ist, erstreckt şş 
über den ganzen Kreis Rendsburg. Der 
heutige Aeltermann der Gilde ist Vcrlehns- 
mann H. Rathjen, der Gildeschreiber Hans 
Kröger, Lehrer i. R., Taxator Bauer Markiw 
Sievers. Nach Erledigung des geschäftlichen 
Teils ist seit einigen Jahren zur Unterhal 
tung der Mitglieder ein Fuchsschietzen ein 
gelegt. Der diesjährige König wurde Bauer 
Claus Rathjen. Der vorjährige König, Bauer 
Hans Rohweder, hier, wurde morgens um 
8 Uhr mit der Fahne und voller Musik ab 
geholt. Der imposante Zug umfaßte l-b 
Gildebrüöer, denen vom König ein Frühstück 
gereicht wurde. 
N. Nortors, 8. Juni. Ein Stvrchcnkamp!- 
Am Sonnabend hat man einen wahren 
Zweikampf zweier Rivalen um eine angehen 
de Stvrchenmutter auf dem Dache des Böhmi 
schen Strohdachhauses in der Nieüernstraße 
verfolgen können. Ein Storchenpaar, welcher-' 
sich schon längere Zeit dort aufhält und wohl 
auch schon dort brütet, wurde von einem 
dritten Storch heftig angegriffen. Nach län 
gerem Kampf aber mußte letzterer nachgeben, 
weil ihn sein Gegner mit' seinem langen 
Schnabel durchbohrte. Ein hinzugekommener 
Schlachter machte diesem sich quälenden Tier 
ein kurzes Ende. Hiernach dürfte wohl wieder 
holde Eintracht bei dem Storchenpaar ein 
gekehrt sein. 
R. Nortors, 8. Juni. Die Opelkarawane in 
Nortors. Am Montagvormittag erschien mit 
Lautsprechermusik die Opelkarawane von Kiel 
kommend in Nortors. Nach einer Rundfahrt 
durch Nortors stellten sich die 12 Wagen auf 
dem Marktplatz zur Besichtigung und Probe 
fahrt auf. Eine ganze Anzahl Autofreunde 
hatte sich dazu eingefunden. — Ausflug der 
Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener. 
Die Ortsgruppe Nortors der Reichsvereini 
gung ehem. Kriegsgefangener unternahm am 
Sonntag 7 Uhr einen Ausflug nach Hamburg- 
Ca. 50 Personen nahmen an dieser Fahrt teil. 
In Hamburg wurden der Elbtunnel und Ha- 
genbecks Tierpark besichtigt. Ferner wurde 
eine Hafenrundfahrt gemacht. Die Kameraden 
mit Frauen und Gästen kehrten gegen 10 Uhr 
abends zurück. 
es. Bordesholm, 7. Juni. Standesamtliche 
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein 
gehen: Koch Johann Brandts Eilts, Bordes 
holm, mit Friseuse Anna Maria Elsa Volk- 
mann, Hamburg. 
Uceis idiemßcde 
Tagung des Jmkervereins „Unterschlei". 
mg. Eckernförde, 8. Juni. Die Jmkerorts- 
fachgruppe „Unterschlei" hielt unter dem Vor 
sitz des Gendarmerie-Meisters Jebe-RiesebY 
Aus ihkenwsstedl, Hattmzu-Hademacscken 
und Umg ehend 
ai. Hohemvcstedt, 8. Juni. Straßcnunfälle. 
Gestern nachmittag 2.30 Uhr fuhr der land 
wirtschaftliche Gehilfe T. aus Hohenwestedt 
auf der Chaussee nach Remmels in voller 
Fahrt mit einem Kraftrad gegen einen 
Straßenbaum. Das Rad wurde völlig demo 
liert, der Fahrer kam mit leichten Verletzun 
gen an den Knien davon. Der Unfall entstand 
dadurch, daß ein Radfahrer, ohne ein Zeichen 
zu geben, plötzlich auf die linke Straßenseite 
hinüber wollte. Der Radfahrer wurde um 
gestoßen, kam aber ohne Verletzung davon. — 
Heute wurde hier ein vierjähriges Kind von 
einem Auto angefahren. Das Auto wollte 
an einem haltenden Wagen vorbeifahren. In 
dem Augenblick kam das Kind hinter dem 
stehenden Wagen hervor und lief über die 
Straße. Das Auto fuhr sehr langsam, so daß 
der Fahrer den Wagen sofort zum Halten 
bringen konnte. Das Kind blutete recht stark, 
doch konnte der Arzt glücklicherweise fest 
stellen, daß es nur stark blutende Hautabschür 
fungen am Kopf und an einem Bein waren. 
Der Autofahrer war unschuldig an dem Un 
fall. 
h. Hadcmarschen, 8. Juni. Goldene Konfir 
mation. Aus Einladung des Kirchenvorstandes 
hatte sich am Trinitatissonntag eine Schar 
Männer und Frauen von nah und fern ein 
gesunden, um den Tag ihrer goldenen Konfir 
mation in ihrer alten Heimatkirche zu feiern. 
Vor 50 Jahren hatten 80 Knaben und Mäd 
chen im Schmuck der Jugendlocken vor dem 
Altar den Segen empfangen, heute war es nur 
noch die Hälfte, die im gereiften Alter den 
langersehnten Tag mit erleben konnte. Man 
cher weilt in weiter Fremde und manche be 
deckt schon die kalte Erde. Vom geschmückten 
Ehrenplätze aus war es den anwesenden gol 
denen Konfirmanden vergönnt, im lebensgro 
ßen Bilde ihrem dereinstigen Seelsorger ins 
Auge zu blicken, der ihnen die besten Wünsche 
für den ferneren Lebensweg mitgegeben hatte. 
Heute war es der nachgefolgte Sohn, der durch 
die in seiner Festpredigt zum Ausdruck ge 
brachten Lebensbilder, freudigen und schmerz 
lichen Inhalts, die vergangenen 50 Jahre im 
Geiste noch einmal vorüberziehen ließ, so daß 
für jeden goldenen Konfirmanden diese Er 
innerungsfeier zu einer erhabenen und weihe 
vollen Stunde seines Lebensabends wurde, 
und die altbekannten Melodien der schönen 
Gesänge, die kräftig mitgesungen wurden, be 
wegten manches Herz im Gedenken an die ver 
gangene, schicksalsreiche Lebenszeit. — Nach 
der kirchlichen Feier fand noch ein gemütliches 
Beisammensein im Pastorat statt, wo so man 
ches Wiedersehen gefeiert und so manche freu 
dige Erinnerung getauscht werden konnte. 
Vaake, 8. Juni. Die Abschlußprüfung eines 
Samariterkurses des Deutschen Roten 
Kreuzes fand hier statt. Bei der Prüfung der 
zehn Teilnehmerinnen durch den Kreikolvn- 
nenarzt Dr. Lennartz und die Kreisgruppen 
leiterin bestanden 9. Diese verpflichteten sich' 
im Bereitschaftsdienst Dienst zu tun. DC 
Leitung des Kurses hatten Dr. Stampa und 
die Gemeindeschwester. 
vs. Wacken, 9. Juni. Achsenbruch. EG 
auswärtiges Auto erlitt auf der durch un 
seren Ort führenden schlechten Chaussee einen 
Achsenbruch und wurde nach Itzehoe ab 
geschleppt. , 
vs. Wacken, 9. Juni. Die Kriegerkamerao- 
schaft Wacken und Umgegend (Kyffhäuscr- 
bund) hielt beim Kameraden Arp einen gnö 
besuchten Kameradschaftsappell ab. ein 
schließend wurde auf dem Schießstand ew 
Uebungsschießen, verbunden mit einem Prech- 
schießen, abgehalten. Den ersten Preis nn 
Wehrmannsbüchse erhielt Alfred Dammann 
mit 58 Ringen. 
'S«« €MM>. 
ÎSElïïïZ' 
MOTOB 
der Bauen* 
MA/MAH 
das heissl * 
Eigenkraff für 
S«V 
m 
MUMBOLDï-DEUYXSwmïisgN A- 0, 
Verkaufstelle Nord.- HAMBURG 4. 
Fernruf; 42183t Hafenstrosss«
	        
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