Schleswig-Holsteinischer Wļrtschastsdienst
Zur PreiSWirrÄigkeit
der Futtermittel
Die Futtermittelmärkte zeigen immer noch keine
Belebung, eher lagen sie noch ruhiger als in den
Vorwochen. Das beruht aber nicht mehr allein auf
einer zu geringen Kaufueigung der Landwirtschaft,
sondern z. Teil aus dem Mangel an Angebot. Die
wachsende Aufnahmebereitschaft der Landwirtschaft
geht deutlich daraus hervor, daß Kartoffelslocken
trotz anziehender Preise glatt unterzubringen sind
und auch Schnitzel fortgesetzt stärker gefragt werden.
Aber bei Flocken ist das Angebot klein, und
Schnitzel sind nahezu gar nicht am Markt.
Der Bedarf an Stärkefutter ist aber im Verhält
nis zu früheren Jahren doch noch beschränkt, worü
ber daö wachsende Interesse für die als Schweine-
unö Rindviehsutter besonders beliebten Erzeugnisse
nicht hinwegtäuschen kann, denn andernfalls hätten
die anderen Kohlehydratfutter, wie Melaffemisch-
futter, Mühlcnnachprodukte, Futterzucker usw.
längst Käufer gefunden, während sie bis jetzt schwach
liegen.
Ob diese Ruhe mit darauf zurückzuführen ist, daß
in der letzten Zeit größere Mengen an Oelkuchen
zugeteilt worden sind, mutz dahingestellt bleiben.
Hoffentlich ist das aber nicht der Grund, denn sonst
würde daraus folgen, daß ein Teil des Bedarfes
an Kohlehydrat-Futtern durch Eiweißfutter ersetzt
wird. Dann mußten die Eiweißpreise nn Verhält
nis zu den Kohlehyöratpreisen sehr günstig fest
gesetzt sein, und tatsächlich ist ja die Nährstoffein
heit z. B. in den Kartoffelflocken gegenwärtig ver
hältnismäßig teuer, in den Oelkuchen dagegen ver
gleichsweise billig.
Da aber die zugeteilten Oelkuchenmengen nur
einen bescheidenen Teil des früheren Verbrauchs
ausmachen und das Preisverhältnis doch nur wirk
sam sein kann, wenn genügend Ware frei zu haben
ist, sollte man annehmen, daß die Oelkuchen nicht,
— wie das früher schon einmal der Fall war —
die Kohlehydrate verdrängen, sondern daß die
Bauern die Oelkuchen wirklich nur zur Steigerung
der Milchleistung verwenden. Eine Fütternngs-
kontrolle wäre das einzige Mittel, um das festzu
stellen, und sollte sich dabei ergeben, daß die Oel-
kuchcn anders als zur Steigerung der Milcherzeu
gung verwendet werden, dann müßten die Oel-
kuchenpreise nochmals erhöht, oder die Preise auch
der freien Kohlehydratfuttermittel gesenkt werden.
Daß Oelkuchen weiter nur beschränkt verfügbar
sind, geht schon daraus hervor, daß im Januar und
Februar 1836 zusammen nur noch 23 800 To. Oel
kuchen eingeführt wurden, gegen 71700 To. zur
gleichen Zeit 1938. Der Rückgang beruht bekannt
lich darauf, daß mit Rußland, dem bisherigen
Hauptlieferanten, keine Verrechnungsmöglichkeiten
mehr bestehen. Die Einfuhr aus Rußland betrug
im Januar nur noch 6100 To. und wird von der
Einfuhr aus Dänemark, die 9700 To. betrug über-
troffen. Die Einfuhr an Oelsaaten wird zwar aus
gedehnt, aber doch auch nur in beschränktem Maße.
Ein fühlbarer Mangel herrscht auf dem Markt
bei Fisch- und Fleischmchlen. Diejenigen Erzeuger
aber, die Schweinelieserungsverträge abgeschlossen
haben, können auf Grund des 8 3 Abs. 6 der Ver
träge (Berechtigung zum Bezug von Fischmehl)
Fischmehl erhalten, wenn sie bis zum 31. Mürz^36
demjenigen Verteiler, der ihnen das Futtergetreide
liefert, den Bestätigungsschein über den Abschluß
des Schweinelieferungsvertrages zugeleitet haben,
soweit das nicht die Stelle zu tun hat, mit der der
Erzeuger den Vertrag abgeschlossen hat. Der Ver
teiler hat dann bis 6. April 1936 der Reichsstclle
für Getreide usw. die zu liefernden Mengen mit-
Oie berkelrnärkte
in der Woche vom 30. März bis 4. April 1935
Marktplätze
Gruppe i
Leck .
Niebüll . ,
Bredstedt
Flensburg ,
Durchschnitt
* Vorw.
Gruppe 11
Husum . .
Schleswig .
Rendsburg
Eckernfördk
Kiel ....
Nortorf . .
Neu münfter
Durchschnitt
ķ Vorw.
Gruppe 111
Hademarsch.
Heide . . .
Meldori . .
Itzehoe. . .
Schnelsen
Altona. . .
Wandsbek .
Durchschnitt
. Vorw,
Gruppe IV
Bramstedt .
Kaltenkiech
Segeberg .
Oldesloe . .
Katze durg
Mölln . .
Schwarzenb.
Durchschnitt
„ Vorw.
Preise
ln JLÄ |c Stück
4—H 6—8 üb. 8
W. W. W.
1136
14S9
1051
1356
16-18
18 20
14-16
15 1
15 18
18 20
12 16
15-18
15-18
15 17
15 18
16 18
15 18
14-18
15-17
1618
16-18
16-18
18 2\
18 21
21 2H
16 21
16 26
17 22
17 23
17 19
19 24
17 2,
17-22
18 21
24 26
24 26
24 26
19 21
25 32
t H/je V«kg
eicht ictjro
55-67
70 75
60 70
65-75
72->5
72 75
72-78
56-60
55 67
65 69
60 /0
65 75
64 68
63 72
Marlrtverlau
Handel Naumunp
langsam
Mittelmaß
r. schlepp.
Mittelmaß
lebhaft
flott
maß. rege
lebhaft
flott
Mittelmaß
mittelmäf.
Mittelmaß
r. lebhaft
n. geräumt
geräumt
n geräumt
geräumt
zl. geräumt
geräumt
geräumt
geräumt
geräumt
geräumt
f. geräumt
geräumt
zuteilen und das weitere zu veranlassen. Wenn der
Erzeuger von dem Lieferungsrecht keinen Gebrauch
macht, ist der Bestätigungsschein ungültig zu
machen.
Biertreber und Malzkeime waren angeboten, aber
wenig gefragt. Kleie war weiter kaum am Markt,
der Hauptteil wird auf dem Zuteilungswege der
Landwirtschaft zugeführt, deren dringender Bedarf
dadurch gedeckt ist.
Schleswig-Holsteiner Schweine auf der
MastviehanssteAung in Köln
Ueber die glänzenden Erfolge der Schleswig-
Holsteiner auf der Mastvieh-Ausstellung in Köln
wissen die „Flensburger Nachrichten" zu berichten:
Bei dem, was uns bisher bekannt geworden ist,
handelt es sich allerdings nur um die ausgestellten
Schweine. Die Züchtersammlung des Verbandes
Schleswig-Holsteinischer Schweinezüchter erhielt
einen Siegerpreis, 4 erste Preise und 3 zweite
Preise. Carstensen-Schwesing erhielt einen Sieger
preis, Jordt-Barg einen 1. und 2. Preis und Klin-
ker-Brekling ebenfalls einen 1. Preis.
Nicht weniger günstig hat die Milchwirtschaftliche
Forschnngsanstalt mit ihren Lentföhrdener Mast
produkten abgeschnitten. Sie erhielten einen Sieger
preis, einen Ehrenpreis, 4 erste Preise und 2 zweite
Preise.
Erläuternd bemerkt das Blatt dazu: „Der Ver
band der Schleswig-Holsteiner Schweinezüchter hat
für die Ausstellung geworben und eine Züchter
sammlung zusammengebracht. Außerdem zeigen
Züchter aus Brekling, Barg, Winnert, Kurzcn-
moor, Bentfeld, Heidrege und Krempdorf Einzel
tiere und Lose in den verschiedenen Klassen. Ferner
werben von der Preußischen Milchwirtschastlichen
Forschungsanstalt Kiel ans Lentförden 40 Schweine
ausgestellt, die z. T. aus der Staatlichen Mastprü-
sungsanstalt stammen und besonders konkurrieren."
Dänischer Schweinebestand nimmt zu
Nach einer am 21. 8. vorgenommenen Zählung
ist der Schweinebcstanö Dänemarks wieder stark
gestiegen, nämlich aus 3 354 000 gegen 3 263 000 im
Februar. Bei der Zählung im Juli 1935 wurden
3 034 000 Schweine gezählt. Die Zunahme erstreckt
sich auch auf junge Zuchttiere. Die Zahl der Eber
ist auf 22 000 gegen 21000 im Februar d. I. und
20 000 im Juli 1935 gestiegen. Die Zahl zum ersten
Mal trächtiger Sauen stieg auf 117 000 gegen 95 000
bzw. 78 000, die nicht trächtiger Sauen stieg auf
rund 25 000 gegen 23 000 bzw. 21000, die der Saug
ferkel stieg auf 819 000 gegen 779 000 bzw. 673 000,
die der Mastschweine stieg auf 558 000 gegen 518 000
bzw. 152 000.
Flensburger Pscrdemarkt ohne Pferde
Der letzte diesjährige Frühjahrs-Pferdemarkt ist
aus einen ungünstigen Zeitpunkt festgelegt, da in
derselben Zeit auch ein Pferdemarkt in Husum
stattfindet. Während sonst vier Tage vorher schon
ein reges Leben in den Ställen herrscht und man
cher Handel abgeschlossen wird, ist diesmal nicht ein
einziges Pferd in den Stallungen. Aus dem eigent
lichen Markt am Dienstag werden deshalb keine
Pferde und Händler von auswärts anzutreffen
sein. Bei der Festsetzung der Märkte muß in Zu
kunft berücksichtigt werden, daß an einem Tage
nicht zwei so bedeutende Märkte wie Husum und
Flensburg stattfinden.
Richtpreise Mr Schollen und Keobben
Die HB der Deutschen Fischwirtschaft bestimmt
in einer Anordnung Nr. 16, betr. Regelung des
Marktes für Schollen, daß die durch Kutter, die
an der Weser, Elbe und ln Büsum beheimatet sind,
gefangenen Nordseeschollen lpleuronectes platessa)
ausschließlich in den nachstehend bezeichneten Plätzen
anzulanden sind: Altona, Cuxhaven, Wesermündc,
Büsum (Ausnahmen zugelassen). Sämtliche ange
landeten Schollen sind wie folgt zu sortieren: a)
springlebendige Schollen Sorte I über einpfünülge,
Sorte II einhalb- bis einpsündige, Sorte III ein-
drittel- bis einhalbpsündige und Sorte IV einvicr-
tel- bis eindrittelpfündige,' b) ausgenommene tote
Schollen (Eisschollen) und c) nicht ausgenommene
tote Schollen. Die Sorten sind hier die gleichen.
Schollen, die der vorgenannten Größensortierung
nicht entsprechen, dürfen für den menschlichen Genuß
nicht in den Handel und Verkehr gebracht werden.
Als Erzeugermindestpreis für Nordscekutter-Schol-
len werden festgesetzt (alles je Kg.): springlebendige
Schollen Sorte l frei, Sorte H 0,40 MM, Sorte III
0,30 MM, Sorte IV 0,20 -71,11, Ausgenommene tote
Schollen (Eisschollen): Sorte I frei, Sorte II 0,86
■JUL, Sorte III 0,24 JUl, Sorte IV 0,12 JUL. Nicht-
ausgenommene tote Schollen Sorte I frei, Sorte II
0,80 JIM, Sorte III 0,20 JUl Sorte IV 0,10 JUL,
Für sämtliche in den Handel kommende Schollen
werden folgende Berbraucherhöchstpreisc festgesetzt,
die wohl unterschritten, jedoch nicht überschritten
werden dürfen, springlebendige Schollen Sorte I
frei, Sorte II I JUL, Sorte III 0,90 JUl, Sorte IV
0,80 -JUl. Ausgenommene tote Schollen (Eisschol
len) Sorte I frei, Sorte II 0,96 JUl, Sorte III 0,84
MM, Sorte IV 0,72 JUL, Nichtausgenommene tote
Schollen Sorte I frei, Sorte II 0,90 JUL, Sorte III
0,80 JUl, Sorte IV 0,70 JIM.
Der Vorsitzende der HB kann die Beschickung der
einzelnen Märkte durch die Fangfahrzeuge regeln.
Zur Besserung der Preise der nicht für die mensch
liche Ernährung abgesetzten Schollen wird je Kilo
gramm der abgesetzten Schollen vom ersten Vertei
ler ein Beitrag von 0,02 JUl erhoben, über deren
Einziehung der Vorsitzende nähere Anweisungen
erläßt. Die vom 24. März datierte Anordnung tritt
acht Tage nach der Verkündung in Kraft.
Durch die Anordnung Nr. 17, betr. Regelung des
Verkehrs mit den Erzeugnissen der Krabbensischerei
der Nordsee, wird der Erzeugerfestpreis für Futter-
krabben auf 2,30 JIM je Zentner festgesetzt. Zur
Förderung des Absatzes von Krabben werden hier
von 0,10 JUl je Zentner erhoben. 8 2 bestimmt, daß
die zum Fang von Krabben verwendeten Netze eine
Maschenweite von mindestens 10:10 Millimeter ha
ben müssen. In der Zeit vom 1. 12. bis 28. 2. ist es
untersagt, Futterkrabben an Darrenbetriebe zu
liefern oder in frischem Zustand sonstwie in Handel
und Verkehr zu bringen. Der Vorsitzende kann Aus
nahmen zulassen. Ueber die Verteilung der Fänge
auf die Darren kann der Vors, der Deutschen Fisch
wirtschaft oder eine von ihm beauftragte Stelle be
sondere Anweisungen erlassen. '
In der Anordnung Nr. 18, betr. Verbot der Ver
wendung gebrauchter Fischkörbe beim Versand fri
scher Fische, wird angeordnet, daß für den Versand
frischer Fische von den Märkten Wesermünde,
Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg-Altona die
Verwendung gebrauchter Fischkörbe verboten ist.
Diese Anordnung, die vom 81. März datiert ist, tritt
einen Monat nach Verkündung in Kraft.
76 Wolle - 30 Zellwolle
Die Umstellung aus Mischgarn.
In der ordentlichen Generalversammlung der
Norddeutschen Woll- und Kammgarn-Industrie AG.
in Bremen wurde die Dividende auf 8 Proz. fest
gesetzt. Bemerkenswert waren die Angaben über die
Wandlungen in der Erzeugung:
Bereits Ende 1835 setzte sich der Jnlandsauftrags-
bestand aus rund A Mischgarn und % reinwol
lenem Garn zusammen. Die Verkaufswochen des
neuen Jahres haben eine weitere erhebliche Steige
rung der Mischgarnverküufe gebracht. Besonders
wichtig für diese Verschiebung ist der Umstand, daß
unsere Abnehmerschaft zur Ueberzeugung gekommen
ist, daß es sich als vorteilhaft erweisen muß, wenn
sie schon jetzt die Betriebe in wachsendem Maße auf
die Verarbeitung von Mischgarnen umstellt. Dieser
Umstellungsprozeß wird heute dadurch erleichtert,
daß die ursprünglich im Kamm-, Spinn- und Farb-
prozeß vorhandenen technischen Schwierigkeiten im
wesentlichen, zum mindesten bei den Spinnern,
überwunden sind und somit die Abnehmerschaft ein
durchaus erstklassiges Gespinst zur Verarbeitung
erhält.
Es besteht für uns kein Zweifel, daß der Um-
stellungsprozetz auf Mischgarn immer weitere und
immer schnellere Fortschritte machen wird und daß
es sich bei dieser Umstellung um eine Umstellung
von Dauer handelt.
Entscheidend für die Beschäftigungslage bleibt
indessen nach wie vor die Versorgung des Inland-
geschäftes, und hauptsächlich von ihr wird es abhän
gen, ob wir auch in 1936 die 38stündige Arbeits
woche werden durchhalten,' dabei darf wiederum
nicht übersehen werden, daß auch für eine ausschließ
liche „Mischgarnerzeugung" die dafür notwendigen
Naturwollen herangeschafft werden müssen, indem
bei einem Durchschnitts-Mischungsverhältnis von
70 Wolle zu 30 Zellwolle, welches die Norm bilden
dürfte, für beispielsweise 1 Million Kg. Mischgarn
immerhin 700 000 Kg. Naturwollen benötigt werden.
Maschincnputztiicher
d. h. Tücher aller Art, die zum Putzen und Reini
gen von Maschinen, Maschinenteilen usw. bestimmt
sind, dürfen nur aus eindrähtigen Abfallgrobgarnen
bis höchstens Nr. 7er englisch einschließlich herge
stellt werden. Andere Gespinste dürfen für Kette
oder Schuß nur verwendet werden, um Kennzeichen
(Namen usw.) einzuweben. Die Vorschrift gilt nicht
für Putztücher, die zur Ausfuhr bestimmt sind, und
für Erzeugnisse, die im eigenen Betriebe als Ma
schinenputztücher verbraucht werden.
Betr. einheitliche Bezeichnung der Fleisch- und
Wurstwaren im ganzen Reich
Der Reichsstand des Deutschen Handwerks legt
Wert auf Einheitlichkeit, weil die Prüfungsvor
schriften für die Gesellen entsprechend abgefaßt
werden sollen. Die Mitglieder des Beirats des
Fleischerhandwerks stellten sich mit dem Reichs-
innungsmeister aus den Standpunkt, daß eine solche
Einheitlichkeit nie zu erreichen sei. An Hand von
vielen Beispielen wurde dargelegt, daß sich die Be
zeichnungen von Fleisch- und Wurstwaren, wie sie
z. B. in Schlesien üblich seien, nie in Bayern ein
führen lassen würden, und die Wurstbezeichnung
z. B. in Schleswig-Holstein nie in Sachsen oder
Württemberg populär werden.
Der Deutsche Reichsbanernrat ist am Sonnabend
unter Vorsitz des Reichsbauernführers, R. Walther
Darre, in Berlin zu einer Arbeitstagung zusam
mengetreten.
Haņdel Md Wandel
Jtzchocr Ferkclmarkt vom 8. April
Auftrieb 470. Handel mittel, Markt geräumt.
Preise: 20 Pfd. 76—78, 20—30 Pfd. 72—76, 30—40
Psd. 68-72. Läufer 50—62 Pfg. je Pfd. Lebend
gewicht.
Kieler Ferkelmarkt vom 4. April
Preise: 60—75 Pfg. je Pfund, 16—26 JUl je Stück.
Auftrieb: 74. Handel mäßig rege.
Schleswiger Vieh- nnd Pscrdemarkt vom 4. April
Dem ersten diesjährigen Frühjahrs-Vieh- und
Pserbemarkt in Schlesivig ivaren 40 Rinder nnd
1 Pferd zugeführt. Bei einem starken Käuferbesuch
herrschte ein lebhafter Handel. Für Kalbkühe wur
den 270—400 JUl, für Kalbqnien 260—360 JIM, für
Fehrkühe 180—240 JUl und für 1 l A bis 2jährige
Quien 130—160 MM gefordert. In Einzelfällen
ivurde auch über und unter Notiz gezahlt.
Heider Viehmarkt vom 4. April
Im Heider Viehhandel wurden folgende Preise
notiert: Milchkühe 400—460, Kalbkühe 400—500,
Kalbqnien 350—450, Fehrkühe 300—400, 1jährige
Ochsen 120—160, 114jähr. Ochsen 160—220, 2jührige
Ochsen 220—280 und Kälber 40—50 JUL je Stück.
Handel mittelmäßig.
Heider Produktenbörse am 4. April
Wiesenheu 1,80—2 MM, Kleeheu 2,80 JUl, Wei
zen-, Roggen- und Haferstroh gebündelt ab Station
Dithmarschen 1 JUl, do. gepreßt in Ballen fremde
Station 0,90 MM, Speisemöhrcn 1 MM-, Futter
möhren 0,60 MM, Speiserüben 1 MM, Futterrüben
0,60 MM,, Kartoffeln 2,80—3,80 MM, Winterrotkohl,
Güteklasse A, 7 MM, Klasse B 6 MM, Winterweiß
kohl, Handels- und Einschneiöeware, Güteklasse A
5 MM, Klasse B 4,60 MM, Wirsingkohl 8.50 MM,
Die Kennziffer der Großhandelspreise
stellt sich für den 1. April 1986 auf 103,7 (Vorwoche
103,6). Hauptgrnppen: Agrarstofse 104,9 (plus 0,2
vH), industrielle Rohstoffe und Halbivaren 93,6
(minus 0,2 vH) und inö. Fertigivaren 120,2 (unver
ändert).
Kieler Ranhsutter vom 4. April
Kleeheu 3,50, Wiesenheu 2,60, Prcßstroh 1,00,
Speisekartoffeln: gelbe Sorten, runde 3,05—3,25 MM
je 50 Kg. Getreide ab Holstein. Kartoffeln frei Kiel.
Die Schlachtvichmärkte
verliefen bei etioas größerem Angebot im ganzen
glatt. Die Nachfrage der Verbraucher war am
Monatsende ziemlich ruhig, erholte sich aber in den
letzten Verichtstagen merklich. Da die Fleischer sich
immer schon einige Tage vorher auf den Monats
anfang einstellen müssen, konnte das größere An
gebot glatt untergebracht werden. — Rinder zeigten
der Erwartung entgegen eine Auftriebszunahme, bei
der knappen Versorgung der letzten Zeit reichte
das Angebot aber nicht ganz aus. — Kälber zogen
trotz steigender Auftriebe immer noch Nutzen aus
der Minderknappheit, die Aufwärtsbewegung der
Preise scheint aber zum Stehen zu kommen, an
einigen Plätzen mutzten schon Abschläge bewilligt
werden. — Schafe konnten trotz kleinerer Anliefe
rungen nicht immer ohne Zugeständnisse unterge
bracht werden. — Schweine ivaren wieder stärker
angeboten, so daß jetzt auf den Großmärkten wiedà
Auswahlmöglichkeiten bestehen. Gute Fleischschweine
werden dabei weitgehend bevorzugt.
Die Ausfuhr in Düngemitteln,
schreiben die Guano-Werke, Hamburg, in ihrem
Geschäftsbericht, konnten wir steigern, doch haben
wir die Ausfuhrgeschäfte zum großen Teile nur
gemacht, um Devisen hereinzubringen,' ein Nutzen
blieb uns dabei nicht. Die Beschaffung des Roh
phosphats macht uns infolge der Devisenlage an
dauernd starke Sorge. Bisher haben wir mit Hilfe
der Regierung die erforderlichen Mengen erhalten
können.
Amtliche Währungskurse.
l Pfund Sterling ,
l Dollar . . .
10» dän. Kr. . . .
100 fron,. Frank.
Peseta ....
Lira ...»
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupfer per Ul» Kg.
prompt eil Hbs. ob. Brem, Rotterb.
4.4.
12.31
2.485
54.96
16.37
33 95
12.31
2.485
54.96
16.375
33.93
19.68 19.68
4.4. 3 4
52.00 52,00
Hamburger Getreidegroßmarkt
(Frübmarkti vom 6. April lObne Gewähr)
Getreide ( JUl je 1000 Kg.) Tendenz: ruhig
Weizen Erz.-Pr. Festpr.-Geb. W 9 ... 205.00
Weizen Erz.-Pr Festpr.-Geb. W 12 , , . 212.00
Roggen, Erz - Pr. Festpr.-Geb. R 9 . . . , 169.00
Roggen. Erz Pr. Festpr -Geb. R 12 ... 175.00
Futtergerste Erz >Pr. Festpr.-Geb. 0 9.. 178.00
Futlergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. O 12 . . 183.00
Wintergerste, zweizeilig, f. Jndustriezwecke
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg .... —
Sommergerste frei Hamburg 215-20
dto. 68‘69 Ka für Jndustriezw. ab Mecklbg. 195-99
Donaugeisie kwgfr. verzollt
Nussengerste 63 64 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. verz. —
Hafer Erz.-Pr Festpr.-Geb. H 12 . ... 169.00
Hafer. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. kl 16 . , , . 174.00
Futtermittel (MM je 50 Kg.) Tendenz: rubia
Int Welzenkleie. Grundpr. sofort W 9. . . 5.77’//
Int. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . 5.97'//
Reisfuttermehl, deutsches 24%io, zirka 6 %
Rohfaser ab Fabrik 5.45
Reissuttermehl. hell. 24 %, max. 6 % Roh
faser, prompt 6.10
Leinkuchen, ab Harburg, sofort ..... 8.65
Leinkuchenmehl, dtich Matzlg., prompt. . . —
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort 8.70
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. . —•—
Palmkuchen, dtich., ab Harburg, sofort. . . 7.70
Erdnußkuchen ab Harburg, sofort .... —
Erdnußkuchen. 50 %, Bremen ...... 8.45
Erdnußkleie —•
Sesamkuchen, ab Fabr. Hamburg/Harburg 8.05
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort . . . .7.10
Rapsschrot, deutsche Saat , 7.20
Palmkernschrot, deutsch, prompt ..... 7.80
Soyaschrot Harburg, sofort....... 7.75
Baumwoll - Saatkuchenmehl. 43 %, prompt 7.95
Mehle (MM fe ton Kg.)
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen). . 28.70
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen. . 30.20
Weizenmehl mit 20 % Auslandsweizen. . 31-10
Weizenmehl. 790, W 9 28.20
Roggenmehl, 997, R 12 , 22.40
Roggenmedl. 697, R15- . . . . . . . . 22.10
Roggenmehl, 997. 8 8 , .
3)'
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