TNMM.MM unö Sport
Jahrgang 129. 1 Nr. 132
Sporibeilage der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung (Rendsbucger Tageblatt)
Weihe von 26 Reichsbundfahnen
Das Volks- und Sportfest der 35000 in Neumünster
x. Neumünster, 8. Mai. Am Sonnabend und
Sonntag fand in Neumünster das große
Volksfest statt, das auch gleichzeitig als großes
Sportfest des Unterkreises I des Kreises Hol
stein, dem der Stadtkreis Neumnnster und
die Landkreise Rendsburg und Segeberg an
gehören, ausgestaltet wurde. Viele Hunderte
von Turnern und Sportlern waren in die
Schwalestadt gekommen und begannen bereits
am Sonnabend mit den Wettkämpfen auf der
Holstenkampfbahn und den übrigen Kampf
stätten für Schwimmen, Schießen und Kegeln.
Am Sonnabendabend wurde das Fest offiziell
eröffnet mit einem großen Festabend im Tivoli,
wo der Unterkreisführer, Strafanstaltsinspek
tor Horns-Neumünster, und der Oberbürger
meister und Kreisleiter Stahmer-Neumünster
Begrüßungsansprachen hielten, während der
Kreisführer, Stadtrat und Standartenführer
Brinkmann-Neumünster, die 26 Reichsbund
fahnen der Vereine feierlich weihte. Turne
rische Vorführungen ergänzten das Pro
gramm, für dessen musikalische Ausgestaltung
das Musikkorps der Marine-Schule Flens
burg-Mürwik unter Leitung von Obermusik
meister Gustav sorgte. — Bereits am Sonn
tagfrüh um 7 Uhr nahmen die sportlichen
Wettkämpfe und Schauvorführungen ihren
Fortgang. Kurz nach Mittag bewegte sich
dann der stattliche und farbenprächtige Festzug
mit vielen Musikkapellen hinaus zum Stadt
park und zur Holstenkampfbahn, wo sich im
Lause des Nachmittages auf der Kampfstütte
und der riesigen Festwiese eine Menschen
menge von 36 000 Besuchern einsand. Ans der
Festwiese herrschte besonders reges Treiben.
Allein 6000 Schul- und Kleinkinder gingen in
Spielen und anderen Wettbewerben eifrigst
ihrem Vergnügen nach. In dem 2000 Personen
fassenden Festzelt spielte eine Bayernkapelle,
wie überhaupt alles echt bayerisch zuging.
Unter dem riesigen Maibaum wurde getanzt.
Volksbelustigungen aller Art sorgten für die
Kurzweil der ungezählten Tausende. Die
NS.-Kulturgemeinde hatte für die künstlerische
Ausgestaltung des Festes unter Hinzuziehung
Kieler Künstler Sorge getragen. Die ver
einigten Männerchöre Neumünsters und
Laienorchester hatten sich in den Dienst der
guten Sache gestellt. Das Gewoge nahm
schließlich einen derartigen Umfang an, daß
durch das Mikrophon fortgesetzt verloren
gegangene Kinder ihren Eltern zugeführt wer
den mußten. Der Gausportführer, Ober
sturmbannführer Ullrich-Hamburg, wohnte
dem Feste mit seinem gesamten Führerstab
bei. Bis in die frühesten Morgenstunden
wogte das lustige Treiben auf der Festwiese
hinter dem Stadtpark. Der Wettergott war
der Veranstaltung, die in ihrer Art als bahn
brechend bezeichnet werden muß, hold geblie
ben. Es war ein Volks- und Sportfest der
verwirklichten Volksgemeinschaft und dürfte
manche Städte zur Nachahmung anregen.
*
Wir bringen im folgenden einen Auszug aus der
Siegerliste der Wettkämpfe auf dem Unterkreisfest in
Neumnnster, soweit Rendsburger an ihnen beteiligt sind.
Volkstümlicher Mehrkampf fr-Kampf) Frauen-Oberstufe.
1. Martha Werda, Neumünster 59, 117 Punkte,' 2.
Marianne Witt, Neumünster 59, 197 Punkte,' 2. Lilli
Blunck, Neumünster 59, 107 Punkte; 3. Gertrud Nachti
gall, RMTV., 103 Punkte;
Volkstümlicher Kampf f7-Kampf) Frauen-Unterstuse.
I. Käthe Lüthke, Renmünster 59, 198 Punkte; 2. Gerda
Petersen, RMTV., 198 Punkte; 2. Erika Thies, Bram-
stedt, 198 Punkte; 2. Gertrud Zürgeh, RMTV., 196 P.;
3. Auni-Mariha Schwarz, Schacht-Audvrs, 199 Punkte;
4. Gerda Sothman», RMTV.. 94 Punkte; 4. Resi Rolfs,
Schacht-Audors, 84 Punkte; 4. Anni Rose, Büdelsdorf, 94
Punkte.
Volkstümlicher Kampf fr-Kampf) Frauen-Jugend.
II. Gertrud Loczuy, Glück-Aus Büdelsdorf, 91 Punkte.
Volkstümlicher Mehrkampf (3-Kamps) Frauen-Jugend.
r. Lotte Siedler, Schacht-Andorf, 46 Punkte.
Volkstümlicher Mehrkampf f9-Kamps> Oberstufe.
4. Hermann Becker, RMTV., 123 Punkte.
Volkstümlicher Mehrkampf (9-Kamps) Mittelstufe.
1. Paul Thäte, RMTV., 137 Punkte; 2. Fritz Kühn,
RMTV., 134 Punkte; 9. Hans Kost, RMTV., 122 Punkte.
Volkstümlicher Kamps fr-Kampf) Jugend.
5. Hans-Peter Rohwer, RMTV., 94 Punkte.
Volkstümlicher Mehrkampf f3-Kampf>.
5. Heinz Brockmann, RMTV., 46 Punkte.
GM-Mls-Welshors
siegt im HMbM-Turmer in NZumünster
Am letzten Sonntag fand in Neumünster im Rahmen
des dort veranstalteten Volksfestes ein Handballturnier
statt, an dem sich 8 Vereine beteiligten, und zwar:
Olympia-59, Neumünster, Rasensport 1910, Neumünster,
Gut-Heil, Neumünster, Fliegerabteilung Neumünster,
1995, Neumünster, Rendsburger MTB., TSV.-Bramstedt,
Glück-Auf-Büdelsdorf.
Die Mannschaften wurden in 2 Vierergruppen geteilt,
die untereinander Pnnktkämpfe auszutragen hatten und
deren Meister dann das Entscheidungsspiel zu bestreiten
hatten.
Gleich im ersten Spiel hatte Glück-Auf den stärksten
Gegner zu bezwingen, und zwar die Fliegerabteilung,
die eine ausgeglichene Mannschaft besitzt. Nachdem die
Flieger bei Halbzeit noch 1:0 in Front lagen, gelang es
Glück-Auf in der 2. Hälfte unter Aufbietung aller
Kräfte den Ausgleich und das Siegtor zu erzielen.
Schlußstand 2:1 für Glück-Auf.
Im 2. Spiel traf Glück-Auf auf den TSV. Bramstedt.
Leider machte man den Fehler, den Gegner zu unter
schätzen, so daß fast ein Punktverlust entstanden wäre.
Bramstedt entpuppte sich als sehr flinke und eifrige
Elf. Das Spiel endete 3:2 (0:1) für Glück-Auf.
Im 3. Spiel verzichtete Neumünster 95 auf Spiel und
Punkte, da die Mannschaft durch eine 0:4-Niederlage ge
gen die Flieger keinerlei Aussichten mehr hatte. Somit
war Glück-Auf Gruppensieger.
In der anderen Gruppe hatten sich Olympia 59 und
Rasensport 1919 als die stärksten erwiesen. Das Spiel der
beiden gegeneinander gewann 1910 mit 3:2 und damit
auch die Gruppenmeisterschaft.
Glück-Auf und Rasensport 1910 Neumiinster trugen
nachmittags vor einer großen Zuschauermenge das Ent
scheidungsspiel ans Glück-Aus lieferte hier ein ganz gro
ßes Spiel und gewann nicht weniger als 8:3 (3:1), trotz
dem das Spiel nur 2mal 28 Min. dauerte. Gegen den
in ganz großer Form spielenden Büdelsdorfcr Sturm
war 1910 fast machtlos.
Mit diesem Sieg hatte Glück-Auf das Turnier unge
schlagen als Sieger beendet.
Fußball in der Provinz
Holstein schlägt Eimsbüttel 5:3 (3:1).
Der Gaumeister hätte besser getan, mit stärkstem Ge
schütz nach Kiel zu kommen. Seinem Ansehen dient diese
neue Niederlage keineswegs. Holstein hatte das Pech,
mit dem verletzten Linken antreten zu müssen, der wäh
rend des ganzen Spieles nie zu seiner sonstigen Form
auflief, so daß Holsteins Sturm nicht ganz die volle
Schlagkraft der letzten Zeit erreichte. Trotzdem genügte
das Feldspiel der Kieler, bei denen Ludwig als Mittel
läufer eine ganz große Partie lieferte, durchaus, um
einen eindeutigen Sieg über die erfatzgeschwächte Mann
schaft des Gaumeisters zu erzielen. Wenn Eimsbüttel
dennoch zu drei Gegentoren kam, so verdankt es das
dem teilweise recht leichtsinnigen Spiel der Kieler
Hintermannschaft.
FC. St. Pauli gegen Borussia (Kiel) 2:8 (1:0).
Vor etwa 2000 Zuschauern gab es auf dem Blaschke-
Platz in Kiel zwischen dem FC. St. Pauli und Borussia
einen flotten und spannungsreichen Kampf, den die
technisch wesentlich besseren Hamburger verdient mit 2:0
für sich entscheiden konnten.
Wetter standen sich am Sonntag in Kiel Komet (Ham
burg) und Kilia in einem Freundschaftsspiel gegenüber.
Komet siegte verdient mit 4:1 (2:9). — Uhlenhorst-Hertha
weilte zu zwei Gastspielen in Schleswig-Holstein. Am
Sonnabend unterlagen die Uhlen gegen Schleswig 96
mit 0:3 (0:1). Am Sonntag konnte Uhlenhorst-Hertha
gegen Husum 1918 mit 2:8 (1:0) einen verdienten Sieg
davontragen. — In Friedrichsort standen sich der dor
tige SC. und der SB. Eckernförde im Freundschafts
spiel gegenüber. Eckernförde siegte überraschend hoch
mit 5:1 (1:1). — Eintracht (Kiel) trug am Wochenende
zwei Freundschaftsspiele aus. Am Sonnabend siegte die
Elf gegen den SV. Kellinghusen mit 3:0 (2:0). Sie
mußte sich am Sonntag dagegen von Preußen (Itzehoe)
mit 2:6 (1:6) eine derbe Niederlage gefallen lassen. —
SB. Ellerbek gegen Comet (Kiel) 3:1 (1:1). Kieler SV.
Der deutsche Neitersicg in Warschau.
Nach heißem Kampf gewann beim Warschauer Reitturnier die
deutsche Mannschaft den Preis der Nationen. Der polnische Staats
präsident Moscicki überreichte persönlich dem Führer der deutschen
Mannschaft, Oberstleutnant v. Waldenfels, den wertvollen Ehren
preis. (Presse-Photo, K.)
Bor 75 000 Zuschauern wurde der bisherige zwei
malige Deutsche Meister Schalke 04 mit 0:2 (0:0) in
Stuttgart aus dem Rennen um die „Victoria" gewor
fen. Die Nürnberger Elf, begleitet von ihrer gesamten
Stadtvertretung und einem Riesenaufgebot ihres An
hangs legte eine Prachtleistung hin, die an die größte
Zeit des „Clubs" erinnerte und die ihr in der zweiten
Hälfte den verdiente» Sieg brachte.
Auch das Ostragehege in Dresden wies einen Riesen
besuch auf. Hier sah es bet der Pause noch nicht nach
einem Siege der Düsseldorfer Fortuna aus, die mit 0:1
im Rückstand lagen. Dann aber lief die Kombinations-
maschine der Fortunen zu höchsten Touren auf, über
rannte die Gleiwitzer in imponierender Weise und stellte
bis zum Schluß den Sieg und die Anwartschaft für das
Endspiel mit 3:1 sicher.
Wo das Endspiel am 21. Juni stattfindet, steht zur
Stunde noch nicht fest. Aller Voraussicht nach kommt
Köln in Frage.
Das große Spiel der Nürnberger.
Stuttgart war in Endspielstimmung und selbst ein
Dauerregen konnte den großen Tag nicht beeinflussen.
Mit den verschiedenen Sonderzügen und Sonderreisen
kamen schätzungsweise 35 900 bis 49 000 auswärtige Be
sucher nach Stuttgart. Fünf Minuten vor 4 Uhr erschie
nen die beiden Mannschaften. Schalke 94, geführt von Ku-
zorra, Nürnberg mit Köhl an der Spitze. Schalke 04 hatte
auf das Mitwirken von Pörtgen verzichtet und ließ
Szepan als Mittelstürmer antreten. Es spielten:
1. FC. Nürnberg: Köhl; Billmann, Munkert; Uebe-
lein, Carolin, Oehm; Gußner, Eiberger, Friede!,
Schmitt, Schwab.
Schalke 04: Mellage; Bornemann, Schweißfnrth:
Tibulski, Nattkämper, Valentin; Kalivitzki, Gellesch.
Szepan, Kuzorra, Urban.
Das glatte Spielfeld machte beiden Mannschaften zu
schaffen. Schalke kam anfangs besser in das Spiel. Dann
machte Nürnberg sich frei und erreichte in der ersten
halben Stunde im Feldspiel eine Ueberlegenheit. Ob
wohl bei Nürnberg der Linksaußen Schwab, der für den
durch eine Verletzung außer Gefecht gesetzten Spieß
spielte, von Anfang an ein Versager war, hatte der
Nürnberger Angriff doch die größere Anzahl der Tor
gelegenheiten Schalke spielte indessen defensiv. Natt
kämper stand als dritter Verteidiger im Hintergrund,
und Szepan wirkte als Mittelläufer und Mittelstürmer
Dienstag, den 9. Juni
gegen SV. Brunswik 1:1 (1:0). VfB. Kiel gegen Ne»'
Münster 1910 5:3 (2:1).
Sperber - VfB. Kiel 8:8.
In Kiel hatte Sperber die Gäste 7:1 geschlagen. «1
Rückspiel war um so mehr ein hoher Sieg zu erwar '
weil Sperber in bester Besetzung antrat und Kiel I
drei fehlende Spieler Jungmannen ausprobierte. L«'
enttäuschte Sperber durch primitiven Angriff und pv»
tasicloses Spiel, so daß das Treffen 0:0 ausging.
D'«
Jachthafen am Hinbenburgufer. Nachdem nun aber
Nürnberg md Fortuna im Endspiel um die Fntzbaklmeisterschast
zugleich. Die Spielweise der „Knappen" war nicht im
mer einwandfrei, und in der 35. Minute zog sich Borne
mann eine Verwarnung zu. In der letzten Viertelstunde
vor der Pause kam Schalke wieder auf, da insbeson
dere die beiden Flügel gute Leistungen zeigten. In den
letzten zehn Minuten sah es einige Male sehr bedroh
lich vor dem Nürnberger Tor aus. Zwei Gelegenheiten
wurden von Kuzorra und Kalwitzki ausgelassen. Dann
brachte Urban einen gefährlichen Kopfball an, aber Kühl
im Nürnberger Tor war auf dem Posten. Torlos mit
6:2 Ecken für Nürnberg endete diese erste Halbzeit.
Die zweite Halbzeit bringt die beiden Tore.
Nach der Panse war zuerst wieder Schalke tonange
bend. Die Westdeutschen wollten mit Macht die Entschei
dung erzwingen, kamen aber gegen Nürnbergs Hinter
mannschaft nicht durch. Wieder zeigte sich Köhl im Nürn
berger Tor als sicherer Hüter. Auf der Gegenseite bekam
dann auch Mellage wieder schwere Arbeit. In der 58.
Minute siel unter ungeheurem Jubel das Führungstor
für Nürnberg. Ein Zuspiel von Gußner wurde von
Friede! geschickt aufgenommen. Der Nürnberger Mittel
stürmer lenkte den Ball hoch über Mellage vorbei in
das Netz. Nürnberg diktierte jetzt das Spielgeschehen.
Schalkes Hintermannschaft stand unter schwerem Druck.
In der 79. Minute war Schalke bann nahe am Aus
gleich. Nach einem Strafstoß von Szepan schien der
Ausgleich da, doch wurde der am Boden liegende Nürn
berger Torwächter Köhl unfair genommen, so daß der
Schiedsrichter das Spiel unterbrach. Obwohl das Tempo
nachließ und der glatte Boden die schwersten Anforde
rungen an beide Mannschaften gestellt hatte, rasste sich
Schalke noch einmal von der 78. bis zur 88. Minute zu
einem großen Endspurt zusammen. Nürnberg hatte in
dieser Zeit sehr zu kämpfen, doch waren die Bayern
dann bald wieder im Vorteil, als Schalkes Bemühun
gen ohne Erfolg blieben. Im letzten Abschnitt stand das
Spiel wieder im Zeichen der Nürnberger. In der 84.
Minute siel das zweite Tor, das de» Kamps entschied.
Ein von links in die Mitte kommender Ball wurde
von der Schalker Hintermannschaft verfehlt. Mellage lies
heraus, aber wie bei dem ersten Treffer, so lenkte auch
diesmal der Nürnberger Mittelstürmer den Ball an
Mellage hoch vorbei in das Netz. Mit diesem Treffer war
das Spiel für Schalke verloren. Die Mannschaft fiel
auseinander und Nürnberg hatte den Kampf in der
Hand.
enttäuschten Zuschauer verließen zum Teil vor SşşŞ
des Spieles den Hamburger Platz.
* *
Hheralster enlläuschl im Handball
In den beiden Vorschlußrunden setzten sich H'»d«»'
bürg (Minden) und MTSA Leipzig für die Enden"
durch. Hindenburg (Minden) schlug im eignen H»'.
vor 6900 Zuschauern Rasensport (Mühlheim) klar »•
(0:5). Die Leipziger erkämpfte» sich in der Verläug
rung, ebenfalls aus heimatlichem Bode», eine» 1*'*
(6:4, 9:9) Erfolg über Oberalster. ^
Bei den Frauen lautet die Endspielpaarung ®>'T
Mannheim gegen SC. Charlottenburg. Eintracht (S Ifl ».
fürt et. M.) verlor in Minden gegen Mannheim
(0:1), und der SC. Charlottenburg schlug den zweifach«"
Deutschen Meister Eimsbüttel sicher mit 5:2 (3:1)!
* * *
Europas modernster Segelsporlhasen
in Kiel
Als der Reichsfportsührer und der Führer des ®«»*'
scheu Segler-Verbandes 1934 die deutschen Segler 3»
ersten großen Kieler Woche nach dem Kriege aufrief«
und dieser Ruf so großen Widerhall fand, daß man >»'
einer Beteiligung von vielen hundert Segeljachten r«^
nen mußte, schuf die Stadt Kiel in aller Eile ein«»
uiy uļ V «p um «j/iiivvitvmyMi vv< vimmjvvh» MV " /
Nationen ihre Teilnahme an den Olympischen Şcg«^
regatten angemeldet haben, hat sich ergeben, daß der "«
geschaffene Olympia-Hafen dem erweiterten Raumbedack
nicht mehr gewachsen ist. Die Stadt Kiel hat sich dah«
entschlossen, de» schon im Mai 1935 in ihr Eigentum
übergegangenen Hafen des Kaiserlichen Nacht-Clubs d«>»
Olympia-Hafen anzugliedern und zu einem moderne»
Segelhafen auszubauen. Kiel wird sich dieser Has«»'
anlage rühmen können, den modernsten Segelsporthaf«»
Europas zu besitzen.
*
Ruderrennvoote mit Gummipuffern.
Der Internationale Ruderverband (Fifa) hat eines»
Antrag des Belgischen Ruderverbandes zugestimmt, d'«
Spitzen der Ruderrennboote mit Gummipufkern zu »«**
sehen. Hin und wieder ist es, besonders bei den steu««'
mannslosen Booten, zu Zusammenstößen gekommen, &«
denen die Bootsspitze für die Ruderer eine gewisse G«'
fahr bildete. So wurde z. B. an den Vortage» der ro«'
jährigen Ruder-Europameisterschaften in Grünau de
Bugmann des italienischen Doppelzweiers durch d'«
Spitze eines französischen Bootes schwer verletzt. N"»'
mehr empfiehlt die Fifa allen angeschlossenen Nation«»'
die Spitzen ihrer Rennboote mit einem massiven G»'.»'
miball zu versehen, der an einer Lcderschlaufe mit cişş
einzigen Schraube festgehalten wird. Da sich auch 's
deutschen Rudersport Unfälle durch die scharfen BooE'
spitzen ereignet haben, ist damit zu rechnen, daß man «»»j
im innerdeutschen Regattabetrieb bald die Boote »»
Gummipuffern ausrüsten wird.
* * *
Csrncciola in Spanien geschlagen
Zum siebenten Male wurde am Sonntag auf d««
3,79 Kilometer langen Rundstrecke im Park von M"»^
juich der Große Autopreis von Penyo Rhin entschied«»'
der im Vorjahr dem deutschen Mercedes-Benz-Wag«»
einen großen Triumph eintrug. Das Rennen gestalt«'
sich diesmal zu einem einzigen Zweikampf zwischen öe>»
tollkühn fahrenden Italiener Tazio Nuvotart auf Ş»
Romeo und Rudolf Caracciola, der ebenfalls ein R«»'
nen für sein Leben fuhr und nur knapp mit sieben Ş«'
künden Rückstandt geschlagen wurde.
Großer Preis von Penya Rhin, 303,2 Kilowet««'
1. Tazia Nuvolari (Italien) auf Alfa Romeo in 2:43:»
-- 111,646 Stdkm.; 2. Rudolf Caracciola (Deutschland'
auf Mercedes-Benz in 2:42:13; eine Runde zurück ^
Farina (Italien) ans Alfa Romeo; zwei Runden 3»'
rück 4. von Delius (Deutschland ans Auto Union;
Rosemeyer (Deutschland) auf Auto Union; 6. Lo»'
Chiron (Frankreich) auf Mercedes-Benz; drei Rund«'
zurück 7. Sommer (Frankreich) auf Alfa Romeo;
Villapadierna (Spanien) auf Maserati.
* * *
Wer gewann noch einen Blumentopfs
Fortuna-Glückstadt—Neustadt (®lerne) 5:1 in Neustadt'
HSV.—Arminia-Hannover 3:3 in Hamburg.
Daviscoup Deutschland—Argentinien 4:1 in Berlin.
Wasserball Deutschland—Oesterreich 8:1 in Darmstcdt.
Turnen Deutschland—Polen 826,:293,7 in Warschau,
at * m
Reichsbund für Leibesübungen in Zahlet
Aktive DRL.-Mitglieder auf Fachämter verteilt: T»s
nen 1 324 816, Fußball 691 822, Leichtathletik 366^°'
Schwimmen 264 253, Handball 200 300, Skilauf 122 3s'
Tennis 78 977, Rudern 59 349, Schwerathletik 49 237, K»
nusport 48 873, Hockey 22 653, Eissport 21399, B»ķ«»
19 527, Fechten 6249. — Auf Verbände verteilt: Schiş
455 839, Bergsteigen und Wandern 340 186, Radfahr«,
100 925, Kegeln 57 564, Segeln 23 091, Tischtennis 18 3U '
Amateur-Billard 6039, Golf 4093, Schlittensport 3651, ~
torjacht 2395, Bobsport 401.
Mecrengen-Konserenz am 22. Juni. „
DNB. Ankara, 30. Mai. Der Minister ^
Aeußeren, Dr. Tervfik Rüschtü Aras, hat
die Außenminister der in Frage kommende
Staaten die Einladung gerichtet, Abordnung^
zu einer Meerengen-Konferenz in MontreU--
am 22. Juni zu entsenden.
Den meisten Menschen geht es so,
Sie findens schöner anderswo!
"'Aitdettf'Mô' dazugebfaest gab /
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