Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

129. Jahrgang 
er 
N. 
si 
te 
s- 
>l- 
es 
le- 
rs 
aß 
en 
nt 
uf 
er 
rt' 
b- 
nt 
n, 
in 
tg 
n- 
aö 
atz 
rg 
bt 
d- 
N- 
s- 
m 
ß- 
en 
m 
?n 
en 
nt 
tt, 
gt 
r- 
tzt 
Schleswig-HolsteurrsiHL 
ĢA I Ģè à 
RenösbruBer Tageblott 
Bezugspreis: Ausgabe A Reichsmark 1.75 monatlich; Ausgabe B einschl. Illustrierte Wochenbeilage 
Reichsmark 2.00. zuzügl. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Rpfg., auswärts 15 Rpfg.. Sonnabends 15 Rpig. 
Schriftleitung und Geschäftsstelle: Rendsburg, Haus der Landeszeltung. Fernsprecher Nr. 255l, 
Drahtanschrift: „Landeszeitung". Postscheck: Hamburg 16273. Banken: Reichsbank: Westholsteinische 
Dank; Spar- und Leib-Kasse: Schleswig-Holsteinische Dank: Landkreditbonk: sämtlich in Rendsburg 
Anzeigenpreise: Im Anzeigenteil Grundpreis für die 46 mm breite Millimeterzelle 14 
Im Tertteil Grundpreis für die 77 mm breite Millimeterzeile 34 Ermäßigte Grundpreise. 
Aufschläge sowie Nachlässe laut Preisliste Nr. 7. Nachlaßstaffel A. Geschäftsbedingungen nach Maß 
gabe der Bestimmungen des Wecberat». Keine Ersatzansprüche bei Nichterscheinen der Zeitung wegen 
höherer Gewalt. Für unverlangt eingehende Beiträge übernimmt die Schriftleitung keine Gewähr. 
:t 
Nr. 83 
NenMg, den 7. April 
1838 
Me Weiterentwicklung der Lage 
(Eigener Bericht.) 
îìe zur Stunde vorliegenden Londoner, Pa 
rier und Genfer Meldungen sind reichlich 
widerspruchsvoll. Während die letzte Reuter- 
Meldung von einem normalen Fortschreiten 
ks Meinungsaustauschs der Locarnomächte 
»u berichten weiß, meldet Havas, daß die über- 
ichchende Einberufung des Dreizehnerrates 
nach Genf dem Abessinienkonflikt den Vorrang 
nor den „Locarnoverhandlungen" gebe. In der 
davasnote heißt es weiter, die französische Ne 
hrung sehe in der Weiterentwicklung der 
äbessinischen Frage eine ernste Gefahr für die 
Ģeeu des Völkerbundes und sei bereit, Jta- 
wn den Weg zu einem Verbleiben im Völker- 
und an der Seite Abessiniens zu ermöglichen, 
^as läßt darauf schließen, daß Frankreich sich 
ernstlich um den Frieden zwischen Abessinien 
Und Italien bemühen will, daß aber anderer- 
wits Frankreich auch daran festhält, daß es 
^'Ule Dringlichkeit zu sofortigen „Lvcarno- 
wachteverhandlungen" sieht. 
Es ist also unverändert schiver, die Brücken 
swischcu Deutschland und Frankreich zu schla 
gen, obwohl selbst der Pariser Figaro in der 
Conntagausgabe die Regierung dringend 
wähnt, Hitlers Friedensvorschläge schnell zu 
wüfen und sich über ihre Bedeutung klar zu 
Werden. Denn cs sei nicht dem französischen 
Holk länger vorzuenthalten, daß die öffentliche 
Meinung Englands mit aller Macht Verhand 
lungen mit Deutschland anstrebe. 
Der Figaro stand immer abseits der allge 
meinen Haltung der Pariser Presse, und wenn 
w auch nie deutschfreundlich war, so hat er sich 
üurner ein klares Urteil über den National 
sozialismus in Deutschland bewahrt. Das be 
wies schon der nach den deutschen Wahlen im 
Platte erschienene Sonderbericht seines Ber 
eiter Vertreters. 
Jn^dcr Pariser „Information" konnte man 
wn Sontag lesen, daß Hitlers „bedeutsame 
ftriedensvorschläge" vor der Dringlichkeit so- 
îortiger Handlungen der Ratsmüchte im ost- 
chrikanischen Kriege zurücktreten müßten, 
^eun in Abessinien werde eine Völkerbund- 
wacht geopfert und damit die Grundlagen des 
Völkerbundes selbst ernstlich erschüttert. Es 
wbe jetzt nur eine Lösung: die sofortige Ver 
ständigung zwischen Abessinien und Rom her 
beizuführen. Bedenklich sei die Sprache des 
italienischen halbamtlichen Organs, des Gior- 
Uale de Italia, daß in wenigen Wochen Abes- 
ünien von der Landkarte „weggewischt" sein 
werde. 
Es gehen somit im europäischen Mächtekon- 
5ern zwei Dinge nebeneinander her, Abessinien 
Uor der „Streichung" von der Landkarte zu 
bewahren, weil damit der Völkerbund den 
schwersten Stoß erfahre, aber auch die deutsche 
üriedensanregung zu irgend einem Abschluß 
M führen. 
Der letzte Wille ist besonders in England 
Deutlich bemerkbar, trotz der Edenschcn Unter- 
hausrcde. 
Wie der Rottcrdamsche Courant aus Lon- 
o»n meldet, haben am Sonntag wieder in den 
weiften englischen Städte» Kundgebungen für 
w'n Frieden, für die Völkerverständigung, für 
°ie Beseitigung der Kriegsgefahren stattge- 
'Unden. 
In den englischen Kirchen wurden Bittgebete 
für Erhaltung des Friedens und für die Ge 
rechtigkeit zwischen den einzelnen Völkern von 
den Kanzeln verlesen, 
Mit sarkastischem Ton bemerkt der Rotter- 
oainsche Courant dazu: „Für den Völkerbund 
wurde in England am Sonntag nicht demon 
striert, für den Völkerbund wurden keine Bitt- 
stebete von den Kanzeln der anglikanischen 
Kirche verlesen." 
In der Neuen Straßburger Zeitung wird 
geschrieben, das Elsaß fühle sich von Deutsch- 
tand nicht bedroht. Das Blatt gesteht ferner 
freimütig, auf der deutschen Rhcinseite zeigen 
sich keinerlei Maßnahmen, die gegen Frank 
reich gerichtet sein könnten. 
Mag also der Streit mit das formale Recht 
in Paris und Genf fortgeführt werden, — um 
das große deutsche Friedensprogramm wird 
man letzten Endes nicht herumkommen, trotz 
Abessinien, trotz aller Gegenströmungen. — — 
Verdächüge Eile. 
Die Entwicklung der diplomatischen Gegen 
offensive Frankreichs nimmt genau den Ver 
lauf, den wir hier aus unserer skeptischen Ein 
stellung gegenüber dem englisch-französischen 
Zusammenspiel bereits wiederholt aufgezeigt 
haben. Zunächst einmal kann Frankreich es als 
einen Erfolg verbuchen, daß die Diskussion im 
Zusammenhang mit dem deutschen Friedens 
plan aus der Londoner Atmosphäre nach Genf 
verlegt worden ist, wo sie schon am morgigen 
Mittwoch in zunächst unverbindlicher Form 
beginnt. Dabei ist und bleibt das Ziel Frank 
reichs, den nachhaltigen Eindruck sowohl der 
Reichstagswahlen als auch des deutschen Frie 
densplanes auf das Ausland nach Möglichkeit 
zu neutralisieren und dem gegeniiber wieder 
den abgedroschenen Begriff der Sicherheit so 
wie die von Deutschland angeblich kommende 
„Gefahr" zum Hauptgegenstand der Debatte 
zu machen, die diesmal in Gestalt. etwaiger 
deutscher Rheinbefestigung dargestellt werden 
soll. Wenn der „Figaro" recht unterrichtet ist, 
dann stellt Frankreich wiederum von vorn 
herein bestimmte Vcrhandlungsbedingungen: 
dazu soll u. a. eine Verpflichtung Deutschlands 
gehören, jegliche Befestigungsarbeiten im 
Rheingebiet zu unterlassen. Genau so selbst 
verständlich wie der französischen Regierung 
die Besetzung einer Rheinlandszone durch 
englisch-italienische „Polizeitruppen" gewesen 
wäre, und genau so selbstverständlich, wie sic 
solche „neutralen" Streitkräfte auf eigenem 
Gebiet selbst für kurze Zeit ablehnen zu 
müssen glaubte, verlangt sie also indirekt ge 
radezu ei» Hoheitsrecht auf deutschem Ge 
biet, wenn sie darauf besteht, daß das Rhein 
land schutzlose Aufmarschbasis für die fran 
zösische Stoßarmee sowie freies Schußfeld für 
die französischen Ostbefestigungen bleiben soll. 
Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß 
die wahrscheinlich ebenfalls morgen beginnen 
den Generalstabsbesprechungen die von Eng 
land offiziell gewünschte Begrenzung der The 
men nach der Forderung Frankreichs auch auf 
politische Fragen ausdehnen sollen. Wieweit 
dieser Plan bereits Gestalt angenommen hat, 
geht u. a. daraus hervor, daß man in Paris 
bereits überlegt, welche Flugplätze in Nord 
srankreich und Belgien für ein englisches Luft 
heer zur Verfügung zu stellen wären! Damit 
greift man also auf die Besprechungen vom 
November-Dezember zurück: wie erinnerlich, 
verzeichnete die Presse damals auch Meldun 
gen, wonach britische Fliegeroffiziere solche 
Plätze in den genannten Gebieten bereits vor 
besichtigt Hütten. 
Die englische Regierung ihrerseits versucht 
gegenüber dem französischen Drängen zunächst 
einmal Zeit zu gewinnen. Sie konnte diese 
Bemühungen kaum unglücklicher einleiten als 
durch ihre Zustimmung zu den militärischen 
Verhandlungen mit Frankreich. Anscheinend 
ist man sich in London noch immer nicht ganz 
klar darüber, welche Verantwortung man seit 
der Uebergabc des deutschen Friedensplanes 
hat. hinter dem das volle Gewicht der Gesamt 
heit des deutschen Volkes steht. 
* 
Der Wnisļerraļ in Vans. 
DNB. Paris, 6. April. Der Ministerrat, 
der am Mvntagnachmittag unter dem Vorsitz 
des Präsidenten der Republik im Elysee zu 
sammengetreten war, dauerte von 13 Uhr bis 
19.15 Uhr. Zum Schluß wurde folgende amt 
liche Mitteilung herausgegeben: 
Außenminister Flandin trug seinen Mini 
ste rkollegen 
1. den Entwurf der französischen Denkschrift 
als Antwort auf den deutschen Plan vom 
31. März sowie 
2. den ausbauenden Aktionsplan für den Frie 
den vor, den die französische Regierung 
dem Völkerbundsrat zu unterbreiten beab 
sichtigt. 
Beide Vorschläge wurden vom Ministerrat 
gebilligt. Des weiteren setzte Außenminister 
Flandin seinen Mintsterkollegen die Bedin 
gungen auseinander, unter denen die bevor 
stehende Zusammenkunft des Dreizehneraus 
schusses und die Tagung der Locarno-Mächte 
in Genf beginnen werden. 
* 
Eine neue Erklärung Baldwins. 
Der Abgeordnete Day verlangte von dem 
Ministerpräsidenten eine Versicherung, daß das 
britische Reich in den bevorstehenden General- 
stabsbesvrechungen während der Ostcrverta- 
gung des Parlaments keine endgültigen Ent 
scheidungen treffe oder Verpflichtungen ein 
gehe. Baldwin iviederhvlte, daß die Gencral- 
stabsbesprechungen die politischen Verpflich 
tungen Englands nicht vermehren würden, so 
daß die in diesem Zusammenhang geäußerten 
Besorgnisse unbegründet seien. 
* 
Gcneralstabsbesprechuugcn am 15. April? 
DNB. Paris, 6. April. Der „Jntransigcant" 
meldet, daß die französisch-englischen General- 
stabsbesprechungen, die eigentlich am Montag 
in London beginnen sollten, auf den 15. Avril 
verschoben worden seien. Dies sei geschehen, 
weil sie durch das Osterfest doch hätten unter 
brochen werden müssen, was für die Verhand 
lungen von Nachteil gewesen wäre. 
Eine deutsch-dänische Aussprache 
z« dem Thema: Moderne Jugend und klassische Musik. 
Ein Artikel unseres Kopenhagener Mit 
arbeiters in der „Schleswig - Holsteinischen 
Landeszeitung" vor einigen Wochen über 
„Musikversäumnis und Musikpflege in Däne 
mark" und über die Einstellung der heutigen 
dänischen Jugend zur klassischen Musik hat auf 
dänischer Seite ein Echo gefunden und, nach 
Beseitigung einiger Irrtümer, eine jener klei 
nen Diskussionen über die nationale Front 
stellung hinweg hervorgerufen, die man auch 
auf anderen Gebieten im Interesse eines ruhi 
gen und fruchtbaren Gedankenaustausches 
zwischen verwandten Völkern wünschen könnte. 
Wie erinnerlich, schilderte unser Kopenhage 
ner Mitarbeiter eine Rundfunkstunde des 
Senders Kalundborg-Köbenhavn, in der zwei 
Vertreter moderner dänischer Jugend nach 
ihrer Meinung über die Werte der klassischen 
Musik für die heutige dänische Jugend ausge- 
fragt wurden. Das Ergebnis war nicht nur 
prinzipiell negativ, da jegliche klassische Musik 
zum Vorteil der hypermodernen Jazzmusik 
abgelehnt wurde, sondern enthüllte gleichzeitig 
einen bedauerlichen Mangel an Kenntnis über 
die dänischen Komponisten, die im Laufe 
zweier Jahrhunderte eine nationale dänische 
Musik geschaffen haben, — eine wurzelechte, 
aus Landschaft und Volksseele geborene Mu 
sik, die sich in keiner Weise vor andern Musik 
völkern zu verbergen braucht und die jetzt auf 
dem Wege ist, sich auch in Europa und Amerika 
Bahn zu brechen, nachdem Furtwängler und 
andere große Dirigenten begonnen haben, 
einem in seiner Heimat längst nicht genügend 
geschützten Tonkünstler wie Carl Nielsen die 
Wege zum internationalen Ruhm zu ebnen — 
leider wie so oft erst nach seinem Tode . . . . 
Das Blatt der dänischen Minderheit in 
Deutschland, „Flensborg Avis", das sich — 
durchaus begreiflich — als Vorposten des dä 
nischen Geistesleben gen Süden ansieht und — 
ebenso begreiflich — berufen fühlt, die dänische 
Jugend gegen ungerechtfertigte Angriffe in 
Schutz zu nehmen, gab eine etwas ungenaue 
Inhaltsangabe unserer Schilderung, fand es 
nicht richtig, die „spaßhafte" Rundfuukstunde 
zum Ausgangspunkt einer Polemik gegen die 
dänische Jugend im Allgemeinen zu benutzen 
und meinte schließlich, daß bezüglich der Ein 
stellung der Jugend zur ernsten Musik im 
allgemeinen in Deutschland das gleiche Ver 
hältnis vorliege wie in Dänemark. 
Gegen diese Auffassung nahm unser Mitar 
beiter in dem dänischen Blatte selbst das Wort, 
da er nicht mißverstanden sein wollte, und 
stellte richtig, daß nicht e r einen Angriff auf 
die dänische Jugend entfesselt habe, sondern 
daß dänische Kreise in der Kopenhagener Presse 
sich über die auffallende Uninteressiertheit an 
gehaltvoller Musik und Unkenntnis über dä 
nische Meister der Tonkunst seitens der däni 
schen Jugend beschwert hatten, — daß er viel 
mehr, wie in seinem Artikel geschildert, aus 
eigener Erfahrung und Anschauung wisse, daß 
es auch in dem verjazzten Kopenhagen eine 
große Minderheit musiksuchender Jugend gibt, 
die die großen Orchesterkonzerte und ihre Ge 
neralproben stürmt und die sich das Mittag 
essen verkneift, um die Matthäuspassion zu 
hören oder in das Mysterium einer Brahms- 
symphvnie zu starren. Er hoffte, daß diese Ju 
gend die Traditionen dänischen Musiklebens 
hochhalten werde, die gerade der dänische 
Rundfunk unter seiner tüchtigen Leitung be 
wußt gefördert hat und zwar mit einer solchen 
Energie, daß Kopenhagen heute wieder der 
musikälische Knotenpunkt des Nordens gewesen 
ist, — eine Feststellung, die im übrigen Nor 
den allerdings nicht überall geteilt wird, die 
aber ein Außenstehender aus der Kenntnis der 
Dinge heraus gerechtcrweise der dänischen 
Hauptstadt zugestehen muß. Deu Vergleich 
zwischen der deutschen und der dänischen Ju 
gend ivollte unser Mitarbeiter jedoch nicht un 
terschreiben, sondern meinte, daß, wenn das 
dänische Blatt hier eine Parallele ziehen wol 
le, die gezogenen Folgerungen entschieden un 
richtig seien. 
Das dänische Blatt nahm die ersten Be 
merkungen ad notam, stellte aber doch noch 
einmal — als Kern der Sache — die direkte 
Frage, ob unser Mitarbeiter meine, daß die 
dänische Jugend der ernsten Musik ferner stehe 
als die deutsche, wobei es gleichzeitig seiner 
Befriedigung darüber Ausdruck gab, daß die 
Sache zur Sprache gebrächt worden sei. 
Auf diese direkte Frage erwiderte unser 
Mitarbeiter, ebenfalls in dem dänischen Blatte, 
unter Hinweis auf seinen Ausgangsartikel in 
der „Landeszeitung", in dem die Frage im 
Grunde schon ausführlich beantwortet war, 
daß nach seiner Meinung der Anfnahmc- 
fühigkeit und Musikalität der dänischen Ju 
gend sicher nichts im Wege sei, daß es aus 
schließlich die pädagogische Seite der 
Sache sei, in der es in Dänemark fehle. Er 
müsse einem dänischen Kenner wie dem Kom 
ponisten Finn Höfsüing völlig recht geben, 
wenn dieser deu Unterrichtsbehörden mehrerer 
Generationen die Schuld an dem auffallenden 
Mangel an Interesse und Kenntnis in Stadt 
und Land gebe. Selbstverständlich ständen auch 
große Teile der deutschen Jugend der ernsten 
Musik fern, aber es könne kein Zweifel be 
stehen, daß die deutsche Jugend viel größere 
Möglichkeiten habe, gehaltvolle Musik zu 
hören, zu erleben, sich anzueignen und zu ver 
stehen durch geeignete Interpretation, In 
struktion und eigene Ausübung in Schulen, 
Jugendvcrbänden und im Heime als die dä 
nische. Deshalb meine er, daß die dänische Ju 
gend leider augenblicklich schlechter ausgerüstet 
sei, die großen inneren Werte der Musik auf 
zunehmen,^als die deutsche — aber das sei also 
nicht die Schuld der Jugend. Er schloß seine 
Erwiderung mit der Bemerkung, daß es wün 
schenswert sei, das größere Teile der begab 
ten dänischen Jugend dieser Generation ein 
offenes Auge für die Werte der verhöhnten 
„Opusmusik" bekommen und nicht ausschließ 
lich sich an der modernen Musik begeistern, 
von der Carl Nielsen kurz vor seinem Tode so 
treffend sagte: „Ich finde, es sind keine Vita 
mine darin!"
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.