I*f r ft; f
Trcueverhältnis gegenüber dem Völkerbund
versucht werden müssen. Der Versuch sei
jedoch fehlgeschlagen.
Es sei au der Zeit, daß die Völkerbunds
mächte der Lage Rechnung trügen und die
Aufgaben des Bundes, in einer Weise ab
grenzten, die der tatsächlichen Macht des Bun
des entsprächen. Das würde das Ansehen des
Völkerbundes wieder Herstellen. Man dürfe
es aber dem Völkerbund nicht allein überlas
sen, für den Weltfrieden zu sorgen. Sanktions
politik bringe nun einmal das Risiko des Krie
ges mit sich, und dieses Gefahrenmoment
wüchse mit der Auswirkung der Sanktionen.
Darum müsse man die Gefahrenmomente der
Welt örtlich beschränken und praktischere
Sicherheitsmethoden auf Grund regionaler
Vereinbarungen erwägen, die von jenen Völ
kern garantiert werden müßten, deren Lebens
interessen mit diesen Gefahrenmomenten in
enger Verbindung stünden. Bevor aber der
artige Schlußfolgerungen aus den Ereignissen
der letzten Zeit verwirklicht werden könnten,
müsse sich Großbritannien vor allem mit den
Dominien ins Einvernehmen setzen.
Welcher Art aber auch immer die britische
Sicherheitspolitik sein möge, sei sie nun eine
Politik der Isolierung oder der Bündnisse
oder der kollektiven Sicherheit, sie sei nur
möglich, wenn Großbritannien entsprechend
gerüstet sei. Dieser Ausgabe, so erklärte der
Minister, widme sich gegenwärtig die Regie
rung mit aller Energie. Diese Politik müsse
Großbritannien während der nächsten Jahre
voll und ganz beschäftigen. Ein Blick auf
Europa, Afrika und Asien genüge, um klar zu
erkennen, daß, wenn Großbritannien seine
Reichsinteressen aufrecht erhalten wolle, die
sofortige Instandsetzung seiner Machtmittel
unerläßlich sei.
Vergleicht man die vorstehende aufsehen
erregende Rede mit den Kommentaren zu der
Umbildung der italienischen Regierung ssiehe
hierzu 2. Seite dieser Nummer), dann wird
die englisch-italienische Gleichschaltung in der
Stellungnahme zu der bisherigen Völker
bundspolitik deutlich sichtbar. Man kann des
halb auch die Nervosität in Paris verstehen.
Eine Gleichschaltung in der Stellungnahme
zu Genf von Rom und London aus vollendet
den Zusammenbruch einer jahrelang von
Paris gepflegten „Stresafrontpolitik". Wir
sehen uns also tatsächlich einer beginnenden
Neuorientierung gegenüber, deren Auswir
kungen auch für Deutschland noch nicht abseh
bar sind. S»
Geschlossener arMscher Angriss
auf jüdische NMungen.
Auch heute wieder liegt eine Fülle von Ein-
zelmclöungen über Unruhen und Ausschrei
tungen in ganz Palästina vor. Zum ersten
Male wurde in der vergangenen Nacht von
Arabern ein geschlossener Angriff auf jüdische
Siedlungen in der Ebene von Esdraelon un
ternommen. Die jüdischen Anwesen wurden
etwa zwei Stunden lang beschossen, doch zogen
sich die Angreifer zurück, als britische Verstär
kungen anrückten.
# * *
Islandreise des dänischen Nnigspaares
DNB. Kopenhagen, IN. Juni. Am Mittwoch-
vormittag hat das dänische Königspaar in Be
gleitung des Prinzen Knud und dessen Ge
mahlin an Bord des Königsschiffes „Dane-
brog" eine Reise nach Island angetreten, die
bis Anfang Juli dauern soll. Auf der Hinreise
wird das Königspaar die Färöer, und zwar
Trangisvaag, Thorshavn und Bestmanhavn
besuchen. Die Ankunft in Reykjavik soll am
18. Juni erfolgen. Nach viertägigem Aufenthalt
geht die Fahrt nach Akureyri und von da nach
Hoalfjord weiter, von wo die Rückreise nach
Kopenhagen angetreten werden soll.
Im Zeichen
der „Volksfront-Freundschaft".
Nassenschlächler Heinz Neumann
wühlt in Spanien.
DNB. Madrid, 11. Juni. Die Madrider
Abendzeitung „Ua" veröffentlicht eine sen
sationelle Meldung ihres Berichterstatters
aus Barcelona, wonach zur „Engergestaltung
der spanisch-französischen Volksfrontfreund
schaft" unter dem Protektorat der französischen
Zeitung „Le Populaire" bekannte französische
Revolutionäre die historischen Stätten der
„Märtyrerprovinz" Asturien und Katalonien
besuchen werden. In einer asturischen Waffen
fabrik soll ein großer Empfang und ein Ban
kett zu Ehren des spanischen Oktoberrevoluti
onärs Gonzales Pena stattfinden.
In spanischen Kreisen verlautet, daß sich
außer den Franzosen Thvrez, Cachin und
Auriol auch Dimitroff unter den ausländi
schen Marxisten befinden soll. In diesem Zu
sammenhang spricht der genannte Bericht
erstatter von Umtrieben bekannter inter
nationaler Juden deutschen Namens, die von
Barcelona aus, wo sie ihren Stammsitz haben,
ihre kommunistische Agententätigkeit auch auf
das übrige Spanien ausdehnen. Unter ihnen
befinde sich auch der „Masienschlächter" Heinz
Neumann.
* * *
Das Deutsche Zugeudsest vom 20.—23. Zuni
Vor einigen Tagen haben der Reichsinnen
minister, der Reichssportführer und der
Reichsjugendführer zum deutschen Jugendfest
aufgerufen, das vom 20. bis 23. Juni im gan
zen Reich als Tag der Sonnenwende mit sport
lichen Wettkämpfen und Sonnenwendfeiern
begangen wird. An dem Fest wird sich die
ganze deutsche Jugend beteiligen, soweit sie
durch die Hitlerjugend und ihre Formationen
und die Schulen erfaßt wird. Im vergangenen
Jahr hatte das Fest eine Gesamtbeteiligung
von etwa 5—6 Millionen Jugendlicher. In
diesem Jahre wird damit gerechnet, daß die
Zahl auf 7—8 Millionen kommt.
Zweck und Ziel der sportlichen Wettkämpfe
ist, alljährlich eine große planmäßige Lei
stungsprüfung durchzuführen,' sie gliedert sich
in Einzelleistungsprüfungen, die in den Schu
len vom 9. bis 18. Juni durchgeführt werden,
und in Mannschaftsmehrkämpfe, die für das
Deutsche Jungvolk am 20. Juni t Tag des
Deutschen Jungvolks) und für die Hitler
jugend am 21. Juni (Tag der Hitlerjugend)
stattfinden. Vorläufer dieser großen Veran
staltung sind die Reichsjugendwettkämpfe ge
wesen, die seinerzeit vom Reichsausschuß für
Leibesübungen durchgeführt wurden. Während
damals der Schwerpunkt für die sportlichen
Wettkämpfe auf die Einzelkümpfe gelegt wor
den war, (die auch heute noch in den Leistungs
prüfungen durchgeführt werden), hat sich jetzt
das Hauptgewicht auf die Mannschaftskämpfe
der Hitlerjugend verlagert mit dem Ziel,
innerhalb der Mannschaftsmehrkämpfe die ge
samte deutsche Jugend zu erfassen, also auch
diejenigen Jugendlichen, die, da sie nicht be
sonders sportlich veranlagt sind, sonst nicht die
Möglichkeit hätten, an sportlichen Kämpfen
teilzunehmen.
Die siegenden Mannschaften in den Mehr
kämpfen werden mit einer Ehrenurkunde mit
der Unterschrift des Führers ausgezeichnet.
Diese hohe Auszeichnung können also nur die
Jungenschaften, Kameradschaften und Mädel-
schaften der Hitlerjugend erhalten. Den Ein
zelsiegern wird bei der Erreichung einer
Punktzahl von 180 eine Plakette und Sieger-
nadel überreicht. Es sind drei Wettkampf
übungen vorgesehen: 60- bzw. 100-Meter-Lauf,
Weitsprung, Schlagball- bzw. Keulenweitwurf.
Jede Wertung geht bis zu 100 Punkten. Um
Sieger zu werden, müssen also in jeder Wett
kampfart mindestens 65 Punkte erreicht wer
den.
An der S o n n e n w e n ü f e i e r, die im
Aufträge der Partei von der Hitlerjugend
durchgeführt wird, nehmen alle Schulpflichti
gen teil,' sie bedeutet den Abschluß des deut
schen Jugendfestes.
Die Umbildung der italienischen Negierung
im Arteil der Westmächte
Eure mm 8We der Außenpolitik
Englisch-italienische Annäherung — Meform, nicht Verlassen des Völkerbundes
als Fiel — Ciano, der neue Außenminister, ein Bewunderer Deutschlands
Der - Personalveränderung im italienischen
Außenministerium wird von der Pariser
Presse erhebliche Bedeutung beigemessen.
Das „Journal" erklärt, Italien befinde sich
an einem Wendepunkt. Die Veränderung im
Außenministerium sei keine theatralische
Geste, sondern bedeute eine völlige Umfor
mung der außenpolitischen Leitung und der
Propaganda. Bemerkenswert sei ebenfalls
die Ersetzung Suvichs durch den italienischen
Botschafter in Warschau. Eine Aktion großen
Umfanges sei in Sicht. Wenn die Sanktionen
andauerten, werde Italien seinen Platz nicht
mehr in Genf haben, sondern in der ersten
Reihe der Unzufriedenen.
„Matin" schreibt: „Das ministerielle Revire
ment ist so erfolgt, daß die italienische Regie
rung ausgezeichnet für eine eventuelle Politik
gerüstet ist, deren Schwergewicht sich vom
Westen nach dem Osten verlegt. Der heute zum
Ausdruck kommende Wunsch Roms ist der
eklatanteste Beweis für die Gefahr, die sich in
folge des ungelösten Genfer Problems für die
europäische Zusammenarbeit stellt." „Oeuvre":
„Das Foreign Office und der Quai d'Orsay
geben den Veränderungen in Rom einen be
sonderen politischen Charakter. Suvich war
ein Mann von Genf. Er stand Deutschland
nicht übertrieben günstig gegenüber und
konnte sehr wohl die Gefahren unterscheiden,
die Europa und selbst Italien drohen, wenn
sich dieses nicht mit der Kleinen Entente ver
trügt."
„Le Jour" weist auf die Tatsache hin, daß
Graf Ciano ein Bewunderer Deutschlands
sei, daß sich seine Frau gegenwärtig in Berlin
aufhält und der neue Titelträger im Palazzo
Chigi mehrmals während seines afrikanischen
Aufenthalts die Notwendigkeit der Rückgabe
der Kolonien an Deutschland betont habe.
Die englische Ausfassung.
Die Veränderungen in der italienischen
Regierung werden von der Presse im allge
meinen ohne Betrachtungen verzeichnet. Stel
lung nimmt vorläufig nur der „Daily Tele
graph", dessen diplomatischer Mitarbeiter der
Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß die Ernen
nung des Grasen Ciano zum Außenminister
als Beitrag zu einer englisch-italienischen
Annäherung gewertet werde» könne. Das Ver
schwinden des Unterstaatssekretärs Suvich,
der, wie das Blatt schreibt, mit dem „alten
Völkerbund" identisch war, wird dahin aus
gelegt, daß Mussolini bereit sei, am Aufbau
eines neuen europäischen Sicherheitssystems
mitzuarbeiten, aber keine Flickerei an dem
alten dulden werde. Den Gerüchten, wonach
im Zuge der erwarteten Veränderungen in der
Besetzung der italienischen diplomatischen
Vertretungen der italienische Botschafter
Grandi aus London abberufen würde, wird
hier kein Glauben geschenkt. Immerhin meldet
die „Times" doch aus Rom, daß Grandi wahr
scheinlich nach Paris versetzt und Suvich nach
London geschickt werden würde.
Die neuen italienischen Negierungsmit
glieder, vor allem der neue Außenminister
Graf Ciano und sein StaatssekretärBastianini,
werden in Italien als die Vertreter der neuen
faschistischen Generation begrüßt, die längst
zum Stabe der engsten Mitarbeiter Musso
linis gehören und denen der italienische Re
gierungschef jetzt in vollem Vertrauen auf
ihre Schulung Regierungsstellen von größter
Verantwortung übertragen habe.
Die Wahl des neuen Außenministers, so
schreibt „Messagero", konnte nach dem intiu-
tiven Gefühl der öffentlichen Meinung nicht
glücklicher und passender getroffen werden.
Das Mittagsblatt des „Giornale d'Jtalia"
unterstreicht die im faschistischen Italien zu
beobachtende Heranbildung des „Generalstabs
einer durchgcschulten politischen Schicht", ohne
die jeder Staat, ob groß oder klein, zum siche
ren Verfall verurteilt sei.
Schweizer Erklärungen gegen Moskau
BrrmdfMel m Westerrropa
Die Schweizer Linksparteien hatten die Wie
deraufnahme diplomatischer Beziehungen zwi
schen der Schweiz und Sowjet-Rußland bean
tragt. Bundesrat Motta begründete die ab
lehnende Stellungnahme der Regierung und
wandte sich gegen den Glauben, eine Aner
kennung würde die wirtschaftlichen Beziehun
gen fördern. Er führte u. a. aus: Der Anteil
Rußlands am Weltaußenhandel ist verschwin
dend klein. Die Schweiz hatte im Jahre 1935
als kleines Land von 4,5 Millionen Einwoh
nern einen Außenhandel aufzuweisen, der be
deutender ist als derjenige des unermeßlichen
Rußlands mit seiner Bevölkerung von 160
Millionen . Ueber die Weltziele des Kommu
nismus äußerte Bundesrat Motta: Es be
steht zwischen der Sowjet-Regierung und der
Kommunistischen Partei eine teilweise Identi
tät der Personen und eine verwirrende Soli
darität der Ideen und Interessen. Der Ein
fluß Moskaus ist überall am Werke. Die
Dritte Internationale schwingt die Brand
fackel im Westen und feiert dort die Verbün
dung von Kommunismus und Anarchie. Der
Kommunist arbeitet dort, wo er kommt, an
der Bildung von Volksfronten. Er bringt die
französischen Kommunisten dazu die Militär-
kredite anzunehmen, und die Schweizer Kom
munisten, sie abzulehnen. Die kommunistische
Taktik kennt alle Formen und alle Schattie
rungen. Sie sucht Revolutionen in Brasilien,
in Argentinien, in Uruguay und in anderen
Staaten Südamerikas zu entfachen. Es sei
für die Schweiz nicht ratsam, die bisherige
Haltung im jetzigen Augenblick abzuändern.
Britische und amerikanische Vorkehrungen.
Die Lage
im Fernen Osten
Neue Beschwichtigungsversuche
Tschiangkaischeks.
DNB. Nanking, 10. Juni. Die Truppen
aus Kwantung und Kwangsi haben ihren
Vormarsch in die Provinz Hunan weiter fort
gesetzt. Ihr gemeinsames Marschziel sind
Höngtschou und die Provinzhauptstadt Tschang-
scha.
Die aus Südhunan zurückgezogenen Regie
rungstruppen beziehen augenblicklich Stel
lung nördlich von Tschangscha, wohin auch
Verstärkungen von Hankau aus unterwegs
sind. Meldungen aus Tschangscha besagen,
daß dort Negierungsflugzeuge in reger Auf
klärungstätigkeit begriffen sind. Von Hairkau
aus ist nach Tschangscha das britische Kanonen
boot „Scarab" abgeschickt worden. Der englr-
sche Konsul in Tschangscha hat die in Süd
hunan lebenden Engländer bereits aufgefor
dert, sich zur Abreise fertigzumachen. Eine
gleichlautende Aufforderung soll auch vorn
amerikanischen Konsul an die dort lebenden
Staatsbürger der USA. gerichtet worden sein.
In einem neuen Telegramm an den Süd
westführer Chenchitang verlangt Marschau
Tschiangkaischek die sofortige Zurückziehung
der Südwesttruppen aus Hnnan in ihre alte«
Garnisonen und die Einstellung jeder aggressi
ven Handlung. Er teilt weiterhin mit, daß er
den in Hunan stehenden Regierungstruppen
den Rückzug nach Norden befohlen habe, um
Zusammenstöße zu vermeiden. Diese Maß
nahe bedinge aber Verhandlungen über eine
konkrete Formel zur Lösung der schwierigen
Lage. Unter Erinnerung an gemeinsame
schwere Erlebnisse ermahnt Tschiangkaischek
den Südwestführer Chenchitang dann, von
allen Maßnahmen abzusehen, die eine Ver
schärfung der nationalen Krise bewirken könn
ten.
Ne litauischen SejNMhlen beendet.
DNB. Kowno, 10. Juni. Die litauischen
Sejmwahlen wurden am Mittwoch um 20 Uhr
beendet. Zwischenfülle sind bisher nicht gemel
det worden. Nach den vorliegenden Berichten
war die Wahlbeteiligung außerordentlich un
gleichmäßig. Im einzelnen schwankte sie zwi
schen 10 und 70 v. H. Im Suwalki-Gebiet
liegt die Wahlbeteiligung bei etwa 40 v. H-
Jm Memelgebiet war sie sogar unter 20 v. H-
Als Gesamtdurchschnitt erwartet man etwa
60 v. H. Beteiligung. Die Auszählung der
Stimmen dürfte mehrere Tage dauern, da das
litauische Wahlsystem ein sehr umständliches
Auszählungsverfahren vorsieht.
Die SlreMnge MMck'nöett.
DNB. Paris, 10. Juni. Die Streiklage ist in
ganz Frankreich im wesentlichen unverändert.
Lediglich in den nordfranzösischen Gruben
konnte eine Einigung erzielt werden, so daß
am Donnerstag die Wiederaufnahme der Ar
beit erfolgen wird. Der Streik in den Versiche
rungsgesellschaften dauert jedoch noch an, ob
gleich auch hier bereits eine grundsätzliche
Einigung erzielt wurde. Die Büroräume sind,
wie überall, von den Angestellten besetzt. In
zwischen hat sich die Streikwelle aber auch aus
zahlreiche Modeschneidereien ausgedehnt. —
Die Näherinnen der Modehäuser im Zentrum
der Stadt halten ebenfalls die Ateliers besetzt.
Die Vorführdamen haben sich ihnen angeschlos
sen. In den Lebensmittelbetrieben, in der Me
tallindustrie und bei den großen Warenhäu
sern ist alles unverändert. In zahlreichen an
deren Geschäftszweigen, wie bei der Pariser
Verkehrsgesellschaft und bei den Börsenange
stellten sind Verhandlungen im Gange, und
der Streik dürfte wahrscheinlich vermieden
werden.
* ö *
Schnee In IlWslmMN.
Ein Wettersturz hat in den letzten Tagen
Schneefülle in den Gebirgen Bosniens und
Montenegros hervorgerufen. Seit Menschcn-
gedenken ist so etwas «m diese Jahreszeit nicht
vorgekommen. In verschiedenen Gebieten Ju
goslawiens haben Unwetter, Hagel und Gewit
ter schweren Schaden angerichtet. Auf einzel
nen Bahnstrecken wurde der Verkehr teilweise
unterbrochen.
Zusammenstoß in der Luft.
DD. London, 10. Juni. In der Nähe von
Aden stießen zwei britische Kriegsflugzeuge in
der Luft zusammen. Zwei Flieger wurden ge
tötet, ein dritter schwer verletzt.
Innere Mission und vxfordbewegmg.
Aus N v r d s ch l e s w i g wird uns ge
schrieben:
Aus den Kreisen der dänischen Inneren
Mission ist in letzter Zeit Widerspruch gegen
die in Dänemark und in Nordschleswig sehr
verbreitete Oxfordbewegung erhoben worden
und hat infolgedessen auch zu Unstimmigkeiten
innerhalb der Mission geführt. Auf einem in
Randers anläßlich des 75jührigen Bestehens
der Inneren Mission stattgefundenen Fest
hielt nun der alte, angesehene Pastor Fibi-
g e r, früher Pastor in Kopenhagen, eine
warme Verteidigungsrede für Oxford. Die Be
wegung habe viele Schlummernde aufgerüt
telt und manches erreicht, was zu erreichen der
Inneren Mission nicht gelungen sei, und zwar
nicht ohne eigene Schuld. Die Innere Mission
dränge auf Lebenserneuerung, sie dürfe des
halb, wo solche Erneuerung von Oxford tat
sächlich komme, dieser Bewegung nicht die kalte
Schulter zeigen, sondern müsse sie mit offenen
Armen aufnehmen.
Verantwortlicher Hauptschriftleiter und Herausgeber: 5**"
dinond Möller.
Stellvertreter des Hauptfchriftleiterst Herbert Puhlman«.
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möller; für Sen ört
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Dregvri; für den wirt
schaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt: für den proşş
Stellen Teil: Karl Müller, olle tn Rendsburg.
Bildvcrantwortliche: Ressortleiter.
Verantwortlicher Anzetgenletter: Karl Jacobsen, Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D.-A- Schleswig-Holsteinische Landeszeitung (Rendsburg-
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die Landpöv
Hanerau-Hademarfchen — Süderbraruper Tageblatt/»
D.-A. V 36 über 13 500 Pl. Nr. 7.