besübungen, Sent frer Botzelverband auch
geschlossen ist, geforderte Beitrag eine zu große
Belastung für die Vereine bezw. deren
glieder darstellt. Es wurden Schritte unter
nommen, hier Abhilfe zu schaffen. Das dies
jährige Unterverbandsfest soll am 26. Juli lU
Tönning stattfinden. Als Tagungsort
den Herbstvertretertag wurde Uelvesbüll be
stimmt. Der Unterverbandsleiter schloß dC
Tagung mit einem Siegheil auf Führer şş
Vaterland.
Kreisfeuerwehrverbandstag in St. Peter.
he. St. Peter, 11. Juni. Der diesjährige, aw
7. Juni in St. Peter abgehaltene Kreisfeuer
wehrverbandstag wurde vom Kreiswehrführer
Weiganöt, Garding, eröffnet. Anwesend waren
u. a. Landrat Hamkens, Tönning, vom Führer
rat des Provinzialverbandes Schleswig-Hol
stein Kam. Junge, Elmshorn, mit seinem Ad
jutanten, von der Gemeinde St. Peter Bürger
meister P. R. Jens und Amtsvorsteher HaM-
kens. Sämtliche Wehren des Kreises hatten ihre
Vertreter entsandt. Der Kreiswehrführer be
richtete über die Tätigkeit des Kreisverbandes/'
er betonte das außerordentlich gute Zusam
menarbeiten der Freiwilligen Feuerwehren
des Kreises mit den Behörden. Kam. Jungst
Elmshorn, überbrachte die Grüße des Provin
zialfeuerwehrführers, der an einer anderen
Tagung teilnehmen mußte und deshalb nicht
anwesend sein konnte. Landrat Hamkens sprach
namens des Kreises den Feuerwehren seine
Anerkennung aus für ihren freiwilligen Dienst
am großen Aufbauwerk unseres Vaterlandes-
Er betonte besonders, daß die Arbeit der Frei
willigen Feuerwehren stets eine praktische Ar
beit im Dienste der Volksgemeinschaft darstelle
zur Sicherung jedes einzelnen Volksgenossen
und dessen Hab und Gut ohne Rücksicht auf
Stand und Person. Kam. Ratfisch sprach über
Feuerlöschwesen und Presseangelegenheiten,
Kam. Marggraf, Tating, über die Entwicklung
des Brandschutzes in Eiderstedt, Kam. Jungst
Elmshorn, über das Thema„Menschenrettung"«
Nach einer Mittagspause fand die Vorfüh
rung der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter-
Ording statt. Es wurden Schulübungen an den
Steigergeräten und Handdruckspritzen gezeigt,
und die einzelnen Löschzüge wurden im Exer
zieren vorgeführt. Die Freiwillige Feuerwehr
von St. Peter-Ording bewies, daß sie durch
fleißige Uebung zu einer gut disziplinierten
und schlagfertigen Truppe herangebildet ist-
Anschließend fand eine Brandangriffsübung
statt. Nach einem Umzug durch den Ort wurde
gegen 8 Uhr vom Kreiswehrführer der auch
von der Bevölkerung stark besuchte Kommers
eröffnet, woran sich ein Kameradschaftsabend
schloß.
Aus Hosdļdesîûftd
25jähriges Halligen-Jnbiläum. Am 19. Juni
kann der Baumeister Wohlert auf Hallig
Oland auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste
der Halligen zurückblicken. Er begann sein
Werk auf der Hallig Hooge, die ja als erste
festgemacht wurde und kam alsdann als Bau
meister nach Oland, wo er heute noch tätig ist-
Der Jubilar hat sein Leben in den Dienst der
Halligen gestellt und sich stets durch Eifer und
Pflichttreue ausgezeichnet, (kv.)
Aus ViUunuescken
Familientag der Duhr.
Eddelak, 19. Juni. Die Familie Duhr ver
anstaltete in Eddelak einen Familientag, der
aus allen Teilen der Provinz einen guten
Besuch aufwies. Nach Begrüßungsworten des
Obmanns wurden verschiedene Vorträge
halten, die sich in der Hauptsache mit der Fn-
milienforschung befaßten.
Die diesjährigen Klufttage des Dithmarscher
Geschlcchterbundes.
fp. Heide, 11. Juni. Wie in den vergangenes
Jahren, so findet auch im Sommer und Herbst
d. I. eine ganze Reihe von Familienfesten, nach
alter Sitte „Klufttage" genannt, statt, die vieu
alteingesessenen Sippen der Landschaft Dith
marschen sich wieder finden lassen. Durch
Aufbauarbeit des Sippenarchivs, einer Abtev
lung der Heider Sippenkanzlei, ist wieder eiiC
ganze Anzahl von Stammtafeln und Stannn-
bäumen neu erstanden und die lebenden Schild
träger der erforschten Familien wollen sich ir
gendwo in der Heimat ein Treffen geben,
ihren alten Bund im Sinne der Sippengemeiü-
schaft zu erneuern. — Die Gloy-Kluft, spätes
auch Glöe und Gloer geschrieben, trifft sich
ihrem ersten Klufttag am Sonntag, 14. JulU-
im Wappensaal des „Heider Hof". Die Glķ
Glöer stammen aus Eggstedt und sind wahr
scheinlich vor Beginn der Kirchenbücher, cuE
vor 1650 aus Westholstein nach Dithmarscşş
eingewandert, da der Name auch dort «och'
hauptsächlich in der Gegend von Kellinghuse^'
iáÎHCkdUMM ftidii HUC WOteUm - t
sondern richtig pflegen, ist sehr wichtig. Nicht die Sauberke
allein macht die Gesundheit des Haares aus, sondern
müssen ihm auch entsprechende Aufbaustoffe zur KráftigĶ
und Weiterentwicklung zugeführt werden. Das neue Kinde
Schaumpon Schwarzkopf „Extra-Zart" berücksichtigt'■ a - t
diese Erfordernisse und bietet außerdem den Vorteil, >
nach Zustand des Haares, ob Schinnen oder Schhp^F
vorhanden sind usw., eine daraus besonders abgestiww
Haarpflege durch das Spezial-Kräuterbad vorzuneh^ -
Wie „Extra-Mild" und „Extra-Blond" ist Schwaķş'
„Extra-Zart" seifenfrei und nicht-alkalisch. *
Regelmäßige Pflege mit Schwarzkopf „Extra-Zssr
sichert Ihrem Kinde schönes, gesundes Haar für alle Z«MV
Meets Ucndsbusq.
R. Nortorf, 11. Juni. Eröffnung der Bade
anstalt des Nortorfer Turn- und Sportver
eins. Am Dienstag, dem 9. Juni wurde die
Badeanstalt am Borgdorfer See wieder er
öffnet. Während in den letzten Jahren ge
wöhnlich am 1. Juni gebadet wurde, konnte
man einiger Arbeiten an der Badeanstalt we
gen in diesem Jahre noch nicht so früh begin
nen. Auch die Rutschbahn, welche schon im
vorigen Jahre viel Freude breitete, ist wie
der aufgestellt worden. Nur der Sommer hat
in diesem Jahre für die Wassersportler erst
wenig Verständnis aufgebracht.
gn. Gnutz, 6. Juni. Die Gnutzer Pferdegilde,
die sich über 22 Ortschaften des Bezirks er
streckt, tagte unter dem Vorsitz des Aelter-
mannes El. Mehrens-Gnutz im Gildehaus
Lahann. Die Verhandlungen, zu der sämtliche
Acht- und Schaumänner und ihre Vertreter er
schienen waren, erstreckten sich bis in den Nach
mittag. Ten Geschäfts- und Jahresbericht er
stattete der Rechnungsführer Johann Heeschen.
Danach steht einer Einnahme von 14 411,03 Jt
eine Ausgabe von 13 969,37 Jl gegenüber, so
daß ein Kassenbehalt von 441,66 Jl verbleibt.
Die Versicherungssumme von 287 Mitgliedern
mit 827 Pferden beträgt 308 700 Jl gegenüber
258 850 Jl im Vorjahre. Vergütet wurden an
Schäden 32 Pferde, 13 lebendgeborene und 16
totgeborene Füllen, darunter vier Zwillings
paare. Im Berichtsjahr sind vier Mitglieder
ausgeschieden und 19 neue Mitglieder aufge
nommen. Die Umlage betrügt 4,5 für den Hun
dertsatz der Versicherungssumme. Durch die
Rechnungsprüfer El. Sievers-Gnutz und Mar
kus Reimers-Krogaspe wurde die Richtigkeit
der Rechnung bestätigt und dem Geschäftsfüh
rer Entlastung erteilt. — Ans den Verhand
lungen interessiert der von El. Sievers-Gnutz
gemachte Vorschlag, die tragenden Stuten der
Mitglieder so hoch zu versichern, daß der Taxa
tionswert annähernd dem tatsächlichen Wert
entspricht. Nach lebhafter Aussprache über die
sen Vorschlag wurde beschlossen, durch die Ver
trauensmänner eine Umfrage bei den Haltern
tragender Stuten vorzunehmen, um festzustel
len, wie weit dieser Vorschlag Zustimmung
findet und ob und inwieweit die Stutenhalter
bereit sind, bei Schadenfällen tragender Stuten
den erhöhten Taxationswert unter sich durch
Sonderumlage zu decken. In einer später anzu
setzenden außerordentlichen Generalversamm
lung soll auf Grund der eingegangenen Stel
lungnahme über den Vorschlag ein Beschluß
herbeigeführt werden. — Die Wahlen ergaben:
Wilhelm Hinrichsen-Gnutz, Johann Harder-
Thienbüttel, Wilhelm Röschmann - Nortorf,
Hinr. Tammen-Eisendorf, Hans Ehlers-Vorg-
dorf, Hans Sachau-Schülp, Markus Lahann-
Böken und Ernst Dibbern-Bargstedt. Als Ael-
tcrmann wurde El. Mehrens und Chr. Heeschen
jGnutz) als Vertreter wiedergewählt. Als
Schaumänner für Gnutz desgl. El. Sievers und
Christ. Gier als Vertreter ernannt. Anerken
nend milß darauf hingewiesen werden, daß eine
Reihe Vorstandsmitglieder bereits 25 Jahre
ihre Arbeitskraft für die Gilde hergegeben
haben, gewiß ein schönes Beispiel von Pflicht-
und Zugehörigkeitsgefühl für die alte Gilde,
deren erste Anfänge bereits Jahrhunderte zu
rückliegen. Die alten guten Bräuche sind ver
loren gegangen, aber die alte Treue ist ge
blieben.
gn. Gnutz, 3. Juni. Ein alter Kriegskamerad,
ein braver Schimmel, dient noch in treuer
Pflichterfüllung bei dem Bauern El. Mehrens.
Er gelangte durch öffentlichen Verkauf nach
Beendigung des Krieges in die Hand eines
Bauern, der ihn nach Jahren anderweit ver
kaufte, und seit zwei Jahren ist er auf seiner
jetzigen Stelle, wo er seinen leichten Posten
ausfüllt. Trotz seines gewiß sehr hohen Alters
ist das Pferd dank der guten Pflege, die es ge
nießt, gesund und in gutem Zustand.
gn. Von der Fuhlenau, 7. Juni. Bei der dies
jährigen ersten Auschan wurden wesentliche
Mängel nicht festgestellt. Die von dem An
wärter ausgeführten Arbeiten konnten als
ordnungsmäßig anerkannt werden. Eine we
sentliche Vermehrung des Fischbestandes ist
bisher nicht eingetreten, wenn auch das lang
same Ansteigen der Kleinfische festzustellen ist.
Als besonders willkommene Erscheinung muß
erwähnt werden, daß die Wollhandkrabbe auf
dem Aussterbeetat zu stehen scheint. Der An
wärter konnte in diesem Frühjahr bisher nur
zwei ganz geringe Exemplare feststellen. Eine
Abwanderung des Fremdlings kommt nicht in
Frage, dagegen scheinen die Tiere entweder
abzusterben oder Fischreihern, Störchen und
anderen Verfolgern zum Opfer zu fallen, wie
oie im Herbst und Spätsommer häufig gefun
denen Schalenteile anzudeuten scheinen. Auch
will man die Erfahrung gemacht haben, daß
Wollhandkrabben in Abwässern von Mooren
eingehen müssen.
Beim Vogelschießen der Jevenstedter Mo
biliengilde wurde Bürgermeister Jürgen
Pa hl in Jevenstedt Schützenkönig.
Mceis Scldesmq.
Hohes Alter. Am heutigen Donnerstag be
geht der älteste Einwohner von Kurbnrg, der
Altenteiler Hinrich Hagge, seinen 90. Ge
burtstag. Hagge ist ein Kriegsveteran von
1870-71 und erzählt noch gern von seinen
Erlebnissen. Beste Gesundheit verschönt sei
nen Lebensabend, den er bei seinem Enkel
Bauer Gustav Hagge verbringt, (jr.)
Aus SèaņdUôlfn
T. Friedrichstadt, 11. Juni. Vom Störfang.
Es zeigt sich in diesem Sommer, daß die Eider
bei Friedrichstadt ein gutes Fanggebiet für
Störe ist, sind den Fischern doch jetzt bereits
20 Störe, wenn auch kleinere, ins Netz gegan
gen. Alle Fischer konnten wieder einen Stör,
Eh. Hansen drei Störe im Gesamtgewicht von
75 Kg. an den Markt bringen.
ti. Tielen, 9. Juni. Preisschießen. Nach fast
lOjühriger Pause hielt der hiesige Kriegerver
ein (Kyffhäuserbund) ein Preisschießen ab, an
dem sich alle Kameraden beteiligten. Geschossen
wurde um 10 kleinere nützliche Gewinne. Den
1. Gewinn erhielt Hinrich Tönsfelöt mit 48
Ringen. Weitere Gewinne erhielten Peter
Eggers, Mathias Jöns, Friedrich Kruse, Jo
hannes Walter, Otto Holm, Christian Meyer,
Claudius Hasche, Klaus Gehlsen. Abends fand
eine Kaffeetafel statt mit Damen. — Im Alter
von säst 84 Jahre« verstarb hier der frühere
ai. Hohenmestedt, 9. Juni. Die Hohenwe-
stedter Schützengilde von 1836 feierte gestern
ihr lOOjühriges Bestehen. Schon am frühen
Morgen kündete Musik den Freudentag an.
Nach Abholung des Königs durch eine Fah
nenabordnung ordnete sich die Gilde zu einem
großen Festzug durch den reich beflaggten Ort.
Traditionsgemäß ging es unter den Klängen
des Liedes „Das Wandern ist des Müllers
Lust" um die alte Windmühle. Beim Ehren
mal wurde eine Aufnahme von der Gilde ge
macht. Das Bild soll zu den im Gildehaus auf
gehängten von der 25-, 50- und 75jührigen
Feier gesellt werden.
Im Parkhotel, dem Gildehaus, begrüßte der
Vorsitzende der Gilde, Hans Martens,
die Gildebrüder, insbesondere die Ehrenmit
glieder der Gilde und die aus Hamburg zur
Feier erschienenen Gäste. In seiner Ansprache
gab er einen kurzen Rückblick auf die Gilde.
Grundlegende Veränderungen sind vorgekom
men, doch die Schützengilde ist dieselbe geblie
ben, sie pflegt noch in alter Tradition Kame
radschaft und Gemeinschaftsgeist. In den Jah
ren 1866/66 hat die österreichische Besatzungs
armee die Musik zu den Gildefesten gestellt.
Kurz auf die heutige Zeit eingehend, forderte
er die Gildebrüder zur Erneuerung ihres
Treuegelöbnisses zum Führer und Vaterland
auf.
Der Hauptmann der Gilde, Fesefeldt,
richtete Abschiedsworte an den scheidenden
König, Rektor W u r r. Dieser dankte und
wies in einer längeren Festrede auf die Bedeu
tung dieses denkwürdigen Tages hin, be
schäftigte sich mit der Geschichte der Gilde und
glaubt als Anlaß zur Gründung gewisse poli
tische Bestrebungen in den dreißiger Jahren
des vorigen Jahrhunderts ansehen zu können.
Die Gilde wurde nach seiner Ansicht Sammel
becken derjenigen Männer in Hohenmestedt
und in den umliegenden Dörfern, denen die
Geschicke der engeren Heimat am Herzen la
gen. Diese Männer sind als Vorkämpfer zu
der Freiheitsbewegung, die in den Jahren
1848 bis 1851 zum offenen Kampf gegen das
herrschende Dänentnm führte, anzusehen. Am
24. Mai 1836 wurde die Gilde von dem da
maligen Pastor Witt ins Leben gerufen. Ein
Sohn von ihm, der nachmalige Konsul Witt
in Hamburg, blieb der Gilde treu bis an sein
Ende. Als Ehrenmitglied derselben stiftete er
längere Jahre hindurch eine größere Summe
für Gewinne am Gildetag. Bei der hundert
sten Wiederkehr des Gründungstages, am 24.
Mai d. I., hat eine Abordnung der Gilde in
Hamburg am Grabe des Konsuls Witt im
Beisein seiner Söhne einen Kranz nieder
gelegt. Zum gestrigen Jubiläum hatte der
älteste Sohn von dem Verstorbenen im Na
men seiner Geschwister ein Schreiben an die
Gilde gerichtet, in dem er für die seinem Va
ter erwiesene Ehrung dankt und der Gilde
Glück zu der diesjährigen Hundertjahrfeier
wünscht. Als Andenken an seinen Vater schickte
er dessen Bild, das einen Ehrenplatz im Gilde
haus erhalten hat.
Sodann begrüßte der Festredner die anwe
senden Ehrenmitglieder der Gilde. Die Gilde
zählt 10 solcher Mitglieder, die 40 Jahre und
' darüber der Gilde angehört haben. Fünf da-
Schifser Jürgen Gehlsen. Er war der letzte
Schiffer, der hier noch wohnte. Seine Ehefrau,
die noch lebt, steht im 86. Lebensjahr.
Aus Mms Husum
Hz. Schwabstedt, 11. Juni. Eine alte Schrvab-
stedterin gestorben. Im hohen Alter von 83
Jahren verstarb hier die Witwe Friederike
Carstens geb. Hansen. Viele Jahre lang hat
sie mit ihrem vor Jahren verstorbenen Mann
das jetzige Case Struck gehabt. Sie ist eine
gebürtige Schwabstedterin und entstammt
einer alteingesessenen Familie. Nach jahre
langem schwerem Leiden, treu geflegt von
ihrer Tochter, ist sie nun dahingegangen.
Aus êidessieäi
16. Vertretertag des Unterverbandes Eider
stedt der Schleswig-Holsteinischen Eisboßler.
he. Welt, 11. Juni. Am Sonntagnachmittag
sand in Welt in Hugo Jpsens Gasthof der 16.
Vertretertag des Unterverbandes Eiderstedt
der Schleswig-Holsteinischen Eisboßler statt.
Der Leiter des Unterverbandes, Bauer Jan
Adolf Hansen, Uelvesbüll, begrüßte die erschie
nenen Vertreter der Eidersteöter Boßelver
eine. Er erstattete zunächst einen Geschäfts
bericht über das verflossene Halbjahr. Leider
konnte das Boßeln im letzten Winter nicht so
eifrig betrieben werden, da das Wetter hier
für zu ungünstig war. Inzwischen war die
von Dirk Johns, Katharinenheerd, geführte
Kasse geprüft und für richtig befunden. Dem
Kassierer wurde Entlastung erteilt. Die sat
zungsmäßig ausscheidenden Vorstandsmitglie
der des Unterverbandes wurden erneut mit
dem von ihnen innegehabten Amte betraut.
Es erwies sich, daß der vom Reichsbund f. Lei-
von konnten der Feier beiwohnen, an ihrer
Spitze das älteste Mitglied, der 93jührige Gil
debruder Jasper Rudolph, hinter dessen Stuhl
eine umkränzte „60" die Jahreszahl der Mit
gliedschaft anzeigte. Der Redner beglück
wünschte ihn zu seiner Rüstigkeit und über
reichte ihm im Namen der Gilde einen Blu
menstrauß. Das zweitälteste Mitglied der
Gilde, Gildebruöer Wilhelm Schuohr, hinter
dessen Stuhl die Zahl 50 seine Mitgliedsjahre
anzeigte, erhielt eine Ehrenmedaille. Als drit
tes' Ehrenmitglied begrüßte der Redner den
Gilüebruder Julius Schmidt aus Woltersdorf
in Lauenburg, früher hier in Hohenmestedt
wohnhaft. Schmidt ist zu dieser Feier in seine
alte Heimat gekommen. Seit längeren Jah
ren hat er regelmäßig eine Ehrengabe für den
ersten König als Zuschlagspreis gestiftet.
In seiner Festansprache betonte der Redner,
daß der Gildetag im Sinne der Väter ein
Freudentag sein solle, ein Tag, der alle Mit
glieder aus dem Alltag heraushebe. Er gedachte
unserer Vorfahren, die für die Freiheit un
serer engeren Heimat eingetreten sind und
forderte die Gilde auf, mit einzustimmen in
das Schleswig-Holstein-Lied.
Danach erschienen die drei Königinnen vom
vorigen Jahre und überreichten dem Haupt
mann der Gilde als Andenken einen hübsch
gestickten Wimpel mit den Zahlen 1836—1936.
Unser Heimatdichter Heinrich Eck
mann hatte es sich nicht nehmen lassen, die
Geschehnisse innerhalb der Gilde in den letz
ten Jahren in launige Verse zu verfassen und
in humorvoller Weise all die kleinen lustigen
Vorkommnisse, die es nun einmal bei solchen
Anlässen immer wieder gibt, hineinzuflechten.
Eckmann trug seine Dichtung den Gildebrü
dern vor und schuf damit gleich die richtige
Feststimmung. Er fand außerordentlichen Bei
fall damit und wurde gebeten, seine Vorle
sung am Abend in Gegenwart der Damen und
der fehlenden Mitglieder zu wiederholen. Das
ist geschehen mit dem gleichen Erfolg wie am
Vormittag.
Da der Vormittag mit der Abwicklung der
besonderen Feier ausgefüllt war, hatte man
bereits am Sonntag mit dem Schießen ange
fangen. Am Nachmittag wurden die restlichen
Schüsse abgegeben und gegen 6 Uhr konnten
die Sieger aus dem Wettstreit verkündet wer
den. 1. König wurde der Gildebruüer Willy
Boß, zweiter Otto Holst und dritter Theodor
Homfeld. Die Damen hatten am Nachmittag
beim Fischstechen ihre Kunst probiert. Erste
Königin wurde Frau M. Trede, zweite Frau
R. Huber und dritte Frau P. Schweim. Nach
den üblichen Zeremonien nach der Bekannt
gabe der Sieger trat alsbald die richtige Gilde
stimmung ein.
* * *
vs. Vaale, 11. Juni. Rückkehr von Berlin.
Eine mehrtägige Ferienfahrt mit Autobussen
nach der Reichshauptstadt Berlin machten hie
sige Schulkinder mit ihren Eltern. Voll be
friedigt vom Gesehenen und Erlebten kehrten
die Teilnehmer jetzt zurück. Die Kinder hatten
sogar Gelegenheit im Berliner Rundfunk zu
singen. Mehrere Fahrtteilnehmer, auch Kin
der, haben einen Rundflug über Berlin ge
macht.
Aus H&ksnw&stedi, Haueeau-HademaeseUat
und ttmg&fyetod
Hundertjahrfeier der Hohemvestedter SchMeugilde