Die Delegierten des Internationalen Gemeinde - Kongresses beim Führer.
Die ausländischen Teilnehmer am Internationalen Gemeinde-
Kongreß in Berlin wurden in der Reichskanzlei empfangen und von
Reichsminister Dr. Frick (links) dem Führer vorgestellt. Neben
dem Führer Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler.
(Heinrich Hoffmann, KI
Dev Tag in Wort und Vilö
Neues Urteil im Franziskaner-Prozeß
Die erste Sitzung des Neichsausschusses zum
Schutze des deutschen Blutes wurde am 9. Juni
d. I. im Großen Sitzungssaal des Reichs- und
preußischen Ministeriums des Innern durch
den Staatssekretär Pfundtner eröffnet.
Prozeß gegen die Franziskaner.
DNB. Koblenz, 10. Juni. Der Prozeß gegen
die 276 Franziskanerbrüder nahm am Mitt
woch seinen Fortgang. Auf der Anklagebank
saß der 25 Jahre alte Hans Broß (Bruder
Alexander). Er ist angeklagt, in mindestens 16
Fällen mit Ordensbrüdern und auch einmal
mit einem Kranken in den Jahren 1928 bis
1934 in sehr großem Umfange widernatürliche
Unzucht getrieben zu haben. Der Angeklagte
will ein „Opfer" des Franziskanerpaters
Steinhoff (Leovigill) geworden sein.
Die Beweisaufnahme ergibt, daß Broß sich
verschiedentlich, aber erfolglos beschwert hat
über die Zustände in den Klösterm
Das Urteil:
Unter Freisprechung von der Anklage eines
Verbrechens gegen § 174, 1 wurde der Ange
klagte wegen fortgesetzter widernatürlicher Un
zucht zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren
verurteilt. Sechs Monate der erlittenen Unter
suchungshaft werden auf die Strafe in Anrech
nung gebracht.
In der Begründung führte der Vorsitzende
aus, daß der Angeklagte Broß, als er in das
Kloster eintrat, ein unschuldiger junger Mann
gewesen sei. Broß habe sich nach seinem Aus
tritt aus der Franziskanerbruderschaft tadellos
geführt, habe sich das Vertrauen seiner Vorge
setzten erworben. Andererseits aber habe die
Strafkammer berücksichtigen müssen, daß er
schwer gefehlt hatte.
Oberstaatsanwalt Hattingen-Bonn
zu anonymen Angriffen.
Im Prozeß gegen den Franziskanerbruder
Hans Broß (Bruder Alexander) beschäftigte
sich Oberstaatsanwalt Hattingen-Bonn mit der
großen Fülle von Zuschriften, die das Gericht,
Feuerwehrmann mit dem Regenhelm.
Auf der Ausstellung „Die deutsche Gemeinde"
zeigt die Berliner Feuerwehr alltäglich Lösch
übungen. Besonderem Interesse begegnet hier
bei der „Feuertaucher", ein Feuerwehrmann,
aus dessen Helm ein sogenannter Regenschleier
herabrieselt, so daß er ganz dicht an den
Brandherd herangehen kann.
(Scherl-Bilderdienst, K.)
insbesondere die Staatsanwaltschaft, über die
sen Prozeß erhalten habe, sowie mit einem
Teil der Auslandspressestimmen. Der Beschluß
des Gerichtes, die Oeffentlichkeit wegen Ge
fährdung der Sittlichkeit auszuschließen, habe
sowohl in einzelnen ausländischen Presseor
ganen wie auch in anonymen Zuschriften zu
den unglaublichsten Kombinationen geführt.
Der Oberstaatsanwalt betonte demgegenüber,
daß derartige Anwürfe in Wirklichkeit wohl
kaum ernst gemeint sein könnten. Die Oeffent
lichkeit sei ausgeschlossen worden, weil man von
der Zulassung der gesamten Oeffentlichkeit eine
schwere Gefährdung der Sittlichkeit zu besor
gen hatte.
Die FeriensonderzLge
Die bei den Ferienreisenden beliebten Fe
riensonderzüge werden in diesem Jahre mit
besonderen Vorteilen ausgestattet. Die Er
mäßigung betrügt jetzt allgemein 40% und im
Verkehr von und nach Ostpreußen 60%. Beide
Ermäßigungen werden auch für die An- und
Abfahrt bis zu dem Einsteigebahnhof des
Feriensonöerzuges gewährt, und zwar für
eine Entfernung bis zu 100 Km. Bei weiteren
Entfernungen wird die Ermäßigung für
100 Km. bei Berechnung des Gesamtpreises
ebenfalls berücksichtigt. Die Feriensonderzug
karten sind somit nicht unerheblich billiger als
die im Preis ermäßigten Urlaubskarten.
Die Feriensonderzugkarten gelten 2 Monate.
Innerhalb dieser Zeit kann die Rückfahrt nach
beliebiger Aufenthaltsdauer stattfinden. Die
Fahrt im Feriensonöerzug darf nicht unter
brochen werden. Bei Weiterfahrt in fahrplan
mäßigen Zügen kann die Fahrt mit Fahr
karten in Buchform beliebig oft, mit Fahrkar
ten in Zeitkartenform auf dem Hinweg ein
mal und auf dem Rückweg viermal unterbro
chen werden. Die Rückfahrt ist auch in Eil
und Schnellzügen gegen Zahlung des tarif
mäßigen Zuschlages gestattet. Da die Ferien
sonderzüge unterwegs kaum halten, auch auf
kürzestem Wege durchgeführt werden, haben
sie oft kürzere Fahrtdauer als die Schnellzüge,
ohne daß Eil- oder Schnellzugzuschläge erhoben
werden. Die An- und Abfahrtzeiten sind gün
stig gewählt. In fast allen Fällen wird das
Umsteigen vermieden, da die Züge bis zu den
Zielgebieten durchgeführt werden. Als beson
ders angenehm wird der Ferienreisende emp
finden, daß er sich einen Sitzplatz je nach Wahl
in einem Nichtraucher- oder Raucherabteil
sichern kann, ohne daß hierfür eine Gebühr zu
entrichten ist. Zur weiteren Bequemlichkeit
ist dafür Sorge getragen, daß die Abteile im
allgemeinen nur mit 6 Personen besetzt und
ganze Abteile schon für Gesellschaften von 6
Personen ab bereitgehalten werden. Zusam
menfahrende Familien und Gesellschaften kön
nen auf Wunsch in einem bestimmten Ab
teil befördert werden. Wie in früheren Jah
ren, kommen auch in diesem Jahre wieder die
beliebten Sammelkarten zur Ausgabe, wo
durch dem Reisenden die Möglichkeit gegeben
ist, die Rückfahrt an einem von mehreren
Bahnhöfen anzutreten. So kann mit einer
Feriensonderzugkarte nach Berchtesgaden die
Rückreise auch in Kiefersfelden, Mittenwald,
Oberstdorf, Lindau, Friedrichshafen, Konstanz,
Schaffhausen oder Basel Reichsbahn angetre
ten werden.
Für den Verkehr von und nach O st -
p r e u ß e n ist eine besondere Regelung getrof
fen, die ihren Grund in der Einschränkung
des Korridorverkehrs durch die Polen hat:
Auf der Hinfahrt werden die Reisenden zwi
schen Travemünde und Pillau mit Sonder
schiffen des Seedienstes Ostpreußen befördert.
Auf der Rückfahrt berechtigen die Ferienson-
üerzugkarten zur Fahrt mit Zügen auf den
polnischen Durchgangsstrecken Marienburg—
Groß-Boschpol oder Marienburg—Firchau;
daneben ist aber auch zugelassen, die fahrplan
mäßigen Dampfer des Seedienstes Ostpreußen
zwischen Pillau und Travemünde nochmals zu
benutzen.
Das Verzeichnis der Feriensonderzüge mit
Fahrzeiten und Fahrpreisen wird am 6. Juni
bei allen Fahrkartenausgaben unentgeltlich
abgegeben. Anmeldungen können ab
12. Juni an die . Fahrkartenausgaben der
Einsteigebahnhöfe gerichtet werden. Es emp
fiehlt sich, die Fericnsonderzugkarten möglichst
rechtzeitig zu bestellen, da eiüb lebhafte Inan
spruchnahme der Feriensonderzüge erwartet
wird.
Von Hamburg Hhf. werden folgende
Feriensonderzüge gefahren:
Abfahrt: 4. Juli, 16.26 Uhr, nach München üb.
Bebra — Würzburg — Augsburg, Ankunft:
Die Wsrtzs Gefshs im Atlantik
1936 mehr Eisberge als je.
In diesem Frühjahr wurden mehr Eisberge
als sonst jemals in den letzten sechs Jahren
gesichtet. Das hängt mit dem langen und
schweren Winter zusammen, der die Gletscher
Grönlands stärker anwachsen ließ als in frü
heren Jahren. Die abbrechenden Gletscher
zungen treiben nun vom Norden her dem Sü
den zu — nach und nach abschmelzend, aber
bis zu ihrem Verschwinden eine große Gefahr
für die Schiffahrt.
Allerdings kann man heute sagen, daß die
Gefahr zwar nach wie vor besteht, in den letz
ten 20 Jahren aber, ja sogar seit jenem Au
genblick, als die „Titanic" durch den Zusam
menstoß mit einem Eisberg in die Tiefe ging,
kein größeres Schiff mehr durch einen Eisberg
gefährdet wurde. Das Verdienst daran, daß
das weiße, treibende Unheil so gut vorüber
geht, trügt die Eisberg-Patrouille, die vom
Monat Februar ab und mit verstärktem Ein
satz seit dem 1. April ununterbrochen unter
wegs ist und Eisberge und Schiffe sorgsam
beobachtet.
Für dieses Jahr ist vorgesehen, daß die
Schiffe bis zum Monat Juli unrerwegs blei
ben. So lange wird man mit einer Eisberg
gefahr zu rechnen haben. In früheren Jahren
konnten meist die Eisberg-Patrouillen schon
um den 20. Juni den Sommerstandort bezie
hen und hier Maschinen und Mannschaften
von der anstrengenden Frühjahrsarbeit sich
erholen lassen.
Der Informationsdienst der Eis-Patrouille,
die von den Vereinigten Staaten gestellt und
von 14 verschiedenen Ländern bezahlt wird, ist
heute derart ausgebaut, daß nach dem Gut
achten der Fachleute überhaupt kein Eisberg
mehr ungesehen einen gewissen Breitengrad
überschreitet und in die Schiffahrtszonen ge
rät. Man kann also rechtzeitig warnen. Man
kann den gesamten Schiffahrtsdienst weiter
nach Süden legen. Heute ist man sogar so
weit, daß dieser oder jener Kapitän eines Pas-
sagierüampfers noch vorheriger Verständigung
mit der Eis-Patrouille seinen Passagieren das
Vergnügen bereiten kann, ihnen einen „Eis
berg in Freiheit" vorzuführen. Niemals ge
schieht aber eine solche Begegnung durch Zu
fall. Vielmehr steuert man in sorgfältigem
Signalaustausch mit den Eis-Patrouillen den
schwimmenden weißen Riesen direkt an. Wäre
es anders, dann hätten die Eis-Patrouillen
eine Lücke in ihrem Nachrichtennetz, in ihrem
Informationsdienst. Bis heute wurde diese
Lücke nicht festgestellt. Jeder Eisberg auf be
fahrener Linie war vorher gemeldet.
Italiens neuer Außenminister.
In Italien erfolgte ganz überraschend eiM
Regierungsumbildung, die sich zwar nur am
einige Ministerposten erstreckt, aber dennocy
von großer politischer Bedeutung ist. Der bw-
herige Propagandaminister Graf Ciano, der
vor kurzem erst aus Ostafrika heimkehrte,
erhielt das Amt des Außenministers.
(Selle-Eysler, K.)
5. Juli, 5.31 Uhr.
Abfahrt: 6. Juli, 6.15 Uhr, nach Königsberg
(Pr.) über Travemünde—Pillau mit Daiķ
fer des Seedienstes Ostpreußen, Ankunft-
6. Juli, 13.39 Uhr.
Abfahrt: 9. Juli, 6.35 Uhr, nach Königsberg
(Pr.) über Travemünde—Pillau mit Daķ
fer des Seedienstes Ostpreußen, Ankunft-
10. Juli, 13.19 Uhr.
Abfahrt: 11. Juli, 9.28 Uhr, nach Koblenz üb-
Bremen—Köln, Ankunft: 11. Juli, 17.40 Uhr-
Abfahrt: 11. Juli, 10.28 Uhr, nach Erfurt über
Bebra—Eisenach— Fröttstedt— Gotha—NeU-
dietendorf, Ankunft: 11. Juli, 18.29 Uhr.
Abfahrt: 11. Juli, 15.41 Uhr, nach Berchtes-
gaden über Stendal—Leipzig—Hof—Regens
burg (mit Wagen nach München über Re
gensburg), Ankunft: 12. Juli, 8.22 Uhr.
Abfahrt: 11. Juli, 16.26 Uhr, nach Oberster
über Bebra—Würzburg—Augsburg (»n
Wagen nach München über Augsburg) An
kunft: 12. Juli, 8.02 Uhr.
Abfahrt: 11. Juli, 19.54 Uhr, nach Basel über
Frankfurt—Karlsruhe, Ankunft: 12. Julb
11.02 Uhr.
Abfahrt: 11. Juli, 21.00 Uhr, nach Breslau
über Stendal—Leipzig—Dresden—HiuV-
berg, Ankunft: 12. Juli, 9.52 Uhr.
Abfahrt: 18. Juli, 16.26 Uhr, nach München
über Bebra—Würzburg—Augsburg, An
kunft: 19. Juli, 5.51 Uhr.
JBîm «'s dazu W...
-ver Jņi
DRV.
°es tzŗìt
feinde k
anölun
* mit:
Auf je;
Ersten
èer Rei
y zur
uni
schass
!5 nur
^lchskc
enden
®en.
».Die 9
beteilig
Eignet
'Nd ein
ftt soll
'nlgendt
.Erster
RM
hufter
àeis
b
setzte
’It der ï
Er wollte mal bei Frankfurt angeln.
Eine der letzten Ozeanüberquerungen des
Zeppelinluftschiffes „Hindenburg" machte au«
der Amerikaner Paul Mack-Halle aus Wo -
cester, Massachusetts, mit. Er flog von Lchc-
hurst nach Frankfurt am Main und 0l et „
darauf wieder zurück, nur um — wie er «öj
der Rückkehr lächelnd Reportern erklärte,
„mal einen Tag in der Nähe Frankfurts a
angeln". Auf die Frage, ob sich denn o
doppelte Ueberquerung des Atlantische
Ozeans für das eintägige Angelvergnüge'
gelohnt habe, meinte er: „Gewiß! Ich habe
fabelhafte Forellen gefangen." Da der Flug
preis 2000 MJl beträgt, kommen auf jede
Stück der Jagdbeute rund 167 MJl. Ob st
ein kostbareres Forellengericht verzehr
wurde?
, DNB
I
5%tßi
E’Ugelei
Nweis
"he £
^lksg.
di
?Mnd
'Mvere
.Gaulş
fchwem:
S CU
«iMac,
kberflu
Mang
J* Wc
NöSf
Sb, S
'»eitet«
Die „Repulse" wieder in Dienst gestellt.
Der britische Schlachtkreuzer „Repulse" ist aus Portsmouth nach einer dreieinhalb
Jahre währenden Ueberholung ausgelaun. Die Kosten der Modernisierung des
Schiffes, das mit 4 Seeflugzeugen, zweien unter Deck und zweien auf Deck, ausge
rüstet ist, betragen etwa 18 Millionen Mark. Die „Repulse" wird in den Verband
des englischen Mittelmeergeschwaders eütgerecht werden. Mcherl-BUderdienjtz. Äch