Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Die Finanzmirkungen
d°r Arbeitsbeschaffung
Dr. Goerdeler vor dem
b' internationalen Gemeindekongretz
^ Der Oberbürgermeister von Leipzig, Dr. Goer-
^ Cr < hat am Mittwoch vor dem Internationalen
emeindekongreß die Finanzierung der deutschen
^oeitsbeschaffungSmaßnahmen eingehend bchan-
Goerdeler schilderte einleitend die deutschen
Abnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, ein wohl
bedachtes System verschiedener Maßnahmen, die
s,àen Jahren 1938-34 in Deutschland ergriffen
, um Sie Arbeitslosigkeit von den verschieden-
în Seiten her zur Auslösung zu bringen.
3ur Finanzierung der Arbeitsüeschafsungsmaß-
dhmen erklärte Dr. Goerdeler u. a.: Die Kosten
^rden aus laufenden Einnahmen, durch Anlei-
^ und durch kurzfristige Kredite bestritten. Ein
der Gelder endlich ist durch die freiwillige
^peudx zur Förderung der nationalen Arbeit auf
bracht morden.
Für die Arbeitsbeschaffungsmatznahmen sind im
^Ģmen der Haushaltsmittel des Reiches 1133 Mill,
ļ 's bereitgestellt worden, die Ende 1984 fast rest-
ļ* vergeben waren. 140 Mill, sind durch freiwil-
8e Spenden zur Förderung der nationalen Arbei-
Cn gedeckt.
Die Reichsanstalt hat für die Finanzierung der
^fc&affenöett Arbeitslosenfürsorge in den Jah-
1938=35 fast zwei Milliarden ausgegeben; die
Trägern der Arbeit, das sind in der Regel die
^ņder, Gemeinden und Gemeindeverbände, be-
Eigt wurden.
der Ausdehnung der Arbeitsbeschaffungs-
."bnahmen konnten die Mittel nicht mehr durch die
Aushalte bereitgestellt werden. Die dazu notwen-
î'gen langfristigen Kredite waren auf dem Kapi-
^ »larkt nur begrenzt zu beschaffen. Es sind daher
>.^e Wege eingeschlagen. Zunächst der der Vor-
ņanzìerung, d. h. des Vorgriffes auf künftige
.î>Niahmen, also eine Vorbelastung des künftigen
^atshaushalts. Die Vorfinanzierung erfolgte
^zşristig durch Wechsel, ivobei sich das Reich zur
.'Nlösung aus Haushaltsmitteln verbürgte. Die
. vrbelastung beträgt für die Jahre 1933 160, 1934
1935 985, 1936 919, 1987 914, 1938 909 Mill. MM.
j Sine sehr wesentliche Belebung des Arbeitsmark-
bedeuten natürlich alle direkten Aufträge des
. ^ates zur Erfüllung von Staatszwecken aller
Es ist in Deutschland nicht ander» wie sonst
o in der Welt, daß selbstverständlich auch die
Ostung des Volkes erhebliche Teile der Wirtschaft
/Ichäftigt. Auch bei anderen Völkern fließen er-
iche Teile des Aufkommens in die Rüstungen.
hcbl
sr.
eingehender Darlegung der Art und Aus-
?ìrkung der Finanzierung wandte sich Dr. Goerde-
£t den von Prof. Dr. Hilton aufgestellten Fragen
Deren wesentlichste, erklärte der Redner, war
FĢ wohl die, ob es denn sinnvoll ist, erst durch
Steuersystem den einzelnen Menschen Mittel
ihre kleinere Arbeitsbeschaffung wegzunehmen
?d sie int großen zu verwenden. Herr Professor
^'ļton hat vollkommen recht, dieses ist nicht sinn-
und es ist daher eine ständige Aufgabe und
Eichzeitig höchste Kunst jeder öffentlichen Ver
dung, ihre Anforderungen an die Wirtschafts-
des einzelnen so zu gestalten, daß auf beiden
»Eiten das Optimum an Wirkung herauskommt,
ft"4 Kredite sind Schulden und müssen aus dem
Abkommen oder dem Kapital des Volkes bezahlt
„Erden. Stets aber ist die Privatwirtschaft zu ge-
jg’ļ^tt Zeiträumen in einen Zustand der Ueber-
^ tigntig oder Ermüdung eingetreten. Wir kön-
a 1 } das Konjunkturrückgang nennen. In diesem
»Ellraum pflegen Spargelder zum Teil ungenutzt
Eiegen. In einem solchen Zeitraum ist es
durchaus berechtigt, daß der Staat und die Ge
meinden aus dem Kapitalmarkt Mittel überneh
men, um zweckvoll nützliche Arbeiten auszufüh
ren, nur ist es selbstverständlich, daß Staat und
Gemeinden hierbei zwei Grenzen halten müssen.
Die eine ist gegeben dadurch, daß dem Kapital
markt nicht das für die Privatwirtschaft notwen
dige Blut entzogen werden darf. Die zweite ist
gegeben durch die Rücksicht auf die Zukunft. Die
hineingenommenen Mittel müssen zurückgezahlt
werden.
Ich stimme mit Herrn Prof. Hilton vollkommen
darin überein, daß also, um jede Grenzüberschrei
tung zu verhüten, alles getan werden mutz, um
die natürlichen Kräfte des Menschen in Bewegung
zu setzen.
Das 19. Jahrhundert hat einen in der Geschichte
seltenen Zeitraum des Friedens, der Ordnung und
der Entwicklung zur Wohlfahrt gebracht. Das lag
daran, daß die politische Entwicklung in ungewöhn
licher Harmonie mit der technischen und wirtschaft
lichen verlief. Die Friedensschlüsse des 19. Jahr
hunderts erscheinen von einer seltenen Verant
wortung für die Zukunft getragen. Ein gleiches
kann man nun einmal von der Beendigung des
Weltkrieges nicht sagen. Flugzeug und Schnell
wagen, drahtlose Nachrichtenübermittlung und
Fernsehen, die Errungenschaften des 20. Jahrhun
derts, entbehren der wirtschaftlichen Ausnutzungs
möglichkeiten, weil die Saat des Mißtrauens die
unerläßlichen politischen Vorbedingungen für weit
räumigen Verkehr nicht schassen können. Dies Miß
trauen zu beseitigen, mußte die erste Aufgabe sein,
und dies Mißtrauen mußte solange lebendig sein,
solange die Ehre des einzelnen Volkes nach ver
schiedenem Matze gemessen wurde. Wenn also das
deutsche Volk dazu übergegangen ist, versagte
Ehren wiederherzustellen, so mögen in der ersten
Aufwallung Mißstimmungen denkbar sein. Wer
aber mit der großen Verantwortung, die die Zu
kunft erfordert, an eine ruhige Ueberlegung geht,
der wird anerkennen müssen, daß die Bcseitung
dieses Krankheitsherdes letzten Endes allen zu
gutekommen wird.
Wir stehen in der Welt vor größten Entscheidun
gen. Entweder wird auf der Grundlage sicherer
Währungen und ihrer Abstimmung auseinander
und durch Verzicht auf einseitige Abänderung die
unerläßliche Voraussetzung für eine Gesundung
und Belebung des Güteraustausches in der Welt
geschaffen, dann kann jedes Volk seine besten
geistigen, körperlichen und sittlichen Eigenschaften
ausnutzen, und die allgemeine Gütererzeugung
würd so billig wie möglich und die Befriedigung
des Bedarfes daher auch so umfassend wie möglich
sein, oder man will, oder kann die Großzügigkeit,
die nun einmal zu einem solchen Entschlüsse ge
hört, nicht aufbringen. Dann bleibt auf die Dauer
nichts anderes übrig, als die Arbeitsteilung, die
sich im 19. Jahrhundert aus der Weltwirtschaft
entwickelt- hat, wieder zu beseitigen und zu einer
Minder-arbeitsgeteilten Wirtschaftsform in jedem
einzelnen Volke in mehr oder weniger großem
Umfange zurückzukehren.
Daß eine solche Wirtschaft, die die Gaben der
Natur vernachlässigt, für jedes Volk teurer ist und
daher den Lebensstandard zu senken zwingt, ist
eine mathematisch ausrechenbare Tatsache. Die
Völker der Welt erleiden in der Arbeitslosigkeit
die Folgen eigenen fehlerhaften Tuns. Da sie alle
in gleicher Verdammnis sind, ist die Aussicht der
gemeinsamen Umkehr noch nicht versperrt. Es
würde mir nützlich erscheinen, wenn auch dieser
Kongreß von Gemeinden, die ja letzten Endes von
den Auswirkungen wirtschaftlicher und sozialer Er
schütterungen immer zuerst betroffen werden, die
se Erkenntnis vertiefen würde, wenn er den Willen
zur Zusammenarbeit stärken würde. Diese Zu
sammenarbeit muß die natürlichen Grundlagen
eines lebendigen Leistungsaustausches wiederher
stellen. Das deutsche Volk ist, wie der Führer und
Reichskanzler wiederholt verkündete, aus inner
ster Ueberzeugung zu einer solchen Gemeinschafts
arbeit bereit.
NM Mch 97 889 Arbeitslose in der Nsrhzmrk
Großstadtbezirke entlastet — Lage der ungelernten Arbeiter etwas gebessert, aber noch ungünstig.
Trotz des kalten und regnerischen Wetters brachte
der Mai eine weitere erhebliche Besserung der
Arbeitslage in allen Bezirken der Nordmark, auch
in den Außenbcrufen. Die Zahl der Arbeitslosen
sank von rund 110 000 auf rund 97 000 und damit
zum ersten Male seit dem September 1929 unter
100 000. Die Abnahme hielt sich zwischen derjenigen
des Vormonats (10 500) und des Monats Mai 1935
(14 500). Die Entlastung gegenüber dem winter
lichen Höchststand beträgt rund 65 000 oder 40 vH
(im Vorjahre 28 vH), gegenüber dem 81. Mai
1935: 43 000, gegenüber dem Januar 1933 rund
300 000 (75 vH). Es kommt hinzu, daß auch die
Beschäftigung bei Notstandsarbeiten ständig zurück
geht (im Mai um rund 1100 Mann), so daß die
Aufnahmefähigkeit der freien Wirtschaft erheblich
größer war, als die obigen Zahlen ausweisen,
was sich auch in der Heranziehung zahlreicher
Kräfte aus anderen Bezirken auswirkte.
Ein erheblicher Teil der Besserung entfällt auf
die großstädtischen Bezirke: 7300 auf Hamburg und
1300 aus Lübeck. Beim Arbeitsamt Hamburg ist
seit dem Winter die Arbeitslosigkeit um 24 vH
zurückgegangen, gegen 17 vH bis zum gleichen
Zeitpunkt des Vorjahres. Erstmalig sinkt wieder der
Anteil der Männer an der Gesamtarbeitslosigkeit,
nachdem er in der Krise und — infolge der Son
dermaßnahmen im Interesse des weiblichen Ar
beitseinsatzes (Ehestanbsdarlehn usw.) — auch in
den ersten Jahren der Arbeitsschlacht ständig ge
stiegen war. Er betrug am 31. Mai 1929: 72 vH,
81. Mai 1033: 79 vH, 31. Mai 1934: 81 vH, 31. Mai
1935: 83 vH, 31. Mai 1936: 82 vH. Dagegen be
trug bei der Volkszählung 1933 der Anteil der
Männer an der Gesamtzahl der beschäftigten und
arbeitslosen Angestellten, Arbeiter und Hausan
gestellten nur 69 vH. In Bezirken besonders guter
Arbeitsmöglichkeiten kommt man diesem Satz jetzt
schon wieder nahe: Rostock 78 vH, Wismar 71 vH,
Kiel 68 vH.
In der Landwirtschast nahm die Arbeitslosigkeit
um rund 400 Kräfte ab. Da die Ledigen nahezu
restlos schon vorher in Arbeit waren, wird es sich
hier hauptsächlich um die Einstellung verheirateter
Landarbeiter handeln. Jüngere Kräfte wurden
immer wieder in großer Zahl aus anderen Be
zirken herangeholt. In der Metallindustrie sind die
Eiusatzmöglichkeiten unverändert gut. Im Bauge
werbe herrscht Hochkonjunktur, die Arbeitslosigkeit
ging hier um rund 2000 Kräfte — 47 vH zurück,
der Rest von 2200 arbeitslosen Bauarbeitern liegt
unter dem tiefsten Stand des bereits günstigen
Vorjahres. In den meisten Bauberufen besteht ein
fühlbarer Arbeitermangel, der zum Teil nur durch
den Reichsausgleich behoben werden kann. Bedarf
besteht auch an Technikern, sowie an Hausgehil
finnen und jungen, tüchtigen kaufmännischen An
gestellten. Auch in den meisten Berbrauchöindu-
strien war die Entwicklung im Berichtsmonat
günstig, besonders im Bekleidungsgewerbe, im
Holz- und Schnitzstosfgewerbe, im Nahrungs- und
Genußmittelgewerbe und im Gast- und Schank-
wirtschaftsgewerbe. Ungünstig ist die Lage vor
allem noch bei den ungelernten Arbeitern, obgleich
diese Gruppe mit rund 2500 die größte Abnahme
der Arbeitslosigkeit ausweist, sowie im BcrkehrS-
gewerbe und bei den (älteren) Angestellten. Diese
drei Gruppen zusammen stellen allein 60 vH der
verbliebenen Arbeitslosen der Nordmark.
Vertragsloser deutsch-schweizerischer
Handelsverkehr
Deutschland hat der Schweiz mitgeteilt, daß die
kürzlich von der Schweiz ausgearbeiteten Vor
schläge über eine Abänderung des deutsch-schweize
rischen Verrechnungsabkommens von Deutschland
nicht als Grundlage für die Weiterführung der
Verhandlungen angenommen werden könne. Die
deutsche Regierung hat daher vorsorglich das Ver
rechnungsabkommen vom 17. April 1935 und das
am gleichen Tage abgeschlossene Warenzahlungs
abkommen zum 30. 6. 1936 gekündigt. Sie hat sich
jedoch bercitcrklürt, auf der Grundlage ihrer Vor
schläge in der Zwischenzeit die Verhandlungen
über eine Regelung des deutsch-schweizerischen Zah
lungsverkehrs wieder aufzunehmen.
Meldung der Verkäufe von Obst
und Gemüsekonserve» vom 8. Juni 1936
Mitglieder der Garten- und Weinbauwirtschafts
verbände, die Obst- und Gemüsekonserven herstellen,
sind verpflichtet, die von ihnen getätigten Verkäufe
von Obst- und Gemüsekonserven der Hauptvcr-
einigung der deutschen Garten- und Weinbauwirt
schaft zu melden, soweit die vom Vorsitzenden der
Hauptvereittiguug jeweils bekanntgegebenen Preise
unterschritten werden.
Verbotene Schwarzarbeit.
Im letzten Heft des Reichsarbeitsblattes wird
eine Preußische Polizeiverordnung zur Bekämpfung
der Schwarzarbeit veröffentlicht, in der es u. a.
heißt: Wer Personen, von denen er weiß oder wis
sen muß, daß sie Erwerbslosen- oder Wohlfahrts
unterstützung beziehen, gegen Entgelt beschäftigt,
wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark, in besonders
schweren Fällen mit Haft bis zu zwei Wochen be
straft. Diese Bestimmungen gelten nicht, sofern Per
sonen beschäftigt werden, die dem Arbeitgeber von
einem Arbeitsamte zugewiesen sind, oder deren Be
schäftigung der Arbeitgeber dem zuständigen Ar
beitsamt unter Angabe des vereinbarten Lohns
angezeigt hat.
Die Angcstellten-Vermittlnng
im Februar, März und April 1936
Im Gebiete des Lanücsarbeitsamts Nordmark
haben sich die Einsatzmöglichkciten für Angestellte
in den Monaten Februar bis April 1986 weiter
wesentlich verbessert. So konnte die Zahl der durch
die Arbeitsämter und die Fachvermittlungsstelle
des Landesarbeitsamts Nordmark in Dauerstellung
Vermittelten von rund 8500 im Vorvierteljahre auf
rund 4800 gesteigert werden. Daneben wurden noch
tausende von Angestellten in kurzfristige Beschäf
tigung vermittelt.
In einer Vierte» Durchführungsverordnung
zum Gesetz über Vcrbrauchergcnostcnschastcn
vom 26. Mai 1986 wird bestimmt, daß Mitglieder
der Vertreterversammlung solcher Verbraucherge
nossenschaften, die aus Grund des Gesetzes über
Verbrauchergenossenschaften vom 21. Mai 1935 auf
gelöst sind, für die Dauer der Liquidation in ihrem
Amte bleiben. Entgegenstehende Vorschriften und
Bestimmungen treten außer Kraft. Ein Ersatz sol
cher Mitglieder der Vertreterversammlung, die frei
willig oder aus anderen Gründen während der
Dauer der Liquidation ausscheiden, findet nicht
statt.
Nur ei» gesunder Lebcnsmittelcinzclhandel
und ein gesunder Aufkaufhandel und ein gesundes
Lebensmittelgewerbe kann auf die Dauer der ge
eignete Vermittler der Hauptnahrungsgüter des
gesamten Volkes zwischen Erzeuger und Verbrau
cher sein, erklärte auf der soeben stattgehabten Ar
beitstagung der Landeshauptabteilung 3 der LB.
Bayern, der Hauptabteilungsleiter Mohr. Dabei
sei besonders der weitere Grundsatz herausgestellt,
daß es gleichgültig ist, ob dieser Vermittler die ju
ristische Form der Genossenschaft zeigt oder ein
Einzelunternehmer ist — maßgebend bleibt seine
Leistung.
5 Hamburger Börse
Gliche Notierung in MJl für 100 MJl Nennwert
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157.00
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. Amtliche Währungskurse.
Zku
1 $nn n& Sterling
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Ņķi'ranz. Frank. ....... 16.36
Şlkg ° >4. ....... 33.95
a 19,48
tz/Dbne Gewähr!) Geldkurs
dky!"^-Elektrolytkupfer per 100 Kg. 9.6. 8.6.
^Ņi^eii Hba- od. Brem, Rotterd. 52.50 52 50
^îste gegen Chilesalpeter.
5o(/ ne chilenische Reederei hat bei einer Kopen-
{t,ļ"tter Werft 3 kombinierte Passagier- und Obst-
^"vportdampfer bestellt im Werte von 11)4 Mill.
tzZ ^3r Lieferung Aug. und Sept. 1937 bzw. Fe-
1938. Die Werft nimmt Chilesalpeter in
W ^ n 8 in einer Menge, der Dänemarks Bedarf
Jahre kezriedigt.
Handel N«d Wmàl
Stärkung der industriellen Erzeugungen Polens
muß das Ziel der Regierung sein, um die Arbeits
losigkeit zu bekämpfen, erklärte der polnische Fi
nanzminister. Er sprach sich aber gegen alle künst
lichen Methoden der Arbeitsbeschaffung aus, die die
ruhige Entwicklung des Wirtschaftslebens und der
Finanzen gefährden könnten und unterstrich die un
bedingte Notwendigkeit, die Festigkeit der Währung
zu erhalten. Ein Vierjahresplan sicht neben einer
Reihe von Maßnahmen zur Anregung der privat
wirtschaftlichen Initiative Aufwendungen in einer
Gesamthöhe von 1,8 Milliarden Zloty vor.
Lübeck, 9. 6. Die Schweinezufuhren lagen um 188
Tiere höher als in der Vorwoche. Qualität gut.
Infolge der kühleren Witterung wurde das zu
stehende Kontingent durchiveg abgenommen. Dem
Kälbermarkt waren diesmal 36 Tiere mehr zuge
führt. Der Auftrieb entsprach ungefähr dem Be
darf. Durch die gute Beschaffenheit konnten sich die
Preise durchweg um 1 MM bis 2 MM verbessern.
Bei flottem Geschäftsgang Markt schnell geräumt.
Die aufgetriebenen Schafe reichten qualitativ für
den Bedarf nicht aus. Eine Preisnotierung fand
nicht statt. Marktverlauf mittel. Ausverkauft.
Mittelmarkt Flensburg vom 16. Juni.
1061 Tiere, davon 919 Schweine, 126 Kälber und
13 Schafe. Qualität der Schweine recht gut, der
Kälber gegenüber der Vorwoche wesentlich besser,
so daß sie als gut angesprochen werden muß. Die
zugeführten Schweine wurden zugeteilt. Bei den
Kälbern Handel flott, beste Ware gesucht und im
Preise etwas anziehend. Markt geräumt. Schweine
st) 54, bl) 53, 62) 52, c) 50, d) 48, Sauen gl) 51 bis
53, g2) 47—50, Kälber (Doppellcender) 75—95, an
dere Kälber st) 54—63, b) 42—53, c) 35-40, d) 25
KiZ 33.
Der Segeberger Ferkelmarkt wieder frei.
Nachdem die Maul- und Klauenseuche im Kreis-
gebiet wieder weiter zurückgegangen ist, ist der
Segeberger Ferkelmarkt, der an jedem Mittwoch
stattfindet, wieder freigegeben. Es dürfen jedoch
nur Tiere aus vollkommen seuchenfreien Bezirken
eingeführt werden.
Rendsburgcr Ferkelmarkt vom 11. Juni.
Zufuhr: 533 Stück. Handel gut. Markt geräumt.
Preise: schwere Ware (20—25 Kg.) 64—67, mittel
schwere Ware (16—20 Kg.) 66—71, leichte Ware (12)4
bis 15 Kg.) 70—74 Pfg. für % Kg. Lebendgewicht.
Für allerbeste Ferkel wurde auch über Notiz, für
abfallende Ware auch unter Notiz bezahlt.
Nortorser Ferkelmarkt vom 19. Juni.
Auftrieb 32 Stück, Preise 74 bis 77 Pfg. Handel
flott. Der Markt wurde früh geräumt.
Segeberger Ferkelmarkt vom 8. Juni.
Auftrieb 119. Handel sehr schleppend: es wurden
nur wenig Tiere verkauft.
Eckernförder Ferkclmarkt vom 18. Juni.
Auftrieb 20. Preise je nach Gewicht 65—75 Pfg.
das halbe Kilo Lebendgewicht.
Mark'
litHinovßr
Brsliü
Bremsn
Hamburger Viehmarkt
vom 11 Juni 1936.
Ochlen
Bullen
Kühe
Färsen
Hammel
Lämmer
Schafe
a
b
c
d
44
42
38
42
38
32
24
43
50—53
46-49
40-44
42—44
Auftrieb 14 Ochsen. 87 Bullen. 224 Kiibe. 34
Färsen - Fresser °- 411 Rinder und 315 Schafe
Handel: Rinder zugeteilt. Schaf« rege
Deutsche Schlachtviehmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für 1 Pfd. Lebendgewicht in (Ohne Gewähr)
10. Juni 1936
1. Ochsen...
2. B ...
3- . ...
4- „ ...
I Bullen.,..
1. Kühe
2" 44
1.Kälber..,.
2- „ ....
1. Schafe....
2. „ ....
1. Schweine .
2* 4, *
3- 44 •
l. Sauen ...
Auftrieb
Ochs.Bu. Kü.
Kälber
Schafe
Schweine ...
Ochs.Bu. Kü.
Kälber
Schafe
Schweine...
41
37
c9 -41
37
65-70
55-64
38-40
30—35
541/2
531/2
511/2
531/2
und Ha
227
345
214
1187
verteilt
gut
gut
verteilt
43
37- 39
34
40-41
37
38- 41
34-37
60—65
51-60
37-42
30-35
53
51-52
49
47-52
ndel aut
573
1500
918
4449
verteilt
mittel
verteilt
42-44
40-42
39-42
33-38
63-70
55—62
33
5472
5372
501/2
531/2
den Märkten
40-41
34—37
64-68
55—63
541/2
5372
501/2
50-53
159
401
442
908
verteilt
mittel
lebhaft
verteilt
90
260
74
1849
verteilt
mittel
gut
zugeteilt
Husumer Ferkelmarkt vom 11. Juni.
Auftrieb 324, Handel gut. Markt geräumt. Preise:
‘20—22, 23—25, 26—28 MM, Jungschweine 35—45.
Ws. ie P.suà