Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Die Finanzmirkungen 
d°r Arbeitsbeschaffung 
Dr. Goerdeler vor dem 
b' internationalen Gemeindekongretz 
^ Der Oberbürgermeister von Leipzig, Dr. Goer- 
^ Cr < hat am Mittwoch vor dem Internationalen 
emeindekongreß die Finanzierung der deutschen 
^oeitsbeschaffungSmaßnahmen eingehend bchan- 
Goerdeler schilderte einleitend die deutschen 
Abnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, ein wohl 
bedachtes System verschiedener Maßnahmen, die 
s,àen Jahren 1938-34 in Deutschland ergriffen 
, um Sie Arbeitslosigkeit von den verschieden- 
în Seiten her zur Auslösung zu bringen. 
3ur Finanzierung der Arbeitsüeschafsungsmaß- 
dhmen erklärte Dr. Goerdeler u. a.: Die Kosten 
^rden aus laufenden Einnahmen, durch Anlei- 
^ und durch kurzfristige Kredite bestritten. Ein 
der Gelder endlich ist durch die freiwillige 
^peudx zur Förderung der nationalen Arbeit auf 
bracht morden. 
Für die Arbeitsbeschaffungsmatznahmen sind im 
^Ģmen der Haushaltsmittel des Reiches 1133 Mill, 
ļ 's bereitgestellt worden, die Ende 1984 fast rest- 
ļ* vergeben waren. 140 Mill, sind durch freiwil- 
8e Spenden zur Förderung der nationalen Arbei- 
Cn gedeckt. 
Die Reichsanstalt hat für die Finanzierung der 
^fc&affenöett Arbeitslosenfürsorge in den Jah- 
1938=35 fast zwei Milliarden ausgegeben; die 
Trägern der Arbeit, das sind in der Regel die 
^ņder, Gemeinden und Gemeindeverbände, be- 
Eigt wurden. 
der Ausdehnung der Arbeitsbeschaffungs- 
."bnahmen konnten die Mittel nicht mehr durch die 
Aushalte bereitgestellt werden. Die dazu notwen- 
î'gen langfristigen Kredite waren auf dem Kapi- 
^ »larkt nur begrenzt zu beschaffen. Es sind daher 
>.^e Wege eingeschlagen. Zunächst der der Vor- 
ņanzìerung, d. h. des Vorgriffes auf künftige 
.î>Niahmen, also eine Vorbelastung des künftigen 
^atshaushalts. Die Vorfinanzierung erfolgte 
^zşristig durch Wechsel, ivobei sich das Reich zur 
.'Nlösung aus Haushaltsmitteln verbürgte. Die 
. vrbelastung beträgt für die Jahre 1933 160, 1934 
1935 985, 1936 919, 1987 914, 1938 909 Mill. MM. 
j Sine sehr wesentliche Belebung des Arbeitsmark- 
bedeuten natürlich alle direkten Aufträge des 
. ^ates zur Erfüllung von Staatszwecken aller 
Es ist in Deutschland nicht ander» wie sonst 
o in der Welt, daß selbstverständlich auch die 
Ostung des Volkes erhebliche Teile der Wirtschaft 
/Ichäftigt. Auch bei anderen Völkern fließen er- 
iche Teile des Aufkommens in die Rüstungen. 
hcbl 
sr. 
eingehender Darlegung der Art und Aus- 
?ìrkung der Finanzierung wandte sich Dr. Goerde- 
£t den von Prof. Dr. Hilton aufgestellten Fragen 
Deren wesentlichste, erklärte der Redner, war 
FĢ wohl die, ob es denn sinnvoll ist, erst durch 
Steuersystem den einzelnen Menschen Mittel 
ihre kleinere Arbeitsbeschaffung wegzunehmen 
?d sie int großen zu verwenden. Herr Professor 
^'ļton hat vollkommen recht, dieses ist nicht sinn- 
und es ist daher eine ständige Aufgabe und 
Eichzeitig höchste Kunst jeder öffentlichen Ver 
dung, ihre Anforderungen an die Wirtschafts- 
des einzelnen so zu gestalten, daß auf beiden 
»Eiten das Optimum an Wirkung herauskommt, 
ft"4 Kredite sind Schulden und müssen aus dem 
Abkommen oder dem Kapital des Volkes bezahlt 
„Erden. Stets aber ist die Privatwirtschaft zu ge- 
jg’ļ^tt Zeiträumen in einen Zustand der Ueber- 
^ tigntig oder Ermüdung eingetreten. Wir kön- 
a 1 } das Konjunkturrückgang nennen. In diesem 
»Ellraum pflegen Spargelder zum Teil ungenutzt 
Eiegen. In einem solchen Zeitraum ist es 
durchaus berechtigt, daß der Staat und die Ge 
meinden aus dem Kapitalmarkt Mittel überneh 
men, um zweckvoll nützliche Arbeiten auszufüh 
ren, nur ist es selbstverständlich, daß Staat und 
Gemeinden hierbei zwei Grenzen halten müssen. 
Die eine ist gegeben dadurch, daß dem Kapital 
markt nicht das für die Privatwirtschaft notwen 
dige Blut entzogen werden darf. Die zweite ist 
gegeben durch die Rücksicht auf die Zukunft. Die 
hineingenommenen Mittel müssen zurückgezahlt 
werden. 
Ich stimme mit Herrn Prof. Hilton vollkommen 
darin überein, daß also, um jede Grenzüberschrei 
tung zu verhüten, alles getan werden mutz, um 
die natürlichen Kräfte des Menschen in Bewegung 
zu setzen. 
Das 19. Jahrhundert hat einen in der Geschichte 
seltenen Zeitraum des Friedens, der Ordnung und 
der Entwicklung zur Wohlfahrt gebracht. Das lag 
daran, daß die politische Entwicklung in ungewöhn 
licher Harmonie mit der technischen und wirtschaft 
lichen verlief. Die Friedensschlüsse des 19. Jahr 
hunderts erscheinen von einer seltenen Verant 
wortung für die Zukunft getragen. Ein gleiches 
kann man nun einmal von der Beendigung des 
Weltkrieges nicht sagen. Flugzeug und Schnell 
wagen, drahtlose Nachrichtenübermittlung und 
Fernsehen, die Errungenschaften des 20. Jahrhun 
derts, entbehren der wirtschaftlichen Ausnutzungs 
möglichkeiten, weil die Saat des Mißtrauens die 
unerläßlichen politischen Vorbedingungen für weit 
räumigen Verkehr nicht schassen können. Dies Miß 
trauen zu beseitigen, mußte die erste Aufgabe sein, 
und dies Mißtrauen mußte solange lebendig sein, 
solange die Ehre des einzelnen Volkes nach ver 
schiedenem Matze gemessen wurde. Wenn also das 
deutsche Volk dazu übergegangen ist, versagte 
Ehren wiederherzustellen, so mögen in der ersten 
Aufwallung Mißstimmungen denkbar sein. Wer 
aber mit der großen Verantwortung, die die Zu 
kunft erfordert, an eine ruhige Ueberlegung geht, 
der wird anerkennen müssen, daß die Bcseitung 
dieses Krankheitsherdes letzten Endes allen zu 
gutekommen wird. 
Wir stehen in der Welt vor größten Entscheidun 
gen. Entweder wird auf der Grundlage sicherer 
Währungen und ihrer Abstimmung auseinander 
und durch Verzicht auf einseitige Abänderung die 
unerläßliche Voraussetzung für eine Gesundung 
und Belebung des Güteraustausches in der Welt 
geschaffen, dann kann jedes Volk seine besten 
geistigen, körperlichen und sittlichen Eigenschaften 
ausnutzen, und die allgemeine Gütererzeugung 
würd so billig wie möglich und die Befriedigung 
des Bedarfes daher auch so umfassend wie möglich 
sein, oder man will, oder kann die Großzügigkeit, 
die nun einmal zu einem solchen Entschlüsse ge 
hört, nicht aufbringen. Dann bleibt auf die Dauer 
nichts anderes übrig, als die Arbeitsteilung, die 
sich im 19. Jahrhundert aus der Weltwirtschaft 
entwickelt- hat, wieder zu beseitigen und zu einer 
Minder-arbeitsgeteilten Wirtschaftsform in jedem 
einzelnen Volke in mehr oder weniger großem 
Umfange zurückzukehren. 
Daß eine solche Wirtschaft, die die Gaben der 
Natur vernachlässigt, für jedes Volk teurer ist und 
daher den Lebensstandard zu senken zwingt, ist 
eine mathematisch ausrechenbare Tatsache. Die 
Völker der Welt erleiden in der Arbeitslosigkeit 
die Folgen eigenen fehlerhaften Tuns. Da sie alle 
in gleicher Verdammnis sind, ist die Aussicht der 
gemeinsamen Umkehr noch nicht versperrt. Es 
würde mir nützlich erscheinen, wenn auch dieser 
Kongreß von Gemeinden, die ja letzten Endes von 
den Auswirkungen wirtschaftlicher und sozialer Er 
schütterungen immer zuerst betroffen werden, die 
se Erkenntnis vertiefen würde, wenn er den Willen 
zur Zusammenarbeit stärken würde. Diese Zu 
sammenarbeit muß die natürlichen Grundlagen 
eines lebendigen Leistungsaustausches wiederher 
stellen. Das deutsche Volk ist, wie der Führer und 
Reichskanzler wiederholt verkündete, aus inner 
ster Ueberzeugung zu einer solchen Gemeinschafts 
arbeit bereit. 
NM Mch 97 889 Arbeitslose in der Nsrhzmrk 
Großstadtbezirke entlastet — Lage der ungelernten Arbeiter etwas gebessert, aber noch ungünstig. 
Trotz des kalten und regnerischen Wetters brachte 
der Mai eine weitere erhebliche Besserung der 
Arbeitslage in allen Bezirken der Nordmark, auch 
in den Außenbcrufen. Die Zahl der Arbeitslosen 
sank von rund 110 000 auf rund 97 000 und damit 
zum ersten Male seit dem September 1929 unter 
100 000. Die Abnahme hielt sich zwischen derjenigen 
des Vormonats (10 500) und des Monats Mai 1935 
(14 500). Die Entlastung gegenüber dem winter 
lichen Höchststand beträgt rund 65 000 oder 40 vH 
(im Vorjahre 28 vH), gegenüber dem 81. Mai 
1935: 43 000, gegenüber dem Januar 1933 rund 
300 000 (75 vH). Es kommt hinzu, daß auch die 
Beschäftigung bei Notstandsarbeiten ständig zurück 
geht (im Mai um rund 1100 Mann), so daß die 
Aufnahmefähigkeit der freien Wirtschaft erheblich 
größer war, als die obigen Zahlen ausweisen, 
was sich auch in der Heranziehung zahlreicher 
Kräfte aus anderen Bezirken auswirkte. 
Ein erheblicher Teil der Besserung entfällt auf 
die großstädtischen Bezirke: 7300 auf Hamburg und 
1300 aus Lübeck. Beim Arbeitsamt Hamburg ist 
seit dem Winter die Arbeitslosigkeit um 24 vH 
zurückgegangen, gegen 17 vH bis zum gleichen 
Zeitpunkt des Vorjahres. Erstmalig sinkt wieder der 
Anteil der Männer an der Gesamtarbeitslosigkeit, 
nachdem er in der Krise und — infolge der Son 
dermaßnahmen im Interesse des weiblichen Ar 
beitseinsatzes (Ehestanbsdarlehn usw.) — auch in 
den ersten Jahren der Arbeitsschlacht ständig ge 
stiegen war. Er betrug am 31. Mai 1929: 72 vH, 
81. Mai 1033: 79 vH, 31. Mai 1934: 81 vH, 31. Mai 
1935: 83 vH, 31. Mai 1936: 82 vH. Dagegen be 
trug bei der Volkszählung 1933 der Anteil der 
Männer an der Gesamtzahl der beschäftigten und 
arbeitslosen Angestellten, Arbeiter und Hausan 
gestellten nur 69 vH. In Bezirken besonders guter 
Arbeitsmöglichkeiten kommt man diesem Satz jetzt 
schon wieder nahe: Rostock 78 vH, Wismar 71 vH, 
Kiel 68 vH. 
In der Landwirtschast nahm die Arbeitslosigkeit 
um rund 400 Kräfte ab. Da die Ledigen nahezu 
restlos schon vorher in Arbeit waren, wird es sich 
hier hauptsächlich um die Einstellung verheirateter 
Landarbeiter handeln. Jüngere Kräfte wurden 
immer wieder in großer Zahl aus anderen Be 
zirken herangeholt. In der Metallindustrie sind die 
Eiusatzmöglichkeiten unverändert gut. Im Bauge 
werbe herrscht Hochkonjunktur, die Arbeitslosigkeit 
ging hier um rund 2000 Kräfte — 47 vH zurück, 
der Rest von 2200 arbeitslosen Bauarbeitern liegt 
unter dem tiefsten Stand des bereits günstigen 
Vorjahres. In den meisten Bauberufen besteht ein 
fühlbarer Arbeitermangel, der zum Teil nur durch 
den Reichsausgleich behoben werden kann. Bedarf 
besteht auch an Technikern, sowie an Hausgehil 
finnen und jungen, tüchtigen kaufmännischen An 
gestellten. Auch in den meisten Berbrauchöindu- 
strien war die Entwicklung im Berichtsmonat 
günstig, besonders im Bekleidungsgewerbe, im 
Holz- und Schnitzstosfgewerbe, im Nahrungs- und 
Genußmittelgewerbe und im Gast- und Schank- 
wirtschaftsgewerbe. Ungünstig ist die Lage vor 
allem noch bei den ungelernten Arbeitern, obgleich 
diese Gruppe mit rund 2500 die größte Abnahme 
der Arbeitslosigkeit ausweist, sowie im BcrkehrS- 
gewerbe und bei den (älteren) Angestellten. Diese 
drei Gruppen zusammen stellen allein 60 vH der 
verbliebenen Arbeitslosen der Nordmark. 
Vertragsloser deutsch-schweizerischer 
Handelsverkehr 
Deutschland hat der Schweiz mitgeteilt, daß die 
kürzlich von der Schweiz ausgearbeiteten Vor 
schläge über eine Abänderung des deutsch-schweize 
rischen Verrechnungsabkommens von Deutschland 
nicht als Grundlage für die Weiterführung der 
Verhandlungen angenommen werden könne. Die 
deutsche Regierung hat daher vorsorglich das Ver 
rechnungsabkommen vom 17. April 1935 und das 
am gleichen Tage abgeschlossene Warenzahlungs 
abkommen zum 30. 6. 1936 gekündigt. Sie hat sich 
jedoch bercitcrklürt, auf der Grundlage ihrer Vor 
schläge in der Zwischenzeit die Verhandlungen 
über eine Regelung des deutsch-schweizerischen Zah 
lungsverkehrs wieder aufzunehmen. 
Meldung der Verkäufe von Obst 
und Gemüsekonserve» vom 8. Juni 1936 
Mitglieder der Garten- und Weinbauwirtschafts 
verbände, die Obst- und Gemüsekonserven herstellen, 
sind verpflichtet, die von ihnen getätigten Verkäufe 
von Obst- und Gemüsekonserven der Hauptvcr- 
einigung der deutschen Garten- und Weinbauwirt 
schaft zu melden, soweit die vom Vorsitzenden der 
Hauptvereittiguug jeweils bekanntgegebenen Preise 
unterschritten werden. 
Verbotene Schwarzarbeit. 
Im letzten Heft des Reichsarbeitsblattes wird 
eine Preußische Polizeiverordnung zur Bekämpfung 
der Schwarzarbeit veröffentlicht, in der es u. a. 
heißt: Wer Personen, von denen er weiß oder wis 
sen muß, daß sie Erwerbslosen- oder Wohlfahrts 
unterstützung beziehen, gegen Entgelt beschäftigt, 
wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark, in besonders 
schweren Fällen mit Haft bis zu zwei Wochen be 
straft. Diese Bestimmungen gelten nicht, sofern Per 
sonen beschäftigt werden, die dem Arbeitgeber von 
einem Arbeitsamte zugewiesen sind, oder deren Be 
schäftigung der Arbeitgeber dem zuständigen Ar 
beitsamt unter Angabe des vereinbarten Lohns 
angezeigt hat. 
Die Angcstellten-Vermittlnng 
im Februar, März und April 1936 
Im Gebiete des Lanücsarbeitsamts Nordmark 
haben sich die Einsatzmöglichkciten für Angestellte 
in den Monaten Februar bis April 1986 weiter 
wesentlich verbessert. So konnte die Zahl der durch 
die Arbeitsämter und die Fachvermittlungsstelle 
des Landesarbeitsamts Nordmark in Dauerstellung 
Vermittelten von rund 8500 im Vorvierteljahre auf 
rund 4800 gesteigert werden. Daneben wurden noch 
tausende von Angestellten in kurzfristige Beschäf 
tigung vermittelt. 
In einer Vierte» Durchführungsverordnung 
zum Gesetz über Vcrbrauchergcnostcnschastcn 
vom 26. Mai 1986 wird bestimmt, daß Mitglieder 
der Vertreterversammlung solcher Verbraucherge 
nossenschaften, die aus Grund des Gesetzes über 
Verbrauchergenossenschaften vom 21. Mai 1935 auf 
gelöst sind, für die Dauer der Liquidation in ihrem 
Amte bleiben. Entgegenstehende Vorschriften und 
Bestimmungen treten außer Kraft. Ein Ersatz sol 
cher Mitglieder der Vertreterversammlung, die frei 
willig oder aus anderen Gründen während der 
Dauer der Liquidation ausscheiden, findet nicht 
statt. 
Nur ei» gesunder Lebcnsmittelcinzclhandel 
und ein gesunder Aufkaufhandel und ein gesundes 
Lebensmittelgewerbe kann auf die Dauer der ge 
eignete Vermittler der Hauptnahrungsgüter des 
gesamten Volkes zwischen Erzeuger und Verbrau 
cher sein, erklärte auf der soeben stattgehabten Ar 
beitstagung der Landeshauptabteilung 3 der LB. 
Bayern, der Hauptabteilungsleiter Mohr. Dabei 
sei besonders der weitere Grundsatz herausgestellt, 
daß es gleichgültig ist, ob dieser Vermittler die ju 
ristische Form der Genossenschaft zeigt oder ein 
Einzelunternehmer ist — maßgebend bleibt seine 
Leistung. 
5 Hamburger Börse 
Gliche Notierung in MJl für 100 MJl Nennwert 
'Otjne Gewhctr> 
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201.75 
O* 9550 
«tan, 96 25 
W SbQnt 117 50 
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77.50 
93 00 
45 00 
15.00 
30.25 
15.87 
45 00 
Industr.-Btt. 10.6. 9.6. 
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Holsten-Pr. 
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Schuckrrt-81 
Siemens 
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Deutsche Erdöl 
ZD.-ffarden 
îlieudesttz 
ÄNbeşitz 
37.00 
163 OX 
153.00 
114.10 
11500 
131.00 
157 50 
202 25 
144.50 
137.75 
174.87 
110.00 
37.25 
162 50 
153.00 
113.00 
115.00 
131.00 
157.00 
200 00 
143.75 
137.00 
175 00 
22.25 
110.00 
. Amtliche Währungskurse. 
Zku 
1 $nn n& Sterling 
- 
9 6. 8. 6. 
12.415 
2.486 
55.43 
16.395 
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19.48 
12.445 
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Ņķi'ranz. Frank. ....... 16.36 
Şlkg ° >4. ....... 33.95 
a 19,48 
tz/Dbne Gewähr!) Geldkurs 
dky!"^-Elektrolytkupfer per 100 Kg. 9.6. 8.6. 
^Ņi^eii Hba- od. Brem, Rotterd. 52.50 52 50 
^îste gegen Chilesalpeter. 
5o(/ ne chilenische Reederei hat bei einer Kopen- 
{t,ļ"tter Werft 3 kombinierte Passagier- und Obst- 
^"vportdampfer bestellt im Werte von 11)4 Mill. 
tzZ ^3r Lieferung Aug. und Sept. 1937 bzw. Fe- 
1938. Die Werft nimmt Chilesalpeter in 
W ^ n 8 in einer Menge, der Dänemarks Bedarf 
Jahre kezriedigt. 
Handel N«d Wmàl 
Stärkung der industriellen Erzeugungen Polens 
muß das Ziel der Regierung sein, um die Arbeits 
losigkeit zu bekämpfen, erklärte der polnische Fi 
nanzminister. Er sprach sich aber gegen alle künst 
lichen Methoden der Arbeitsbeschaffung aus, die die 
ruhige Entwicklung des Wirtschaftslebens und der 
Finanzen gefährden könnten und unterstrich die un 
bedingte Notwendigkeit, die Festigkeit der Währung 
zu erhalten. Ein Vierjahresplan sicht neben einer 
Reihe von Maßnahmen zur Anregung der privat 
wirtschaftlichen Initiative Aufwendungen in einer 
Gesamthöhe von 1,8 Milliarden Zloty vor. 
Lübeck, 9. 6. Die Schweinezufuhren lagen um 188 
Tiere höher als in der Vorwoche. Qualität gut. 
Infolge der kühleren Witterung wurde das zu 
stehende Kontingent durchiveg abgenommen. Dem 
Kälbermarkt waren diesmal 36 Tiere mehr zuge 
führt. Der Auftrieb entsprach ungefähr dem Be 
darf. Durch die gute Beschaffenheit konnten sich die 
Preise durchweg um 1 MM bis 2 MM verbessern. 
Bei flottem Geschäftsgang Markt schnell geräumt. 
Die aufgetriebenen Schafe reichten qualitativ für 
den Bedarf nicht aus. Eine Preisnotierung fand 
nicht statt. Marktverlauf mittel. Ausverkauft. 
Mittelmarkt Flensburg vom 16. Juni. 
1061 Tiere, davon 919 Schweine, 126 Kälber und 
13 Schafe. Qualität der Schweine recht gut, der 
Kälber gegenüber der Vorwoche wesentlich besser, 
so daß sie als gut angesprochen werden muß. Die 
zugeführten Schweine wurden zugeteilt. Bei den 
Kälbern Handel flott, beste Ware gesucht und im 
Preise etwas anziehend. Markt geräumt. Schweine 
st) 54, bl) 53, 62) 52, c) 50, d) 48, Sauen gl) 51 bis 
53, g2) 47—50, Kälber (Doppellcender) 75—95, an 
dere Kälber st) 54—63, b) 42—53, c) 35-40, d) 25 
KiZ 33. 
Der Segeberger Ferkelmarkt wieder frei. 
Nachdem die Maul- und Klauenseuche im Kreis- 
gebiet wieder weiter zurückgegangen ist, ist der 
Segeberger Ferkelmarkt, der an jedem Mittwoch 
stattfindet, wieder freigegeben. Es dürfen jedoch 
nur Tiere aus vollkommen seuchenfreien Bezirken 
eingeführt werden. 
Rendsburgcr Ferkelmarkt vom 11. Juni. 
Zufuhr: 533 Stück. Handel gut. Markt geräumt. 
Preise: schwere Ware (20—25 Kg.) 64—67, mittel 
schwere Ware (16—20 Kg.) 66—71, leichte Ware (12)4 
bis 15 Kg.) 70—74 Pfg. für % Kg. Lebendgewicht. 
Für allerbeste Ferkel wurde auch über Notiz, für 
abfallende Ware auch unter Notiz bezahlt. 
Nortorser Ferkelmarkt vom 19. Juni. 
Auftrieb 32 Stück, Preise 74 bis 77 Pfg. Handel 
flott. Der Markt wurde früh geräumt. 
Segeberger Ferkelmarkt vom 8. Juni. 
Auftrieb 119. Handel sehr schleppend: es wurden 
nur wenig Tiere verkauft. 
Eckernförder Ferkclmarkt vom 18. Juni. 
Auftrieb 20. Preise je nach Gewicht 65—75 Pfg. 
das halbe Kilo Lebendgewicht. 
Mark' 
litHinovßr 
Brsliü 
Bremsn 
Hamburger Viehmarkt 
vom 11 Juni 1936. 
Ochlen 
Bullen 
Kühe 
Färsen 
Hammel 
Lämmer 
Schafe 
a 
b 
c 
d 
44 
42 
38 
42 
38 
32 
24 
43 
50—53 
46-49 
40-44 
42—44 
Auftrieb 14 Ochsen. 87 Bullen. 224 Kiibe. 34 
Färsen - Fresser °- 411 Rinder und 315 Schafe 
Handel: Rinder zugeteilt. Schaf« rege 
Deutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für 1 Pfd. Lebendgewicht in (Ohne Gewähr) 
10. Juni 1936 
1. Ochsen... 
2. B ... 
3- . ... 
4- „ ... 
I Bullen.,.. 
1. Kühe 
2" 44 
1.Kälber..,. 
2- „ .... 
1. Schafe.... 
2. „ .... 
1. Schweine . 
2* 4, * 
3- 44 • 
l. Sauen ... 
Auftrieb 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweine ... 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweine... 
41 
37 
c9 -41 
37 
65-70 
55-64 
38-40 
30—35 
541/2 
531/2 
511/2 
531/2 
und Ha 
227 
345 
214 
1187 
verteilt 
gut 
gut 
verteilt 
43 
37- 39 
34 
40-41 
37 
38- 41 
34-37 
60—65 
51-60 
37-42 
30-35 
53 
51-52 
49 
47-52 
ndel aut 
573 
1500 
918 
4449 
verteilt 
mittel 
verteilt 
42-44 
40-42 
39-42 
33-38 
63-70 
55—62 
33 
5472 
5372 
501/2 
531/2 
den Märkten 
40-41 
34—37 
64-68 
55—63 
541/2 
5372 
501/2 
50-53 
159 
401 
442 
908 
verteilt 
mittel 
lebhaft 
verteilt 
90 
260 
74 
1849 
verteilt 
mittel 
gut 
zugeteilt 
Husumer Ferkelmarkt vom 11. Juni. 
Auftrieb 324, Handel gut. Markt geräumt. Preise: 
‘20—22, 23—25, 26—28 MM, Jungschweine 35—45. 
Ws. ie P.suà
	        
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