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Toni Zaggler /
Urheberrechtsschutz durch Berlagsanstalt Mauz,
München.
31) Nachdruck verboten.
Rudolf ist maßlos verblüfft. Er hat bei sei
nem Vater auf starken Widerstand gerechnet.
„Was sagt denn der Brandl dazu?" fragt
der Senior weiter. Rudolf zuckt die Achseln.
„Ich weiß es nicht. Bisher hab ich auch mit
dem Mädl noch nichts Bestimmtes bespro
chen."
„Der Brandl ist zwar ein vernünftiger
Mann. Aber immerhin, es.könnte sein, daß
er gegen eine solche Verbindung ist. Was
dann?"
Rudolf meint etwas unsicher:
„Wir hätten allerdings die Möglichkeit, ihn
dazu zu zwingen."
„Ganz richtig, mein Junge. Ich hab gar nicht
geglaubt, daß du so praktisch denken kannst.
Also, versuch es einmal, und wenn du auf
geradem Wege nichts erreichst, dann muß man
eben Druck dahinter setzen."
Alle beide lachen. Der Alte dröhnend und
laut, wie es seine Art ist, der Junge zieht nur
den linken Mundwinkel herab.
Der fernen Moni, über die hier verhandelt
wird, singen die Ohren. Wird sicher der Toni
sein, der jetzt an sie denkt, mutmaßt sie freudig
erschreckt...
Werbung um Mouika.
Der Brandl geht mit dem Kerber vom Holz
schlag herunter. Wieder hat ein schönes Stück
Wald daran glauben müssen. Dem Brandl
blutet das Herz dabei. Aber es hilft nichts.
Er braucht bares Geld. Mit den Steuern ist er
im Rückstand, der Stall bedarf der Erneuerung
und die Dicnboten wollen, wenn die Woche um
ist, ihren Lohn.
Es ist ein milder Vorfrühlingstag. An den
Bäumen stehen die Knospen, prall und bereit,
jeden Augenblick sich zu entfalten. Auf den
Wiesen recken sich schüchtern die ersten Blumen
in der jungen Sonne und die Wolken sind
schon rund wie im Sommer.
Schweigend gehen die Männer nebeneinan
der her.
„Immer noch nicht überlegt?" meint Kerber,
als sie vom Wald heraus in einen Feldweg
einbiegen.
Der Brandl schüttelt den Kopf.
„Herr Kerber, was hab ich dabei zu über
legen? Ihr Antrag ehrt mich natürlich. Aber
es ist der Monika ihr Sach, darüber zu ent
scheiden. Drängen tu ich sie auf keinen Fall."
„Sollen Sie auch gar nicht. Absolut nicht
drängen!"
„Die Monika is auch noch jung", wehrt der
Brandl leise ab.
„Was heißt jung! Ich habe meine Frau mit
achtzehn Jahren geheiratet. Und wie gesagt:
es braucht ja auch nicht Hals über Kopf zu
gehen. Die Hauptsache ist vorerst, daß die jun
gen Leute sich einig werden."
Während die zwei langsam gegen Sintsbach
Hochlandsroman von Hans Srnft
wandern, steht der Kerber junior bei Monika
im Garten und spricht auf sie ein.
„Können Sie mir denn immer noch kein
Wort sagen, das mich hoffen ließe?"
Monika richtet sich von ihrer gebückten Stel
lung auf, stützt die eine Hand auf den Spaten
und schiebt mit der anderen das weiße Kopf
tuch in den Nacken, weil ihr bei der Arbeit
warm geworden ist.
„Ich hab Ihnen doch das letzte Mal schon
g'sagt, daß Sie sich keine Hoffnungen machen
sollen."
„Warum denn nicht. Ist mir vielleicht schon
ein anderer zuvorgekommen?"
Monika blickt nachdenklich über ihn weg.
Wenn sie ihm jetzt sagt, daß dies der Fall sei,
dann hätte sie vielleicht Ruhe vor dem zu
dringlichen Werber. Aber etwas in ihr sträubt
sich dagegen, und sie sagt: „Nein."
„Na, also", sagt Rudolf, wieder angefeuert.
„Wenn dies nicht der Fall ist, warum sträu
ben Sie sich dann dagegen? Sieh einmal,
Mouika" — er sagt plötzlich du zu ihr —, „was
bist du hier, wenn du einmal einen Bauern
nimmst? Du hast nur Arbeit, Sorgen und
Pflichten. Bei mir hast du ein sorgenloses Le
ben, du kannst dir jeden Wunsch erlauben.
Ucberlege dir das einmal ganz genau, Moni
ka." Er faßt nach ihrer Hand, die immer noch
auf dem Spaten liegt. „Ich liebe dich, Monika.
Liebe dich, wie nichts sonst auf der Welt."
Monika blickt in seine Augen und erschrickt
fast vor der heißen Flamme, die ihr daraus
entgegenbricht. Ein tiefer Atemzug hebt ihre
Brust.
„Darf ich offen mit Ihnen reden?"
„Sag nur „du" zu mir. Bitte, sag 's."
„Also gut. Du sagst, du hast mich gern. Das
kann schon sein. Was aber nützt dös alles,
wenn ich dich net gern haben kann."
Rudolf ist über dieses Geständnis in seiner
Eitelkeit tief getroffen. Aber er lächelt.
„Ich habe keine Liebe verlangt. Du sollst
mich erst kennen lernen, dann wirst du mich
auch lieben."
Monika schüttelt seine Hand ab. Ihr Blick
sucht Wald und Berge. Dann sagt sie fest:
„Nein, das kaun ich nie. Das weiß ich be
stimmt."
„Man täuscht sich manchmal, gerade in solchen
Dingen, die das Herz angehen. Nichts ist so
unberechenbar wie das Herz."
„Ich täusch mich net", sagt Monika kurz
und stößt den Spaten von neuem tief in die
weiche Erde.
Rudolf wendet sich beleidigt ab und geht auf
das Haus zu. In der Stube wartet die
Brandlin schon auf ihn.
„Und? Was sagt sie jetzt, die Monika?"
„Sie will einfach nicht!" stößt Rudolf ärger
lich heraus.
„Aber Herr Kerber! Sie dürfen sich bloß
net einschüchtern lassen. So ein Glück für un
ser Madl! Das hätt ich mir nie träumen las
sen. Haben S' nur ein bißl Geduld, Herr Ker
ber. Was ich als Mutter tun kann, das
g'schieht. Auf mich können Sie sich verlassen.
Was sagt denn Ihr Herr Vater dazu? Weiß
er es schon?"
„Natürlich weiß er es. Er drängt mich so
gar zum Heiraten. Es muß eine Frau in
unser Haus. Schon siebzehn Jahre, seit meine
Mutter tot ist, schaffen wir mit fremden Leu
ten."
Rudolf starrt zum Fenster hinaus auf
Monika. Ein Bild frischer Jugend und un
verbrauchter Kraft. Mit solch einem jugend
frischen Mädl könnte er sich schon auch in der
Stadt zeigen,' den nötigen Schliff würde er ihr
bald beibringen. Nein, er wird die Moni
nicht mehr auslassen. Und er wendet sich an
die Brandlin.
„Ich wäre Ihnen natürlich sehr verbunden,
ist immer
hilfsbereit.
Ranch alte §rau hat er schon über
die Straße geführt. §ür andere
ist er hinüber gesprungen, um da»
Gewünschte zu besorgen. Am
liebsten holt er Or. Getter-
Erzeugnisse) denn die kennt er
am „hellen Kopf", und er weiß,
»aß sie gut find. Achtung-
ausfchneiüen! Preisaufgabel
Die Stadt der Reichspartertage wird schöner.
Ein Blick auf die Haupttribüne des Zeppelinfeldes, das jetzt einer durchgreifenden
Neugestaltung unterzogen wird. Das Eisengerüst im Hintergrund dient der Auf
stellung des Säulenabschlusses. Die Säulen werden aus deutschem Naturstein errich
tet und erhalten eine Höhe von 20 Meter. (Heinrich Hoffmann, K.)
wenn Sie mir behilflich sein könnten, das
Mädl umzustimmen."
„Ich Habs Ihnen ja g'sagt. Nur Geduld
müssen S' haben. Ein kleins bisserl Geduld.
Wenn Sie das nächste Mal kommen, sieht die
Sach schon anders aus. Ich kenn mein Mädl.
Die hat meinen praktischen Sinn. Und ich 0^
ja schon allweil gesagt: Meine Moni ist zu fei»
für einen Bauern. Die is zu was Besserem
geboren."
Die beiden können nicht mehr weiterreden,
weil der Brandl mit dem Kerber die Stube
betritt.
Kurz darauf fahren die beiden in ihrem Wa
gen aus dem Hof.
Als Monika bei Einbruch der Dämmerung
den Spaten aus der Hand legt und in die
Stube geht, empfängt sie die Mutter mit der
Frage:
„Was hat denn der Herr Rudolf g'sagt?"
„Ach der!" macht Monika und trocknet sich
die Hände ab.
„Aber du wirst doch net unfreundlich mit
ihm g'wesen sein?" erschrickt die Brandlin.
„Hätt kein Grund, mit ihm unfreundlich zu
sein."
„Das wär auch ganz verkehrt. So eine Par
tie darfst dir net auskommen lassen."
Monika geht an den Schalter und knipst das
Licht an.
„Was für eine Partie? Ich mag ihn doch
net."
„Das kommt schon noch. Verlaß dich darauf.
Wie ich deinen Vater geheiratet hab, da hab ich
ihn auch net so gern g'habt wie heut."
Monika ist's einen Augenblick, als setze ihr
Herzschlag aus. Ihre Augen bekommen einen
harten Glanz.
„Du hast ihn nur wegen dem großen
genommen?" fragt sie hart und beinahe ver
letzend. „Hätt'st du den Vater auch mögen,
wenn er ein armer Holzknecht g'wesen wär?"
„Ja", sagt die Brandlin nach einer Weile,
und die Tochter senkt den Kopf,' denn sie hat
an der zögernden Antwort erkannt, daß die
Mutter nicht die Wahrheit gesprochen hat.
Es wird eine Weile ganz still. Nur die große
Standuhr tickt dazwischen.
(Fortsetzung folgt.)
m
- -i
a — a — be -
— e — e — e —
hen — hö — i
— man — na —
Silbenrätsel.
bie — bon — bren — bro — eher — der
ei — en — et — fant — fun — gel —- gin —
— ing — is — kö — la — lam — le — lis
ne — ne — nen — ner — ni — ni — pel —
sehen — se — sen — sen — son
■ to — um — wer — zel.
Ģ
Mi
à şşM
ï&MÜ
ra — ri — sa — sa — sa
— spa — tai — to
Ans obigen 55 Silben smb 19 Wörter zu bilden, deren An
fangsbuchstaben, von oben nach unten, und dritte Buchstaben,
von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort ergeben.
1. Dickhäuter, 2. Religion, 3. italienische Hafenstadt, 4. natür
liches Heilmittel, 5. Gesäß, 6. europäische Hauptstadt, 7. weibli
ches Jnielt, 8. Nibclungengestalt, 9. Heilanstalt, 10. Muse, 11.
Geivur; 12. Insektenfresser, 13. landwirtschaftliches Gerät,
14. Wirbelwind, 15. Alpcnpaß, 16. Metall, 17. Molch, 18. euro
päischer Staat, 19. spanischer Fluß.
rta
Süi
m
ms
Kreuzworträtsel.
Waagerecht:!, europäisches Gebirge, 4. nordischer Dich
ter, 7. Jagdgöttin, 3. italienische Hafenstadt, 9. Gewässer, 11.
Handwerkszeug, 13. Tierhaut, 15. Haarschmuck, 17. Raubtier,
18. englische Schulstadt, 20. Teil des Rades, 23. Orientierunas-
mittel, 26. türkischer Titel, 27. Hunncnkönig, 28. wohlhabend.
29. Verwandter, 30. Abfall. — Senkrecht:!. Männername.
2. Laubbaum, 3. Sinnesorgan, 4. Insektenfresser, 5. Ticrkörper-
teil, 6. Tageszeit, 10. Gefahr für Schiffe, 11. schnell, rasch, 12.
Flachland, 14. männlicher Vorname, 16. Papageienart, 18.
Metall, 19. Schreibhilfsmittel, 21. gewalztes Metall, 22. Baum.
24. Fisch (Mehrzahl). 25. Verpackungsgewicht.
m
'Ş
\ :■ mm
mi
Billige Fahrt.
„Drei Segel" sind mein Hab' und Gut.
Du fragst mich, was man damit tut?
Ein Zeichen nur brauchst du umzuplaciercn,
und sorglos kannst du durch die Welt klischieren,
denn was die Fahrt kostet, ob wenig, ob viel,
du hast's ja und wählst nur noch das Reiseziel.
Magisches Gitterrätsel.
a — a — a — a — a — c — c — e — e — e — e — h — i
— i—k — k — k — k — 1 — 1 — m — m — 0 _ r — r _
r — r — r — r — s — s — s — s
Aus obigen Buchstaben bilde man Wörter, die, waagerecht
„ Doppel-Pyrmmdenrätsel: 1. a, 2. Ar, 3. Arm, 4. Ralim,
5. Mauer, 6. Mauser, 7. Masuren, 8. Maserung, 9. Grausen,
10. Gauner, 11. Anger, 12. Gera, 13. Ger, 14. er, 15. e.
Aus der Lösung kann man hören: 1. (F) liefen, 2. (E)norm,
3. (R)adler, 4. (S)turm, 5. (E)strich, 6. (N)acht, 7. (G)astronom,
8. (E)pik, 9. (L)ukas, 10. (D)rache. — Fersengeld.
Silbenrätsel für in der Fliegerei Bewanderte. 1. Rumpler,
2. Zeppelin, 3. Rohrbach, 4. Plncschow, 5. Lilienthal, 6. Lange-
chaps, 7. Aerodroni, 8. Drachenflieger, 9. Aichelc, 10. Tribuene.
— Richthofen.
Rcchensportaufgabe:
lüM
E
4 I 5 I 81
toi 7 iarsrrn
IM
Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Spessart, 7. Tor, 8.
Eber, 9. Elbe, 11. Obi, 12. Elk, 15. Mob, 17. Ida, 19. Seni.
21. Null, 22. Ton, 23. Grisette. — Senkrecht: 1. Sterling,
2. Pol, 3. Erbe, 4. Abo, 5. Rebe, 6. Trichine, 10. Elni, 13. Kos,
14. A-Dur, 16. Bett, 18. Ali, 20. Rost
Bridge-Aufgabe:
1. 0-3, 5, *3, <>9
2. 09, D, 3, 6
3. 07, 8, chK, ÖD
4. *5, 9, D, K
5. .>10, A, B. 04
6. *>7 -
B in Abwurfzwang, gibt er OKönig, so macht Z, nachdem
er -> gestochen hat, OBube und zieht dann O. Gibt B ein O,
so Nlacht Y noch zwei OStiche.
2a. OD, 7, 8, chK
3. 06, 9, D, 3
4. chD, K, 5, 9
5. •><;, A, B, 04
6. *7 -
B wieder in Abwnrfzwang, weiter wie oben. Y, Z Machen
und senkrecht gleichlautend, in die Figur einzusetzen sind.
1. Wechselfieber, 2. Galakiitsche, Staatswagcn, 3. Frucht.
Geleitet von W. Koppe.
Aufgabe Nr. 10.
Hinterhand reizt bis 120, Mittelhand hält 120 und spielt
Groß-Spiel aus der Hand mit folgenden Karten:
sch.?)
+ T +
*++
+ +
0
c?
<2> Q
Q L>.
Mittelhand gewinnt sein Groß-Spiel und erhält 66 Auge«.
Hinterhand hat folgendes Blatt: