Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

ScM&si&lp-’Hûldeài 
Keels ïïeuds&ucg. 
Nortorfer Haushaltsplan verabschiedet. 
Nortorf, 6. April. In der letzten Sitzung der 
Gemeinderäte wurde der Haushaltsplan für 
1936 beraten. Bürgermeister Hein erläuterte 
den neuen Haushaltsplan. In der Abdeckung 
der alten Schulden ist man gut vorwärts ge 
kommen. Auch das Steueraufkommen zeigt ein 
günstiges Bild. Während im schlechtesten Jahre 
1932 das Gesamtsteueraufkommen bei der 
Kommunalsteuer 83 607,24 MJi betrug, ist in 
den folgenden J-ahren eine merkliche Steige 
rung eingetreten. Im Jahre 1933 gingen 
99159,01 MJI, im Jahre 1934 104 258,13 MJi 
und in 9 Monaten des Jahre 1935 bereits 
113 061,40 MJi städtische Steuern ein. Der 
neue Haushaltsplan weist im Voranschlag in 
Einnahme und Ausgabe die Summe von 
401972,— MJi auf. Die Stadt zähle jetzt nur 
noch 6—7 anerkannte Wohlfahrtserwerbslose. 
Der Bürgermeister berichtete über die Fertig 
stellung der Bahnhofstraße, ein Projekt, dessen 
Durchführung regulär 30 000 bis 40 000 MJI 
erfordert haben würde. Durch Beschaffung des 
Materials aus eigenen Beständen sei die 
Durchführung überhaupt nur möglich gewesen. 
Den Anwohnern der Bahnhofstraße sei hier 
durch, ohne Belastung durch Anliegerkosten, 
ein großes Entgegenkommen bewiesen. Eine 
Belastung erfährt die Stadtkasse im Jahre 
1936 insofern, als außer den laufenden Zinsen 
auch die Tilgung alter Schulen ab 1. Oktober 
beginnen muß. — Es wurde dann der Stel 
lenplan besprochen, der wesentliche Verände 
rungen nicht erfährt. Hein hat am 1. April 
1936 seine hauptamtliche Anstellung als Bür 
germeister erhalten. 
Darauf wurden noch Einzelheiten aus dem 
Haushaltsplan besprochen. Die Gemeindebe 
triebe (Gaswerk und E-Werk) haben gut ge 
arbeitet. Besonders das E-Werk hat sich gün 
stig entwickelt. Der Beieordnete für die Be 
triebswerke Vetter gab hier einen guten 
Ueberblick. Die Einführung der Grundgebüy- 
rentarife hat sich in bedeutend höherem Strom 
verbrauch ausgewirkt, der zu billigen Preisen 
an die Konsumenten abgegeben wurde. Die 
Kurve im Verbrauch hat sich hier z. B. von 
1933 ab von 17 000 auf 27 000 Kwh im Jahre 
1935 erhöht. Auch das GaNverk schließt zufric- 
denstellenü ab. 
Die Gemeindeältesten gaben dann dem 
Haushaltsplan ihre Zustimmung. 
* * 
fa. Schacht-Audorf, 6. April. Die NS. Frau 
enschaft hielt am Sonnabend im Hotel „Glück 
Auf" einen bunten Abend ab. Die Veranstal 
tung wurde von der Ortseinwohnerschaft sehr 
gut besucht, so daß der Saal anfangs überfüllt 
war. Durch Musikstücke wurde der Abend ein 
geleitet. Alsdann hielt die Ortsfrauenschafts 
leiterin, Frau Kock, Audorf, die Begrüßungs 
ansprache. Vom Gemischten Chor wurden einige 
Volkslieder zum Gehör gebracht, welche starken 
Beifall ernteten. Der BDM. zeigte bunte Tän 
ze und der Turnverein führte gymnastische 
Uebungen vor. Weiter wurde ein Theaterstück 
aufgeführt und es fand, während getanzt wur 
de, eine große Verlosung, ein Erbsenraten und 
die Versteigerung einer Torte statt. Im gan 
zen war es ein wohlgelungener Abend und ein 
richtiges Gemeinschaftsfest eines Dorfes, trotz 
dem das Fest zum 3. Mal angesetzt war. 
tw. Westerrönfeld, 6. April. Der Sport- und 
Spielvcrein „Holstein" von 1922 hatte am 
Sonnabend zu einer Kaffeetafel im Lokale 
„Louisenlust" eingeladen, die, wie der Vorsit 
zende in seiner Ansprache betonte, den Auftakt 
für die sportliche Arbeit des Sommers bildete. 
Die Mitglieder waren zahlreich erschienen. 
Jevenstedt, 6. April. Werkzeug gefunden. 
Bor längerer Zeit wurde in Jevenstedt ein 
Paket mit Steinbohrer und einer Dose Blitz- 
Stein gesunden. Es handelt sich um neues 
Werkzeug. Abzuholen bei der Gendarmerie in 
Jevenstedt. 
R. Nortorf, 5. April. „Der Erbstrom". Durch 
eine günstige Gelegenheit war es gelungen, 
das Schauspiel „Der Erbstrom" nach Nortorf 
zu bekommen. Die Aufführung fand am Sonn 
abendabend durch hervorragende Künstler der 
Theatergruppe des Reichsausschusses für 
Volksgesundheitsdienst im Schützenhof statt. 
Rektor Petersen begrüßte die zahlreich erschie 
nenen Volksgenossen und wies auf die Wich 
tigkeit der Rassenpflege und auf die Bedeu 
tung des bevorstehenden Schauspiels hin. Mit 
den Worten, daß ein erbgesundes deutsches 
Volk das Fundament des Aufbaues sei, schloß 
Rektor Petersen seine Ausführungen, und das 
Volksschauspiel „Der Erbstrom" ging an den 
Augen der Zuschauer vorüber. In klarer ein 
deutiger Form und treffenden Beispielen 
wurde den Volksgenossen die große Bedeutung 
der Erbgesundheitspflege für die Nation be 
greiflich gemacht. Diese Aufführung fand den 
Beifall aller Zuschauer. 
N. Nortorf, 5. April. Ein rheinischer Abend 
der Landhelfer. Am Sonnabend, dem 4. April, 
hatten sich alle im Bezirk Nortorf beschäftigten 
Landhelfer und Landhelferinnen zu einem 
Rheinischen Abend in Gasthof Ritzebüttel ein 
gefunden. Der in Kathensteöt beschäftigte Köl 
ner Jung Willy Piel hatte es verstanden, alle 
Landhelfer zusammenzubringen. Der Abend 
wurde ausgefüllt mit Vorträgen, Tanz und 
Gesang. Die echten Kölner Humoristen Tön- 
nes und Schäl waren in großer Form und er 
hielten reichen Beifall für ihre Witze. Bei einer 
Tombola, zu der auch die Bauern gestiftet hat 
ten, wurden schöne Sachen zur Verteilung ge 
bracht. Der Abend verlief in harmonischer 
Weise und hatte seinen Zweck nicht verfehlt. 
An der Stimmung konnte man bemerken, daß 
es allen Lanöhelfern bei uns in Holstein gut 
gefällt. 
es. Bordesholm, 7. April. Ergriffener Aus 
reißer. Der zehnjährige Hermann P. aus 
einem südlich von Neumünster liegenden Dorf 
hatte sich am Sonntagnachmittag gegen 6 Uhr 
aufgemacht, um zu Fuß über Neumünster nach 
Kiel zu wandern. Daselbst wohnt seine Groß 
mutter, bei der er bis vor einem halben Jahre 
in Pflege war. Der kleine Mann hatte sich 
wohl in der Kilometerzahl verrechnet. In 
Bordesholm fiel Hermann einem Manne auf, 
der ihn ansprach und dafür Sorge trug, daß 
sich die Gendarmerie mit dem Kleinen befaßte. 
Er wurde nach der Herberge zur Heimat ge 
bracht, woselbst er auch Abendbrot erhielt, 
denn die beinahe dreistündige Fußwanderung 
hatte großen Hunger verursacht. Hier erzählte 
Hermann davon, daß er seine Großmutter in 
Kiel besuchen wolle, um daselbst zu bleiben. 
Bei seiner Mutter müsse er schwer arbeiten, 
und Schläge bekomme er täglich. Sein Vater 
sei lungenkrank und befinde sich für ein halbes 
Jahr im Schwarzwald. Auch erzählte er so 
mancherlei von zu Hause, das bei den Zuhö 
rern Mitleid erregte. Inzwischen hatte aber 
die Bordesholmer Gendarmerie in Neumün 
ster Nachforschungen angestellt, um die Mutter 
zu verständigen und zu beruhigen. Dabei er 
gab sich die Tatsache, daß Hermann einen fal 
schen Familiennamen angegeben hatte. Am 
Montagmorgcn mußte der Ausreißer Farbe 
bekennen. Die Nachforschungen hatten auch er 
geben, daß Hermann gar kein Mitleid verdient 
hat. Abgesehen von Lügereien kann er auch 
keinen Unterschied machen zwischen Mein und 
Dein. Hermann ist also bei der zuständigen 
Gendarmerie kein unbeschriebenes Blatt mehr. 
Er wurde nach Neumünster gebracht, ohne ihn 
wieder der Mutter zuzuführen. Eine Erzie 
hungsanstalt soll nun versuchen, aus Hermann 
P. wieder einen ordentlichen Jungen zu 
machen. 
sk. Luhnstedt, 6. April. Eine Seltenheit 
dürfte ein Hühnerei sein, welches von einer 
Junghenne des Einwohners Asmus Hamme 
rich gelegt wurde. Es hatte zwei Dotter und 
zeigte das stattliche Gewicht von 115 Gramm. 
Eine Besprechung über das diesjährige 
Ringreiten fand am Sonnabend in der Gast 
wirtschaft von Johann Hartmann statt. Be 
schlossen wurde, das Fest am 17. Mai- abzuhal 
ten. 
Hamdorf, 6. April. Konfirmation. Am Sonn 
tag Palmarum wurden in der Kirche zu Ham 
dorf 35 Knaben und 37 Mädchen von Pastor 
Dr. Jacobsen eingesegnet. Im ganzen betrug 
die Zahl der Konfirmanden 77. 6 Knaben un 
serer Schifferjugend wurden bereits am 2. Fe 
bruar d. I. konfirmiert. 
jj. Alt-Duvenstedt, 7. April. Traurige Bot 
schaft. Während die Familie des hiesigen 
Bauern Klaus Nüvc sich anläßlich der Konfir 
mation des ältesten Sohnes Hans im engeren 
Kreise zusammengefunden hatte, traf die tele 
fonische Nachricht ein, daß die im städtischen 
Krankenhaus in Rendsburg schwer darnieder 
liegende Mutter gestorben sei. An der Bahre 
der im Alter von 43 Jahren so jäh Verschiede 
nen trauern der schwergeprüfte Gatte sowie 
8 Kinder, von denen das Jüngste erst 3 Jahre 
alt ist. Die um die sorgende Hand der Frau 
und Mutter beraubten Familie wird allge 
meine Teilnahme entgegengebracht. Ebenfalls 
starb hier im Alter von 83 Jahren die Alten 
teilerin Margareta Kühl geb. Sahr. Wir ha 
ben somit in einer Woche zwei Fterbefalle in 
unserem Ort. 
Keels Sckeettļäcde 
Grotzseuer in Brekendvrs. 
kx. Brekendorf, 7. April. (Eig. Drahtbericht.j 
Gestern um 9.30 llhr vormittags brach bei dem 
Bauern Christian Mohr ein Schadenfeuer aus. 
In dem Torfschuppen kam das Feuer zum 
Ausbruch. Das Feuer sprang auf das Wohn 
haus über, das bis auf die Grundmauern ab 
brannte, trotzdem sich die Wolfskrüger und 
Brekendorfer Feuerwehr die größte Mühe ga 
ben, das Feuer einzudämmen. Das Vieh konn 
te gerettet werden, ebenso der größte Teil der 
Möbel. 
* m * 
bg. Vogelsang-Grünholz, 6. April. Die NS- 
Frauenschaft, Ortsgruppe Vogelfang, beging 
am Sonnabend im Saal der hiesigen Gastwirt 
schaft ihr 2jähriges Bestehen. Zu diesem ge 
mütlichen Abend hatten alle Mitglieder ihre 
Männer eingeladen. Es wurden verschiedene 
Vorführungen dargebracht, u. a. auch Volks 
tänze des BDM. Vogelfang. 
bg. Karby, 6. April. Konfirmation. Am 
Sonntag Palmarum fand in der hiesigen Kir 
che die Konfirmation statt. Es wurden 65 Kin 
der eingesegnet und zwar 34 Knaben und 31 
Mädchen. 
Keels Schleswig. 
Auf der Schlesivig-Rendsburger Chauffee 
tödlich verunglückt. 
Schleswig, 6. April. Am Sonntagabend be 
fand sich der 69jährige Arbeiter Siemsen vom 
Stadtfcld von Jagcl aus aus dem Heimweg. 
Ein in gleicher Richtung fahrender Kraft- 
wagen überholte in der Kurve beim Eisen 
bahnübergang den Fußgänger. Mit den Vor 
derrädern war der Kraftwagen bereits vorbei, 
als S. plötzlich eine torkelnde Bewegung 
machte, vom Sucher des Kraftwagens erfaßt 
und auf die Landstraße geworfen wurde, wo 
er rücklings zur Fahrtrichtung niederfiel. Der 
Verunglückte trug schwere innere Verletzun 
gen davon, denen er nach wenigen Minuten 
erlag. 
Schleswig, 6. April. Wieder eine Festnahme 
wegen gewerbsmäßiger Abtreibung in Schles 
wig. Die frühere Hebamme König wurde hier 
wegen gewerbsmäßiger Abtreibung im Auf 
träge der Staatsanwaltschaft Flensburg fest 
genommen und dem hiesigen Amtsgerichtsge- 
füngnis zugeführt. Damit' erhöht sich die Zahl 
der wegen Verbrechens gegen 8 218 in Schles 
wig festgenommenen Personen auf sechs. Die 
polizeilichen Ermittlungen werden fortgesetzt. 
— Wie wir erfahren sind die Ermittlungen ge 
gen die bereits früher festgenommenen Per 
sonen zum größten Teil zum Abschluß gelangt. 
Diese Fälle dürften voraussichtlich in der im 
Mai stattfindenden Schwurgerichtsperiode zur 
Aburteilung gelangen. 
hr. Erşde, 5. April. Konfirmation. In der 
hiesigen Kirche wurden heute 46 Kinder durch 
Pastor Petersen konfirmiert und zwar 34 aus 
Erfde, 6 aus Bargen und 6 aus Thielen. 
Aus Eideesiedt 
Tör 
onning, 7. April. „Urwarf Tofting", so 
heißt eine Sendung, die der Deutschlandsender 
am Sonntag, dem 12. Aprils früh von 8.40 bis 
6.00 llhr im Landfunk bringt, womit er eine 
zum Teil schon gesendete Aufnahmereihe be 
ginnen läßt, um seine Hörer mit dem Werden 
und der Eigenart der Landschaft Eiderstedt 
bekannt zu machen. Die Sendung wird einge 
leitet durch den Gesang einer Eiderstedter 
Trachtengruppe, die den Eiderstedter Trink 
spruch vorträgt. Dann spricht Dr. Geerkens in 
Unterhaltung mit dem Aufnahmeleiter Di- 
plomlandwirt Deichmann über das Werden 
des Landes mrd des Eiderstedter Volkstuurs, 
von der bei Tönning gelegenen Toftinger 
Warf ausgehend, von der aus die Besiedlung 
dieses Gebietes vor etwa 2000 Jahren erfolgte 
und von der jetzt die Ausnahme erfolgt ist.' 
Aus Keels Uiesum 
Hz. Schwabstedt, 6. April. Konfirmation in 
der Schwabstedter Kirche. In der Schwabsteö- 
ter Kirche wurden am Sonntag Palmarum 
durch Pastor Meyer 36 Kinder konfirmiert. 
{/m* ffîäideâckeH 
Flensburg, 6. April. Pastor Weiland 89 
Jahre alt. Pastor i. R. Weiland, Flensburg, 
begeht am 17. April d. I. seinen 90. Geburts 
tag. Der Jubilar wurde am 17. April 1846 in 
Oldenswort in Eiderstedt als Sohn des dor 
tigen Pastors geboren. Nach beendetem theo 
logischen Studium war er zunächst als Haus 
lehrer in Wittstedt bei Hadersleben tätig. Er 
übernahm dann das Pfarramt in Klanxbüll, 
kam von dort nach Humptrup, Kreis Süöton- 
Aus UeUenwestedt, Ucuteeau-HadetnoeseUeH 
Jimd Uh'ityefyetid 
vs. Schenefeld, 6. April. Neuer Postmeister. 
Zum 1. April ist unser langjähriger Postmei 
ster Fritz Stammer, der 25 Jahre am hiesigen 
Postamt tätig war, nach Lübeck versetzt wor 
den. Zu seinem Nachfolger ist Postsekretär 
Ludwig Rahlf aus Uetersen an das hiesige 
Postamt versetzt worden. Stammer bekleidet 
hier im Ort verschiedene Ehrenämter. Der 
Turnverein, dessen Vorsitzender er bis jetzt 
war, veranstaltete für ihn einen sehr gut be 
suchten öffentlichen Abschiedsabend. 
vs. Wacken, 6. April. Konfirmation. Nachdem 
am Sonntag, dem 29. März, die Prüfung der 
Konfirmanden stattfand, wurden am Sonntag 
Palmarum 56 Konfirmanden aus dem Kirch 
spiel Wacken durch Pastor Beuck in der hiesi 
gen Kirche eingesegnet. 
dern, und 1886 nach Esgrus in Angeln, wo er 
bis 1916 in großem Segen wirkte. Er trat 
dann in den Ruhestand und lebt seitdem mit 
seiner Gattin in Flensburg. Seine drei Söhne 
machten alle den Krieg an der Front mit und 
durften auch alle glücklich heimkehren. Zwei 
seiner Töchter verheirateten sich mit den bei 
den Inhabern der großen und angesehenen 
Holzfirma in Apenrade, von denen der jünge 
re vor einigen Jahren starb. — 1934 konnte 
das Ehepaar Weiland das seltene Fest der 
Diamanthochzeit feiern. Es wurde an diesem 
Ehrentage durch einen Glückwunsch des 
Reichspräsidenten von Hindenburg erfreut- 
der Landesbischof übersandte ihm ein pracht 
volles Kruzifix. — Pastor Weiland, der geistig 
und körperlich noch außerordentlich rüstig und 
frisch ist, wird den Geburtstag bei seinen Kin 
dern in Apenrade begehen. 
Aus U&edpiesiûtod 
Sechsjähriger Junge bei einem Autounglück 
in Leck getötet. 
Leck, 6. April. An der Straßenkreuzung 
Bahnhofstraße—Norderbergstraße in Leck stieß 
ein aus der Bahnhofstraße kommendes Auto 
mit einem aus der Hauptstraße kommenden 
Wagen zusammen. Der aus der Hauptstraße 
kommende Wagen wurde zur Seite geschleu 
dert und kippte um. Ein kleiner Junge im Al 
ter von 6 Jahren wurde tot unter dem Wagen 
herausgeholt. Der Lenker des aus der Haupt 
straße kommenden Wagens mußte schwerver 
letzt ins Krankenhaus nach Niebüll gefahren 
werden. 
Jubiläum. Der Reichsbahnbedienstete Lade 
schaffner Broder Jacobsen in Niebüll konnte 
am 3. April auf ein 26jähriges Dienstjubiläum 
bei der Reichsbahn zurückblicken. Bei der Ab 
tretung der 2. Zone ist Jacobsen von Tondern 
in den deutschen Reichsbahndienst übergetre 
ten. (kv.) 
AU-HoedsdUeswig. 
Eine Poliklinik aus Alfen. 
Sonderburg, 6. April. In der Landesirren 
anstalt in Augustenburg auf Alsen wird am 
16. April eine Poliklinik eröffnet, in der be 
dürftige Gemütskranke kostenlos behandelt 
werden. Eine solche Poliklinik besteht für ganz 
Dänemark zur Zeit nur an der Universität 
in Kopenhagen. 
Wieder Haustöpferei auf Broackcrland. 
Broacker, 6. April. Auf der Halbinsel Bro- 
acker beginnt daß Töpferhandwerk wieder als 
Hausindustrie aufzuleben. Einige bisher Er 
werbslose haben sich darin geübt und nun mit 
der Herstellung von Küchengerät usw. begon 
nen. Für die Ware mangelt es nicht an Ab- 
Aus DiUutoOesckeH 
Eine Rundfunksendung 
über das Klaus-Groth-Muscum in Heide. 
Heide, 6. April. Die heutige so rege nieder 
deutsche Bewegung, die sich in mannigfachen 
Verbünden Kampfmittel zur Hebung platt 
deutscher Sprache geschaffen hat, kann sich auf 
viele Ahnen berufen. Einer der wesentlichsten, 
dessen geistiges Erbgut heute noch volle Gül 
tigkeit hat, ist Klaus Groth.— Klaus Groth 
war nicht der erste, der das Plattdeutsche zur 
Literatursprache erhob und ihm Bewunderung 
verschaffte, aber er war der, der mit seinem 
Quickbvrn zum ersten Mal eine bis dahin un- 
gekannte breite Wirkung fand. Er trug das 
Wissen um die Musik und den Bildungswert 
des Plattdeutschen in Kreise, die weit über den 
im Quickborn gewählten Sprachbezirk hinaus 
gingen. Der Weg zum Quickborn war für 
Groth nicht leicht, er kam im Grunde vom 
Hochdeutschen her. Aber man versteht das 
stille Kämpfertum, die Mühsale Klaus Groths, 
wenn man um sein Werden weiß, und man 
versteht seine Erfolge, wenn man seine Bin 
dung im eigenen Volkstum, sein Herkommen 
kennt. 
In diese Welt Klaus Groths führt am Frei 
tag, den 10. April, 11.45 Uhr, eine Sendung 
des Reichssenders Hamburg: „Klaus Groth, 
sein Herkommen aus dem Volk, sein Wirken 
für das Volk" ein. Sie leitet in das als ein 
eigenes Museum gepflegte Geburtshaus 
Groths in Heide. Aus der Unterhaltung, die 
sich bei dem Gang durch dieses Geburtshaus 
ergibt, fühlt man die ganze Stimmung, aus 
der Groth wurde. Wir sehen noch heute die 
Handwerker, die Bauern, die im Hause seines 
Vaters verkehrten, und die ihm die plattdeut 
sche Sprache zum Erlebnis werden ließen, 
gleichzeitig aber auch angesichts seiner Stu- 
dierstuüe die Mühen, die er sich machte, um 
dieses Plattdeutsche zur literarischen Gültig 
keit zu bringen. 
Neuer Oelfnnd bei Heide. 
Heide, 6. April. Bei Heide ist jetzt die dritte 
Erdölbohrung in 450 Meter Tiefe fündig ge- 
lTchlub des redaktionellen Teils.) 
Beilagenhinweis. 
„Immer wieder Mercedes-Schuhe". Eine Beilage 
mit diesem Titel läßt die Firma Schuhhaus Mar 
tens, Rendsburg, einem Teil der heutigen Auslage 
der „Landeszeitung" beifügen. 
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