Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdienst 
gelockerte Butterbestimmungen - 
Şahneeinşchränkung aufgehoben 
In einer Anordnung der HV. der deutschen 
Milchwirtschaft, die die Butterlieferungen betrifft, 
es u. a.: 1. Die Molkereien sind grundsätzlich 
^k^chtigt, bis auf iveiteres über ihre jeweilige 
üenerzcugung an Butter bis zur durchschnitt 
enen Wochenerzeugung des Jahres 1935 frei zu 
. Ct i*ißeu. 2. Die wöchentlichen Buttermengen, die 
"bei den Wochendurchschnitt des Jahres 1935 hin 
aus voraussichtlich erzeugt werden, müssen dem zu- 
îálldigen Milchwirtschaftsvcrbaud wöchentlich ge- 
^eldet werden. Wird binnen fünf Tagen nach 
Abgang der Meldung über diese Menge durch den 
lilchwirtschaftsverband keine bestimmte Anweisung 
Illeben, kann die Molkerei darüber frei verfügen. 
' Die Molkereien können über die Ziffer 2 hin- 
Buttermengen dem zuständigen Milchwirt- 
^aftsverband schriftlich andiene». Verfügt der 
: lllchwirtschaftöverband über diese Mengen nicht 
blncrhalb fünf Tagen, so gilt die Andienung als 
^gelehnt. 4. Den Molkereien ist verboten, Butter 
âņzukauscn. Nur unter besonderen Umständen sind 
«lusnahmen möglich. 5. Großverteiler, die nicht im 
Wirtschaftsverkehr ihren Bedarf einzudecken 
Erwögen, haben den notwendigen Ergänzungs- 
kdarf bei den zuständigen Milchwirtschaftsverbän- 
anzufordern. 6. Die Großverteiler sind berech- 
'3t, überschüssige Buttermengen auf eigenes Risiko 
Anzulagern. Die Lagerbestände sind jede Woche 
zuständigen Milchwirtschaftsverband zu mel- 
7. Die Molkereien und Großverteiler haben 
ļļJïe laufenden Liefervcreinbarungen. deren schrist- 
>cher Abschluß empfohlen wird, dem zuständigen 
"lchwirtschaftSvcrband zur Kenntnis zu bringen. 
Den Postversaud von Butter dürfen nur die- 
^nigLn Molkereien und Verteiler ausüben, die be- 
^lls im Jahre 1935 diesen Absatz getätigt haben. 
int Postversand abgesetzte Butter darf den 
durchschnitt des Butterversandes der Jahre 1934-35, 
die einzelnen Monate verteilt, nicht überstei- 
g. Die von den früheren Milchversvrgungs- 
^rbänden und Großverteilervereinigungen im 
Şhre 1935 erlassenen Anordnungen über Şahnc- 
"'schränkung und Butterlieferung werden mit 
Wirkung vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser 
Einordnung aufgehoben. 10. Diese Anordnung tritt 
1. Mai 1936 in Kraft. 
Die Arbeitssront-V?rsicheri»iigerr 
Egen ihre Berichte unter der neuen Führung vor. 
^ handelt sich dabei um drei Gruppen von Ber- 
Uchcrungsgesellschaften mit acht Gesellschaften, die 
1085 einen Versichernngshestand von 1,75 Milld. 
hatten und 4,3 Millionen versicherte Personen 
^faßten. Ter Versicherungszugang betrug 1935 
Mill. MM gegen 251 Mill, â« im Vorjahre, 
^le Prämieneinnahmen beliefen sich 1936 auf 75 
Mill. â/k. Für Neuanlagen wurden 1935 57 Mill. 
bereitgestellt. Abgesehen von der Kraftfahr- 
äeugversicherung schließen alle Sparten mit einem 
Gewinn ab. Der Schadensverlauf kann, abgesehen 
"°n der Kraftfahrzeugversicherung, als günstig au 
ssehen iverden, und auch der Storno, der 1984 noch 
^-6 Mill. MM betragen hatte, ist 1935 auf fast 
“ te Hälfte, nämlich 41,2 Mill. MM zurückgegangen. 
Tagesfragen der Schuhwirtschaft 
9 s « Weimar trat die Fachgruppe Schuhwaren der 
^ìetschaftsgruppe Groß-, Ein- und Ausfuhrhandel 
zu einer Reichstagung zusammen. In eingehender 
Aussprache wurden die TageSsragen der Schuh 
wirtschaft erörtert. Dabei wurde insbesondere fest 
gestellt, daß der Großhandel die Einführung von 
Einheitspreislisten der Schuhindustrie für eine un 
erläßliche Voraussetzung für die Gesundung des 
Marktes hält. Der Großhandel müsse dabei aber 
so gestellt werden, daß er seine Leistungsfähigkeit 
gegenüber dem Einzelhandel behält. Die Erörte 
rung über die Frage der Einkaussvereinigungen, 
denen der Großhandel bekanntlich ablehnend gegen 
übersteht, wurde von der Tagesordnung abgesetzt. 
Lehrlingsurlaub für 1S36 
Der Lanbeshandwerksmeister der Nordmark gibt 
bekannt: Wie im Jahre 1935, so hat auch für daS 
Jahr 1936 der Treuhänder der Arbeit Richtlinien 
für die Gewährung eines Urlaubs herausgegeben. 
Danach soll jugendlichen Arbeitern, Angestellten 
nnd Lehrlingen unter 18 Jahren folgender Urlaub 
gewährt werden: 
im 1. Lehr- oder Berufsjahr 12 Werktage, 
im 2. Lehr- oder Berufsjahr 10 Werktage, 
im 3. Lehr- oder Berufsjahr 8 Werktage, 
im 4. Lehr- oder Berufsjahr 6 Werktage. 
Jugendliche, Sie nachweislich an einem Lager der 
HI. oder des BDM. teilnehmen, sollen mindestens 
12 Werktage Urlaub erhalten. Der Erholungs 
urlaub ist nach Möglichkeit während der Monate 
April bis Oktober zu gewähren. In Sommer- 
saisongcwerben ist aus deren besondere Wirtschafts 
verhältnisse Rücksicht zu nehmen und der Urlgub 
in die arbeitsflaue Zeit zu legen. Sofern in wirt 
schaftlich gefunden und besonders leistungsfähigen 
Betrieben durch Betriebsordnung oder Einzelver 
einbarung günstigere Urlaubsbestimmungen getrof 
fen sind, sind selbstverständlich diese maßgebend. 
Ich erwarte, daß daS Handwerk der Nordmark sich 
strikte an diese Richtlinien hält und jedem Lehr 
ling den ihm zukommenden Urlaub gewährt. Be 
sonders weise ich noch auf die Möglichkeit hin, die 
Lehrlinge in die Urlaubslager zu entsenden. Nä- 
here Auskunft über den Zeitpunkt dieser Lager 
erteilen ic Leiter der Urlaubsaktion bei den Kreis 
waltungen der DAF. 
Soweit Lehrlinge in Kost und Wohnung sind, 
ist ihnen vor Ilntritt des Urlaubs ein entsprechen 
der Betrag für nichtgewährte Kost und Wohnung 
{MM 1,50 pro Tag) auszuhändigen. 
Die Abschlußprüfung 
für Berufsmelker und junge Landwirte. 
Am 26. und 27. Mai 1936 fanden auf der Melker 
schule Sophienhof bet Flensburg die Abschlußprü 
fungen von drei Lehrgängen für Berufsmelker — 
Melkermeister und -gehilfen — und Jungbauern 
statt. Der Prüfung unterzogen sich insgesamt 17 
Melkergehilfen, 18 Melkermeister und 4 Bauern 
söhne. 2 Teilnehmern am 8-Wochen-Lehrgang sür 
Melkermeister konnte nur der Gehilfenbrief zuer 
kannt werden. 4 Melkergehilfen wird der Gehilfen- 
brief erst nach einem Jahr ausgehändigt werden, 
nachdem sie sich auch weiter in der Praxis bewährt 
haben. Staatspreise wegen besonders guter Leistun 
gen wurden 2 Melkergehilfen sowie 2 Melkermei 
stern zugesprochen. 
Tagung der Bodenschätzer in Goslar. 
Am 4. 7. veranstaltet der Reichsnährstand in 
Goslar eine Sondertagung der zuständigen Sach 
bearbeiter, auf der vor allem Fragen der Boden- 
schätzung besprochen werden. Auf dieser Tagung 
werden voraussichtlich Dr. Baden, Bremen, und 
Niederschlag, Oldenburg, über die Moorböden und 
ihre Bewertung: Dr. Herzog, Berlin, über die Bo 
denkartierung und Dr. Leber, Frankfurt a. M., 
über die Boöenschätzung auf der 3. Reichsnähr 
stands-Ausstellung berichten. Auf der Tagung, die 
in Form eines Lehrgangs durchgeführt wird, sol 
len die zuständigen Sachbearbeiter in den Landcs- 
baueruschaften auf einigen wichtigen Gebieten ihrer 
Arbeit die notwendigen Richtlinien erhalten. 
Die Pläne um den Reichsbahn-Tarif 
Infolge der angespannten Finanzlage mußte die 
Reichsbahn den Gedanken einer Tarifreform zu 
rückstellen und sich mit einer Erhöhung der Frach 
ten um 8 vH begnügen. Der Gedanke der Tarif- 
reform war jedoch damit nicht ausgegeben. Bei den 
derzeitigen Plänen handelt cs sich nicht um eine 
Reform im ursprünglichen Sinne des Wortes, denn 
an den bestehenden Grundlagen de§ Tarifsystems 
wird in keiner Weise gerüttelt. So wird weder das 
gemeinwtrtschastliche Prinzip im Reichsbahntarif 
aufgegeben, noch ist an eine Aufhebung des Staffel 
tarifes oder au eine Aenderung des Tiertarifs ge 
dacht. Auch die Frachtbercchnungsgrundlagen blei 
ben die gleichen wie bisher. Die Absichten der 
Reichsbahn laufen vielmehr darauf hinaus, eine 
Bereinigung und bessere Ausgestaltung des zur 
Zeit bestehenden Tarifsystems zu erreichen. Jeden 
falls besteht nicht die Absicht, aus Grund der ge 
planten Maßnahmen der Wirtschaft neue Lasten in 
Form von Tariferhöhungen aufzuerlegen. 
Ueber den Inhalt der sogenannten Tarifreform 
ist zu sagen, daß zu den bestehenden sieben Wagen- 
ladungsklassen A—G noch eine achte Wagen 
ladungsklasse H geschasfen wird. Dort werden solche 
Güter Aufnahme finden, die bisher zu Ausnahme- 
tarifen befördert wurden, deren Frachtsätze durch 
feste Abschläge von den Frachtsätzen der Klasse G 
gebildet werden. Infolgedessen werden auch Ans- 
nahmetarife, deren Frachtsenkung im Verhältnis 
zur Klasse G ausgedrückt wird, in Zukunft auf die 
neue Wagenladungsklasse H aufgebaut. Durch die 
Bildung der neuen Wagenladungsklasse H ivird 
zwangsläufig die Klasse G eine 6 To. Nebenklasse 
erhalten, ein Umstand, der, da für die Wagen- 
ladungsklasse G eine eigene 6 To. Nebenklasse bis 
her nicht bestand, für die Wirtschaft von nicht un 
wesentlicher Bedeutung ist, denn bisher gelangte 
statt einer eigenen 5 To. Nebenklasse bei G die 
Nebenklasse F 5 bei der Frachtberechnung zur An 
wendung. 
Weiter ist beabsichtigt, entbehrlich gewordene oder 
minüerivichtige Ansnahmetarife in den Normal 
tarif einzuarbeiten. Hierdurch iverden sich nicht 
immer die alten Frachtsätze aufrechterhalten lassen, 
zum Teil werden die Versender mit leichten 
Frachterhöhungen, zum anderen Teil dagegen mit 
Frachtnachlässen zu rechnen haben. Die Reichsbahn 
denkt nicht daran, das sich bestens bewährte System 
der Ausnahmetarifierung auszugeben. Endlich 
wird noch der im Januar eingeführte Frachtzuschlag 
von 5 vH im Tarifsystem fest eingebant. 
ZMlral-Ferkelmarkt 
der Vrosmz Schleswig-Holstein 
am Donnerstag, dem 11. Juni 1936. 
'*» der stadtiichen Bn'bmarkthaüe zn RenSSbnra 
. Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 533 Stück 
?cgen 563 Stück in der Vorwoche, mithin eme Min- 
Ekzufuhr von 30 Stück. Es ivurde» gezahlt für 
schwere Ware (20—25 Kg.) 0,64—0,67 MM 
'nittelschwere Ware (15—20 Kg.) 0,66—0,71 MM 
-leichte Ware (1214—15 Kg.) 0,70—0,74 MM 
ļ Uï 'A Kg. Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel 
. Nrde auch über Notiz, sür abfallende Ware auch 
'"er Notiz bezahlt. Jungschweine (über 2o Kg.) 
°nren nur wenige am Markt. 
- Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu- 
sE'ir etwas geringer als in der Vorwoche, -r-er 
-'andel war gut, der Markt wurde geräumt. 
.Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konn- 
sdN- größere und kleinere Partien nach Fockbek, 
Osdorf, Schirnau, Bünsöorf, Westerrönfelö, Hade- 
^nrschen, Neumünster, Kiel, Wrist, Bad Bramstedt, 
şşMnghnsen, Itzehoe, Horst, Elmshorn, Hilöesheim. 
..Fette Schweine waren nicht am Markt. Für ge 
iferte fette Schweine werden 43—51 Pfg. für 14 Kg. 
^Ebeildgewicht gezahlt. 
- Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere 
°"rug g Stück gegen 16 Stück in der Vorwoche Es 
s,."rben gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis 30 Pfg., 
U Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kälber bis 50 
*98. das 'A Kg. Lebendgewicht. 
datnburgcr Buttermochenbericht vom 11. 6. 
Bei verhältnismäßig schwachem Angebot überall 
;Rer Bedarf. Im Vordergrund steht augenblicklich 
Schaffung einer Reserve für den kommenden 
e^'Nter. Selbstverständlich werden für diesen Zweck 
ij's geeignete Qualitäten herangezogen. Die An- 
^ferungcn sind bei den recht vorteilhaften -rempe- 
sVUren überwiegend von guter und haltbarer Be- 
Mfenheit. Die Produktion konnte sich vorläufig 
ich auf der jetzigen recht achtbaren Höhe halten, 
i Fn Dänemark bleibt die Produktion anhaltend 
vereinzelt noch geringe Zunahme. Wenn auf 
xi anderen Seite noch kein Stillstand in der 
5°ussebewegnng der letzten Wochen eingetreten ist, 
JP ist dieser Vorgang als abnorm zu bezeichnen 
^ lediglich auf die anhaltende Knappheit und 
großen Konsum in England zurückzuführen. 
Preis dürfte mit der abermaligen Hliiauf- 
U'Mg von 15 Kr. auf 207 Kr. den Höhepunkt er 
acht haben. Für den deutschen Importeur stellt 
b der Einstandspreis nochmals erheblich höher, 
ni" auch die bezogenen letzten Kontingentsguan- 
nchten für die erste Hälfte Juni nicht mehr be- 
Berliner Schlachtviehmarkt 
Berlin 12 Juni iBorberichti «Obne Gemäht 
Mitgeteilt von der Reichsviebwertungsgeselllchast. 
Es wurde gezahlt für 50 Kg Lebendaewicht: 
Prelle: Auftrieb: Verlaus: 
Rinder 24-44 987 alatt 
Kälber — 45 -77 1835 ruhia 
Schake 27-53 7407 mittel 
Schweine - 9548 glatt 
Schweine Klaffe A bi? st! 48^-54'^ Sauen 50"--53o, 
Hamburger Schweinemarkt 
Altona, den 9. Juni 1938 
Preise: n55. dl 54. K2 53. c51. d 49. « 1 52-54. «2 - 
50 K« Lbdaew Auftrieb 3783-1->40 Beobachtungstiere 
>Obne Gewährt Hgnkiel zugeteilt 
Hamburger Rinder- und Schafmarkt vom 11. 6. 
405 Rinder plus 6 Beobachtungstiere (14 Ochsen, 
87 Bullen, 224 Kühe, 34 Färsen, 46 Doppellender) 
Dieser Auftrieb konnte selbstverständlich den Be 
darf in keiner Weise decken. Es mußte deshalb der 
gesamte Zutrieb einzeln an die Schlachter zugeteilt 
iverden. Qualität mittel. — 1350 Schafe, Markt 
dem Bedarf entsprechend beschickt. Handel rege. 
Qualität gut, Preise etwas heraufgesetzt. Markt 
frühzeitig geräumt. 
Das Einzugsgebiet für den Viehgrotzmarkt Lübeck 
besteht aus den Kreisbauernschaften Lübeck mit 
Ausnahme der Enklaven Schretstaken, Tramm, 
Nusse-Ritzerau-Poggensee-Hollenbek, Behlendorf- 
Markt 
Franklurl/M. 
Leipzifl 
Sinllpri 
l. Kälber ... 
2 
1. Schafe.. 
2. 
I Schweine . 
2- 
3. 
I Sauen . . . 
Au ttrieb 
Kälber 
Schafe 
Schweine >.. 
Kälber 
Schale 
Schweine ... 
08—/5 
02—6? 
42-47 
86-40 
57 
55-56 
58 
Dresden 
68-/3 
60-66 
54—: 5 
52-55 
/0—75 
65—69 
56'/2 
54-55 
5202 
551/2 
71-76 
61-70 
54—55 
und Handel aui den Märkten 
843 
56 
1882 
schlepp. 
mittel 
zugeteilt 
638 
267 
2845 
langsam 
mittel 
zugeteilt 
130 
1116 
ruhig 
zugeteilt 
Der Marktbeobachter 
Harmsdorf-Giesendorf-AlbSseldc, Düchclsdorf- 
Sirksrade: Schönberg mit Ausnahme der Enkla 
ven WalkSfclde, Mannhagen, Neu-Horst: Greves- 
mühlen sowie von der Kreisbauernschaft Eutin der 
frühere Amtsbezirk Schivartan. Schlachtschiveine, 
die aus diesem Einzugsgebiet ausgeführt werden 
sollen, müssen über den Viehgroßmarkt Lübeck ge 
leitet und dort zum Verkauf gestellt werden. 
0eut8che Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung kierlio am Markttage. Preise 
für I Pfd. Lebendgewicht in Ä// (Ohne Gewähr 
12 Juni 1936 
Saatenstand im Reg.-Bez. Schleswig 
Ansang Juni 1836. 
Winterroggen 2.5, Sommerroggen 2.7, Winter- 
toeizen 2.5, Sommerweizen 2.7, Wintergerste 2.5, 
Sommergerste 2.7, Hafer 2.8, Erbsen aller Art 2.6, 
Ackerbohnen 2.6, Wicken 2.6, Frühkartoffeln 2.8, 
Spätkartosfeln 3.0, Zuckerrüben 2.7, Runkelrüben 
2.8, Kohlrüben 2.8, Mohrrüben 2.8, Raps 2.6, Klee 
2.8, Luzerne 2.7, Wiesen ohne Bewässerung 2.5. 
Bewüsserungswiesen 2.4, Viehweiden 2.3. 
Die Fachgruppe Fahrräder und Fahrradteile 
der Wirtschaftsgruppe Groß-, Ein- und Ausfuhr 
handel, veranstaltete am 5. Juni in Nürnberg ein« 
Mitgliedervollversammlmig. Der Geschäftsführer 
rührte u. a. aus: „Der Fahrradteile-Großhandel 
fordert, daß der volle Großhandelsrabatt nur sol 
chen Unternehmungen Zusteht, die die dem Fahr- 
radteile-Großhandel arteigenen Funktionen in 
allen Punkten erfüllen. Hierher gehört insbesondere 
die Unterhaltung eines angemessencti Lagers, und 
zwar nicht nur in den gängigen St/velortikeln, 
sondern auch in den die Unkosten stark beeinflussen 
den Reparatur- und Ersatzteilen. Nur dann ist 
der Großhandel in der Lage, seine volkswirtschaft 
lichen Pflichten zu erfüllen, wenn ihm nicht von 
Unternehmungen, die ohne Rücksicht auf die Ge- 
samtbelange lediglich auf mühe- und risikolose 
Profite ausgehen, die Möglichkeit genommen wird, 
Ausgleichsgewinne zu erzielen. 
Die Werbung 
auf dem Gebiete des Hcilivcfcns 
ist durch eine 17. Bekanutinachung des Werberates 
der Deutschen Wirtschaft und einen Erlaß des. 
Retchsinnenmintsteriums vom 5. Mai 1986 neu ge 
regelt. Eine Werbung, die zur Selbstbehandlung 
oder zur Behandlung durch andere Personen als 
Aerzte bei gemeingefährlichen Krankheiten oder 
bei Geschlechtskrankheiten führen kann, ist unzu 
lässig, ebenso die Fernbchandlung. Mit Dank- und 
Empfchlungsschreibeen sowie Gutachten darf nur 
unter ähnlichen Voraussetzungen geworben werden, 
wie sie der Werberat bereits festgelegt hat. 
In amtliche Verwahrung 
genommene Testamente 
blieben verhältnismäßig oft unausgeführt, weil 
die verwahrende Stelle von dem Tode des Erb 
lassers nicht benachrichtigt worden ist. Ein Rund- 
erlaß des Reichsinnen- und Reichsjustizministers 
vom 24. April 1986 bestimmt daher, daß das Stan 
desamt von der Testamentsverwahrung und das 
Gericht oder der Notar vom Tode des Erblassers 
zu benachrichtigen sind. Sofern der Erblasser nach 
dem 30. September 1874 in Preußen oder nach 
dem 31. Dezember 1875 im übrigen Inland gebo 
ren ist, benachrichtigt der Richter oder Notar das - 
Standesamt, wenn er ein öffentliches oder pri 
vates Testament oder einen Erbvertrag in amt 
liche Verwahrung nimmt. 
Klarstellung. - 
In Nr. 86 unseres Blattes vom 11. 4. 1936 
brachten wir Auszüge aus dem Geschäftsbericht 1985;. 
der Hannoverschen Generallandschaftsdirektion. 
Irrtümlicherweise ist die Regionalbezeichnung in 
unserem Auszug fortgelassen, so daß der Eindruck 
entstehen konnte, es handle sich um Angaben der 
Schlcsivig - Holstein. Generallandschaftsöirektion. 
Soweit dieses in unserem Leserkreis der Fall ge 
wesen sein sollte, stellen wir es hiermit klar. 
Wandsbeker Ferkclmarkt vom 11. 8. 
nur schwach beschickt, Handel nur sehr flau, nicht 
geräumt. Futterschweine und Schaflämmcr feblten. 
Preise: 4—6 W. 16—18, 6—8 W. 18—22, 8—10 W. 
22—26, 10—12 W. 26—80 MM. 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
(Srübmctrft) vom 12 Juni lOhneGewäbri 
Getreide (MM je 1000 Ka > Tendenz ruhig 
209.00 
216.00 
,73.00 
178.00 
182.00 
187.00 
173.00 
,78.00 
791 
235 
1416 
langsam 
belanglos 
verteilt 
Der Getreidemarkt zeigte keine Veränderungen. 
Die Weizenanlieferungen sind nicht größer gewor 
den, so daß weder hiesige noch rheinische Groß- 
mühlen zu größeren Abschlüssen kamen. Sehr starke 
Aufnahmeeignung tvar auch am Roggenmarkt zu 
beobachten. Auch hier entsprachen die Anlieferun 
gen nicht voll dem Bedarf. Während die größeren 
Mühlen auf eigene Bestände zurückgreifen, kaufen 
die kleineren Provinzmühlen aus erster Hand. — 
Futtergetrcidcmarkt weiter gespannt, da Futter 
hafer und Futtergerste bedarfsgemäß zur Verfü 
gung standen. Geschäft uneinheitlich, da in Gerste 
nur meistens leichte Qualitäten gekauft wurden. 
Durch die örtlich durchgeführten Zuteilungen an 
Gerste und Mais Geschäftsverlanf wesentlich ruhi 
ger. Am Futtcrmittelmarkt trat keinerlei Belebung 
ein. In den nächsten Tagen ist mit der Zuteilung 
von Fischmehl. das in der Menge etwas geringer 
ausfallen wird als im vorigen Monat, zu rechnen. 
Außer den Zuteilungen an Reissuttermehl werden 
weitere Ankünfte in nächster Zeit nicht erwartet. 
Während sür Kleie sich der Markt wiederum sehr 
aufnahmefähig zeigte, ivaren Futtermehle, beson 
ders Weizenfuttermehl, schwer verkäuflich. Kar- 
tosfelflocken waren reichlich am Platze. Vereinzelt 
kamen zu unveränderten Preisen Abschlüsse zustan 
de. Malzkcimc und Biertreber waren weit über den 
Bedarf hinaus angeliefert. — Beschickung des 
Eiermarktes aus Schleswig-Holstein sehr gering. 
Auch Zuschüsse auS Hannover und Oldenburg 
konnten die Marktlage nicht in genügendem Matze 
entspannen, so daß Eiergroßhandel nur zn einem 
kleinen Anteil befriedigt. Lage an den ausländi 
schen Eiermärkten im ganzen unverändert. Dänische 
Ware fest, europäischer Osten etwas nachgebend. 
Weizen Erz.-Pc. Festpr.-Geb W 9 , 
Weizen Erz.-Pr Festpr.-Geb. W 12 . 
Roggen Erz -Pr. Festvr.-Geb ft 9 . . 
Roggen. Erz. Pr. Festpr -Geb. ft >2 . 
Fultergersie Erz -Pr. Fcsipr.-Geb. ü 9 
Fultergersie Erz -Pr. Fesipr -Geb. G 12 
Wintergerste, zweizeilig, f Jndustriezwecke 
zirka 70"7l Kg. ab Mecklenburg 
Sommergerste frei Hamburg . . 
dto. 88 ( 89 Kg für Jndnsirlezw ab Mecklbg. 
Donaugerste kwgfr. verzollt 
Rusienqerste 63'64 bzw. 64/65 Ka, kwgfr. verz. 
Haler. Erz.-Pr Festpr.-Geb ft 12 . 
Haler. Erz.-Pr Festpr.-Geb ft 16 . 
Futtermittel (MM le 50 Ka ! Tendenz: ruhG 
Jnl. Wetzenkleie. Grundpr. sofort W 9. . . 5.77'/r 
Jnl. Roggenkleic. Grundpr. sofort ft 12 . 5.97'ft 
Neisftitterrnehl. deutsches 24%tn. zirka 6 % 
Rohfaser ab Fabrik 5.30 
Reissultermehl. hell. 24 %. max. 6 % Roh- 
faîer, prompt 6.t0 
Leinkuchen, ab Harburg, sofort . . . . . 8.65 
Leinknchenmehl. dtfch. Mahlg., prompt. . . — 
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort ... 8.70 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. . — - — 
Palmkuchen, dlsch., ab Harburg, sofort ... 7.70 
Erdnnßkuchen ab Harburg, sofort .... — 
Erdnußkuchen. 60 %, Bremen .... 8.45 
Erdnußkleie . — •— 
Sesamkuchen. ab Fabr Hamburg/Harburg 8.05 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort 
Rapsschrot, deutsche Saat . . . 
Palmkernschrot deutsch, prompt . 
Sonaschrot Harburg, sofort . . 
Baumwoll - Saatkuchenmehl 48 %. prompt 7.95 
Meblc (MM je ,00 Kg.l 
Weizenmehl. 790, W 16 lJnlandswelzen) 
Weizenmehl, mit 10 % Auslandswetzen 
Weizenmehl mit 20 % Auslandswetzen 
Weizenmehl 79(1 W 9 . 
Roggenmehl. 997. ft 12 
Roggenmehl. 997, R 15. 
Roggenmehl. 997. R 9 . 
7.10 
7.20 
7.80 
7.75 
28.90 
30.40 
31.90 
28.40 
22.40 
22.70 
22.00
	        
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