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Toni Aaggler /
^heberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Mauz,
München.
^ Nachdruck verboten.
"Schau, was hätt'st denn an dem Toni",
"Mmt die Bäuerin wieder das Wort. Sie ver-
ģîht dabei, daß sie vor kurzem noch bei ihrem
•piitm ganz anders über den Toni geredet
p. „Passiert ihm einmal was auf der Jagd,
ann stehst da. Hab's erst die Woch gelesen,
ļ ņ wieder ein paar Forstbeamte ihr Leben
Men mußten im Kampf mit den Wilderern.
Mo, sei g'scheit, Dirndl! Beim Herrn Kerber
??st eine gesicherte Zukunft. Und gern hat er
auch, ich weiß es von ihm selber. Der tät
j!’* jeden Wunsch von den Augen ablesen. Den
^nst du um den Finger wickeln, wenn du's
"^stehst."
»Ich mach ihn aber net!" schreit Monika laut
M, den Wortschwall der Mutter unterbre-
Ņd. „Und damit für alle Zeit ein End mit
°EW Unsinn ist, sag ich dir: Ich laß vom Toni
M, und mag kommen, was will. Ich hab ihm
ļreu versprochen und ich werd sic ihm halten."
• trotzig verläßt Monika die Stube und geyr
îņ ihre Kammer.
Fürs erste ist die Brandlin mit ihren Hei-
Msplünen abgeblitzt. Nun sucht sie ihrem
^ann die Partie mundgerecht zu machen,
üeber eine Stunde redet sie auf ihn ein. Der
Rauer unterbricht sie kaum mit einem Wort
!>nd raucht seine Pfeife. Als sie dann endlich
ist, sagt der Brandi:
»Reden kannst wie ein Advokat. Aber Über
zügen kannst mich net. Was soll unser Dirndl
! n der Stadt? Das is grad so, als wenn ich
Bergwald einen jungen Baum ausreiß
^Nd ln einen fremden Boden versetz. Nach ei-
Jahr is er krank und stirbt ab. Uns
Rauernleut macht das Stadtleben krank. Wenn
?ir noch einen Buben hätten, der den Hof
vornehmen könnt, wär die Sach anders. Und
Überhaupt brauchen wir uns dadrum net
Zeiten. Das is der Monika ihr Sach."
„Wenn du so dahcrredst, kanns freilich nix
Werden. Damit unterstützt du bloß die Starr
köpfigkeit von dem Dirndl. Wir müssen sie
.avon überzeugen, daß es ihr Glück is, wenn
R den Kerber Heirat."
„Das kann ich net", sagt der Bauer ruhig
^üd klopft seine Pfeife am Ofen aus. „Wer
jagt dir denn überhaupt, daß dös dem Madl
sein Glück wär? Ich kenn mich schon aus. Du
hast einen Narren g'fressen an dem jungen
Kerber und meinst, jetzt muß ich auch in das
seiche Horn blasen. Ich mag aber net. Wenn
şich die Monika von sich aus entschließt, dann
lst's was anders. Zwingen tu ich sie ans kei
nen Fall."
Damit geht der Bauer aus der Stube und
Das Spiel verarm
Kriminalskizze v. Herbert S t e i n m a n n.
. „Na, wenn es darauf ankommt, dann kann'
>a auch schließlich Bobby Hill der Täter ge
wesen sein", scharf und klingend warf der
Rnge Lord Nasham die Worte in die Runde
èer kleinen Herrengesellschaft, die sich auf
schloß Nasham um den Kamin in der Däm-
werstunde dieses Tages versammelt hatte..
Keiner der Männer nahm den scharfen, an
keifenden Ton dem Besitzer des Schlosses
ììbel. Schließlich, wenn man vor noch nicht
Stunden eines der schönsten und wertvoll-
uen Familienschmnckes in ganz England be
hubt worden ist, kann man nicht rosiger
Laune sein.
Bobby Hill selber, ein etwas schlacksiger jun
ger Mann mit dem typischen Gesicht des bla-
üerten Nichtstuers, gähnte nur zu der Aeuße
rung des ihm befreundeten Schloßherrn,
^ber in seinen wasserhellen Augen war ein
WItsames Glitzern.
. „Wenn Mylord scherzhaft wird, bekomme ich
wdesmal einen Kinnbackenkrampf", äußerte
er frech und gähnte abermals ungeniert. Er
erhob sich langsam, dehnte sich und näselte:
"Ģute Nacht, ich gehe zu Bett. Mich interessiert
Refer Polizist aus London ebensowenig wie
Re geheimnisvolle Persönlichkeit, die seit
Achter Zeit systematisch englische Schlösser
wahrend gesellschaftlicher Veranstaltungen be
raubt. Wünsche, wohl zu ruhen."
Und schon war er mit seinem schleppenden
Ģang aus der Halle verschwunden.
„Komischer Kerl!" knurrte Renders, der
ļigerjäger, hinter ihm her. „Wie ein Mei
dendes Raubtier. Man sollte fast meinen,
ärtur hat recht."
Lord Artur Nasham znckte die Achseln.
„Man könnte auf den Gedanken kommen
Unà darf doch niemanden verdächtigen. Es
Reibt eine Frage offen: wer hat mir in der
Rächt am Spieltisch den Safeschlüssel aus der
Westentasche gezogen und seclenrnhig oben im
Schlafzimmer das Safe ausgeräumt?"
, „Das kann schließlich jeder von uns gcwe-
wn sein", ließ sich die Baßstimme von Sir
^verland vernehmen, „alle haben wir neben
gesessen und gestanden, und alle sind wir
Rumal aus dem Zimmer gegangen. Einige
Wollen im Park gewesen sein, andere auf ih-
^ur Zimmer. Ich selbst habe in der Biblio-
Hochlarrdsroman von Harrs Ernst
macht seinen Rundgang durch den Stall. Als
er über den Söller geht, zögert er ein wenig
an Monikas Tür. Dann drückt er die Klinke
nieder und tritt ein.
„Wer is da?" kommt eine Stimme aus dem
Dunkel.
„Ich bins, Monika", antwortet der Brandl,
und tastet an der Wand nach dem Lichtschalter.
Monika zeigt kein Erschrecken und kein Ver
wundern über das späte Kommen des Vaters.
Es ist, als habe sie darauf gewartet.
Der Brandl setzt sich auf die Bettkante, sagt
vorerst gar nichts und blickt nur auf das
kleine, goldene Kreuz mit dem blutroten
Rubin in der Mitte, das Monika am Hals
trägt.
„Wo hast denn das Kreuz! her?" fragt er
dann.
„Der Toni hat mir 's zum Christkindl
g'schenkt."
„Der Toni? So, der Toni."
Der Brandl stützt die Ellbogen auf die
Knie und schaut sich in dem kleinen Zimmer
um. Da hängt unter anderem auch ein Bild
von seinen Eltern. Biederkeit und Ernst spre
chen aus den harten Gesichtern. Der Brandl
steht auf und stellt sich vor das Bild.
Monika betrachtet den breiten Rücken des
Vaters. Sind die Schultern nicht schon ein
wenig vornüber geneigt? Und wie grau an
den Schläfen das Haar schon ist! Der alte
Michl, der schon über fünfzig Jahre auf dem
Hof ist, hat noch pechschwarzes Haar.
Ein heißes Gefühl des Mitleids quillt in
Monika auf. Sie sicht auf einmal dem Vater
ins Herz, sieht die große Einsamkeit und Leere
in seinem Innern und denkt verzweifelt darü
ber nach, wie sie ihm helfen könne.
Da dreht sich der Bauer um und kommt wie
der an das Bett.
„Ich wollt dich eigentlich was fragen, Mo
nika. Wegen dem jungen Kerber. Wirst ihn
net mögen, gelt?"
„Nein, Vater. Den mag ich net."
„Hab mir's schon denkt. Aber die Mutter,
weißt, die hat mir heut abend den Kopf so
vvll'redt, daß ich mir denkt hab, ich muß dich
selber fragen. Wenn du ihn also net magst, is
die Sache schon entschieden. Mir wärs so net
recht gewesen, denn du mußt ja einmal den Hof
übernehmen. Du sollst mir net in die Stadt.
Freilich, einmal hab ich g'meint, ich müßt dir
auch den Toni verbieten, weil er doch einmal
kein Bauer is und — ich muß schon sagen wie
es is — weil einer rein müßt, der viel Geld
mitbringt. Aber ich will dir dein Glück net
zertrümmern. Nimm ihn, den Toni, wenn ihr
alt genug seid zum Heiraten. Was dann den
Hof anbelangt, so bleib ich drauf als Bauer,
bis vielleicht ein Enkel herangewachsen is.
Aber vieles wird anders werden müssen in
Zukunft. Und du hilfst mir dabei, gelt, Madl?"
Monika nimmt seine schwere Arbeitshand
in ihre Hände und streicht leise darüber. Wie
sie dem Vater jetzt in die Augen sieht, merkt
sie einen feuchten Glanz darin. Da weiß sie,
daß ein Vaterherz bereit ist, ihrem Glück zu
liebe ein schweres Opfer zu bringen. Und sie
birgt ihren Kopf in die Kissen und weint.
Zum Tag des Noten Kreuzes.
Am 13. und 14. Juni veranstalret das Deutsche Rote Kreuz eine
Straßensammlung. Wir zeigen einen Ausschnitt aus der Tätigkeit
dieser Einrichtung, die heute unentbehrlicher denn je ist: Sanitäts
übung am Flugzeug. (Weltbild, K.)
Da geht der Brandl jtrll hinaus, hinunter
in die Stube, sucht Tinte, Feder und Papier
und schreibt an den Kerber.
Die Monika habe keine Lust, in die Stadt
zu gehen. Ueberhaupt habe sie den Rudolf nicht
lieb, und er möge deshalb auch nicht mehr in
ie dringen. Als Vater werde der Kerber wohl
auch begreifen, daß man ein Kind zu so was
nicht zwingen kann, weil doch ein Leben sehr
lang ist, noch länger aber, wenn zwei Menschen
miteinander Hausen sollen, die von Haus au--
nicht zueinander passen. Bauernblut müsse
da bleiben, wohin es gehört, nämlich zu Wiese
und Acker und Wald.
Tief aufatmend steckt der Brandl den Brief
ins Kuvert und schreibt die Adresse drauf.
Damit er ganz sicher sei, trägt er den Brief
noch in dieser Nacht zum Postkasten.
Was ist mit Juta?
Graf Bruggstein ist seit einigen Tagen von
seiner Winterreise zurück.
Toni sitzt mit seinem Herrn am Ufer des
Kiefernsees und betrachtet ihn von der Seite.
Das Gesicht des Grafen sieht grau und ver
fallen aus. Aber die Bergluft wird ihm schon
wieder gut tun und ihn braun machen. Es ist
noch jedes Jahr so gewesen.
Der Graf seinerseits betrachtet wieder den
Toni.
Eigentlich hat sich dieses junge Gesicht gar
nicht viel verändert. Etwas härter ist es viel
leicht geworden. Es ist das Antlitz eines bis
in den letzten Winkel seiner Seele sauberen
Menschen. Der Graf hat ihn heute schon be
trachtet, allste von der Pirsch heimgegangen
sind. Es liegt eine federnde Energie in jeder
Bewegung des Jägers, eine Energie ohne
Hast, die wundervolle Energie der Jugend.
Der Blick aus diesen dunklen Augen ist der
Blick eines Mannes, der mit sich, mit der Welt
und mit allem, was dahinter steht, im Rei
nen ist...
Es ist ganz still um die beiden. Sie sitzen
unter der milden, warmen Maiensonne, die
schon langsam zu sinken beginnt, jeder mit
seinen Gedanken beschäftigt.
Das Wasser spielt plätschernd zu ihren
Füßen. Manchmal schnellt weiter draußen
eine Forelle auf. Ihr silberner Leib blitzt
einen Moment tu der roten Sonne, dann ist sie
wieder verschwunden.
Plötzlich fällt der Name „Juta" in die
Stille.
Graf Bruggstein hat ihn ausgesprochen und
Toni ist darüber aufs höchste verwundert. Hat
ihm doch einmal der Graf verboten, den Na
men zu nennen. Und nun spricht er selber
von ihr. Ja, den Blick über das Wasser zu
den Bergen gehoben, spricht Graf Bruggstein
von seiner Tochter.
„Dich soll ich grüßen, Toni", sagt er so neben
bei.
„Dank schön", antwortet Toni." „Wie gehts
ihr denn?"
(Fortsetzung folgt.)
thek eine halbe Stunde nach einem Werk über
alte Juwelen gesucht, uud Räubers, Sie wa
ren doch auch mal eine halbe Stunde weg!"
„Genau wie Bobby Hill!" brummte der Ti-
gerjäger wieder. Deutlich stand der Aerger
auf seinem sonnenverbrannten Antlitz geschrie
ben. „Aber zum Teufel, wer ist Bobby Hill?"
„Bobby Hill", sagte Dr. Bliß in seiner do
zierenden Art, „ist ein junger, verschwenderi
scher Erbe, ein Faulpelz ersten Ranges, aber
ein lieber Kerl, wenn er nicht gerade seine
Launen hat."
„Und wovon lebt Bobby Hill eigentlich?"
fragte Renders.
Wieder trat eine peinliche Pause ein.
Eine helle Stimme von der Tür her unter
brach sie.
„Zerbrechen Sie sich nicht die Köpfe, Gentle
men, Sie vermuten ja doch alle, daß ich von
den Diebstählen auf englischen Schlössern
lebe!"
Die Männer in der Runde blickten auf. Da
stand Bobby Hill in seinen Trenchcoat gehüllt
und hatte einen kleinen, offenbar sehr schwe
ren Koffer in der Hand. Er lächelte leicht.
„Und da ich einen solchen Verdacht aus mir
nicht sitzen lassen kann, so reise ich auf der
Stelle ab. Mein Wagen wird eben vorge
fahren."
„Das wirst du nicht tun!" Eisig und drohend
klang Lord Arturs Stimme.
„Sie müssen sich der Polizei genau so zur
Verfügung stellen wie wir alle. Bobby,"
warnte Sir Overland, „Inspektor Webster
wird gleich hier sein."
„Inspektor Webster?" fragte Bobby gedan
kenverloren.
Sein Lächeln war verschwunden.
„Aber meine Herren", protestierte Renders,
der Tigerjäger, „wenn Mr. Hill zu gehen
wünscht, wer will ihn halten? Er ist ein freier,
englischer Bürger "
Der Ton einer Hupe klang vom Hauptpor
tal her. Aber Bobby wußte, daß es nicht die
Hupe seines Wagens war.
„Vermutlich muß ich nun doch bleiben!"
Resigniert zuckte er die Achseln.
„Inspektor Webster von Scotland Yard!"
meldete der Diener.
Und dann stand auch schon ein breitschultri
ger, mittelgroßer Mann im Zimmer und ließ
den Blick seiner klugen Augen in die Runde
schweifen. Langsam ging er auf Bobby zu.
„Mr. Hill, wenn ich nicht irre. Wir — hm
kennen uns doch! Wollen Sie abreisen, Mr.
Hill?"
„Ja, das wollte er, Inspektor," klang ner
vös die Stimme Lord Arturs auf, „aber ich
möchte doch nicht glauben! "
„Der Glaube, Mylord, ist nicht immer das
geeignete Hilfsmittel für Scotland Aard.
Wissen ist mehr, und so hätte ich gern gewußt,
was Sie, Mr. Hill, iu diesem Koffer hier
haben?"
„Meine Sachen", antwortete Bobby trocken,
aber es klang nicht sehr humoristisch.
„Ich würde Sie bitten, mir einmal Ihre
Sachen zu zeigen. Ich interessiere mich selbst
für Pyjamas und Haarbürsten. Bitte, öffnen
Sie den Koffer, Mr. Hill!"
Aber ich bitte Sie, Inspektor, es ist doch
unmöglich, daß Mr. Hill Renders war
es, der protestierte. Webster ließ sich nicht be
irren.
„Oeffnen Sie den Koffer!"
Bobby Hill sah ihn starr an.
„Gut denn!" Die Schlösser scharrten. Der
Deckel sprang auf. Obenauf lag ein Schmuck-
etui.
Webster nahm es mit einer raschen Bewe
gung heraus. Im nächsten Moment glitzerte
und funkelte er in seiner Hand — der Schmuck
von Schloß Nasham!
„Aber das ist ja unmöglich!" stöhnte Ren
ders in die Stille hinein.
Lord Artur beugte sich vor, prüfte mit zit
ternden Händen den Schmuck.
„Ja, er ist es, kein Stück fehlt."
„Und ist er auch wirklich echt, keine Nach
ahmung etwa?" fragte Renders wieder.
Lord Artur sah ihn an.
„Dies hier ist wirklich der echte Schmuck von
Schloß Nasham. Es existiert zwar noch eine
Nachahmung, aber das wissen außer mir nur
noch einige wenige Personen."
„Das ist unmöglich. Artur, vielleicht ist die
ser Schmuck da doch die Nachahmung!" Ren
ders erregte sich ordentlich. „Mir will nicht in
den Sinn, daß — —"
„Daß der Dieb wahrscheinlich eine Nach
ahmung des berühmten Schmuckes von Schloß
Nasham erwischte!"
„Aber das ist ja Irrsinn!" fuhr Renders
auf, und sein Gesicht war schweißig vor Er
regung, „hier steht doch der wahre Dieb, Bobby
Hill ist doch ohne Zweifel der Täter !"
„So?" fragte Webster ironisch, „wissen Sie
das so genau, Mr. Renders?"
Der Tigcrjäger machte eine wütende Bewe
gung.
„Zum Teufel, Inspektor, verschonen Sie
mich mit Ihren faulen Witzen. Klarer konnte
der Beweis doch gar nicht sein. Nehmen Sie
den Mann fest! Sie machen einen mit Ihrer
Fragerei ja geradezu nervös!"
„Ich wußte noch gar nicht, daß Sie Nerven
haben", näselte Bvbby Hill dazwischen.
Renders war aufgestanden und ging mit
federndem Schritt zur Tür. Als er an Bobby
Hill vorbeikam, siel etwas dumpf auf den
Teppich. Bobby bückte sich und hielt Renders,
der unwillkürlich stehen blieb, einen Gegen
stand hin.
„Sie haben etwas verloren", sagte er kalt.
Renders sah ihn betroffen an. Unwillkürlich
fuhr seine Hand nach der Westentasche, aber
Inspektor Webster kam ihm zuvor.
„Sehr richtig, Mr. Renders, dort steckt der
echte Safeschlüssel, den Sie Lord Artur gestoh
len haben, immer noch! Sie haben sich genug
verraten, nehmen Sie die Hände hoch!"
Renders Gesicht wurde brutal, die Maske
des Gesellschaftsmenschen siel ab. Aber die
dunkle Mündung der Pistole vor seinem Ant
litz beruhigte ihn sofort.
„Hill!"
Bobby trat an Randers heran und zog ihm
mit offenbar geübten Fingern ein großes
Etui aus einer besonderen Tasche des Rockes.
„Und hier ist der gestohlene Schmuck oder
vielmehr die Nachahmung! Lord Artur wird
mir bestätigen, daß wir verabredeten, während
der Dauer der Herrengesellschaft die Imitation
in den Safe zu tun. Der echte Schmuck kam in
sichere Verwahrung!"
Webster verbeugte sich vor Lord Artur und
grüßte die anderen Herren. Hill drückte dem
Lord die Hand und schritt hinter Webster und
seinem Gefangenen her. Verwundert blickte
ihm die Runde nach. Keiner außer Lord Artur
wußte Bescheid.
„Wer, zum Teufel, ist Bobby Hill?" fragte
die Baßstimme Sir Overlands.
Webster wandte sich in der Tür um.
„Bobby Hill ist, seitdem ich ihn von seinem
Leichtsinn kuriert habe, Detektiv-Sergeant in
Scotland Jard — und wie ich glaube, kein
schlechter!"
Dann schlug die Tür hinter ihm zu.