W
«WMs
ZWK
' -
- LS
,
'.' '■
K° ķ s ì
;
■ _ :
'KzşşMMìŞŞ
*/j, Ä*-
ÌÄ ? '
'
..
£»"* ^ °° i \ ; -"ì.
M
■
:
■
:
:
: - - .}}
-
. : -;: vi ;•-• ' ?
s : _; ' ':r-A0
.
■
- '' - * Uâ
:
- . :'&.<+ :$
• , --1' . -Vfi
; ;
■
. V ' v' fl ļ
Jr J - j.
p - -- <. ;
K 1 \’ ' ns* i
■ . I \»Vr J • ';,
' - ■■• ■ ’ ■■•■< , . v ; ; $
- s . “t •
•• -' '• *\
.. st* %f, j M,
; 7« .^.ş-
<ï» 5$ V
-
■
V'f f WH
-
( . „
ÏÄ HAM
s; '</, ' \ ■■•■ +
: ■
\sj.' ■>#; w 5 ' s ‘
li-'i * v A ; ,
- .- 5:Oş
.» O
.:V- .. < m
A/"'
>>> ■ ‘‘ - >,!
''- V
- ■ >.
. .•*
'
^ M. PG
>. Kifsm
'^V#/1; >äH
' ‘ ■> - 1
•'<>:■. A ;•.■>/,
' ' ’■ 1
- V *,„, ^
• . U'ş' ,:;j;
- %
* % ~ -
;
, - ■' - }* Ï
-
WK UM
ì H > AN
' . :
’ > 4 ‘ ' / H t
Reue Rede
im Unterhaus
Die englische Regierung benutzte die Unter
haussitzung am Montag, um ihre in der vori
gen Woche erlittene Abstimmungsniederlage
bei dem Antrag der arbeiterparteilichen Oppo
sition auf gleich hohe Bezahlung für Männer
und Frauen im Staatsdienst wieder wettzu
machen, wobei sie unter anderem die Ver
trauensfrage stellte.
Ministerpräsident Baldwin bezeiclWrte die
Niederlage als reinen Zufall, ans dem die Re
gierung keine Folgerungen zu ziehen brauche.
Der Führer der arbeiterparteilichen Opposi
tion, Attlee, sprach zur Außenpolitik. Die Au
ßenpolitik sei seit den Enthüllungen über den
Hoare-Laval-Plan höchst unklar geworden.
)ie Tatsache, daß die Regierung lediglich mit
Frankreich und nicht mit dem gesamten Völ
kerbund verhandele, habe die Lage ernstlich
verschlimmert. Ter Locarno-Vertrag sei eine
viel zu enge Grundlage. Die Arbeiterpartei
wünschte, daß England den gesamten Völker
bund zur Aufrechterhaltung von Recht und
Ordnung aufbiete, wobei man sich nicht nur
auf Westeuropa beschränken dürfe.
Dann nahm der Konservative Winston
Churchill das Wort. Es gebe maßgebende Per
sönlichkeiten, die bezweifelten, ob die Abessi
nier ihren Widerstand noch bis zur Regenzeit
verlängern könnten.
Es werde sich Herausstellen, daß die fünfzig
Nationen des Völkerbundes den Abessiniern
auch nicht den geringsten Nutzen gebracht hät
ten. Auf der anderen Seite habe sich England
die Feindschaft Italiens im Mittelmeer- zuge
zogen. In Zukunft werde England erheblich
größere Ausgaben für seine militärischen
Stützpunkte im Mittelmeer haben als bisher.
Nach Churchill sprach Sir Austen Chamber-
lain. Im Falle Locarno sei England verpflich
tet, seine ganzen Hilfskräfte dem Völkerbund
zur Verfügung zu stellen. Wegen des Charak
ters der deutschen Vorschläge sei er befragt,
insbesondere wegen der Bezugnahme auf die
Gleichheit des Rechtszustandes. Man müsse
genau wissen, was Deutschland hiermit meine.
Dann erhob sich
Außenminister Eden
der sich zunächst mit der Behauptung des Op
positionsführers Attlee auseinandersetzte, daß
England im abessinischen Streitfall sich nicht
an den Völkerbund gehalten habe. Erst die
Geschichte werde lehren, ob das, was der Völ
kerbund beschlossen habe, gut oder schlecht ge
wesen sei. Wie auch immer das Urteil ausfal
len werde, die Verantwortung Englands
müsse mit dem Völkerbund geteilt werden.
Die Lehre, die man bisher aus den Ereignis-
ten ziehen könne, laute erstens, daß ein zah
lenmäßig begrenzter Völkerbund unvermeid
lich auch in seiner Wirksamkeit begrenzt sei.
Zweitens könnten dessen finanzielle und
wirtschaftliche Sühnemaßnahmen nicht sofort
wirksam werden, wenn die Mitgliedschaft beim
Völkerbund nicht vollständig sei. Entweder
müsse es jetzt zu echter Versöhnung kommen,
die innerhalb gegebener Zeit in die Einstel
lung der Feindseligkeiten münde, oder der
Achtzehnerausschuß müsse sich noch einmal mit
seiner Aufgabe befassen.
Der Außenminister kam dann auf die durch
den deutschen Friedensplan geschaffene Lage
zu sprechen. Er erklärte, daß die Prüfung der
deutschen Note noch im Gange sei. Vor ein
paar Tagen seien jedoch die Regierungen
Frankreichs und Belgiens an die britische Re
gierung mit der Bitte herangetreten, eine Ta
gung der Locarno-Mächte ohne Deutschland
Anfang dieser Woche entweder in Paris oder
in Brüssel abzuhalten. Er bekenne, daß die
englische Regierung einige Zweifel über die
Nützlichkeit einer solchen Zusammenkunft in
in diesem Augenblick empfunden habe.
Er habe es für richtig gehalten, darauf hin
zuweisen, daß die englische Regierung nicht
zu einer Zusammenkunft gehen und der An
sicht zustimmen könne, daß die Versöhnungs
aktion sConcilatio») zu Ende sei. Doch sei er
der Ansicht gewesen, daß ein Gedankenaus
tausch vielleicht wertvoll sein würde, ob auf
diplomatischem Wege oder unmittelbar durch
eine gemeinsame Zusammenkunft.
Die Vorschläge des Reichskanzlers beträfen
teils eine Gruppe von Westmüchten, teils ei
nige Staaten im Süden oder im Osten Euro
pas sein, wenn man erklärte, daß Locarno
daß diese Vorschläge miteinander verbunden
würden »nd zwar durch den Völkerbund, da
mit keinerlei Verwirrung entstehe.
Attlees Erklärung, daß der Locarnovertrag
nicht umfassend genug sei, bedeute eine allzu
große Vereinfachung der Pflichten Englands.
So leicht sei das alles nicht. Bestimmt würde
es kein großer Beitrag zum Vertrauen Euro-
was sein, wenn man erklärte, daß Locarno
„zu eng" sei. Man müsse vielmehr sicherstellen,
daß der Völkerbund besaßt werde und daß er
die neuen Anstrengungen zur Sicherung in
Europa unter seiner Kontrolle halte. Das sei
genau genommen die Politik der britischen
Regierung in dieser Frage.
Hier wolle er aber eine Warnung ausspre
chen. Wenn jemand die Vorstellung habe, daß
man jetzt die Vorschläge des deutschen Kanz
lers und ebenso die unmittelbaren Aufgaben,
die sich für England aus der „Verletzung" des
Locarnovertrages (!) ergäben, beiseitelegen
solle, und daß stattdessen ein weitreichender
Plan einer allgemeinen Regelung ftir Europa
verhandelt werden solle, so wolle er vor einer
derartigen Vorstellung warnen.
Er glaube nicht, daß dies das beste Verfah
ren wäre, das man einschlagen könnte, und
wolle dem Haus auch sagen, warum. Er sei
sehr darüber im Zweifel, ob es in diesem Au
genblick möglich oder wünschenswert sei, all
gemeine Verpflichtungen zu gegenseitigem
Beistand, die sich über ganz Europa erstreck
ten, auszuhandeln, und die Bestimmungen der
Völkerbundssatzung zu umgehen.
Er möchte dem Hause freimütig erklären,
daß die Regierung den Wunsch habe, daß
bis Ende des Sommers alle Völker Europas
Mitarbeiter des Völkerbundes seien (Beifall.)
Sie wünsche weiter, daß ein neues Sicherheits
gebäude in Westeuropa die Stelle Locarnos
einnehmen möchte. Sie wünsche, daß die Si
cherheit an anderen Stellen durch Ueberein-
kommen gestärkt werde, die unmittelbar vom
Völkerbund Übermacht würden. Wenn dieses
Ergebnis bis Ende des Sommers erzielt wer
den würde, so würde für die Sicherheit Euro
pas so viel gewonnen sein, daß es dann mög
lich erscheine, auf die weiteren Pläne einzuge
hen, die sich auf Rüstungen, wirtschaftliche
Fragen und die Stärkung der Sicherheit durch
die iu der Völkerbundssatzung selbst gebotenen
Mittel bezögen.
Es möge so aussehen, als ob dieses Pro
gramm bescheiden sei,- aber man habe so viele
Konferenzen mit großen Programmen fehl
schlagen sehen, daß er der Ansicht sei, es sei
klüger, diesen unmittelbaren Beitrag zur Si-
herheit Europas zu leisten, der tatsächlich ge
leistet werden könne.
Wenn der Völkerbund von allen europäi
schen Ländern angenommen und wieder be
stätigt werde, so müsse dies eine beruhigende
Wirkung haben. Er hoffe, daß das Haus er
kenne, was das bedeute. Es bedeute, daß diese
Staaten anerkennen, daß sie in jeder Frage,
sei es in einer territorialen oder einer ande
ren, nur in Uebereinstimmung mit den
Grundsätzen und durch die Maschinerie des
Völkerbundes handeln könnte.
Zum Schluß wünsche er festzustellen, daß in
der gegenwärtigen Zeit der Schwierigkeiten
es nichtsdestoweniger wahr fei, daß der Völ
kerbund an Stärke gewonnen und tiefe Wur
zeln geschlagen habe. (Beifall.) Aus diesem
Grunde sei es entscheidend, daß alles, was
Großbritannien tue, auf der Völkerbundssat
zung beruhe. Er hoffe seinerseits, daß man
dieses Instrument nicht leichtfertig abändere,
bis zunächst sichergestellt sei, daß jedermann in
Europa gewillt sei, seine Völkerbundsver
pflichtungen zu erfüllen.
Londoner Blattet zur Unkerhans-
absļimmung.
Die englischen Morgenblätter sind im all
gemeinen nicht sehr einverstanden mit der
Form, in der die Regierung ihre kürzlichen
Stimmenniederlagen am Montag durch eine
erzwungene Vertrauensabstimmung auszu
gleichen suchte.
Selbst die „Times" schreiben, daß die Regie
rung in letzter Zeit eine sehr unglückliche
Hand in ihrer Zusammenarbeit mit dem Un
terhaus gehabt habe. Andererseits aber gehe
aus der gestrigen Abstimmung ganz klar her
vor, daß kein Teil des Hauses das Vertrauen
zu dem Minister verloren habe, der in den
sorgenhaften Tagen die Hauptverantwortung
für die auswärtige Politik trage. Das Blatt
verurteilt schürfstens, daß die Opposition in
diesem so schwer wiegenden Augenblick gegen
die Regierung gestimmt habe, wodurch die Ge
fährlichkeit einer Parlamentsauflösung ver
antwortungslos heraufbeschworen sei und die
Möglichkeit, neue Verwicklungen in die schon
bestehenden Schwierigkeit zu bringen, denen
nicht nur England, sondern ganz Europa ge
genüberstehe.
Auch der Daily Telegraph meint, daß selten
ein Angriff zu einer so ungelegenen Zeit und
so rücksichtslos gegenüber den Auswirkungen
im Parlament erfolgt sei. Die ganze Regelung
der Nachkriegszeit und noch vieles sonst sei
augenblicklich in dem Schmelztiegel, und wenn
die Stimme Englands in den Besprechungen
darüber Gewicht haben solle, so müsse die
öffentliche Meinung dahinter stehen.
Das Arbeiterblatt „Daily Herald" unter
stützt natürlich die Ausführungen Attlees und
schreibt in einem Leitartikel, daß England die
ganze Stärke des Völkerbundes zusammen
bringen müsse, um Gesetz uud Ordnung zu
wahren. Locarno sei eine viel zu schmale
Grundlage, um die kollektive Sicherheit in An
wendung zu bringen.
Einzug ö§§ §li§g§rgeschrvaders
„Horsl Vessel" m Dortmund.
DNB. Dortmund, 6. April. Ueberaus herz
lich empfing die junge Garnisonstadt Dort
mund am Montag die Fliegergruppe Dort
mund des Horst-Wessel-Geschwaders, die durch
Verordnung des Führers Dortmund als
Standort erhalten hat. Vlumengeschmückt und
mit klingendem Spiel marschierte sie vorn
Westen durch die Innenstadt zum Hansaplatz,
wo eine unübersehbare Menschenmenge ihrer
harrte. Ein Wald von Fahnen umgab den
großen Platz, auf dem Abordnungen der schon
in Dortmund liegenden Truppenteile, die
Ehrenformationen der Bewegung, des Kyff-
häuserbundes und anderer Verbände aufmar
schiert waren. Nachdem der Luftkreiskomman
deur des Luftkreiscs iv, General der Flieger
Halm, unter den Klängen des Präsentier-
marsches die Front abgeschritten hatte, hieß
der bisherige Standortälteste der Wehrmacht,
Major Andre, die Flieger vom Geschwader
Horst Wessel herzlich willkommen.
ni und Frische
erhöhen die öehaglich-
tceit Prachtvollen Hoch-
(jlanz erzielen Sie durch
das gute, preiswerte
Bohner- und Farbwachs
der Thompson-Werke
Dose
ca.V2Pfd.RM.-AO
1 " " -.75
2 » * IAO
Verloren
von Hobenwestedt nach Staf-
stedt und Haale
1 Klepper-Äadmanlel
«. 1 bl. Arb.-Hose in br. Beutel.
Gegen Belohnung abzugeben
E. Wittmann, Töpfermeister,
O. Schultz Nachfl.,
Hobenwestedt, Telefon 409.
Grme Vildleher-
HerreN'Hgndschuhe
am Sonntag Bahnhofstraße-
Holstenstraße
verloren.
Abzugeben gegen Belohnung
in der Landeszeitung.
Gegen Erstattg. der Unk. abzub. bei
, 3. Sick. Barnstedt
Ehrenerklärung.
Die von mir verbreiteten un
wahren Gerüchte über Pg. Willy
Struve, Stcenfeld, nehme ich zu
rück und beöaure, dieselben ge
macht zu haben.
P. Clautzen,
deren Weiterverbreitung
Dclss.
Seiiertohl.
Feseber Sporlnantel
29"
Komplets, Blusen und Röcke
Unsere Schaufenster locken — sie zeigen Ihnen, wie Herr
liches die Mode auch diesmal wieder für Sie geschaffen hat
Jugendliche Sportmnntel; neueste Stoffe, fesche Facons
18 50 22 0 27 50 35 00
Kamelhaarflausch-Mäntel, reine wolle
26 50 32 00 38 00 4G 00
Gabardine-Mäntel in mod. grünen Farben, mode u. marineblau
24 50 27 50 34 00 38 00
Kostüme und Komplets, fiotte Facons
19 50 24 00 29 50 35 00 38 50 45 00
Frauen-Mäntel, Spezialschnitte, bis Gr. 56
28 50 34 00 39 00 44 00 56°°
Kleider in großer Auswahl, einfarbig und moderne Druckmuster
3?5 10 0 14 50 17 50 1§ 50 24 C0 29 00 35 00
KostÜm-RÖCke, Strapazierstoffe in englischer Art
45O 575 ß50 g50
BlUSen und Pullover, entzückende Neuheiten
375 495 575 @50 775 g50 1Q50 1 250
Dam.-Gummimäntel, in gr. Ausw., Batist, Satin, Kaschmir,Lederol
A50 1Q50 1275 1450 1§50
SĶ-2-SW’
haben
regelmäßig*
Düngung m>r
Moires'
Streichfertige
Löwen-Drogerie, Löwenstr. 18
Miele
58:bisl
[Staubsauger RM
^Lieferung duich die Fachgeschäfte.
regelmäßig
Schweinen
gegeben, fördert die
Freßlust
verhindert Knochen-
weiche u. gibt gesunde,
Gew. Futterkalkm. fette Schweine.
Bei vorhandener Knochen weiche gebe
man Sowa 2. Zu hab.in DrOg u. Apotheken
Brügmann & Rathge
Fioiies Smoking-Kostüm
39”
rein Kammgarn
m
bester weißer.
C, Luth, Krontverk,
Dr. Möbis verreist!
Vertreter: Herr Dr. Koopmann, Am Gymnasium
Herr Dr. DreBler, Sophienstraße
Ohrenarzt Dr. Bolte, Itzehoe
keine Sprechstunde ab 8. Apr» 1936
SciolRarao.-Mapiien
H. G. Otto
Papier-,Galanterie- u. Lederwar.
Schiffbrücke 8
Schulartikel
Salz-Vollheringe
15 Stück 1- Bill
Westphal, Hohe Straße 22. (*
Iruleier
von wß. Leghorn schw. Schla
ges, Barneveldern und weiß.
Wyandottes gibt ab
Th. Bloß, Hohenwestcdt,
Fernruf 232.
5/ *v ' * - - - . -
MlķU
ft.',.LVi.r;
m
SÄ?
Für die Stadt Dortmund gab Bürgermeister
Dr. Fluhme der Ueberzeugung Ausdruck, daß
die Truppe in der Hand des Führers ein
Werkzeug des Friedens sein werde. Den Dank
der Truppe für den herzlichen Empfang über
mittelte der Gruppenkommandeur der Flie
gergruppe Dortmund, Major Kammhuber. Er
versicherte, daß das Geschwader vertrauens
voll und kameradschaftlich mit der Partei und
ihren Gliederungen zusammenarbeiten wolle.
Der Vorbeimarsch des Geschwaders und der
Ehrenformationen am Stadttheater beendete
die Feier.
Anschließend rückte das Geschwader in den
Fliegerhorst ab, der mit Ehrenbogen ge
schmückt war. Vor dem Hauptgebäude er
mahnte General der Flieger Halm die jungen
Soldaten, stets dem Führer dankbar zu sein
für die Wiederherstellung des Rechtes und der
Geltung Deutschlands. Auf den Befehl: „Heiß
Flagge!" ging die Reichskriegsflagge über den
Fliegerhorst.