Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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AüfUMuc Jfaûjļ&uffîe . Tģļo l&udi&wfy JtteĻìkumÁ, „AJmd&Je&iiA 
blauen Mützen au» 
luff- und wasserechten 
Tuchen mil Stoff-oder 
Lackschirm gearbeitet. WlrTegsn 
grofjen Wert auf gute Form, Ver*. 
arbeifung u. Ausstattung. Versand 
nach auswärts unter Nachnahme. 
Hanf Junļensen 
Gau Schleswig-Holstein seien 18 000 Frauen 
durch die Kurse hindurchgegangen. Zunächst 
wurden einige Wanderlehrerinnen angestellt. 
Nach und nach habe sich die Arbeit aber aus 
gedehnt, so daß man zum System der Kreis- 
sachbearbeiterinnen übergegangen sei. Gerade 
der Reichsmütterdienst sei ein Aufgabengebiet, 
welches besonders eng in die Arbeit der Für 
sorgerinnen hineingreife. Es werde darum 
eine enge Verbundenheit hergestellt mit der 
staatlichen und freien Wohlfahrt. 
Pg. Fack von der Gauwaltung der DAF. 
dankte den Vortragenden für ihre Referate 
und schloß die Tagung. 
Heels Jlettds&ueg. 
Der Messerstecher in Heinkenborstel. 
gn. Heinkenborstel, 13. Juni. Dem Unhold 
gelang es, auf einer Weide in unmittelbarer 
Nähe des Gehölzes Himmelreich zwei wert 
volle Starken schwer zu verwunden. Eines der 
Tiere mußte notgeschlachtet werden. Von 
einem Augenzeugen wird dazu berichtet, daß 
er nach Beendigung eines Spazierganges im 
Walde eines der Tier angebunden am Hecktor 
der Weide im Blut liegen sah. Nach sofortiger 
Alarmierung der Ortschaft wurde dann festge 
stellt, daß das Tier einen tiefen Bauchschnitt 
aufwies, daß die Eingeweide heraushingen. 
Ein zweiter tiefer Schnitt hatte den Hals von 
unten getroffen. Beim Eintreffen lebte das 
Tier noch. Später wurde beim Nachsehen der 
Herde festgestellt, daß noch ein zweites Rind 
ebenfalls durch einen Bauchschnitt verwundet 
war, jedoch scheint die Verletzung nicht tödlich 
zu sein. Gleich nach dieser Feststellung wird 
erzählt, daß ein Mann bei einem Pferde, eben 
falls in unmittelbarer Nähe des Waldes, gese 
hen wurde, der sofort die Flucht ergriff, als 
sich Menschen auf der Weide zeigten. Auch das 
Pferd soll verletzt sein. Durch entsprechende 
Benachrichtigung wurden alle Ortschaften der 
Umgebung alarmiert und alle Wege und Weg 
kreuzungen besetzt, da anzunehmen war, daß 
der Unhold, der wahrscheinlich zu Fuß ist, sich 
in Wäldern oder Korn noch verborgen hält. 
Bald trafen auch starke Polizeikrüfte ein, um 
die weitere Untersuchung in die Hand zu neh 
men. Es stellt sich nachträglich heraus, daß das 
Pferd ebenfalls an seiner Verletzung — schwe 
rer Bauchschnitt — verendet ist. 
Schwerer Unfall bei Vokelholm. 
gg. Vokelholm, 15. Juni. Am Sonntagvor 
mittag stieß das Auto der Brüder O. aus 
Kaltenkirchen 500 Meter diesseits Bokelholms 
infolge des Staubes mit einem entgegenkom 
menden mit zwei Personen besetzten Motor 
rad in voller Fahrt zusammen. Während der 
Beifahrer mit geringen Verletzungen davon 
kam, erlitt der Führer des Motorrades, Karl 
E. aus Kiel-Holtenau, einen komplizierten 
linken Oberschenkelbruch, einen rechten Unter 
schenkelbruch, eine Gehirnerschütterung, Kopf- 
und Handverletzungen. Von den Brüdern O. 
erlitt der eine neben leichten Kopfverletzun 
gen eine Knieverletzung, der andere eine Ver 
letzung an der Stirn und am Hinterkopf. Alle 
drei Verletzten wurden mit dem Rendsburger 
Sanitätsauto in das städtische Krankenhaus 
nach Rendsburg gebracht. 
Heels Schleswig- 
Am 16. Juni 
Beginn der Haithabu-Ausgrabnngsn. 
Schleswig, 13. Juni. Unter Leitung von Dr. 
Jankuhn-Kiel (Museum Vaterländischer Al 
tertümer) wird am 16. d. M. mit den diesjäh 
rigen Grabungen auf Haithabu wieder begon 
nen. Auch in diesem Jahr wird während der 
ganzen Grabungszeit Dr. Haseloff zugegen 
sein. 
Großer Husaren-Appell in Schleswig aus An 
laß der 70. Wiederkehr der Gründung des 
16. Husaren-Regiments. 
Schleswig, 13. Juni. Aus Anlaß der 70. Wie 
derkehr der Gründung des Husaren-Regiments 
Kaiser Franz Josef von Oesterreich, Schleswig- 
Holsteinisches Nr. 16, findet am 25. u. 26. Juli 
d. I. ein Appell der ehemaligen Angehörigen 
des Husaren-Regiments Nr. 16, des Reserve- 
Husaren-Regiments 7, der Reserve-Kavallerie- 
Abteilung 80 und der Traditionseskadron, 
3. Eskadron Reiter-Regiment 14, in Schles 
wig statt. Viele ehemalige Husaren haben sich 
bereits zur Teilnahme gemeldet. Auch der 
Führer der 4. Kavalleriedivision im Welt 
kriege, General der Kavallerie Exzellenz von 
Harnier, hat sein Kommen zugesagt. Weitere 
Anmeldungen sind zu richten an den Kamera 
den Fr. Voll, Schleswig, Alter Garten 6. Fol 
gende Festfolge ist aufgestellt: Sonnabend, den 
26. Juli: Nachmittags Empfang und Platzkon 
zert beim Prinzenpalais- abends Kamerad- 
schaftsabenü im Stadttheater. — Sonntag, den 
26. Juli: vormittags Antreten auf dem Stadt 
feld, anschließend Festmarsch durch die Stadt, 
Gefallenenehrung, Parade auf dem Schloß 
platz, Einweihung eines Gedenksteins für die 
im März 1920 gefallenen Kameraden. Vorbei 
marsch, gemeinsames Feldküchenessen,' nach 
mittags Vorführungen der Wehrmacht und der 
Reiter-SA. Abends Ball im Staöttyeater. 
js. Tetenhusen, 15. Juni. Die hiesige Krie 
gerkameradschaft feierte gestern ihr diesjähri 
ges Sommervergnügen, verbunden mit Schie 
ßen und nachfolgendem Ball. Den Königs 
schuß erzielte der Lanömann Hans Rathmann 
und den besten Schuß auf der Ehrenscheibe 
der Bäckermeister Jürgen Jöns. Um 16 Uhr 
war der Einmarsch vom Schießstand ins Dorf. 
Beim Ehrenmal wurde Halt gemacht, mit kur 
zen Worten der gefallenen Kameraden gedacht 
und dann gings in die hiesige Gastwirtschaft. 
Aus SidfiClUölfn 
Beim Hantieren mit einem Tesching tödlich 
verunglückt. 
ms. Seeth, 15. Juni. (Eig. Drahtbericht.) 
Als gestern der 15jährige Sohn des Bürger 
meisters Peter Rolfs mit einem Tesching han 
tierte, löste sich plötzlich ein Schuß, durch den 
der Junge so unglücklich in Herz und Lunge 
getroffen wurde, daß der Tod sofort eintrat. 
Den unglücklichen Eltern bringt man allsei 
tig große Teilnahme entgegen. 
Amtsausschnßsitznng in Bergenhusen. 
ps. Bergenhusen, 14. Juni. In der Gast 
wirtschaft von Hans Hoff fand gestern eine 
Amtsausschußsitzung unseres Amtsbezirkes 
statt, in welcher die Jahresrechnung für 1935 
—1936 vorgelegt wurde und der Voranschlag 
des Jahresplanes für 1936—1937 zur Bera 
tung stand. Sämtliche Ausschußmitglieder, 
welcher sich aus sechs Personen aus Bergen 
husen, drei aus Wohlde und vier aus Megger 
dorf und Meggerkoog zusammensetzte, waren 
anwesend. Der Amtsvorsteher Claus Medau 
begrüßte die Anwesenden, worauf in die Be 
ratung eingetreten wurde. Die Jahresrech 
nung für 1956—36, welche mit einer Gesamt 
summe von 1781,81 MJi abschließt und einen 
Ueberschuß von 34,69 MJL aufweist, wurde ge 
prüft und für richtig befunden,' der Ueberschuß 
wurde auf neue Rechnung vorgetragen. 
hr. Erfde, 14. Juni. Hausverkauf. Das in 
Ekel belegene Wohnhaus der verstorbenen 
Witwe Eichmeier wurde gestern abend von 
den Kindern in Rehers Gasthof zum öffentli 
chen Verkauf gestellt. Den Zuschlag erhielt 
der Landmann Peter Sievers in Ekel für 6200 
MJl mit drei Demat am Hause liegendes Land. 
Eine kleine Moorparzelle erhielt für 60 MJl 
der älteste Sohn Christian Eichmeier in Erfde 
zugesprochen. 
Aus Eideededt 
Bildung einer neuen Gemeinde 
„Hermann-Göring-Koog". 
Der durch die Eindeichung der Tümlauer 
Bucht entstandene „Hermann-Göring-Koog", 
der etwa 580 Hektar groß ist, wird mit Wir- 
zur Gemeinde Tating gehört, wird mit Wir- 
Schleswig'Holsteivischer Aerztetag i« Westerland 
Einweihung des Bioklimatischen Instituts 
mv. Westerland/Sylt, 14. Juni. Die engen 
Beziehungen zwischen einem Bade- und Kur 
ort und der Aerzteschaft sind naturgegeben, 
und so war es eine Selbstverständlichkeit, daß 
die Teilnehmer am Schleswig-Holsteinischen 
Aerztetag, der für den 13. und 14. Juni in 
Westerland angesetzt war, herzliche Aufnahme 
fanden und aus dem reichen Flaggenschmuck 
schon einen besonderen Willkommensgruß 
entnehmen konnten. * Etwa 200 Aerzte und 
Äerztinnen aus der Heimatprovinz hatten sich 
eingefunden und auch zahlreiche Arztfrauen 
nahmen an der Fahrt an den Sylter Nordsee- 
strand teil. 
In der nördlichen Strandhalle begrüßte der 
Gauobmaun Dr. Rinne-Bad Segeberg am 
Sonnabendabend die Teilnehmer und stattete 
dann den Tätigkeitsbericht des vergangenen 
Jahres ab. Als Vertreter des Reichsärzte 
führers gab dann Dr. Blume-Berlin einen 
Ueberblick über „Die Aufgaben des Arztes 
vor und nach der Machtübernahme", die ein 
klares Bild gab von der großen Bedeutung, 
die der ärztlichen Tätigkeit beim Neuaufbau 
des deutschen Volkes zufällt. In der Kurhaus 
strandhalle vereinigte dann der gesellige Teil 
des Begrüßungsabenös alle Teilnehmer. 
Am Sontttagmorgen fand die eigentliche 
Arbeitstagung in der großen Stadthalle statt. 
Dort gab ein hübscher Festschmuck der Tagung 
einen freundlichen Rahmen. Es wurden drei 
sachwissenschaftliche Vorträge geboten. Pro 
fessor Dr. Kümmell-Kiel sprach über „Chirur 
gie und Klima". Professor Jüngling-Flens 
burg behandelte das Thema „Probleme der 
kombinierten operativen und Strahlenbehand 
lung des Krebses". Dr. Tschmarke, Chefarzt 
der Chirurgischen Abteilung des städtischen 
Krankenhauses Altona, führte in das Thema 
Aus fkUeuwestedt, Hcuteeau-Uadmvocsckeu 
und Utitgegend 
Kühe vom Zuge überfahren. 
ai. Wapelfeld, 13. Juni. Als der Güterzug 
Neumünster—Heide gestern abend bald hinter 
der Station Hohenwestedt den offenen Bahn 
übergang hinter dem Wapelfelder Hagen pas 
sierte, trieb gerade ein junges Mädchen die 
Kuhherde eines hiesigen Bauern vorüber. Der 
Zugführer hielt den Zug, als er die Kühe sah, 
soweit es auf der abschüssigen Strecke möglich 
war, zurück. Als dann 8 Kühe den Bahndamm 
überschritten hatten und keine weiteren mehr 
zu sehen waren, fuhr er weiter. Im letzten 
Augenblick tauchten noch 3 Kühe auf, die vom 
Zuge erfaßt wurden. 2 wertvolle Tiere wur 
den auf der Stelle getötet und das dritte ziem 
lich stark verletzt, so daß es jedenfalls noch ab 
gestochen werden muß. 
s. Hademarschen, 16. Juni. Fremdenverkehr. 
Hademarschen ist wegen seiner reizvollen Lage 
und seinen vielen Naturschönheiten ein belieb 
ter Ausflugsort für Fremde. Am gestrigen 
Sonntag war die NS.-Frauenschaft aus We 
sterdeichstrich hier zum Besuch. Nach einem 
Rundgang durch Hademarschen und Hanerau 
wurde im Bahnhofshotel das Abendessen ein 
genommen. Nach einem gemütlichen Zusam 
mensein daselbst brachte ein Verkehrsomnibus 
die Teilnehmerinnen in die Heimat zurück. 
Alle waren des Lobes voll über den herrlichen 
Ort Hademarschen mit seinen Sehenswürdig 
keiten. 
s. Hademarschen, 15. Juni. Ein Meisenpaar 
mit 12 Jungen. Im Garten des Maurers Gu 
stav Kosmehl, hier, Alter Landweg, nistet ein 
Meisenpaar, das 12 Junge im Nest hat. Eine 
so große Zahl Junge ist sicher eine Seltenheit 
und die Nützlichkeit dieser Vögel ist allgemein 
bekannt. 
szh. Nienbüttel, 15. Juni. Wieder gefaßt. 
Aus der Fürsorgeanstalt in Flensburg war 
ein Zögling entwichen, um seinen Vater in 
Nienbüttel zu besuchen. Mit einer gefälschten 
Quittung hatte er sich ein neues Fahrrad be 
sorgt. Als er in Nienbüttel grade seinen Va 
ter begrüßen wollte, erschien der Landjäger 
und der Zögling ergriff die Flucht. In einer 
Tannenschonung wurde er nach kurzer Zeit er 
griffen und der Anstalt in Flensburg wieder 
zugeführt. 
ein: „Der Lebertrangipsverbanö in der ärzt 
lichen Praxis". 
Daran schlossen sich zwei Vorträge aus den 
Kernproblemen des neuen Deutschlands, die 
auch von den Arztfrauen angehört wurden, so 
daß etwa 400 Teilnehmer zugegen waren. 
Professor Dr. Löhr-Kiel gab in großen Zügen 
einen Einblick in „Bevölkerungspolitische 
Fragen", und SS-Oberscharführer Wisliceny 
vom SD-Hauptamt Berlin hatte als Thema 
seines Vortrages gewählt: „Freimaurerei", 
gleicher Beifall zeugte von dankbarer Aufnah 
me bei den Gästen. Leider hemmten techni- 
sche Schwierigkeiten im wesentlichen die bei 
den Vorträgen vorgesehenen Lichtbilder. 
Mit der Aerztetagung war die 
Einweihung des in Westerland neuerrichteten 
Bioklimatischen Instituts 
verbunden, das in der sehr günstig belegenen 
früheren Lesehalle aus der Dünenwand zwi 
schen den Strandhallen und dem Nordseebad 
Platz gefunden hat. Hier sprach zuerst der 
Leiter des neuen Instituts Dr. Pfleiderer 
über die Aufgaben, die diese Anstalt zu er 
füllen haben wird. Dann unterstrich der De 
kan der medizinischen Fakultät Kiel, Prof. Dr. 
Löhr, die Bedeutung des Instituts und sicherte 
die Mitarbeit der Kieler Universität zu. Der 
offizielle Teil der Tagung war schon mit dem 
Abschluß der Vorträge in der Stadthalle durch 
den Gauobmann geschlossen worden. Nach der 
Einweihung des Bioklimatischen Instituts 
versammelten sich alle Teilnehmer zu einem 
gemeinsamen Mittagessen in der Kurhaus 
strandhalle, das von der Kurverwaltung We 
sterland gegeben wurde. 
Der Nachmittag war einem Ausflug in das 
Nordsylter Naturschutzgebiet gewidmet und 
führte zur Kampener Vogelkoje und den ab 
wechslungsreichen Wanderdünen mit dem 
Ausblick auf das weite Meer und den gestran 
deten Ozeandampfer „Adrar". Als Führer 
hatte sich Dr. med. Ahlborn-Kampen zur Ver 
fügung gestellt, der dann auch noch das mit 
dem Klappholttaler Nordseelager verbundene 
Kindergenesungsheim zeigte. Eine gemein 
schaftliche Kaffeetafel im Lager war gewisser 
maßen der Ausklang der Tagung. 
kung vom 1. Juli 1936 aus dieser Gemeint 
ausgegliedert und zu einem selbständigen Ge 
meindebezirk erklärt. Die neugebildcte Ge 
meinde soll die Bezeichnung „Hermann-Go- 
ring-Koog" erhalten. Der Koog bzw. die neue 
Gemeinde wird durch den alten und neuen 
Seeüeich begrenzt. Die Grenze zwischen der 
Gemeinde „Hermann-Göring-Koog" und der 
Gemeinde Tating wird durch die kataster- 
mäßige Grenze zwischen dem alten SeedciÄ 
und dem früheren Vorland gebildet. Das Orts 
recht der Gemeinde Tating tritt in dem Ge 
meindeteil „Hermann-Göring-Koog" am 30. 6. 
d. I. außer Kraft. Soweit Einwohner des Heş- 
mann-Göring-Kooges ehrenamtlich als Bei 
geordnete, Gemeinderäte oder sonst im Dienst 
der Gemeinde tätig sind, endet ihre Amtszeit 
am 30. Juni 1936. 
MMeSmdteu 
Das Grenzlandtheater 
eröffnet seine Sommerspielzeit. 
eg. Flensburg, 13. Juni. Nach dem Eintref 
fen der neu verpflichteten Künstler sind die 
Proben im Grenzlandtheater für die Sommer 
spielzeit bereits im vollen Gange. Die Er 
öffnungsvorstellung soll am Sonnabend, dein 
20. Juni, in der Freilichtbühne „Solitüde" mit 
der Aufführung des Singspiels „Das Dorf 
ohne Glocke" erfolgen. Die Sommerbühne ist 
in der letzten Zeit bedeutend verbessert und 
durch neue Anpflanzungen ist es den Zaun 
gästen unmöglich gemacht, der Vorstellung bei 
zuwohnen. 
JUbudsck&ļl Äugelst 
Diesmal kein Jägerlatein — Jäger 
fängt einen Rehbock mit den Händen. 
Satrup, 13. Juni. Ein Jäger aus dein 
Hegering 3 ging kürzlich auf Anstand, um 
einen Rehbock zu erlegen. Als er sich am 
Rande eines Kornfeldes befand, hörte er 
plötzlich ein Geräusch und sah vor sich einen 
im Getreide liegenden Rehbock, der ihn in 
folge des Gegenwindes nicht bemerkt hatte. 
Geräuschlos legte der Weidmann sein Gewehr 
beiseite, sprang auf den Bock zu und erfaßte 
ihn bei seinem Geweih. Es gelang ihm dann, 
das überraschte Tier zu fesseln und unver 
letzt heimzubringen. Das auf so eigenartige 
Weise gefangene sechs- bis siebenjährige Tier 
mit dem Hirschfänger oder auf andere Weise 
zu töten, brachte der Jägersmann nicht übers 
Herz. Er gab dem Rehbock seine Freiheit 
wieder. 
AU-haedsddeswig 
Aus DUhnemcUef* 
Werben Sie durch Anzeigen in der Landeszeitung 
Ein Glückwunsch des Führers. 
Tondcrn, 13. Juni. Zu der Feier der Dia 
manthochzeit des Kriegsveterans von 1870, 
Brukat und seiner Frau, ging ein Telegramm 
des Führers ein mit folgendem Wortlaut: 
„Zu dem seltenen Fest der Diamantenen Hoch 
zeit spreche ich Ihnen und Ihrer Gattin meine 
herzlichsten Glückwünsche aus. Ich hoffe und 
wünsche, daß Ihnen noch ein recht langer und 
ungetrübter Lebensabend im Kreise Ihrer Fa 
milie bcschiedcn sein möge. Gleichzeitig lasse 
ich Ihnen als altem Kriegsveteranen von 
1870-71 mein Bild anbei zugehen." gez. Adolf 
Hitler. 
Ab 1. Juli 6-Uyr-Ladenschluß in Heide, 
fp. Heide, 15. Juni. Es waren zunächst Be 
strebungen im Gange, für die Fachgruppen des 
Einzelhandels, den freien Mittwochnachmittag 
einzulegen. Man hat jedoch hiervon Abstand 
genommen, und es wird dafür ab 1. Juli der 
6-Uhr-Ladenschluß in Heide für den Einzelhan 
del durchgeführt werden. Auf einer Tagung 
der Kreisbetriebsgemeinschaft „Handel" wurde 
dieser Regelung einmütig zugestimmt. Eben 
falls dürfte der Sonnabendfrühschluß für die 
Geschäfte nur noch eine Frage kurzer Zeit sein. 
56 Jahre Genossenschaftsmeierei Krumstedt. 
s. Krnmstedt, 15. Juni. Am Sonnabend, deM 
13. Juni, hatte die Meiereigenossenschaft un 
seres Ortes ihre Mitglieder zur Feier ihres 
50jährigen Bestehens eingeladen. Ca. 300 Per 
sonen nahmen an der Feier teil. Begrüßungs 
ansprache, Vortrag über die Entwicklung der 
Genossenschaft, eine gemeinsame Kaffeetafel 
mit nachfolgendem Tanz bildeten den JnhaU 
der harmonisch verlaufenen Feier.
	        
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