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Ein nächtlich Schreckbild hatt' ihn aufgescheucht
Aus seiner Ruh, und unsrer Priester Wort
Rieth ihm gar eifrig zu der Sühnefahrt. —
Er ist nicht heimgekehrt — im fremden Land
Liegt er im Grab mit seiner Fahrt Gefährten. —
Ich hab belauscht der Leute heimlich Raunen,
Wenn sie von Fieber sprachen und von Gift,
Das in den Wein zu mischen weiß manch Weib
Am Tiberstrand. — — O geht nicht hin nach Rom!
Arnulf:
Der Kindheit Schrecken spricht aus Euch. — Wie viel
Würd wagen nie der Mann, wenn wahr stets wär,
Was in den Märchen Kinderherzen schreckt!
Pta: Des Herzens Ahnen trog noch nieinals mich!
Der leiderfahrnen Seele öffnet sich
Ein ander Aug, vom Tage nicht geblendet.
Zu schauen in den dunklen Grund der Zeit.
Arnulf: Ich aber muß dem Licht des Tages nach
Die Völker führen ans der Zukunft Weg!
Zu Rom erkenn ich meiner Herrschaft Ziel;
Des Weltreichs Krone ist bestimmt für mich!
B t a: Der engen Furcht entschwingen sich kann noch
Der schwachen Franen Seele nicht empor
Zu solchem freien Flug, wie Euer Geist.
r n u l f! Die Zeit wird lehren solchen Flug auch Euch!
Pta: Der Himmel füg's, daß würdig ich deß werde!
Arnulf: Ihr seid's in Eurer Schönheit reinem Glanz!
Kommt, Königin; wir gehn voran zum Fest!
7> weit e x E d l e r:
Dies Hochzeitsfest wird kurz nur sein. — Die Fahrt
Gen Rom drängt aus der Brust die Freude mir,
Die heitern sorgenlosen Sinns ich hegte!
(Sil) mit Ota, bic Fürsten folgen.)