Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Bedenken und die Antwort 
Betrachtungen zu den Folgewirkungen 
aus der künftigen Preislage für Pferde. 
Im Herbst vorigen Jahres erschien in der Lan 
deszeitung ein der Deutschen Landwirtschaftlichen 
Tierzucht entnommener Artikel aus der Feder des 
Oberregiernngsrats Dr. Meyer-Berlin, der sich mit 
den künftigen Absatz- und damit Preischancen der 
deutschen Pferdezucht beschäftigte. Darin hieß es 
u. a.: „Im Jahre 1838 wird die Heeresvermehrung 
beendet sein, der Bedarf an Remonten wird dann 
viel geringer werden. In den Jahren 34-38 wurden 
viele Stuten den Hengsten zugeführt, es besteht 
daher die Gefahr, daß mit dem Jahre 1938 ein 
Ueberschuß an Pferden eintreten wird." 
Der Verfasser folgert daraus die Möglichkeit 
einer etwaigen Preissenkung, die sich bei der 
Warmblutzucht besonders nachteilig bemerkbar 
machen müsse, da hier der praktischen Erfahrung 
gemäß die unter Mittelqualität stehenden Tiere 
meistenteils einen größeren Preisabschlag erdulden 
als die entsprechende Qualität bei den Kaltblütern. 
Insofern tüten vornehmlich die Warmblutzüchter 
gut, den Gefahren einer Ueberproduktion vorzu 
beugen. Um mit dieser nur in großen Linien wie 
dergegebenen Feststellung kein falsches Bild auf 
kommen zu lassen, seien mir nachstehende Bemerkun 
gen gestattet: 
1. Durch die neue Regierungsverordnung dürfen 
ab 1. Januar 1937 nur angekürte Stuten den Heng 
sten zugeführt werden; damit hat die Regierung 
das Einzige und Notwendige in dieser Hinsicht ver 
anlaßt. Mit einer wilden Kreuzungszucht ist es 
vorbei. Zugleich wird jeder Züchter bestrebt sein, 
auf seinem Bauernhöfe eine gute Mutterstute zu 
halten, deren Nachkommen später als Remonten 
geeignet sind. Bis aber auf jedem Bauernhöfe eine 
gute Stute mit geschlossenem Körper und korrektem 
Gang vorhanden ist, ist noch ein recht weiter Weg. 
2. Wenn auch im Jahre 1988 die Armeevermeh 
rung beendet ist, und wenn auch Reit- und Gespann 
pferde für alle Gliederungen der Armee vorhanden 
sind, so gibt das noch keinen Anlaß zur Sorge, daß 
alsbald die Preise für Pferde sofort fallen. Jahre 
lang wird man beim Militär noch manches Pferd 
vorzeitig als ungeeignet ausmerzen müssen, dessen 
Ankauf nur geschah, weil etwas Besseres nicht zu 
haben war. Bis alle Bedingungen, die betreffs 
Körper und korrektem Gang der jungen Remonten 
gestellt werden müssen, seitens der Ankausskom- 
mission erfüllt sind, vergehen noch einige Jahre. 
3. Der Bedarf an Pferden für die Armee wird 
auch in Zukunft ebenso groß sein wie vor dem 
Weltkriege. Was an Kavalleriepferden weniger ge 
braucht wird, benötigt jetzt die Infanterie für die 
verschiedenen Zwecke. 
4. In den letzten Jahren hat sich der Traktor 
immer mehr Eingang in die Betriebe des Groß 
grundbesitzes wie auch der Bauernhöfe verschafft. 
Er ist ein Glied in dem Wirtschaftsbetrieb gewor 
den, das mancher Landwirt nicht wieder entbehren 
möchte. Mit Hilfe des Traktors werden so manche 
Arbeiten besser und rechtzeitiger verrichtet. Gutes 
Wetter bei der Vorbereitung des Saatbeetes, bei 
der Ernte, beim Schälen der Stoppeln usw. kann 
voll ausgenutzt werden. Aber keinem Landwirt wird 
es einfallen, maßgeblich seinen Pferdebestanü einzu 
schränken. Ein Leiter eines Großbetriebes sagt zu 
mir vor Jahren: Kommen sie nach 25 Jahren wie 
der, und sie werden hier noch ebensoviel Gespann 
pferde vorfinden, wie heute auf dem Gute vorhan 
den sind. Das gilt, für die Gesamtheit der Betriebe 
gesehen, in gleichem Maße für die Kaltblut- wie 
für die Warmblutschläge. 
8. Neuerdings nimmt die Luftbereifung sowohl 
bei Geschäftswagen wie auch bei Ackerwagen und 
vor allen Dingen bei schweren Wagen, die zur 
Langholzabsuhr verwendet werden, rapide zu. Diese 
technische Wende kommt allen beteiligten Pferde- 
schlügen zugute, begünstigt aber keineswegs diese 
Gattung und benachteiligt jene. 
Man stelle also zum Schluß fest: So richtig es 
vielleicht ist vor einer zu großen Ausweitung der 
Pferdeerzeugung zu warnen, um unnötigen Rück 
schlägen aus dem Wege zu gehen, so falsch ist es 
andererseits, aus dieser Warnung eine merklich 
günstigere Lage für den Kaltblüter und eine un 
günstigere für den Warmblüter ableiten zu wollen. 
Allen Schlägen, gleichgültig, ob nun Warm- oder 
Kaltblütern zugehörig, ist heutzutage ihr bestimmtes 
Aufgabengebiet zugewiesen, so daß es irrig wäre, 
aus einer Preisprognose heraus sich zu Maßnah 
men zu entschließen, die abgesehen von ihren Kosten 
auf Sicht wirtschaftlich nicht vertretbar sind. 
Br. in O. 
* 
Wir geben diesen Ausführungen Raum, weil sie 
Bedenken zur Sprache bringen, die seinerzeit des 
öfteren aus pferdezüchterischen Kreisen des Reiches 
gegen den obigen Artikel vorgebracht sind. Wie dem 
Unterzeichneten von dem Ob.-Reg.-Rat Dr. Meyer 
vor Monaten versichert wurde, kam es ihm lediglich 
darauf an, die Folgewirkungen künftiger Preis 
änderungen zu beleuchten und die möglichen unter 
schiedlichen Ausschlüge klarzustellen. Eine Wertung 
dieses oder jenes Pferdeschlages damit verbinden zu 
wollen, habe ihm vollkommen fern gelegen und 
gehe — streng betrachtet — aus den Ausführungen 
auch nicht hervor. 
Wir bemerken dazu ergänzend: Gegenüber 1932 
erhöhte sich die Zahl der Stutenbedeckungen in 1933 
um 24 vH. Beim Warmblut war die Steigerung 
der Bedeckungsziffern mit einer Zunahme um 
41 vH erheblich höher als beim Kaltblut (15 vH). 
Daraus allein schon ergab sich — abgesehen von der 
unterschiedlichen Reaktum mittel- und untermittel 
wertiger Warm- und Kaltblutpferde auf fallende 
Pferdepreise die Notwendigkeit der Warnung vor 
einer absatzwidrigen Aufblähung der Pferde 
erzeugung. 
Das Verhältnis hat sich im Jahre 1934 zwar 
nicht in demselben Maße fortgesetzt, indem mit 
228 900 von Kaltbluthengsten gedeckten Stuten 15 vH 
mehr als 1933 gedeckt wurden, während die von 
Warmbluthengsten gedeckten 154 000 Stuten eine 
Bestandsvermehrung um 18 vH gegen 1933 auswie 
sen; trotzdem aber ist die prozentual vorrangierende 
Warmblutstutenbedeckung offensichtlich. In gleicher 
Richtung bewegen sich auch die neuesten, von den 
preußischen Lanbgestüten veröffentlichten Ziffern. 
Die Zahl der gedeckten Stuten betrug hier von 
Januar bis April 1936 ldas Ergebnis in den Ver- 
gleichsmonaten 1935 in Klammern) beim Warmblut 
72 829 Stück (67 976), beim Kaltblut 39 068 Stück 
(37 672). Die prozentuale Zunahme der Stutenbe 
deckungen belief sich demnach beim Warmblut auf 
7 und beim Kaltblut auf v vH gegenüber dem 
Vorjahre. 
Von einer rückläufigen Bewegung der Warmblut 
stutenbedeckung kann also bis jetzt nicht die Rede 
sein. So selbstverständlich auf Grund des geringeren 
Armee- und allgemeinen Bedarfs die stärkere Ein 
schränkung der Warmblutstutenbedeckung gegen 
über der Kaltblutzucht war. ebenso notwendig war 
ihr späteres Ausholen, als die stärkere Remontie 
rung einsetzte bzw. in Aussicht stand. Nachdem nun 
aber die Stutenbedeckungsziffer des Warmblutes 
von 34 vH der Gesamtbeöeckungsziffer 1932 auf 
reichlich 40 vH in 1984 und 1934 angestiegen ist, 
dürfte dieses Ausholen an eine Grenze gekommen 
sei, bei deren Ueberschreiten den gegebenen Absatz 
bedingungen nicht mehr gedient ist. 
Gewiß ist der Ausdruck „gegebene Absatzbedingun 
gen" ein weitläufiger Begriff, über den sich debat 
tieren ließe, aber nicht ein-, sondern beiderseitig, 
und zioar absolut auf der Grundlage, daß dem 
Warmblüter bei der Remontierung und dem Kalt 
blüter in der allgemeinen Bedarfssphäre eine ge 
wisse größere Obacht geschenkt wird. Darüber sich 
an dieser Stelle literarisch auszulassen, ist nicht 
statthaft. Mögen die beiden großen Pferdearten 
gruppen Warm- und Kaltblut in den verschiedenen 
Absatzgebieten ihre Geeignetheit nach den Merk 
malen der Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, 
dann wird es — prüfungswillige und sachliche 
Stellen vorausgesetzt — an einer ordnungsgemäßen 
Aufteilung der Interessen nicht fehlen. 
Da Unterzeichneter aus derzeitiger Rücksprache 
um das Echo des genannten Artikels weiß, sei zu 
den geäußerten Bedenken von Herrn Br. in O. 
gleichzeitig die Antwort gegeben. Die Obacht, die 
dem Artikel aber gezollt wurde, ist allein schon 
Grund genug, um die geäußerten Bedenken unserem 
Leserkreis vorzutragen. Dr. B. 
2m Eritßchirldirngsverfahrerr 
regelt ein Erlaß des Reichsministers für Ernäh 
rung die Ablösung nichtbeteiligter Forderungen. 
Danach wird für den Fall, daß der Erfolg der 
Schuldenregelung deshalb in Frage gestellt ist, weil 
eine nichtbeteiligte Forderung vorhanden ist. zu 
deren Begleichung der Betriebsinhaber auch nach 
Durchführung des Schulöenregelungsverfahrens 
nicht in der Lage sein wird, eine Prüfung darüber 
angeordnet, ob der Betriebsinhaber in der Lage 
sein würde, diese Forderung im Falle ihrer Um 
wandlung in eine unkündbare Tilgungsforderung 
zu verzinsen und zu tilgen. — Ist diese Frage und 
die Durchführbarkeit des Schuldenregelungsver 
fahrens zu bejahen, so ist die Forderung im Ent- 
schulöungsplan (Vergleichsvorschlag) in eine un 
kündbare Tilgungssorderung mit 4,8 vH Zinsen 
und 0,5 bis 5 vH Tilgung umzuwandeln; gleichzei 
tig ist ihre Barablösung vorzusehen. Kürzungen 
und Abzüge sind nur mit Einverständnis des Gläu 
bigers zulässig. Hat der Betriebsinhaber die wäh 
rend des Verfahrens aufgelaufenen Zinsen aus 
nahmsweise nicht gezahlt, so ist auch ihre Ablösung 
vorzusehen, soweit ein Verzicht des Gläubigers auf 
diese Zinsen nicht zu erreichen ist. In Höhe des 
Ablösungsvertrages geht die Forderung auf die 
Entschuldungsstelle über; im übrigen finden die für 
die Ablösung beteiligten Forderungen und deren 
Sicherung geltenden Vorschriften Anwendung. 
„Nichtbeteiligte Forderungen" sind solche Forde 
rungen, die nicht von dem Entschulbungsverfahren 
erfaßt werden; es dürfte sich dabei im wesentlichen 
um Forderungen handeln, die nach der Eröffnung 
des Verfahrens entstanden sind. 
Die Ueberwachungsstelle für Wolle 
hat durch Anordnung W 21 ihre Anordnung W 19 
geändert. Es werden die Verarbeitungsmengen 
für die einstufigen Wollwebereien und andere Wirt 
schaftszweige der Gespinste verarbeitenden Indu 
strie anders als bisher geregelt. Außerdem ist sie 
ermächtigt, Betrieben und Personen, die früher 
Lohnarbeit vergeben haben, einen Teil ihrer Grund 
menge als Lohngrundmenge festzusetzen, die außer 
halb des eigenen Betriebes verarbeitet werden muß. 
Die Ģrzeugerfestpreişe für Stein- 
Beerenobst 
betragen für Erdbeeren, Güteklasse 6 22,60 MM, 
(Faßware) 16 MM) Johannisbeeren A 13 M^> 
(Fatzware) 10 MM, schwarze 25 MM) Stachelbeere^ 
grün, hartreif, A 12 MM, reif, B (Faßware) 9 °ş' 
Himbeeren, Garten-, B (Faßware) 27 MM) Pşin 
siche, Weinbergs-, A 16 MM, B 12 MM. C8^ ; 
Mirabellen A 16 MM, B (Faßware) 10 MM) Sauer 
kirschen, Schattenmorellen. Luöwigskirschen 21 ' , 
alle übrigen Sorten 19 MM) Süßkirschen, Marius 
ladenware 8 MM, Brennkirschen 5 MM, Die Prş 
gelten je 60 Kilo ab Station des Erzeugers. 
Wald-Himbeeren beträgt der Verarbeiter - Ģ 
standspreis (Festpreis) ausschließlich Fracht 20 
je 50 Kilo. 
Gütezeichen für Maßkleidung 
Auf dem deutschen Schneidertag in Frankfurt *• 
M. wurden die beruflichen, fachlichen und wir^ 
schaftlichen Fragen des Herrenscheider-Handwer-Ş 
erörtert. Vor allem spielten dabei das beruflş 
Ausbilöungswegs- und Prüfungswesen und 
nahmen zur fachlichen und wirtschaftlichen Ertûķ 
gung des Herrenschneider-Handwerks eine Ro^' 
Von Interesse ist, daß das Herrenschneider-Han^ 
werk plant, ein Gütezeichen für Maßkleidung eiiķ 
führen, das dazu bestimmt ist, das gute Erzeugn^ 
gegenüber minderwertigen Erzeugnissen äußcrlm 
zu kennzeichnen. Zur Verstärkung der „Mode"-şş 
strebungen hat der Reichsinnungsverband des 
renschneiöer-Hanöwerks seit kurzem ein besonders 
Modeamt eingerichtet. Dieses Modeamt trat diĶ 
die diesmalige Modctagung zum ersten Male & ü> 
ßerlich in Erscheinung. 
Der Wirtschaftsverband 
der deutschen Elektrobeleuchtungsindustrie 
tagte in Eisenach mit dem Ziel, einen marktregeln- 
den Verband zu schaffen, der für einen Teil dek 
Veleuchtungsindustrie, nämlich die Elektrobeleuöp 
tungskörperindustrie, bereits bestand und nunmķ 
auf alle Beleuchtungsindustrien ausgedehnt werdet 
sollte, was auch geschah. Der Wirtschaftsverband 
nahm den Namen „Wirtschaftsverband der deutscht 
Elektrotbeleuchtungsinöustrie" an und wählte 3 11 
seinem Vorsitzenden den Leiter der Fachgruppe 18 
in der Wirtschaftsgruppe Elektroindustrie, von 
Nochhaupt. Innerhalb dieses neuen Wirtschaftsvei 
vandes bestehen Arbeitsgruppen für 1. Wohn- »n» 
Raumleuchten, 2. Zwecklcuchten und 3. Porzellan" 
leuchten. Die Schaffung einer Arbeitsgruppe 
Holz- und Glasleuchten ist für die nächste Zukunff 
zu erwarten. 
Eine Kartei von notleidenden 
und anstragsvedürftigen Firmen 
aufzubauen, betrachtet die Bezirksausgleichsste^ 
für öffentliche Aufträge als wesentliche Verbesserung 
ihrer Arbeitsmethode, um jederzeit genau über ^ 
Lage des Bezirkes unterrichtet zu sein und helfen^ 
eingreifen zu können. Die Aufnahme in die Kart^ 
erfolgt einer Sitzung des Beirats zufolge sowşş 
auf Antrag einer Firma, die zusätzliche öffentlich 
Aufträge glaubt beanspruchen zu können, als aNK 
auf Grund anderweiter Ermittlungen der Bezirks 
ausgleichsstelle selbst. — Die Unkosten der Stellt 
werden unter 1 vT des Wertes der vermittelt^ 
öffentlichen Aufträge liegen. 
Zwecks Vekämpsung der Wilderer 
können nach einem Runderlaß des Reichsjustizrn^ 
nisteriums zur Unterstützung der Jagdschuhbere^ 
tigtcn die Bevölkerung herangezogen werden. 
sonen, deren Angaben die rechtskräftige Verirrte-- 
lung eines Wilderers herbeiführen, erhalten ei-n 
Belohnung von 20 bis 200 MM. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert 
(Ohne Gewhär> 
Baake, 
Slelchsvank 
DD.-«ank 
Drerdn. Baal 
Beretnsdant 
Westh. Bant 
Schl.-tz. Bank 
Berkehrr-Bkt. 
Hdg. Hochbahn 
Dtsch.-Oftafrika 
vapag 
Hbg.-Stwamei. 
Nordd. Lloyd 
Woerm.-Liwe 
15 6. 
195.75 
95.00 
95.25 
117 00 
126.00 
78.00 
92.25 
46 00 
14.50 
28 00 
16.00 
45 00 
13.6. 
198.50 
95.10 
95 25 
117.00 
126 00 
77.50 
92.00 
46 00 
14 37 
28.50 
16.87 
45.00 
Industr.-Akt. 15.6. 13.6. 
«Ug. El..«. 
Alsen-Tem. 
Breitend, lern 
Lldschl.-«.. 
tzolsten-Br. 
Hary. Bgd..D 
Schuckert-Sl. 
Siemens 
HLW. 
Deutsche Erdöl 
ID.-ffaiden 
Beudestz 
Ältdeli« 
36.62 
165 01 
152.00 
114.10 
112 00 
129.00 
154 25 
197.00 
143.00 
130.25 
170.00 
22 75 
110.25 
36.62 
164.00 
153.00 
114.00 
112.50 
129 00 
153.50 
197.00 
142.00 
129.50 
170.25 
22.75 
110.25 
Als Staatsllnterstützung 
für norwegische Werften 
wird zwecks Modernisierung und Ausbau eine 
Staatsgarantie von 60 vH. des Gesamtbetrages von 
7,6 Mill. Kr. vorgeschlagen. Da die in Frage kom 
menden Gemeinden und die Werften selbst 40 vH. 
ausbringen und nicht nur die Verzinsung, sondern 
auch die Amortisierung der vom Staat garantierten 
60 vH. übernehmen müssen, hängt die endgültige 
Annahme des Planes noch von den Gemeinden ab. 
Hamburger Sehweinemarkt 
Altona, den 16. Juni 1936 
reife: a 55. bl 54. b2 53. c51. 6 49. gl 54. g 2 49-50 
leg Lbdaew Auftrieb: 9310-f- 53 Beobachtungstiere 
lObne Gewährt Handel: zugeteilt 
Hamburger Kälbermarkt 
oppellender 
ste Mast- und Saugkälber . 
tttlere Mast und Saugkälber 
ringere Saugkälber .... 
ringe Kälber .... 
iiftieb: 1371 + Beobachtungstiere. 
16.6. 9.6. 
65—72 68—75 
56 -64 60—67 
46—55 50-58 
40—55 40—48 
Handel: mittel 
Handel nnd Wandel 
Frischmelkende Kühe 
waren, wie es in einem Bericht der Westfälischen 
Provinzial-Viehverwertungsgenossenschaft in Mün 
ster i. W. u. a. heißt, gefragt und von diesen bes. 
die amtlich kontrollierten. Die nicht verkauften 
Tiere waren fast ausschließlich hinsichtlich des Ab 
kalbens zu weit zurück. Wie vorauszusehen war, 
waren es wieder auswärtige Käufer aus Süd- 
deutschland, welche die meisten Tiere ersteigerten; 
ferner waren zahlreiche Besucher von Abmelkewirt- 
schaften aus dem rheinisch-westfälischen Industrie 
gebiet anwesend. 
Kieler Schlachtviehmarkt vom 18. Juni 
Auftrieb: 1494 Schweine. Handel: verteilt. Preise: 
Klasse A 54,6, Bl 53,5, B2 52,5, C 50,5, D 48,5, Gl 
53,6, G2 60,5 MM je 50 Kilo. 
«ohne Gewähr. Deutsche Schlachtviehmärkte 15. Ml 1936 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise für I Pfd. Lebendgewicht in M/t/l 
Markt 
1. Ochsen 
2- * 
3- , 
4. » 
1 Bullen 
2. 
1. Kühe 
2. „ 
1. Kälber 
2. „ 
1. Schafe 
2- „ 
1. Schweine 
2. . 
3. * 
1. Sauen .. 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schwein.Sau. 
Ochs, Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schwein.Sau. 
Itanitü 
44 
42 
38 
42 
38 
70—75 
62-68 
42-46 
56 
54-55 
52 
52 
131 
883 
753 
1823 
verteilt 
mittel 
mittel 
verteilt 
45 
43 
39 
43 
36—39 
70-75 
63—69 
561/2 
551/2 
521/2 
50—55 
44 
40 
42 
38 
42 
38 
65-68 
55—64 
42-47 
36-42 
56 
54-55 
52 
52-55 
Düsseldori 
45 
43 
43 
39 
69-74 
62-68 
57 
55—56 
53 
51-56 
Auftrieb und 
129 
542 
10 
2642 
zugeteilt 
flott 
zugeteilt 
189 
1432 
1100 
2778 
verteilt 
schlecht 
schlecht 
verteilt 
Han 
113 
625 
3362 
verteilt 
mittel 
verteilt 
45 
43 
39 
43 
39 
70—72 
63-68 
561/2 
551/2 
521/2 
55V, 
del au) 
99 
889 
10 
4262 
zugeteilt 
lebhaft 
zugeteilt 
Frankfurt/ü. 
45 
43 
40-43 
35—39 
64—70 
57—63 
57 
55-56 
53 
50—56 
Man 
44 
40 
42 
38 
42 
38 
63—72 
60—65 
46—50 
43-45 
56 
54—55 
52 
52-55 
den Märkten 
196 
627 
3806 
zugeteilt 
langsam 
mittel 
zugeteilt 
83 
177 
256 
1016 
zugeteilt 
gut 
mittel 
verteilt 
45 
40 
43 
40-43 
35-39 
57 
55-56 
53 
53-55 
83 
974 
zugeteilt 
zugeteilt 
15.6 
Leipzig 
44 
42 
42 
38 
70-/2 
62-68 
42-45 
37-40 
56 
54-55 
52 
32-57 
129 
405 
1067 
1665 
vert. 
mittel 
längs. 
zuget 
44 
40 
42 
38 
42 
38 
72-75 
65-70 
42-46 
38-40 
56 
54-55 
52 
52-55 
150 
367 
1267 ^ 
2034 
vert. 
mittel 
längs, 
zuget 
Berliner Schlachtviehmarkt 
Berlin 16 Juni (Vorberichtl -Ohne Gew-i^ 
Mitgeteilt von der Reichsviebwertunasaeiellilbaft 
Es wurde gezahlt für 50 Ka. Lebendgewitbt: 
Preise: Auftrieb: Verlauf: 
Rinder 20-44 691 glatt 
Kälber 44-73 2907 ruhig 
Schafe 25-52 5059 mittel 
Schweine 17385 glatt 
Schweine Klasse A bis E 48V--54-«- Sauen 50-«--S3 
m 
Viehmärkte vom 15. Juni 
Dresden: 189 Rinder. 1432 Kälber von guter ~,f 
schasfenheit. Bei nur langsamem Geschäftsver-a 
und durchschnittlich 7 MM niedrigeren Notizen 3^ 
räumt. 1100 Schafe bis aus einen Rest von 139 »V 
kauft, langsames Geschäft. Lämmer und Hanfh.x 
wurden bis zu 2 MM, Schafe bis zu 6 MM schiva-v 
bewertet. 2748 Schweine anteilmäßig zugeteilt. , ,j 
Frankfurt a. M.: 196 Rinder, Bedarf noch.n-A 
zu 20 vH gedeckt. Qualität bei Ochsen und Fa-> ş, 
geringer. Kälbermarkt reichlich beschickt, 
höhere Beschickung in norddeutschen Kälbern. ^,i 
schasfenheit gut. Bei ruhigem Geschäftsgang 
die Preise um 4—5 MM je 50 Kg. nach. Schaltn» 
nur schwach befahren. Preiseinbußen betrug 
1 MM je 50 Kg., ausverkauft. Schweinemarkt a^e 
reichend beschickt, insbes. schwere bzw. FettsclMug 
in stärkerem Maße zugeführt. Für diese z. Z. -v- 
Nachfrage. 
Köln: 169 Rinder, Beschaffenheit gut. 1216 
von guter Beschaffenheit. Bedarf gedeckt. 
bei ziemlich lebhaftem Handel um 1—2 MM n al it 
gebend. 56 Schafe, keine Notiz. 5102 Schweine,,^, 
ausgemästet und vorwiegend der schweren Gew- 
klaffe angehörend. 
Die erste Reichssiedlerschule in Erlangen 
An 
würbe durch Dr. Ley ihrer Bestimmung überge ^ 
Sie soll den Siedlern Sieölerwarte und Lehn 
ler an die Hand geben, die als Führer einer ® . 
lergemeinschaft auftreten könnten. Die Sch" 
dieser Siedlerführer sei auf Kakŗe berechnet.
	        
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