ist erstaunlich. Die bewußte falsche Darstellung
von unseren Ahnen, die uns frühere Zeiten
gegeben haben, ist der wahren Erkenntnis von
ihrer außerordentlichen Kulturhöhe gewichen.
Wörtlich sagte der Redner: „Und wir sagen
uns mit aller Deutlichkeit los von den uns
untergeschobenen jüdischen Erzvätern und be
kennen uns mit Stolz zu unseren deutschen
Ahnen. Wer diese Ahnen beschimpft, beschimpft
unser ganzes Volk, also auch jeden einzelnen
Volksgenossen."
Wir wissen, daß die früher an unseren Hoch
schulen betriebene sogenannte objektive Volks
bildungsforschung den falschen Kündern Vor
spanndienste leistete. So leugnete sie beispiels
weise die kulturelle Schöpferkraft des Bauern.
Aber wir wissen heute, daß ohne diese Schöp
ferkraft das ganze Volk nicht möglich und le
bensfähig ist. Volkstum kann man nicht mit
dem klügelnden Verstände ergründen, sondern
nur mit dem Herzen und dem Glauben. Mit
diesem Glauben erleben wir heute die Neuge
staltung und Neuerkennung des deutschen
Ahnenerbes. Der Glaube unserer Ahnen, der
durch die Jahrhunderte hindurch als kultur-
unfähig bezeichnet wurde, war, das wissen wir
heute wieder mit aller Bestimmtheit, von einer
solchen Lauterkeit, wie sie kaum noch vorstell
bar ist. Nur seine Tiefe hat es überhaupt er
möglicht, daß sich andere Glaubensvorstellun
gen in seinem Gebiete festsetzen konnten. Von
den ungetreuen Sachwaltern fordern wir unser
Erbe zurück, damit es als Odal von unseren
eigenen Herzen verwahrt sei. So wird uns die
Ahnenverehrung zum ersten Gebot unserer
Volkstumsarbeit und wie es hier mit dem
Glauben ist, ist es auch mit dem Recht und mit
der Sprache. Gerade die Sprache, die das hohe
Gut der Dichtung unserer Väter aufbewahrt
hat, gibt uns die Erklärung des Wortes deutsch.
Es heißt volkstümlich ilnd scho.n damit haben
wir den Beweis, daß Volkstum nichts anderes
bedeutet als Deutschtum schlechthin.
Anschließend sprach Dr. Reischle über die
Bedeutung der Mundarten, des alten Na-
mensgntes, des Brauchtums, der Sitte und der
Tugenden für die Neugestaltung des deutschen
Volkes. Mit bitteren Worten erinnerte er an
das Erbe, das uns die bildende Kunst der Ver
gangenheit hinterlassen hat, ohne daß es ihr
allerdings möglich gewesen wäre, den deutschen
Kern unseres gestaltenden Könnens zu zer
stören. Schmuck, Tanz und Leibesübungen
wurden vom Redner in ihrem Sinn für unser
Leben aufgezeigt.
Mit einer eindringlichen Kennzeichnung der
Gefahren, die der jüdisch bedingte Bolschewis
mus für das Volkstum bedeutet, und mit dem
immer wiederholten Hinweis, daß wahre
Volkstumsarbeit verankert sein muß im My
thus von Blut und Boden schloß Dr. Reischle
seinen Vortrag, der in begeisternder Sprache
wieder von neuem bewiesen hat, daß in Adolf
Hitler das Erbe der Ahnen wahr und lebendig
auferstanden ist.
Dann sprach der Leiter der Reichsfachstelle
Heimatschütz der NTKG. und Fachbeauftragte
des Reichsbundes Deutscher Heimatschutz,. Dr.
Werner Lindner, über das Thema „Der deut
sche Heimatraum". Er gab einen Ueberblick
darüber, wie das deutsche Volk in vergangenen
Zeiten seinen Heimatraum mit Zweckbauten
nach dengermanischen und deutschen eingebo
renen Baugesetzen formte, wobei Werte ge
schaffen wurden, die in jüngeren Zeiten noch
nicht im Entferntesten wieder erreicht wurden.
Der Redner, zeigte die Aufgaben auf, die sich
unter den veränderten Verhältnissen der Neu
zeit für die Formung des Heimatraumes und
eine rechte Heimatpflege ergeben, und schloß
mit der Feststellung, daß das Schicksal seines
Lebensraumes nehmen müsse, denn das Schick
sal dieses Raumes sei sein Schicksal. Eine der
vornehmsten Aufgaben der NSKG. sei es, auch
zu ihrem Teil in kameradschaftliche Verbin
dung zu den Kräften zu treten, die auf diesem
Gebiete schassen.
1 Jahr 8 Monate Gefängnis.
Làsbruder Mgckus verurlM.
DNB. Koblenz, 16. Juni. Ilm Dienstag
mittag verkündete der Vorsitzende, Landge
richtsdirektor van Koolwigk, das Urteil im
Prozeß gegen den Ordensbruder Franz Giel-
czynski (Bruder Angelius). Unter Freispre
chung im übrigen wird der Angeklagte wegen
widernatürlicher Unzucht in drei Fällen und
wegen fortgesetzter widernatürlicher Unzucht
in einem weiteren Fall zu einem Jahr acht
Monaten Gefängnis verurteilt. Sechs Monate
der erlittenen Untersuchungshaft werden auf
die Strafe angerechnet.
In der Begründung führte der Vorsitzende
aus, der Fall Angelius liege anders als die
bisherigen Fälle. Es sei festgestellt worden,
daß der Angeklagte nicht in so ausschweifender
Weise unzüchtige Handlungen begangen habe,
wie das in verschiedenen anderen Verfahren
festgestellt worden ist. Eine Straftat im Sinne
des 8 171, 3 komme nicht in Frage, da der
Angeklagte nicht als Medizinalperson im Sin
ne des Gesetzes anzusehen sei. Strafmildernd
sei berücksichtigt worden, daß der Angeklagte
in jungen Jahren dem Treiben, das in den
Klöstern geherrscht habe, erlegen sei. Mit
Rücksicht auf das Geständnis seien ihm sechs
Monate der Untersuchungshaft auf die Strafe
angerechnet worden.
in der
Englarid-Ztalien-Deutschland
in Front ,
DNB. London, 16, Juni. Unter der Ueber-
schrift „Großbritannien, Deutschland, Italien
-— Bollwerk gegen den Bolschewismus" ver
öffentlicht „Daily Mail" einen Aufsatz ihres
Mitarbeiters Ward Price.
Der Friede, an den Hitler denke, so sagt
Ward Price u. a., sei zugegebenermaßen ein
solcher, in dem Deutschlands Rolle und Stcl-
lung seiner Größe und Wichtigkeit entspre
chen würde. Das sei natürlich und unvermeid
lich, wenn es auch den anderen Nationen, die
Deutschland 15 Jahre lang aus der Rechnung
lassen konnten, unangenehm sei. Als Hitler
seinen Friedensplan kürzlich vorbrachte, habe
ihm die britische Regierung mit einem Frage
bogen geantwortet. Ein derartiger Skeptizis
mus sei ausreichend, um die Angebote Hitlers
zu entmutige». Was Deutschland betreffe, so
betrachte sich das britische Kabinett ans dem
Locarnovertrag verpflichtet, nichts ohne
Frankreich zu tun. In bezug auf Italien
habe sich die britische Politik den undurchsühr-
baren Idealen des Völkerbundes untergeord
net. Diese Verpflichtungen seien eine Quelle
der Gefahr geworden. Es wäre ein Zeichen
der Verknöcherung, wenn man an dem Buch
staben einer Verpflichtung festhalte, die ge
rade das herbeiführen könne, was vermieden
werden sollte. Sowohl in Deutschland wie in
Italien hätten das Führertum und die natio
nalen Anstrengungen Wunder geschaffen. In
folgedessen habe sich der Schwerpunkt Euro
pas verändert. Die Männer, die diese Natio
nen in der Außenpolitik vertreten, nämlich
Graf Ciano und Botschafter von Ribbentrop,
seien nicht einfach neue Figuren in der alten
Diplomatie. Es feien Vertreter einer völlig
neuen Ordnung internationaler Beziehungen.
Die britische Regierung habe diesen Sommer
die Aufgabe, ihre Außenpolitik der neuen Lage
anzupassen. Bisher sei die britische Außen
politik auf Grundsätze gestützt gewesen, die
von der Zeit herrührten,
als Frankreich auf dem Festlande all
mächtig und das Ansehen des Völker
bundes noch ungebrochen war. Jetzt sei
die kontinentale Vorherrschaft Frank
reichs beendet.
Die neue französische Regierung werde unter
dem gefährlichen Einfluß Moskaus stehen.
Ihre Stärke gegenüber ihren beiden östlichen
Nachbarn! sei-stark zurückgegangen, und es sei
unwahrscheinlich, daß Frankreich auf einige
Zeit als festigender Einfluß in Europa be
trachtet werden könne. Wenn der sich zur
zeit über Spanien und Frankreich ausbreiten
de Kommunismus andere Nationen anstecken
sollte,
dann könnte Großbritannien keine nütz
licheren Freunde als die deutsche nnd
italienische Regierung haben, die den
Kommunismus auf ihrem eigenen Bo
den zerschmettert haben.
Gin englisches 'Programm znr
Ledermindung der Weltkrise
DNB. London, 16. Juni. Lord Lothian
nimmt im „Evening Standard" zur gegcnwür-
tigeu Weltkrise Stellung. Diese sei auf den Re
visionswunsch der drei mächtigen Nationen
Deutschland, Italien und Japan zurückzufüh
ren u. beruhe wiederum auf dem Mißverhält
nis zwischen Bevölkerungsdichte, Gebietsfläche
und Rohstoffquellen dieser Völker. Die Frage
sei nicht die, ob man den Nationalsozialismus
schätze oder ablehne, sondern man müsse der
Tatsache ins Auge sehen, daß Deutschland ge
genüber ein gerechter Ausgleich geschaffen
werde.
Kein einschlägiger Geschichtsschreiber glaube
mehr an Deutschlands Allcinschuld am Welt
kriege, dessen Hauptgrund in der Unfähigkeit
Europas gelegen habe, den Notwendigkeiten
gerecht zu werden. Ein neuer Weltkrieg würde
nur ausbrechen, wenn die Nationen nicht im
stande seien, mit friedlichen Mitteln die Ver
trüge so zu revidieren, daß sie den Notwendig
keiten zur Aufrechterhaltung des Friedens
entsprächen. Der Versailler Vertrag aber
gründe sich auf der Annahme von Deutschlands
Schuld am Weltkriege. Man habe Deutschland
der Kolonien beraubt, den Anschluß Oester
reichs verboten, Deutschland Reparationen
von astromonischer Höhe auserlegt, eine ein
seitige Entwaffnung durchgeführt und das
Rheinland entmilitarisiert. In den vergange
nen 18 Jahren sei weder vom Völkerbund noch
von den Siegerstaaten eine freiwillige Aktion
zur Milderung der Diskriminierung Deutsch
lands in die Wege geleitet worden. Da keine
andere Aussicht bestanden hätte, habe Deutsch
land die sofort versprochene Gleichberechtigung
durch eine einseitige Aktion von sich aus un
ternommen.
Die Reparationsleistungen seien abgelehnt
worden. Sie Hütten eine ähnliche Erledigung
wie die britischen Kriegsschulden in Amerika
gefunden. Da Frankreich und die anderen
Nachbarländer weder abgerüstet noch Deutsch
land eine begrenzte Aufrüstung zugestanden
hätten und so die Gleichberechtigung Deutsch
lands unmöglich geworden war, habe Deutsch
land 1933 den Völkerbund verlassen und im
vergangenen Jahr aufgerüstet. Die im Früh
jahr begonnene Wiederbefestigung des Rhein
landes sei die Folge der vergeblichen Proteste
Deutschlands gegen das französisch-russische
Militärbündnis, das Deutschland im Rücken
bedrohe. In dem Artikel heißt es dann wört
lich:
Noch eine endgültige Bereinigung mit
Deutschland steht aber aus, und diese Bereini
gung muß in zwei Teile zerfallen: 1. eine frei
willige Aussprache über die Zukunft Oester
reichs, Danzigs und Memels und über ir
gendeinen Ausgleich hinsichtlich der Grenzen
Ungarn. Falls diese Fragen durch ein euro
päisches Abkommen geregelt werden könnten,
würde es keine Grenzfragen mehr in Europa
geben. Dann würden auch keine wurmstichigen
Reiche mehr zusammenbrechen. 2. eine freimü
tige Aussprache über das sogenannte Problem
der wirtschaftlichen Befriedung; dazu gehört,
daß Deutschland die Möglichkeit gegeben wird,
einen verbesserten Lebensstandard für seine
Bevölkerung durch allgemeinen Abbau der
Handelsschranken sicherzustellen, weiter die
Stabilisierung der Währungen einen Aus
gleich hinsichtlich der Kolonie», letzterer als
Teil einer allgemeinen Vereinbarung, die das
gegenwärtige Wettrüsten beendet. Weiter müs
sen wir unser Augenmerk darauf richten, ob
die Kolonialfrage ihre Erledigung durch eine
territoriale Restauration finden soll oder durch
weitreichende wirtschaftliche Vereinbarungen,
die der Souveränität nicht berühren und aus
dem Grundsatz der Treuhünderschaft aufgebaut
wurden. Es ist verhängnisvoll, in Deutschland
die Erwartung wachsen zu lassen, daß wir be
reits für eine territoriale Restauration seien,
wenn wir nicht tatsächlich bereit sind, sie durch
zuführen.
Zur MUm MHMgWg
d§r Nordischen ©ef^llfcfjufl in MM.
DNB. Lübeck, 16. Juni. Ministerpräsident
Generaloberst Hermann Göring, der seit
Jahren außerordentlich enge persönliche Be
ziehungen zu den nordischen Ländern unter
hält und sich immer in starkem Maße für die
deutsch-nordische Zusammenarbeit eingesetzt
hat, übermittelte dem Reichskontor der Nordi
schen Gesellschaft in Lübeck zur Dritten Neichs-
tagungj die am Freitag, dem 19. Juni, beginnt,
das folgende Grußwort: „Als geisteinsame
Glieder der großen germanischen Völkersami-
lie verbinden uns jahrtausendealte Bände des
Blutes mit den nordischen Völkern. Die
freundschaftlichen Beziehungen zu den skandi
navischen Staaten zu pflegen wird stets eine
der vornehmsten Aufgaben des neuen Deutsch
lands sein."
Anläßlich der Reichstagung der NS-Kultur-
gemeinde fand zwischen dem Führer und
Reichsleiter Rosenberg ein Telegrammwechsel
statt. Der zweite Arbeitstag der Reichstagung
der NS-Kulturgemeinde stand unter dem
Leitwvrt „Tag des Volkstums" und brachte
neben einer Reihe von Vorträgen die Eröffnung
der Ausstellung „Handwerkliches Vorbilögut".
Den Abschluß des Tages bildete die Urauffüh
rung des ersten großen Filmwerks der N-s-
Kulturgemeinde „Ewiger Wald" in Anwesen
heit des Rcichsleiters Rosenberg.
* * *
Hsüß SļmkMlâMMK m Frankreich.
DNB. Paris, 16. Juni. Die Bauarbeiter aus
Straßburg und Umgebung haben am Dienstag
den Streik erklärt und die Baustellen besetzt.
Ohne die Durchführung des Gesetzes über die
10-Stunden-Woche abzuwarten, verlangen sie
eine sofortige Lohnerhöhung. In Berre sind
600 Arbeiter der Flugzeugfabrik Potez in den
Ausstand getreten. In den Gaswerken von
Montpellier streiken die Arbeiter und Ange
stellten. Die Notstandsarbeiten werden jedoch
durchgeführt, so daß die Stadt noch mit Gas
versorgt wird. In St. Etienne hat die streikende
Belegschaft der Elektrizitätsgesellschaft die
Büros und Werkhallen besetzt. Die Stahlwerke
in St. Chamond, die hauptsächlich für die Ma
rine arbeiten, sind ebenfalls von den streiken
den Arbeitern besetzt worden. Die Dockarbeiter
und Kohlenträger im Hafen von St. Malo und
St. Servan haben ebenfalls die Arbeit nieder
gelegt und die Werftanlagen besetzt.
ßche MZzeichNMg Dr. Schachts in ßofra
DNB. Sofia, 16. Juni. Bei der Audienz, die
König Boris am Dienstag dem Reichsbank-
präsidenten Dr. Schacht gewährte, zeichnete er
diesen mit dem Heiligen Alexander-Orden
Erster Klasse aus.
Die französischen Kommunisten
gegen die Llympia-Kredile.
Die kommunistische Kammergruppe hat eine
Sitzung abgehalten, in der eine Erklärung aus
gegeben worden ist, die beweist, daß die Partei
die moralische Kontrolle über die Regierung
Blum nicht aus den Händen geben will. Die
Nachricht, daß die Regierung Blum grundsätz
lich die Beteiligung Frankreichs an den Olym
pischen Spielen in Deutschland beschlossen hat
und die entsprechenden Kredite von der Kam-
Wenn wir den Krieg beseitigen wollen, dann
muß man diesen Fragen ins Auge schauen,
und zwar jetzt. Man muß sie auch vom Stand
punkt der Stärke aus betrachten, nicht vor»
Standpunkt der Schwäche. Wir müssen in der
Luft und zur See eine Stärke haben, die un
serer Politik und unserer Verantwortung ent
spricht. Die Quintessenz der Friedensbernü-
hur gen ist: Wir müssen beweisen, daß wir
keine Angst vor Revisionen haben, die von der
Vernunft und der Gerechtigkeit vorgeschrieben
werden, aber daß wir nicht gezwungen oder
beschwatzt werden können, zu Drohungen 3 U
schreiten."
Können wir, so fragt Lord Lothian z»w
Schluß seines Artikels, alles dieses durch den
Völkerbund erreichen? Nur dann, wenn der
Bund beide bringen kann, eine zweckentspre
chende Revision und einen erfolgreichen Wi
derstand Versuchen gegenüber, sich eine Ge
bietserweiterung durch Gewalt zu verschaffen-
Wenn der Völkerbund diese beiden Dinge nickst
geben kann, dann wird die Kriegsgefahr wach
sen. Für diesen Fall sollten wir gemeinsam
mit den Dominien entschlossen die Grenze»
ins Auge fassen, die unserer Mitwirknng i»
Europa gesetzt sind.
* ... *
IMim getjf miss Ganze.
DNB. Paris, 17. Juni. (Eig. Funkmeld.)
„Echo de Paris" teilt mit: Der italienische Bot
schafter habe am Dienstag wissen lassen, daß
seine Regierung sich nur dann zur Mitarbeit
an allen europäischen Fragen bereiterklären
werde, wenn der Völkerbund auf den Grund
satz der „Nichtankennung einer durch den
Krieg gcschassenc Lage" verzichtet, d. h. mit
anderen Worten, die vollendete Tatsache der
Einverleibung Abessiniens anerkennt.
mcr verlangen wird, hat den Unmut der Kom
munisten ausgelöst, die seit Monaten erbitter
ten Kampf gegen eine französische Beteiligung
führen. Die kommunistische Kammergruppe
gibt bekannt, daß sie ein Mitglied beauftragt
hat, den Kampf im Parlament gegen die Kre
ditgewährung für die französische Olympia-
Mannschaft einzuleiten.
ZuKusaMMMstch Ms Fünen.
DNB. Kopenhagen, 16. Juni. In der Nacht
zum Dienstag fuhr auf dem Bahnhof Middcl-
fahrt auf Fünen ein aus Odense kommender
Triebwagenzug mit voller Fahrt auf einen
ausfahrcnden Güterzug. Der Zusammenstoß
war so heftig, daß der Triebwagen sich senk
recht aufrichtete und dann umstürzte. Fünf
Wagen des Güterznges wurden zertrümmert.
Ein Wagen, der eine Ladung Teer enthielt,
stürzte die Böschung hinunter. Der Führer des
Triebwagens sprang kurz vor dem Zusammen
stoß ab und kam mit einem gebrochenen Hand
gelenk davon. Der Zusammenstoß hatte zur
Folge, daß zwei dem Durchgangsverkehr zwi
schen der Insel Fünen und Jütland dienen
den Gleise für mehrere Stunden gesperrt wer
den mußten.
Mm töMN angefallen.
Die Besucher des Zirkus Sarrasani, der zur
zeit in Hannover ist, wurden Zeugen eines
aufregenden Zwischenfalls. Während der Vor
führung der abessinischen Löwengruppe stürzte
sich der Löwe „Hektor" auf den Tierbändiger
Rößler, der alle Anstrengungen machte, das
Tier abzuwehren. Dabei zerriß der Löwe dei»
Bändiger die Uniform, ohne ihn jedoch ernst
lich zu verletzen. Schon vor einigen Monate»
fügte derselbe Löwe in Stralsund Rößler
einen Muskelriß zu, so daß der Bändiger
längere Zeit die Löwengruppe nicht vorfüh
ren konnte. Rößler übernahm erst bei der Er
öffnungsvorstellung in Hannover seine Löwe»
wieder.
An der Beisetzung des von politischen Geg
nern ermordeten Danziger SA.-Mannes Des-
kowski am Mittwoch wird auch Stabschef Lutzr
teilnehmen.
Ein Mitarbeiter Edisous ermordet.
In East Orange (New Jersey) wurde der
amerikanische Erfinder auf dem Gebiete der
Elektrotechnik und Mitarbeiter Edisons, Mo-
farland Moore, auf dem Rasen vor seine»)
Wohnhaus mit zwei Schußwunden ermorde)
aufgefunden. Man vermutet, daß es sich bei
dem Mörder um einen Geisteskranken Handel»
Steuerproteste in Lans und Marseille. D)
Kaufleute in Lans mußten bei den letzten A»si
forderungen zur Steuerzahlung feststellen, dap
ihre Steuern um etwa 10 Prozent erhöht wor
den waren. Aus Protest schlossen sie am
Dienstag ihre Geschäfte und veranstaltete
einen Protestzug zur Bürgermeisterei. ^
Verantwortlicher yauptschrijtleuer und Herausgever: S e 1
dinond Möller. -
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Puhlwa
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möllert für den 0
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Gregory für den ""
ichaftlichen Teil: Dr. Cl. Vielfeldt: für den prş
ziellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Bildverantwortliche: Ressortleiter.
'Verantwortlicher Anzeigenleiter: Karl Jacobsen, Rends»"
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D.-A- Schleswig.Holsteinische Landeszeitung (Rendsbu
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die La«)-
Hanerau-Sademarschen — Süüerbraruper Tage!»
D.-Il. y. 36 über 13200 Kl. Kr. 7.