Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

WWWMMWW 
Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdienst 
àr G§treîde-BeWîrL- 
ichaftŅg des nächsten Jahres 
, Ņas deņ in Goslar abgehaltenen Sondertaguugen 
Sl Fachschaften des Reichsnährstandes bei den 
ņzelnen Hauptvereinigungen ergriffen zunächst 
^ Vorsitzenden der Hauptvereinigungen das Wort, 
^ den Ablauf des letzten Getreidewirtschaftsjah- 
zu schildern, die bisherige Zusammenarbeit mit 
, îtl Verteilern zu beleuchten und an Hand der 
^ranZ gewonnen Erfahrungen einen Ausblick auf 
i s Aufgaben und Forderungen zu geben, die der 
"rktorbner im nächsten Jahre den Verteilern 
^Ellen must. Die Marktordnung der Ernährungs- 
,?Aschast hat jetzt, so wurde durchweg festgestellt, 
ļ' ne Stabilität erreicht, die es nunmehr gestattet, 
Zusagen an den Innenausbau des festgefügten 
"hbaues zu gehen. Mag auf diesem oder jenem 
eüiete noch manches zu erledigen sein, so handelt 
j, şich doch jetzt nur noch um Ergänzungen, Ver 
zierungen, die an den gewonnenen Grundlagen 
'chts Wesentliches mehr ändern, sondern immer 
Vervollkommnungen und Fortentwicklungen 
^stellen. 
Aus den Ausführungen des Vorsitzenden der 
der deutschen Getreidewirtschaft erwähnen wir, 
^ die getrcidewirtschastliche Marktordnung im 
l!Uen Wirtschaftsjahr in ihren Grundzügen keine 
Änderung erführt. Der Ordnung des Futter- 
à^ŗeidemarktes und damit im Zusammenhange auch 
, îr Verwertung des kontingcntssreien Brotgctrei- 
^ bzw. der Ueberwachung des Weges des kontin- 
êcntierten Brotgetreides bis zur Mühle wird, un- 
"stützt durch besondere zusätzliche Maßnahmen, 
j 6te Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Auf- 
^terhaltung der Ordnung am Futtergetreide- 
ņ?rkt macht eine scharfe Abgrenzung des Marktes 
, ^ Jndustriegctreidc erforderlich, die durch ge- 
la Uere Festlegung des Bedarfes der Industrie- 
kreide verarbeitenden Industrien (Brauerei, Mäl- 
'^eien, Kaffee-Ersatz, Nährmittel usw.) erreicht 
,^den soll. An neue preismäßige Bindungen ist 
,^ei zunächst nicht gedacht. Es soll nur die tät 
liche Bedarssmenge an Jndustriegetreiüe ge- 
hfermasten ausgesondert, vielleicht auch noch ge- 
ìşşen qualitativen Regelungen unterworfen 
^rden. Das ans den Ablieferungsbescheinigungen 
sichtliche Bezugssystem soll verhindern, daß am 
^uttergetreide- oder am Jndnstriegetreidemarkt 
^bldispositionen sich wiederholen, die immer wie- 
^ zu einer durchaus vermeidbaren Belastung der 
"reideordnung führen. 
Äv diesem Zusammenhange appellierte Zschirnt 
^ dag Berantwortnngsbcwnßtscin der Verteiler» 
^ hinsichtlich der Preisentwicklung wie auch der 
Erteilung der Ware bestimmt noch bessere Leistun- 
j ctt vorweisen konnten, als da und dort im abge 
rufenen Wirtschaftsjahr festgestellt werden mußte. 
'Ģ sei auch Aufgabe des Verteilers, Augst- und 
^rysterpsychosen entgegenzuwirken, die gelegentlich 
zeitweisen, örtlich bedingten Verknappungen 
^keimen und dann sich schnell ausbreiten. So 
^tten, meinte Zschirnt, z. B. sich gewisse örtliche 
^irsorgungsungleichheiten beim Brotgetreide ver 
öden lassen, wenn von vornherein die Berteiler- 
Ģaft sich nicht so ausschließlich von Privatgeschäft 
en Erwägungen, sondern sich von ihrer markt- 
Ņnerischen Pflicht hätten leiten lassen. In diesem 
Zusammenhange betonte Zschirnt, daß an sich die 
Ölversorgung absolut gesichert sei. 
Aebrigcns sind im nächsten Jahr bei Fntter- 
^rcide preisregelnde Bestimmnngen zu erivarten, 
im Zusammenwirken mit der oben angedeu- 
einen geordneten Ablauf der Preisentwicklung 
sichern sollen, ohne jedoch in die Preisbildung von 
dem Wege vom Erzeuger bis zum Verbraucher ein 
zugreifen,' man wird sich vermutlich damit begnü 
gen, dem direkten Erzeugerpreis einen angemesse 
nen Verbraucherpreis zur Seite zu setzen. Auch der 
Mehlmarkt wird im nächsten Wirtschaftsjahr eine 
durchgreifende Regelung erfahren, die vor allem 
durch einen wirkungsvollen Ausgleich des Wett 
bewerbs zwischen Handel und Genossenschaften ge 
kennzeichnet sein wird. Zschirnt sagte hierzu, daß 
die Lagerhaltung im Mehlhandel von großer Be 
deutung für die reibungslose Versorgung der Ver 
teiler und Brotfabriken sei und dementsprechende 
Forderungen in der Marktordnung erfüllen müsse. 
Ueber alle seine Ausführungen stellte Zschirnt die 
Forderung: Marktgemeinschaft, unbedingte ehrliche 
Zusammenarbeit für die Volksgesamtheit! Das ist 
keine Utopie, kein „verstiegener Idealismus". Auch 
der krasseste Egoist muß bei ganz nüchterner Ueber- 
legung zu der Erkenntnis kommen, daß es allemal 
auch für ihn besser ist, wenn einer auf den anderen 
Rücksicht nimmt und wenn alle zusammenwirken 
für das Wohl der Gesamtheit. Die Zeiten sind fi-r 
den Landhandel nicht sehr günstig. Die Marktord 
nung wird jedoch bestrebt bleiben, einer jeden 
Sparte in der Getreidewirtschaft ein Mindestmaß 
von Lebensmöglichkeiten zu erhalten, um sie gesund 
über alle gegenwärtigen Fährnisse und Schwierig 
keiten hinweg in eine bessere Zeit hinüberzuöringen, 
die dann dank der allgemeinen Wirtschaftsbelebung 
in Deutschland auch dem Landhändler wieder ein 
auskömmliches Geschäft gestattet. Bei allen gegen 
wärtigen Unbequemlichkeiten sollten wir doch nicht 
vergessen: Die Luft, in der wir heute wieder leben 
dürfen, ist gesund, ist so frisch, daß auch das, was 
noch an Kranken, aber Genesungsfähigem darin ist, 
bald Erholung finden wird. 
21.8°/« Horch, Audi, Wanderer und D KW. 
ikt 
îv Regelung des Jndustricgetreidemarktes 
Die Auto-Union AG, Chemnitz, konnte in dem 
am 31. 10. 1935 beendeten Geschäftsjahr ihren Um 
satz auf 181 Mill. MM steigern. 1933=34 waren es 
nur 116, 1932-33 nur 65 und 1931-32 rd. 40 Mill. 
Die Gefolgschaft umfaßte zu Beginn des Geschäfts 
jahres 13114 Beschäftigte, im Laufe des Geschäfts 
jahres konnten weitere 3389 Lohn- und Gehalts 
empfänger neu eingestellt werden. Seit Beginn des 
lfd. Geschäftsjahres sind weitere 4009 Neueinstel 
lungen erfolgt, so daß die Gesamtgefolgschaft sich 
auf über 20 000 Beschäftigte erhöhte. Der Anteil der 
vier Automobilmarken: Horch, Audi, Wanderer 
und DKW am Gesamtabsatz der deutschen Auto 
industrie hat sich im letzten Geschäftsjahr von 22 
auf 21,8 vH vermindert. Die Zahl der neu zuge 
lassenen Auto-Union-Wagcn im letzten Geschäfts 
jahre betrug 37 086 gegen 27168 t. V. Dagegen hat 
sich bei den DKW-Motorrädern der Anteil der 
Gesellschaft von 30,7 auf 36 vH erhöht, in Stückzahl 
von 23 708 auf 36 495. Ohne Zweifel ist die Auto- 
Union die geringst kapitalisierte Gesellschaft und 
müßte infolgedessen sehr viel höhere Gewinne im 
Verhältnis zum AK und damit auch höhere Divi 
denden zahlen. Aber selbst wenn man dies unbe 
rücksichtigt läßt, hat die Auto-Union trotz vermin 
derter Abschreibungen nur etwa 11 vH ihres AK 
verdient gegen 33 vH bei (dem ausreichend kapi 
talisierten) Opel. Bet Daimler-Benz waren es 
zwar auch nur 12 vH, aber die Abschreibungen 
waren verdreifacht. — Ueber den Verkauf des lfd. 
Geschäftsjahres sind nur spärliche Angaben ent 
halten, wie oben bereits erwähnt, beim Export und 
bei den portlichcn Mitteilungen, daß sich die dorti 
gen Erfolge weiter fortgesetzt haben. Ueber das 
Geschäft selber sind keine Angaben enthalten. 
Die Deutsche Siedlungsbank 
legt ihre Abschlüsse für 1932 bis 1934 vor. Die 
Summe an Kreditforderungen betrug Ende 1932 
890,11, Ende 1033 478,38, Ende 1034 655,28 Mill. MM. 
Von diesen Summen entfielen u. a. 359,52 bzw. 
409,58 bzw. 421,80 Mill. MM auf Zwischenkredite. 
Für die Kreditauszahlungen fanden außer dem 
Eigenkapital der Siedlungsbank vornehmlich Mittel 
des Reichs Verwendung, und zwar 268,41 bzw. 
810,32 bziv. 362,48 Mill. MM. Ferner flössen aus 
Mitteln Preußens und für Rechnung der preußi 
schen Landesrentenbank 16,61 bzw. 17,12 MM. — 
Die Risiken an Kreditforderungen der Siedlungs- 
bank, die infolge ungünstigen Verlaufs der Sied 
lungsverfahren nicht ausreichende Deckung durch 
beleihungSfähige Restkaufgelder finden konnten, 
werden zurzeit mit etwa 3 Mill. MM geschätzt. Das 
bedeutet, daß gegenüber den 1931 gehegten Befürch 
tungen, die seinerzeit zur Bildung der Rückstel- 
lungskonten von 36 Mill. MM (Reich) und 3 Mill. 
MM (Preußen) Veranlassung gegeben haben, die 
jetzigen Prüfungsergebnisse wesentlich günstigere 
Merkmale zeigen. In 1934 ist einschließl. des Ge 
winnvortrags von 1,71 Mill. MM ei» Reingewinn 
von 3,64 Mill. MM erzielt. 
Schacht in Bulgarien 
Reichsbankpräsident Dr. Schacht sprach am Diens 
tagabend vor den bulgarischen und ausländischen 
Pressevertretern. Er hoffe, daß eine Reihe von be 
sonderen Geschäften zwischen beiden Ländern zum 
Abschluß gelangen konnte, die für die Entwicklung 
der bulgarischen Finanzwirtschast und Industrie 
von Bedeutung sein würde. Deutschland werde an 
der Erschließung bulgarischer Naturschätze landiv. 
und bergbaulicher Art mitwirken, so daß der Be 
such zweifellos in writschaftspolitischer Hinsicht er 
freuliche Folgen haben werde. 
Restbestände von Futterrübensamen 
der Ernte 1935 
Ab Verkaufsperiode 1936-37 darf nur noch Hoch 
zuchtsaatgut in den Verkehr gebracht werden. Das 
Verwaltungsamt des Reichsbauernsührers benötigt, 
um die Verwertung der Restbestünde von Futter 
rübensamen (Runkelsamen) aus der Verkaufsperi- 
oöe 1935-36 bei der Vertriebsregelung für die neue 
Verkaufszeit berücksichtigen zu können, die dafür 
notwendigen Unterlagen. Erzeuger und Verteiler 
firmen einschließlich Wieöerverkäuser, die Rest- 
bestände am 15. Juni dieses Jahres auf Lager 
haben, werden deshalb gebeten, umgehend bis zum 
25. Juni an den Ausschuß für Samen und Saaten 
des Reichsnährstandes zu melden, welche Mengen 
in Kg. getrennt nach Sorten (bei Hochzucht) und 
Gruppen (bei Handelösaatgut) noch vorhanden sind. 
Der Reichskraftwagenbetriebsverband hat sich 
mit der Reichsbahn dahin geeinigt, daß 83 Aus- 
nahmetarise des Deutschen Eisenbahngütertarifs 
auch im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen an 
gewendet werden. Der Verkehrsminister hat diese 
Vereinbarung unter dem 23. Mai genehmigt. 
Auslese 
Travcnthal an der Spitze 
Die prozentuale Zu- bzw. Abnahme der Stuten 
bedeckungen der einzelnen Landgestüte zeigte fol 
gendes Bild: Rastenburg — 3 vH, Braunsüerz + 
2 vH, Georgeuburg şO vH, Marienwerder + 8 vH, 
Neustadt + 11 vH, Labes — 1 vH, Leubus -st 15 vH, 
Cosel -st 13 vH, Kreuz -st 16 vH, Traventhal -st 
18 vH, Celle -st 10 vH, Osnabrück -st 8 vH. Waren 
dorf -st 10 vH, Dillenburg -st 9 vH. 
Die Wcltbrannkohlensörderung 
betrug 1935 199,73 Mill. To. gegen 187,85 Mill. To. 
in 1934 (plus 6,3 vH). An dieser Weltförderung war 
Deutschland mit 147,38 Mill. To., d. h. mit 73,8 vH 
(i. B. 73,1 vH) beteiligt. Die deutsche Förderung 
betrug, auf 1913 bezogen, 169 vH gegen 157,4 vH 
in 1934. Die deutsche Steinkohlensöröeruug belief 
sich 1935 (einschl. der Saar) auf 148 Mill. To. gegen 
124,9 Mill. To. im Vorjahr. Demnach hat sie gegen 
das Vorjahr eine Zunahme von 14,5 vH erfahren. 
Die deutsche Braunkoylenbrikettherstellung belief 
sich 1935 auf 32,9 Mill. To. gegen 81,4 Mill. To. im 
Vorjahre, lag also um 4,8 vH höher. Gegenüber 
dem Jahre 1928 (40,1 Mill. To.) ist die deutsche 
Braunkohlenbrikettherstelluug um 18 <i. V. 21,7) 
vH rückgängig gewesen. 
Gilt die Amnestie vom 23. April 1836 
auch für Steuersachen? 
Diese Frage wird sehr häufig an uns gestellt. Sie 
ist zu bejahen. Jedoch ist zu beachten, daß nur solche 
Strafen bzw. Verfahren darunter fallen, bei denen 
eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als einen 
Monat und Geldstrafe, bei der die Ersatzfreiheits 
strafe nicht mehr als einen Monat betrügt, allein 
oder nebeneinander verhängt wird, bzw. zu er 
warten sind. 
Als kurzlebige Wirtschaftsgüter 
können nur Gegenstände des Anlagevermögens ab 
geschrieben werden. Bei Vorführwagen kaun es 
zweifelhaft sein, ob sie zum Anlagevermögen zu 
rechnen sind. Das Finanzgericht beim Lanöes- 
finanzamt Königsberg hat aber jetzt entschieden, 
daß Vorführwagen zum Anlagevermögen zu rech 
nen sind und daher sofort abgeschrieben werden 
können. Zwar werden die Vorführwagen nach ver 
hältnismäßig kurzer Zeit stets durch neue ersetzt. 
Ein dauerndes Dienen für den Betrieb wird aber 
durch diesen schnellen Wechsel nicht ausgeschlossen. 
„Dauernd" bedeutet nur, daß die Wagen solange 
wie wirtschaftlich möglich, wenn auch an sich kürzere 
Zeit hindurch, verwendet werden. 
Die bisherige Verteidigung der Goldwährung 
wird die Schweiz weiterführen. Alle gegenteiligen 
Gerüchte sind falsch, insbes. dasjenige, wonach an 
geblich eine Einschränkung des Goldverkehrs ge 
plant sei. Bundeskanzler Dr. Meyer erklärte fer 
ner, daß durch eine französische Abwertung keine 
Notwendigkeit zu ähnlichen Maßnahmen für die 
Schweiz gegeben sei. 
Die Ucüerwachungsstelle für Papier hat die An 
ordnung Nr. 2 vom 21. 4. 1936, die sich mit der An 
fertigung der genormten Papierformate und mit 
der Beschränkung der Papiersorten auf gewisse Ge 
wichte befaßt, in neuer Fassung erlaffen. 
Die Textil-Einzelhandelsumsätze 
der Fachgruppe Textil-Einzelhanöel zeigen im 
April eine wertmäßige Umsatzsteigerung von 7,3 vH 
gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1935. 
Die Zahl der bedienten Kunden lag im Bcrichts- 
monat 2,5 vH höher. 
Pferdemarkt in Niebüll 
S>(n 280 Pserde einschl. des Vorverkaufs zuge- 
Kt. Volljährige Pferde 1100-1400 MM, 3—4jähr. 
Op? l ļ 50 JUl, 2jähr. 850—1000 MM. Stuten sehr 
Dicht und Ueberpeise bezahlt. Handel slott. Beste 
Ȕdrde schon im Vorverkauf restlos weg. 29 Wag 
nis nach Hamburg, Hannover, Sachsen und Pom- 
et 't verladen. 
''"'»burger Schweine- nnd Kälbcrmarkt vom 16. 6. 
ê- 0^10 Schweine plus 53 Beobachtungstieren 
.JW dem Bedarf entsprechend beschickt. Beschaf- 
ziemlich gut, Markt bei flottem Geschäft 
KMeitig geräumt. — Külberpreise trotz größeren 
d„"bsleischabsaves infolge größeren Zutrieves auf 
Vs, ganzen Linie nachgebend. Am meisten bessere 
SY° mittlere Qualitäten betroffen, weniger geringe 
îķì!?ļitäten. Bei mittlerem Geschäft Markt srüh- 
' u, 8 geräumt. 
to 
^liner Viehmarkt vom 16. Juni 
h,!^l Rinder, Durchschnittsbeschaffenheit bestenfalls 
L^ltnäßig, gute Mittelqualitäten sehr gefragt, 
im ersten Abschnitt wieder scharf, aber auch 
ch' Zweiten Teil wurden die restlichen Bestände 
und schnell geräumt, es waren wieder die 
^.stitzulüssigen Preise maßgebend. — 2907 Kälber, 
'vii>^şĢnittsbeschafsenheit gut mittel. Am willigsten 
magere, ȟr Wurstherstellungszwecke ge- 
izMe Kälber übernommen, Markt ruhig, Ouali- 
V. mssen mit erheblichen Preiseinbußen abgesetzt. 
Sei,?-? Hammel, Angebot bei dem ruhigen Fleisch- 
gut ausreichend, Durchschnittsbeschaffenheit 
kt^.eben mittelmäßig, am Schluß verblieb Ueber- 
' Preise gingen auf der ganzen Linie, und 
1?»jL'* 11 t deutlichsten in den Mittelklassen, zurück. — 
dijşş, Schweine. Durchschnittsbeschaffenheit über 
u,Bei dem reichlichen Angebot konnte auch der 
iw^’l jedes Interessenten erhöht werden. Da aber 
ģerseits, nicht zuletzt wegen des schwachen 
i>ir^"ischaugebotes, vermehrte Aufnahmefähigkeit 
^r.E-chiveine vorlag, Bestand, natürlich unter Be- 
tzyķ.şiung der guten Fleischschweine, zu Festpreisen 
sandig zugeteilt. 
wttu. mm am 3i. 12. 1935. Die schwebende 
ßfeoi wird für den Quartalsabschluß mit 2918,2 
H6). Mich mm. verzeichnet. 
Hohe Preise für Qualitätsheu 
Biel beachtet wurde, so heben die Marktberichte 
des Reichsnährstandes hervor, die erste Berliner 
Notierung für Wiesenheu neuer Ernte. Für gute 
Beschaffenheit setzte die Notierung s iommisiion 
einen Preis von 4—4,50 MM je 100 Kg. frei Eisen 
bahnwaggon der Verladestation bziv. tret Scheune 
des Abnehmers im Erzeugergebiet fest. Der Preis 
kann unter Umständen etwas hoch sein, gilt aber 
zunächst als Richtpreis, der entsprechend den Au- 
neferungs- und Witterungsverhältnissen geändert 
wird. Nicht zuletzt wird auch die Beschaffenheit eine 
große Rolle spielen und da diese bei der neuen 
Ernte voraussichtlich besser als im Vorjahr ist. 
werden die Erlöse im Verhältnis auui höher ans- 
iallen. Nicht zu vergessen ist, daß diejenigen Er 
zeuger, welche ihren Wiesen eine geeignete Pflege 
haben angedcihen lassen, ihren Lohn dafür erivar- 
teu. Infolge der bisher vielfach nassen Witterung 
sind die Zufuhren vorerst noch ziemlich gering ge 
wesen, durften aber bei Eintritt trockneren Wetters 
bald steigen. In Erwartung von sog. Kultnrwiescn- 
hcu, das in diesem Jahr in größeren Mengen gc- 
(0bne oeivabr!) Oeiàà Schlachtviehmärkte ie Mi 1936 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfund Lebendgewicht in 
Markt 
Hrannsehw 
Kassel 
Hagdebnrs 
Haim 
Sletlin 
Kirnten 
Ilainlinrü 
1 Ochsen 
! : 
1. Bullen . 
2. „ - 
l. Kühe .. 
2- . .. 
1. Kälber. 
2. „ . 
1. Schafe . 
2. „ 
1. Schweine 
2- - 
3. „ 
I. Sauen ... 
Ochs.Bu.Kü 
Kälber .. 
Schafe... 
Schwein.Sau 
Ochs.Bu.Kü 
Kälber 
Schale .. 
Schweln.Sau 
34—41 
37 
41 
34-97 
00-70 
oL-59 
541/2 
531/2 
511/2 
531/2 
137 
189 
149 
1159 
verteil» 
mittel 
flott 
verteilt 
42 
40-42 
4—3-» 
05-70 
58-04 
34 - 43 
56 
54 — 55 
52 
51—55 
Au 11 r i e b 
51 
2^8 
139 
946 
lebhaft 
43 
41 
37 
41 
37 
»0-68 
oü—0.1 
ob—42 
31-37 
541/2 
531/2 
501/2 
5j'/2 
und Hände 
45 
43 
43 
39 
64-70 
59-65 
57 
So-50 
53 
43 
41 
37 
41 
36-37 
03-70 
55-63 
44-45 
54 
52 - 53 
50 
48—53 
44 
42 
42 
38 
69-73 
04-6» 
561/2 
551/2 
521/2 
551/2 
65—72 
56 04 
55 
53 54 
51 
49-54 
16.6 
Uli 9 6. 
lui den Märkten 
lebhaft 
316 
454 
2/1 
) 2*91 
vereil' 
mittet 
zugeteilt 
103 
230 
1201 
zugeteil 
langsam 
zugeteilt 
89 
171 
300 
lz97 
erteilt 
ruhig 
ruhig 
verteilt 
243 
1220 
1354 
zugeteilt 
langsam 
zugeteilt 
1371 
9310 
mittel 
zugeteilt 
44 
40 
42 
38 
42 
33 
64-70 
55-62 
38-40 
34-37 
5412 
531/2 
501/2 
5 1/2 
691 
29, / 
5059 
17365 
glatt 
ruhig 
vert. 
44 
40 
35 
42 
j8 
42 
38 
73-80 
63-73 
44-46 
40-43 
541/2 
531/2 
301/2 
531/2 
731 
2712 
7362 
13242 
glatt 
zl. glatt 
vert. 
erntet wird, besteht die Absicht, eine amtliche No 
tierung für solches neu einzuführen. Es steht hin 
sichtlich seines Futterwertes zwischen dem Hanl 
üelsüülichen Feldheu und dem gewöhnlichen 
Wiesenheu und soll u. a. enthalten Raygrüser, 
Fuchsschwanz, Kammgras, Timothee und andere 
gute Untergräser. Mehr Bewertungen für Kleeheu 
dürften ebenfalls bald veröffentlicht werden,' es 
sind ausgezeichnete Qualitäten zu erivarten. 
Für junge sprungfähige Bullen 
wurden bezahlt: 802 MM vom Rindviehzüchterver- 
band Sachsen-Anhalt in Stendal (langsam), 1138 
MM vom Landesverband badischer Rinderzüchter in 
Ofsenburg (gut), 690 MM vom Rindviehzüchterver 
band Sachsen-Anhalt in Falkenberg (gut), 865 MM 
für schwarzbunt und 777 MM für rotbunt vom 
Rheinischen Verband für Tieslandrinderzucht in 
Köln (gut), 658 MM von der Allgäuer Herdbuch- 
gesellschaft in Kempten (schleppend), 560 MM von 
der Danziqer Herdbuchgesellschaft in Danzig (mit 
tel), 1276 Mdfi von der Pommerschen Herdbuchgesell 
schaft in Stettin (gut), 780 MM, von der Bayreuther 
Herdbuchgesellschast in Bayreuth (gut), 983 MM 
vom Fleckviehzuchtverband des württ. Schwarz 
waldes in Rottweil (langsam). 
Zur Wiederaufnahnte der Verhandlungen über 
die Neuregelung des Zahlungsverkehrs mit 
Deutschland hat sich der Schweizerische Bundesrat 
bereiterklärt. 
Die AEG hat von den holländischen Staatseisen- 
bahnen einen bedeutungenden Auftrag (über 1 Mill. 
MM) zur Elektrifizierung der Streckenabschnitte 
Utrecht—Arnheim und Utrecht—Eindhoven erhalten. 
Pslichteinlagerung von Roggen 
Die Anordnung Nr. 88 der HV der deutschen Ge- 
treidewirtschaft besagt: Die für Mühlen mit einem 
Grundkonttngent an Roggen und Weizen zusammen 
von mehr als 750 Tonnen vorgeschriebene Pflicht- 
einlagerungSmeuge von JnlandSroggen in Höhe 
eines Monatskontingents wird hiermit bis auf 
weiteres auf die Hälfte des MouatSkontingents der 
MWe tzerabgejetzt.
	        
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