Schleswig-Holsteinischer WļrLschafļsdîenst
Nach der Sanierung
nener Start
Die Lage der deutschen Großschiffahrt.
Vor einigen Wochen wurden die umfangreichen
Maßnahmen zur Gesundung der Großreedereien
Hapag und Lloyd im einzelnen bekannt. Schulden
entlastung stand im Vordergrund dieser sog. zweiten
Sanierung, nachdem ihr die erste, abwartende und
deshalb weniger gründliche im Jahre 1632 voraus
gegangen war. Bringen wir kurz die große Linie
der getroffenen Reorganisation in Erinnerung: Mit
162 Mill. MJl wurden bei der Hapag, mit 188 Mill.
Reichsmark beim Lloyd die Verbindlichkeiten in den
Bilanzen 1633 ausgewiesen: ihnen standen je 54,3
Mill. MJl Aktienkapital seit der ersten Sanierung
gegenüber. Die gesamte, auf beiden Gesellschaften
ruhende Zinslast belief sich 1883 auf den im Ver
gleich zu den Erträgen unvertretbaren Betrag von
17,12 Mill. MJl. Ein großer Teil der Kredite war
von Banken gegen Sicherung durch Reichsgarantie
gewährt. Diese sind vom Reich jetzt eingelöst. Durch
Ausgabe neuer Aktien wurde ein Teil der fortge
fallenen Schulden in verantwortliches Eigenkapital
umgewandelt, an dem aber die Banken nur mit
einem kleinen Betrag beteiligt sein dürsten. Außer
dem sind weitere in der Bilanz als „sonstige Sa
nierungsgewinne" ausgewiesene Schulöenstreichun-
gcn bei der Hapag in Höhe von 81 Mill. MJl und
beim Lloyd von 37 Mill. Moll vorgenommen. Beide
Gesellschaften konnten auf diese für Gläubiger und
Schuldner in gleichem Maße höchst einschneidende
Art von rd. 150 Mill. MJl Gesamtverbindlichkeiten
frei werden, so daß abgesehen von den lfd. Be-
triebsverbindlichkeiten auf beiden Reedereien Ver
bindlichkeiten von 65 bzw. 64 Mill. MJl lasten. Da
die Reedereien bereits rückwirkend für 1635 von den
Verbindlichkeiten frei geworden sind, kommt die
Verbesserung des Zinssaldos in der Bilanz 1835
zum Ausdruck. Mit nur 4,52 Mill. Zinsaufwen-
dungen in 1935 sind beide Gesellschaften um fast
das Vierfache gegen 1933 entlastet.
Mit der Entschuldung mußte, da 1932 und 1933
überhaupt keine und 1984 und 1935 nur mäßige
Abschreibungen ans den Flotten- «nd sonstigen
Anlagebnchwert vorgenommen waren, eine erheb
liche Sonderabschreibung erfolgen, und zwar wird
der aus der Kapitalherabsetzung eingegangene Sa
nierungsgewinn dazu verwendet. Die Brutto-Re-
gister-Tonne steht jetzt bei der Hapag mit 188 MM
zu Buch statt mit 246 MJl in 1933, beim Lloyd mit
218 MJl statt mit 268 MJl in 1933. Als dritten
Punkt der Reorganisationsmaßnahmen nennt
Staatsrat Helfferich als Vors, des Aufsichtsrats
der Hapag in seiner Rede vor der am 16. d. M.
stattgefundenen GV die interne Reorganisation.
„Die Aussichten darüber, wie diese interne Reor
ganisation durchzuführen sei, gingen auseinander",
so heißt es wörtlich, „und es freut mich außer
ordentlich, Ihnen heute sagen zu können, daß der
Reorganisationsplan, wie er im Schoß der Hapag
selbst entstanden war, sich schließlich durchsetzte, der
Plan, der einmal die Erhaltung der Einheit un
seres nun bald 90 Jahre alten großen hamburgi-
schen Schiffahrtsunternehmens bezweckte, anderer
seits aber eine weitgehende Dezentralisation der
Betriebsführung vorsah."
Als letzter Punkt war im Zuge der Reorgani
sation noch die Weiterführung des verlustlassenden
Nordatlantikdienstes zu regeln, der ab 1. Januar
1935 auf Charterbasis an die Hamburger Nord
atlantik G. m. b. H. übertragen wurde. Hierdurch
erfolgte eine wesentliche Entlastung der Betriebs
rechnung.
„Im Zusammenhang mit der Reorganisation steht
auch die Aenderung des Hapag,Lloyd-Unionver-
tragcs im Sinne größerer Wirtschaftlichkeit. Die
nach dem neuen Vertrag vorgesehene Poolung der
Gemeinschaftsdienste wird im ersten Jahre voraus
sichtlich im ganzen gesehen zu einem ausgewogenen
Ergebnis führen."
Die hier kurz umrissene Sanierung zu lösen war
nicht leicht. „Ich glaube den Geist, in dem alle, die
an dieser großen Aufgabe gearbeitet haben, nicht
besser kennzeichnen zu können, als durch einen Satz,
den ich für mich selbst während der kritischen Zeit
niedergeschrieben habe: „Zwischen der Sorge und
dem Mut liegt die Verantwortlichkeit".
Das Reedereigeschäft der Zukunft
bildet nunmehr nach der vorgenommenen Sanie
rung die Grundlage der ersehnten Rentabilität.
Anlaß zu übermäßigem Optimismus ist natürlich
nicht gegeben. Hören wir Helfferich: „Es ist ein
Erfahrungsgrundsatz, daß man die Sanierung
eines Unternehmens erst vornehmen soll, wenn die
betriebliche Linie wieder nach aufwärts gerichtet
und Aussicht vorhanden ist, daß der unter Opfern
erwirkten Schuldenentlastung eine zum mindesten
ausgeglichene Betriebsrechnung gegenüberstehen
wird. Wenn wir in dieser Beziehung vielleicht doch
noch einen Vorgriff gewagt haben, so geschah dies
einmal, weil wir uns aus der Gesamtheit der zu
treffenden Maßnahmen einen erheblichen Nutzeffekt
auf die Vetriebsrechnung versprachen und dann,
weil in der bisherigen Weise einfach nicht weiter
gewirtschaftet werden konnte."
Unter den Hemmungen des Außenhandels, der
Konkurrenz valutarisch besser gestellter Flaggen
und der starken staatlichen Förderung ist die Ver
dienstkraft der Schiffahrt noch immer unbefriedi
gend. Auch unsere Großreedereien haben trotz der
Zinsersparnis Rückerstattung der Einbußen aus
dem Nordatlantikverkeyr und dem sonstigen Va
lutaausgleich (Bet etwas besser lohnender Tramp
schiffahrt) das Jahr 1935 nicht ohne Verlust abge
schlossen. Um diesen und den in den nächsten (etwa
sechs) Jahre erwarteten Verlust abzudecken, wur
den aus den Sanierungsgewinnen je 30 Mill. MJl
zur Bildung einer Sonderrücklage abgezweigt.
Die eingeleiteten betrieblichen Sparmaßnahmen
und die organisatorische Reform, d. h. die Verselb
ständig mehrerer Dienste, wird nicht so ohne wei
teres von heute aus morgen auf Basis des oben
skizzierten finanziellen Umbaus zu einer Rentabili
tät führen, zumal bes. die Hapag ein gut Teil ihres
Schiffsmaterials zu erneuern hat. Das große Frage
zeichen bleibt somit die Krise in der Weltwirtschaft,
eine Sorge, die in die internationale Wirtschafts
und Währungspolitik hineinreicht. Dr. B.
Einfuhr geringer, Ausfuhr saisonal erhöht
Die Einfuhr betrug im Mai 837 Mill. MJl. Sie
war damit um 23 Mill. MM, d. h. fast 7 vH gerin
ger als im April. An der Verminderung war in
erster Linie die Ernährungswirtschaft beteiligt.
Insgesamt betrug der Rückgang hier fast ein Zehn
tel. Abgenommen haben die Bezüge von Nahrungs
mitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Die
Einfuhr von lebenden Tieren war dagegen leicht
erhöht. In der Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft
ist die Einfuhr nach einer Steigerung im Vor
monat ebenfalls, und zwar um annähernd 6 vH zu
rückgegangen. Abgenommen hat vor allem die Ein
fuhr von Rohstoffen, insbesondere Textilrohstoffen,
in geringerem Umfang aber auch der Bezug von
Halbwaren. Die Einfuhr von Fertigwaren ist da
gegen leicht gestiegen.
Die Ausfuhr war mit 372 Mill. MJl um nicht
ganz 2 vH höher als im April. Gestiegen ist ledig
lich der Absatz von Fertigwaren, und zwar in erster
Linie von Enderzeugnissen. Die Ausfuhr von Roh-
stosfen und Halbwaren sowie von Erzeugnissen der
Ernährungswirtschaft war dagegen kaum verän
dert. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjah
res liegt die Ausfuhr im Mai d. I. um 35 Mill.
MJl höher. Die Steigerung der Ausfuhr von April
zu Mai entfällt ausschließlich auf die außereuro
päische Ländergruppe.
Die Handelsbilanz schließt mit einem Ausfuhr
überschuß von 35 Mill. MJl gegenüber 5 Mill. MJl
im April ab. In den ersten fünf Monaten des
laufenden Jahres war die Handelsbilanz mit 121
Mill. MJl aktiv, während die gleiche Zeit des Vor
jahres noch einen Einfuhrüberschuß von 164 Mill.
MJl aufwies.
Im einzelnen sind im Außenhandel des Monats
Mai folgende Veränderungen hervorzuheben: Im
Bereich der Ernährungswirtschaft war die Einfuhr
um 12,3 Mill. MJl geringer. Abgenommen hat der
Bezug von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs
um 6,3 Mill. MJl (2,5 Mill. MJl auf Fleisch, 1,2
Mill. MJl auf Butter. 1,4 Mill. MJl auf Schmalz
und 1,0 Mill. MJl auf Eier). Die Einfuhr von Tran
war um 1,7 Mill. MJl höher als im April. Bei
Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs belief sich
der Rückgang insgesamt auf 6,7 Mill. MM. Gesun
ken ist im Rahmen der Saisontenöenz vor allem
die Einfuhr von Südfrüchten (minus 4,8 Mill. MM)
Stärker vermindert war ferner aber auch die Ein
fuhr von Hülsenfrüchten (minus 2,0 Mill. MJl)
und nichtölhaltigen Sämereien (minus 1,5 Mill.
MM). Steigerungen der Einfuhr sind bei Weizen
und Rvhtabak zu verzeichnen.
Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft betrug die
Verminderung der Einfuhr insgesamt 11,1 Mill.
MJl. Hiervon entfallen 8,3 Mill. MJl auf Rohstoffe.
Innerhalb dieser Gruppe ist vor allem der Bezug
von Textilrohstoffen (minus 10,6 Mill. MJl) zurück
gegangen. Eine Verminderung ist ferner bei Roh
phosphaten (minus 1,2 Mill. MJl) zu verzeichnen.
Diesen Rückgängen stehen Steigerungen der Ein
fuhr bei rohen Mineralölen (plus 1,0 Mill. MJl)
und Erzen (plus 1,3 Mill. MM) gegenüber.
Die Einfuhr von Halbwaren war um 4 Mill. Moll
geringer als im April. Der Rückgang entfällt vor
wiegend auf bearbeitete Mineralöle (minus 1,2
Mill. MJl), unedle Metalle (minus 1,2 Mill. Moll)
und Düngemittel (minus 0,9 Mill. MJl). Nennens
wert gestiegen ist lediglich die Einfuhr von Schnitt
holz. — In der Einfuhr von Vorerzeugnissen und
Enderzeugniffen sind nur geringfügige Verände
rungen zu verzeichnen.
In der Ausfuhr ist lediglich der Absatz von Fer
tigwaren gestiegen. Und zwar betrug die Zunahme
im ganzen 7,9 Mill. MJl. Hiervon entfallen 2,0
Mill. Mji auf Vorerzeugnisse. Innerhalb dieser
Gruppe hat lediglich der Absatz von Walzwerks
und Gießereierzeugnissen (plus 3,3 Mill. MJl) eine
nennenswerte Steigerung erfahren. Diese Zu
nahme wurde durch eine Verminderung der Aus
fuhr von chemischen Vorerzeugnissen teilweise aus
geglichen.
Die Ausfuhr von Enderzeugnissen war um 6,8
Mill. MJl höher als im April. Beteiligt waren an
dieser Zunahme vor allem elektrotechnische Erzeug
nisse (plus 3,2 Mill. MJl), feinmechanische und op
tische Erzeugnisse (plus 1,8 Mill. MJl), chemische
Enderzeugnisse (plus 1,3 Mill. MJl). Stärker ab
genommen hat dagegen die Ausfuhr von Wasser
fahrzeugen (minus 3,2 Mill. MJl) und von Textil
waren (minus 1,0 Mill. MJl).
Nach dem Ausweis der Reichsbank
vom 15. 6.
Nach dem Ausweis der Ncichsvank vom 15. Jnnl
haben sich die Anlagen in Wechseln und Schecks,
Lombards und Wertpapieren um 143,8 auf 4760,5
Mill. MJl vermindert, und zwar Handelswechsel
und -schecks um 157,6 auf 4170,1, Lomvardforderun-
aen um 2,0 auf 42,4 und „sonstige" Wertpapiere um
3000 MJl auf 310,7 Mill. MJl, während öcckungs-
sühige Wertpapiere um 0,1 auf 219,4 und Reichs
schatzwechsel um 15,8 auf 17,8 Mill. MJl zugenom
men haben. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf
stellte sich Mitte Juni auf 6977 Mill. MJl gegen
6111 in der Vorwoche. 5989 in der Mitte des Vor
monats und 6616 Mill. MJl Mitte Juni des Vor
jahres. Die Gold- und Devisenbestände haben um
60 000 MJl auf 75,6 Mill. MJl zugenommen.
Auslese
Zahlenmäßige Erforschung der HandwerksuôrĢaşi
Zahlreichen Handwerksmeistern sind kürz * ^
Fragebogen des Statistischen Reichsamts zugegau
gen, durch welche Unterlagen über die Wirtschaf ^
Verhältnisse des Handwerks im Jahre 1935
nen werden sollen. Die letzte einschlägige Dr
öffentlichung erschien im vorigen Jahre unter de
Titel „Betriebsstruktur und Besteuerung im ©itt3 c '
Handel und Handwerk". Es werden 28 Handwer ^
zweige auf der Grundlage der BetriebsergebB»
des Jahres 1932 behandelt. Im vorigen Jahr
wurde auf breiterer Grundlage eine neue Erheb»"
für das Jahr 1934 veranstaltet. Die Bearbeitung
ist
für 25 Handwerkszweige im wesentlichen abgesiht^
sen, so daß in absehbarer Zeit mit der Berôffşş
lichung der neuen Ergebnisse gerechnet werde
kann.
Erleichterungen für Olympiareisende , , s
In Ergänzung zu einem vom Reichsfinanzvn»^
ster ergangenen Erlaß hat jetzt auch der Leiter
dck
Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung erleichtern 1
Bestimmungen für Olympiareiseude getroffen.
Ein Preisausschreiben für den Einzelhandel
erläßt die Berufsgenossenschaft für den EinzeĢ^
del. Für Plakataushänge sollen schlagkräftige
zeiler gefunden werden, die eine Bestimmung 6C ,
Unfallverhütungsvorschriften enthalten. Als $ cl '
spiel wird genannt: „Kein Ersatz für Tritt » K
Leiter / sind Stühle, Kisten und so weiter."
Die Deutsche Fachschule für Tapezierer, Polft^
rer und Dekorateure (Reichsfachschule des Reişş
innungsverbandes für das Tapezier-, Sattlet
Polsterer- und Dekorateurhandwerk) beging
Rahmen des Reichshandwerkertages ihr zehnjälst»
ges Bestehen mit einer Feierstunde, einer Aussig
lung der Arbeiten der Deutschen Fachschule i* 11
einer Führung durch die Werkstätten.
Der Forderung, handwerkliche Kunst an 4^
fern und Denkmälern zn pflegen, entspricht bes.
alte lippische Stadt Barntrup. Hier veranstalte
der Staötrat von Zeit zu Zeit Besichtigungsgäķ
durch die Stadt, begleitet von Handwerksmeister
und Künstlern, um Mängel und schädliche Einflķ
festzustellen und an Ort und Stelle für Abhilfe $
sorgen.
Neue Neichsbanknoten zu 160 MJl
werden in diesen Tagen dem Verkehr übergebe^
Sie sind 9X19 cm groß und auf leicht bläulich 8 e '
färbten: Papier hergestellt. Die Note enthält ^
Kopfbildnis Justus Liebigs.
Absatzlage der vom Stahlwerks-Verband
erfaßten Erzeugnisse im Mai ,
Halbzeug: Der Absatz nach dem Jnlanöe ist şş
einige tausend Tonnen gestiegen. Nachfrage nach &
vor rege. — Form eisen: Der Versand nach dem N
lande recht lebhaft. Eingang an neuen Auftrag''
weiter zugenommen. Die Werke sind dadurch w
zwungen, die Lieferfristen für Formeisen zu » £l '
langern. — Eisenbahnoberbaustosfe: Lage nicht C
ändert, wenn auch im Mai der Eingang von şş
rufen für leichte Schienen für das Inland vortiv^
gehend abgeflaut war. Seit Anfang Mai ist wiegst
ein Anstieg zu bemerken. — Stabeisen: Im Jul?',,
waren Versand und Spezifikationseingang wests,
lebhaft, so daß weiterhin mit einer guten BesE
tigung gerechnet werden kann. — Grobbleche: or-
das Inland wurden die Bestellungen des Hand?',
und der Verbraucher im bisherigen Umfange herew
gegeben. Von den Werften gingen weitere tt £
Aufträge in Schifsbaumaterial ein.
Eingang
haben den Ablieferungsverlust inzwischen wieö £ !
aufgeholt. — Rvhrcngeschüst günstig. Der Eiķ"!
an Aufträgen aus dem Jnlande sowohl in haninft,
üblichen Gas- und Siederöhren als auch in Sta^,
muffenröhren und Qualitätsröhren war rechtv
haft. Die Umsatzzisfern lagen gegenüber deiķft
gen der Vormonate wiederum etwas höher. — şş,
Mitteilung des Drahtverbandes ist in den ^
schlügen ein leichter Rückgang festzustellen.
Oeàcļie Schlachtviehmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für V 2 kg Lebendgewicht in Wrf. (Ohne Gewähr)
17. Juni 1936
Markt
Hannover
Breslau
Bremen
Kiel
1. Ochsen...
2. n ...
4.' ” W.
1. Bullen..,.
2. „ » . -
1. Kühe
2. *
1. Kälber...,
2. „ ....
1. Schafe....
2
1. Schweine.
2. „ .
3. „ .
1. Sauen...
541/2
531/2
501/2
531/2
40-41
37
39-41
36-37
59—64
49—58
35—40
30-35
53
51-52
49
47-52
44
39-42
38
39-42
34-38
64—70
58—62
29-30
54’/2
531/2
5072
531/2
541/2
531/2
501/2
50-53
Auftrieb und Handel auf den Märkten
Ochs.Bu. Kü.
Kälber
Schafe ....
Schweine ...
Ochs.Bu. Kü.
Kälber
Schafe
203
361
159
1142
verteilt
verteilt
gut
564
1349
556
4166
verteilt
langsam
Schweine... gut verteilt verteilt zugeteilt
146
372
633
863
verteilt
mittel
mittel
Handel «nd Wandel
Husumer Ferkelmarkt vom 18. Juni
Auftrieb: 407, Handel mittel, Markt langsam ge
räumt. Preise: 19—20, 22—24, 25—27 MJl, Jung
schweine 32—42 MJl.
Segeberger Ferkelmarkt vom 17. Juni
Auftrieb: 154. Preise: 4—6wöchige 17—20 MJl, 6-
bis 8wöchige 20—23 MJl, 8—13wöchige 23—27 Moll.
Handel mittelmäßig, Markt geräumt.
Nortorfer Ferkelmarkt vom 17. Juni
Zugeführt waren 37 Ferkel. Die Preise beweg
ten sich zwischen 0,70 und 0,75 MJl je Pfund. Der
Handel war flau, da wenig Kauflust. Markt wurde
nicht geräumtz
Lübecker Viehmarkt vom 16. Juni
Auftrieb an Schweinen mengen- und qualitäts
mäßig ungefähr gleichbleibend, zugeteilt. Kälber von
recht guter Beschaffenheit und für den Bedarf aus
reichend. Preise in allen Klassen behauptet. .Bei
mittlerem Marktverlauf ausverkauft. Beschaffenheit
besonders bei Lämmern und Hammeln gut. Trotz
des höheren Auftriebes wurde Markt infolge der
besseren Beschaffenheit bei gutem Verlauf geräumt.
Kieler Viehmarkt vom 16. Juni
3 Ochsen, 28 Bullen, 66 Kühe, 6 Färsen. Beschaf
fenheit der Rinder wie in der Vorwoche mittel, zu
geteilt. Beschaffenheit der 179 Kälber gut. Infolge
des geringeren Austriebs Notizen etwas erhöht.
Schafmarkt reichlich beschickt. In den Notizen keine
wesentlichen Veränderungen. 1561 Schweins guter
Beschaffenheit zugeteilt.
Rendsburger Ferkelmarkt vom 18. Juni
Zufuhr: 527 Stück. Handel gut, Markt geräumt.
Preise: schwere Ware 65—68, mittelschwere 68—73,
leichte 73—77 Pfg. je V- Kilo. Ausnahmetiere über
Notiz.
Flensburger Mittelmarkt vom 17. Juni
1905 Schweine, 176 mehr gegenüber der Vor
woche, 111 Kälber, 23 Schafe. Beschaffenheit der
Schweine wieder gut, Kälber mittel bis gut. Die
Schweine ivurden zugeteilt, Markt bei lebhaftem
Handel und gleichbleibenden Preisen geräumt. Be
darf an Kälbern gedeckt. Preise: Schweine a 64,
bl 53, b2 52, c 50, d 48, gl 61—53, g2 46—50, Kälber
(Doppellender) 80—100, andere Kälber a 55—65, b
41—53, c 33—40, d 23—32.
Eckernförber Ferkelmarkt vom 17. Juni
Zufuhr: 25. Handel langsam. Preise: leichte 72,
schwere 64 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht.
Hamburger Viehmarkt
vom 18 Juni 1936.
Ochsen
Bullen
Kühe
Färsen
Hammel
Lämmer
Schafe
a
b
c
d
44
42
38
42
38
32
24
43
50—51
48-50
44-47
40—43
25-35
Auftrieb: 68 Ochsen. IO7 Bullen. 251 Kübe. 70
Färsen. — Fresser — 496 Rinder und 1604 Schafe
Handel: Rinder zugeteilt. Schafe ruhig
Hamburger ßörse
Amtliche Notierung in MJl für 100 MJl Nennw^
<Ohne Gemhär>
Banļei»
Reichs vans
DD.-Bant
Dresdn. töcml
Beretnsdant
Westh. Bant
Schl.-H. Bank
17.6. 16.6. Jndustr.-Alt. 17.6.
197.00
94 75
95.25
116.50
126.00
78.00
19070
94.75
95 25
116 50
126 00
78.10
Berteyis-Akt.
Hdg. Hochbahn
Dtsch.-Ostafrika
Hapag
Hbg.-Südamer.
Bordb. Lloyd
Woerm.-Linie
9200
46 00
14 37
29 00
15.50
46 00
91.75
46.00
14.50
29 50
16.25
46 00
«llg. E1.-D.
Alsen-Lem.
Breitend. Cem
Elbschl.-Bc.
Holsten-Br.
Harp. Bgb.-D.
Echuckert-SI,
Siemens
HEW.
Deutsche Erdöl
IG.-Farben
Neubestz
ÄltbesiS
36.62
166 00
152.00
114.00
111.75
157.75
200.75
144.25
132.00
171.25
17 6.
12.505
Amtliche Währungskurse.
1 Pfund Sterling
1 Dollar . . . »»,,,,»« 2.484
100 dän. Kr, *«,»■(,», 55.83
100 frans. Frank. ,,,,,,, 16.36
Peseta 33.87
Lira »««»,,,»»»,, 19.48
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupser per 100 Kg. 17.6.
prompt cif Hbg. od. Brem. Rotterd. 52.50
16.
52 5°
Mindestpreise für Meerschweinchen
wollen die Tiergesundheitsämter und verschi^ab
andere tierärztliche Untersuchungsinstitute
ten, um eine einheitliche Entwicklung der Znav
ein einheitliches Angebot zu bewirken.
A
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rückst,
datier
Nvsser
SUyg
Besri
Niann
leitet
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Mittelblechaufträgen aus Inland und Ausland
verändert. — Das Universaleisen-Geschäft zeig'
sowohl in Auftragseingang wie auch in Abtiefer»»,
gen keine wesentlichen Abweichungen. — Bandeisen/
Jnlanösgeschäft unvermindert lebhaft. Der Verba'
hat den Durchschnitt der Vormonate gut gehaltft!
— Feinblechmarkt stetig. Die Bestelltätigkeit ist ķ
rege. Nur bei Dynamoblechen ist ein geringes 3»
rückbleiben zu verzeichnen. — Die Ablieferung,
sind ungefähr gleich geblieben mit einer klein:,
Neigung nach oben. Im März war der Versand »
Hanöelsfeinblechen ziemlich zurückgeblieben/ dv>.
Ae,
war i
der u
Ģeyy
ttojļet