Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer WļrLschafļsdîenst 
Nach der Sanierung 
nener Start 
Die Lage der deutschen Großschiffahrt. 
Vor einigen Wochen wurden die umfangreichen 
Maßnahmen zur Gesundung der Großreedereien 
Hapag und Lloyd im einzelnen bekannt. Schulden 
entlastung stand im Vordergrund dieser sog. zweiten 
Sanierung, nachdem ihr die erste, abwartende und 
deshalb weniger gründliche im Jahre 1632 voraus 
gegangen war. Bringen wir kurz die große Linie 
der getroffenen Reorganisation in Erinnerung: Mit 
162 Mill. MJl wurden bei der Hapag, mit 188 Mill. 
Reichsmark beim Lloyd die Verbindlichkeiten in den 
Bilanzen 1633 ausgewiesen: ihnen standen je 54,3 
Mill. MJl Aktienkapital seit der ersten Sanierung 
gegenüber. Die gesamte, auf beiden Gesellschaften 
ruhende Zinslast belief sich 1883 auf den im Ver 
gleich zu den Erträgen unvertretbaren Betrag von 
17,12 Mill. MJl. Ein großer Teil der Kredite war 
von Banken gegen Sicherung durch Reichsgarantie 
gewährt. Diese sind vom Reich jetzt eingelöst. Durch 
Ausgabe neuer Aktien wurde ein Teil der fortge 
fallenen Schulden in verantwortliches Eigenkapital 
umgewandelt, an dem aber die Banken nur mit 
einem kleinen Betrag beteiligt sein dürsten. Außer 
dem sind weitere in der Bilanz als „sonstige Sa 
nierungsgewinne" ausgewiesene Schulöenstreichun- 
gcn bei der Hapag in Höhe von 81 Mill. MJl und 
beim Lloyd von 37 Mill. Moll vorgenommen. Beide 
Gesellschaften konnten auf diese für Gläubiger und 
Schuldner in gleichem Maße höchst einschneidende 
Art von rd. 150 Mill. MJl Gesamtverbindlichkeiten 
frei werden, so daß abgesehen von den lfd. Be- 
triebsverbindlichkeiten auf beiden Reedereien Ver 
bindlichkeiten von 65 bzw. 64 Mill. MJl lasten. Da 
die Reedereien bereits rückwirkend für 1635 von den 
Verbindlichkeiten frei geworden sind, kommt die 
Verbesserung des Zinssaldos in der Bilanz 1835 
zum Ausdruck. Mit nur 4,52 Mill. Zinsaufwen- 
dungen in 1935 sind beide Gesellschaften um fast 
das Vierfache gegen 1933 entlastet. 
Mit der Entschuldung mußte, da 1932 und 1933 
überhaupt keine und 1984 und 1935 nur mäßige 
Abschreibungen ans den Flotten- «nd sonstigen 
Anlagebnchwert vorgenommen waren, eine erheb 
liche Sonderabschreibung erfolgen, und zwar wird 
der aus der Kapitalherabsetzung eingegangene Sa 
nierungsgewinn dazu verwendet. Die Brutto-Re- 
gister-Tonne steht jetzt bei der Hapag mit 188 MM 
zu Buch statt mit 246 MJl in 1933, beim Lloyd mit 
218 MJl statt mit 268 MJl in 1933. Als dritten 
Punkt der Reorganisationsmaßnahmen nennt 
Staatsrat Helfferich als Vors, des Aufsichtsrats 
der Hapag in seiner Rede vor der am 16. d. M. 
stattgefundenen GV die interne Reorganisation. 
„Die Aussichten darüber, wie diese interne Reor 
ganisation durchzuführen sei, gingen auseinander", 
so heißt es wörtlich, „und es freut mich außer 
ordentlich, Ihnen heute sagen zu können, daß der 
Reorganisationsplan, wie er im Schoß der Hapag 
selbst entstanden war, sich schließlich durchsetzte, der 
Plan, der einmal die Erhaltung der Einheit un 
seres nun bald 90 Jahre alten großen hamburgi- 
schen Schiffahrtsunternehmens bezweckte, anderer 
seits aber eine weitgehende Dezentralisation der 
Betriebsführung vorsah." 
Als letzter Punkt war im Zuge der Reorgani 
sation noch die Weiterführung des verlustlassenden 
Nordatlantikdienstes zu regeln, der ab 1. Januar 
1935 auf Charterbasis an die Hamburger Nord 
atlantik G. m. b. H. übertragen wurde. Hierdurch 
erfolgte eine wesentliche Entlastung der Betriebs 
rechnung. 
„Im Zusammenhang mit der Reorganisation steht 
auch die Aenderung des Hapag,Lloyd-Unionver- 
tragcs im Sinne größerer Wirtschaftlichkeit. Die 
nach dem neuen Vertrag vorgesehene Poolung der 
Gemeinschaftsdienste wird im ersten Jahre voraus 
sichtlich im ganzen gesehen zu einem ausgewogenen 
Ergebnis führen." 
Die hier kurz umrissene Sanierung zu lösen war 
nicht leicht. „Ich glaube den Geist, in dem alle, die 
an dieser großen Aufgabe gearbeitet haben, nicht 
besser kennzeichnen zu können, als durch einen Satz, 
den ich für mich selbst während der kritischen Zeit 
niedergeschrieben habe: „Zwischen der Sorge und 
dem Mut liegt die Verantwortlichkeit". 
Das Reedereigeschäft der Zukunft 
bildet nunmehr nach der vorgenommenen Sanie 
rung die Grundlage der ersehnten Rentabilität. 
Anlaß zu übermäßigem Optimismus ist natürlich 
nicht gegeben. Hören wir Helfferich: „Es ist ein 
Erfahrungsgrundsatz, daß man die Sanierung 
eines Unternehmens erst vornehmen soll, wenn die 
betriebliche Linie wieder nach aufwärts gerichtet 
und Aussicht vorhanden ist, daß der unter Opfern 
erwirkten Schuldenentlastung eine zum mindesten 
ausgeglichene Betriebsrechnung gegenüberstehen 
wird. Wenn wir in dieser Beziehung vielleicht doch 
noch einen Vorgriff gewagt haben, so geschah dies 
einmal, weil wir uns aus der Gesamtheit der zu 
treffenden Maßnahmen einen erheblichen Nutzeffekt 
auf die Vetriebsrechnung versprachen und dann, 
weil in der bisherigen Weise einfach nicht weiter 
gewirtschaftet werden konnte." 
Unter den Hemmungen des Außenhandels, der 
Konkurrenz valutarisch besser gestellter Flaggen 
und der starken staatlichen Förderung ist die Ver 
dienstkraft der Schiffahrt noch immer unbefriedi 
gend. Auch unsere Großreedereien haben trotz der 
Zinsersparnis Rückerstattung der Einbußen aus 
dem Nordatlantikverkeyr und dem sonstigen Va 
lutaausgleich (Bet etwas besser lohnender Tramp 
schiffahrt) das Jahr 1935 nicht ohne Verlust abge 
schlossen. Um diesen und den in den nächsten (etwa 
sechs) Jahre erwarteten Verlust abzudecken, wur 
den aus den Sanierungsgewinnen je 30 Mill. MJl 
zur Bildung einer Sonderrücklage abgezweigt. 
Die eingeleiteten betrieblichen Sparmaßnahmen 
und die organisatorische Reform, d. h. die Verselb 
ständig mehrerer Dienste, wird nicht so ohne wei 
teres von heute aus morgen auf Basis des oben 
skizzierten finanziellen Umbaus zu einer Rentabili 
tät führen, zumal bes. die Hapag ein gut Teil ihres 
Schiffsmaterials zu erneuern hat. Das große Frage 
zeichen bleibt somit die Krise in der Weltwirtschaft, 
eine Sorge, die in die internationale Wirtschafts 
und Währungspolitik hineinreicht. Dr. B. 
Einfuhr geringer, Ausfuhr saisonal erhöht 
Die Einfuhr betrug im Mai 837 Mill. MJl. Sie 
war damit um 23 Mill. MM, d. h. fast 7 vH gerin 
ger als im April. An der Verminderung war in 
erster Linie die Ernährungswirtschaft beteiligt. 
Insgesamt betrug der Rückgang hier fast ein Zehn 
tel. Abgenommen haben die Bezüge von Nahrungs 
mitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Die 
Einfuhr von lebenden Tieren war dagegen leicht 
erhöht. In der Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft 
ist die Einfuhr nach einer Steigerung im Vor 
monat ebenfalls, und zwar um annähernd 6 vH zu 
rückgegangen. Abgenommen hat vor allem die Ein 
fuhr von Rohstoffen, insbesondere Textilrohstoffen, 
in geringerem Umfang aber auch der Bezug von 
Halbwaren. Die Einfuhr von Fertigwaren ist da 
gegen leicht gestiegen. 
Die Ausfuhr war mit 372 Mill. MJl um nicht 
ganz 2 vH höher als im April. Gestiegen ist ledig 
lich der Absatz von Fertigwaren, und zwar in erster 
Linie von Enderzeugnissen. Die Ausfuhr von Roh- 
stosfen und Halbwaren sowie von Erzeugnissen der 
Ernährungswirtschaft war dagegen kaum verän 
dert. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjah 
res liegt die Ausfuhr im Mai d. I. um 35 Mill. 
MJl höher. Die Steigerung der Ausfuhr von April 
zu Mai entfällt ausschließlich auf die außereuro 
päische Ländergruppe. 
Die Handelsbilanz schließt mit einem Ausfuhr 
überschuß von 35 Mill. MJl gegenüber 5 Mill. MJl 
im April ab. In den ersten fünf Monaten des 
laufenden Jahres war die Handelsbilanz mit 121 
Mill. MJl aktiv, während die gleiche Zeit des Vor 
jahres noch einen Einfuhrüberschuß von 164 Mill. 
MJl aufwies. 
Im einzelnen sind im Außenhandel des Monats 
Mai folgende Veränderungen hervorzuheben: Im 
Bereich der Ernährungswirtschaft war die Einfuhr 
um 12,3 Mill. MJl geringer. Abgenommen hat der 
Bezug von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs 
um 6,3 Mill. MJl (2,5 Mill. MJl auf Fleisch, 1,2 
Mill. MJl auf Butter. 1,4 Mill. MJl auf Schmalz 
und 1,0 Mill. MJl auf Eier). Die Einfuhr von Tran 
war um 1,7 Mill. MJl höher als im April. Bei 
Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs belief sich 
der Rückgang insgesamt auf 6,7 Mill. MM. Gesun 
ken ist im Rahmen der Saisontenöenz vor allem 
die Einfuhr von Südfrüchten (minus 4,8 Mill. MM) 
Stärker vermindert war ferner aber auch die Ein 
fuhr von Hülsenfrüchten (minus 2,0 Mill. MJl) 
und nichtölhaltigen Sämereien (minus 1,5 Mill. 
MM). Steigerungen der Einfuhr sind bei Weizen 
und Rvhtabak zu verzeichnen. 
Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft betrug die 
Verminderung der Einfuhr insgesamt 11,1 Mill. 
MJl. Hiervon entfallen 8,3 Mill. MJl auf Rohstoffe. 
Innerhalb dieser Gruppe ist vor allem der Bezug 
von Textilrohstoffen (minus 10,6 Mill. MJl) zurück 
gegangen. Eine Verminderung ist ferner bei Roh 
phosphaten (minus 1,2 Mill. MJl) zu verzeichnen. 
Diesen Rückgängen stehen Steigerungen der Ein 
fuhr bei rohen Mineralölen (plus 1,0 Mill. MJl) 
und Erzen (plus 1,3 Mill. MM) gegenüber. 
Die Einfuhr von Halbwaren war um 4 Mill. Moll 
geringer als im April. Der Rückgang entfällt vor 
wiegend auf bearbeitete Mineralöle (minus 1,2 
Mill. MJl), unedle Metalle (minus 1,2 Mill. Moll) 
und Düngemittel (minus 0,9 Mill. MJl). Nennens 
wert gestiegen ist lediglich die Einfuhr von Schnitt 
holz. — In der Einfuhr von Vorerzeugnissen und 
Enderzeugniffen sind nur geringfügige Verände 
rungen zu verzeichnen. 
In der Ausfuhr ist lediglich der Absatz von Fer 
tigwaren gestiegen. Und zwar betrug die Zunahme 
im ganzen 7,9 Mill. MJl. Hiervon entfallen 2,0 
Mill. Mji auf Vorerzeugnisse. Innerhalb dieser 
Gruppe hat lediglich der Absatz von Walzwerks 
und Gießereierzeugnissen (plus 3,3 Mill. MJl) eine 
nennenswerte Steigerung erfahren. Diese Zu 
nahme wurde durch eine Verminderung der Aus 
fuhr von chemischen Vorerzeugnissen teilweise aus 
geglichen. 
Die Ausfuhr von Enderzeugnissen war um 6,8 
Mill. MJl höher als im April. Beteiligt waren an 
dieser Zunahme vor allem elektrotechnische Erzeug 
nisse (plus 3,2 Mill. MJl), feinmechanische und op 
tische Erzeugnisse (plus 1,8 Mill. MJl), chemische 
Enderzeugnisse (plus 1,3 Mill. MJl). Stärker ab 
genommen hat dagegen die Ausfuhr von Wasser 
fahrzeugen (minus 3,2 Mill. MJl) und von Textil 
waren (minus 1,0 Mill. MJl). 
Nach dem Ausweis der Reichsbank 
vom 15. 6. 
Nach dem Ausweis der Ncichsvank vom 15. Jnnl 
haben sich die Anlagen in Wechseln und Schecks, 
Lombards und Wertpapieren um 143,8 auf 4760,5 
Mill. MJl vermindert, und zwar Handelswechsel 
und -schecks um 157,6 auf 4170,1, Lomvardforderun- 
aen um 2,0 auf 42,4 und „sonstige" Wertpapiere um 
3000 MJl auf 310,7 Mill. MJl, während öcckungs- 
sühige Wertpapiere um 0,1 auf 219,4 und Reichs 
schatzwechsel um 15,8 auf 17,8 Mill. MJl zugenom 
men haben. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf 
stellte sich Mitte Juni auf 6977 Mill. MJl gegen 
6111 in der Vorwoche. 5989 in der Mitte des Vor 
monats und 6616 Mill. MJl Mitte Juni des Vor 
jahres. Die Gold- und Devisenbestände haben um 
60 000 MJl auf 75,6 Mill. MJl zugenommen. 
Auslese 
Zahlenmäßige Erforschung der HandwerksuôrĢaşi 
Zahlreichen Handwerksmeistern sind kürz * ^ 
Fragebogen des Statistischen Reichsamts zugegau 
gen, durch welche Unterlagen über die Wirtschaf ^ 
Verhältnisse des Handwerks im Jahre 1935 
nen werden sollen. Die letzte einschlägige Dr 
öffentlichung erschien im vorigen Jahre unter de 
Titel „Betriebsstruktur und Besteuerung im ©itt3 c ' 
Handel und Handwerk". Es werden 28 Handwer ^ 
zweige auf der Grundlage der BetriebsergebB» 
des Jahres 1932 behandelt. Im vorigen Jahr 
wurde auf breiterer Grundlage eine neue Erheb»" 
für das Jahr 1934 veranstaltet. Die Bearbeitung 
ist 
für 25 Handwerkszweige im wesentlichen abgesiht^ 
sen, so daß in absehbarer Zeit mit der Berôffşş 
lichung der neuen Ergebnisse gerechnet werde 
kann. 
Erleichterungen für Olympiareisende , , s 
In Ergänzung zu einem vom Reichsfinanzvn»^ 
ster ergangenen Erlaß hat jetzt auch der Leiter 
dck 
Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung erleichtern 1 
Bestimmungen für Olympiareiseude getroffen. 
Ein Preisausschreiben für den Einzelhandel 
erläßt die Berufsgenossenschaft für den EinzeĢ^ 
del. Für Plakataushänge sollen schlagkräftige 
zeiler gefunden werden, die eine Bestimmung 6C , 
Unfallverhütungsvorschriften enthalten. Als $ cl ' 
spiel wird genannt: „Kein Ersatz für Tritt » K 
Leiter / sind Stühle, Kisten und so weiter." 
Die Deutsche Fachschule für Tapezierer, Polft^ 
rer und Dekorateure (Reichsfachschule des Reişş 
innungsverbandes für das Tapezier-, Sattlet 
Polsterer- und Dekorateurhandwerk) beging 
Rahmen des Reichshandwerkertages ihr zehnjälst» 
ges Bestehen mit einer Feierstunde, einer Aussig 
lung der Arbeiten der Deutschen Fachschule i* 11 
einer Führung durch die Werkstätten. 
Der Forderung, handwerkliche Kunst an 4^ 
fern und Denkmälern zn pflegen, entspricht bes. 
alte lippische Stadt Barntrup. Hier veranstalte 
der Staötrat von Zeit zu Zeit Besichtigungsgäķ 
durch die Stadt, begleitet von Handwerksmeister 
und Künstlern, um Mängel und schädliche Einflķ 
festzustellen und an Ort und Stelle für Abhilfe $ 
sorgen. 
Neue Neichsbanknoten zu 160 MJl 
werden in diesen Tagen dem Verkehr übergebe^ 
Sie sind 9X19 cm groß und auf leicht bläulich 8 e ' 
färbten: Papier hergestellt. Die Note enthält ^ 
Kopfbildnis Justus Liebigs. 
Absatzlage der vom Stahlwerks-Verband 
erfaßten Erzeugnisse im Mai , 
Halbzeug: Der Absatz nach dem Jnlanöe ist şş 
einige tausend Tonnen gestiegen. Nachfrage nach & 
vor rege. — Form eisen: Der Versand nach dem N 
lande recht lebhaft. Eingang an neuen Auftrag'' 
weiter zugenommen. Die Werke sind dadurch w 
zwungen, die Lieferfristen für Formeisen zu » £l ' 
langern. — Eisenbahnoberbaustosfe: Lage nicht C 
ändert, wenn auch im Mai der Eingang von şş 
rufen für leichte Schienen für das Inland vortiv^ 
gehend abgeflaut war. Seit Anfang Mai ist wiegst 
ein Anstieg zu bemerken. — Stabeisen: Im Jul?',, 
waren Versand und Spezifikationseingang wests, 
lebhaft, so daß weiterhin mit einer guten BesE 
tigung gerechnet werden kann. — Grobbleche: or- 
das Inland wurden die Bestellungen des Hand?', 
und der Verbraucher im bisherigen Umfange herew 
gegeben. Von den Werften gingen weitere tt £ 
Aufträge in Schifsbaumaterial ein. 
Eingang 
haben den Ablieferungsverlust inzwischen wieö £ ! 
aufgeholt. — Rvhrcngeschüst günstig. Der Eiķ"! 
an Aufträgen aus dem Jnlande sowohl in haninft, 
üblichen Gas- und Siederöhren als auch in Sta^, 
muffenröhren und Qualitätsröhren war rechtv 
haft. Die Umsatzzisfern lagen gegenüber deiķft 
gen der Vormonate wiederum etwas höher. — şş, 
Mitteilung des Drahtverbandes ist in den ^ 
schlügen ein leichter Rückgang festzustellen. 
Oeàcļie Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für V 2 kg Lebendgewicht in Wrf. (Ohne Gewähr) 
17. Juni 1936 
Markt 
Hannover 
Breslau 
Bremen 
Kiel 
1. Ochsen... 
2. n ... 
4.' ” W. 
1. Bullen..,. 
2. „ » . - 
1. Kühe 
2. * 
1. Kälber..., 
2. „ .... 
1. Schafe.... 
2 
1. Schweine. 
2. „ . 
3. „ . 
1. Sauen... 
541/2 
531/2 
501/2 
531/2 
40-41 
37 
39-41 
36-37 
59—64 
49—58 
35—40 
30-35 
53 
51-52 
49 
47-52 
44 
39-42 
38 
39-42 
34-38 
64—70 
58—62 
29-30 
54’/2 
531/2 
5072 
531/2 
541/2 
531/2 
501/2 
50-53 
Auftrieb und Handel auf den Märkten 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber 
Schafe .... 
Schweine ... 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber 
Schafe 
203 
361 
159 
1142 
verteilt 
verteilt 
gut 
564 
1349 
556 
4166 
verteilt 
langsam 
Schweine... gut verteilt verteilt zugeteilt 
146 
372 
633 
863 
verteilt 
mittel 
mittel 
Handel «nd Wandel 
Husumer Ferkelmarkt vom 18. Juni 
Auftrieb: 407, Handel mittel, Markt langsam ge 
räumt. Preise: 19—20, 22—24, 25—27 MJl, Jung 
schweine 32—42 MJl. 
Segeberger Ferkelmarkt vom 17. Juni 
Auftrieb: 154. Preise: 4—6wöchige 17—20 MJl, 6- 
bis 8wöchige 20—23 MJl, 8—13wöchige 23—27 Moll. 
Handel mittelmäßig, Markt geräumt. 
Nortorfer Ferkelmarkt vom 17. Juni 
Zugeführt waren 37 Ferkel. Die Preise beweg 
ten sich zwischen 0,70 und 0,75 MJl je Pfund. Der 
Handel war flau, da wenig Kauflust. Markt wurde 
nicht geräumtz 
Lübecker Viehmarkt vom 16. Juni 
Auftrieb an Schweinen mengen- und qualitäts 
mäßig ungefähr gleichbleibend, zugeteilt. Kälber von 
recht guter Beschaffenheit und für den Bedarf aus 
reichend. Preise in allen Klassen behauptet. .Bei 
mittlerem Marktverlauf ausverkauft. Beschaffenheit 
besonders bei Lämmern und Hammeln gut. Trotz 
des höheren Auftriebes wurde Markt infolge der 
besseren Beschaffenheit bei gutem Verlauf geräumt. 
Kieler Viehmarkt vom 16. Juni 
3 Ochsen, 28 Bullen, 66 Kühe, 6 Färsen. Beschaf 
fenheit der Rinder wie in der Vorwoche mittel, zu 
geteilt. Beschaffenheit der 179 Kälber gut. Infolge 
des geringeren Austriebs Notizen etwas erhöht. 
Schafmarkt reichlich beschickt. In den Notizen keine 
wesentlichen Veränderungen. 1561 Schweins guter 
Beschaffenheit zugeteilt. 
Rendsburger Ferkelmarkt vom 18. Juni 
Zufuhr: 527 Stück. Handel gut, Markt geräumt. 
Preise: schwere Ware 65—68, mittelschwere 68—73, 
leichte 73—77 Pfg. je V- Kilo. Ausnahmetiere über 
Notiz. 
Flensburger Mittelmarkt vom 17. Juni 
1905 Schweine, 176 mehr gegenüber der Vor 
woche, 111 Kälber, 23 Schafe. Beschaffenheit der 
Schweine wieder gut, Kälber mittel bis gut. Die 
Schweine ivurden zugeteilt, Markt bei lebhaftem 
Handel und gleichbleibenden Preisen geräumt. Be 
darf an Kälbern gedeckt. Preise: Schweine a 64, 
bl 53, b2 52, c 50, d 48, gl 61—53, g2 46—50, Kälber 
(Doppellender) 80—100, andere Kälber a 55—65, b 
41—53, c 33—40, d 23—32. 
Eckernförber Ferkelmarkt vom 17. Juni 
Zufuhr: 25. Handel langsam. Preise: leichte 72, 
schwere 64 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht. 
Hamburger Viehmarkt 
vom 18 Juni 1936. 
Ochsen 
Bullen 
Kühe 
Färsen 
Hammel 
Lämmer 
Schafe 
a 
b 
c 
d 
44 
42 
38 
42 
38 
32 
24 
43 
50—51 
48-50 
44-47 
40—43 
25-35 
Auftrieb: 68 Ochsen. IO7 Bullen. 251 Kübe. 70 
Färsen. — Fresser — 496 Rinder und 1604 Schafe 
Handel: Rinder zugeteilt. Schafe ruhig 
Hamburger ßörse 
Amtliche Notierung in MJl für 100 MJl Nennw^ 
<Ohne Gemhär> 
Banļei» 
Reichs vans 
DD.-Bant 
Dresdn. töcml 
Beretnsdant 
Westh. Bant 
Schl.-H. Bank 
17.6. 16.6. Jndustr.-Alt. 17.6. 
197.00 
94 75 
95.25 
116.50 
126.00 
78.00 
19070 
94.75 
95 25 
116 50 
126 00 
78.10 
Berteyis-Akt. 
Hdg. Hochbahn 
Dtsch.-Ostafrika 
Hapag 
Hbg.-Südamer. 
Bordb. Lloyd 
Woerm.-Linie 
9200 
46 00 
14 37 
29 00 
15.50 
46 00 
91.75 
46.00 
14.50 
29 50 
16.25 
46 00 
«llg. E1.-D. 
Alsen-Lem. 
Breitend. Cem 
Elbschl.-Bc. 
Holsten-Br. 
Harp. Bgb.-D. 
Echuckert-SI, 
Siemens 
HEW. 
Deutsche Erdöl 
IG.-Farben 
Neubestz 
ÄltbesiS 
36.62 
166 00 
152.00 
114.00 
111.75 
157.75 
200.75 
144.25 
132.00 
171.25 
17 6. 
12.505 
Amtliche Währungskurse. 
1 Pfund Sterling 
1 Dollar . . . »»,,,,»« 2.484 
100 dän. Kr, *«,»■(,», 55.83 
100 frans. Frank. ,,,,,,, 16.36 
Peseta 33.87 
Lira »««»,,,»»»,, 19.48 
(Ohne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elektrolytkupser per 100 Kg. 17.6. 
prompt cif Hbg. od. Brem. Rotterd. 52.50 
16. 
52 5° 
Mindestpreise für Meerschweinchen 
wollen die Tiergesundheitsämter und verschi^ab 
andere tierärztliche Untersuchungsinstitute 
ten, um eine einheitliche Entwicklung der Znav 
ein einheitliches Angebot zu bewirken. 
A 
Auf 
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Hfej 
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für d 
rückst, 
datier 
Nvsser 
SUyg 
Besri 
Niann 
leitet 
a" 
Mittelblechaufträgen aus Inland und Ausland 
verändert. — Das Universaleisen-Geschäft zeig' 
sowohl in Auftragseingang wie auch in Abtiefer»», 
gen keine wesentlichen Abweichungen. — Bandeisen/ 
Jnlanösgeschäft unvermindert lebhaft. Der Verba' 
hat den Durchschnitt der Vormonate gut gehaltft! 
— Feinblechmarkt stetig. Die Bestelltätigkeit ist ķ 
rege. Nur bei Dynamoblechen ist ein geringes 3» 
rückbleiben zu verzeichnen. — Die Ablieferung, 
sind ungefähr gleich geblieben mit einer klein:, 
Neigung nach oben. Im März war der Versand » 
Hanöelsfeinblechen ziemlich zurückgeblieben/ dv>. 
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