verschiedene Gericht nach ihm. Bei seinen Be
trügereien ging M. in der Weise vor, daß er
zunächst vornehmlich älteren, gebrechlichen
Leuten eine Essenz aus chinesischem Tee, die
gegen Kopfschmerzen usw. helfen sollte, ver
kaufte und bald darauf als der angeblich in
irgendeiner geschäftlichen Verlegenheit befind
liche Mann wieder erschien, um die Betreffen
den um einen Geldbetrag zu prellen. Im Juli
1930 war es in Rendsburg der inzwischen
verstorbene Kirchendiener P., der von M. um
25 NM. geschädigt wurde. M. hatte sich unter
Vorspiegelung falscher Tatsachen anheischig
gemacht, dem Sohne des P. zu einer Stellung
zu verhelfen. In Neumünster hat er ein
Zigarrengeschäft um 15 RM. hineingelegt
(von 25 geliehenen Mark zahlte er auf heftiges
Mahnen nach und nach 10 Mark ab). In ;
Itzehoe hat M. einer alten Witwe von der
Essenz verkauft, kam abends wieder und bat
leihweise um 15 Mark, weil er ein Instru
ment, das er erworben habe, wegen Geldver
legenheit nicht einlösen könne. Gemäß der Ge
wohnheit gewisser Darlehnskavaliere hatte cs
M. mit der Rückzahlung geliehenen Geldes
furchtbar eilig. Doch nur mit Worten. Die
ärmliche Frau ging hin und lieh sich ihrerseits
noch 7 Mark bei einer Nachbarin. Bei einem
Jtzehoer Zigarrenhündler, dessen Frau er die z
Essenz verkauft, hatte M>, der es auf zwei
Kistchen Brasil abgesehen, kein Glück mit ei- !
nem betrügerischen Pumpversuch. In Plön
hat er zwei Witwen um je 5 Mark geschädigt.
Das Vertrauen der einen erschlich er sich mit
einer Tafel Schokolade,- für die Zuweisung
der zweiten Kundin wollte er sich „erkenntlich"
zeigen. Nächsten Tags schon sollten die 6 Mark
mit 3 Mark Vergütung zurückgegeben werden.
Der „Gönner" ließ bis heute auf sich warten.
In Oldesloe war es ein Rentner, der mit
10 Mark das Nachsehen hatte. M. hat dem
Oldesloer etwas von einem Gelegenheits-
geschäft in Grammophonplatten weisgemacht.
Er gab alles zu. Der Amtsanwalt beantragte
gegen M. 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, außer
dem 100 RM. Geldstrafe, evtl, einen weiteren
Monat Zuchthaus. Er sah in Anbetracht der
einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten die
strafverschürfende Bestimmung des § 263 des
StGB, für gegeben an und verneinte Amne
stiemöglichkeit. M. bat um mildernde Umstünde
und darum, möglichst von Zuchthaus noch ein
mal abzusehen. Wegen Entziehung habe er
ohne Gewerbeschein handeln müssen. Der Be
trug tue ihm sehr leid, doch habe er in Not
gefehlt. So das kurze Schlußwort des Ange
klagten. Der Richter sah von Zuchthaus ab.
Das Urteil lautete auf 1 Jahr 6 Monate
Gefängnis. M. hat Geld geliehen, obschon er
zahlungsunfähig und kreditunwürdig war.
Eine erhebliche Strafe war erforderlich wegen
des Rückfalls in Betrug. Mildernde Umstände
wurden M. noch einmal lediglich deshalb zu
teil, weil die Straftaten vor Errichtung des
Dritten Reiches begangen sind. Er mag sich in
gewisser Notlage befunden haben. Das berech
tigt ihn nicht, Betrügereien zu begehen,- im
merhin wurde die Zubilligung mildernder Um
stünde dadurch mitbewirkt. Für jeden Betrug
wurden 5 Monate Gefängnis festgesetzt, für
den versuchten Betrug 3 Monate, nach § 74
die Strafen zusammengezogen in VA Jahr.
Das Schändliche der Beschwindelung alter und
selbst in dürftigen Verhältnissen lebender
Leute wurde M. gebührend vorgehalten, Am
nestiemöglichkeit verneint.
Der Verurteilte nahm die Strafe an.
Felix aus Klein-Grauschen.
Aus Bunzlau in Niederschlesien kommen
die bunten Töpfe, die auf den Jahrmärkten
ausgebreitet sind. Und aus Klein-Grauschen
in diesem Kreise stammt Felix. Erst 48 Jahre
zählt er, scheint aber, wie er klein und gebückt
aus der Haft in die Anklagebank tritt, steinalt.
Ein Adonis ist er nicht. Ist auch nicht so wich
tig, wenn er nur irgendwie ein ganz winziges
Zipfelchen seines lateinischen Vornamens, der
auf deutsch „Der Glückliche" bedeutet, zu fas
sen hat. Kann doch ein bettelarmer Kerl von
Herzen her glücklicher sein als ein mit Besitz
Gespickter.
Beinahe sieht's so aus, als ob Felix eine
glückliche philosophische Veranlagung Hütte.
Er ist ein Häuflein Bescheidenheit und kann
versonnen mitlachen, wenil der Richter milden
Humors Seltsamkeiten aus Felix' Leben er
wähnt.
Felix war im Kriege in einer Feldbäckerei.
Am Ende waren das seine schönsten Jahre.
Denn später geriet er aus dem Geleise. Bon
einer Anzahl deutscher Gerichte in Süd und
Nord ist er wegen Bettelns bestraft, im gan
zen 8mal. Weil eine Arbeit bei Pinneberg
und Rickling sich nicht recht gelohnt haben soll,
begab sich Felix auf Wanderschaft,- er wollte
wieder, wie er sagte, in die Landwirtschaft. In
Rendsburg wurde er als Fechtbruder aufge
griffen. Was den Arbeitswillen angeht, so
berief sich Felix auf seine Papiere. Die werden
denn auch aus seiner Zelle im Amtsgerichts
gefängnis geholt. Tatsächlich wird das Vor
handensein einer Reihe Arbeitsbescheinigun
gen ermittelt.
Entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts
wurde Felix wegen Bettelei zu 3 Wochen Haft
verurteilt. Landstreichen war ihm nicht genü
gend nachzuweisen,) er hat in letzter Zeit Ar
beit gehabt und sich auf dem Arbeitsamt um
Arbeit bemüht. Mit der Strafe war er voll
einverstanden, und er lachte, als der Richter
bemerkte, daß es das nächste Mal Glückstadt
gebe (dort ist ein Arbeitshaus). Es war ein
kindhaftes Lachen. 4k
* * *
Förderung der Schulgarienarbeit.
Wegen der hohen unterrichtlichen und er
ziehlichen Bedeutung des Schulgartens für
eine bodenverwurzelte Schularbeit ersucht der
Minister für Wissenschaft, Erziehung und
Volksbildung, die Ausbildung der Lehrer für
den Gartenbau durch Einrichtung entsprechen
der Lehrgänge weiter tatkräftig zu fördern.
Er empfiehlt, sich dabei der Hilfe der Landes
bauernschaft und ihrer Ansbildungsstätten zu
bedienen, gegebenenfalls die Kreisfachberater
für den Gartenbau, die Kreisgärtner und die
Beauftragten der Heimstättenümter der Kreise
heranzuziehen. Um eine Uebersicht über die
Zahl der in den einzelnen Regierungsbezirken
vorhandenen Schulgärten zu gewinnen, soll
bis zum 15. März 1937 berichtet werden, wie
viele Schulen des Bezirks keinen eigenen
Schulgarten haben und wie viele im Besitz
eines eigenen Schulgartens sind. Die Berichte
sind dem Regierungspräsidenten in Schleswig
bis zum 1. März 1937 einzureichen.
*Die Liste der säumigen Steuerzahler liegt,
wie eine Bekanntmachung des Landesfinanz
amts in Kiel besagt, vom 20. Juni bis 20.
Juli bei den Finanzämtern zur Einsicht aus.
* Ihren 88. Geburtstag begeht am Sonn
abend, dem 20. Juni, die ans Büdelsdorf ge
bürtige Witwe Katharina Brammer, wohnhaft
im Hospital zum Heiligen Geist, dessen älteste
Insassin sie ist. Sie blickt ans ein arbeitsreiches
Leben zurück. 28 Jahre hat sie früher im Ar
senal in Rendsburg Patronen und Geschosse
geladen und büßte bei dieser Beschäftigung ein
Äuge ein. Nach 25jühriger Tätigkeit erhielt
Frau Brammer das Verdienstkreuz. Trotz
ihres hohen Alters erfreut sie sich geistiger und
körperlicher Frische. Der sorgenfreie Lebens
abend im Stift ist ihr nach aller Mühe und
Arbeit zu gönnen. Ihr größter Wunsch ist es,
noch einmal den Führer zu sehen.
* Fahrraddiebstahl. In der Nacht zum Don
nerstag wurde vom Hof eines Grundstücks
der Sophienstraße ein angeschlossenes, gut er
haltenes Herren-Tourenfahrrad, Marke „Wan
derer", gestohlen. Unter dem Sattel befindet
sich an der rechten Seite die Nr. 252 666.
* 100 000= und 50 000-Mark-Gemintt. In der
Donnerstag-Nachmittagsziehung der Preu
ßisch-Süddeutschen Klassenlotterie fiel ein Ge
winn von 100 000 RM. auf die Nummer
258 809 und ein Gewinn von 50 000 NM. auf
die Nummer 301383. Das erstere Los wird in
Achteln in Berlin und im Rheinland gespielt,
das andere in Achteln in Berlin.
* Schiffsbewegungen der Reederei Zerssèn
u. Co., Rendsburg-Kiel. D. „Glückauf" am
18. Juni in Papenburg angekommen.
ScMeœwify-UolsUU*
Einstellung von länger
dienenden Freiwilligen
beim Arbeitsgau VII Schleswig-Holstein,
Hamburg, Lübeck zum 1. Oktober 1936.
Der Arbeitsgau VII stellt zum 1. Oktober
1936 noch länger dienende Freiwillige in den
Reichsarbeitsdienst ein.
Anfragen nach den Einstellungsbedingungen
sind an die Führer der nachstehend ausgeführ
ten Arbeitsdienstgruppen des Arbeitsgaues VII
zu richten:
RAD.-Gruppe 70, Bad Oldesloe, Am Weg
zum Bürgerpark 4,
RAD.-Gruppe 71 Hamburg 37, Frauental 2,
RAD.-Gruppe 73, Neumünster, Karlstr. 67,
RAD.-Gruppe 74, Rendsburg, Kaiser-
straße 3,
RAD.-Gruppe 75, Flensburg, Recpschläger-
bahn 26,
RAD.-Gruppe 76, Husum, Osterhusnmerstr. 53.
Von diesen Stellen wird das Merkblatt
für die Einstellung von länger dienenden
Freiwilligen abgegeben, aus dem Näheres
zu ersehen ist.
* H *
Justizpersonalicn.
Ernannt: Justizbüroassistent Hopp zum Ju
stizsekretär bei dem Amtsgericht in Altona,
Justizbüroassistent Kracht zum Justizsckretür
bei dem Amtsgericht in Eddclak, Justizdiätar
Kolbeck zum Justizbüroassistenten bei dem
Amtsgericht in Garding, Justizwachtmeister a.
Pr. Jeckstadt zum Justizwachtmeister bei dem
Ämtsgcricht in Nortorf.
Versetzt: Amtsgerichtsrat Struck vom Amts
gericht in Barth (Pommern) an das Amtsge
richt in Neustadt i. H., Justizsekretär Lahann
vom Amtsgericht in Reinbek an das Amtsge
richt in Wandsbek, Justizsekretär Cwik vom
Amtsgericht Eckernförde an das Amtsgericht in
Kiel.
Auf seinen Antrag in den Ruhestand ver
setzt: Landgerichtsdirektor Stolze beim Land
gericht in Altona.
Eisenbahnpcrfonalnachrichten.
In den dauernden Ruhestand versetzt: Tech
nischer Reichsbahnoberinspektor Hermann in
Altona; die Werkführer Helbig In Neumünster
und Kohlhauer in Altona, sowie Lokomotiv
führer Johannes Rieper in Rendsburg.
Ernannt und befördert: Zum technischen
Reichsbahninspektor: außerplanmäßiger tech
nischer Reichsbahninspektor Duncker in Glück
stadt; zum Werkmeister: Werkführer Meyer in
Altona; zum Werkführer: Hilfswerkführer
Schilling in Altona; zum Lokomotivführer:
Reserve-Lokomotivführer Kolster in Neumün
ster.
Angestellt: als Reichsbahnbetriebsassistent
die Hilfsbetriebsassistenten Gustav Reimers
in Wilster und Leopold Krüger in Altona.
Heels Itendsèucfy
r. Nortorf, 17. Juni. Reichsplanung im Kirch
spiel Nortorf. Auf Veranlassung der Akade
mie für Reichsplanung in Berlin werden in
den verschiedensten Gegenden unserer Heimat
umfangreiche Forschungen angestellt, mit deren
Durchführung der NS. Deutsche Studenten
bund in Kiel betraut wurde. Im Kirchspiel
Nortorf sind in den Gemeinden Gr.-Vo li
st edt und Krogaspe zwei Gruppen von je
20 bis 30 Studenten tätig, um in mühsamer
Kleinarbeit Erhebungen anzustellen, ans de
nen die Landflucht in den letzten vier Gene
rationen ersichtlich ist. Zu diesem Zweck wer
den unter Auswertung der kirchlichen Regi
ster, von Familienakten und anderen unge
druckten und etwaigen gedruckten Quellen wie
auch nach mündlichen Mitteilungen vollstän
dige Nachfahrentafeln aller zwischen 1840 bis
1900 in den betreffenden Gemeinden an
sässigen Familien aufgestellt. Seitens der
Dorfbewohner wird den Arbeiten ein großes
Interesse entgegengebracht. Durch diese Zeilen
seien weitere Kreise auf die Reichsplanung
aufmerksam gemacht, die auch aus familien
geschichtlichem Grunde dankbar zu begrüßen ist.
Das diesjährige Kindervogelschietzen in
Schülp b. N. fand bei herrlichstem Wetter statt.
Während sonst alljährlich auf dem Saal von
Karczinskis Gastwirtschaft getanzt wurde, der
in diesem Jahre aber an das Arbeitslager der
Höllenauregulieruug vermietet ist, mutzte man
sich in diesem Jahre mit einem gelegten Saal
auf geschmückter Scheunendiele begnügen, wo
man aber ebenso gut das Tanzbein schwingen
konnte. Am kommenden Sonntag findet in
Schülp das diesjährige Ringreiterfest statt, (r.
lUeis Sddewify
Unaufgeklärter .Kindesleichenfund,
cs. Schleswig, 19. Juni. Am 11. Mai d. I.
wurde beim Reinigen eines nach dem Burg
graben im Stadtteil Lollfuß führenden Baches
eine Kindesleiche gefunden. Die Leiche, die in
einer Schürze eingewickelt war, hatte damals
schon mehrere Tage im Wasser gelegen. Trotz
eifrigster Nachforschungen ist es der Schles-
wiger Polizei bisher nicht gelungen, den grau
sigen Fund aufzuklären. Wahrscheinlich ist die
Kindesleiche in einem Kraftwagen nach
Schleswig gebracht und in den Graben hinein
gelegt worden.
100 Jahre Kropper Schützengilde,
jp. Kropp, 18. Juni. Am letzten Sonntag
und Montag feierte die Kropper Schützengilde
beim Gildebruder Grimm ihr hundertjähriges
Bestehen, woran die Bevölkerung sich zahl
reich beteiligte. Am Sonntagnachmittag fand
das übliche Schießen auf dem Schießstand von
Gildebruder Friedrichs statt. Altem Brauch
gemäß wurde mit der Scheibenbüchse nach der
Fleckscheibe geschossen. Den Königsschuß gab
Bauer Hans Friedrichs mit einem Fleck in
der 11 ab, den 2. Preis erhielt Bauer Jürgen
Reimer, den 3. Preis Bauer Frenz Greve, den
4. Preis Bierverleger Hans Greve, den 5.
Preis Schmiedemeister Carl Hamann, den 6.
Preis Bauer Peter Kruse und den 7. Preis
der Altenteiler Jürgen Mumm. Nachdem das
Schießen beendet war, fand der Einmarsch in
das Gildehaus statt. An festlicher Tafel blieb
man am Sonntagabend noch einige Stunden
gemütlich beisammen. Am Montagnachmittag
ging es im festlichen Zuge nach dem Königs
haus, um den König ins Gildehaus abzu
holen, wo die Kaffeetafel schon festlich gedeckt
war. Nach der Kaffeetafel hielt Gildebruder
Jöns einen Vortrag über die „Geschichte der
Kropper Gilde". Anschließend fand noch eine
Verlosung statt, bei der es manche kleine
Ueberraschung gab. Am Nachmittag stellte stsh
auch ein brauner Glücksmann ein, der i ö
manches Los an den Mann bringen konnte.
Am StapetUotm
Tot im Graben gefunden.
t. Friedrichstadt, 18. Juni. Der Arbeiter E-
von hier wurde gestern morgen bei St. Annen
tot im Graben liegend aufgefunden. Die Poli
zei ist bemüht, über den Tod Klarheit zu schaf
fen.
50 Jahre Ningreiterverein „Concordia".
xn. Süderstapel, 18. Juni. 1886 wurde der
Ringreiterverein „Concordia" gegründet. Von
den 11 jungen Leuten, die ihn vor 60 Jahren
gründeten, sind noch drei im hiesigen Ort, die
anderen sind teils verzogen, teils gestorben.
Es sind dies Bäckermeister Gottfried Thöm,
der Rentner Joh. Hameloth und der Bauer
Hans Peter Holmer, die zum heutigen Ring
reiterfest, das in Claus Jensens Gasthof abge
halten wurde, eingeladen waren. Bei dem Uw-
zug wurden die alten Gründer in einem ge
schmückten Wagen gefahren. Für Holmer war
es eine besondere Feier, da dessen Sohn Heldr
Holmer bei dem Reiten nach hartem Kampf
die Königswürde errang.
T. Friedrichstadt, 19. Juni. Brandverhütung-
Bei einer Anwohnerin in der Holmertorstrasst
entstand dadurch ein kleines Schadenfeuer, daß
ein vergessenes elektrisches Bügeleisen eine
Tischdecke und eine doppelte Tischplatte durch
sengte. Der durch ein Fenster abziehende Rauch
veranlaßte Vorübergehende, in die abgeschlos
sene Wohnung einzudringen. Nur so konnte
ein größeres Schadenfeuer verhütet werden.
Sportunfall. Im benachbarten Drage wurde
die Schülerin Magda Paulsen bei den Uebuw
gen für das Deutsche Jugendfest so unglücklich
mit einer Keule getroffen, daß sie eine klaf
fende Wunde an der Stirn erhielt, die von
einem Arzt genäht werden mußte.
ICcsls Umum
Sonnenwendfeier, Kreistagung, Sängertag
in Schwabstcdt.
Hz. Schwabstedt, 19. Juni. Schwabstedt steht
am Sonntag, dem 21. Juni, im Mittelpunkt
großer Veranstaltungen. So beginnt bereits
morgens die Kreistagung„.im Hotel zur
Treene, an der die Ortsgruppenleiter und
Kreisamtsleiter des Kreises Husum teilneh
men, und die dann nachmittags im Lehmsieker
Gehölz Kaffee trinken. Abends veranstaltet
die Hitler-Jugend ihre Sonnenwendfeier,
nachdem die Kämpfe am Tage stattgefunden
haben. Der Stapelholmer Sängerbund veran
staltet im Hotel zur Treene einen Sängertag
mit Konzert, Chorlieöern und Einzelgesüngen
der Vereine, zu dem eiue ganze Zahl Vereine
der Umgegend nach Schwabstedt kommen wer
den. Unser Treeneort wird aus Anlaß der
Veranstaltungen und der zahlreichen Gäste iM
Schmuck der Flaggen sich zeigen.
Am Sidcvdedt
Heimatkundliche Wanderung um
St. Peter—Süderhöft.
s. St. Peter, 18. Juni. Der Verein „Die
Heimat" und der Heimatbund Eiderstedt ver
anstalten am Sonntag, 5. Juli, eine heimat
kundliche Wanderung um St. Peter—Süder
höft unter sachverständiger Führung. Dozent
Dr. hab. Becksmann-Kiel, Fachreferent für
Geologie in der NS.-Kulturgemeinde, spricht
iiber Entstehung und Gestaltung des Bodeiw
(Zechstein, Alluvium, Dünen), Willi Christi"
ansen-Kiel, Fachreferent für Pflanzenfor
schung in der NS.-Kulturgemeinde, über „Be
deutung der Pflanzen für die Gestaltung der
Erdoberfläche."
Eine 250 Jahre alte historische Gaststätte.
1)0. Tönning, 18. Juni. In diesem Somme*
kann die an der Chaussee Tönning—Garding
belcgene Gastwirtschaft „Hemminghörn" aw
ein 250jähriges Bestehen zurückblicken. Ä>n
Hemminghörn, vom Bolksmund mit dem Na
men „Hamhörn" belegt, haben jahrzehntelang
Fremde und Einheimische Einkehr gehaltet
Es gibt keine zweite Gaststätte in Eiderstedst
die sich mit Hamhörns Blüte und Alter west
Am Ud%cmr&$ledb, Uaft&cau-Hûdema&sdi^*
und UmfySfyend
bjähriger Junge von einem Hund angefallen
und schwer verletzt.
gg. Maisborstel, 18. Juni. Der 6jährige
Christian B. in Maisborstel wurde am Don
nerstag auf einer Hofstelle von dem Hofhund,
der sich von der Kette losgerissen hatte, ange
fallen. Der Hund brachte dem Jungen mehrere
schwere Bißwunden an beiden Beinen bei.
Der schwerverletzte Junge wurde ins städtische
Krankenhaus nach Rendsburg gebracht. DB
mußte er sofort operiert und die Wunden
genäht werden.
ai. Hohenwestedt, 17. Juni. Die Prüfung ,ll c
Meister des Kraftfahrzeughandwerks bestatt
der Autoschlosser Hermann Garbers, z. Zst B
der Autofirma Häufle-Hohenwestedt beschä ‘
vor der Handwerkskammer in Flensburg
„Gut". _
listt