Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

verschiedene Gericht nach ihm. Bei seinen Be 
trügereien ging M. in der Weise vor, daß er 
zunächst vornehmlich älteren, gebrechlichen 
Leuten eine Essenz aus chinesischem Tee, die 
gegen Kopfschmerzen usw. helfen sollte, ver 
kaufte und bald darauf als der angeblich in 
irgendeiner geschäftlichen Verlegenheit befind 
liche Mann wieder erschien, um die Betreffen 
den um einen Geldbetrag zu prellen. Im Juli 
1930 war es in Rendsburg der inzwischen 
verstorbene Kirchendiener P., der von M. um 
25 NM. geschädigt wurde. M. hatte sich unter 
Vorspiegelung falscher Tatsachen anheischig 
gemacht, dem Sohne des P. zu einer Stellung 
zu verhelfen. In Neumünster hat er ein 
Zigarrengeschäft um 15 RM. hineingelegt 
(von 25 geliehenen Mark zahlte er auf heftiges 
Mahnen nach und nach 10 Mark ab). In ; 
Itzehoe hat M. einer alten Witwe von der 
Essenz verkauft, kam abends wieder und bat 
leihweise um 15 Mark, weil er ein Instru 
ment, das er erworben habe, wegen Geldver 
legenheit nicht einlösen könne. Gemäß der Ge 
wohnheit gewisser Darlehnskavaliere hatte cs 
M. mit der Rückzahlung geliehenen Geldes 
furchtbar eilig. Doch nur mit Worten. Die 
ärmliche Frau ging hin und lieh sich ihrerseits 
noch 7 Mark bei einer Nachbarin. Bei einem 
Jtzehoer Zigarrenhündler, dessen Frau er die z 
Essenz verkauft, hatte M>, der es auf zwei 
Kistchen Brasil abgesehen, kein Glück mit ei- ! 
nem betrügerischen Pumpversuch. In Plön 
hat er zwei Witwen um je 5 Mark geschädigt. 
Das Vertrauen der einen erschlich er sich mit 
einer Tafel Schokolade,- für die Zuweisung 
der zweiten Kundin wollte er sich „erkenntlich" 
zeigen. Nächsten Tags schon sollten die 6 Mark 
mit 3 Mark Vergütung zurückgegeben werden. 
Der „Gönner" ließ bis heute auf sich warten. 
In Oldesloe war es ein Rentner, der mit 
10 Mark das Nachsehen hatte. M. hat dem 
Oldesloer etwas von einem Gelegenheits- 
geschäft in Grammophonplatten weisgemacht. 
Er gab alles zu. Der Amtsanwalt beantragte 
gegen M. 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, außer 
dem 100 RM. Geldstrafe, evtl, einen weiteren 
Monat Zuchthaus. Er sah in Anbetracht der 
einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten die 
strafverschürfende Bestimmung des § 263 des 
StGB, für gegeben an und verneinte Amne 
stiemöglichkeit. M. bat um mildernde Umstünde 
und darum, möglichst von Zuchthaus noch ein 
mal abzusehen. Wegen Entziehung habe er 
ohne Gewerbeschein handeln müssen. Der Be 
trug tue ihm sehr leid, doch habe er in Not 
gefehlt. So das kurze Schlußwort des Ange 
klagten. Der Richter sah von Zuchthaus ab. 
Das Urteil lautete auf 1 Jahr 6 Monate 
Gefängnis. M. hat Geld geliehen, obschon er 
zahlungsunfähig und kreditunwürdig war. 
Eine erhebliche Strafe war erforderlich wegen 
des Rückfalls in Betrug. Mildernde Umstände 
wurden M. noch einmal lediglich deshalb zu 
teil, weil die Straftaten vor Errichtung des 
Dritten Reiches begangen sind. Er mag sich in 
gewisser Notlage befunden haben. Das berech 
tigt ihn nicht, Betrügereien zu begehen,- im 
merhin wurde die Zubilligung mildernder Um 
stünde dadurch mitbewirkt. Für jeden Betrug 
wurden 5 Monate Gefängnis festgesetzt, für 
den versuchten Betrug 3 Monate, nach § 74 
die Strafen zusammengezogen in VA Jahr. 
Das Schändliche der Beschwindelung alter und 
selbst in dürftigen Verhältnissen lebender 
Leute wurde M. gebührend vorgehalten, Am 
nestiemöglichkeit verneint. 
Der Verurteilte nahm die Strafe an. 
Felix aus Klein-Grauschen. 
Aus Bunzlau in Niederschlesien kommen 
die bunten Töpfe, die auf den Jahrmärkten 
ausgebreitet sind. Und aus Klein-Grauschen 
in diesem Kreise stammt Felix. Erst 48 Jahre 
zählt er, scheint aber, wie er klein und gebückt 
aus der Haft in die Anklagebank tritt, steinalt. 
Ein Adonis ist er nicht. Ist auch nicht so wich 
tig, wenn er nur irgendwie ein ganz winziges 
Zipfelchen seines lateinischen Vornamens, der 
auf deutsch „Der Glückliche" bedeutet, zu fas 
sen hat. Kann doch ein bettelarmer Kerl von 
Herzen her glücklicher sein als ein mit Besitz 
Gespickter. 
Beinahe sieht's so aus, als ob Felix eine 
glückliche philosophische Veranlagung Hütte. 
Er ist ein Häuflein Bescheidenheit und kann 
versonnen mitlachen, wenil der Richter milden 
Humors Seltsamkeiten aus Felix' Leben er 
wähnt. 
Felix war im Kriege in einer Feldbäckerei. 
Am Ende waren das seine schönsten Jahre. 
Denn später geriet er aus dem Geleise. Bon 
einer Anzahl deutscher Gerichte in Süd und 
Nord ist er wegen Bettelns bestraft, im gan 
zen 8mal. Weil eine Arbeit bei Pinneberg 
und Rickling sich nicht recht gelohnt haben soll, 
begab sich Felix auf Wanderschaft,- er wollte 
wieder, wie er sagte, in die Landwirtschaft. In 
Rendsburg wurde er als Fechtbruder aufge 
griffen. Was den Arbeitswillen angeht, so 
berief sich Felix auf seine Papiere. Die werden 
denn auch aus seiner Zelle im Amtsgerichts 
gefängnis geholt. Tatsächlich wird das Vor 
handensein einer Reihe Arbeitsbescheinigun 
gen ermittelt. 
Entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts 
wurde Felix wegen Bettelei zu 3 Wochen Haft 
verurteilt. Landstreichen war ihm nicht genü 
gend nachzuweisen,) er hat in letzter Zeit Ar 
beit gehabt und sich auf dem Arbeitsamt um 
Arbeit bemüht. Mit der Strafe war er voll 
einverstanden, und er lachte, als der Richter 
bemerkte, daß es das nächste Mal Glückstadt 
gebe (dort ist ein Arbeitshaus). Es war ein 
kindhaftes Lachen. 4k 
* * * 
Förderung der Schulgarienarbeit. 
Wegen der hohen unterrichtlichen und er 
ziehlichen Bedeutung des Schulgartens für 
eine bodenverwurzelte Schularbeit ersucht der 
Minister für Wissenschaft, Erziehung und 
Volksbildung, die Ausbildung der Lehrer für 
den Gartenbau durch Einrichtung entsprechen 
der Lehrgänge weiter tatkräftig zu fördern. 
Er empfiehlt, sich dabei der Hilfe der Landes 
bauernschaft und ihrer Ansbildungsstätten zu 
bedienen, gegebenenfalls die Kreisfachberater 
für den Gartenbau, die Kreisgärtner und die 
Beauftragten der Heimstättenümter der Kreise 
heranzuziehen. Um eine Uebersicht über die 
Zahl der in den einzelnen Regierungsbezirken 
vorhandenen Schulgärten zu gewinnen, soll 
bis zum 15. März 1937 berichtet werden, wie 
viele Schulen des Bezirks keinen eigenen 
Schulgarten haben und wie viele im Besitz 
eines eigenen Schulgartens sind. Die Berichte 
sind dem Regierungspräsidenten in Schleswig 
bis zum 1. März 1937 einzureichen. 
*Die Liste der säumigen Steuerzahler liegt, 
wie eine Bekanntmachung des Landesfinanz 
amts in Kiel besagt, vom 20. Juni bis 20. 
Juli bei den Finanzämtern zur Einsicht aus. 
* Ihren 88. Geburtstag begeht am Sonn 
abend, dem 20. Juni, die ans Büdelsdorf ge 
bürtige Witwe Katharina Brammer, wohnhaft 
im Hospital zum Heiligen Geist, dessen älteste 
Insassin sie ist. Sie blickt ans ein arbeitsreiches 
Leben zurück. 28 Jahre hat sie früher im Ar 
senal in Rendsburg Patronen und Geschosse 
geladen und büßte bei dieser Beschäftigung ein 
Äuge ein. Nach 25jühriger Tätigkeit erhielt 
Frau Brammer das Verdienstkreuz. Trotz 
ihres hohen Alters erfreut sie sich geistiger und 
körperlicher Frische. Der sorgenfreie Lebens 
abend im Stift ist ihr nach aller Mühe und 
Arbeit zu gönnen. Ihr größter Wunsch ist es, 
noch einmal den Führer zu sehen. 
* Fahrraddiebstahl. In der Nacht zum Don 
nerstag wurde vom Hof eines Grundstücks 
der Sophienstraße ein angeschlossenes, gut er 
haltenes Herren-Tourenfahrrad, Marke „Wan 
derer", gestohlen. Unter dem Sattel befindet 
sich an der rechten Seite die Nr. 252 666. 
* 100 000= und 50 000-Mark-Gemintt. In der 
Donnerstag-Nachmittagsziehung der Preu 
ßisch-Süddeutschen Klassenlotterie fiel ein Ge 
winn von 100 000 RM. auf die Nummer 
258 809 und ein Gewinn von 50 000 NM. auf 
die Nummer 301383. Das erstere Los wird in 
Achteln in Berlin und im Rheinland gespielt, 
das andere in Achteln in Berlin. 
* Schiffsbewegungen der Reederei Zerssèn 
u. Co., Rendsburg-Kiel. D. „Glückauf" am 
18. Juni in Papenburg angekommen. 
ScMeœwify-UolsUU* 
Einstellung von länger 
dienenden Freiwilligen 
beim Arbeitsgau VII Schleswig-Holstein, 
Hamburg, Lübeck zum 1. Oktober 1936. 
Der Arbeitsgau VII stellt zum 1. Oktober 
1936 noch länger dienende Freiwillige in den 
Reichsarbeitsdienst ein. 
Anfragen nach den Einstellungsbedingungen 
sind an die Führer der nachstehend ausgeführ 
ten Arbeitsdienstgruppen des Arbeitsgaues VII 
zu richten: 
RAD.-Gruppe 70, Bad Oldesloe, Am Weg 
zum Bürgerpark 4, 
RAD.-Gruppe 71 Hamburg 37, Frauental 2, 
RAD.-Gruppe 73, Neumünster, Karlstr. 67, 
RAD.-Gruppe 74, Rendsburg, Kaiser- 
straße 3, 
RAD.-Gruppe 75, Flensburg, Recpschläger- 
bahn 26, 
RAD.-Gruppe 76, Husum, Osterhusnmerstr. 53. 
Von diesen Stellen wird das Merkblatt 
für die Einstellung von länger dienenden 
Freiwilligen abgegeben, aus dem Näheres 
zu ersehen ist. 
* H * 
Justizpersonalicn. 
Ernannt: Justizbüroassistent Hopp zum Ju 
stizsekretär bei dem Amtsgericht in Altona, 
Justizbüroassistent Kracht zum Justizsckretür 
bei dem Amtsgericht in Eddclak, Justizdiätar 
Kolbeck zum Justizbüroassistenten bei dem 
Amtsgericht in Garding, Justizwachtmeister a. 
Pr. Jeckstadt zum Justizwachtmeister bei dem 
Ämtsgcricht in Nortorf. 
Versetzt: Amtsgerichtsrat Struck vom Amts 
gericht in Barth (Pommern) an das Amtsge 
richt in Neustadt i. H., Justizsekretär Lahann 
vom Amtsgericht in Reinbek an das Amtsge 
richt in Wandsbek, Justizsekretär Cwik vom 
Amtsgericht Eckernförde an das Amtsgericht in 
Kiel. 
Auf seinen Antrag in den Ruhestand ver 
setzt: Landgerichtsdirektor Stolze beim Land 
gericht in Altona. 
Eisenbahnpcrfonalnachrichten. 
In den dauernden Ruhestand versetzt: Tech 
nischer Reichsbahnoberinspektor Hermann in 
Altona; die Werkführer Helbig In Neumünster 
und Kohlhauer in Altona, sowie Lokomotiv 
führer Johannes Rieper in Rendsburg. 
Ernannt und befördert: Zum technischen 
Reichsbahninspektor: außerplanmäßiger tech 
nischer Reichsbahninspektor Duncker in Glück 
stadt; zum Werkmeister: Werkführer Meyer in 
Altona; zum Werkführer: Hilfswerkführer 
Schilling in Altona; zum Lokomotivführer: 
Reserve-Lokomotivführer Kolster in Neumün 
ster. 
Angestellt: als Reichsbahnbetriebsassistent 
die Hilfsbetriebsassistenten Gustav Reimers 
in Wilster und Leopold Krüger in Altona. 
Heels Itendsèucfy 
r. Nortorf, 17. Juni. Reichsplanung im Kirch 
spiel Nortorf. Auf Veranlassung der Akade 
mie für Reichsplanung in Berlin werden in 
den verschiedensten Gegenden unserer Heimat 
umfangreiche Forschungen angestellt, mit deren 
Durchführung der NS. Deutsche Studenten 
bund in Kiel betraut wurde. Im Kirchspiel 
Nortorf sind in den Gemeinden Gr.-Vo li 
st edt und Krogaspe zwei Gruppen von je 
20 bis 30 Studenten tätig, um in mühsamer 
Kleinarbeit Erhebungen anzustellen, ans de 
nen die Landflucht in den letzten vier Gene 
rationen ersichtlich ist. Zu diesem Zweck wer 
den unter Auswertung der kirchlichen Regi 
ster, von Familienakten und anderen unge 
druckten und etwaigen gedruckten Quellen wie 
auch nach mündlichen Mitteilungen vollstän 
dige Nachfahrentafeln aller zwischen 1840 bis 
1900 in den betreffenden Gemeinden an 
sässigen Familien aufgestellt. Seitens der 
Dorfbewohner wird den Arbeiten ein großes 
Interesse entgegengebracht. Durch diese Zeilen 
seien weitere Kreise auf die Reichsplanung 
aufmerksam gemacht, die auch aus familien 
geschichtlichem Grunde dankbar zu begrüßen ist. 
Das diesjährige Kindervogelschietzen in 
Schülp b. N. fand bei herrlichstem Wetter statt. 
Während sonst alljährlich auf dem Saal von 
Karczinskis Gastwirtschaft getanzt wurde, der 
in diesem Jahre aber an das Arbeitslager der 
Höllenauregulieruug vermietet ist, mutzte man 
sich in diesem Jahre mit einem gelegten Saal 
auf geschmückter Scheunendiele begnügen, wo 
man aber ebenso gut das Tanzbein schwingen 
konnte. Am kommenden Sonntag findet in 
Schülp das diesjährige Ringreiterfest statt, (r. 
lUeis Sddewify 
Unaufgeklärter .Kindesleichenfund, 
cs. Schleswig, 19. Juni. Am 11. Mai d. I. 
wurde beim Reinigen eines nach dem Burg 
graben im Stadtteil Lollfuß führenden Baches 
eine Kindesleiche gefunden. Die Leiche, die in 
einer Schürze eingewickelt war, hatte damals 
schon mehrere Tage im Wasser gelegen. Trotz 
eifrigster Nachforschungen ist es der Schles- 
wiger Polizei bisher nicht gelungen, den grau 
sigen Fund aufzuklären. Wahrscheinlich ist die 
Kindesleiche in einem Kraftwagen nach 
Schleswig gebracht und in den Graben hinein 
gelegt worden. 
100 Jahre Kropper Schützengilde, 
jp. Kropp, 18. Juni. Am letzten Sonntag 
und Montag feierte die Kropper Schützengilde 
beim Gildebruder Grimm ihr hundertjähriges 
Bestehen, woran die Bevölkerung sich zahl 
reich beteiligte. Am Sonntagnachmittag fand 
das übliche Schießen auf dem Schießstand von 
Gildebruder Friedrichs statt. Altem Brauch 
gemäß wurde mit der Scheibenbüchse nach der 
Fleckscheibe geschossen. Den Königsschuß gab 
Bauer Hans Friedrichs mit einem Fleck in 
der 11 ab, den 2. Preis erhielt Bauer Jürgen 
Reimer, den 3. Preis Bauer Frenz Greve, den 
4. Preis Bierverleger Hans Greve, den 5. 
Preis Schmiedemeister Carl Hamann, den 6. 
Preis Bauer Peter Kruse und den 7. Preis 
der Altenteiler Jürgen Mumm. Nachdem das 
Schießen beendet war, fand der Einmarsch in 
das Gildehaus statt. An festlicher Tafel blieb 
man am Sonntagabend noch einige Stunden 
gemütlich beisammen. Am Montagnachmittag 
ging es im festlichen Zuge nach dem Königs 
haus, um den König ins Gildehaus abzu 
holen, wo die Kaffeetafel schon festlich gedeckt 
war. Nach der Kaffeetafel hielt Gildebruder 
Jöns einen Vortrag über die „Geschichte der 
Kropper Gilde". Anschließend fand noch eine 
Verlosung statt, bei der es manche kleine 
Ueberraschung gab. Am Nachmittag stellte stsh 
auch ein brauner Glücksmann ein, der i ö 
manches Los an den Mann bringen konnte. 
Am StapetUotm 
Tot im Graben gefunden. 
t. Friedrichstadt, 18. Juni. Der Arbeiter E- 
von hier wurde gestern morgen bei St. Annen 
tot im Graben liegend aufgefunden. Die Poli 
zei ist bemüht, über den Tod Klarheit zu schaf 
fen. 
50 Jahre Ningreiterverein „Concordia". 
xn. Süderstapel, 18. Juni. 1886 wurde der 
Ringreiterverein „Concordia" gegründet. Von 
den 11 jungen Leuten, die ihn vor 60 Jahren 
gründeten, sind noch drei im hiesigen Ort, die 
anderen sind teils verzogen, teils gestorben. 
Es sind dies Bäckermeister Gottfried Thöm, 
der Rentner Joh. Hameloth und der Bauer 
Hans Peter Holmer, die zum heutigen Ring 
reiterfest, das in Claus Jensens Gasthof abge 
halten wurde, eingeladen waren. Bei dem Uw- 
zug wurden die alten Gründer in einem ge 
schmückten Wagen gefahren. Für Holmer war 
es eine besondere Feier, da dessen Sohn Heldr 
Holmer bei dem Reiten nach hartem Kampf 
die Königswürde errang. 
T. Friedrichstadt, 19. Juni. Brandverhütung- 
Bei einer Anwohnerin in der Holmertorstrasst 
entstand dadurch ein kleines Schadenfeuer, daß 
ein vergessenes elektrisches Bügeleisen eine 
Tischdecke und eine doppelte Tischplatte durch 
sengte. Der durch ein Fenster abziehende Rauch 
veranlaßte Vorübergehende, in die abgeschlos 
sene Wohnung einzudringen. Nur so konnte 
ein größeres Schadenfeuer verhütet werden. 
Sportunfall. Im benachbarten Drage wurde 
die Schülerin Magda Paulsen bei den Uebuw 
gen für das Deutsche Jugendfest so unglücklich 
mit einer Keule getroffen, daß sie eine klaf 
fende Wunde an der Stirn erhielt, die von 
einem Arzt genäht werden mußte. 
ICcsls Umum 
Sonnenwendfeier, Kreistagung, Sängertag 
in Schwabstcdt. 
Hz. Schwabstedt, 19. Juni. Schwabstedt steht 
am Sonntag, dem 21. Juni, im Mittelpunkt 
großer Veranstaltungen. So beginnt bereits 
morgens die Kreistagung„.im Hotel zur 
Treene, an der die Ortsgruppenleiter und 
Kreisamtsleiter des Kreises Husum teilneh 
men, und die dann nachmittags im Lehmsieker 
Gehölz Kaffee trinken. Abends veranstaltet 
die Hitler-Jugend ihre Sonnenwendfeier, 
nachdem die Kämpfe am Tage stattgefunden 
haben. Der Stapelholmer Sängerbund veran 
staltet im Hotel zur Treene einen Sängertag 
mit Konzert, Chorlieöern und Einzelgesüngen 
der Vereine, zu dem eiue ganze Zahl Vereine 
der Umgegend nach Schwabstedt kommen wer 
den. Unser Treeneort wird aus Anlaß der 
Veranstaltungen und der zahlreichen Gäste iM 
Schmuck der Flaggen sich zeigen. 
Am Sidcvdedt 
Heimatkundliche Wanderung um 
St. Peter—Süderhöft. 
s. St. Peter, 18. Juni. Der Verein „Die 
Heimat" und der Heimatbund Eiderstedt ver 
anstalten am Sonntag, 5. Juli, eine heimat 
kundliche Wanderung um St. Peter—Süder 
höft unter sachverständiger Führung. Dozent 
Dr. hab. Becksmann-Kiel, Fachreferent für 
Geologie in der NS.-Kulturgemeinde, spricht 
iiber Entstehung und Gestaltung des Bodeiw 
(Zechstein, Alluvium, Dünen), Willi Christi" 
ansen-Kiel, Fachreferent für Pflanzenfor 
schung in der NS.-Kulturgemeinde, über „Be 
deutung der Pflanzen für die Gestaltung der 
Erdoberfläche." 
Eine 250 Jahre alte historische Gaststätte. 
1)0. Tönning, 18. Juni. In diesem Somme* 
kann die an der Chaussee Tönning—Garding 
belcgene Gastwirtschaft „Hemminghörn" aw 
ein 250jähriges Bestehen zurückblicken. Ä>n 
Hemminghörn, vom Bolksmund mit dem Na 
men „Hamhörn" belegt, haben jahrzehntelang 
Fremde und Einheimische Einkehr gehaltet 
Es gibt keine zweite Gaststätte in Eiderstedst 
die sich mit Hamhörns Blüte und Alter west 
Am Ud%cmr&$ledb, Uaft&cau-Hûdema&sdi^* 
und UmfySfyend 
bjähriger Junge von einem Hund angefallen 
und schwer verletzt. 
gg. Maisborstel, 18. Juni. Der 6jährige 
Christian B. in Maisborstel wurde am Don 
nerstag auf einer Hofstelle von dem Hofhund, 
der sich von der Kette losgerissen hatte, ange 
fallen. Der Hund brachte dem Jungen mehrere 
schwere Bißwunden an beiden Beinen bei. 
Der schwerverletzte Junge wurde ins städtische 
Krankenhaus nach Rendsburg gebracht. DB 
mußte er sofort operiert und die Wunden 
genäht werden. 
ai. Hohenwestedt, 17. Juni. Die Prüfung ,ll c 
Meister des Kraftfahrzeughandwerks bestatt 
der Autoschlosser Hermann Garbers, z. Zst B 
der Autofirma Häufle-Hohenwestedt beschä ‘ 
vor der Handwerkskammer in Flensburg 
„Gut". _ 
listt
	        
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