! Ctt kann. Das nach einem Brande errichtete
iohige Gebäude mit der Durchfahrt, umgeben
fetten Marschweiden, bietet allerdings in
E'er heutigen Zeit dem Auge der Benutzer die-
ler Wegestrecke ein Bild ländlicher Stille und
Einsamkeit. In der Heimat- und Landes-
lleschichte wird Hemminghörn schon viel früher
als Thingstätte der Dreilande genannt, an der
nis etwa 1625 der Staller mit den Ratmän-
ņern und den 36 Landcsgcvollmüchtigten „das
Landesthing" hielt. Ein Dokument aus jener
Zeit, das sogenannte Rote Buch, in dem einige
nn 15. und 16. Jahrhundert beschlossene Be
gebungen niedergeschrieben sind, wird noch im
Landschaftlichen Archiv zu Tönning auf
bewahrt. Die Photokopie einer Urkunde aus
bem Jahre 1005, die Aufschluß über eine im
Beisein des Stallers Härmen Hvyer zu Hcm-
mingyörn unter freiem Himmel beschlossenen
Lanöesschatzung gibt, hat einen Ehrenplatz im
Ģastzimmer des alten Kruges erhalten. Ueber
den Ursprung der alten Gaststätte können die
Kirchenbücher und die Schatzregister der Ge
meinde Katharinenheerd Ausschluß geben. Für
die Sippenforschung ist noch besonders erwäh
nenswert, daß die Besitzer von 1686 ab eine
şast lückenlose Familienreihe bilden.
he. Tating, 19. Juni. Preisboßeln für Kna
ben und Männer. Das vom Tatinger Boßel-
nerein etwas verspätet durchgeführte Preis
boßeln für Knaben und Männer fand noch
oine gute Beteiligung und nahm einen gün
stigen Verlauf. Die einzelnen Jahresklasseu
erzielten folgende Ergebnisse: Knaben 9—12
Jahre: 1. Otto Hostrup, 67 Meter,' 12—14 I.:
st W. Theemann, 78,5 Meter,' über 14 I.: 1.
Kurt Schröder, 88 Meter. Männer 16—20 I.:
st Friedrich Reimers, 157 Meter,' 20—30 I.:
st Walter Flor, 216,5 Meter,' 30—40 I.: 1.
Claus Hartwig, 184 Meter,' 40—60 I.: 1. Wilh.
Carstens, 181,6 Meter. In Anschluß an die
Wettkämpfe fand in Abrahams Gasthof die
Siegerverkündung und Preisverteilung durch
den stellvertretenden Vereinsführer Hostrup
statt.
he. Garding, 19. Juni. Sommermarkt in
Garding. Der zweitägige Sommermarkt be
gann heute in Garding. Infolge der günstigen
Witterung war der Besuch aus dem westlichen
Ciderstedt sehr stark. Der Markt war auch
etwas umfangreicher beschickt als in den
letzten Jahren.
Hz. Koldenbüttel, 19. Juni. Die NS.-Frauen
schaft Koldenbüttel machte in zwei großen Au
lobussen eine Fahrt nach der schönen Grenz
stadt Flensburg und nach Glücksburg. Diese
Gemeinschaftsfahrt wurde für alle Teilnehme
rinnen zu einem schönen Erlebnis. In jedem
Jahr macht die NS.-Frauenschaft Koldenbüt-
lel eine Fahrt zum Kennenlernen der schönen
Heimat. Das ganze Jahr hindurch wird dafür
in der Reisekasse gesammelt. 1934 war das
Ziel St. Peter, 1936 die Schleistadt Schleswig.
So vermittelt die NS.-Frauenschaft allen
Mitgliedern, die sonst zum großen Teil wenig
Gelegenheit zum Kennenlernen der Heimat
haben, deren Schönheiten.
Am Ue&sŞdutaHd
Tragödie tu der Tierwelt!
um. Insel Sylt, 18. Juni. Ein allerliebstes
Bild konnte man am frühen Morgen am Süd-
strand vor Westerland beobachten. Ein Berg-
entenpaar, das in den Dünen getreulich fünf
Junge ausgebrütet hatte, führte die kleine
muntere Gesellschaft zum ersten Male ins
große Wasser, in die Nordsee hinein, und die
Jungbrut schien mit Lust und Liebe das neue
Element anzunehmen. Schon aber wurde die
ser erste Ausflug zur Tragödie. Die kleinen
Tierchen konnten mit der Brandung nicht so
recht fertig werden, und im Nu hatten die
herumlungernden Silbermöven diese günstige
Gelegenheit erspäht. Ihr Gekreisch lockte im
mer mehr Räuber heran, die sich nun auf die
kleinen Bergenten stürzten. Alles Bemühen
des Elternpaares war diesen starken und drei
sten Mövcn gegenüber vergebens. Als die
Strandwärter herbeieilten, hatten die Räuber
schon vier kleine Tierchen fortgeschleppt, und
nur das letzte konnte aus ihren Klauen geret
tet werden. Das Elternpaar aber suchte noch
lange an der Stätte der Tragödie nach den
kleinen Jungen.
In reichlich 3 Stunden
von Berlin «ach Westerland.
mo. Westerland, 18. Juni. Ab 20. Juni ist
direkte Flugverbindung zwischen Berlin und
unserm Nordseebad vorgesehen. Die Strecke
Berlin-Kiel erhält nämlich unmittelbaren An
schluß nach Wyk auf Föhr und Westerland.
Mit den Zwischenlandungen dauert die ge
samte Fahrt dann nur 3 Stunden und 25 Min.
I/em fMüeimckm
Heinrich Himmler kommt nach Flensburg.
Flensburg, 18. Juni. Der zum Chef der
deutschen Polizei ernannte Reichsführer SS.
Heinrich Himmler wird am kommenden Sonn
tag in Flensburg weilen, um an der Sonn
wendfeier der hiesigen SS. teilzunehmen. Er
wird selbst die Feuerrede halten.
AU-H&cdöddcäi&ig.
Ungesühntcr Mord.
Hadcrslcbeu, 18. Juni. Im Oktober vorigen
Jahres wurde an dem in Stenderup bei Ha-
dersleben wohnenden Häusler Jonro Peifro
ein Raubmord verübt. Nachdem bereits mehr
als 600 Vernehmungen stattgefunden haben,
hat die Polizei jetzt die Angelegenheit als un
aufgeklärt zurückgestellt.
Am DäUfttcmcken
Tagung
des Mergelverbandes Süderdithmarsche».
Marne, 18. Juni. Der Mergelverband Sü-
derdithmarschen hielt in Marne eine Tagung
ab, die einen guten Besuch aufwies. Der
Verbandsvorsteher gab bekannt, daß dem Mer
gelverband jetzt folgende Gemeinden ange
schlossen sind: Brunsbüttel, Eddelak, St. Mi-
chaelisdonn, Barlt, Süöermeldorf-Marsch,
Nordermeldorf, Süderwöhrden und Hemming-
steüt.
* *
fp. Heide, 19. Juni. Elektrisches Plättcisen
verursacht Zimmerbrand. Welcher Schaden
entstehen kann, wenn ein elektrisches Plätt
eisen die Nacht über nicht ausgeschaltet wird,
beweist ein Vorfall im benachbarten Wester-
dcichstrich. Bei dem Kaufmann Ehlers hatte
das nicht ausgeschaltete Plätteisen nicht nur
die Tischplatte total verbrannt, sondern eben
falls waren ein seidener Lampenschirm und auf
dem Tisch liegende Wäsche völlig verkohlt.
Am Holstein
Ausbildungslehrgang für Jungimker.
Bad Segeberg, 18. Juni. In der Schleswig-
Holsteinischen Jmkerschule wird zur Zeit ein
Ausbildungslehrgang für Jungimker abgehal
ten. Es sind aus dem ganzen Reich Teilnehmer
zu dem Kursus erschienen, sowohl aus Ost
preußen, dem Rheinland, der Pfalz, als auch
aus Nordschleswig. Die Schule unter der Lei
tung Direktors Fr. Th. Otto hat einen so
guten Ruf im Reich, daß die Zahl der Schüler
und Schülerinnen von Jahr zu Jahr größer
wird. Am Sonntag kommt eine Vereiniguirg
der Imker Jütlands aus Kolding nach hier,
um die mustergültigen Anlagen der Schule zu
besichtigen. Später kommt der Jmkerverein
aus Apenrade, um einen Tag im Kreise schles
wig-holsteinischer Imker zu verleben.
Am dem ĢedcUtssaod
Dr. Gleiß-Neumünster freigesprochen.
x. Neumünster, 19. Juni. (Eigener Draht
bericht). In über vierstündiger Verhandlung
beschäftigte sich gestern die Große Kieler
Strafkammer mit der Dr. Gleiß-Neumünster
zur Last gelegten Untreuehanölung. Das Ver
fahren läuft bereits über ein Jahr und wur
de gestern zum fünften Male verhandelt, nach
dem es bereits vor dem Reichsgericht gewesen
war. Bekanntlich hatte Tr. Gleiß von einem
von ihm verwalteten Nachlaßkonto 1000 MJl
entnommen und dieses Geld für eigene Zwecke
verwendet. Dieser Betrag wurde erst nach 14
Tagen wieder einbezahlt. Die Große Straf
kammer kam durch die Beweisaufnahme zu der
Ueberzeugung, daß diese 1000 MJl eine Forde
rung darstellen, die eine andere rechtliche
Grundlage habe als die einer unerlaubten
Handlung. Das Urteil lautete seinerzeit auf
10 Monate Gefängnis, wogegen die Staats
anwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Das
Gericht kam gestern zu der Ueberzeugung, daß
Dr. Gleiß seinerzeit wegen der ihm zur Last
gelegten Anschuldigungen in einer ganz be
sonderen Stimmung gewesen sei und auch für
diesen Betrag jederzeit gut gewesen sei, zumal
er täglich bis 1000 JtJl von anderer Seite er
warten mußte. Aus der Ueberzeugung heraus,
daß dem Angeklagten eine subjektive strafbare
Handlung nicht nachzuweisen sei, kam die
Große Strafkammer zu einem Freispruch, wo
mit der Gleiß-Prozeß seinen endgültigen Ab
schluß gefunden haben dürfte.
MeLfterprüfUNgen
Die Meisterprüfung vor den Meisterprü-
fungskommisstonen der Handwerkskammer zu
Flensburg haben bestanden:
1. die Bäcker: Hans Andersen, Schleswig,
Gottorvstraße,' Theodor Schmidt, Schleswig;
Christian Jensen, Südcrlügum, Carl Ebsen,
Flensburg, Neustadt 60, Hermann Eschen,
Arnis; Friedrich Jensen, Arnis.
2. die Damenschneidcrinncn: Minna Jessen,
Flensburg, Glücksburger Straße 78; Raphaela
Lensch, Flensburg, Ballastbrücke 2; Frieda
Boß, Flensburg, Burgstraße 37; Emma Han
sen, Mehlby (Flensburg-Ld.j; Minna Mahnke,
Schleswig, Lollfuß 20; Klara Brandt, Heide,
Meldorfer Straße 100.
3. die Friseure Karl Köster, Hcnnstedt i. D.,
Karl Adam, Meldorf, und Friseuse Anna
Sommerfeld, Brunsbüttelkoog.
4. die Herrenschneider Broder Christiansen,
Westcr-Schnatcbütt, Jürgen Namanny, Lind
holm.
3. der Klempner Karl Strohmeyer, Flens
burg, Kl. Sophieustr. 3.
6. die Kraftfahrzeugreparateure Hermann
Garbers, Remmels, Krs. Rendsburg, Fritz
Hansen, Westerland a. Sylt, Ernst Thomsen,
Stadum.
7. die Schlachter Max Brix, Schleswig, Sü-
derholmstraße 16, Henning Nickelscn, Husum,
8. die Schlosser Willy Koch, Gettorf, Nanu
Früchtenicht, Wyk a. Föhr, Otto Steffens,
Büsum.
MîêchļeîstuNgen airs beachtlicher Höhe
Zum Wettbewerb in Frankfurt — „Die sieggewohnten Ostsriesen an der Spitze"
Der Milchleistungswettbeiverb auf der Ausstellung
i» Frankfurt, so schreibt Geh. Reg.-Rat Prof. Dr.
Hansen in den Mitteilungen für die Landwirtschaft,
unterschied sich den früheren Jahren gegenüber
dadurch, daß ein Wettbewerb für Tiere aus dem
Deutschen Rinderleistungsbuch nicht ausgeschrieben
war. Es kamen also lediglich Tiere aus Kontroll-
Uereinen in Frage. Im Lause der 18 Jahre, in denen
e 'tt solcher Wettbewerb stattgefunden hat, ist die
Beteiligung an diesem immer größer geworden. In
diesem Jahr waren 66 vH aller im Schauverzeich-
uis aufgeführten Tiere zum Leistungswettbewerb
Angemeldet, während bis dahin im Höchstfälle, und
Kvar in Hamburg 1935, erst 49 vH beteiligt waren.
Ņon den Nieöerungsschlägen traten 57 vH, von den
Höheuschlägen sogar 75 vH aller angemeldeten
'i-iere in den Wettbewerb ein. Aber die Züchter
dieser Schlüge haben sich den Wettbewerb teilweise
^vch leichter vorgestellt, als er tatsächlich ist. Das
Gmmt ganz besonders in den Ahnenleistungen
àm Ausdruck.
Im allgemeinen standen die nachgewiesenen Lei
tungen dnrchans ans beachtlicher Höhe und lagen
t^im Nieöerungsvieh nicht viel tiefer als im Bor-
^uhr. Von 100 Niederungskühen brachte keine we
niger als 140 Kg. Fett. Zwischen 141 und 180 Kg.
O'ett lagen 40 vH und über 225 5kg. 8 vH, während
^Cse Zahlen für Hamburg 1935: 39 bzw. 18 vH
Ausmachten. Die mittleren Erträge haben sich bem
ach auf gleicher Höhe gehalten, während infolge
A'r im allgemeinen ungünstigen Futterverhältnisse
den hohen Erträgen ein Rückgang zu verzeich
nen ist.
Im ganzen haben sich 32 Verbände an dem Wett-
^werb beteiligt. Davon züchten 13 Verbände
«ietzerungs- und 19 Höhenvieh. An Niederungs-
N'eh hatten zehn Verbände nur Schwarzbunte,
^uei Verbände neben Schwarzbunten, welche die
Mehrzahl ausmachten, auch Rotbunte und ein
^rbanü nur Rotbunte angemeldet. Im ganzen
unden 138 Schwarzbunten nur 28 Rotbunte
^genüber.
Die ostpreuhischc Herdbuch - Gesellschaft, Königs-
, eï 8, hatte 24 Tiere zum Wettbewerb gestellt. Auf
^se entfielen im ganzen 14 Preise und zwei.An-
^kennungen; darunter fallen sechs 1. Klassenpreise,
'in Ehrenpreis konnte wie im Vorjahr der Kuh
"Akazie 317 018", Eigentümer Güterdirektion Palm-
?Een, in Gestalt einer von der ostpreußischen Herd-
^Nch-Gesellschaft gestifteten Bowlenkanne verliehen
?Erdcn. Dazu kam noch als Ehren- und 1. Preis
1 Ur eine Züchtcrvereins-Sammlung ein von der
ben Gesellschaft gestifteter Preis, während eine
e 0b Cre Züchtcrvereins-Sammlung einen 2. Preis
^ielt. — Der Rindvieh-Zuchtverband Sachsen-
Anhalt, Halle a. S., war mit 9 (10) Tieren vertre
ten. Er konnte im ganzen acht Preise und eine
Anerkennung verbuchen. Drei Tiere errangen je
einen 1. Preis und als Zusatz zwei Ehrenpreise.
Eine Züchtervereins-Sammlung — in Zukunft
ZV-Sammlung genannt — errang noch einen wei
teren 2. Preis. — Der Landesverband Oldenburgi-
scher Rinderzüchter hatte mit 25 Rindern die stärkste
Beschickung aufzuweisen; darunter befanden sich
neun rotbunte Tiere. Der Verband errang im
ganzen neben fünf Anerkennungen 13 Preise und
unter diesen vier 1. Preise. Bemerkenswerterweise
kommen zu den letzteren noch drei Ehrenpreise.
Der Verband hatte außerdem noch zwei Sammlun
gen angemeldet, von denen aber nur eine zur Stelle
war. An diese wurde neben einem 1. Preis ein
Ehrenpreis vergeben. Dieser Verband kann also
mit seinen Erfolgen zufrieden sein. In einem noch
höheren Grade trifft das zu für den Verein Ost-
sriesischer Stammviehzüchter, Norden, der auf seine
23 Tiere nicht weniger als neun 1. Preise, davon
vier mit zusätzlichen Ehrenpreisen und außerdem
fünf 2., vier 3., einen 4. Preis, zusammen also
19 Preise und dazu drei Anerkennungen einheim
sen konnte. Zivei weitere 1. Preise entfielen noch
auf eine Einzelzüchter- und auf eine ZV-Samm-
lung. Die beiden Ehrenpreise des Reichslandmirt-
schaftsministeriums von je 300 JUt gingen nach
Ostfriesland. Die sieggewohnten Ostsriesen haben
demnach in Frankfurt außerordentlich große Er
folge errungen.
Gegenüber diesen beiden Verbänden hatten die
übrigen Aussteller einen schweren Stand. Der
Rheinische Verband für Tieflandrinderzucht, Köln,
konnte unter seinen 18 Tieren auf eine Kuh einen
1. und Ehrenpreis verbuchen. Außerdem entfielen
auf diesen Verband noch ein weiterer 1., je zwei 3.
und 4. Preise sowie zwei Anerkennungen. Auch
eine schwarzbunte Sammlung wurde mit einem
2. und eine rotbunte mit einer Anerkennung aus
gezeichnet.
Die zehn Tiere des Lüneburger Herdbuchs erziel
ten je einen 1., 2., 3. und 4. Preis sowie zwei An
erkennungen. Ein weiterer 3. Preis entfiel auf
eine Sammlung. Das Westsälische Herdbuch für
die Zucht des schwarzw. Tieflandrindes, Herford,
brachte es nur aus zwei 4. Preise und zwei Aner
kennungen. Auf die zwei Tiere der Herdbuch-Ge
sellschaft Südhannovcr, Northeim, entfiel je ein
1. und 4. Preis. Die Osnabrücker Herdbuch-Gesell-
Dre neuen gleitenden StiÄftoffpreise
Düngemittel Juli Aug. LkpiMkt. fbo. yei. Jo«. ftlrr./Jnni
Schwefelsaur. Ammoniak ........... 0,586 0,605 0,625 0,635 0,645 0,665 0,685
Kalkammoniak (gekörnt) 0,585 0,605 0,625 0,635 0,645 0,665 0,685
Ammonsulfatsalpeter (Leuna-Montani...... 0,63 0,65 0,67 0,68 0,69 0,71 0,73
Kalkammonsalpeter 0,67 0,69 0,71 0,72 0,73 0,75 0,77
Kalkammonsalpeter* (mit etwa 30 vH Kali) . . . 0,67 0,69 0,71 0,72 0,73 0,75 0,77
Kalksalpeter IG. (einschl. 75-Kg.-Spezialpapiersack) . 0,86 0,87 0,89 0,90 0,91 0,93 0,95
Natronsalpeter 0,90 0,92 0,94 0,95 0,96 0,98 1,00
Kalkstickstoff (gemahlen), geölt u. ungeölt) em,chl. 0,62 0,64 0,66 0,67 0,68 0,70 0,72
Perlkalkstickstoff 7fl™-7Skg, 0,67 0,69 0,71 0,72 0,73 0,75 0,77
Kalkstickstoff (gekörnt) J P°şi-Ģck g,64 0,66 0,68 0,69 0,70 0,72 0,74
Nitrophoska IG. A (kalkhaltig), Preis für 100 Kilo 17,48 17,70 17,92 18,14 18,36 18,60 18.84
Stickstoffkalkphosphat IG., Preis für 100 Kilo. . . 15,68 15,93 16,18 16,43 16,68 16,93 17.20
* Der Kaligehalt im Kaliammonsalpeter wird mit dem jeweils vom Stickstoff-Syndikat GmbH, fest
gesetzten Preis berechnet.
In Verfolg des zwischen dem Reichsnährstand maß der Senkung ist bei den einzelnen Dünge
mitteln nicht das gleiche. Es ist am größten bet den
Salpeter- und Ammoniaksalpetersorten; bei diesen
Erzeugnissen werden zwischen den Anfangs- und
Endpreisen (Juli bzw. Februar) außerdem die
bisher verhältnismäßig engen Spannen an die
Preisspannen bei anderen Düngemitteln angegli
chen werden. Hierdurch soll die im Rahmen der
Erzeugungsschlacht besonders wichtige Düngung
des Grünlandes und der Zwischenfrüchte, für welche
die salpeterhaltigen Düngemittel in erster Linie in
Frage kommen, erleichtert werden.
Im Preise der Kalkstickstoffsorten ist in Zukunft
der Preis für den gewöhnlichen 75-Kg.-Papiersack
enthalten.
des zwischen dem Reichsnährstand
und dem Stickstoff-Syndikat im Februar 1935 ab
geschlossenen Vertrages haben jüngst Verhandlun
gen über die Stickstoffpreise stattgefunden; sie haben
zu einem neuen Abkommen zwischen Reichsnähr
stand und Stickstoff-Syndikat mit Gültigkeit bis zum
M. Juni 1940 geführt, das die Reichsregierung ge
billigt hat. Die Stickstoffpreise werden sich in Zu
kunft nach der jeweiligen Höhe des Jnlandabsatzes
des Stickstoff-Syndikats im vorhergegangenen
Düngejahr richten.
Entsprechend der im Dttngejahr 1935-36 erzielten
Absatzsteigerung werden im kommenden Dünge
jahr «1. Juli 1936 bis 80. Juni 1937) die Preise
für Stiststoffdüngemittel gesenkt werden. Das Ans
schaft konnte auf fünf Tiere genau die gleichen
Auszeichnungen verbuchen. Dagegen konnten den
neun Tieren des Westfälischen Stammbuchs der
Rotbuntzüchter, Münster, neben drei Anerkennun
gen nur zwei 3. und ein, 4. Preis zugesprochen
werden.
Wenn man nun zum Schluß auf die inzwischen
veranstalteten 13 Leistungswcttbcwcrve Rückschau
hält, so läßt sich erfreulicherweise ein sehr grober
Fortschritt sestellen. Am ersten Lcistungswettbewerb
in Hamburg 1924 nahmen von 503 ausgestellten
Rindern nur 75 Tiere <15 vH) teil, während in
Frankfurt 1936 von 558 Rindern 369 (66 vH) be
teiligt waren. Aber auch die Leistungen weisen
einen großen Fortschritt auf. In Hamburg blieben
noch 34 vH aller im Wettbewerb stehenden Niede
rungsrinder unter 140 Kg., während in Frankfurt
solche Tiere überhaupt nicht vertreten waren. Um
gekehrt brachten in Hamburg nur 8 vH der Kühe
über 200 Kg. Fett, in Frankfurt dagegen 19 vH.
Noch größer ist der Fortschritt beim Höhenvieh. In
Stuttgart 1925 kamen 78 vH der im Wettbewerb
stehenden Kühe nicht über 120 Kg. Fett, in Erfurt
1933 betrug dieser Anteil nur 7 und in Frankfurt
1936 9 vH. Andererseits kam in Stuttgart keine
Höhekuh über 160 Kg. Fett hinaus, während in
Frankfurt 1936 32 vH der Kühe diese Grenze über
schritten hatten. Wenn nun in den nächsten Jahren
die Pflichtkontrolle allgemein durchgeführt sein
wird, so daß anstatt eines Achtels die Hälfte oder
gar drei Viertel aller Kühe unter Kontrolle stehen,
so dürfte der Zeitpunkt nicht fern sein, an dem der
Bedarf unseres Volkes an Milch und Molkerei
erzeugnissen im eigenen Lande gedeckt werden kann.
Für die Kapitalhcrabsetzung
in erleichterter Form
werden die Fristen, bis zu deren Ablauf die Kapi
talhcrabsetzung beschlossen werden kann, bis zum
30. 6. 1937 verlängert.
Eine Anordnung des Reichswirtschaftsministers
vom 2. Juni 1936 schließt folgende Textilwaren vom
Sommerschlußverkauf 1938 aus: glatte (ungemu
sterte) weiße Wäschestoffe jeder Art einschließlich
Rohnessel, Inletts, Handtücher einschließlich Kü
chenhandtücher (zugelassen sind aber Frottiertücher),
Küchengeschirrtücher, Erstlingswäsche, glatte (unge
musterte) ungarnierte Bettiväsche (auch wenn mit
garnierter zu einer Garnitur zusammengestellt),
Bettfedern, Kapok und sonstiges Bettenfüllmaterial,
Matratzen, Matratzenschoner, Reformbetten, Bett
stellen, blaue Mützen, schwarze steife und weiche
Herrenhüte, Berufskleidung (ausgenommen Li
vreen und Chauffeuranzüge), Pelze und pelzge
fütterte Mäntel, Teppiche, Brücken mit Verbin
dungsstücken jeder Art (zugelassen aber Läufer und
Vorlagen), Fahnen und Fahnenstoffe, Herrenschirme
und -stocke, glatte schwarze Damenschirme. Kiuder-
schirme, Gartenschirme.