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ficmfisinbuhc/ Spiegel anD Nioeo
Eine seltsame Ausrüstung, die Lottchen
da ins Strandbad mitnimmt! Aber
sie hat sich vorgenommen,
sehr schnell braun zu werden, à -şşşŞ-
Uhr und Spiegel sollen bestä-
tigen, was Sonne und Nivea
in kurzer Zeit schaffen können! c
nvch will sie den Toni aufsuchen. Vielleicht, daß
der doch eine Hilfe weiß in letzter Stunde. Und
sei es auch nur, daß er beim Grafen Brngg-
stein ein gutes Wort für ihre Eltern einlegt!
Dem begüterten Jagdherrn müßte es ein
leichtes sein, die Versteigerung hintanzuhal
ten.
Freilich, Graf Bruggstein wird es noch nicht
vergessen haben, wie ihn ihr Vater mit Schmä
hungen überhäuft hat. Liber Moni will sich
ihm, wenn sich nur Gelegenheit dazu bietet,
vor die Füße werfen und ihn anflehen: Um
meiner Liebe zu Toni willen, vergessen Sie,
was war und helfen Sie meinen Eltern! So
will die Toni sagen und wenn der Graf keinen
Stein in der Brust hat, wird er ihr helfen.
Mit solchen Ueberlegungen tritt Moni ihren
abendlichen Gang an hinauf zur Jagdhütte
des Toni. Es ist der gleiche Abend, an dem
Juta zum ersten Male mit dem Toni auf der
Kuppe am Waldrand zusammentraf. Und weil
jetzt Moni den gleichen Weg bergwärts ging,
den Toni vorher herunterkam, so geschah es,
daß fie zum unfreiwilligen Augenzeugen des
ersten Beisammenseins der Jugendgespielen
wurde.
Gerade als Moni um den Waldrand biegen
will, sieht sie die beiden auf der Kuppe sitzen
und bleibt betroffen stehen. Ganz nahe ist sie
den beiden und wird von ihnen doch nicht ge
sehen. Juta fährt dem Jäger soeben zärtlich
mit der Hand über das Haar und läßt sie dann
vertraulich auf seiner Schulter liegen. Die
Abendluft trügt ihre Worte herüber: „Bist mir
immer ein lieber Bub gewesen, dem von Ju
gend auf mein Herz gehörte . . ."
Der Monika ist es, als wenn der Boden un
ter ihren Füßen schwände. Vor wenigen Ta
gen noch hatte ihr der Toni versichert, daß
nichts zwischen ihm und der Juta sei, und jetzt
sitzt er ganz frenndschaflich an ihrer Seite und
duldet ihre Liebkosungen.
Moni glaubt, sie müsse laut hinausschreien
vor Schmerz und Qual. Nun ist alles zu En
de! Mit einer stummen Gebäude wendet sie
sich ab und nimmt den Weg zurück ins Dorf.
An der Kirchhofmauer bricht sie hilflos zu
sammen. So grausam ist noch nie ein treulie-
Hochlarrdsroman von Hans Ernst
Das Opfer der Tochter.
Der Zahlungstermin für den Brandl rückt
näher, zum Verzweifeln näher.
Es treibt den Bauern von Hof zu Hof, zu
Verwandten und Bekannten. Keiner will hel
fen, niemand steht für ihn gut. Man hat nur
ein Achselzucken für ihn und manmal auch
spöttische Bemerkungen, die auf seine Frau
gezielt sind, deren verschwenderischer Lebens
wandel in der ganzen Umgebung bekannt ist.
Schwer trägt der Brandl unter dieser Last.
Je näher der Tag herankommt, desto schweig
samer wird er. Bisher hat er wenigstens mit
Monika sich noch besprechen können. Jetzt geht
er auch an ihr vorbei, als sehe er sie nicht. Nur
manchmal betrachtet er sie lange und schwei
gend und es ist, als sei es ihm auf die Stirne
geschrieben, was er denkt.
„Du könntest helfen", denkt er wohl. Aber
er spricht es nicht aus, nickt nur immer vor
sich hin, verläßt zu früher Morgenstunde den
Hof und kehrt mit dem Dunkelwerden heim.
Der Brandl hat die Hoffnung längst aufge
geben, daß ihm jemand helfen könnte. Nir
gends spricht er vor. Er geht den Menschen
aus dem Weg und verbringt den Tag irgend
wo im Wald und grübelte über sein Schicksal
nach.
Und so hängt eines Tages in der schwarzen
Gittertasel vor dem Bürgermeisteramt in
Sintsbach eine amtliche Bekanntmachung, wo
nach der Hof des Kaspar Brandl und seiner
Ehefrau Betty, geborene Meier, an den Meist
bietenden versteigert wird. Termin ist der
sechsundzwanzigsten Juni.
Der Brandl lacht grell auf, als ihm Monika
die Botschaft bringt. Die Bäuerin dagegen
überhäuft die Tochter mit einer Flut von
Schimpfworten, weil sie mit ihrer Liebschaft
die Eltern von Haus und Hof gebracht habe.
Ob denn der Toni schon einen Finger gerührt
habe für sie. Oder ob gar der noble Herr Graf
Hilfe wisse . . .
Angesichts solch schwerer Vorwürfe leidet es
Monika nicht mehr länger zu Hause. Heute
Urheberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Manz,
München.
37) Nachdruck verboten.
„Den tät ich nimmer anschau'n", antwortet
Toni und drückt energisch mit dem Daumen
die Glut in seiner Pfeife nieder.
„Doch, ich schau ihn gern an. Und ich bin ihm
so unendlich dankbar, denn er hat mir die
schönsten Stunden meiner Kindheit geschenkt.
Der Jüngling von einst, Toni, bas — bist
du..."
Tonis Gesicht ist wie zu Stein erstarrt. Die
Pfeife in seinen Händen zittert.
„Dös kann doch dein Ernst net sein?"
Ihre Hand fährt ihm übers Haar, bleibt
dann auf seiner Schulter liegen.
„Doch, Toni. Ich lüge nicht. Bist mir im
mer ein lieber Bub gewesen, dem von Ju
gend auf mein Herz gehörte. Ich hatte dich
einmal sehr lieb. Aber vielleicht war es ein
Glück, daß du nicht um diese heimliche Ju
gendliebe wußtest. Sie hätte nur Herzeleid
gebracht für mich und dich. Nun bin ich
darüber hinweg und habe mir mein Leben
selber aufgebaut. Sieh, Toni, wie die Sonne
noch einmal alles Land vergoldet, wie die
Berge flammen. Wie reich sind wir, daß wir
dies alles schauen dürfen. Und wie arm sind
jene, denen kein Blümlein blüht und keine
Sonne leuchtet: die Blinden. Diesen Armen
will ich meine Liebe schenken. Und dir, Toni,
wünsche ich alles Glück auf deinen Weg. Glück
und Segen! Ich will beten für dein Glück.
Und wenn dich irgendwie einmal etwas be
drückt, dann komm zu mir. Bei der Juta wirst
du immer eine offene Hand und ein mit
fühlendes Herz finden."
Juta von Bruggstein hat sich erhoben. Der
Jäger sitzt regungslos, die erkaltete Pfeife
in den verschlungenen Händen. Sie bückt sich
zu ihm nieder, blickt ihm in die Augen und
sagt leise: „Gute Nacht, Toni." Und ehe er sich
recht erhoben hat, hat sie die Wegbiegung schon
seinen Blicken entzogen.
Der Jäger horcht auf die sich entfernenden
Schritte. Er hört sie lange, denn sein Gehör ist
scharf, schärfer als in früheren Tagen, wo er
nichts gehört hat von der Liebe der Juta
von Bruggstein, die nun den Weg zur größe
ren Menschenliebe gefunden hat, wie sie sagte.
„Ich hatte dich einmal sehr lieb."
Wie seltsam ihre Stimme dabei geklungen
hat! Glück hat darin gezittert und — Tränen.
Daß der Jäger nun das weiß, ist nicht gut
für ihn. Wie soll er ihr künftig gegenübcr-
treten? Wenn Juta sich auch den Anschein
gibt, als hätte sie diese Liebe überwunden,
so belügt sie sich entweder selbst damit oder es
ist nicht die richtige Liebe gewesen. Was ihn
anbelangt, so könnte er zum Beispiel Monika
nie vergessen.
Toni erhebt sich. Er kann nicht recht fertig
werden mit Jutas gescheiten Worten. Schwer
fallen die Schatten der Tannen über ihn her.
Die Dämmerung wächst und breitet sich aus.
bendes Herz verraten worden. Im gleichen
Augenblick, wo sie ihre Herzensnot dem Ge
liebten offenbaren wollte, wo sie den ersten
Beweis seiner fürsorglichen Treue erwartet,
tritt dieser ihr Herz mit Füßen und wirft sich
einer anderen in die Arme . . .
Was bleibt ihr jetzt noch zu tun übrig? ķ
rück ins Vaterhaus und sich den Eltern offen
baren, dem verzweifelten Vater, der verständ
nislosen Mutter, die ohnehin nur Hohn und
Spott für ihre Tochter hat? Auch dieser Weg
ist ihr versperrt. Es gibt keine Zuflucht weht
am Elternherzen. Verlorene Heimat!
Ihr gehetzter Blick geht noch einmal zurück
zu den Bergen. Da droben gäbe es vielleicht
noch Ruhe und Vergessen. Man müßte den
Mut aufbringen zur letzten Tat. Man müßte
hinaufsteigen, bis man nimmer kann und
dann müßte man sich loslassen und in die
Tiefe stürzen. Alles wär vorbei . . .
Ihre brennenden Augen hängen an den
Scharten und dunklen Schluchten, als wollte
sie sich den Weg aussuchen, den sie gehen muß«
Unö sie malt sich aus, wie alles sein wird:
Zuerst wird man sie vielleicht Tage oöet
Wochen gar nicht finden, und dann glaubt
schließlich niemand mehr an einen Selbstmord-
Das Grausen, das sie im ersten Augenblick
vor einem solchen Tode empfunden hat, ist
schon im Schwinden. So schlimm kann es i<|
gar nicht sein. Der Gröllstein zum Beispiel
fällt an der Ostseite an die dreihundert Meter
senkrecht ab. Man müßte beim Aufschlagen so
gleich tot sein.
Monika schüttelt sich nun doch ein wenig bei
diesen Gedanken. Doch übermächtig tritt die
Versuchung an sie heran, still aus dieser Welt
zu gehen, die doch kein Erbarmen für sie
kennt. Schon sieht sie sich um, ob niemand sir
bei ihrem Tun belausche. Nein, da ist niemand-
Oder doch?
Monikas Blick fällt auf die Erlösergestalt
am hohen Friedhofskreuz, das aus den Grab
kreuzen zum Himmel ragt. Und es geht ihr iu
den Sinn: Der alles Menschenleid und alle
Menschenschuld mit auf den harten Gang nach
Golgatha nahm, der Heiland weiß auch uvj
ihr schweres Kreuz und bitteres Leid. Und am
einmal ist es, als wenn des Erlösers Blick
segnend und voll Güte auf dem verzagte»
Menschenkind ihm zu Füßen ruhen würde.
Voller Scham und Reue schlägt Monika di»
Hände vors Gesicht, Tränen stürzen ihr aus
den Augen, mit einer zaghaften Gebärde hebt
sie die Arme empor:
„Ich tu es net", stammelt sie leise. „GauZ
g'wiß net, Herr Heiland, ich tu 's net. Abet
helfen mußt mir, gelt?"
Fortsetzung folgt.)
Tie beiden Gegner.
Joe Louis
Max Schmeling
(Selle-Eysler, K.)
geht nunmehr verloren. Der Bauernzug f2—f3 hätte sowohl deB
schwarzen Läufer aus ģi einen Riegel vorgeschoben wie şş
dem eigenen König die Möglichkeit gegeben, hier zu entschlüpft»-
So aber folgt:
11 Sc3-e4!
12. Dd2Xb4? Sd4Xc2 mast.
Weiß ersuchte hierauf seinen Gegner, den Zug zurückstehe
men zu dürfen, aber mit dem gleichen Mißerfolg:
12. d3Xe4? Sd4Xc2 matt!
Mit dem Turmzug Tal—cl wäre das Matt unter Daniel
Verlust noch abzuwenden gewesen.
Stellung nach dem 11. Zuge von Schwarz.
Schwarz.
Durch einen Läuferangriff des Schwarzen aus Sc3 kann der
weiße Läufer von Feld g5 wieder vertrieben werden. Doch merkt
Schwarz bereits an der Spielwcise seines Gegners, daß er
etwas riskieren kann und zieht deshalb frisch vom Leder.
5 d5Xe4
6. Sc3Xe4 Sf6Xe41
7. Lg5Xd8?
Wer schnappt, der hat — denkt Weiß und fühlt sich schon
als Gewinner der Partie. Allein schon jetzt ist der Angriff des
Schwarzen so weit gediehen, daß er die Dame des Gegners
mühelos erobern könnte.
7 Lf8—b4+ '
8. Kel—e2 Se4—c3+
9. Ke2—el Sc6—d4!
Schwarz könnte nunmehr die feindliche Dame einkassieren,
doch er verfolgt höhere Ziele.
10. Ddl—d2 Lc8—g4
11. Ld8—g5
Weiß hat nun zwar seinen Läufer gerettet, aber die Partie
Verschlungene Kreise.
In die um jede Zahl gelegenen fünf Felder trage man Wör
ter von nachstehender Bedeutung ein. Jedes Wort beginnt im
Punktfeld und ist in Uhrzeigerrichtung zu lesen. Nach richtiger
Lösung nennen die zwölf Jnnenfelder — von 1 an, rechts her
um gelesen— einen bekannten U-Boot-Kommandanten des Welt
krieges.
Die Wörter bedeuten: 1. bekannter Nürnberger Bildhauer
(um 1440—1533), 2. Präposition (mit dem Genitiv), 3. moder
ner Tanz, 4. soviel wie „Wellen", 5. rechter Nebenfluß des Bug,
6. Blutgefäße, 7. rechter Mainzusluß, 8. Blödsinniger, 9. Mäd
chenname, 10. ungebrochenes Grasland, 11. Faß, 12. Himmels
körper.
Silbenrätsel: 1. Elefant, 2. Islam, 3. Neapel, 4. Höhensonne,
5. Aschenbecher, 6. Lissabon, 7. Bienenkönigin, 8. Etzel, 9. Sana
torium, 10. Erato, 11. Ingwer, 12. Igel, 13. Sense, 14. Taifun,
15. Brenner, 16. Eisen, 17. Salamander, 18. Spanien, 19. Ebro.
— Ein halbes Ei ist besser als eine ganze Schale.
Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Alpen, 4. Ibsen, 7.
Diana, 8. Genua, 9. See, 11. Feile, 13. Fell, 15. Bart, 17. Eis-
baer, 18. Eton, 20. Nabe, 23. Karte, 26. Aga, 27. Etzel, 28. reich,
29. Nesse, 30. Asche. -Senkrecht:!.. Adolf, 2. Linde, 3. Nase,
4. Igel, 5. Euter, 6. Nacht, 10. E'sberg, 11. flink, 12. Ebene,
14. Leo. 16. Ara. 18. Eisen, 19. Tinte. 21. Blech, 22. Eiche, 24.
Aale. 25. Tara.
Billige Fahrt: Drei Segel — Reisegeld.
Magisches Gitterrätscl: 1. Malaria, 2. Karosse, 3. Kirsche.
Skataufgabe Nr. 10: Im Skat lagen: ^König und <>10.
Der Verlauf des Spieles war folgendere
Vorhand:
1. 0-8,
2. «-7,
3. <?7,
4. ODame,
5. *7,
6. EDame,
7. »8,
Ein Zeichen nur.
Sie folgt, wenn Nerven überspannt
bei dem, der's richt'ge Maß nicht fand.
Setzt man ein „d" noch in das Wort,
dann wimmeln Arbeitsbienen dort,
die prüfen, streichen, stilisieren,
die hono- und auch retournieren.
Geleitet von W. P a m p f e r.
Partie Nr. 60.
Wie Dr. B. Lasker einen Anfänger hineinlegte.
Von dem genialen Kombinationstalent des berühmten
Schachmeisters legt nachstehende Kurzpartie, die 1896 in Berlin
gespielt wurde, ein beredtes Zeugnis ab.
Wiener Eröffnung.
W e i ß : X. B. S ch w a r z: Dr. B. Lasker.
MWW
Silbenrätsel. .
a — ber — de — dent — e — e — fant — fei — sei ^
— go — im — ki — knecht — la — le — le — lös — ly 10
ma — mo — mor — na — ne — no — o — pal — pan —-
— pi — ri — ri — rieh — ro — schiff — stu — sum — sU "
tel — tri — teils — um — we — zer. ģ.
Aus obigen 44 Silben sind 15 Wörter zu bilden, deren ^
fangsbnchstaben, von oben nach unten, und Endbuchstaben,
unten nach oben gelesen, ein Sprichwort ergeben. ļ
1. Spinnentier, 2. Männername, 3. Berg in den Alpe»' g,
Strohblume, 5. asiatisches Reich, 6. Hochschüler, 7. Etzgera > e (,
unterirdischer eßbarer Pilz, 9. Länderwettkampf, 10. Schaşş ^
11. Kriegs-Wasserfahrzeug, 12. Dickhäuter, 13. strenge
11 Augen
14 Augen
15 Augen
2. Sbl—c3 Sb8—c6
3. d2—d3 Sg8—f6
4. b2—b3
Kein empfehlenswerter Zug. Das Feld c3 würde auf jeden
U dem Gegner eine vorzügliche Angriffsmarke bieten.
4 d7—d5
5. Lei—e5.
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