dam nahm geschlossen an der Feier teil, ebenso
die Deutsch-Nordische Burse in Kiel und die
Lagerführerinnen deS weiblichen Landjahres,
Gau Schleswig-Holstein. Ferner bemerkte man
Vertreter der Gesandtschaften und viele her-
vvrragenüe Männer der nordischen Länder,
ebenso die Leiter der Kontore der Nordischen
Gesellschaft ans dem ganzen Reich.
Der Weite Tag der Tagung
Die dritte Reichstagung der Nordischen Ge
sellschaft wurde am Sonnabend im großen
Saal der Lübecker Stadthalle mit weiteren
Vortrügen fortgesetzt.
Der Reichsgeschäftsführer der Nordischen
Gesellschaft, Dr. Timm, sprach über „Deutsch
land und der Norden 1936". Er betonte einlei
tend, daß es nicht Aufgabe der Nordischen Ge
sellschaft sei, auf dem Gebiete der deutsch-nor
dischen Zusammenarbeit diese oder jene kleinen
Teilerfolge zu erzielen, sondern daß die Nor
dische Gesellschaft den Wunsch habe, die Be
ziehungen zwischen Deutschland und dem Nor
den auf der Grundlage gegenseitigen Ver
trauens so zu gestalten, wie Deutschland sich
das Verhältnis der Staaten zueinander in ei
nem neuen Europa denke. Das setze Unabhän
gigkeit und Freiheit jedes einzelnen Landes
voraus und schließe jede Art von Imperialis
mus aus, sei er nun politisch, mirtschastlich
oder kulturell. Infolgedessen lehne die Nor
dische Gesellschaft als rein deutscher Zusam
menschluß jede eigene Tätigkeit in den nor
dischen Ländern ab und beschränke sich darauf,
in Deutschland das Verständnis für die Länder
und Völker des Nordens zu verbreiten. Sie
gehe bei dieser Arbeit von dem nordischen Ge
danken aus, da die rein menschlichen Zusam
menhänge zwischen Deutschland und dem Nor
den angesichts der unterschiedlichen Entwick
lung, die die Länder nördlich und südlich der
Ostsee in den letzten Jahren genommen Hüt
ten, die einzige Möglichkeit wirklichen inneren
Verstehens zwischen den Völkern geben.
Der Nahe Osten
im Blickfeld Europas
(Fortsetzung und Schluß von der ersten Seite.)
daß die innere und äußere Festigung dieser
Länder ohne und meistens gegen die europä
ischen Mächte vorgetrieben wird. Die gegen
seitige Hilfestellung litt lange Zeit unter in
ternen Zwisten. Ihn Saud verjagte, als er sich
in den Besitz des Hedschas und der heiligen
Stadt Mekka setzte, dessen Herrscher Hussein,
der zugleich die Kalifatswürde innehatte. Das
bedeutet zunächst den Bruch Jbn Sauds mit
dem Irak und Transjordanien, deren Herr
scher beide Söhne Husseins waren. Der Wunsch
zur Zusammenarbeit und die realpolitische
Einsicht der Regierenden waren jedoch so stark,
daß heute das Kriegsbeil begraben ist, und
zwischen dem Irak, Transjordanien und Sau-
disch-Arabien Freundschafts- und Bündnis
verträge bestehen.
Diesem südlichen Block, der seine Mission
aus den lodernden Glaubenskräften des Islam
schöpft, steht der modernistische Norden zur
Seite, dessen bekannte Entwicklung nur kurz
gestreift sei. Die Türkei hat in dem gleichen
Maße, wie sie sich wirtschaftlich und kulturell
dem Westen angeglichen hat, sich machtpolitisch
seinem Einfluß entzogen. Im Iran vollzieht
sich unter Riza Schah Palahvi die Einführung
eines modernen Staatsaufbaus mit Nachdruck,
wenn auch in gebotener Rücksicht auf die Rück
ständigkeit des Landes. Das Selbstbewußtsein
Irans, das sich in dem Verbot für englische
Flugzeuge, auf dem Wege nach Indien irani
sches Gebiet zu überfliegen oder in erzwunge
nen Zugeständnissen der Anglo-Jranien Oil
Co. ausdrückt, wäre noch vor wenigen Jahren
unmöglich gewesen. Afghanistan stand von
1893 bis 1919 in einem losen Protektoratsver
hältnis zum britischen Reich. Die Erneue-
rungsbestrebnngen Aman Ullahs führten zwar
zu seinem Sturz, sind damit aber nicht grund
sätzlich aufgegeben worden.
Seine außenpolitische Festlegung hat der
nördliche Block durch den Abschluß des islami
schen Vicrerpaktes zwischen Afghanistan, Iran,
Irak und der Türkei am 2. Dezember 1935
gefunden. Ihre Vollendung wird die islami
sche Staatenfreundschaft erfahren, wenn auch
der Süden einbezogen ist.
Die ersten Schritte sind bereits getan: Sau-
disch-Arabien ist eingeladen, sich an dem Pak
te zu beteiligen,' auch bestehende Gegensätze
Saudisch-Arabiens und der Türkei zu Aegyp-
ten werden auf dem Verhandlungswege be
reinigt. Erinnert man sich in diesem Zusam
menhang noch der Freundschaft zwischen der
Türkei und Griechenland, so drängt sich der
Vergleich mit dem Reiche Alexanders des Gro
ßen auf. An Macht dem seinen noch weit un
terlegen, ist doch die in die Zukunft weisende
Existenzgrundlage dieses Raumwesens fester
gegründet als die des nur auf der Person
eines einzigen Mannes ruhenden Alexander
reiches.
Zum Schluß noch ein Blick auf die Grenzen
der islamischen Bewegung. Sind sie mit dem
gegenwärtigen Staatenbund erreicht? Wäh
rend Arabien, Irak, Transjordanien, Palä
stina und Syrien nur 11K Millionen, Türkei,
Iran und Afghanistan über 28, Aegypten, Eu-
*Hxn*,uïiû Libyen 17 ( der mulayiMe ArHixel 50
Gegen den Bolschewismus
Eine VerstsnMgrmg Mische«
England - Itslîsn - Ss«t?chl«d
BemerkenSWerte AusfKhenngen i« England
Das Blatt in England, hinter welchem die
Kreise stehen, welche den Vorstoß gegen die
Sanktionspolitik gemacht haben, ist die „Daily
Mail". Der Herausgeber ist ein genauer Ken
ner der Verhältnisse im neuen Deutschland
und kämpft mit Energie gegen die fortschrei
tende Bolschewisierung in den sogenannten
demokratischen Staaten Westeuropas. Bei dem
Verhältnis des Blattes zu hervorragenden
und einflußreichen Persönlichkeiten Englands
sind Ausführungen in diesem Blatt, nament
lich nach den gestrigen Ausführungen Edens,
von besonderer Bedeutung für die zukünftige
großpolitische Entwicklung in Europa. Des
halb sind die nachfolgenden Meldungen von
bemerkenswerter politischer Bedeutung.
DNB. London, 20. Juni. (Eig. Funkmeld.)
Unter der Ueberschrift „Eine große Gelegen
heit" fordert „Daily Mail" die Negierung auf,
sich nach Aufhebung der Sühnemaßnahmen
der Wiederherstellung der europäischen Sta
bilität zuzuwenden. Die Regierung dürfe die
Gelegenheit, die sich jetzt biete, nicht verstrei
chen lassen, ohne energische Schritte zu einer
nmsassendcn Verständigung mit Deutschland
und Italien zu tun. Es soll keine Zeit ver
loren gehen, die Verbindung mit Berlin wie
der herzustellen. Baldwin und Eden hätten
in der Unterhausaussprache ihrem Wunsch
nach einer Zusammenarbeit mit Deutschland
für den Frieden Ausdruck gegeben. Deutsch
land und Italien seien die Pfeiler der Ord
nung in Mittel- und Südeuropa. Sie seien
der Aufhetzung der Bolschewisten, die au ande
ren Stellen so großen Schaden angerichtet ha
ben, entgegengetreten und hätten sie völlig be
siegt. Ihr durchschlagender Erfolg bei der
Unterdrückung der Bolschewisierung stehe in
glücklichem Gegensatz zu der Lage in Spanien,
Frankreich, Belgien und einigen anderen
Ländern. Sowohl Deutschland wie Italien
würden mit äußerster Tatkraft und Wirtschaft
lichkeit regiert.
Mehrere führende Morgenblätter heben in
ihren Kommentaren auch die Erklärungen
Edens über die Notwendigkeit der deutschen
Mitarbeit für den Frieden Europas hervor.
„Times" schreiben: Die britische künftige Eu
ropa-Politik wird der entscheidende Faktor
in der Zukunft des Völkerbundes, d. h. in der
Zukunft der wirtschaftlichen und politischen
internationalen Zusammenarbeit sein. Ihr
greifbares Ziel kann nur durch Verhandlun
gen mit Deutschland gesucht und erreicht wer
den. Die Gelegenheit ist jetzt gegeben, sowohl
für England wie für Deutschland. Das Blatt
führt aus, daß „papierne Kreuzverhöre" um
ständlich und unergiebig sind. Man könne auch
von jemanden, mit dem man verhandeln wolle,
nicht verlangen, daß er zunächst vor aller
Oeffentlichkeit Zusicherungen über sein künf
tiges Wohlverhalten gibt. Ein solches Ersuchen
werde den Wunsch nach Beratungen nicht för
dern, und die Versprechungen seien entweder
wertlos oder überflüssig. Besprechungen allein
und nur Besprechungen könnten erweisen, ob
es grundlegende Gegensätze zwischen britischen
und deutschen Zielen gebe. Eine Gruppe in
England glaube, daß es der diplomatischen
Korrespondenz gestattet werden dürfe, die
wirkliche Diplomatie zu lähmen.
Der diplomatische Mitarbeiter der „Mor-
ningpost" meldet, sowohl die französische wie
die Sowjetrcgierung Hütten mitgeteilt, daß sie
mit dem britischen Beschluß übereinstimmten.
Aehnliche Mitteilungen von anderen Regie
rungen würden erwartet. Es sei bekannt, daß
die meisten europäischen Staaten eine Auf
hebung der Sanktionen befürworteten. Auch
von den Staaten der Kleinen Entente werde
kein ernstlicher Widerstand erwartet.
Was die Frage der Völkerbundsreform be
treffe, so habe die englische Regierung bereits
beträchtliche Fortschritte in dieser Beziehung
gemacht. Weitere Besprechungen mit den Do
minien seien jedoch erforderlich, bevor greif
bare Vorschläge ausgearbeitet werden könnten.
ïtjmftdájs AußeMMifler
vMi öle $anftionsftage.
DNB. Paris, 19. Juni. Wie in gut unter
richteten Kreisen verlautet, wird Außenmini
ster Delbos den Standpunkt der französischen
Regierung in der Sanktionsfrage am Diens
tag in der Kammer darlegen. Außenminister
Delbos habe bereits im Ministerrat eine vn)
ins einzelne gehende Darstellung der inter
nationalen Lage gegeben. Die Haltung der
französischen Regierung, so wird betont, f ct
klar. Nach der von der britischen Regierung
getroffenen Entscheidung werde sie sich der
Abschaffung der Strasmatznahmen gegen Ita
lien nicht widersetzen. Diese Entscheidung
könne aber nur beim Völkerbund durch eine
gemeinsarne Entschließung der beteiligte»
Mächte erfolgen.
Die nm schwedische Regierung.
DNB. Stockholrn, 19. Juni.
neue schwe-
Eine folgenschwere Folgerung
Das Militär
Wird im Streik in Belgien diktatorisch eingesetzt
Brüssel, 19. Juni. Am Donnerstagabend ist
in den Hauptstreikgebieten der Bevölkerung
durch Maueranschlag ein gemeinsamer Erlaß
des Ministers der Landesverteidigung und des
Innenministers über das Requisitionsrecht
der Armee bekanntgegeben worden. Durch diese
Verordnung, die Hand in Hand geht mit der
Einsetzung des Militärs in den Streikgebieten,
werden die Militärbehörden ermächtigt, Re
quirierungen in den Gemeinden vorzunehmen.
Auf Grund dieser Verordnung sind die Trup-
penkornmandeure uneingeschränkt ermächtigt,
Fabriken, Geschäfte und öffentliche Betriebe
aller Art zu beschlagnahmen und eventuell
sogar die Wiederaufnahme der Arbeit in
lebenswichtigen Betrieben zu erzivingen. Die
Militärbehörden sind für Entscheidungen die
ser Art niemandem Rechenschaft schuldig.
In der Provinz Brabant iverden seit Don-
nerstag abend die Gas- und Elektrizitäts-
ivcrke von Truppen überwacht.
Aus einein vom Innenminister veröffent
lichten Bericht über die Streiklage geht hervor,
daß nicht nur in Monsvillc, wo es am Don
nerstag zu einer Schießerei kam, sondern auch
in mehreren anderen Orten die Streikenden
dazu übergegangen sind, Straßenbarrikaden zu
errichte»». Die durch Truppenkommandos ver-
Millionen Mohammedaner zählt, weist Bri-
tisch-Jndien die höchste Ziffer von 69 Millio
nen Mohammedanern auf. Diese Zahlen
machen es recht verständlich, daß niemand mehr
sich in London für die versöhnliche Beilegung
der Palästina-Unruhen einsetzt als Lord
Lithli»»gow, der indische Vizekönig. Und auch
in Moskau, dessen Beziehungen zum Nahen
Osten sehr freundschaftlich sind, und Nanking
sollte man sich bewußt sein, daß man in den
beiden Turkestan Gebiete in seinem Staats
verband hat, die sich durch wiedererwachende
rassische und religiöse Kräfte »nit ihren west
lichen Nachbarn verbunden fühlen.
Die Ergebnisse des Friedens von Sevres,
der größte Zuwachs an Land und Menschen,
den England jemals in der Geschichte auf ein
mal geerntet hat, die Verbindung der afrika
nischen und asiatischen Weitreichender Weg zu
Land und zu Luft nach Indien, muß täglich in
diplomatischem und militärischem Kleinkrieg
verteidigt werden, der das beruhigende Gefühl
der Besitzesfreude kaum aufkomnien läßt. Die
völlige Neugestaltung des Nahen Ostens geht
»vciter, mag sie nun auf dein Gedanken eines
panarabischen Staates begründet sein oder an
die nationalen Ideen der Turkvölker anknüp
fen. Sie wird gefördert durch die Gemeinsam-
keit der Abneigungen und Freundschaften und
geheiligt durch das alle umschlingende Band
eines aktivistischen Glaubens.
I. B.
stärkte berittene Gendarmerie scheint bis jetzt
überall die aufkeimenden Revolten erstickt zu
haben.
* H *
Bet MMZ dankt nicht ab.
DNB. London, 20. Juni. (Eig. Funkm.) In
einein Interview mit der Daily Mail hat der
Negus erneut versichert, es könne nicht die
Rede davon sein, daß er jetzt oder in Zukunft
die abessinische Krone aufgebe. Seine Abdan
kung wäre Feigheit gegenüber seinem Vater
land.
dische Regierung ist gebildet und wurde von
König Gustaf bestätigt. Sie ist die erste M-
giernng des Bauernbundes. Von den elf Ka
binettsmitgliedern gehören fünf dem Reichs
tag an. Die übrigen Minister sind Beamten-
u. Fachkreisen entnommen. Ministerpräsident
und Landwirtschaft: Axel Pehrsson Bramstorp,
Vorsitzender des Bauernbundes und Reichs
tagsabgeordneter. Aeußeres: Professor West-
man, Reichstagsabgeordneter, Bauernbund.
Die neue schwedische Regierung hat in ihrer
ersten Sitzung die Regierungserklärung fest
gelegt. Darin heißt es zu Beginn, daß die ge
spannte politische Lage, in der sich die ganze
Welt wie auch Schweden befinde, eine Beun
ruhigung für die Weltwirtschaft darstelle und
das schwedische Volk zwinge, seine Kräste i»
einer Gemeinschaft aller Bürger zusammenzu
fassen, um den Wohlstand des Landes zu er
halten und zu entwickeln und die nationale
Selbständigkeit zu schützen. Jnfolgdessen ser
die Regierung entschlossen, den kürzlich vom
Reichstag angenommenen Beschluß über die
Verstärkung der Landesverteidigung, den die
Regierung als Ausdruck des bestimmten Wil
lens des schwedischen Volkes zur Verteidigung
seiner Unabhängigkeit ansehe, durchzuführen.
Die Erklärung beschäftigt sich dann mit der
politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage
und betont, daß die Regierung eine ihrer
ersten Aufgaben darin sehe, alle Bemühungen
zu fördern, die die nationale Wirtschaft stärken
und entwickeln und den Warenaustausch wst
den anderen Ländern erleichtern könnten. Die
Regierung sehe fernerhin in der Hebung de«
Landwirtschaft den Hauptbestandteil ihrer
wirtschaftlichen und sozialen Politik, und alle
zu diesem Zweck getroffenen Maßnahmen seien
das einzige Mittel, der Entvölkerung des Lan
des Einhalt zu gebieten.
Ein deutsch-französisches Abkomme« unter
zeichnet. Heute wurden im Auswärtigen Arw
von dem französischen Botschafter, Herrn
Francois Poncet, und dem Ministerialrat isN
Reichsfinanzministerium, Herrn Vogels, ein
Abkommen und eine Vereinbarung über dir
Versorgungsbezüge der ehemaligen Beamten
der Regierungskommission des Saargebictc^
mit französischer Staatsangehörigkeit unter
zeichnet.
Derrtsches ZrrgerrÄfeft 1836
D« Tag des Jungvolks eröffnet
Rendsburg, 20. Juni 1936.
Es ist ein langer Weg, der zum Deutschen
Jugendfest 1936 führt. Im Jahre 1920 als
„Reichsjugendwettkampftag" vom damaligen
„Reichsausschutz für Leibesübungen" begrün
det, konnte er sich im Laufe der Jahre so ent
wickeln, daß im Jahre 1926 700 000 Knaben
und Mädchen daran teilnahmen, um unter
der vom Reichspräsidenten von Hindenburg
ausgegebenen Losung „Leibesübung ist Dienst
am Vaterlande" um den Siegeslorbeer zu
ringen. Die Revolution von 1933 beendete die
schleppende Entwicklung und baute durch die
Zusammenarbeit zwischen Reichsjugendführer,
Reichserziehungsminister und Reichssswrtfüh-
rer mit einem Schlage das Fest zu seiner
heutigen Größe auf, so daß im Jahre 1933
nicht mehr Hunderttausende, sondern Millio
nen deutscher Jugend diesen Tag als gewalti
ges Volksfest begingen.
Die Eröffnung vollzog sich in Rendsburg
heute morgen auf dem in strahlender Sonne
daliegenden RBV.-Sportplatz in Gegenwart
von Ortsgruppenleiter Bürgermeister Kräb-
bes, Oberst Müller und zahlreicher^ anderer
Ehrengäste. Schnurgerade ausgerichtet stehen
die Reihen der Pimpfe und Jungmädel auf
dem grünen Rasen. Nach einer zackigen Mel
dung an den Stammführer und dem Liede
„Auf hebt unsere Fahnen" steigt die Fahne
der HI. am Flaggenmast empor. Stammfüh
rer des DI., D e l f s , erinnert in seiner An
sprache daran, daß das Jugendfest den Anf-
takt zu den Wettkämpfen der Jugend aller
Länder, den Olympischen Spielen, bilde. Die
Ucbertragung der Durchführung der Kämpfe
an die HI. bedeute die Anerkennung ihres
Anspruches, die gesamte körperliche Ertüchti
gung der Jugend außerhalb der Schule zu
leiten. Jedes Mädel, jeder Junge der geeinten
deutschen Jugend setze alle Kräfte daran, daß
seine Jungenschaft oder Mädelschaft gewinne,
um zu zeigeUx zu welchen LeUmMn der GM
der Kameradschaft den einzelnen emporreiße.
Die Durchführung der Wettkämpfe gemeinsam
mit der nationalsozialistischen Lehrerschaft
Rendsburgs beweise auch gegenüber Außen
stehenden die gute Zusammenarbeit mit dein
anderen großen Erziehungsfaktor des Dritten
Reiches. Stammführer Delfs stellte abschlie-
ßeiid die Kämpfe unter den Ausspruch şş
Führers: „Wir wollen eine Jugend, zäh
Leder, schnell wie Windhunde und hart
Kruppstahl".
Dann nahm Bürgermeister K r a b b e s da-
Wort. Er warf einen Rückblick auf die Wett
kämpfe, die früher in Verbindung mit de A
Verfassungstag durchgeführt wurden. 9^
waren sie von Festesstimmung erfüllt,' den»
weite Kreise standen dem schwarz-rot-gelbeN
Feiertag ablehnend gegenüber. Es gäbe kein
größere Freude für einen alten Parteigenvi
sen, als das Bewußtsein, die Jugend erob«st.
und geeint zu haben. Wenn einst das Schicksal
des Dritten Reiches in ihre Hände gcleg
werde, möge sie das Kleinod hüten. Mit des)
Wunsche, daß auch die heutigen Wettkämtzft
dazu dienen möchten, die Jugend auf işş
Aufgaben vorzubereiten, eröffnete Ortsgŗş
penleiter Krabbes das Fest. Das HJ.-Fahne^
lied und ein Fanfarensignal schlossen dv
Eröffnungsakt. Der Kampf hat begonnen^
Verantwortlicher Hauptschristieiter und Herausgeber: 8*
dinond Möller. ^
Stellvertreter fies Hauptschrtftleiters: Herbert PulMd"
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möller,- für den
lichen und allgemeinen Teil: Ädols Eregori; für den "ß
schaftlichen Teil: Dr. Cl. Btelfeldt; sür den pşş
gellen Teil: Karl Müller, alle tn Rendsburg.
Bildverantwortliche: Ressortleiter. ^
Verantwortlicher Änzeigenleiter: Karl Jacobsen, ReNdsv
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
[».•A. Schleswig-Holstetnische Landeszcitung (Rendsbu -
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die
Hanerau-Hademaischen — Süderbraruper Tagew
D.-A. U äß über ILM Ml. Nr. 7.