Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdieņst 
RerchsrahMerrsrdnnng Mr 
die Meisterprüfung 
Die Berufsschule im Handwerk 
Der Reichsstanö des Deutschen Handwerks gab 
auf einer Schulungstagung in Berlin Richtlinien 
für die Durchführung der Meisterprüfungen nach 
den neuen fachlichen Vorschriften für die rund 120 
handwerklichen Vollberufe. U. a. führte Pros. Hee 
ring, Abteilungsleiter für Berufs- und Fachschul 
wesen im Reichserziehungsministerium, aus: Der 
Bildungsweg des Handwerks verbindet Praxis und 
Theorie, Schule und Arbeit eng miteinander. In 
diesem Rahmen hat die Berufsschule den Lehrlingen 
das an Wissen zu geben, was eine Stütze des Kön 
nens ist, und zwar in einer StoffauSwahl, die der 
Berufsart und dem Lehrling gemäß ist. Es handelt 
sich hierbei um Staatsbürgerkunde und Berufs- 
kunöe — sowohl nach der wirtschaftlichen Seite 
(Betriebswirtschaft) ivie in technischer Hinsicht (Fach- 
kunde, Fachrecht und Fachzeichnen). Das Ziel ist der 
tüchtige Geselle gemäß dem handwerklichen Berufs 
bild in seiner jeweiligen landschaftlichen Ausprä 
gung. Hierzu braucht die Berufsschule fünf Voraus 
setzungen: 
1. Ueberall müssen fach- und sinngemäße Räume 
beschafft werden. Alte, abgelegte Volksschulge 
bäude mit Kinderbänken oder über viele Stellen 
der Stadt zersplitterte Räume genügen nicht. 
2. Geeignete, reichliche Lehrmittel nach dem neue 
sten Stand der Technik müssen bereitstehen. 
Heute betrachtet das Handwerk schon vielfach mit 
Stolz die Berufsschule als seine Schule und stellt 
unter Opfern Lehrmittel zur Verfügung. 
3. Die Lehrwerkstätten der Berufsschule sollen den 
Arbeitsvorgang in seiner Naturgesetzlichkeit und 
Zweckhaftigkeit veranschaulichen und die Werk 
statt-Praxis abrunden. 
4. Ob die Stundenzahl von sechs Wochen ausreicht, 
soll das Handwerk von Fall zu Fall prüfen. Für 
regelmäßigen Schulbesuch soll das Handwerk 
sorgen. 
5. Rechte Berufswahl und Lehrlingsauslcse sollen 
der Berufsschule ersparen, die Arbeit der Volks 
schule zu wiederholen. Die Beherrschung des 
elementaren Rechnens, Lesens, Schreibens und 
Sprechens muß der Lehrling mitbringen. 
Die Ausbildung wirklichkeitsnaher Gewerbe 
lehrer für die Berufsschulen wird besonders geför 
dert. Viele junge Gewerbelehrer haben schon eine 
gute Gesellen- oder gar Meisterprüfung im Hand 
werk bestanden oder eine Handwerkerschule durch 
gemacht. Die Hochschulreife der künftigen Studenten 
des Berufspädagogischen Institutes, also der künf 
tigen Gewerbelehrer, wird durch eine Wettbewerbs 
prüfung nachgewiesen, wobei es gleichgültig ist, wo 
die Kenntnisse erworben wurden. Gewerbelehrer 
wird man nach sechssemestrigem Studium und ein 
jährigem Vorbereitungsdienst. Auch dann wird der 
Gewerbelehrer immer wieder in den Ferien in 
Betrieben der Wirtschaft mit der Praxis in Berüh 
rung gebracht. Neben dieser Ferienpraxis sollen die 
Gewerbelehrer künftig auch in der Schulzeit, wäh 
rend der Kandidat vier bis sechs Wochen selbständig 
den Unterricht durchführt, Einblicke in die Praxis 
tun. 
Professor Heering berichtete dann über die Um 
stellung der Handwcrkerschulen (früher „Kunstge 
werbeschulen") auf eine rein handwerkliche Grund 
lage und würdigte die vertrauensvolle Zusammen 
arbeit von Berufsschule und Handwerk als Grund 
lage für die Erziehung eines tüchtigen Handwerker- 
nachwuchses. 
Im iveiteren Verlauf der Tagung ivurde über 
Einzelheiten der Meisterprüfung und über die ge 
planten gesetzlichen Maßnahmen gesprochen. Hierzu 
gehört die Schaffung einer Reichsrahmenordnung 
sür die Meisterpriisung, die für das ganze Reich 
und die Gesamtheit der Handwerkszweige im we 
sentlichen die formalen Fragen lwie z. B. Zusam 
mensetzung der Prüfungsausschüsse, Zulassung, for 
male Handhabung der Prüfung) regeln soll. Das 
Kernstück der neuen Ordnung werden, wie die R.H. 
Nachrichten schreiben, die fachlichen Vorschriften bil 
den, in denen für jeden handwerklichen Vollberuf 
die Prüfungsanforderungen eindeutig und umfas 
send festgelegt werden. 
Ueber diese Gebiete wurde eine Reihe von Vor 
trägen gehalten, und zwar sprachen grundsätzlich 
nacheinander ein Sachbearbeiter und anschließend 
ein praktisch tätiger im Meisterprüfungswesen er 
fahrener Handwerksmeister. Auf Grund der Ta 
gung sollen die Mitglieder der Meisterprüfungs 
ausschüsse mit den neuen Gedanken vertraut ge 
macht werden. 
Der praktische Teil der Meisterprüfung besteht 
aus dem — im Einvernehmen mit dem Ausschuß 
vorsitzer gewählten — Meisterstück und den Ar 
beitsproben, die vor den Augen des Prüfungsaus 
schusses ausgeführt werden. Das Meisterstück soll 
möglichst eine schöpferische Leistung darstellen und 
in der Form der ordnungsgemäßen Abwicklung 
eines Auftrages durchgeführt werden. Es werden 
also nach Möglichkeit Angebot, Vorkalkulation, Ent- 
lvurf, Werkstattzeichnung, Werkstoffaufstellung, An 
fertigung des Meisterstückes nebst Arbeitsbericht, 
Ablieferungsschreiben und Nachkalkulation ver 
langt. 
Die theoretischen Kenntnisie umfassen Fachfragen, 
technische und kaufmännische Betriebsführung, Ge- 
setzeskunöe, allgemeine und staatsbürgerliche Kennt 
nisse. Besonders eingehend wurden auf der Tagung 
Fragen der Buchhaltung und Selbstkostenberech 
nung (Kalkulation) besprochen. 
DieNord-imdOstseehLfenimUeberseegefchLft 
Die Kontore Hamburg. Kiel und Ost-Hannover 
der Nordischen Gesellschaft sowie die Industrie- und 
Handelskammern Hamburg und Altona veranstal 
teten am Montag in Hamburg einen Vortrags 
abend, auf dem Privatdozent Dr. Schulz-Kiesow, 
Hamburg, über „Die Bedeutung der Ostsee für die 
Seeschiffahrt und die Seehäfen der Ostsceländcr, 
unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands" 
sprach. Er wies einleitend auf die zunehmende Be 
deutung der Ostseeländer für den Weltaußenhandel 
hm. Angesichts der großen Bedeutung der Massen 
güter, wie Holz und Erze in der Ausfuhr und 
Steinkohlen und Futtermittel im Import, ist die 
Stellung der Ostseehäfen für die Seeschiffahrt noch 
bedeutsamer als aus ihrem Anteil am Welthandel 
hervorgeht. Der Anteil der Ostseeländer am Welt- 
seeverkehr betrügt ein Achtel, derjenige an> Welt- 
außenhandel söhne Rußland und Deutschland) 6,1 
vom Hundert. Der Vortragende schilderte dann die 
große Rolle, die Deutschland und England im Au 
ßenhandel der Ostseeländer spielen. Mit einer Ton 
nage von 728 000 Brt. sei Deutschland in der Ostsee- 
fahrt immer noch führend. 
Vom gesamten Auslandsverkehr der deutschen 
Seehäfen entfielen auf die fremden Ostseelänöer 
einschließlich Norwegen im Jahre 1984 11,1 Mill. 
To. und Norwegen 9,3 Btill. To. Der Anteil der 
Ostseeländer am gesamten Auslandsgüteroerkehr 
der deutschen Häfen betrug im Jahre 1934 30,4 vH. 
Der Schiffsverkehr der deutschen Seehäfen mit den 
ausländischen Ostsecländern habe im Jahre 1934 
10 Mill. Nrt., das sind 25,8 vH des gesamten 
Schiffsverkehrs überhaupt, betragen. Rechnet man 
zum deutschen Güterverkehr mit den Ostseeländern 
auch Deutschlands Empfang und Versand über die 
ausländischen Rheinmündungshäfen, so kommt man 
auf einen Ostseevcrkehr Deutschlands von 20 Mill. 
To., womit aus Deutschland 80 vH des gesamten 
Güterverkehrs aller Ostseeländer mit dem Ausland 
entfallen. 
Der Referent zeigte im weiteren Verlauf seines 
Vortrages die Bedeutung der einzelnen deutschen 
Häfen für die Ostsee auf. Hamburgs Güterumschlag 
mit den deutschen und ausländischen Ostseehäfen 
einschließlich Norwegen ist von 4,9 Mill. To. im 
Jahre 1929 auf 3,5 Mill. To. im Jahre 1935 zurück 
gegangen. Auf die Ostseehäfen entfielen 1029 und 
1935 17 bzw. 17,3 vH des gesamten Hamburgischen 
seewärtigen Güterverkehrs. Bremen hat seit 1929 
einen bedeutsamen Aufschwung seines Warenum 
schlages mit den deutschen und ausländischen Ostsee 
häfen zu verzeichnen. Der Verkehr stieg von 1,1 
Mill. To. im Jahre 1929 ans 1,7 Mill. To. im Jahre 
1985. Bremens Güterverkehr mit den deutschen 
Ostseehäfen ist viermal so groß wie 1929, der Ver 
kehr mit den ausländischen Ostseehäfen ist dagegen 
nur um 200 000 To. gestiegen. Hamburgs Güterver 
kehr mit den ausländischen Ostseehäfen ist mit 2,7 
Mill. To. immer noch 1,5 Mill. To. größer als 
derjenige Bremens. Mit 4,4 Mill. To. steht Emden 
in Bezug auf den Ostseeverkehr heute an der Spitze 
aller deutschen Seehäfen. Allerdings entfallen hier 
von 1,0 Mill. To. auf die deutschen Ostseehäfen. 
Emden ist ein reiner Massenguthafen sür Kohle 
und Erz und ist daher weder mit Hamburg noch 
Bremen zu vergleichen. Aehnlich wie in Emden hat 
auch der Ostseeverkehr der Häfen Königsberg und 
Stettin einen erfreulichen Aufschwung genommen. 
Beide Häsen sind wie Emden Hanptnutznießer der 
bedeutsamen Steigerung des deutschen Jnlandver- 
kehrs. Erfreulicherweise ist auch Lübecks Ostseever 
kehr gestiegen, und zwar von 652 000 To. aus 
895 000 To. in den Jahren 1932 bis 1934. Diese Ent 
wicklung konnte sich auch im Jahre 1935 fortsetzen. 
Der Referent wandte sich dann ausführlich dem 
Ostseeverkehr der beiden Nordseehäfen Hamburg 
und Bremen zu, wobei er insbesondere ihre Stel 
lung im Transitverkehr mit den Ostseeländern 
untersuchte. 1918 betrug Hamburgs Güterumschlag 
mit den deutschen und ausländischen Ostseehäfen 
einschließlich Norwegen 3,2 Mill. To. Im Jahre 
1928 war der Verkehr bereits aus 4,7 Mill. To. an 
gewachsen. Der Anteil der Ostseeländer ohne Nor 
wegen am gesamten Hamburgischen Schiffsverkehr 
stieg von 7,4 vH im Jahre 1913 auf 9,8 vH im 
Jahre 1928. 1934 machte Hamburgs Schiffsverkehr 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in für 100 JlJl Nennwert 
«Ohne ÖSrrobä»' 
Banke» 
6.4, 4.4. Industr..Äk>. 6 4 4 4 
3tet<Sst>cmt 
DD.-«ank 
Diesdn «an! 
«eretnsdant 
Wetth. «ant 
SchU-tz. Bant 
182 00 
92.00 
9200 
IN 00 
125.00 
69 00 
>82.50 
91.50 
91.50 
>10 50 
125 00 
Der!ehr»-Äkt. 
Hdq. Hochbahn 89 87 
Dtļ»-Ģfriro 34 01 
Haplltz 15.25 
Hdg.-SNdamer 25.00 
Slordd. Lloyd 15 87 
Woerm.-L1nie 34 00 
99 00 
34 00 
14 75 
25 00 
16.00 
34 00 
«Mg. «t.-®. 
«reuend 4poi 
«Idschl..«.. 
Holsten-Br. 
Harp «gd.-® 
Schnckerl-El 
eUIen-TkM. 
Eiemens 
PEW 
Leullche Erdöl 
Z® -Farven 
jieudeflh 
SNdesttz 
36 50 
151.00 
143.00 
103 50 
102 00 
138 25 
180.50 
137.87 
117.12 
165.00 
19 00 
107.00 
35 25 
151.00 
143.00 
103.50 
102.0! 
125.00 
138 00 
180.25 
137.25 
118 00 
165 50 
19.00 
106.87 
1935 et recht befriedigend 
vH des Weißweines wurden verbcffert 
Berliner Schlachtviehmarkt 
Berlin. 7. Avril iVorverlchtl >Obne Cewädr 
Mitgeteilt von der Reichsviehwertungsaeiellichaft 
Es wurde gezahlt für 50 Kg. Lebendgewicht: 
Preise: Auftrieb: Verlaus: 
Rinder 22-44 1668 glatt 
Kälber 38 -78 5816 glatt 
Schafe 20-49 4976 ziemlich glatt 
Schweine 19345 glatt 
Schweine Klasse Abis E 48V* -5şi Sauen 4M--53V, 
Hamburger Schweinemarkt 
Altona, den 7. Avril 1936 
preise: a 55, bl 54. b 2 53. c 51. d 49. «1 53. g 2 49 
'U kg Lbvaew Auftrieb 11115 + - Beobachtungstiere 
(Ohne Gewähr) Handel zugeteilt 
Hamburger Kälbermarkt 
Doppellender 
>este Mast- und Saugkälber 
ntttlere Blast und Saugkälber 
;ertngere Saugkälber . , « . 
lertnge Kälber . . « » « 
Auftrieb 1999 
31.3 24. 3. 
85-100 - 
66—72 66—72 
58-65 58-65 
48—57 48-57 
30—47 30- 47 
Handel: flott 
Kieler Schlachtviehmarkt vom 7. April 1938. 
Auftrieb: 1466 Handel: verteilt. Preise: Klasse 
A 54.5, Bl 53.5, B2 52.5, C 50.5, D 48.5, Ģ1 52.5, 
G2 48.5. 
Nach den Erhebungen des Reichsnährstandes vom 
1. 1. 1986 ist auch der Jahrgang 1935 hinsichtlich der 
Qualität als recht befriedigend zu bezeichnen Etwas 
günstiger bewertet wurde nur der neue Jahrgang 
in Baden. Im Durchschnitt der berücksichtigten Ge 
biete wurde eine Oualitätsnote von 75 gegen 78 
beim Jahrgang 1934 festgestellt (100: sehr gut, 70: 
gut, 50: mittel. 25: schlecht). Die Oualitätsnote 
lautet für das einzelne Weinbaugebiet: Baden 77 
igegen 74 für den 1934er), Rheinpfalz 75 (83), Rhein 
hessen 73 (78), Nahe und Glan 75 (70), Rheingau 
73 (76), Mittelrhein 75 (75), Mosel. Saar und Ru 
wer 74 (74), Ahr 75 (79). 
Hinsichtlich des Anteils der von den eingekeller 
ten Mengen naturrein bzw. verbcffert gelegten 
Weine läßt sich fast durchweg feststellen, daß ein 
wesentlich größerer Teil in diesem Jahre verbessert 
gelegt worden ist. Im einzelnen wurden von den 
eingekellerten Mengen gelegt (in vH): Weißwein in 
Baden 88 natur und 12 verbessert, Rheinpfalz 74 
bzw. 26, Rheinhessen 87 bzw. 63, Nahe und Glan 55 
bzw. 45, Nheingau 69 bzw. 31, Mittelrhein 39 bzw. 
,ohne Gewähr Deutsche Schlachtviehmärkte 6. April 1936 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfd. Lebendgewicht in (Rrf 
Markt 
1 Ochsen . 
2. „ - 
3. . . 
4. „ . 
I Bullen 
2. 
1. Kühe 
2. 
1. Kälber 
2. „ 
1. Schafe 
2- „ 
1. Schweine 
' Sauen 
l'hemoiie Oortmand 
44 
38-40 
42 
38 
41 
37 
65-70 
58—65 
40-44 
32-38 
56 
54-55 
52 
53 
45 
41 
43 
39 
42 
38 
75-80 
65—74 
46-50 
42-44 
561/2 
541/2 
521/2 
541/2 
Dresden 
44 
40 
32 
24 
42 
38 
41 
37 
67—72 
55—65 
42-45 
40 
56 
54-55 
52 
53 
Düsselderl 
45 
41 
43 
39 
42 
38 
72-78 
60-70 
57 
55—56 
53 
51-55 
45 
41 
43 
39 
42 
38 
72-76 
65—70 
561/2 
541/2 
521/2 
54 1 /, 
Frankfurt/#. ïwieksn 
43—45 
41 
43 
40-42 
34—38 
73—75 
65-72 
57 
55-56 
53 
50-57 
43-44 
38 
32 
42 
40-41 
35—37 
65-70 
59-64 
43-50 
40-42 
56 
54—55 
52 
53—56 
Karlsruhe 
46 
41 
43 
40-42 
35-38 
57 
55-56 
53 
6 4 
44 
40 
42 
38 
41 
37 
70-73 
65-68 
56 
54-55 
52 
53 
44 
40 
42 
38 
41 
37 
62-/6 
55-60 
42-45 
35-40 
56 
54-55 
52 
53 
Auftrieb und Handel au! den Märkten 
Ochs. Bu.Kü 
Kälber 
Schate 
Schwein.Sau. 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälber 
Schafe 
Schweln.Sau, 
479 
1329 
5ì-8 
2181 
verteilt 
mittel 
schlecht 
verteilt 
254 
1234 
35 
2907 
zugeteilt 
flott 
300 
197/ 
699 
3465 
verteilt 
mittel 
mittel 
219 
1194 
3964 
verteilt 
mittel 
346 
1608 
104 
3649 
454 
840 
56 
4685 
158 
311 
227 
1235 
84 
zugeteilt verteilt verteilt zugeteilt 
zugeteilt 
flott 
zugeteilt 
mittel 
ruhig 
zugeteilt 
gut 
gut 
mittel 
verteilt 
942 
verteilt 
verteilt 
371 
637 
748 
2141 
flott 
längs. 
äuget. 
466 
868 
817 
2309 
flott 
längs 
mit den Ostseeländern 13,2 vH des Gesamtverkehrs 
aus. 
In diesem Zusammenhang sei wichtig, daß Havr- 
burgs Anteil am seewärts gehenden Transitverkehr 
aller deutschen Häsen im Jahre 1934 80 vH betrug- 
Der Anteil des Transits am ausgehenden Güter 
verkehr Hamburgs mit den ausländischen Ostsee- 
ländern ohne Norwegen betrug im Jahre 1933 
80,8 vH. 1930 waren von 4 Mill. To. Gesamtgüter- 
umschlag Hamburgs mit den Ostseeländern ohne 
Norwegen 1,7 Mill. To. Transitgüter. 
Anschließend schilderte der Redner dann ausführ 
lich die teilweise erfolgreichen Bestrebungen der 
Ostseeländer, durch Errichtung direkter Uebersce- 
linicn sich von der Vormachtstellung der Nordsee 
häfen im Transitverkehr frei zu machen. Zugleich 
wies er aber überzeugend nach, das; Hamburg und 
Bremen ivegen ihres dichten Liniennetzes mit 
Uebersee stets eine bedeutsame Stellung im Transit 
verkehr mit den Ostseestaaten einnehmen werden. 
Trotz aller devisenpolitischer Schwierigkeiten hat 
Hamburg selbst im Jahre 1935 seine Bedeutung in 
der Durchfuhr halten können. Es bahnt sich eine 
Arbeitsteilung zwischen den deutschen Noröseehäfen 
und den ausländischen Ostseehäfen im Uebersee- 
geschäft an. Zum Schluß äußerte sich der Referent 
zu der Frage der Errichtung direkter Uebersee- 
linien in den deutschen Ostseehäfen. Er betonte, 
bas; gerade die Konzentration der Ueberseeschisfahrt 
in Hamburg und Bremen die einzigartige Stellung 
dieser Häfen im Transitverkehr mit den Ostseelün- 
bern ermöglicht hat. Er hielt aus diesem Grunde 
eine Abkehr von diesem Prinzip für bedenklich. 
Werkstattrvochenbuch für Lehrlinge 
Im Nahmen der allgemeinen Richtlinien zur 
Abnahme der Zwischenprüfungen im Handwerk ist 
bestimmt, daß jeder Lehrling ab 1. 4. 1986 ein Werk- 
stattwochenbuch zu führen hat, tn das er wöchent 
lich eine kurze Uebersicht über die in der Berichts 
zeit von ihm geleistete Arbeit eintragen muß. 
In der Berliner Baugewerbs-Jnnung ist schon 
seit einiger Zeit ein Bau-Arbeitshest sür Lehrlinge 
eingeführt, daS der Lehrling mit dem Eintritt in 
die Lehre erhält. In dieses Arbeitsheft hat der 
Lehrling wöchentlich einzutragen, welche besonderen 
Arbeiten er in der vergangenen Arbeitswoche selb 
ständig ausgeführt hat. Die Aufzeichnungen sind 
möglichst mit Zeichnungen oder Skizzen zu veran 
schaulichen. Bor allen Dingen ist bet den schrift 
lichen Darlegungen auf Einzelheiten der praktischen 
Arbeit (Ausführung, Zeitdauer, Beschaffenheit, Güte 
und Herkunft des Materials usw.) zu achten. 
Gegen Wochenschluß hat sich der Meister durch 
seine Unterschrift von der Tätigkeit und den Fort 
schritten seines Lehrlings zu überzeugen. Gerade tn 
größeren Betrieben wird so der Meister Gelegen 
heit haben, allwöchentlich die Berufsausbildung der 
ihm anvertrauten Lehrlinge zu überwachen. Eben 
falls soll den Eltern des Lehrlings wöchentlich das 
Arbeitshcst ihres Sohnes zur Unterschrift vorgelegt 
werden. Den Eltern wird so eine ständige Beob 
achtung ihres Sohnes in beruflicher Hinsicht er 
möglicht. 
Weiterhin dienen die Eintragungen in den Ar- 
beitsheften der Berufsschule als Unterlage für die 
Erweiterung ihres Lehrplanes. Die Innung er 
hält durch verschiedentliche Kontrollen der Arbeits 
hefte den Nachweis dafür, daß der Ausbilöungs- 
gang der Lehrlinge gewissenhaft geleitet wird. 
61, Mosel, Saar und Ruwer 64 bzw 36, Ahr 16 
bzw. 84. Der Gesamtdurchschnitt beträgt bei Weiß 
wein 61 vH natur und 39 vH verbcffert. Vom ein 
gekellerten Rotwein wurden gelegt (in vH) in Ba 
den 83 natur und 17 verbessert, Rheinpfalz 52 bzw. 
48, Rheinhessen 21 bzw. 79, Ahr 26 bzw. 74,- Gesamt 
durchschnitt 53 vH natur und 47 vH verbessert. 
Mit dem Abstich wurde in diesem Jahr in sämt 
lichen Gebieten bedeutend später begonnen als im 
Vorjahr. Im Durchschnitt waren am 1. Januar 36 
erst 44 vH abgestochen bei größeren Unterschieden 
zwischen den einzelnen Anbaugebieten gegenüber 
84 vH der eingekellerten Menge zu der gleichen 
Zeit des vergangenen Jahres. Im einzelnen wur 
den von den eingekellerten Mengen bereits abge 
stochen in Baden 52 vH (gegen 76 vH im vorher 
gehenden Jahr). Rheinpfalz 63 (94), Rheinhessen 
85 (94), Nahe und Glan 44 (92), Nheingau 27 (80), 
Mittelrhein 22 (57), Mosel, Saar und Ruwer 24 
(69), Ahr 16 (59) vH. 
Dresdener Viehmarkt vom 6. April 
Auftrieb: 300 Tiere. Beschaffenheit des Vormark 
tes nicht ganz erreicht. Einige Posten guter Bullen 
am Markt. Das reichliche Kälberangebot von 9077 
Tieren war in der Qualität mittel. Beste mittlere 
Kälber notierten 1 bis 2 MJl mehr, während ge 
ringe und geringste Kälber den alten Preis be 
haupteten. Die 699 zum Verkauf gestellten Schafe 
reichten aus, um den Bedarf zu decken. Der 
Schweincmarkt mit 3465 Tiere war qualitativ als 
gut anzusprechen. Bedarf lOOprozentig gedeckt- 
Beschaffenheit nicht immer zufriedenstellend. 
Mit de 
fe. 46 i 
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b- Okto! 
vliinlich 
triebe, 
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'rite. wi 
"ehmen 
Der Grotzviehmarkt in Frankfurt a. M vom 6. 4. 
war etwas stärker beschickt, vor allen Dingen waren 
auch die anfgetriebenen Qualitäten durchweg sehr 
gut. Tiere den Metzgern zugeteilt. Der Kälberaus 
trieb war im Hinblick auf die kommenden Feiertage 
wesentlich höher. Bei lebhaftem Geschäft zogen die 
Preise im Durchschnitt um 2 MJt je 50 Kg. Lebend 
gewicht an. Beschaffenheit gut bis mittel, ausver 
kauft. Schafmarkt nur sehr schivach beschickt und lag 
ruhig. Schweinemarkt wieder stärker befahren, Be 
schaffenheit mittelmäßig. Tiere Metzgern zugeteilt. 
rüget. 
Die Zahl der Postscheckknnden 
ist im März um 92 Konten auf 81947 Konten ge 
stiegen. Auf den Konten wurden bei 6,4 Mill. Bu- 
chungen 732 Mill. MjH umgesetzt. Davon sind 591 
Mill. &JL. oder 80,7 vH bargeldlos begliche« 
worden. 
Der 5 
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