Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Jhyen ôic Grüße des Führers und der Reichs 
regierung zu überbringen. 
Man hat es im Auslande häufig nicht ver 
standen, daß man sogar die Gesetzgebung eines 
Landes aus den Rassegedanken abstellen kann. 
Ich möchte aus diesem Grunde betonen, daß 
unsere Auffassung von der Rasse für kein an 
deres Volk der Erde etwas Aggressiv-Feino- 
liches ausweist. Unsere Rasseidee ist von uns 
nicht als Exportartikel gedacht, wir vertreten 
vielmehr lediglich die Auffassung, daß das nor 
dische Rassegut für uns Deutsche das beste und 
reinste Element der Volkweröung darstellt. 
Lvenn wir das aber erkannt Haben, so wollen 
wir uns auch zu den Vorzügen dieser Rasse 
bekennen und danach leben. Wir haben dem 
Volk Gesetze gegeben, die diesem nordischen 
Gedankengut entsprechen. Die Geschichte der 
nordisch bestimmten Völker ist nur zu ver 
stehen, wenn wir wissen, wie diese ihre Prä 
gung durch die nordischen Rassen erhalten ha 
ben. Der nordische Lebensstil und die Auf 
fassung vom Leben zeigten sich im Recht dieser 
Völker, in ihrer Einstellung zu den Grund 
fragen menschlichen Lebens: Freiheit und 
Ehre, Heimat und Arbeit, Brauchtum und 
Gesittung, Volk und Familie. Alle großen 
Deutschen der Vergangenheit sind darum Vor 
kämpfer für diese Erkenntnis geworden, die 
im Laufe der Geschichte immer wieder imstan 
de waren, unser Volk wachzurütteln. Nur aus 
dieser Weltanschauung heraus sind die Taten 
des Nationalsozialismus — mögen es nun 
solche der Staatsführung, insbesondere der 
Gesetzgebung, der Verwaltung, der Rechtspre 
chung oder der Bewegung sein — zu verstehen. 
Eine geschichtliche Betrachtung auf rassischer 
Grundlage zeigt uns, daß ein Volk sich selbst 
aufgibt, wenn es nicht ständig die in ihm vor 
handenen Erbanlagen zur größtmöglichen 
Entfaltung zu bringen sucht. Es ist Aufgabe 
einer planvollen Volkserzichung, dem einzel 
nen und dem Volke in seiner Gesamtheit im 
mer wieder zum Bewußtsein zu bringen, daß 
der Einzelne nicht ohne die Gemeinschaft und 
die Gemeinschaft nicht ohne den Einzelnen be 
stehen kann! Freiheit und Ehre sind die Leit 
gedanken des Nationalsozialismus. Freiheit 
und Ehre sind Wesenseigenheiten, wie sie nnr 
bei Völkern zu finden sind, die das Bauern 
tum als Urquell empfinden. Bauer sein heißt 
jedoch, nicht nur der Gegenwart leben, son 
dern auch an die Zukunft denken. Der nordi 
sche Mensch und die von ihm geprägten Völker 
haben stets den Boden nicht als eine Ware 
angesehen, über die jeder einzelne nach freiem 
Belieben verfügen kann. Diesen Gedanken 
hat der Nationalsozialismus durch das Reichs 
erbhofgesetz vom 29. 9. 1933 aufgegriffen und 
damit die Forderung von Blut und Boden 
verwirklicht. Der Minister wies noch auf 
eine ganze Reihe nationalsozialistischer Gesetze 
hin und schloß dann mit den Worten: Der 
kurze Ueberblick über die Verankerung noröi 
schen Gedankengutes in den nach der Macht 
ergreifung erlassenen Gesetzen zeigt, daß die 
nationalsozialistische Regierung gewillt ist, 
eine sinnvolle Lebensorönung zu schaffen, wie 
sie früher bei unseren Vorfahren üblich war. 
Wir sind bereit, das Recht anderer Völker zu 
achten und fühlen uns verbunden allen, die 
bereit sind, mit uns zu verteidigen Haus und 
Hof, Heimat und Volk und eine von der nor 
dischen Rasse bestimmte Kultur. 
Das Siegheil des Ministers auf das nor 
dischbestimmte deutsche Volk und seinen Füh 
rer Adolf Hitler und die Lieder der Nation 
beschlossen die Kundgebung. 
Abends fand vor dem Holstentor unter 
großer Beteiligung die Reichssonnwendfeier 
des Deutschen Arbeitsdienstes statt, an der 
auch Reichsarbeitsführer Hier! teilnahm. Auch 
auf diesen festlichen Abschluß der Reichstagung 
der Nordischen Gesellschaft werden wir in un 
serem Schlußbericht näher eingehen. 
^Die Nordische Gesellschaft veranstaltete am 
Sonntagnachmittag einen Empfang im Lü 
becker Ratskeller, bei dem besonders viele Per 
sönlichkeiten aus den nordischen Ländern an- 
wesend waren, so der isländische Dichter 
GunnarGunnarsson, der nach Deutsch 
land gekommen ist, um nach der Lübecker Ta 
gung an den Gedenkseierlichkeiten der Uni 
versität Heidelberg und danach an der von der 
Nordischen Gesellschaft und der nationalsozia 
listischen Kulturgemeinde gemeinsam veran 
stalteten „Deutschen Norölanöreise" teilzu 
nehmen. Von zahlreichen Freunden der Nor 
dischen Gesellschaft in den nordischen Ländern 
sind Grußtelegramme eingegangen, so auch 
von Norwegens großem Dichter K n u t H a m - 
s u m. 
Mit großer Freude wurden die von Konsul 
Wallen überbrachten Grüße und Wünsche 
des neuen schwedischen Ministerpräsidenten 
und Führers der schwedischen Bauernpartei, 
Axel Persson, an alle Teilnehmer der 
Reichstagung aufgenommen. 
Reichsminister Dr. Frick betonte in einer 
kurzen Ansprache, daß es gerade in der jetzi 
gen, weltpolitisch so bewegten Zeit wunder 
nehmen könne, daß die rassenmäßig zusammen 
gehörigen Völker sich einander besonders nahe 
und verbunden fühlten. Daher begrüße ich — 
so hob Dr. Frick hervor — die Tagungen der 
Nordischen Gesellschaft, die von Jahr zu Jahr 
einen stärkeren Besuch auch aus dem Auslande 
aufweisen, als eine Brücke, die geschlagen 
wird vom deutschen Volk zu den Völkern des 
Nordens. 
Prof. Wieth-Knudsen (Oslo) führte 
aus, daß die gemeinsamen Bande, die die Völ 
ker südlich und nördlich der Ostsee seit Jahr 
hunderten und Jahrtausenden verbinden, 
allen Teilnehmern der Tagung wieder klar 
zum Bewußtsein gekommen seien. Ter finni 
sche Komponist Arjö Kilpinen, Helsinki, 
hob die bewährte Freundschaft zwischen dem 
finnischen und dem deutschen Volk hervor. 
Man erkenne auch in Finnland, daß der nor 
dische Gedanke mehr sei als ein bloßer Ge 
danke, daß er ein Geschehen, eine Tatsache sei. 
Major Schürer v. Waldheim, Stock 
holm, der Betreuer so vieler deutscher Ju 
gendgruppen auf ihren Fahrten durch Schwe 
den, wies auf die Kulturverbundenheit auch 
zwischen Deutschland und Schweden hin. Mehr 
als je wecken diese Lübecker Tage in allen An 
wesenden das Gefühl der Stammes- und 
Blutsverwandtschaft. 
Der isländische Dichter Gunnar Gun- 
n a r s s o n beglückwünschte die Nordische Ge 
sellschaft zu ihrer erfolgreichen Arbeit und 
brachte zum Ausdruck, daß der Wunsch nach 
friedlicher Zusammenarbeit mit Deutschland 
im Norden ständig zunehme. Deutschland sei 
heute der Garant des Friedens in Europa und 
der Welt. 
* 
In den Räumen des Behnhauses wurde am 
Abend im Beisein von Reichsleiter Rosenberg 
und unter außerordentlich starker Beteiligung 
der in Lübeck weilenden Gäste eine 
Bilderausstellung des jungen schleswig- 
holsteinischen Malers Wilhelm Peter 
sen (Elmshorn) 
durch Regierungsdirektor Dr. Wolfs in Ver 
tretung des Lübeckischen Kultursenators er 
öffnet. Die Ausstellung bringt das gesamte 
Grütze des Nordens 
Schaffen Petersens zur Darstellung, auf den 
in ganz besonderem Maße die Voraussetzun 
gen zutreffen, die die nationalsozialistische 
Weltanschauung an einen Künstler im neuen 
Deutschland stellt. Hier ist eine von aller in 
dividualistischen Aesthetik und allem liberali- 
stischen Bohemismus abgrundtief getrennte 
uröeutsche, rassisch bedingte Kunst. Der junge, 
ans friesischem und holsteinischem Bauernblut 
entstammende Künstler hat Werke geschaffen, 
in denen sich die ganze Fülle nordischen 
Geistes- und Charaktergutes widerspiegelt. 
Seine Heroischen Visionen aus dem Nibelun 
gen Zyklus und seine Edda-Bilyrcihe sind 
wohl das Schönste, was in dieser Hinsicht in 
Form und Inhalt bisher gestaltet wurde. 
Der außerordentliche Andrang, der nach der 
Eröffnung der Ausstellung einsetzte, bewies, 
wie stark die nordische Art und nordischen 
Geist atmenden Bildwerke Petersens auf die 
Beschauer wirken. 
Altfinnisches Vauernesien. 
Sonnabend mittag fand ein altfinnisches 
Bauernessen statt, nach dem finnischen Nati 
onalepos „Kalevala-Essen" genannt, das den 
zahlreichen Gästen Gelegenheit bot, Darbie 
tungen finnischer bäuerlicher Kultur, vor 
allem von Volksmusik und Volksliedern ken 
nenzulernen. 
Für die finnische Kalevala-Gesellschaft, die 
sich die Pflege der heimatgebundenen Dicht 
kunst des finnischen Volkes zur Aufgabe ge 
macht, wie sie besonders in den Runengesän 
gen des Kalevala-Epos so schön in Erscheinung 
tritt, sprach der Sekretär der Gesellschaft, Ma 
gister Wäisänen, Worte der Begrüßung 
und gab so dann einen Ueberblick über die 
Entwicklung der finnischen Volksmusik. Eine 
karelische Runensängerin, Frau Oksenja Mä- 
kiselkä, sang sodann einen von ihr selbst 
gedichteten „Gruß an Deutschland" und ein 
Wiegenlied aus dem Kalevala-Epos. 
Der Gruß lautet: ). 
Tausend Grüße bring' ich Ihnen, 
hunderte von warmen Worten 
aus Karelien, dem fernen, 
von den wohlgesinnten Finnen, j 
allen ihren lieben Gästen 
und dem ganzen deutschen Volke, 
hoch und niedrig, reich und arm. 
Erstmals bin ich weit gefahren 
meinte, meinem Ende zu. 
Doch die Götter schenkten gütig 
Sonnenschein und leichte Winde, 
und so kamen wir nach Lübeck 
mit dem Schiffe hundertspantig 
in dies schöne alte Lübeck, 
um der Ahnen Kunst zu zeigen 
und der Vordern altes Wissen, 
um zu singen und zu spielen, 
auf der Kantele und Geige, 
auf der Pfeife und dem Birkhorn. 
Und so danke ich nun herzlich, 
selber nur ein armes Weib, 
daß wir Gast hier sind, nicht Zaungast, 
wie Verwandte ausgenommen, 
in dem fremden fernen Lande. 
Und nun fleh ich zu den Göttern 
daß, nachdem in langen Jahren 
Not in Haus und Hose herrschte, 
jede Arbeit wieder Frieden 
und den Werken gut Gelingen 
werde jetzt und auch in Zukunft. 
Ein finnischer Volksspieler, Antero War 
na n e n, brachte mehrere Volkslieder auf der 
finnischen Kantele zum Vortrag. Improvisa 
tionen auf einem Birkenrindenhorn und auf 
Pfeifen vervollständigten die Darbietungen, 
die einen ausgezeichneten Einblick in die tiefe 
und altüberlieferte Volkskultur Finnlands 
gaben. 
Shakespeares „Macbeth" gelangte am Sonn 
abendabend als Festspiel der Dritten Reichs- 
tagung der Nordischen Gesellschaft ans dem 
altehrwürdigen Marktplatz vor dem Lübecker 
Rathaus in neuer Inszenierung zur Auf- 
llhrung. Die Spielleitung hatten der Inten 
dant der städtischen Bühnen Lübecks, Robert 
Bürkner, und Robert Ludwig. Den Macbeth 
gab Karl Wüstenhagen vom Staatlichen Schau 
spielhaus in Hamburg, die Lady Macbeth An 
tonia Dietrich vom Staatstheater Dresden. 
* * * 
Sie deutschen Richter tragen 
- das Hoheitszeichen. 
DNB. Berlin, 20. Juni. Der Führer und 
Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichs 
ministers der Justiz, Dr. Gürtner, durch Ev 
laß vom 19. Juni 1936 den Richtern, Staats 
anwälten und sonstigen zum Tragen einer 
Amtstracht verpflichteten Beamten der Reichs 
justizverwaltung das Hoheitszeichen ver 
liehen, das auf der rechten Brustseite der Robe 
anzubringen ist. 
In dem Erlaß wird ferner bestimmt, daß 
die Amtstracht des Volksgerichtshofes der des 
Reichsgerichtes entspricht. Die Richter des 
Volksgerichtshofes tragen daher eine rote 
Robe,' der Präsident trägt eine Amtskette in 
Gold, die das Hoheitszeichen trägt. Zugleich 
hat der Führer und Reichskanzler den Reichs 
minister für Justiz, Dr. Gürtner, ermächtigt, 
die Amtstracht der Beamten der Justizver 
waltung und der Rechtsanwälte für das ganze 
Reich zu vereinheitlichen. 
* * * 
Ein bezeichnender Seschlutz. 
Der dänische Pastor in Apenrade 
zieht in das bisherige deutsche Pastorat. 
Man schreibt uns aus Noröschleswig: Der 
Gemeinderat in Apenrade nahm am Freitag 
mit den Stimmen der Dänen, denen sich die 
sozialdemokratischen Vertreter anschlössen, 
einen Antrag an, daß der Pastor der dänischen 
Gemeinde, P. Juhler, zum Oktober in das 
Pastorat einziehen solle, das bisher der 5>eut- 
sche Pastor, zuletzt der verstorbene Propst 
Bade, bewohnt hatte. Begründet wurde her 
Antrag damit, daß P. Juhler den größeren 
Teil der Gemeinde betreue. 
* ... * 
52 Mensche« vom Blitz erschlagen. 
Schwere (gewisser in Bulgarien. 
DNB. Sofia, 22. Juni. (Eig. Funkmelö.)' 
Deutschland die Zelle der Ordnung in Europa 
Dr. Goebbels auf dem Gautag in der Kurmark 
Auf dem Appell aller Gliederungen des 
Gaues Kurmark der NSDAP, in Potsdam 
sprach am Sonntagmittag Reichsminister 
Dr. Goebbels. Während sich in Deutschland, 
so führte er u. a. aus, ein Volk wieder seines 
Lebens freue, seien andere Völker zerrissen 
vom Streik und Aufruhr, von sozialen und 
wirtschaftlichen Krisen. „Die Wirren der Welt 
berühren uns nicht, denn wir sind mit unseren 
eigenen Problemen vollauf beschäftigt. Wir 
haben über unsere inneren Aufgaben hinaus 
keinerlei imperialistischen Ehrgeiz, denn unser 
Aufbau ist auf ganz weite Sicht eingestellt. 
Wir brauchen auch keine außenpolitischen 
Abenteuer und Experimente, um unsere Posi 
tion im eigenen Volk zu festigen. Das deutsche 
Volk will wie seine Regierung den Frieden, 
weil beide ihn bitter nötig haben,' aber wir 
wollen einen Frieden, der uns die Ehre und 
das Leben läßt! 
Denen, die in Deutschland noch glauben, 
sich polemisch mit dem Nationalsozialismus 
auseinandersetzen zu müssen, rief Dr. Goeb 
bels zu, sie möchten doch einmal einen Blick 
auf das außerdeutsche Europa werfen. Wir 
haben die Kirchen, so erklärte Dr. Goebbels, 
von der roten Gefahr befreit, und sie müßten 
dankbar sein, daß in Deutschland noch Altäre 
stehen. Allein die nationalsozialistische Bewe 
gung hat sich dieses Verdienst um die Nation 
erworben und das Land zu einer Zelle der 
Ordnung und der Disziplin gemacht. Deshalb 
steht und füllt das Reich mit der Partei. Sie 
erzieht die Jugend und das Volk und schenkt 
ihm in ununterbrochener Folge seine politi 
schen Führer. 
Dr. Goebbels umriß nun in knappen Wor 
ten die gewaltigen Aufgaben, die in Zukunft 
der Lösung harren: 
1. die Arbeitsschlacht, 
2. der Kampf um die vollkommene Gleich 
berechtigung des deutschen Volkes erfordert 
unsere ganze Kraft und Kühnheit, 
3. große soziale Werke harren der Lösung, 
4. die innere Form des Staates und die An 
gleichung des Staates an die Partei muß 
weitergetrieben und fortgesetzt werden, 
5. darüber steht als größte Aufgabe die syste 
matische Erziehung des deutschen Volkes 
für die kommenden Generationen. 
Zum Schluß seiner Rede überbrachte Dr. 
Goebbels die Grüße und den Ausdruck der 
Verbundenheit des Führers mit den Partei 
genoffen der Kurmark. 
Der plötzliche Hitzeeinbrnch in Bulgarien 
hatte in den letzten 3 Tagen zahlreiche schwere 
Gewitter zur Folge, die in ganz Bulgarien 
viele Menschenleben forderten. Bisher wurden 
52 durch Blitzschlag getötete Personen gemel 
det. Allein am Freitag und Sonnabend sind 
37 Personen umgekommen. Die Zahl der Opfer 
dürfte sich noch erhöhen, da aus den verkchrs- 
entlegenen Gebirgsgegenden noch keine Nach- 
richten vorliegen. 
3 rlahbeben ansgezeichneķ. 
DNB. Stuttgart, 22. Juni. (Eig. Funkm.) 
Von den württembergischen Erdbebenwarten 
Stuttgart, Ravensburg und Messtetten wur 
den am Sonntagabend und am Montag früh 
drei schwache Nahbeben aufgezeichnet. Die Auf 
zeichnung der beiden ersten Beben am Sonn 
tagabend begann in Stuttgart um W,26,31 Uhr 
bzw. 21,37,2 Uhr und die des dritten am Mon 
tag früh 4,44,57 Uhr. 
* ^ % 
Sie Beobachknngsergebnisse 
der Sonnenfinsternis. 
Moskau, 20. Juni. Die von der Sternwarte 
Berlin-Vabelsbcrg gemeldete Entdeckung des 
neuen Sterns im Sternbild des Cepheus wird 
auch aus Akbulak bei Orenburg bestätigt. 
Auch die Leiter einiger ausländischer Expedi 
tionen haben ihre Eindrücke im Moskauer 
Rundfunk bekanntgegeben, der diese Sendun 
gen aus den einzelnen Lagern in englischer, 
französischer und russischer Sprache übertrug. 
Danach erklärte der Leiter der englischen Ex 
pedition in Omsk, wo übrigens, wie auch an 
anderen Punkten, ein Substratvsphärcnballon 
sich zu Beobachtungszwecken vier Stunden 
lang in der Luft befand, daß er eine Sonnen 
finsternis erstmalig unter so günstigen Bedin 
gungen beobachten konnte. In Akbulak nahm 
die Sonne beim Eintreten der totalen Ver 
deckung die Form eines fünfzackigen Sterns 
an, dessen Strahlen die mehrfache Länge des 
sichtbaren Durchmessers der Sonnenscheibe er 
reichten. - 
* # * 
AeherschMmnmngen in Uruguay. 
DNB. Montevideo, 20. Juni. Der Uruguay- 
strom, der seit einigen Tagen Hochwasser führt, 
beginnt die Ufer bedrohlich zu überschwemmen. 
In Salto und P a y s a n d u stehen die tie 
fer gelegenen Stadtteile vollkommen unter 
Wasser. Die Stadt Conception del Uru 
guay ist von jedem Verkehr mit der Außen 
welt abgeschnitten, ebenso die auf dem argen 
tinischen Ufer gelegene Stadt Concordia. 
Da die bedrohten Gebiete von den Bewohnern 
geräumt sind, herrscht große Obdachlosigkeit. 
Das Hochwasser, das noch immer im Steigen 
begriffen ist, hat bereits einen Stand von neun 
Meter über dem normalen Wasserspiegel er 
reicht. 
Auch der Santa-Lucia-Fluß ist weit über die 
Ufer getreten, wodurch der Verkehr zwischen 
Montevideo und verschiedenen Städten im In 
nern des Landes unterbrochen ist. 
In wenigen Zeilen 
Kommt das Frauenwahlrccht in Frankreich? 
Die Unterstaatssekretärin für Kinderschutz, 
Lacorre, hat in einer Rede in Perigueux ange 
kündigt, daß allen französischen Frauen in 
einigen Monaten das Wahlrecht zuerkannt 
sein werde. 
Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer 
und Reichskanzler hat der Frau Wilhelmine 
Wittmiß in Thießow aus Anlaß der Voll 
endung ihres 100. Lebensjahres ein persön 
liches Glückwunschschreiben und eine Ehren 
gabe zugehen lassen. 
^ ^ 
8 Tote, 12 Schwerverletzte. 
DNB. Paris, 22. Juni. (Eig. Funkm.) In 
der Nacht zum Montag ereignete sich auf der 
Bahnstrecke Paris-Cherbourg in der Nähe des 
Ortes Boucheville ein schweres Unglück, bei 
dem 8 Personen den Tod fanden. Ein Autobus 
mit Sonntagsausflüglern wurde auf einer 
Ueberführung von einem Zuge erfaßt, wobei 
der vordere Teil des Wagens in Trümmer 
ging. Von den 28 Fahrgästen fanden 8 den 
Tod, 12 andere erlitten schwere Verletzungen. 
verantwortlicher Hauptschriftlelter unv Herausgever: Fer 
dinand Möller. 
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Puhlman«. 
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möller: für den ört 
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den wirk« 
fchaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt; für den proviv- 
zielle» Teil: Karl Müller, alle tu Rendsburg. 
Bildvcrantwortliche: Ressortleiter. 
Verantwortlicher Anzeigenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg- 
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhn«, Rendsburg. 
D.-A. Echleswig.Holfteinifche Landeszeitung (Rendsburgs 
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die Landpost 
Hanerau-Hademarfchen — Süderbracuper Tageblatt> 
D.-A. V 36 über 13 500 Pl. Nr. 7.
	        
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