Jhyen ôic Grüße des Führers und der Reichs
regierung zu überbringen.
Man hat es im Auslande häufig nicht ver
standen, daß man sogar die Gesetzgebung eines
Landes aus den Rassegedanken abstellen kann.
Ich möchte aus diesem Grunde betonen, daß
unsere Auffassung von der Rasse für kein an
deres Volk der Erde etwas Aggressiv-Feino-
liches ausweist. Unsere Rasseidee ist von uns
nicht als Exportartikel gedacht, wir vertreten
vielmehr lediglich die Auffassung, daß das nor
dische Rassegut für uns Deutsche das beste und
reinste Element der Volkweröung darstellt.
Lvenn wir das aber erkannt Haben, so wollen
wir uns auch zu den Vorzügen dieser Rasse
bekennen und danach leben. Wir haben dem
Volk Gesetze gegeben, die diesem nordischen
Gedankengut entsprechen. Die Geschichte der
nordisch bestimmten Völker ist nur zu ver
stehen, wenn wir wissen, wie diese ihre Prä
gung durch die nordischen Rassen erhalten ha
ben. Der nordische Lebensstil und die Auf
fassung vom Leben zeigten sich im Recht dieser
Völker, in ihrer Einstellung zu den Grund
fragen menschlichen Lebens: Freiheit und
Ehre, Heimat und Arbeit, Brauchtum und
Gesittung, Volk und Familie. Alle großen
Deutschen der Vergangenheit sind darum Vor
kämpfer für diese Erkenntnis geworden, die
im Laufe der Geschichte immer wieder imstan
de waren, unser Volk wachzurütteln. Nur aus
dieser Weltanschauung heraus sind die Taten
des Nationalsozialismus — mögen es nun
solche der Staatsführung, insbesondere der
Gesetzgebung, der Verwaltung, der Rechtspre
chung oder der Bewegung sein — zu verstehen.
Eine geschichtliche Betrachtung auf rassischer
Grundlage zeigt uns, daß ein Volk sich selbst
aufgibt, wenn es nicht ständig die in ihm vor
handenen Erbanlagen zur größtmöglichen
Entfaltung zu bringen sucht. Es ist Aufgabe
einer planvollen Volkserzichung, dem einzel
nen und dem Volke in seiner Gesamtheit im
mer wieder zum Bewußtsein zu bringen, daß
der Einzelne nicht ohne die Gemeinschaft und
die Gemeinschaft nicht ohne den Einzelnen be
stehen kann! Freiheit und Ehre sind die Leit
gedanken des Nationalsozialismus. Freiheit
und Ehre sind Wesenseigenheiten, wie sie nnr
bei Völkern zu finden sind, die das Bauern
tum als Urquell empfinden. Bauer sein heißt
jedoch, nicht nur der Gegenwart leben, son
dern auch an die Zukunft denken. Der nordi
sche Mensch und die von ihm geprägten Völker
haben stets den Boden nicht als eine Ware
angesehen, über die jeder einzelne nach freiem
Belieben verfügen kann. Diesen Gedanken
hat der Nationalsozialismus durch das Reichs
erbhofgesetz vom 29. 9. 1933 aufgegriffen und
damit die Forderung von Blut und Boden
verwirklicht. Der Minister wies noch auf
eine ganze Reihe nationalsozialistischer Gesetze
hin und schloß dann mit den Worten: Der
kurze Ueberblick über die Verankerung noröi
schen Gedankengutes in den nach der Macht
ergreifung erlassenen Gesetzen zeigt, daß die
nationalsozialistische Regierung gewillt ist,
eine sinnvolle Lebensorönung zu schaffen, wie
sie früher bei unseren Vorfahren üblich war.
Wir sind bereit, das Recht anderer Völker zu
achten und fühlen uns verbunden allen, die
bereit sind, mit uns zu verteidigen Haus und
Hof, Heimat und Volk und eine von der nor
dischen Rasse bestimmte Kultur.
Das Siegheil des Ministers auf das nor
dischbestimmte deutsche Volk und seinen Füh
rer Adolf Hitler und die Lieder der Nation
beschlossen die Kundgebung.
Abends fand vor dem Holstentor unter
großer Beteiligung die Reichssonnwendfeier
des Deutschen Arbeitsdienstes statt, an der
auch Reichsarbeitsführer Hier! teilnahm. Auch
auf diesen festlichen Abschluß der Reichstagung
der Nordischen Gesellschaft werden wir in un
serem Schlußbericht näher eingehen.
^Die Nordische Gesellschaft veranstaltete am
Sonntagnachmittag einen Empfang im Lü
becker Ratskeller, bei dem besonders viele Per
sönlichkeiten aus den nordischen Ländern an-
wesend waren, so der isländische Dichter
GunnarGunnarsson, der nach Deutsch
land gekommen ist, um nach der Lübecker Ta
gung an den Gedenkseierlichkeiten der Uni
versität Heidelberg und danach an der von der
Nordischen Gesellschaft und der nationalsozia
listischen Kulturgemeinde gemeinsam veran
stalteten „Deutschen Norölanöreise" teilzu
nehmen. Von zahlreichen Freunden der Nor
dischen Gesellschaft in den nordischen Ländern
sind Grußtelegramme eingegangen, so auch
von Norwegens großem Dichter K n u t H a m -
s u m.
Mit großer Freude wurden die von Konsul
Wallen überbrachten Grüße und Wünsche
des neuen schwedischen Ministerpräsidenten
und Führers der schwedischen Bauernpartei,
Axel Persson, an alle Teilnehmer der
Reichstagung aufgenommen.
Reichsminister Dr. Frick betonte in einer
kurzen Ansprache, daß es gerade in der jetzi
gen, weltpolitisch so bewegten Zeit wunder
nehmen könne, daß die rassenmäßig zusammen
gehörigen Völker sich einander besonders nahe
und verbunden fühlten. Daher begrüße ich —
so hob Dr. Frick hervor — die Tagungen der
Nordischen Gesellschaft, die von Jahr zu Jahr
einen stärkeren Besuch auch aus dem Auslande
aufweisen, als eine Brücke, die geschlagen
wird vom deutschen Volk zu den Völkern des
Nordens.
Prof. Wieth-Knudsen (Oslo) führte
aus, daß die gemeinsamen Bande, die die Völ
ker südlich und nördlich der Ostsee seit Jahr
hunderten und Jahrtausenden verbinden,
allen Teilnehmern der Tagung wieder klar
zum Bewußtsein gekommen seien. Ter finni
sche Komponist Arjö Kilpinen, Helsinki,
hob die bewährte Freundschaft zwischen dem
finnischen und dem deutschen Volk hervor.
Man erkenne auch in Finnland, daß der nor
dische Gedanke mehr sei als ein bloßer Ge
danke, daß er ein Geschehen, eine Tatsache sei.
Major Schürer v. Waldheim, Stock
holm, der Betreuer so vieler deutscher Ju
gendgruppen auf ihren Fahrten durch Schwe
den, wies auf die Kulturverbundenheit auch
zwischen Deutschland und Schweden hin. Mehr
als je wecken diese Lübecker Tage in allen An
wesenden das Gefühl der Stammes- und
Blutsverwandtschaft.
Der isländische Dichter Gunnar Gun-
n a r s s o n beglückwünschte die Nordische Ge
sellschaft zu ihrer erfolgreichen Arbeit und
brachte zum Ausdruck, daß der Wunsch nach
friedlicher Zusammenarbeit mit Deutschland
im Norden ständig zunehme. Deutschland sei
heute der Garant des Friedens in Europa und
der Welt.
*
In den Räumen des Behnhauses wurde am
Abend im Beisein von Reichsleiter Rosenberg
und unter außerordentlich starker Beteiligung
der in Lübeck weilenden Gäste eine
Bilderausstellung des jungen schleswig-
holsteinischen Malers Wilhelm Peter
sen (Elmshorn)
durch Regierungsdirektor Dr. Wolfs in Ver
tretung des Lübeckischen Kultursenators er
öffnet. Die Ausstellung bringt das gesamte
Grütze des Nordens
Schaffen Petersens zur Darstellung, auf den
in ganz besonderem Maße die Voraussetzun
gen zutreffen, die die nationalsozialistische
Weltanschauung an einen Künstler im neuen
Deutschland stellt. Hier ist eine von aller in
dividualistischen Aesthetik und allem liberali-
stischen Bohemismus abgrundtief getrennte
uröeutsche, rassisch bedingte Kunst. Der junge,
ans friesischem und holsteinischem Bauernblut
entstammende Künstler hat Werke geschaffen,
in denen sich die ganze Fülle nordischen
Geistes- und Charaktergutes widerspiegelt.
Seine Heroischen Visionen aus dem Nibelun
gen Zyklus und seine Edda-Bilyrcihe sind
wohl das Schönste, was in dieser Hinsicht in
Form und Inhalt bisher gestaltet wurde.
Der außerordentliche Andrang, der nach der
Eröffnung der Ausstellung einsetzte, bewies,
wie stark die nordische Art und nordischen
Geist atmenden Bildwerke Petersens auf die
Beschauer wirken.
Altfinnisches Vauernesien.
Sonnabend mittag fand ein altfinnisches
Bauernessen statt, nach dem finnischen Nati
onalepos „Kalevala-Essen" genannt, das den
zahlreichen Gästen Gelegenheit bot, Darbie
tungen finnischer bäuerlicher Kultur, vor
allem von Volksmusik und Volksliedern ken
nenzulernen.
Für die finnische Kalevala-Gesellschaft, die
sich die Pflege der heimatgebundenen Dicht
kunst des finnischen Volkes zur Aufgabe ge
macht, wie sie besonders in den Runengesän
gen des Kalevala-Epos so schön in Erscheinung
tritt, sprach der Sekretär der Gesellschaft, Ma
gister Wäisänen, Worte der Begrüßung
und gab so dann einen Ueberblick über die
Entwicklung der finnischen Volksmusik. Eine
karelische Runensängerin, Frau Oksenja Mä-
kiselkä, sang sodann einen von ihr selbst
gedichteten „Gruß an Deutschland" und ein
Wiegenlied aus dem Kalevala-Epos.
Der Gruß lautet: ).
Tausend Grüße bring' ich Ihnen,
hunderte von warmen Worten
aus Karelien, dem fernen,
von den wohlgesinnten Finnen, j
allen ihren lieben Gästen
und dem ganzen deutschen Volke,
hoch und niedrig, reich und arm.
Erstmals bin ich weit gefahren
meinte, meinem Ende zu.
Doch die Götter schenkten gütig
Sonnenschein und leichte Winde,
und so kamen wir nach Lübeck
mit dem Schiffe hundertspantig
in dies schöne alte Lübeck,
um der Ahnen Kunst zu zeigen
und der Vordern altes Wissen,
um zu singen und zu spielen,
auf der Kantele und Geige,
auf der Pfeife und dem Birkhorn.
Und so danke ich nun herzlich,
selber nur ein armes Weib,
daß wir Gast hier sind, nicht Zaungast,
wie Verwandte ausgenommen,
in dem fremden fernen Lande.
Und nun fleh ich zu den Göttern
daß, nachdem in langen Jahren
Not in Haus und Hose herrschte,
jede Arbeit wieder Frieden
und den Werken gut Gelingen
werde jetzt und auch in Zukunft.
Ein finnischer Volksspieler, Antero War
na n e n, brachte mehrere Volkslieder auf der
finnischen Kantele zum Vortrag. Improvisa
tionen auf einem Birkenrindenhorn und auf
Pfeifen vervollständigten die Darbietungen,
die einen ausgezeichneten Einblick in die tiefe
und altüberlieferte Volkskultur Finnlands
gaben.
Shakespeares „Macbeth" gelangte am Sonn
abendabend als Festspiel der Dritten Reichs-
tagung der Nordischen Gesellschaft ans dem
altehrwürdigen Marktplatz vor dem Lübecker
Rathaus in neuer Inszenierung zur Auf-
llhrung. Die Spielleitung hatten der Inten
dant der städtischen Bühnen Lübecks, Robert
Bürkner, und Robert Ludwig. Den Macbeth
gab Karl Wüstenhagen vom Staatlichen Schau
spielhaus in Hamburg, die Lady Macbeth An
tonia Dietrich vom Staatstheater Dresden.
* * *
Sie deutschen Richter tragen
- das Hoheitszeichen.
DNB. Berlin, 20. Juni. Der Führer und
Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichs
ministers der Justiz, Dr. Gürtner, durch Ev
laß vom 19. Juni 1936 den Richtern, Staats
anwälten und sonstigen zum Tragen einer
Amtstracht verpflichteten Beamten der Reichs
justizverwaltung das Hoheitszeichen ver
liehen, das auf der rechten Brustseite der Robe
anzubringen ist.
In dem Erlaß wird ferner bestimmt, daß
die Amtstracht des Volksgerichtshofes der des
Reichsgerichtes entspricht. Die Richter des
Volksgerichtshofes tragen daher eine rote
Robe,' der Präsident trägt eine Amtskette in
Gold, die das Hoheitszeichen trägt. Zugleich
hat der Führer und Reichskanzler den Reichs
minister für Justiz, Dr. Gürtner, ermächtigt,
die Amtstracht der Beamten der Justizver
waltung und der Rechtsanwälte für das ganze
Reich zu vereinheitlichen.
* * *
Ein bezeichnender Seschlutz.
Der dänische Pastor in Apenrade
zieht in das bisherige deutsche Pastorat.
Man schreibt uns aus Noröschleswig: Der
Gemeinderat in Apenrade nahm am Freitag
mit den Stimmen der Dänen, denen sich die
sozialdemokratischen Vertreter anschlössen,
einen Antrag an, daß der Pastor der dänischen
Gemeinde, P. Juhler, zum Oktober in das
Pastorat einziehen solle, das bisher der 5>eut-
sche Pastor, zuletzt der verstorbene Propst
Bade, bewohnt hatte. Begründet wurde her
Antrag damit, daß P. Juhler den größeren
Teil der Gemeinde betreue.
* ... *
52 Mensche« vom Blitz erschlagen.
Schwere (gewisser in Bulgarien.
DNB. Sofia, 22. Juni. (Eig. Funkmelö.)'
Deutschland die Zelle der Ordnung in Europa
Dr. Goebbels auf dem Gautag in der Kurmark
Auf dem Appell aller Gliederungen des
Gaues Kurmark der NSDAP, in Potsdam
sprach am Sonntagmittag Reichsminister
Dr. Goebbels. Während sich in Deutschland,
so führte er u. a. aus, ein Volk wieder seines
Lebens freue, seien andere Völker zerrissen
vom Streik und Aufruhr, von sozialen und
wirtschaftlichen Krisen. „Die Wirren der Welt
berühren uns nicht, denn wir sind mit unseren
eigenen Problemen vollauf beschäftigt. Wir
haben über unsere inneren Aufgaben hinaus
keinerlei imperialistischen Ehrgeiz, denn unser
Aufbau ist auf ganz weite Sicht eingestellt.
Wir brauchen auch keine außenpolitischen
Abenteuer und Experimente, um unsere Posi
tion im eigenen Volk zu festigen. Das deutsche
Volk will wie seine Regierung den Frieden,
weil beide ihn bitter nötig haben,' aber wir
wollen einen Frieden, der uns die Ehre und
das Leben läßt!
Denen, die in Deutschland noch glauben,
sich polemisch mit dem Nationalsozialismus
auseinandersetzen zu müssen, rief Dr. Goeb
bels zu, sie möchten doch einmal einen Blick
auf das außerdeutsche Europa werfen. Wir
haben die Kirchen, so erklärte Dr. Goebbels,
von der roten Gefahr befreit, und sie müßten
dankbar sein, daß in Deutschland noch Altäre
stehen. Allein die nationalsozialistische Bewe
gung hat sich dieses Verdienst um die Nation
erworben und das Land zu einer Zelle der
Ordnung und der Disziplin gemacht. Deshalb
steht und füllt das Reich mit der Partei. Sie
erzieht die Jugend und das Volk und schenkt
ihm in ununterbrochener Folge seine politi
schen Führer.
Dr. Goebbels umriß nun in knappen Wor
ten die gewaltigen Aufgaben, die in Zukunft
der Lösung harren:
1. die Arbeitsschlacht,
2. der Kampf um die vollkommene Gleich
berechtigung des deutschen Volkes erfordert
unsere ganze Kraft und Kühnheit,
3. große soziale Werke harren der Lösung,
4. die innere Form des Staates und die An
gleichung des Staates an die Partei muß
weitergetrieben und fortgesetzt werden,
5. darüber steht als größte Aufgabe die syste
matische Erziehung des deutschen Volkes
für die kommenden Generationen.
Zum Schluß seiner Rede überbrachte Dr.
Goebbels die Grüße und den Ausdruck der
Verbundenheit des Führers mit den Partei
genoffen der Kurmark.
Der plötzliche Hitzeeinbrnch in Bulgarien
hatte in den letzten 3 Tagen zahlreiche schwere
Gewitter zur Folge, die in ganz Bulgarien
viele Menschenleben forderten. Bisher wurden
52 durch Blitzschlag getötete Personen gemel
det. Allein am Freitag und Sonnabend sind
37 Personen umgekommen. Die Zahl der Opfer
dürfte sich noch erhöhen, da aus den verkchrs-
entlegenen Gebirgsgegenden noch keine Nach-
richten vorliegen.
3 rlahbeben ansgezeichneķ.
DNB. Stuttgart, 22. Juni. (Eig. Funkm.)
Von den württembergischen Erdbebenwarten
Stuttgart, Ravensburg und Messtetten wur
den am Sonntagabend und am Montag früh
drei schwache Nahbeben aufgezeichnet. Die Auf
zeichnung der beiden ersten Beben am Sonn
tagabend begann in Stuttgart um W,26,31 Uhr
bzw. 21,37,2 Uhr und die des dritten am Mon
tag früh 4,44,57 Uhr.
* ^ %
Sie Beobachknngsergebnisse
der Sonnenfinsternis.
Moskau, 20. Juni. Die von der Sternwarte
Berlin-Vabelsbcrg gemeldete Entdeckung des
neuen Sterns im Sternbild des Cepheus wird
auch aus Akbulak bei Orenburg bestätigt.
Auch die Leiter einiger ausländischer Expedi
tionen haben ihre Eindrücke im Moskauer
Rundfunk bekanntgegeben, der diese Sendun
gen aus den einzelnen Lagern in englischer,
französischer und russischer Sprache übertrug.
Danach erklärte der Leiter der englischen Ex
pedition in Omsk, wo übrigens, wie auch an
anderen Punkten, ein Substratvsphärcnballon
sich zu Beobachtungszwecken vier Stunden
lang in der Luft befand, daß er eine Sonnen
finsternis erstmalig unter so günstigen Bedin
gungen beobachten konnte. In Akbulak nahm
die Sonne beim Eintreten der totalen Ver
deckung die Form eines fünfzackigen Sterns
an, dessen Strahlen die mehrfache Länge des
sichtbaren Durchmessers der Sonnenscheibe er
reichten. -
* # *
AeherschMmnmngen in Uruguay.
DNB. Montevideo, 20. Juni. Der Uruguay-
strom, der seit einigen Tagen Hochwasser führt,
beginnt die Ufer bedrohlich zu überschwemmen.
In Salto und P a y s a n d u stehen die tie
fer gelegenen Stadtteile vollkommen unter
Wasser. Die Stadt Conception del Uru
guay ist von jedem Verkehr mit der Außen
welt abgeschnitten, ebenso die auf dem argen
tinischen Ufer gelegene Stadt Concordia.
Da die bedrohten Gebiete von den Bewohnern
geräumt sind, herrscht große Obdachlosigkeit.
Das Hochwasser, das noch immer im Steigen
begriffen ist, hat bereits einen Stand von neun
Meter über dem normalen Wasserspiegel er
reicht.
Auch der Santa-Lucia-Fluß ist weit über die
Ufer getreten, wodurch der Verkehr zwischen
Montevideo und verschiedenen Städten im In
nern des Landes unterbrochen ist.
In wenigen Zeilen
Kommt das Frauenwahlrccht in Frankreich?
Die Unterstaatssekretärin für Kinderschutz,
Lacorre, hat in einer Rede in Perigueux ange
kündigt, daß allen französischen Frauen in
einigen Monaten das Wahlrecht zuerkannt
sein werde.
Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer
und Reichskanzler hat der Frau Wilhelmine
Wittmiß in Thießow aus Anlaß der Voll
endung ihres 100. Lebensjahres ein persön
liches Glückwunschschreiben und eine Ehren
gabe zugehen lassen.
^ ^
8 Tote, 12 Schwerverletzte.
DNB. Paris, 22. Juni. (Eig. Funkm.) In
der Nacht zum Montag ereignete sich auf der
Bahnstrecke Paris-Cherbourg in der Nähe des
Ortes Boucheville ein schweres Unglück, bei
dem 8 Personen den Tod fanden. Ein Autobus
mit Sonntagsausflüglern wurde auf einer
Ueberführung von einem Zuge erfaßt, wobei
der vordere Teil des Wagens in Trümmer
ging. Von den 28 Fahrgästen fanden 8 den
Tod, 12 andere erlitten schwere Verletzungen.
verantwortlicher Hauptschriftlelter unv Herausgever: Fer
dinand Möller.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Puhlman«.
Verantwortlich für Politik: Ferd. Möller: für den ört
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den wirk«
fchaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt; für den proviv-
zielle» Teil: Karl Müller, alle tu Rendsburg.
Bildvcrantwortliche: Ressortleiter.
Verantwortlicher Anzeigenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg-
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhn«, Rendsburg.
D.-A. Echleswig.Holfteinifche Landeszeitung (Rendsburgs
Tageblatt — Hohenwestedter Zeitung / Die Landpost
Hanerau-Hademarfchen — Süderbracuper Tageblatt>
D.-A. V 36 über 13 500 Pl. Nr. 7.